Reisebericht

Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil

von Birgit und Werner · begonnen 29. Okt. 2016 · 61 Teile

Teil 129. Okt. 2016
Nun sind unsere "Silberflitterwochen" in Namibia schon fast 1 Jahr her - und ich beginne unverzeihlicherweise erst jetzt mit unserem Reisebericht... 😊

Euch erwartet eine 4-wöchige Reise durch den Nordteil Namibias von Mitte Dezember bis Mitte Januar

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Windhoek - Waterberg - Caprivi (Okavango, Zambezi, Kwando/Horseshoe)
- Etosha von Ost nach West - Palmwag - Brandberg - Walvis Bay


5000 km Wegstrecke
Ein "Best of" unserer 9000 Fotos
356 Vogelarten
und natürlich viele weitere Naturbeobachtungen


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Viel Spaß!
Teil 229. Okt. 2016
Hier kommt jetzt erstmal unsere Vogelliste/Birdlist für alle Ornis (und solche, die es werden wollen) 🤪
redigierte Fassung 😉

📎 Vogelliste-namibia-2.pdf
Teil 329. Okt. 2016
Unsere Reisestationen
Tag, Datum, Zielort, Unterkunft, Aktivitäten
0 15.12. Flughafen, Ondekaremba, Übernahme Toyota Hilux
1 16.12. Windhoek, Ondekaremba, Einkauf; Daan Viljoen Park/Avis Dam
2 17.12. Waterberg, Hamakari, über B1
3 18.12. Waterberg, Hamakari, Chillen auf dem Farmgelände...
4 19.12. Waterberg, NWR Waterberg, Trails
5 20.12. Grootfontein, Roy's, morgens: Plateau Game Drive Waterberg, 06:00‐10:30
6 21.12. Divundu, Ngepi, B8
7 22.12. Divundu, Ngepi, Birdwalk mit Christopher
8 23.12. Divundu, Ngepi, Mokoro‐Trip Popa Falls
9 24.12. Katima Mulilo, Kalizo Lodge, über B8
10 25.12. Katima Mulilo, Kalizo Lodge, Birdwalk, Boat‐Trip
11 26.12. Katima Mulilo, Kalizo Lodge, Boat‐Trip 2
12 27.12. Kongola Mashi‐River, über C49
13 28.12. Kongola, Mashi‐River, morgens Bootstour, nachmittags Horseshoe
14 29.12. Rundu, Shamvura, morgens Horseshoe, B8
15 30.12. morgens: Bootstour Shamvura, dann über C45, M75 nach Tsintsabis, Treesleeper Camp
16 31.12. Etosha, Onguma, morgens: San‐Bushwalk, über Tsuneb, Lake Otjikoto nach Onguma
17 01.01. Fisher Pan, Etosha Ostteil
18 02.01. Etosha-Ost, Okaukuejo
19 03.01. Kamanjab, Oppi‐Koppi, Etosha‐Westteil
20 04.01. Palmwag, Palmwag‐Lodge, Grootberg‐Pass
21 05.01. Palmwag, Palmwag‐Lodge, Game‐Drive
22 Uis, White Lady B&B, Twyfelfontain, Brandberg
23 07.01. Walvis Bay, Buschtrommel, Brandberg, über D2342/D 2303 nach Cape Cross
24 08.01. Walvis Bay, Buschtrommel, Walvis Bay
25 09.01. Walvis Bay, Buschtrommel, Bootstour/Wüstentour (Laramon)
26 10.01. Walvis Bay, Buschtrommel, Walvis Bay
27 11.01. Gamsberg, Rooisand, über C14
28 12.01. Windhoek, Onguma, über C26
29 13.01. Windhoek, Onguma, Chillen, Packen, Abflug
📎 Namibia-Reisestationen.pdf
Teil 429. Okt. 2016
Es war unser ERSTER Namibiatrip - anlässlich unserer Silberhochzeit (und meines 50. Geburtstags :P).
Schon lange hatten wir von dieser Reise geträumt - und unsere Träume wurden noch übertroffen!!

Wir haben schon viele Reisen unternommen, meist mit naturkundlichem/ornithologischen/fotografischen Schwerpunkt.
Namibia war dafür natürlich PERFEKT! Unser Reisebudget haben wir statt in bequeme Luxusbetten lieber in geführte Bushwalks, Boattrips und Game-Drives gesteckt: dort wo es angebracht war, weil man allein nicht fahren konnte.
Die Route ist so abgesteckt, dass wir möglichst vielseitige Landschaften und Biotope erfahren konnten. Und sowohl die Reisezeit (Nov./Dez.) als auch die Route hatten möglichst vielfältige Vogel- und Tierbeobachtungen zum Ziel. Natürlich ging es uns aber auch um Landschaften und Lebensverhältnisse in diesem weiten Land...

Dies als Vorrede, und jetzt kommen noch ein paar erste Bilder als "Appetizer":

Kurz hinter dem Flughafen: Unsere erste Vogelbeobachtung - ein Kampfadler (Martial eagle)
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Unser Toyota Hilux, Fahrzeugübernahme am Flughafen
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Das erste Warzenschwein auf Ondekaremba
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Teil 529. Okt. 2016
Hallo Nachtigall, hallo Daxiang,

danke für die Vorschusslorbeeren 😉
Die angegebenen Vogelarten haben wir tatsächlich alle gesehen, oder zumindest gehört.
Natürlich haben wir nicht alle im Bild festgehalten, aber viele (hab noch nicht gezählt).
Und in der Tat: wir waren selbst sehr stolz auf unsere "Ausbeute", da wir den einzigen Birdreport aus der Zeit und mit der Route um 50 (!) Arten übertroffen haben 😛

Birgit
Teil 629. Okt. 2016
Als Afrika- und Namibia-Einsteiger haben wir uns natürlich vorher sehr viele Gedanken gemacht. Daher ist es vielleicht für andere "Greenhorns" hilfreich, hier jetzt erstmal ein paar Tipps für die Ausrüstung zu bekommen.

