Was für Experten 😛 Bei diesem Vogel haben wir lange gerätselt, ob es nun der Coppery-Tailed Coucal oder der Senegal Coucal ist... Liest hier ein echter Experte mit, der uns weiterhelfen kann?
Sensationelle Fotos. Da habe ich wieder richtig was dazu gelernt!
LG Logi
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201110. Nov. 2016 · #63
Hallo Birgit,
leider bin ich kein Experte, habe aber in meinen SASOL geschaut und tippe auf den Copperytailed C. Begründung: Länge des Schnabels und das Fehlens eines feinen weißen Ringes um die Augen. Bin gespannt, was die wahren Experten sagen.
Danke, Karsten, für deine Einschätzung. Sie entspricht dem, für was wir uns auch entschieden hatten. 😉 Deine Argumente sind überzeugend. Aber wir haben wirklich lange gerätselt, und ich bin heute noch einmal unsicher geworden. Wir können das auch so stehen lassen, wenn kein anderer Einwände erhebt. 😎
Liebe Grüße ganz aus der Nähe (Landkreis Stade) 🙂 Birgit
Nachtrag: auch Bele hat mir per PM mitgeteilt, dass sie auch für einen Coppery Tailed Coucal plädiert und hat ebenfalls deine Argumente genannt. Unser Kriterium seinerzeit FÜR den CTC war das Schwarz im Nacken - das sollte beim Senegal Coucal wohl nur bis zum Hals und nicht über die Schultern hinaus gehen. Das Tier wirkt(e) bloß so "schlank", nicht so massig, wie die anderen CTCs, die wir gesehen haben. Da kann man mal sehen, was so ein bisschen gute Haltung ausmacht 😄
Champagner8'678 Beiträge · seit 201012. Nov. 2016 · #65
Hallo Birgit,
ich habe inzwischen noch ein paar (eigene) Fotos gefunden, wo er auch so schlank drauf ist - und ja, das mit dem schwarzen Nacken ist auch noch ein Argument. Cool wären natürlich Fotos von hinten oben.... 😉 Aber sag das mal einer dem Kuckuck.... 🙄
Und wenn ich schon hier bin: kann es sein, dass eure Schlagzahl etwas nachlässt???? Ich hab mir eben einen Kaffee gemacht, es spräche also nichts gegen ein neues Kapitel 😎 ! Vielleicht mit dem WBNH??? 😗
Wir freuen uns sehr über die unerwartet rege Anteilnahme an unserer Ornithomanie und scheuen uns daher nicht, euch mit weiteren Vogelfotografien zu traktieren 😛
Wir angekündigt folgen jetzt einige "Landarten", die wir rund um die Kalizo Lodge "abschießen" konnten: (Früher war es ja tatsächlich mangels technischer Alternativen so, dass Vogelbestimmungen über das Sammeln von geschossenen Tieren erfolgte, die Ergebnisse kann man bis heute in den Schubladen naturkundlicher Museen "bestaunen").
Zum Einstieg aber - auf besonderen Wunsch von Bele, der mich über PM erreichte - ein Foto, dass zuvor durch Werners Qualitätskontrolle durchgefallen war...
Weißrücken-Nachtreiher (White-backed Night Heron) - wirklich nur ein "Belegfoto", aber man kann zumindest ahnen, was für ein hübsches Tierchen das ist...
Nun zu dem, was uns in den Wiesen und Auen rund um die Kalizo-Lodge noch erfreut und beschäftigt hat:
Swainson-Frankolin (Swainson's Spurfowl)
Rotnasen-Grüntaube (African Green Pigeon)
Häherkuckuck (Great Spotted Cuckoo), ein Jungvogel:
Langschnabelsylvietta (Long-billed Crombec) - NICHT: Rotzügelsylvietta (Red-faced Crombec) - Diese Art hat uns reichlich Zeit und einige Durchgänge im SASOL gekostet, dennoch zunächst Fehlbestimmung, die durch den eifrigen Einsatz von Karsten B. und seiner Frau Véro geklärt werden konnte (Diskussion siehe weiter unten) 😛
Es sieht wirklich putzig aus, wenn das Männchen, um seine Auserwählte zu beeindrucken, plötzlich am Bürzel "aufpufft" und ein Schneeball von flaumigen Daunen swischen den Deckfedern herumplustern. Also: dieses Motiv steht noch auf der Liste der Fotos, die "gelegentlich" noch zu schießen sind...
