FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #21
Im offenen Geländewagen ging es durch das Gelände der Lodge. Mit dem Satz „It gets a little bit bumpy“, wurden wir vor den Bodenunebenheiten gewarnt. Cindy fand den Satz sehr lustig und prustete los. Er blieb leider im Gedächtnis haften und wurde von ihr mehrfach bei passender Gelegenheit hervorgekramt. Mehrfach täglich bekamen wir auch „erst mal eine Rauchen“ oder, ein fröhliches, aber etwas enervierendes „Good Morning in the Morning“ bzw. zu späterer Stunde immer wieder (bei beinahe jedem Toiletten- oder Besichtigungshalt) „Good Morning in the Midday“ (sic!) zu hören.
Mit den Tiersichtungen konnten wir wirklich mehr als zufrieden sein.
Eine Herde Streifengnus (Blue Wildebeest) ließ sich von uns nicht stören.
Als eine Trappe unseren Weg kreuzte hielten wir an und unser Fahrer stieg aus. Er hat den riesigen Vogel aufgescheucht. Es hat mir ein bisschen leidgetan, aber die Fotos sind wirklich schön geworden.
Unsere erste Giraffe stand sehr fotogen oben auf einer Düne.
Die Zebras waren sehr scheu und kamen nie nah an uns heran. Unseren ersten (und auf diesem Gamedrive einzigen) Kudu bekamen wir nur halb hinter einem Busch zu sehen.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201501. Okt. 2016 · #22
Auch der Nachwuchs kam auf dem Gamedrive nicht zu kurz. Wir bekamen einen brütenden Strauß zu sehen (mit sehr viel Erklärung dazu),
sowie eine Herde Oryx mit Jungtieren. Hier ist unser Lieblingsbild des gesamten Urlaubs entstanden.
Deutlich besser, aber nicht leichter zu fotografieren war der Gelbschnabeltoko, unverständlicherweise auch „Flying banana“ genannt.
Nachdem wir ein Stück weiter und durch ein zu öffnendes und hinter uns zu schließendes Tor gefahren sind, wurden wir gefragt, ob wir die Ohren oben auf der Düne sehen würden. Alles schauen, starren und Fernglas zücken half nichts. Wir stecken im Sand fest; es herrscht aufgeregter Funkverkehr. Als sich der Wagen nach 3-4 Versuchen befreit hat, fahren wir um die Düne herum und versuchen, auf die Kuppe zu fahren. Der Wagen schafft es nicht, wir fallen zwei Mal zurück und geben auf. Bei der weiteren Umrundung sehen wir zwei weitere Gamedrive-Wagen. Aber so wie die Leute dort schauen muss es dort etwas geben. Als die anderen Wagen endlich weg sind, können wir kurz ihren Platz einnehmen Wir sehen dieses Prachtexemplar einige Meter über der Stelle, an der wir zuvor feststeckten:
Zum Glück war sie satt und/oder müde. Nach den vielen Tieren führte uns unser Weg auf eine größere Düne, wo alles für unseren ersten Sundowner vorbereitet wurde.
Leider hat sich die Sonne dann etwas hinter Wolken versteckt. Überhaupt hatten wir einen wirklichen Sonnenuntergang nur auf der Sossusvlei Lodge halbwegs gut beobachten können. Dennoch war der Sundowner ein sehr schönes Erlebnis.
Zurück in der Lodge haben wir erstmals eine Außendusche ausprobiert, angenehm, aber etwas windig. Unser Abendessen haben wir draußen auf der Terrasse bekommen. Das geplante Essen in den Dünen fiel wegen des Windes aus. Für uns gab es als Vorspeise eine Tomaten-Zwiebel-Suppe. Dazu ein selbstgebackenes Brot. Die Hauptspeise bestand in einem Gemüsestrudel mit einem gefüllten Minikürbis und Rosenkohl als Beilage. Zum Nachtisch bekamen wir einen Ananaspudding mit Vanillesoße. Wir waren von dieser Flexibilität beeindruckt. Note: Voll gut (2+)
Im Dunkeln haben wir das erste Mal unsere Stirnlampen ausprobiert. Wir sind zu einem Termitenhügel, den wir am Tag ein paar Meter von unserer Terrasse entfernt gesehen hatten. Auch wenn wir nur wenige Schritte von der Lodge weg waren, war es dennoch ein merkwürdiges Gefühl, denn überall im Dunkeln sahen wir in der Ferne reflektierende Augen. Cindy fand es sehr unheimlich. Wir kehrten vorsichtshalber um.
