Namibia + Botsuana im Dezember/Januar

45 Antworten · 7'555 Aufrufe · gestartet 27. Sept. 2016 von DieWeltenbummler
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201627. Sept. 2016 · #1
Hallo ihr Lieben,
mein Mann und ich (Sebastian, 34 + Ann-Katrin, 31), wohnen zwischen Ost-Westfalen und Ruhrgebiet und verbringen so gut wie es geht jeden Urlaubstag im Ausland. Nun planen wir evtl. über den Jahreswechsel mit zwei Freunden nach Namibia zu fliegen und dort mit einem Auto inkl. 2 Dachzelten eine Namibia-Botsuana-Rundreise zu machen. Wir haben ein bisschen off-road-Erfahrung und waren auch schon zwei Mal in Südafrika.
Dankbar über dieses Forum habe ich auch schon einige Reiseberichte gelesen, aber entweder passte die Route nicht so ganz oder die Jahreszeit. Bevor ich mich weiter ins Thema vertiefe und noch mehr spannende Berichte lese, würde ich gerne wissen, ob unsere Wunschroute zu dieser Jahreszeit (Regenzeit) überhaupt machbar ist oder ob wir uns vielleicht lieber ein anderes Urlaubsziel suchen 😐 .
Die grobe Route mit den „Hauptattraktionen“ sieht wie folgt aus (die Orte sind nur zur Orientierung und noch keine konkreten Ziele):
Windhoek --> über die B6/A3 nach Maun (Okavango Delta + evtl. Chobe NP) --> Divundu (Caprivi Streifen) --> Fort Namutoni (Etosha NP) --> Swakopmund --> Sossusvlei --> Windhoek

Nun meine Fragen:
Sind die Grenzübergänge bei Buitepos und Shakawe problemlos passierbar? Dass wir unseren Pass brauchen ist mir klar 😛

Gibt es Straßen/Regionen auf dieser Strecke, die zur Regenzeit evtl. nicht befahrbar/erreichbar sind?

Sollten Campingplätze immer vorgebucht sein und was kostet eine Nacht auf einem einfachen Campingplatz?

Wie viel Zeit würdet ihr für diese Strecke mindestens einplanen? Wir haben max. 3 Wochen.

Die Strecke Windhoek – Maun schlägt ja direkt mit 810km zu Buche. Sind die B6 und die A3 geteerte Straßen? Wie lange brauch man für diesen Teil? Google sagt 8 ¼ Stunden, wahrscheinlich in der Annahme, dass die Strecke geteert ist. Gibt es hier für unterwegs noch eine Empfehlung sich was anzugucken oder wo man gut übernachten kann?

Ich freue mich auf eure Antworten!
LG, Anka
33,1k Beiträge · seit 200627. Sept. 2016 · #2
Hallo Anka,

willkommen im Forum.

Na, dass ist ja mal eine recht spontane Reisentscheidung. Glaube kaum, dass ihr im/direkt beim Chobe noch irgendwas an Unterkünften bekommen werdet. In Swakopmund wirst Du in der Hauptferienzeit (die dann übrigens im gesamten südlichen Afrika ist) v.a. von Weihnachten bis nach Neujahr auch wohl kaum noch viel Auswahl haben.
Ist der Mietwagen gebucht?
Gibt es Straßen/Regionen auf dieser Strecke, die zur Regenzeit evtl. nicht befahrbar/erreichbar sind?
ja, im Prinzip alles was nicht asphaltiert ist, d.h. v.a. im Caprivizipfel, Botswana usw. Es kann sein, dass ihr ohne 4x4-Kentnisse dann sehr eingeschränkt seid.
Sind die B6 und die A3 geteerte Straßen?
Ja (nett gemeinter Tipp: schau mal in einen Reiseführer und auf eine Straßenkarte).

