Biologe1'162 Beiträge · seit 201230. Okt. 2016 · #21
Hallo Birgit,
bei der Agame am Anfang Eures Berichts handelt es sich eher um eine Namibische Felsenagame (Agama planiceps). Bei dieser haben die Männchen auch einen rötlichen Schwanz (zur Paarungszeit). Bei A. agama ist der Schwanz nicht rötlich. Leider ist das Tier auf Eurem Foto nicht vollständig zu sehen.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Hallo Michael, vielen Dank für die Auskunft! Ja, das Tier, dass wir auch noch öfter gesehen haben, hatte einen roten Schwanz. Ich werde deine Korrektur gleich einpflegen 🙂 Birgit
Der Abschied von Roy's Camp wird durch einen ausufernden ornithologischen Austausch mit einem englischen Guy verzögert, danach geht es gut aber gut voran auf der B8 und wir sind ganz hibbelig, dass wir uns jetzt dem "schwarzafrikanischen" Teil Namibias nähern. Als Greenhorns müssen wir uns innerlich erst einmal abgrenzen gegen einige "Warnungen" (nicht hier aus dem Forum...) vor Kriminalität in dieser Region. WIR haben absolut NIX in dieser Richtung erlebt und würden daher dieses Thema nicht besonders hoch hängen. Mit dem erneuten Hinweis, dass dieser Bericht sich ja gerade auch an Namibia-Neulinge wie uns wendet, sei noch erwähnt, dass alle Tankstellen, Supermärkte und Geldautomaten üblicherweise von Security überwacht sind, die freundlich darauf achten, dass alles gut läuft - auch dies gibt einem einem ein Gefühl relativer Sicherheit.
Nach einem Tankstopp in Rundu ändert sich die Szenerie links und rechts von der Straße: einfache Krals mit einigen Rindern und vielen, vielen Kindern geben einem ein Gefühl, jetzt wirklich "in Afrika" zu sein...
Blechhütten in den Vororten von Rundu:
Wenig später:
Der erste Blick auf den Okavango:
Und dann sind wir auch schon in Ngepi... "Paradise found" lautet der Slogan auf der Website - und genau so haben wir es empfunden! http://ngepicamp.com/
Ngepi bleibt rückblickend betrachtet unser "Lieblingscamp": liebevolle, etwas freakige Atmosphäre, der direkte Blick auf den Fluss und den gegenüberliegenden Bwabwata NP sowie einige links der NP-Grenze liegende Krals, das freundliche Personal... Details der einzigartigen sanitären Anlagen möchte ich hier gar nicht ausführen, weil es uns selbst so viel Spaß gemacht hat, sie auf dem Campgelände zu entdecken...
Unsere Campsite (Nr. 19) liegt etwas abseits (also längerer Weg zum Dinner), mit direktem Flussblick - passt! Wir bringen sofort unser Spektiv und die Kamera in Anschlag, weil das, was sich dort am Fluß abspielt und was im Sekundentag vorbeifliegt, ist alles neu und dermaßen aufregend 🤩 Die ersten Hippos unseres Lebens, die Schreiseeadler - und dann auch noch gleich die ersten Scherenschnäbel 🤩 ... Ich höre jetzt sofort auf mit der Auflistung der Vögel, sonst komm ich hier überhaupt nicht voran... Aber ich werde später eine eigene Ngepi-Birdlist einstellen, weil ich die ohnehin noch unserem Guide Christopher (siehe unten) schuldig bin... 😊
Also einfach ein paar Impressionen:
Abendstimmung am Fluß:
Hipp-hipp-hurra!
Typische Szene: Ein junger Mann im Mokoro; im Hintergrund: Bwabwata NP
Ein Schwarzbrust-Schlangenadler (Black-chested Snake Eagle), Schlangenmahlzeit "to go" - die Schlange wurde im Sekundentakt immer kürzer 🤪
Das Dinner am Fluß beschert uns noch einen Blick auf Büffel, Eland und Buschbock/Schirrantilope (Tragelaphus scriptus) auf der gegenüberliegenden Flussseite. In der Dunkelheit mit Taschenlampe zurück zur Campsite, lautes Grillen- und Froschkonzert begleitet uns in den Schlaf...
7. Tag: Ngepi Camp, Okavango; Birdwalk mit Guide Christopher
Um 06:00 Uhr starten wir zur Frühexkursion mit Guide Christopher. Zu Fuß geht es schlicht ein Stück flussaufwärts und dann auf die offenen Rinderweiden mit den großen Bäumen und einigen Senken, Sträuchern und Trockenrasen.