In unserem Gepäck war:

1. I-Pad mit
a) App "Tracks for Africa" - hat als Navi völlig gereicht, das mitgeführte GPS war überflüssig für unseren Bedarf;
b) App "Sasol: Birds of Southern Africa": Hier gibt es neben den Beschreibungen aus dem Buch auch noch sehr viele Stimmen zum Abhören und Vergleichen der fraglichen Art. Außerdem kann man perfekt die Birdlist pflegen und später als Liste exportieren!
2. Fotoausrüstung:
a) Nikon D300 + D300S,
b) Objektive: 24-70mm/2,8, 8-20mm, 70-210mm und das nagelneue und sofort geliebte 150-600S (Sigma)
c) Blitz SB800
d) Speicherkarten: 4x34GB, 7 Akkus mit staubfestem Etui, Ladegeräte, Reinigungsset
e) Einbeinstativ + schweres Berlebach-Stativ (3-Bein, auch für Spektiv)
f) "Bohnensack" (ohne Bohnen, zum Auflegen vom Teleobjektiv auf dem heruntergedrehten Seitenfenster und zum Beschweren des Stativs)
3.Optik/sonstige Technik
a) 2 Ferngläser, Spektiv 20-60fach
b) 2 Stirnlampen, 2 Taschenlampen, 1 Leselampe, 16 Lithium AAA-Batterien
c) Handys (SD-Cards in Namibia kaufen!), Ladekabel
4. Reiseführen/Bestimmungsbücher
a) Iwanowski-Reiseführer (eher überflüssig nach guter Vorbereitung)
b) Karte Tracks4Africa, 1:1Mio
c) Sasol Birds of Southern Africa, 4. Auflage - unverzichtbar und nach der Tour ziemlich zerfleddert 😄
d) Struik: The Wildlife of Southern Africa (Tiere und Pflanzen, natürlich nicht vollständig. Hier würde ich ggf. beim nächsten Mal noch nach einer Optimierung forschen, weil der Führer erstens zu wenig hergibt und zweitens auch nicht sooo toll in den Abbildungen ist)
e) Demasius/Marais: Namibias bunte Vogelwelt: sehr liebevoll gestalteter Führer zu ausgewählten Gebieten, SEHR gut auch für die Vorbereitung eines "Birdtrips"

Alle anderen Dinge sind entweder selbstredend (Pässe, Tickets, Kreditkarten...) oder individuell (Klamotten, Reiseapotheke...).
Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung!

So, nun aber: Abflug!
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Teil 729. Okt. 2016
Anreise:
Bahnanreise HH-FFM (würde ich beim nächsten Mal anders machen...), lieber Zubringerflug, um Stress und lange Wege zu vermeiden.
Hinfflug: Frankfurt ab: 20:10 Uhr, Windhoek an: 07:30 Uhr
Rückflug: Windhoek ab: 21:30 Uhr, Frankfurt an: 06:55 Uhr
Durch diese Flugverbindung hat man zwar letztlich einen vollen Tag mehr vor Ort, allerdings auch 2 anstrengende Nachtflüge, auf dem Hinflug mit 🤢 Baby in unmittelbarer Nachbarschaft... 😵

Flug und Auto haben wir über Iwanowski gebucht - ich weiß, dazu gibt es hier auch geteilte Meinungen, bestimmt kann man hier noch über andere Buchungswege ein paar Euronen sparen.

Auto:
Toyota Hilux mit Dachzelt/Campingausrüstung über Bidvest Car Rental; Pickup: Airport.
Hilfreich sind die hier im Forum verfügbaren Checklisten für die Fahrzeugübernahme.
Wir haben - trotz Aufregung und Müdigkeit - das Dachzelt (Löcher im Mückenschutz!) und die beiden Reservereifen austauschen lassen.

Unterkunft 1.+2. Nacht:
Um dem Nachtflug, der Aufregung und dem Linksverkehr Rechnung zu tragen, haben wir uns für die ersten 2 Tage auf Ondekaremba einquartiert. Die Entfernung von 7 km vom Int. Flughafen ist natürlich prima, und die Guestfarm war für unseren Geschmack gemütlich und nett. Das vielseitige Farmgelände hat uns einen guten Start auf der Birdlist verschafft 😛

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Wir hatten uns im "Erongo Village" eingebucht. Dort waren wir völlig allein, allerdings waren die Moskitonetze etwas kurz 😣
Der Campground ist mindestens genauso schön - dort würden wir nächstes Mal nächtigen.

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Teil 829. Okt. 2016
So, und nun gleich für die Ornis:
Auf Ondekaremba brütet der endemische Rüppell-Papagei!
🤪
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Teil 929. Okt. 2016
1. Tag: Windhoek, Einkauf; Daan Viljoen Park/Avis Dam

Nach einer kleinen Frühexkursion auf dem Ondekaremba-Gelände und einem guten Frühstück in der Lodge brechen wir auf zum Daan Viljoen Park etwas westlich von Windhoek. Es ist in diesem Jahr staubtrocken! Die sonst bestimmt anziehenden Wasserstellen des Parks sind völlig ausgetrocknet, entsprechend hält sich auch das Tier- und Vogelleben in Grenzen. Und natürlich ist es ab 10:00 Uhr schon sehr heiß - ein Temperaturunterschied von 35 Grad zum Dezember-Norddeutschland will erst einmal verkraftet sein.
Aber dennoch: ein kleiner Spaziergang durch ein Trockental erfreut uns dann doch...

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Perl-Sperlingskauz (Pearl-spotted Owlet)
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Danach geht es durch den wuseligen Stadtverkehr zum Großeinkauf. Wir landen im engen Parkhaus der Merua Mall, um dann festzustellen, dass der Supermarkt der Wahl etwas neben/hinter der Mall gelegen hätte... 😮 - Egal: unsere Reisevorräte haben wir dann eben in der Mall gekauft (Checkers) und quer durchs Einkaufszentrum transportiert.

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Auf dem Rückweg machen wir noch einen Zwischenstopp beim Avis Dam. Auch hier: völlige Dürre! Der Staudamm, der eigentlich die Wasserversorgung Windhoeks sichern soll, ist bis auf ein paar winzigkleine Restpfützen total ausgetrocknet. An diesen versammeln sich aber im Sekundentakt die kleinen, bunten Singvögel...