Hat jemand von Euch ein Foto vom aufgepufften Puffback gemacht? Ich würde es hier gern mit namentlicher "Ehrung" einfügen!
So, das war's erstmal. Wir verabschieden uns von der Kalizo-Lodge und dem Zambezi, denn es geht auf die nächste Etappe zum Kwando und zum Horseshoe... 🤩
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201112. Nov. 2016 · #67
Hallo Birgit und Werner,
wie sicher seid Ihr mit dem Redfaced Crombec? Für mich sieht es eher wie ein Redcapped C. aus. Argument wieder Schnabellänge und Gesichtszeichnung ... wollte ich schreiben. Habe dann aber den Text gelesen, beim Redcapped C. steht: Distinguished ... by ist rufous earpatches and breastband. Nun habe ich den starken Verdacht, dass in meinem SASOL (1993) die Bezeichnungen an den Bildern vertauscht sind, denn die Beschreibungen treffen auf das jeweils andere Bild zu.
Verwirrte Grüße,
Karsten
Edit: Jetzt habe ich meiner Frau die fehlerhafte Zuordnung in unserem SASOL gezeigt. Sie ist der Meinung, dass es sich um den Longbilled C. handeln würde. Ich kann Ihr da kaum widersprechen, einmal, weil ich es sowieso nie wagen würde, meiner Frau zu widersprechen, zum anderen wegen des Lidstrichs und des langen Schnabels. Schade, dass man die Underparts so wenig sieht, aber auch das wenige, was man sieht, widerspricht nicht unbedingt der Meinung von Véro. Was meint Ihr?
Danke Karsten, für deine konstruktiven Zweifel. 😉 Den Red-Capped können wir wohl ausschließen, im SASOL 2011 passen Zeichnung und Beschreibung zusammen und beschreiben das Tier mit den deutlichen, haselnussfarbenen Zeichnungen. Wäre ja auch eine ziemliche Sensation gewesen 😗
Long-Billed oder Red-Faced? Wir schauen noch einmal im großen Archiv nach, ob wir weitere Bilder finden, die eine zweifelsfreie Bestimmung ermöglichen. Ich will die Meinung deiner Frau jetzt zunächst einfach mal im Raum stehen lassen 😉 😉 😉
Ich liebe solche "Fachdiskussionen", wirklich 😛 , aber vielleicht sollten wir die zugunsten des allgemeinen Leseflusses in die PMs verlagern? 🙄
Viele Grüße Birgit
EDIT: Wir haben noch einmal im großen Archiv gekramt und haben noch ein deutlicheres Foto des Kleibers gefunden:
Karsten: Wir geben deiner Frau uneingeschränkt Recht und korrigieren auf Langschnabelsylvietta (Long-billed Crombec)! 😗 - Dank und Gruß an euch beide für die Mühe! 😘 Unsere Gesamtartenzahl sinkt damit aber leider um 1 auf 357. 😉
Heute ist also wieder "Fahrtag". Die Reise geht von Katima Mulilo über die C49 bis zum Kwando, an dem wir uns als Standort für die Erkundung des Kwando und des Horseshoe die Mavunje-Campsite von Mashi River Safaris auserkoren haben. http://mashiriversafaris.com/
Die C49 ist erst seit wenigen Jahren asphaltiert und führt in einem großen Bogen südlich der Hauptverkehrsader B8 durch die Regionen Linyanti, nördlich des Nkasa Rupara NP (vormals Mamili) und durch den den Mudumu NP in Richtung Kongola, wo sie wieder auf die B8 trifft. Die Straße wurde von den Chinesen gebaut - vermutlich als "Wilderer-Highway" 😠
Der erste, längere Teil führt durch eine recht fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte und relativ dicht besiedelte Gegend. Hier gibt es nicht viel zu berichten... Es folgen ein paar "Stimmungsbilder":
"Wilderer-Highway" made by China?