Mein Tipp: Beschränkt Euch auf Namibia-Standardtour (Schwerpunkt vielleicht sogar der Süden). Da habt ihr möglicherweise weniger Regen-Probleme. 40+ Grad sollten Euch aber nichts ausmachen dürfen. Ich würde Botswana zu der (Regen)Zeit (und so kurzfristig) vielleicht eher auslassen. Schaut Euch mal hier zwei Namibia-Standardtouren an: http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html - Ansonsten plant mal mit maximal 350 Fahrkilometern pro Tag (auf Asphalt kann es auch mal mehr sein).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2016
16,9k Beiträge · seit 201227. Sept. 2016 · #3
Hallo Anka,

die Jahreszeit halte ich jetzt für wenig problematisch bezüglich des Regens. Wir sind immer im Dezember/Januar unterwegs.
Das Problem sehe ich, genau so wie Christian auch, in der knappen Vorlaufzeit. Flug/Auto/Unterkünfte wird es nicht, falls überhaupt noch, zum "Schnäppchenpreis" geben.
Wir waren zum letzten Jahreswechsel ebenfalls zu viert in Nam/Bot unterwegs - Vorlaufzeit 2 Jahre!

LG
Logi
Themenstarter21 Beiträge · seit 201627. Sept. 2016 · #4
Danke euch beiden für die doch eher ernüchternden Antworten.
Mein Tipp: Beschränkt Euch auf Namibia-Standardtour (Schwerpunkt vielleicht sogar der Süden). Da habt ihr möglicherweise weniger Regen-Probleme. 40+ Grad sollten Euch aber nichts ausmachen dürfen. Ich würde Botswana zu der (Regen)Zeit (und so kurzfristig) vielleicht eher auslassen. Schaut Euch mal hier zwei Namibia-Standardtouren an: www.namibia-forum.ch...o-sehen-sie-aus.html - Ansonsten plant mal mit maximal 350 Fahrkilometern pro Tag (auf Asphalt kann es auch mal mehr sein).
Botswana möchten wir nur ungern gegen den Süden Namibias eintauschen. Wir werden uns das noch mal gut überlegen.
die Jahreszeit halte ich jetzt für wenig problematisch bezüglich des Regens. Wir sind immer im Dezember/Januar unterwegs.
Das Problem sehe ich, genau so wie Christian auch, in der knappen Vorlaufzeit. Flug/Auto/Unterkünfte wird es nicht, falls überhaupt noch, zum "Schnäppchenpreis" geben.
Wir waren zum letzten Jahreswechsel ebenfalls zu viert in Nam/Bot unterwegs - Vorlaufzeit 2 Jahre!

LG
Logi
2 Jahre Vorlaufzeit??? Generell finde ich nicht mal 3 Monate kurzfristig 😉
Wir werden mal Campingplätze und Mietwagen anfragen für den Zeitraum, mal schauen ob es wirklich so kritisch aussieht. Wenn wir Pech haben, müssen wir die Reise wohl vertagen. Ist es denn für das ganze Jahr über ratsam, soweit im Voraus zu buchen und zu reservieren?

LG, Anka
33,1k Beiträge · seit 200627. Sept. 2016 · #5
Hi Anka,
Ist es denn für das ganze Jahr über ratsam, soweit im Voraus zu buchen und zu reservieren?
Namibia: ja, wenn man unbedingt eine bestimmte Unterkunft/Campingplatz haben möchte, dann ist es v.a. in der Hauptsaison (Juli bis November) sinnvoll. Das gilt dann auch für Mietwagen (Dachzelt, Camper etc), die dann schonmal gerne 9-12 Monate vorher ausgebucht sind. Ansonsten seid ihr beim Camping vielleicht etwas flexibler, nicht aber zur großen Sommerferienzeit, wenn halb Südafrika, deren Hobby Camping ist, auf den Beinen ist. Viele kleinere Unterkünfte in Namibia machen dann auch Betriebsferien.
Botswana: Chobe, Moremi ist für Camping (kleines Angebot) immer früh ausgebucht. Da können Dir aber die Botswana-Camper-Freunde im Forum sicher genauer sagen wie, was, wann wo. Zudem ist das Buchen von Campsites in Botswanas Schutzgebiete recht unübersichtlich. Was ich meine kannst Du hier erlesen: http://www.maunselfdrive4x4.com/botswana.htm