Blauastrild (Blue Waxbill)
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Namibische Felsenagame (Agama planiceps) - Danke Michael!
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Biologe schrieb:Hallo Birgit,
bei der Agame am Anfang Eures Berichts handelt es sich eher um eine Namibische Felsenagame (Agama planiceps). Bei dieser haben die Männchen auch einen rötlichen Schwanz (zur Paarungszeit). Bei A. agama ist der Schwanz nicht rötlich. Leider ist das Tier auf Eurem Foto nicht vollständig zu sehen.
Beste Grüße
Michael
Alle Leute, mit denen wir gesprochen haben, waren sich einig, dass dieses Jahr das trockenste seit ewigen Zeiten war. Verantwortlich wurde das "El Nino"-Wetterphänomen gemacht. Und es bestand (besteht?) wirklich die Gefahr, dass die Wasserversorgung Windhoeks völlig zusammenbricht! Selbst über eine notwendige Verlegung der Hauptstadt nach Rundu wurde schon gemunkelt 🙄
Wir profitierten allerdings schon von ein paar winzigen Regenschauern etwa eine Woche vor unserer Ankunft: viele Akazien zeigten einen Hauch von Grün, was die Fotogenität der Landschaft natürlich insgesamt gehoben hat.

Abendessen dann wieder in der Lodge. Das haben wir eigentlich meistens so gehalten: Die Preise für Verpflegung (Menü) in den Lodges, bei denen wir gecampt haben, empfanden wir als durchweg zivil und die Qualität als gut bis superklasse... Und ehrlich gesagt war uns die Zeit zum Kochen auch meist zu schade, man könnte ja stattdessen noch einen Vogel sehen oder ein Foto machen 😛

Ende Tag 1.
Teil 1029. Okt. 2016
2. Tag: Ab nach Norden, Richtung Waterberg!

Jetzt geht es "wirklich" los! Aufbruch nach Norden auf der komfortablen B1. Am Himmel ziehen Richtung Norden Wolken auf. Immerhin ist es schon Mitte Dezember, eigentlich der Beginn der kleinen Regenzeit... Erstmal aber einfach nur: sehr heiß!
Hinter dem Abzweig Richtung Waterberg: die erste Oryx-Antilope. Das eindrucksvolle Waterberg-Plateau rückt näher...

Um 15:30 Uhr kommen wir auf der Hamakari Gästefarm an, die wir uns für die nächsten 2 Nächte auserkoren haben.
http://www.hamakari.com/
Die Rinder-, Jagd- und Gästefarm ist seit 1907 im Familienbesitz, die Dieckmanns stammen ursprünglich vom norddeutschen Jadebusen.

Die sehr netten Diekmanns begrüßen uns mit der Frage, ob wir denn bei dieser Hitze ernsthaft campen wollen. In der Tat sind 42°C kein Pappenstiel und man sieht der Umgebung die ewig lange Trockenheit an. Dennoch liegt der Zeltplatz sehr malerisch mit Blick auf eine große Lichtung und einer künstlichen Wasserstelle im Vordergrund. Wir sind hier ganz allein!
Um Ostern herum muss diese Farm und der Campground ein Paradies sein, Wassergräben vom farmeigenen Stausee direkt anbei. Bestimmt steppt dann im Frühling hier der Leopard... 🤩
Doch wir sind schon sehr zufrieden damit, einfach im Schatten zu sitzen und in die Bäume zu schauen:
Paradiesschnäpper, Rotbauchwürger, Glanzstare...

Graubrust-Paradiesschnäpper (African Paradise Flycatcher) - es ist schwer, ihn komplett aufs Bild zu bekommen 😏
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Rotbauchwürger (Crimson-breasted Shrike)
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Wenig später holt uns "der Chef" Wilhelm Dieckmann zu seiner abendlichen Farm-Kontrollfahrt ab (for free 🙂 ). 22.000 Hektar für ca. 1500 Rinder! Da sind einige Zäune zu kontrollieren... 🙄 Im Fahrtwind auf dem Pickup lässt es sich gut aushalten, auch wenn es uns für Fotos oder Fernglas ein wenig zu rasant geht.

Bei der Arbeit:
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Auf dem Rückweg lassen wir uns noch ein Päckchen Oryx-Grillfleisch mitgeben und genießen unseren ersten Namibia-Braai - mit Blick auf Springbock, Impala, Buntbock (Blesbok), Kuhantilope (Hartebeest), Elenantilope (Eland), Gnu und Warzenschwein.

Mmmmh: Oryx-Steak - leckerleckerlecker 😛
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Blick zur Futter-/Wasserstelle vor dem Hamakari-Campground
(auch die Wildtiere werden jetzt mit gefüttert, weil sie sonst bei der Dürre verenden würden)
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Einen Schreck bekommen wir, als sich das Auto plötzlich von selbst abschließt - aber zum Glück findet Werner dann doch den Schlüssel tief in seiner Hosentasche 😊

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Ende Tag 2.
Teil 1129. Okt. 2016
3. Tag: Hamakari-Gästefarm (Nähe Waterberg)

Am Morgen tatsächlich etwas Regen - immerhin so viel, dass wir uns eine Weile ins Auto verziehen. Wir nutzen die Zeit, um die Birdlist auf Stand zu bringen. Etwas später besichtigen wir den Geier-Verschlag, der errichtet wurde um die seltenen, aber in der Region brütenden Kappengeier (Hooded Vulture) anzulocken. Heute lassen sich die Geier zwar nicht blicken, aber hier ist es schattig! Ein Warzenschwein nagt an dem bereitgestellten Rinderkadaver, ein paar Mangusten sind auch in der Nähe.

Der Geier-Unterstand auf Hamakari:
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Warzenschwein und Schlankmanguste (Slender Mongoose)
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Die meiste Zeit des Tages verbringen wir in schattiger Ruheposition. Aber diese ersten Tage hatten wir ja auch ganz bewußt für die Akklimatisierung eingeplant. Gegen 17:00 Uhr wandern wir zum Damm. Auch dahinter: alles trocken. Ein kleines Boot kündet von besseren Zeiten.

Gegen Abend große Unruhe auf der Lichtung: Antilopen, Zebras, Warzenschweine und Schakale preschen aus den Bäumen... Was ist da los? Wilhelm Dieckmann erklärt uns am nächsten Morgen, dass er natürlich auch den einen oder anderen Leopard auf dem Gelände hat, darüber müsse man sich beim Wandern aber keinen Kopf machen.