Ah, doch: Eine sehr erfreuliche "Sichtung" hatten wir 🤩 :
Gaukler (Bateleur)
Auf der Höhe Sangwali machen wir einen kleinen Abstecher in Richtung Nkasa Rupara NP und schnuppern uns vor, bis ca. zur ersten Brücke. Sieht vielversprechend aus, aber unser Ziel lautet anders... Es ist Mittag und entsprechend heiß und ruhig.
Etwas später wollen wir in den Mudumu ähnlich hineinschnuppern, erwischen aber wohl ausgerechnet die heftigste Sandpiste der Region - als absolute Offroad-Greenhorns...
Zu Beginn hat Werner noch die Nerven, ein Zebra zu fotografieren:
...danach schwitzt er aber vor Anspannung: Steht hinter dem nächsten Busch ein Elefant? Kann ich dann anhalten? Und vorallem: Wenn ich anhalte, komme ich dann wieder raus aus dem Tiefsand? "Natürlich" haben wir KEINE Luft abgelassen 😣
An einem Aussichtspunkt können wir einen Blick auf den Kwando und die aufziehenden Gewitter auf der Botswana-Seite werfen:
Schließlich landen wir bei ein paar Hütten, wo ein paar verwegene, in Unterhemd bekleidete Gestalten auf unseren Wagen zukommen: Ob wir uns verlaufen hätten, fragen sie durch die von uns heruntergekurbelte Seitenscheibe... Oh, und was denn das da für eine tolle Linse wäre auf meinem Schoß, ob sie da mal durchschauen könnten? ... Wir konnten diese Situation nicht einschätzen 😐 - und haben dann mit einem forschen "Nein!" die Scheibe schnell hochgefahren. Der vierschrötige, bullige Typ schüttelt den Kopf und sagt: "I'm a policeman! Why are you Germans always that unfriendly?!" - und wir ziehen leicht beschämt weiter... Später erfahren wir, dass wir tatsächlich auf die Ranger-Station "Nakatwa Station" gestoßen sind. Es waren also wirklich Polizisten. Tja, schade um eine potentiell nette Begegnung... 😊
Hey, @chrigu, die auf dem Forumstreffen Nord von die erstandene Karte der Region hilft mir jetzt echt beim Bericht schreiben! Und ich habe sie definitiv nicht umsonst erstanden! WIR HABEN HEUTE 4 TICKETS GEBUCHT für Sommer 2017 - da geht es mit unseren Töchtern zurück an diesen Ort! 🤩 🤩
Am späten Nachmittag kommen wir im Mavunje-Camp an. Unser Gastgeber ist noch unterwegs, aber wir werden von einem älteren Local Guy begrüßt und in unsere Campsite eingewiesen. Wir kaufen ihm einen ziemlich grob geschnitzten Holzlöffel ab - diesen kleinen Tribut an die wirklich arme Bevölkerung können wir uns gern leisten - und er zieht ab zu seiner Familie. Das Camp ist "urig" und besteht aus insgesamt 4 Tents (2 davon, ebenfalls leer, ein ganzes Stück von uns entfernt). Wir sind ganz für uns und richten uns häuslich ein... Ein kühles Bier auf der "Veranda" ist jetzt genau das richtige!
Wenig später hören wir lautes Knacken und Knistern. Was ist das?? Wir schauen uns um und sehen große schwarze Rauchsäulen in Richtung Hauptstraße. Ein Buschfeuer!! Was nun?? 🤢
Wir ziehen verschiedene Fluchtwege in Erwägung... Schon wieder eine Situation, die wir Greenhorns so gar nicht einschätzen können... 🙄 🙄 Nun, zunächst bleibt uns nur: Abwarten und Bier trinken...