Abends beim Schreiben der Reisenotizen hörten wir ein wenig Regen auf unserem Dach. Barbara erzählte, davon immer wieder im Schlaf gestört worden zu sein.
der unbekannte schwarz-weiß-rote Vogel ist ein Rotbauchwürger oder fast besser bekannt unter dem Namen "Reichsvogel" wegen der Farben der alten Reichsflagge.
Die Oryxkinder gefallen mir auch besonders gut, die sieht man nicht so wirklich häufig. Euer ganzer Reisebericht ist sehr schön, hier und da ein neuer Blickwinkel, prima! Ich freue mich auf mehr.
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
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Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Später auf unserer Reise ist uns auch aufgefallen, dass es in den Städten keine Behindertenparkplätze gibt....
Höh? Seit wann das denn?
LG Logi
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201502. Okt. 2016 · #25
Logi schrieb: Später auf unserer Reise ist uns auch aufgefallen, dass es in den Städten keine Behindertenparkplätze gibt....
Höh? Seit wann das denn?
LG Logi
Hmm... ich präzisiere: wir haben keine gesehen. Oder sind die vielen Parkplatzschilder mit Person mit Gehstock und dem Schriftzug "elderly people" kombiniert für beide?
binca75 schrieb: Einfach großartig, dass ihr mit eurer Mutter bzw. Schwiegermutter eure erste Fernreise unternehmt! 🙂
Hallo Bianca,
meine Mutter reist nicht allein und wir sind die einzigen potentiellen Reisepartner. Zum Glück ist immer alles harmonisch. Ansonsten danke für die Blumen; ich bin auch ganz froh über die Abwechslung zu meinem üblichen verquasten rechtswissenschaftlichen Geschreibsel.
chamäleon2011 schrieb: der unbekannte schwarz-weiß-rote Vogel ist ein Rotbauchwürger oder fast besser bekannt unter dem Namen "Reichsvogel" wegen der Farben der alten Reichsflagge.
Die Oryxkinder gefallen mir auch besonders gut, die sieht man nicht so wirklich häufig. Ich freue mich auf mehr.
Hallo Karin, besten Dank für den Hinweis auf den Würger. Dann können wir uns ja freuen, noch ein paar kleine Oryx auf Gocheganas gesehen zu haben. Die waren in der Fluchtbewegung aber leider noch schneller.
Gleich stellt Florian einen weiteren Teil ein, aber den einzigen für heute.
Liebe Grüße, Thomas
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201502. Okt. 2016 · #26
27.08.2015
Das Frühstück konnte mit dem Abendessen nicht mithalten. Es war leider nur mäßig.
Zunächst ging es zum Köcherbaumwald.
Bernhard gestand uns als Aufenthalt eine dreiviertelstündige Mittagspause zu. Dort konnten wir uns frei bewegen, soweit wir dazu Lust hatten. Die Gruppe nahm diese ungewohnte Form eines ‚Waldes‘ ganz unterschiedlich auf und war der angeblich natürlichen Stapelung der Felsen skeptisch bis ungläubig gegenüber eingestellt.
Das Ehepaar, das recht schlecht zu Fuß schien drehte nur eine kurze Runde. Barbara reagierte leicht panisch auf die zahlreichen Fliegen und schlug ununterbrochen nach allen Seiten aus. Cindy sprang herum und sagte „guckt mal, ich bin ein Springbock“. Hinterher reichte das Meinungssprektrum von „schön“ über „interessant aber unspektakulärer als erwartet“, „uninteressant“ bis hin zu „gar nicht gefallen“. Wir fanden die Bäume wirklich schön und die Felslandschaft mit den „gestapelten“ Felsen beeindruckend.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201502. Okt. 2016 · #27
Leider haben die unzähligen Fliegen, die immer um einen herumschwirrten ziemlich genervt. Mehr als die Fliegen nervte die Stimmung im Fahrzeug. Damit Barbara den bequemen Platz auf dem Beifahrersitz bekam, hatten wir uns freiwillig nach hinten gesetzt und sahen ohnehin teilweise sehr wenig. Um die Landschaft Richtung Fish River Lodge photographieren zu können hatten Barbara und Florian ausnahmsweise getauscht. Die Fahrt zur Lodge stand Barbara mehr oder weniger im Bus mit schmerzverzerrtem Gesicht, weil die Schlaglöcher auf ihren Rücken wirkten. Anja und Paul murrten den ganzen Tag, weil Cindy die Klimaanlage so hoch gedreht hatte, dass wir alle froren. Paul hatte sich offenbar schon im Flugzeug erkältet. Am Ende des Tages kam es dann zum Streit darüber.