Werner und Christopher "in Action":
Morgenstimmung am Okavango:
Die Landschaft im Hinterland des Okavango:
Christopher ist uns ausdrücklich als Birding-Experte zugeteilt worden - und hat uns sehr beeindruckt mit seiner Fachkunde und seinen guten Sinnen. Er hat sich bereits vor 10 Jahren, als es ihm in den paar Hütten seines "homestead" zu eng wurde, immer zu langen Wanderungen in die Natur aufgemacht, hat beobachtet und gelauscht, zunächst ohne jede Optik oder Bestimmungshilfe. Später traf er dann auf europäische Birder (wie so oft: die Briten, weltweit berüchtigt als "Twitcher") und bekam ein Bestimmungsbuch geschenkt. Nun lernte er lesen und Englisch über dieses Buch. Als Guide konnte er sich dann auch irgendwann ein gebrauchtes Fernglas leisten. Aber das braucht er eigentlich nicht: ihm ist jeder Gesang und jeder Ruf vertraut und er muss Augen wie ein Adler haben. Die Ortskunde kommt dann hinzu. Auf diese Weise bekamen wir perfekte Lehrstunden in Sachen Namibischer und Caprivischer Vogelwelt, die uns dann für den Rest der Tour wertvolle Dienste leistete. Natürlich zeigte er uns auch einige der "Top Ten" der Gegend, z.B.
Angola-Mönchskuckuck (Coppery-tailed Coucal):
Braunbürzelamarant (Brown Firefinch):
Unsere "Ausbeute" in ca. 3 Stunden mit Christopher: ca. 70 Vogelarten! 🤪 Einige davon hätten wir allein wohl nur schwerlich bestimmt: Wie hätten wir zuvor z.B. den Sumpfzistensänger (Chirping Cisticola) von dem Lyneszistensänger (Luapula Cisticola) unterscheiden können? 🙄
Lyneszistensänger (Luapula Cisticola)
Ein spätes Frühstück (Eier mit Speck) - und dann muss in aller Ruhe die Birdlist gepflegt werden. Das übernehme ich, während Werner erneut auf die "Pirsch" geht, um Gesehenes noch einmal in aller Ruhe fotografisch festzuhalten.
Birgit beim "Nachbestimmen" (hier: Nama-Flughuhn)
Auf unserem Stellplatz ist jetzt auch der direkt angrenzende Nachbarplatz belegt, mit einer Großfamilie. Aber wir schlucken dreimal und machen dann das Beste daraus. Für die Kinder (und auch die Großen) ist natürlich ein Blick durchs Spektiv eine Attraktion, zumal an der gegenüberliegenden Flußseite gerade ein Krokodil döst...
Etwas später können wir noch folgende, aufregende Szenen direkt gegenüber der Lodge beobachten:
Da ist jemand echt sauer:
Nach dem der Bulle ein paar Exkremente mit dem "Schwänzchen" verteilt hat und der Rivale immer noch nicht "Leine zieht", wird ernsthaft gedroht:
Hier folgt die Antwort:
Am Ende gibt der Klügere dann aber doch nach, bevor es Verletzte gibt...
Trotz dieser Szenen entscheiden wir uns abends "wider jede Vernunft": wir buchen für morgen Vormittag einen 1/2 Tag Mokoro-Flussfahrt mit Christopher. Dieser Mensch machte auf uns so einen verlässlichen Eindruck, dass wir uns trauen, uns ihm im Einbaum dem Flußpferd- und Krokodil-besetzten Okavango anzuvertrauen. Und vom Fluss aus gibt es einfach immer fantastische Beobachtungsmöglichkeiten... Die Befreiung der Guides und des Ngepi Camps von jeglicher Haftung ist dann eine "Formsache" 😗, zumal wir immerhin keine Vorkasse leisten müssen 😄 Die Buchung erfolgt an der Bar, wo launig 2 Hippo-Skulls an der Decke baumeln:
Ja, ja, ich weiß... es gibt jedes Jahr Zwischenfälle bei den Mokoro-Trips "Die meisten tödlichen Unfälle mit Wildtieren in Afrika passieren mit Flusspferden." Werner hätte auch am liebsten gekniffen 😕 , aber er hat ja mich dabei: mit einem entschiedenen "No risk, no fun!" 🤩 🤪 😈
Hier noch ein bisschen "Ausbeute vom Tages-Fotoshooting:
Senegalliest (Woodland Kingfisher)
Dominikanerwitwe (Pin-tailed Whydah)
Zum Vergleich: Königswitwe (Shaft-tailed Whydah)
Rotschnabel-Madenhacker (Red-billed Oxpecker)
Kapkauz (African Barred Owlet)
Epaulettenflughund
Heute Abend wird das Froschkonzert ergänzt um das idyllische Brummen des Kühlschrankgenerators unserer Campnachbarn 🙄
Champagner8'672 Beiträge · seit 201001. Nov. 2016 · #25
Wahrlich - das ist ein Reisebericht ganz nach meinem Geschmack - birding at its best 🙂 Da werden viele schöne Erinnerungen wach und die Vorfreude auf die Tour unter ähnlichen Vorzeichen in genau einem Dreivierteljahr wächst ins Unermessliche 🤩 !