Eine halbe Stunde später - die Rauchsäulen sind inzwischen schon fast verflogen - kommt Dan Stephens fröhlich ins Camp zu uns. Er sagt, das Buschfeuer wäre bestimmt 25 km entfernt gewesen, und wenn Gefahr bestanden hätte, wäre er natürlich schon längst da gewesen. Auch am nächsten Tag, bei unserem Ausflug zum Horseshoe können wir in der Tat nichts von der Feuersbrunst entdecken. Aber es war echt laut! Ich möchte nicht wissen, wie das wäre, wenn man dort wirklich in der Nähe wäre! 😮
Wir sitzen noch eine Weile gemütlich am ziemlich ausgetrockneten Altarm und lauschen den Geräuschen der Nacht. Das Krächzen des Graureihers ist uns vertraut. Und auch der Ruf des Nachtreihers (Black-crowned Night Heron) kennen wir aus europäischen Breiten.
In den frühen Morgenstunden hören wir noch etwas völlig Unbekanntes: sehr sehr laut und ganz aus der Nähe: Schalow's Turaco! Leider bleibt uns eine Sichtung verwehrt, und auch die des ortsansässigen Zwergkönigsfischers (African Pygmy Kingfischer). Etwas mehr Zeit und Ruhe an diesem Ort hätte sicher nicht geschadet!
Unsere vorab bei Dan gebuchte Bootstour auf dem Kwando erwies sich als spannendes Abenteuer. Der Kwando führte extrem wenig Wasser - und das hat Folgen. Zunächst mal die, dass man nicht mehr direkt am Mavunje-Camp starten kann, sondern einen kleinen Fußmarsch machen musste. Nicht so schlimm, kein Problem.
Bereits beim Einsteigen in das Plattform-Boot mit Luftkammer-"Kufen" erkennen wir, was Dan heute für uns durchmacht: eine Gruppe Hippos gleich an der ersten Ecke des schmalen Flusses 😵
Dan Stephens (ein gebürtiger Brite): "Let the stress begin!"
Dan kannte seine Pappenheimer genau: Welche Gruppe Hippos ist eher entspannt, welche ist auf Krawall aus. Aber egal wie die Stimmung ist: Irgendwie muss man an den Viechern vorbei... 🙄
Diese Gruppe guckt jetzt eher neugierig:
Aber die nächste ist schon in Sicht:
Ein wechselseitig skeptischer Blick:
Und dieser Knabe sieht wirklich schlecht gelaunt aus:
Dan tuckert an den alle 50-100 m auftauchenden Grüppchen vorbei - mit soviel Abstand wie möglich - und Werner sucht noch hinter dem Bootsmann ein bisschen "Sicherheit". 🤢 Ich sitze verhältnismäßig locker in meinem Sessel und finde die ganze Sache "faszinierend". 😗
Außer den Hippos gibt es natürlich noch weitere "Sehenswürdigkeiten":
Am Ufer stehen die Lechwes, eine wunderschöne Antilopenart, die es nur in den Feuchtgebieten gibt:
Riecht es schon "richtig"?
An einer kleinen Insel machen wir Zwischenstopp und können uns ein wenig die Beine vertreten. Mit Dan entwickeln sich interessante Gespräche über die Trockenheit, die Situation und die Mentalität der Locals, die allgemeine politische Lage in Namibia und in Europa.