Der Tag vergeht wie der letzte: Braai und Bierchen zum Abschluss. Auf unserer Hamakari-Birdlist stehen immerhin 49 Arten!
Im Anhang gibt's die Vogelliste/Birdlist für die Waterberg-Region (72 Arten). Interessant ist, dass wir dabei nur 15 Arten für beide Orte erfasst haben - es sind halt 2 Biotope: die Kalahari und ein Plateauberg.
http://www.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/20543/VogellisteNAM-hamakari,waterberg.pdf

Ende Tag 3
📎 VogellisteNAM-hamakari,waterberg.pdf
Teil 1230. Okt. 2016
4. Tag: Waterberg, NWR Camp

Abschied von Hamakari. Wir haben noch einen heißen Tipp bekommen: Direkt gegenüber der Farm an der C22 ist ein "Trappenacker"! Und siehe da: 2 Trappenarten (Riesentrappe, Weißflügeltrappe) kommen direkt auf die Birdlist! Hier gibt es jetzt nur ein Foto von der Beobachtungssituation, weil die Trappen selbst zu weit weg waren. Aber versprochen: später gibt's auch Trappenfotos 😉
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Wir fahren zum NWR-Camp und buchen uns morgen früh für den Game-Drive auf dem Waterberg-Plateu ein. Da wir schon am Vormittag ankommen, können wir uns den größten Schattenbaum des Camps als Standplatz sichern. Sofort werden wir von herumtollenden Zebramangusten und einigen Pavianen "begrüßt".

NWR-Campsite Waterberg
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Zebra- oder Streifenmangusten
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Wir nutzen den Vormittag für eine Wanderung unterhalb der Steilwand des Waterberg (Einstieg beim Restaurant). Malerischer Blick in die Weiten der Kalahari-Ebene! Im Wald treffen wir auf die niedlichen Dik-Diks und auf eine Klippschliefer-Familie. Und über uns: ein Kaffernadler! ...

Die Steilklippe oberhalb des Waterberg NWR Camps:
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Kaffernadler (Verreaux's (Black) Eagle)
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Ein junges Dik-Dik:
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Ein Klippschliefer (Rock Hyrax): Es lohnt sich, den Wikipedia-Artikel zu diesen interessanten Gesellen zu lesen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Klippschliefer
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Um 12:00 Uhr landen wir ausgedörrt im Restaurant und müssen erst einmal 2 1/2 Stunden Pause machen.
In den Büschen rundum und bei den Wassersprengern und ihren Pfützen gibt es immerhin auch noch etwas zu sehen.
In der Waterbergregion konnten wir alle 5 Tokos (Nashornvögel) verzeichnen, die wir auf der gesamten Tour gesehen haben!

Südlicher Gelbschnabeltoko (Southern Yellow-billed Hornbill)
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Grautoko African (Grey Hornbill)
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Wir schleppen und bei der Affenhitze hinunter zum Campground - und bleiben im Siesta-Modus.
Gegen 18:30 Uhr unternehmen wir eine zweite Wanderung unterhalb der Steilklippe: Schöne alte Feigenbäume und die Felswände im Abendlicht...

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Auf dem Rückweg lärmt vor uns eine Horde Paviane im Dickicht. Ein wenig beunruhigt versuchen wir ihnen auszuweichen, was uns nicht ganz gelingt. Aber Werners Einbein scheint auch für das Alpha-Männchen Abschreckung genug.

Spät abends sehen wir ein "Buschbaby" (korrekt: Moholi-Galago) seine unglaublichen Sprünge zwischen den Bäumen vollführen...

Ende Tag 4.
Teil 1330. Okt. 2016
5. Tag: Game-Drive auf dem Waterberg-Plateau, Weiterfahrt zum Roy's Camp

Morgens um 6:00 Uhr - es ist noch etwas dämmerig - geht es auf das Plateau mit unserem netten Guide Linus. Da wir die einzigen sind, die sich für diesen frühen Morgen angemeldet haben, haben wir einen "Private Game-Drive" zum Normalpreis. Es hätten locker 12 Personen in den Jeep gepasst, so sitzen wir jeder auf einer eigenen Bank und können bei Bedarf beliebig nach links und rechts rutschen... 😛
Vielleicht halten wir uns am Anfang etwas zu lange mit den Vögeln am Straßenrand auf, aber Linus kennt sich aus und weist uns auf einige "Specials" hin, wie die Spitzschwanz-Paradieswitwe (Long-tailed Paradise Whydah). Gibt hier kein Foto, da sie gerade in der Mauser war 😣 .
Beim Waterberg Wilderness Private Nature Reserve - http://www.waterberg-wilderness.com/index.html - geht es rauf auf das Plateau und dann kreuz und quer auf den sandigen Pisten durch die ziemlich dicht bewachsene Dornbuschsavanne. Alternativ gibt es auch geführte Wanderungen, z.T. auch mehrtägig.

Werner und Guide Linus am Steilhang des Plateaus
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Linus muss auf den Pisten ordentlich Gummi geben, wegen des Untergrunds und wegen der Weitläufigkeit des Reviers. Wenn die Tiere im Gebüsch sind, kann man von der Piste aus nur schwer einen Blick erhaschen. Aber wir haben Glück mit einigen spektakulären Szenen:

Kudu
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Eland
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Rappenantilope - Sable Antilope
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Beim Eintreten in den ersten "Hide" muss Linus erstmal ausführlich Schlangenspuren lesen. Im Klo finden sich 2 im Liebesspiel verschlungene Exemplare. Zunächst steht "Puffotter" im Raum, aber Linus entscheidet, dass es doch die harmlosen Pythons sind:

Python
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Im Verschlag mit Ausblick auf das erste Wasserloch gibt es Kaffee und ein liebevoll zusammengestelltes Lunchpaket. Es riecht nach Büffel... Sind wir schon zu spät? Am Wasserloch zeigen sich nur ein paar Tauben und Paviane... Aber nach dem schweigsam eingenommenen Essen hören wir dumpfes Grollen im Hintergrund. Linus vermutet eine Büffelkuh, die am kalben ist. Vermutlich versteckt. Wir brechen auf, durch den langen Gang aus dicken Bohlen... Wieder Grollen, jetzt sehr dicht!
Und - es ist nicht zu fassen: In der Palisade fehlt ein einzelner Stamm. Und direkt dort, 5 Meter entfernt, steht ein kapitaler Kaffernbüffel und blickt uns direkt in die Augen!! 🤩

Kaffernbüffel
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Dann geht es wieder "Rock'nRoll" durch den Tiefsand, auf der Suche nach den Nashörnern. Ok, Nashornscheiße inkl. der riesigen Mistkäfer, die sich über ihre Leibspeise hermachen. Das ist doch schon einmal etwas... Etwas später kann Werner einen kurzen Blick auf 2 der hier oder heute scheuen Tiere erhaschen, ich sehe nur noch etwas, das vielleicht ein Nashornhintern ist.