(Beim Tankstopp in Keetmanshoop)
(Karakul-Denkmal)
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201502. Okt. 2016 · #28
Die letzten 19km auf dem Gelände zu der Lodge dauerten die angekündigte Stunde.
Plötzlich stand hinter einer Kurve ein Zebra vor uns auf dem Weg und gemächlich zu einer Wasserstelle. Wir beobachteten uns wechselseitig neugierig.
Als wir ankamen
und uns von dem Rest der Gruppe getrennt hatten, wollte Thomas am liebsten zurück nach Deutschland.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201502. Okt. 2016 · #29
Wir beschlossen, am Canyonrand spazieren zu gehen. Das tolle Lichtspiel bei Sonnenuntergang verführte uns zu sehr vielen Fotos. Thomas beruhigte sich allmählich.
Das Abendessen war die angekündigte einzige Enttäuschung der Reise. Als Vorspeise gab es eine kleine Champignon-Spinat-Quiche. Beim Hauptgang bekamen wir, wie die anderen auch, das Gemüse und den Reis. Bei uns wurde das Fleisch durch drei dünne grüne Spargelspitzen ersetzt. Zum Nachtisch gab es einen Pudding mit Vanillesoße, wobei die Sorte des Puddings nicht definierbar war. Das Fazit dieses Essens lautet: Sehr übersichtliche Portionen, nicht besonders gut und nicht sättigend (Note 4). Die Bedienung war zudem auch die langsamste und unaufmerksamste der ganzen Reise. Für die Fleischesser war die Menge eben gerade ausreichend, wir gingen tatsächlich hungrig zu Bett.
Es war extrem windig. Aus diesem Grund hielt uns Bernhard davon ab, auf der Schlafstelle draußen zu übernachten. Leider haben wir auf ihn gehört, denn als wir uns spät einmal nach draußen legten, um den Sternenhimmel zu beobachten, war es sehr angenehm dort, ohne Matratze und Bettzeug aber zu kalt. Leider war es immer noch sehr diesig aufgrund der Buschbrände im Norden. Auch war der nahe Vollmond viel zu hell für Photos. Bernhard riet uns, es mit Sternenbeobachtung auf der Grotberg Lodge zu versuchen. Tatsächlich fanden aber unsere besten Versuche in Sossusvlei statt.
Zum Schluss schädigte unsere Gruppe noch die Nerven einer armen Lodgeangstellten. Da es kein Warmwasser nach Sonnenuntergang gibt, wollte diese Thermoskannen mit Heißwasser verteilen. Wir lagen gerade draußen, als die sichtlich verstörte Dame sich uns ganz langsam und behutsam näherte, um zu vorsichtig, fast ängstlich zu fragen, ob wir Wasser wollten. Wir lehnten ab, so dass sie unverrichteter Dinge von dannen zog. Am nächsten Morgen erfuhren wir auch den Grund für ihren angeschlagenen Zustand. Sie hatte zuvor bei Cindy geklopft, die aus dem Schlaf hochgefahren war und aus Angst vor einem Überfall wie am Spieß gekreischt hatte. Barbara erging es ebenso so, sie verhielt sich bloß wehrhafter und offensiver. Anstatt zu kreischen näherte sie sich der Tür langsam und strahlte der Dame mit der hellen Taschenlampe ins Gesicht. Als sie dann zu uns kam, hatte sie wohl schon genug von den Verrückten.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201002. Okt. 2016 · #30
Flotho schrieb: Cindy sprang herum und sagte „guckt mal, ich bin ein Springbock“.
HILFE 🤩 😈 ! Langsam aber sicher kann ich mir das Niveau von Cindy recht gut vorstellen..... 😎 !
Wunderschöne Fotos habt Ihr (trotzdem) gemacht - mir hätten vor Zorn oder Entsetzen vermutlich die Hände gezittert 😕 ) !
Übrigens habe ich erst jetzt geblickt 😊 , dass Ihr ja letztes Jahr unterwegs wart - und ich glaube nicht, dass der Himmel nur von Buschbränden so grau bzw. diesig war. Wir waren zu dieser Zeit ja auch in Namibia und wir hatten Regen, Niesel und eben auch bleigrauen Himmel - ich denke, es war einfach komisches Wetter..... 😵 .