Er schimpft, dass die Locals so wenig vorausschauen: alle warten auf Regen, aber keiner bestellt die Felder. Wenn es so weitergeht, werden im nächsten Jahr Kinder verhungern! Aber die Einstellung zu Kindern ist wohl ohnehin eine deutlich andere, als bei uns: wenn eines krank wird und stirbt, war es halt zu schwach und es wird ein neues gemacht 😐 ... Dan erzählt von einem Mann mit einer chinesischen Frau: als das Kind stirbt, meint er: "...ist halt schlechte chinesische Qualität, daso etwas geht einfach schnell kaputt." 😣 . Ich denke, diese Sätze geben vielleicht eher die Einstellung der Männer wieder, die ohnehin nicht wirklich gebunden an ihre Frau(en!) und Kinder sind. Die Frauen müssen es so hinnehmen. 🙁
Auf der anderen Seite, so Dan, gäbe es ein riesiges Theater, wenn die Ziege krank wird. Dann muss sofort der Doktor kommen! Irgendwie auch "logisch", denn die Ziege ernährt die Familie, das Baby braucht selbst Nahrung. 😵
Ich denke, diese Dinge aus unserer europäischen Perspektive moralisch zu bewerten, ist problematisch. Wir haben wirklich keine Vorstellung, was wirkliche existenzielle Probleme sind, jammern und sorgen uns aber auf extrem hohen Niveau. Die Eindrücke von der Lebensweise im "schwarzafrikanischen" Caprivi-Strip haben mich berührt und auch in mein Bewusstsein gerückt, in welchem Wohlstand und welcher Sicherheit wir hier leben - vorallem wir, die wir uns solche "Abenteuerreisen" ans andere Ende der Erdkugel leisten können... 🤨
Gegen Mittag sind wir ohne Zusammenstoß mit einem schlechtgelaunten Dickhäuter wieder zurück. Dan hat zwar zwischendurch ordentlich geflucht: "This is a damn nightmare - but this is my job!" Einige Tage später erlebt eine Gruppe, die wir an der Küste treffen, wie ein Hippo schlicht eine der Luftkammern seines Bootes kaputt beißt. Lässt sich aber reparieren und das Boot hat ja mehrere... 😵 Dan sagt auch: ER würde NIE mit einem Mokoro auf einem von Hippos okkupierten Gewässer fahren! Und er weiß auch, dass es in Ngepi dabei schon Zwischenfälle gab. 😣
Gleich kommen noch die Vögel vom Kwando... und dann kommt der Horseshoe...
Das Werner trotz der nervenaufreibenden Hippodichte noch all seine Professionalität zusammengenommen hat und so schöne Vogelaufnahmen von dieser Tour liefern kann, ist ihm hoch anzurechnen! 😘
Afrikanisches Purpurhuhn (African Swamphen) ch hab mich gerade gefragt, ob die eigentlich gut schmecken - und was finde ich da beim googeln? 😄 3. Mose 11.13-18 (Elberfelder): "Und diese sollt ihr verabscheuen von den Vögeln; sie sollen nicht gegessen werden, ein Greuel sind sie: (...) die Rohrdommel, 18 und das Purpurhuhn und den Pelikan und den Aasgeier..." ...ok, dann eben nicht! 😛
Ein seltener und kurioser Anblick: Schwarzbauchtrappe (Black-bellied Bustard) im Flug
Den hatten wir schon einmal - aber egal 😉 : Wassertriel (Water Thick-knee)
Eine junge Rotflügel-Brachschwalbe (Collared/Red-winged Pratincole):
EDIT: Hier noch ein schönes Flugbild der Rotflügel-Brachschwalbe (Collared/Red-winged Pratincole), das ich soeben noch im Archiv entdeckt habe...
Und diemal ohne jeden Zweifel ;): Angola-Mönchskuckuck (Coppery-tailed Coucal)
Riesenfischer (Giant Kingfisher)
Graufischer (Pied Kingfisher)
Gibt's auch hier: Karminspint (Southern Carmine Bee-eater) - Jung- und Altvogel, etwas auf Abstand bedacht:
Dafür haben sich diese beiden lieb: Zwergspint (Little Bee-eater)
"Unsere" Rauchschwalben - offensichtlich hier im zweiten Brutgeschäft:
Und hier ein enger Verwandter der europäischen Art: Afrikanisches Schwarzkehlchen (African Stonechat)
So, das war's vom Vormittag. Heute Nachmittag geht es auf Exkursion zum Horseshoe! 🤩
Buhuhu!!! 🙁 🙁 🙁 Jetzt war ich gerade fertig mit meinem Horseshoe-Bericht und bin auf den falschen Knopf gekommen direkt vor dem Hochladen!!! 😮 🤢 Nun beiß ich mir also eine Runde in den Allerwertesten - und ihr müsst auf den nächsten Teil bis mindestens morgen warten... 😣 😣
Topobär5'479 Beiträge · seit 200915. Nov. 2016 · #73
Hallo Birgit,
in meiner Anfangszeit als Berichtsschreiber ist mir dass auch hin und wieder passiert. Seitdem schreibe ich meine Berichte zunächst in Word und kopiere sie dann ins Forum. Seitdem hatte ich keine Verluste mehr.