Bald schon wird es einfach zu heiß, als das sich noch Tiere zeigen. Am zweiten "Hide" wieder nur Paviane. Aber am Ausgang, kurz vor der Abfahrt ins Tal, treffen wir noch ein paar Klippspringer.

Klippspringer
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Um 10:30 Uhr sind wir zurück im Camp und bedanken uns bei dem enthusiastischen Linus mit einem "vernünftigen" Trinkgeld. Nun heißt es: Sachen packen und weiter gen Norden. Wir nehmen die kürzere und einsamere Strecke über die D2512, die noch eine ganze Weile am langgestreckten Waterberg-Massiv entlangführt und schließlich kurz vor Grootfontein auf die B8 führt. Einige Viehgatter sind zu öffnen und zu schließen, aber die ländliche Strecke gefällt uns gut. Um 15:30 Uhr kommen wir in Roy's Camp an und sichern uns wieder einen netten Schattenplatz.

Roy's Camp - ein guter Zwischenstopp auf dem Weg in Richtung Caprivi
http://www.roysrestcamp.com/
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Roy's Camp ist rustikal gestaltet, mit viel Liebe zum Detail und wirklich urigen Hüttenunterkünften. (siehe auch http://www.roysrestcamp.com/gallery.htm) Von hier aus gibt es eine gute Möglichkeiten für einen "Abstecher" zu der San-Community von Tsumkwe und zum Nyae-Nyae Conservancy zu machen - dieser ist allerdings 272 km lang 🙄
Eine verkürzte Version führt zum Grashoek Living Historical Village (70 km auf der C44).
http://www.namibia-travel.net/travelguide/northern-namibia/tsumkwe/info.html
Wir haben darauf verzichtet, weil wir total scharf sind auf den Caprivi-Streifen 🤩

Auf Roy's Camp gibt es auch einige kleine "Hides" vor Wasserstellen, aber die erstaunlich vielfältige Vogelwelt lässt es sich auch an den tropfenden Wasserhähnen gutgehen - und Werner gelingen viele tolle Portraits. Kleine Auswahl gefällig? 😗

Der allgegenwärtige Graulärmvogel (Go-Away-Bird):
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Ein sonst scheues Rosenköpfchen (Rosy-faced Lovebird) auf dem Wasserhahn:
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Bronzeflecktäubchen (Emerald-spotted Wood Dove):
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Wir nutzen den Stop-over bei Roys zum Wäschewaschen, strolchen einige Stunden über das kleine Campgelände und rufen noch unsere daheimgebliebenen Kinder (16/12) an, die uns diese lange Reise von Herzen gönnen und zu Hause ihre Freiheit und Selbstständigkeit genießen... 😏

Ende Tag 5.
Teil 1431. Okt. 2016
Weiter geht's:
6. Tag: Ab zum Caprivi!

Der Abschied von Roy's Camp wird durch einen ausufernden ornithologischen Austausch mit einem englischen Guy verzögert, danach geht es gut aber gut voran auf der B8 und wir sind ganz hibbelig, dass wir uns jetzt dem "schwarzafrikanischen" Teil Namibias nähern. Als Greenhorns müssen wir uns innerlich erst einmal abgrenzen gegen einige "Warnungen" (nicht hier aus dem Forum...) vor Kriminalität in dieser Region. WIR haben absolut NIX in dieser Richtung erlebt und würden daher dieses Thema nicht besonders hoch hängen.
Mit dem erneuten Hinweis, dass dieser Bericht sich ja gerade auch an Namibia-Neulinge wie uns wendet, sei noch erwähnt, dass alle Tankstellen, Supermärkte und Geldautomaten üblicherweise von Security überwacht sind, die freundlich darauf achten, dass alles gut läuft - auch dies gibt einem einem ein Gefühl relativer Sicherheit.

Nach einem Tankstopp in Rundu ändert sich die Szenerie links und rechts von der Straße: einfache Krals mit einigen Rindern und vielen, vielen Kindern geben einem ein Gefühl, jetzt wirklich "in Afrika" zu sein...

Blechhütten in den Vororten von Rundu:
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Wenig später:
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Der erste Blick auf den Okavango:
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Und dann sind wir auch schon in Ngepi... "Paradise found" lautet der Slogan auf der Website - und genau so haben wir es empfunden! http://ngepicamp.com/
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Ngepi bleibt rückblickend betrachtet unser "Lieblingscamp": liebevolle, etwas freakige Atmosphäre, der direkte Blick auf den Fluss und den gegenüberliegenden Bwabwata NP sowie einige links der NP-Grenze liegende Krals, das freundliche Personal... Details der einzigartigen sanitären Anlagen möchte ich hier gar nicht ausführen, weil es uns selbst so viel Spaß gemacht hat, sie auf dem Campgelände zu entdecken...

Unsere Campsite (Nr. 19) liegt etwas abseits (also längerer Weg zum Dinner), mit direktem Flussblick - passt! Wir bringen sofort unser Spektiv und die Kamera in Anschlag, weil das, was sich dort am Fluß abspielt und was im Sekundentag vorbeifliegt, ist alles neu und dermaßen aufregend 🤩
Die ersten Hippos unseres Lebens, die Schreiseeadler - und dann auch noch gleich die ersten Scherenschnäbel 🤩 ... Ich höre jetzt sofort auf mit der Auflistung der Vögel, sonst komm ich hier überhaupt nicht voran... Aber ich werde später eine eigene Ngepi-Birdlist einstellen, weil ich die ohnehin noch unserem Guide Christopher (siehe unten) schuldig bin... 😊

Also einfach ein paar Impressionen:

Abendstimmung am Fluß:
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Hipp-hipp-hurra!
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Typische Szene: Ein junger Mann im Mokoro; im Hintergrund: Bwabwata NP
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Ein Schwarzbrust-Schlangenadler (Black-chested Snake Eagle),
Schlangenmahlzeit "to go" - die Schlange wurde im Sekundentakt immer kürzer 🤪
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Das Dinner am Fluß beschert uns noch einen Blick auf Büffel, Eland und Buschbock/Schirrantilope (Tragelaphus scriptus) auf der gegenüberliegenden Flussseite. In der Dunkelheit mit Taschenlampe zurück zur Campsite, lautes Grillen- und Froschkonzert begleitet uns in den Schlaf...