Aber jetzt bin ich - bekennender weiblicher Mokorofan (gibt es von Fan keine weibliche Form???) - erstmal super gespannt auf eure "Kreuzfahrt" am nächsten Tag! Ich weiß nicht warum, aber in den kleinen Channels des Deltas hab ich mich immer recht wohl gefühlt - auf dem breiten Okavango hätte ich glaub sogar ein bissle Schiss 😊 😕 😮
8. Tag: Mokoro-Tour von den Popa-Falls zum Ngepi-Camp
Es werden bei Ngepi bewusst Mokoros aus Fiberglas genutzt, die optisch aber den klassischen Mokoros (Ein-Bäumen) nachempfunden sind. Das Ngepi-Camp ist aktiv in einem "Tree-Projekt", um verlorengegangenen Baumbestand zu ersetzen: http://ngepicamp.com/tree-project/. Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht ein Teil dieses Projektes darin, die heimischen Siedler zu überzeugen, dass es nicht sinnvoll ist, für jeden Jüngling zur Mannbarkeit einen großen Baum umzulegen, um SEIN Mokoro daraus zu machen. Stattdessen bekommt er vielleicht dann eines aus Fiberglas und übernimmt dafür die zukünftige Fürsorge für "seinen" Baum.
Unsere Partie besteht aus 6 Personen und 3 Guides - also je 2 Personen + Guide pro Mokoro. Christopher ist Chefguide.
Die "Mokoro-Crew": In der Mitte Christopher, im Hintergrund die Popa-Stromschnellen:
Vor dem Einsetzen der Mokoros in ein Stillwasser neben den "Popa-Falls" bekommen wir klare Sicherheits-Anweisungen: Schwimmwesten anlegen, Füße und Hände im Boot lassen, bei den Hippos nicht herumschreien oder gar aufstehen, Anweisungen der Bootsführer beachten. Im Fall der Fälle sollen wir beim Kentern des Bootes Arme und Füße nach oben aus dem Wasser strecken und irgendwie so zum Ufer schwimmen ( 😮 ? ? ? 😐 ) - wir sollen dabei laut unsere Hymne anstimmen ("anthem" - das Wort kann gleichermaßen einen christlichen Choral meinen, wie auch unsere Nationalhymne 🙄 ) . Wenn die Jungs uns versuchen, wieder ins Boot zu ziehen, sollen wir uns nicht panisch an ihnen festklammern, weil sie uns dann nicht helfen können und ggf. mit über Bord gehen. So weit so klar? Dann kann es ja losgehen... 🤢
Zunächst fahren wir nur ein paar Meter, direkt zu den Popa-Falls, die eigentlich eher einige Stromschnellen sind, aus denen zu dieser Jahreszeit einige Felsen herausragen. Diese Felsen sind in der Trockenzeit Brutplatz einer ganz besonderen Vogelart, die nur an wenigen innerafrikanischen Orten vorkommt: Die Halsbandbrachschwalbe (Rock Pratincole) --- http://sabap2.adu.org.za/docs/sabap1/306.pdf Auf die sind wir natürlich scharf!
Die "Popa-Falls"
...und die Halsbandbrachschwalbe (Rock Pratincole):
...und der glückliche Naturfotograf:
Eine weitere Brachschwalbenart haben wir sowohl hier am Okavango als auch später am Zambezi ebenfalls gut beobachten können - auch diese schon "lecker" für jeden Orni, aber nicht ganz so exklusiv:
Nun geht es stromabwärts, das Mokoro-Abenteuer beginnt:
Respektvoll geleiten uns die Bootsführer an den diversen Hippos vorbei: sachte am Uferrand mit möglichst viel Abstand, zügig voran, sobald man auf deren Höhe ist.