Nach unserer Bootstour ging es jetzt am Nachmittag zum legendären Horseshoe: Nach Aussage meines namibiaerfahrenen Friseurs und auch von Dan Stephens (mashi-river-safaris) ein "Must-have", sowohl wegen der guten Chance auf Elefanten, als auch wegen des excellenten Birdings. Mutig geworden von unserer Allraderfahrung vom Vortag und mit der Versicherung von Dan, das die Horseshoe-Pisten gegen die "Sandy Road" vom Mudumu entspannt zu fahren sind, freuten wir uns auf unser neues Pistentraining. Tatsächlich hatten wir von Deutschland aus noch so viel Respekt, dass wir gar nicht sicher waren, ob wir den Horseshoe machen würden.
Die meisten Caprivi-Erfahrenen werden ihn kennen oder zumindest von ihm gehört haben. Aber für Caprivi-"Neulinge" hier ein Kartenausschnitt und ein Satellitenbild der Gegend, made by google:
Der Horseshoe ist also ein dauerhaftes Restgewässer/Altarm des Kwando-Flusssystems. Er liegt in einem kleinen Reserve und ist besonders zum Ende der Trockenzeit ein wichtiger Magnet für das Wild. Einfahrt (Registration) eben westlich von Kongola an der B8. Innerhalb des geschützten Gebiets liegt ein kleiner Campground und eine ziemlich noble Lodge:
Bei einem weiteren Besuch würden wir bestimmt versuchen, auf dem Nambwa-Campground einzukehren (ein kleines Camp, daher Reservierung empfehlenswert!). Die Lodge ist preislich etwas oberhalb unserer Kragenweite 😣
So, nun geht es los:
Unser erster Stopp war am alten Militärposten mit guter Aussicht. Hier waren wir auf etwas ganz besonderes aus. Und nach etwa 20 Minuten wurden wir auch mit der erwünschten Sichtung beschenkt...
Werden wir hier Orni-Glück haben? Das Spektiv kam gründlich zum Einsatz, aber letztlich schwebten "sie" dann erst ein - nur für uns! 🤩
Klunkerkranich (Wattled Crane) - aufgenommen aus ca. 300 m Entfernung
Auch diesen Kameraden hatten wir nur hier am Horseshoe: Sattelstorch (Saddle-billed Stork)
Weiter ging es auf den Pisten am Rand des Feuchtgebiets, mitten durch einige Impala-Kinderstuben:
Keine "Rarität", aber dafür ein Hingucker: Gabelracke (Lilac-breasted Roller) Wir hatten hier am Horseshoe auch den seltenen Zimtroller (Broad Billed Roller), da muss Werner noch mal schauen, ob es ein "Belegbild" gibt...
Eine Kudukuh:
Felsenpython (African Rock Python, Python natalensis)
Aha, der erste Elefant!
Wenig später sind wir an der Nordseite des eigentlichen Horseshoe angekommen. Und: siehe da! 🤩
Der Blick durch die Linse:
So, sagt Werner, das reicht mir dann eigentlich... WAAAAS?? Nein! Wir müssen doch zum südlichen Ende, wo man von einer Erhöhung aus direkt auf den Horseshoe blickt! Das Problem: dabei müssen wir mehr oder weniger durch die Elefantenherde hindurch... 🙄 - Aber Werners Widerspruch scheitert: In solchen Fällen bin ich sehr hartnäckig 😈 ... Und es geht ja auch alles gut, auf der Piste ist kein Elefant zu sehen. Aber dafür vom Lookout: Wir beobachten die Herde beim An- und Abmarsch, direkt von einem ordentlichen Gewitterschauer:
Mission erfüllt! Wir fahren zufrieden zurück zum Mavunje-Camp und beschließen, morgen noch einmal wiederzukommen.