Nun bin ich gespannt, wie sich eure Gruppendynamik weiterentwickelt - ich lese mit einer Mischung aus Grinsen und Gruseln weiter mit 🤪 !
Hallo Thomas und Florian, euer privates Hummeldumm will ich auf keinen Fall verpassen. @Logi: rück mal ein Stück, dann kann ich noch dazu Dann kanns von mir aus weiter gehen. Viele Grüße Sasa
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #32
Champagner schrieb: Wunderschöne Fotos habt Ihr (trotzdem) gemacht - mir hätten vor Zorn oder Entsetzen vermutlich die Hände gezittert 😕 ) ! Nun bin ich gespannt, wie sich eure Gruppendynamik weiterentwickelt - ich lese mit einer Mischung aus Grinsen und Gruseln weiter mit 🤪 !
Hallo Bele, Florian freut sich, dass seine Bilder gefallen. Sehr dynamisch ist die Gruppe nicht, die beiden anderen, auch krankheitsbedingt, eher lethargisch, aber Cindy wird noch einiges durcheinanderwirbeln.
Sasa schrieb: Dann Manns von mir aus weiter gehen.
Hallo Sasa, Florian ist gerade bei den Einstellvorbereitungen.
Liebe Grüße, Thomas
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #33
28.08.2015
Zum Glück hat uns der Wind beim Schlafen nicht gestört, auch wenn er ziemlich durch alle möglichen Ritzen gepfiffen hat.
Nach einem angesichts des kargen Abendmahls überraschend leckeren Frühstück mit gutem Obst und Nüssen haben wir eine Geländefahrt am Canyon entlang unternommen.
Wir sind zu einem Aussichtspunkt gefahren. Die Sicht war toll, noch besser als bei unserem Spaziergang am Abend zuvor, auch wenn wir nicht wirklich viel weiter von der Lodge weg waren.
Auf dem Weg haben wir zwei Herden Bergzebras gesehen, jeweils mit einigen Jungtieren.
Insgesamt mindestens 16 Tiere in den beiden Herden. Nah kamen wir allerdings nicht an die Zebras ran, da diese extrem scheu waren.
(Huch, als ich den Finger auf den Auslöser gelegt habe, stand hier noch eine Herde Zebras - die waren wohl schneller als die Kamera)
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #34
Hauptsächlich wurden Landschaftsaufnahmen
und Hörweitentests probiert,
Cindy aber wollte etwas Eigenes. Nein, kein Jodeldiplom, sondern schauen, was passiert, wenn man einen Stein den Abhang hinunterkullern lässt.
Der Steinschlag war zum Glück nur sehr gering. Bernhard gab seine vornehme Zurückhaltung auf und wies sie zurecht, dass man so etwas am Berg nicht tue.
Die Strecke nach Aus war nicht wirklich interessant.
In Aus haben wir einen Stopp im Bahnhofshotel gemacht und dort einen unglaublich köstlichen Käsekuchen gegessen. By the way, für die Spezies der Puddingvegetarier (wer den Begriff nicht kennt: https://www.lebensmittellexikon.de/p0002570.php ) ist Namibia ein Traumreiseziel. So gute Kuchen gibt es in Deutschland praktisch nicht mehr oder allenfalls unbezahlbar in Kleinstportionen.
Der Wunsch, dass wir alle gerne noch etwas durch Aus spazieren würden, da sonst für den Tag nichts mehr auf dem Programm stand und es erst Mittag war, wurde von Bernhard mit einem „wir fahren zur Lodge“ beantwortet. So blieb es bei ein paar wenigen Schritten um das Bahnhofshotel
und einer kleinen „Rundfahrt“, bei der wir nur durch eine weitere Straße gefahren sind. Paul quittierte es mit einem Murren.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #35
So waren wir sehr früh in „Klein Aus Vista Desert Horse Inn“
wo wir für die nächsten zwei Nächte ein gemütliches Häuschen bekamen.