Bei diesem Anblick fängt Werner im Stillen an zu beten 🙄 , zumal in der nächsten Szene nur noch Blubberblasen in Richtung Boot zu sehen waren:
Aber ich persönlich hatte tatsächlich das Gefühl relativer Sicherheit, weil Christopher seinen "Jungs" mit ruhiger, klarer Stimme Regieanweisungen gab (und wir saßen ja schließlich in seinem Boot 😉 ) . Schnell ist auch Werner von den Motiven am Uferrand abgelenkt, die ihm im Minutentakt auf dem Präsentierteller serviert werden:
Schlangenhalsvogel (African Darter):
Senegalkiebitz (African Wattled Lapwing/Plover):
Haubenzwergfischer (Malachite Kingfisher):
... (Ich schließe hier erstmal für heute Abend... Fortsetzung folgt... 😉 )
Nachtigall202 Beiträge · seit 201402. Nov. 2016 · #27
So schön .. und gute Nacht!
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
Champagner8'672 Beiträge · seit 201002. Nov. 2016 · #28
Birgit und Werner schrieb: ... (Ich schließe hier erstmal für heute Abend... Fortsetzung folgt... 😉 )
Das war ja schon mal eine tolle Ausbeute im ersten Teil 🤩 Die Birdcruise in der Gegend der Popa Falls war eines meiner Highlights letztes Jahr - wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich zuerst gar nicht kapiert habe, warum unser Guide so happy über die Sichtung der Rock Pratincoles war 😊 (und das war nicht mal bei der Birdcruise, sondern bei der normalen Sundownertour). Er musste mir den Namen dann auch buchstabieren 😗 😕 ....
So, und jetzt sitze ich gespannt wie ein Flitzebogen hier und warte auf den nächsten Mokoro-Teil 🙂 !
Flash20101'425 Beiträge · seit 201502. Nov. 2016 · #29
Liebe Birgit,
Mensch du legst ja ein Tempo vor 🙂 bin heute erst auf deinen Bericht gestoßen und konnte somit alles in einem Rutsch lesen und es trifft genau meinen Geschmack. Einzig beim Birding bin ich absolute Nullkennerin (bis auf die üblichen Verdächtigen). Aber ich bewundere deine Geduld und Kenntnis, all diese Vogelarten zu bestimmen 😮
Wie dicht fährt man denn so an den Hippos vorbei? Kann man anhand der Fotos schlecht einschätzen, da wäre mir aber auch erst mal die Düse gegangen.
(...) Wie dicht fährt man denn so an den Hippos vorbei? Kann man anhand der Fotos schlecht einschätzen, da wäre mir aber auch erst mal die Düse gegangen.
So weit weg wie möglich 😄 ... Ehrlich gesagt, weiß ich das auch nicht mehr so genau - 30m? 40m? In der Erinnerung ist das ein bisschen "Gefühlssache". Werner würde sicher eher die geringere Meterzahl angeben, aber das Bild "auf Augenhöhe" wurde jedenfalls mit dem Tele gemacht 😛
8. Tag: Mokoro-Tour von den Popa-Falls zum Ngepi-Camp (Fortsetzung)
Ich steige wieder ein, mit ein paar Bilder von Menschen, die sich am Flußufer dem Alltag widmen - offensichtlich wenig beeindruckt von möglichen Krokos. Wissen die, wann die Hunger haben?
Frauen fischen im Fluss...
Oma wird der Rücken gewaschen...
Die Wäsche trocknet...
Kinder, Kinder, Kinder...
Es kam jetzt ein Flussabschnitt, bei dem nur wenige Hippos zu sehen waren, daher können wir uns unserer Leidenschaft widmen - die Freude wird geteilt mit unserem Boots- und Bird-Mann Christopher, der einen ehrlichen Enthusiasmus zu seinem "Job" an den Tag legt, wie man es wohl selten findet. Er sagte uns: die Vögel (und der Herrgott) hätte ihm alles gegeben, was sein Leben heute ausmacht... Wir danken dann an dieser Stelle auch gern dieser göttlichen Fügung. 🙂
Ovambosperber (Ovambo Sparrowhawk)
Langzehenkiebitz (Long-toed Lapwing/Plover)
Blaustirn-Blatthühnchen (African Jacana)
Rotschnabelente (Red-billed Teal)
Und was sitzt da, zwischen Kuhreihern und Waffenkiebitzen links auf der Sandbank? 🤩
Braunmantel-Scherenschnabel (African Skimmer)!! 🤪 🤩 🤪 Diese Art hat eine gewisse Familiengeschichte: Werner ist seinerzeit auf der Ägyptentour mit meinem Vater (unserem großen Lehrmeister) bis fast an die sudanesische Grenze gefahren, um diese Art für die "westliche Paläarktis" abzugreifen - leider damals erfolglos. So gedenken wir mit diesem Bild auch meinem 2010 verstorbenen Vater, der uns alle das Reisen gelehrt hat!