Am Abend braut sich noch ordentlich etwas zusammen...
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201416. Nov. 2016 · #75
Hallo ihr Zwei,
da werden schöne Erinnerungen wach! Wir waren mehrmals in der Susuwe Island Lodge (ist leider abgebrannt) und es hat uns dort immer sehr gut gefallen. Bei einem Sundowner haben wir am Horse Shoe mal über 200 Elefanten gezählt. Auf die Felsenpython bin ich schon etwas neidisch!
Später im Bericht kommt noch einmal eine andere Schlange, die wir nicht identifizieren konnten... aber ich bin sicher, das Forum wird da unterstützen! 🙂
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201416. Nov. 2016 · #77
Hallo ihr Zwei,
natürlich habe ich auch das Pythonpaar gesehen, deshalb bin ich ja so neidisch. Uns kriechen immer nur andere Schlangen vor die Linse.
Susuwe war erst, bevor sie im August 2015 abgebrannt ist, total renoviert worden. Bis jetzt habe ich noch nichts von einer Neueröffnung gehört. Wäre echt schade - wir waren da sehr gerne. Mit Guide Bevan hatten wir wunderschöne Touren dort unternommen und viel gesehen.
Freue mich auf die Fortsetzung und bin auf die nächste Schlangensichtung gespannt.
"During the night of Sunday, 02 August 2015 local fires severely damaged Susuwe Island Lodge. Fortunately, we can advise that despite the intensity of the fire there has been no loss of life and no one was hurt.
The fire has destroyed nearly 70% of the property, which necessitates immediate closure of Susuwe Island Lodge to guests in order to undertake the re-building project required to restore everything to its former state. Re-building will commence just as soon as possible, and it is anticipated the Susuwe Island Lodge will reopen later this year ."
Nun fragt sich natürlich, welches Jahr hier angesprochen wird (2015? 2016?) und wie der tatsächliche aktuelle Stand ist. Hat jemand hier Infos? Ich hab auf die Schnelle in der Suchfunktion nichts gefunden...
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201616. Nov. 2016 · #79
Hallo Birgit, Werner,
zuerst vielen Dank für euren Bericht und die tollen Bilder! Darf ich kurz fragen, warum ihr beim nächsten Mal die Nambwa campsites bevorzugen würdet, und ob ihr vielleicht ein Foto davon gemacht habt? Interessiert uns persönlich besonders, da wir dort für Anfang März 2017 zwei Nächte gebucht haben. Danke! Gruß Gina
Ganz einfach, Gina: Nambwa liegt mitten in der Susuwe Triangel, innerhalb des Horseshoe-Reservats. Und Topobär hatte es uns seinerzeit auch empfohlen.
Aber wir waren mit Mavunje und vor allem mit Dan auch nicht unzufrieden! Die rustikale Mavunje-Campsite war absolut nach unserem Geschmack. Alternativ bietet Dan auch einen "1-2 night floodplain special" an, bei dem man auf einer Insel (Njazanga) direkt im Kwando-Schwemmland campiert:
"Njazanga ('my dog' in the Mbukushu language) is our exclusive campsite located on a remote floodplain island directly opposite Bwabwata national park. It is utilised only for our river safaris and made up of 2 parts, one of which is a seasonally flooded meadow with tree islets, separated by a beautiful lagoon from the other side the island which is a lovely piece of riverine island wooland consisting of huge knobthorn acacias and sausage trees which provide a shady understory. The island is home to red lechwe and sitatunga. Seasonally, buffallo and elephant cross the river directly in front of our campsite from the national park to utilise the food resources on the island.The surrounding lagoons are stuffed with hippo which graze the island after dark and the birdlife is varied with over 400 species recorded in the area including black coucal, lesser jacana and wattled crane."
Ich mache hier wirklich gern Werbung für Dan Stephens/mashi river safaris, weil er engagiert ist und einen Sinn für individuelle, naturverbundene Erlebnisse hat. Wir werden ihn im Sommer noch einmal besuchen, egal wo wir dann nächtigen werden.