Ende Tag 6.
Teil 1501. Nov. 2016
7. Tag: Ngepi Camp, Okavango; Birdwalk mit Guide Christopher

Um 06:00 Uhr starten wir zur Frühexkursion mit Guide Christopher. Zu Fuß geht es schlicht ein Stück flussaufwärts und dann auf die offenen Rinderweiden mit den großen Bäumen und einigen Senken, Sträuchern und Trockenrasen.

Werner und Christopher "in Action":
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Morgenstimmung am Okavango:
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Die Landschaft im Hinterland des Okavango:
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Christopher ist uns ausdrücklich als Birding-Experte zugeteilt worden - und hat uns sehr beeindruckt mit seiner Fachkunde und seinen guten Sinnen. Er hat sich bereits vor 10 Jahren, als es ihm in den paar Hütten seines "homestead" zu eng wurde, immer zu langen Wanderungen in die Natur aufgemacht, hat beobachtet und gelauscht, zunächst ohne jede Optik oder Bestimmungshilfe. Später traf er dann auf europäische Birder (wie so oft: die Briten, weltweit berüchtigt als "Twitcher") und bekam ein Bestimmungsbuch geschenkt. Nun lernte er lesen und Englisch über dieses Buch. Als Guide konnte er sich dann auch irgendwann ein gebrauchtes Fernglas leisten. Aber das braucht er eigentlich nicht: ihm ist jeder Gesang und jeder Ruf vertraut und er muss Augen wie ein Adler haben. Die Ortskunde kommt dann hinzu. Auf diese Weise bekamen wir perfekte Lehrstunden in Sachen Namibischer und Caprivischer Vogelwelt, die uns dann für den Rest der Tour wertvolle Dienste leistete. Natürlich zeigte er uns auch einige der "Top Ten" der Gegend, z.B.

Angola-Mönchskuckuck (Coppery-tailed Coucal):
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Braunbürzelamarant (Brown Firefinch):
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Unsere "Ausbeute" in ca. 3 Stunden mit Christopher: ca. 70 Vogelarten! 🤪 Einige davon hätten wir allein wohl nur schwerlich bestimmt: Wie hätten wir zuvor z.B. den Sumpfzistensänger (Chirping Cisticola) von dem Lyneszistensänger (Luapula Cisticola) unterscheiden können? 🙄

Lyneszistensänger (Luapula Cisticola)
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Ein spätes Frühstück (Eier mit Speck) - und dann muss in aller Ruhe die Birdlist gepflegt werden. Das übernehme ich, während Werner erneut auf die "Pirsch" geht, um Gesehenes noch einmal in aller Ruhe fotografisch festzuhalten.

Birgit beim "Nachbestimmen" (hier: Nama-Flughuhn)
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Auf unserem Stellplatz ist jetzt auch der direkt angrenzende Nachbarplatz belegt, mit einer Großfamilie. Aber wir schlucken dreimal und machen dann das Beste daraus. Für die Kinder (und auch die Großen) ist natürlich ein Blick durchs Spektiv eine Attraktion, zumal an der gegenüberliegenden Flußseite gerade ein Krokodil döst...

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Etwas später können wir noch folgende, aufregende Szenen direkt gegenüber der Lodge beobachten:

Da ist jemand echt sauer:
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Nach dem der Bulle ein paar Exkremente mit dem "Schwänzchen" verteilt hat und der Rivale immer noch nicht "Leine zieht", wird ernsthaft gedroht:
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Hier folgt die Antwort:
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Am Ende gibt der Klügere dann aber doch nach, bevor es Verletzte gibt...

Trotz dieser Szenen entscheiden wir uns abends "wider jede Vernunft": wir buchen für morgen Vormittag einen 1/2 Tag Mokoro-Flussfahrt mit Christopher. Dieser Mensch machte auf uns so einen verlässlichen Eindruck, dass wir uns trauen, uns ihm im Einbaum dem Flußpferd- und Krokodil-besetzten Okavango anzuvertrauen. Und vom Fluss aus gibt es einfach immer fantastische Beobachtungsmöglichkeiten... Die Befreiung der Guides und des Ngepi Camps von jeglicher Haftung ist dann eine "Formsache" 😗, zumal wir immerhin keine Vorkasse leisten müssen 😄
Die Buchung erfolgt an der Bar, wo launig 2 Hippo-Skulls an der Decke baumeln:

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Ja, ja, ich weiß... es gibt jedes Jahr Zwischenfälle bei den Mokoro-Trips "Die meisten tödlichen Unfälle mit Wildtieren in Afrika passieren mit Flusspferden." Werner hätte auch am liebsten gekniffen 😕 , aber er hat ja mich dabei: mit einem entschiedenen "No risk, no fun!" 🤩 🤪 😈

Hier noch ein bisschen "Ausbeute vom Tages-Fotoshooting:

Senegalliest (Woodland Kingfisher)
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Dominikanerwitwe (Pin-tailed Whydah)
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Zum Vergleich: Königswitwe (Shaft-tailed Whydah)
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Rotschnabel-Madenhacker (Red-billed Oxpecker)
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Kapkauz (African Barred Owlet)
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Epaulettenflughund
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Heute Abend wird das Froschkonzert ergänzt um das idyllische Brummen des Kühlschrankgenerators unserer Campnachbarn 🙄

Ende Tag 7.
Teil 1601. Nov. 2016
8. Tag: Mokoro-Tour von den Popa-Falls zum Ngepi-Camp

Es werden bei Ngepi bewusst Mokoros aus Fiberglas genutzt, die optisch aber den klassischen Mokoros (Ein-Bäumen) nachempfunden sind. Das Ngepi-Camp ist aktiv in einem "Tree-Projekt", um verlorengegangenen Baumbestand zu ersetzen: http://ngepicamp.com/tree-project/. Wenn ich es richtig verstanden habe, besteht ein Teil dieses Projektes darin, die heimischen Siedler zu überzeugen, dass es nicht sinnvoll ist, für jeden Jüngling zur Mannbarkeit einen großen Baum umzulegen, um SEIN Mokoro daraus zu machen. Stattdessen bekommt er vielleicht dann eines aus Fiberglas und übernimmt dafür die zukünftige Fürsorge für "seinen" Baum.

Unsere Partie besteht aus 6 Personen und 3 Guides - also je 2 Personen + Guide pro Mokoro.
Christopher ist Chefguide.