Wenig später... ein Tumult am Himmel! Ca. 400-500 Milane kreisen über und sitzen auf einer Sandbank. Beide Milanarten waren vertreten: Schwarzmilan (Black Kite) und Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite). Ein unglaubliches Schauspiel, dass sich nur schwer fotografisch wiedergeben lässt - lasst also eure Phantasie das Bild ergänzen um die 10fache Menge der in diesem Ausschnitt abgebildeten Vögel...
Links im Bild: Schwarzmilan (Black Kite) und Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite) im Vergleich - die Schnabelfärbung ist das entscheidende Kriterium.
Und da wir gerade bei den Greifvögeln sind: Höhlenweihe (African Harrier-Hawk/Gymnogene), vorneweg das Jungtier, hinten der Altvogel...
Nun kommt die Lodge in Sicht - und mit ihr noch eine letzte Hippo-Herausforderung. Aber vorher machen wir Rast auf einer Sandbank und Christopher erfrischt sich im seichten Wasser. Uns rät er mit Blick auf unsere Gesundheit davon ab, da wir die örtlichen Keime nicht gewöhnt sind.
Nein, es kommt jetzt keine dramatische Hippo-Szene mehr, alles ist ruhig und glatt gelaufen. Deshalb jetzt hier noch ein friedliches Hippo zum Abschluss unseres Mokoro-Abenteuers:
Im Verlauf des Nachmittags zieht ein Gewitter auf. Und morgen geht es weiter zur nächsten Caprivi-Station am Zambezi. Was jetzt noch fehlt, ist die Ngepi-Birdlist, die stolze 112 Arten umfasst. Die liefere ich aber erst morgen...
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201203. Nov. 2016 · #33
Hallo Birgit, und Werner,
mein Kompliment: ganz tolle Bilder! Die "Flugshow der Milane" ist einmalig, so was kennen wir "Euros" allenfalls von herbstlichen Starenschwärmen. Bin schon gespannt wie's weitergeht.
LG. Rolf
piscator1'483 Beiträge · seit 200903. Nov. 2016 · #34
Hallo Birgit und Werner, ich bin leider erst heute dazu gekommen, euren Bericht zu lesen. Ich bin begeistert und werde ihn weiter intensiv verfolgen. Nach euren Erzählungen beim Treffen auf der Straußenfarm, als wir uns gegenübersaßen, hatte ich schon tolle fotos erwartet. Auch, nachdem ich im Internet einige eurer bilder angesehen hatte. Aber das jetzt toppt meiner Meinung nach alles.
😊 Danke für all die tollen Komplimente! 😘 Das motiviert zum Weiterschreiben!
Wir freuen uns schon sehr auf das Forumstreffen am Samstag im Norden und werden da hoffentlich den einen oder anderen von Euch persönlich treffen zu einem gepflegten Austausch 😛
Champagner8'672 Beiträge · seit 201004. Nov. 2016 · #38
Birgit und Werner schrieb: ... und für alle, die bis hier hin durchgehalten haben, noch 2 Ngepi-Hippos:
Ach, wenn man sich ein bisschen zwingt gehts schon..... 😎 Neee, Quatsch - schon wieder tolle Fotos mit Never-ever-gesehenen Vögeln (zumindest nicht live vor Ort).....Rotschnabeldrossel.....Orangebrustwürger..... 🙄 .
Nachtigall202 Beiträge · seit 201404. Nov. 2016 · #39
Hallo Birgit und Werner, von wegen "durchhalten", ich werde glatt noch zur "Birderin" bei Eurem Bericht und den Bildern. Ich erwäge schon die Anschaffung eines Vogelbestimmungsbuches für die nächste Reise. Und das Schönste ist, ich habe das Vöglein gefunden, das ich in diesem April auf der Mahangu Safari Lodge vor unserem Tent geknipst habe und von dem ich bis jetzt noch nicht wußte, wie es heißt: der Weißbrauenrötel. Beweisfoto anbei, wenn auch nicht so schön wie Eures. Macht weiter, ich freue mich darauf. Lg Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
Daxiang5'049 Beiträge · seit 201404. Nov. 2016 · #40
Hallo ihr Zwei,
eure tollen Aufnahmen machen Lust auf mehr! Caprivi ist ein echtes Birder-Paradies, irgendwann muss ich da auch mal wieder hin.
Mein Bild des Tages ist der Senegalkiebitz im Flug!
LG Konni, die sich schon auf die Fortsetzung freut