(Den roten/rosa Pfeffer, der auf dem Lodgegelände wuchs, haben wir probiert - hm, lecker)
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #36
Beim Check-In wurde uns von einem Spaziergang erzählt. Da wir noch 2,5 Stunden bis zum Essen hatten, sind wir zur Rezeption und haben dort auf einem Plan eine leichte bis mittelschwere Wanderung, die 5,1km lang sein soll und für die man 1,5 Stunden brauchen soll gesehen. Wir beschlossen diese leichteste Strecke zu unternehmen. Wir zahlten das Permit und machten uns zu dritt auf den Weg.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #37
Schnell merkten wir, dass der Weg nicht wirklich leicht bis mittelschwer ist, denn man musste an vielen Stellen doch ganz schön über Stock und Stein klettern.
Die Auf- und Abstiege waren so zerklüftet, dass Barbara sie nicht ohne Hilfe bewältigen konnte. Trotzdem genossen wir die Landschaft, die zu den 25 biologischen hot-spots der Erde zählen soll (Sukkulenten-Karoo), ungemein.
An einer etwas unübersichtlichen Stelle waren die Schilder des Wanderweges leider so dürftig, dass wir lange nach dem Weg suchen mussten.
(Die Campsite der Lodge)
Dies und auch das falsche Ausweisen des Weges führten dazu, dass wir nicht 1,5 sondern 3 Stunden unterwegs waren.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201503. Okt. 2016 · #38
Die Sonne ging unter, da hatten wir etwa die Hälfte des Weges geschafft.
(Hier sollen im ersten Weltkrieg die Engländer den Schutzwall der deutschen durchbrochen haben. Diese Stelle markierte in unserer Karte die Hälfte des Weges *grusel*)
Da wir nicht davon ausgingen, auch nur ansatzweise in die Nähe der Dunkelheit zu kommen, was auch ausdrücklich als gefährlich und zu unterlassen beschrieben wurde, hatten wir weder Stirn- noch Taschenlampen dabei. Je dunkler es wurde, desto mehr Tierlaute waren zu hören, was auf Dauer etwas unheimlich wurde. Während der ersten Hälfte des Weges gab es viele schöne Ausblicke und auch der Sonnenuntergang war sehr schön. Die zweite Hälfte des Weges haben wir dann in wirklich strammen Laufschritt bewältigt und dabei hat Florian irgendwo beim Klettern seine Sonnenbrille verloren. Es blieb der einzige Verlust unseres wohl größten Abenteuers dieser Reise. Inzwischen war es dunkel und kalt, nur noch der Vollmond leuchtete uns.
Wir waren froh, irgendwann die Lichter der Lodge zu erblicken. Leider stellte uns die Suche nach dem Eingang zur Lodge im Finsteren vor eine Geduldsprobe.
Im Dunkeln durch das halbhohe Gestrüpp entlang der Umgrenzung zu tapsen war beunruhigend.
Barbara fand es richtiggehend beängstigend zumal wir sie untergehakt hatten und bis dahin auf dem Rückweg, soweit die Strecke es zuließ, so schnell unterwegs war, dass sie nach Luft rang. Wie weit das nicht mehr als ganz ungefährlich zu bezeichnen ist, wissen wir nicht. Laut Geländeführer gibt es dort u.a. Kapkobra, Puffotter und Leopard. Rückblickend war es ein sehr schönes Erlebnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Zum Abendessen kamen wir dennoch so gerade noch pünktlich an. Es gab eine Gemüsesuppe als Vorspeise, dann für uns eine Gemüselasagne und zusätzlich noch eine recht gute Auswahl am Buffet (Salat, Gemüse, Kartoffeln und Nudeln). Als Nachtisch gab es Melktart (Käsekuchen mit Blätterteig und Zimt). Alles zusammen sehr lecker. Voll gut (2+).
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201103. Okt. 2016 · #39
Hallo Florian/Thomas,
sehr schön und lehrreich. Wenn Véro in Zukunft eine Bitte, werde ich mit einem trockenen "Wir fahren zur Lodge!" kontern.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201504. Okt. 2016 · #40
KarstenB schrieb:, Wenn Véro in Zukunft eine Bitte, werde ich mit einem trockenen "Wir fahren zur Lodge!" kontern.
Hallo Karsten, wenn Du für Spannungen sorgen willst, ist das sicher eine gute Idee. 🤩 LG aus Gießen Thomas
P.S. Florian stellt gerade die Bilder für den nächsten Tag zusammen, der dann gleich kommt. Ich denke, er vereint wirklich einmal die Schattenseiten einer solchen Busrundreise: 10min Garub, 1 Stunde Lüderitz (in der Kneipe verbracht) ...