Die "Mokoro-Crew": In der Mitte Christopher, im Hintergrund die Popa-Stromschnellen:
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Vor dem Einsetzen der Mokoros in ein Stillwasser neben den "Popa-Falls" bekommen wir klare Sicherheits-Anweisungen: Schwimmwesten anlegen, Füße und Hände im Boot lassen, bei den Hippos nicht herumschreien oder gar aufstehen, Anweisungen der Bootsführer beachten. Im Fall der Fälle sollen wir beim Kentern des Bootes Arme und Füße nach oben aus dem Wasser strecken und irgendwie so zum Ufer schwimmen ( 😮 ? ? ? 😐 ) - wir sollen dabei laut unsere Hymne anstimmen ("anthem" - das Wort kann gleichermaßen einen christlichen Choral meinen, wie auch unsere Nationalhymne 🙄 ) . Wenn die Jungs uns versuchen, wieder ins Boot zu ziehen, sollen wir uns nicht panisch an ihnen festklammern, weil sie uns dann nicht helfen können und ggf. mit über Bord gehen. So weit so klar?
Dann kann es ja losgehen... 🤢

Zunächst fahren wir nur ein paar Meter, direkt zu den Popa-Falls, die eigentlich eher einige Stromschnellen sind, aus denen zu dieser Jahreszeit einige Felsen herausragen. Diese Felsen sind in der Trockenzeit Brutplatz einer ganz besonderen Vogelart, die nur an wenigen innerafrikanischen Orten vorkommt: Die Halsbandbrachschwalbe (Rock Pratincole) --- http://sabap2.adu.org.za/docs/sabap1/306.pdf
Auf die sind wir natürlich scharf!

Die "Popa-Falls"
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...und die Halsbandbrachschwalbe (Rock Pratincole):
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...und der glückliche Naturfotograf:
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Eine weitere Brachschwalbenart haben wir sowohl hier am Okavango als auch später am Zambezi ebenfalls gut beobachten können - auch diese schon "lecker" für jeden Orni, aber nicht ganz so exklusiv:

Rotflügel-Brachschwalbe (Collared /Red-winged Pratincole)
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Nun geht es stromabwärts, das Mokoro-Abenteuer beginnt:

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Respektvoll geleiten uns die Bootsführer an den diversen Hippos vorbei: sachte am Uferrand mit möglichst viel Abstand, zügig voran, sobald man auf deren Höhe ist.

Bei diesem Anblick fängt Werner im Stillen an zu beten 🙄 , zumal in der nächsten Szene nur noch Blubberblasen in Richtung Boot zu sehen waren:

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Aber ich persönlich hatte tatsächlich das Gefühl relativer Sicherheit, weil Christopher seinen "Jungs" mit ruhiger, klarer Stimme Regieanweisungen gab (und wir saßen ja schließlich in seinem Boot 😉 ) . Schnell ist auch Werner von den Motiven am Uferrand abgelenkt, die ihm im Minutentakt auf dem Präsentierteller serviert werden:

Schlangenhalsvogel (African Darter):
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Senegalkiebitz (African Wattled Lapwing/Plover):
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Haubenzwergfischer (Malachite Kingfisher):
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...
(Ich schließe hier erstmal für heute Abend... Fortsetzung folgt... 😉 )
Teil 1703. Nov. 2016
8. Tag: Mokoro-Tour von den Popa-Falls zum Ngepi-Camp (Fortsetzung)

Ich steige wieder ein, mit ein paar Bilder von Menschen, die sich am Flußufer dem Alltag widmen - offensichtlich wenig beeindruckt von möglichen Krokos. Wissen die, wann die Hunger haben?

Frauen fischen im Fluss...
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Oma wird der Rücken gewaschen...
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Die Wäsche trocknet...
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Kinder, Kinder, Kinder...
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Es kam jetzt ein Flussabschnitt, bei dem nur wenige Hippos zu sehen waren, daher können wir uns unserer Leidenschaft widmen - die Freude wird geteilt mit unserem Boots- und Bird-Mann Christopher, der einen ehrlichen Enthusiasmus zu seinem "Job" an den Tag legt, wie man es wohl selten findet. Er sagte uns: die Vögel (und der Herrgott) hätte ihm alles gegeben, was sein Leben heute ausmacht... Wir danken dann an dieser Stelle auch gern dieser göttlichen Fügung. 🙂

Ovambosperber (Ovambo Sparrowhawk)
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Langzehenkiebitz (Long-toed Lapwing/Plover)
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Blaustirn-Blatthühnchen (African Jacana)
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Rotschnabelente (Red-billed Teal)
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Und was sitzt da, zwischen Kuhreihern und Waffenkiebitzen links auf der Sandbank? 🤩
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Braunmantel-Scherenschnabel (African Skimmer)!! 🤪 🤩 🤪
Diese Art hat eine gewisse Familiengeschichte: Werner ist seinerzeit auf der Ägyptentour mit meinem Vater (unserem großen Lehrmeister) bis fast an die sudanesische Grenze gefahren, um diese Art für die "westliche Paläarktis" abzugreifen - leider damals erfolglos. So gedenken wir mit diesem Bild auch meinem 2010 verstorbenen Vater, der uns alle das Reisen gelehrt hat!

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Wenig später... ein Tumult am Himmel! Ca. 400-500 Milane kreisen über und sitzen auf einer Sandbank. Beide Milanarten waren vertreten: Schwarzmilan (Black Kite) und Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite). Ein unglaubliches Schauspiel, dass sich nur schwer fotografisch wiedergeben lässt - lasst also eure Phantasie das Bild ergänzen um die 10fache Menge der in diesem Ausschnitt abgebildeten Vögel...

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Links im Bild: Schwarzmilan (Black Kite) und Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite) im Vergleich - die Schnabelfärbung ist das entscheidende Kriterium.
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Und da wir gerade bei den Greifvögeln sind:
Höhlenweihe (African Harrier-Hawk/Gymnogene), vorneweg das Jungtier, hinten der Altvogel...
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Nun kommt die Lodge in Sicht - und mit ihr noch eine letzte Hippo-Herausforderung. Aber vorher machen wir Rast auf einer Sandbank und Christopher erfrischt sich im seichten Wasser. Uns rät er mit Blick auf unsere Gesundheit davon ab, da wir die örtlichen Keime nicht gewöhnt sind.

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Nein, es kommt jetzt keine dramatische Hippo-Szene mehr, alles ist ruhig und glatt gelaufen. Deshalb jetzt hier noch ein friedliches Hippo zum Abschluss unseres Mokoro-Abenteuers:

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Im Verlauf des Nachmittags zieht ein Gewitter auf. Und morgen geht es weiter zur nächsten Caprivi-Station am Zambezi.
Was jetzt noch fehlt, ist die Ngepi-Birdlist, die stolze 112 Arten umfasst. Die liefere ich aber erst morgen...

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Ende Tag 8.
Teil 1804. Nov. 2016
Ngepi - weitere Impressionen

Im Bericht habe ich zugunsten des Leseflusses einige interessante Fotos unterschlagen. Diese zeige ich hier als "Orni-Sammelsurium". Außerdem findet ihr im Anhang unsere Caprivi-Birdlist: http://www.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/20543/Vogelliste-caprivi.pdf

Senegalkiebitz (African Wattled Lapwing)
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Dreibandregenpfeifer (Three-banded Plover)
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Grünschenkel (Common Greenshank)
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Goldbugpapagei (Meyer's Parrot)
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Zwergspint (Little Bee-eater) - 1) Altvogel und 2) Jungvogel
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Ein ziemlich mauseriger Steppenbaumhopf (Green/Red-billed Wood-Hoopoe)
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Rotschnabeldrossel (Kurrichane Thrush)
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Weißbrauenrötel (White-browed Robin-Chat)
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Orangebrustwürger (Orange-breasted Bushshrike)
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Weißstirnweber (Thick-billed Weaver)
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... und für alle, die bis hier hin durchgehalten haben, noch 2 Ngepi-Hippos:

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Ende Ngepi-Camp/Okavango
📎 Vogelliste-caprivi.pdf
Teil 1904. Nov. 2016
9. Tag: Aufbruch zum Zambezi - Katima Mulilo/Kalizo Lodge

Nach einer kurzen Frühexkursion packen wir unsere Sachen und verlassen mit einem weinenden und einem vorfreudig lachenden Auge das liebgewonnene Ngepi-Camp in Richtung Katima Mulilo. In Divundu erledigen wir in einem Supermarkt mit Lokal-Colorit ein paar Besorgungen.

Der Weg über die schnurgerade B8 verläuft ereignisarm. Wir versuchen, Tempo 80 nicht zu überschreiten, wegen eventuellem Wildwechsel. In der Nähe von Siedlungen gilt es, ein Auge auf kreuzende Rinder + Kinder zu haben. Nur etwa alle 5 Minuten kommt uns ein Auto entgegen... schnell ist man da dann doch auf einer höheren Geschwindigkeit gelandet.

Die B8 durch den Bwabwata NP
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Um kurz vor Drei sind wir an der Kalizo-Lodge, 35 km hinter Katima Mulilo. http://www.kalizolodge.com/
Wir hatten bei unserer Routenplanung davon abgesehen, noch weiter Richtung Chobe oder gar zu den Victoria Falls zu fahren. Das wäre einfach zu viel Strecke und zu viel Hektik geworden.
Katimlia Mulilo stand als "Geheimtipp" in dem schönen "How to find Birds in Namibia"-Guide von Eckart Demasius/Christine Marais, den wir als Reisevorbereitung intensiv studiert haben.
http://www.namibiana.de/de/namibias-bunte-vogelwelt.html
Zitat: "Katima Mulilo (...) wird selten als Touristenziel gewählt - Reisende passieren ihn auf dem Weg zu den Victoriafällen. Für eifrige Vogelfreunde wäre das ein Fehler." Die Kalizo Lodge wurde uns in einem ornithologischen Reisebericht nahegelegt, besonders im Hinblick auf die hier ansässige Brutkolonie des Karminspints (Southern Carmine Bee-eater) 🤩

Die Einfahrt zur Kalizo Lodge
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Der erste Blick auf den auch in der Vorregenzeit mächtigen Zambezi:
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Die Kalizo Lodge liegt direkt am Ufer:
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...und wir ergattern wieder einen Schattenplatz:
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Die Lodge ist gut geführt von einem Australier und seiner Frau. Sie ist gerade in den Weihnachtsferien sehr gut frequentiert von Angelfreunden. Dazu kann ich jetzt nicht mehr sagen, als dass die Freunde des gepflegten Fischens offenkundig auf ihre Kosten kamen. Siehe auch: http://www.kalizolodge.com/fishing/
Gleich bei unserer Ankunft werden wir von unseren südafrikanischen fischbegeisterten Nachbarn auf ein gepflegtes Bier eingeladen - und natürlich sammeln wir auch die ersten Kalizo-Vogelarten:

... gleich geht es weiter... 😉
Teil 2005. Nov. 2016
9. Tag: Kalizo Lodge

Die ersten Kalizo-Beobachtungen am Nachmittag, direkt am Campground:

Grünschwanz-Glanzstar (Greater Blue-eared Starling)
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Bindennektarvogel (Marico Sunbird)
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Graubülbül (Dark-capped/Black-eyed Bulbul) und Blutschnabelweber (Red-billed Quelea)
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Beobachtungen des Graubülbüls war bei unserer Reise auf den Caprivi beschränkt, weiter westlich hatten wir nur den "normalen" Gelbbauch-Bülbül. Den Blutschnabelweber kannten wir bisher nur aus dem "Exotenhandel"... und bevor jemand fragt: natürlich haben wir zu Hause keine Voliere!

Und dann etwas weiter im Vorland des Camps:

Rahmbrustprinie (Tawny-flanked Prinia):
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Sichelhopf (Common / Greater Scimitarbill), fem. oder juv.
(Werner meckert mit mir 😠 , dass ich dieses etwas unscharfe Bild hier mit reinnehme - aber ich denke, die Art ist interessant für den einen oder anderen...)
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Weißstirn-Bienenfresser (White-fronted Bee-eater)
...als "Entschädigung" 😗
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Ach ja, heute ist übrigends Heilig Abend! Etwas unwirklich an diesem Ort... 😄
Wir versuchen den ganzen Abend unsere beiden daheimgebliebenen Töchter zu erreichen, die heute bei Oma und Opa sind. Tja, das klappt leider schlecht bis gar nicht: die Handyverbindung ist grottig, die E-Mail lösche ich versehentlich und später gibt es dann auch kein WLAN mehr. Zu Hause gibt es ein paar Tränen und auf beiden Seiten ziemlich Stress... 🙁

Ende Tag 9.

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