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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466 Beiträge · seit 201028. Sept. 2016 · #6
Hallo Anka,
wenn ihr drei Wochen Zeit habt und flexibel seid, dann versucht euren Urlaub ganz in den Januar zu legen!
Ab Anfang Januar wird's deutlich entspannter an den Hotspots im südlichen Afrika. 😎
Die Regenzeit kann mal mehr mal weniger heftig werden - ggf. kommt der Regen pünktlich jeden Nachmittag wenn ihr eurer Grillfeuer anzünden wollt... und bleibt u.U. die ganze Nacht.
800km für den ersten Ritt sind deutlich zu viel. Wenn ihr die erste Nacht in Ghanzi (Camp Thakadu) verbringt habt ihr schon ein gutes Stück geschafft. Dann am nächsten Tag bis Maun - dort bleibt dann genug Zeit noch ins Wildlifeoffice am Airport zu gehen und auszuloten welche Camps im Delta noch freie Plätze haben. Ggf. müsst ihr ein paar Tage warten bis was Zusammenhängendes frei wird...Alternativ könnt ihr z.B. über ein Reisebüro vor Ort in Maun buchen. Praktischerweise gibt es ein Reisebüro direkt am Camp des Seta Hotels. So sind wir nach einem Tag warten auch an 4 Nächte im Delta gekommen - ohne monatelang im voraus zu buchen.
Die Grenzposten sind unkritisch - je nach Schlange dauert's halt! Reisepass reicht, mind. noch 6 Monate gültig und ein paar freie Blätter...
In Ghanzi geht ihr Essen und in Maun kauft ihr für's Delta ein - dann gibt's auch am Vetzaun garantiert keine Probleme wegen Fleisch 😉 - dann wieder in Kasane einkaufen.
Wenn ihr nicht ins Delta kommen solltet, dann überlegt euch ob ihr nicht alternativ zunächst den Nxai NP erkundet, von dort dann über die Teerstrasse nach Kasane fahrt und oben den Chobe erkundet? Gönnt euch eine Bootsfahrt wenn ihr in Kasane seid 😉
Caprivi ist um die Zeit nass - plant dafür nicht sooooviel Zeit ein. Wenn ihr noch in die Namib wollt, bleibt für den Caprivi sowieso nicht viel Zeit...
Etosha kann man sich um die Jahreszeit fast schenken - da genug Wasser im Busch steht, wird sich kaum ein Tier am Wasserloch zeigen. Aber das müsst ihr mit euch ausmachen ob ihr Zeit dort verbringen wollt 😉 oder mehr Zeit haben wollt für Swakop und Sossusvlei.
Die Camps in Namibia kosten zwischen 10 und 20 Euro pro Nacht pro Nase, in Botswana ist's teurer, im Delta deutlich teurer 🤩
1 Nacht Ghanzi
2-3 Nächte Maun
4 Nächte Delta
2-3 Nächte Kasane
2 Tage Reise nach Swakop
2 Nächte Swakop
2 Nächte Sossusvlei
2 Nächte Windhoek
Dann sind die 3 Wochen schon fast vorbei...
Wenn ihr jetzt noch flink versucht einen Mietwagen zu buchen, steht eurer Reise nix mehr im Wege...

Noch ein Tipp - versucht nicht in einem Urlaub alles abzugrasen - ihr kommt nach der Infektion bestimmt wieder 🤩
Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
708 Beiträge · seit 201528. Sept. 2016 · #7
FSausS schrieb:
2 Tage Reise nach Swakop
Ich bin einmal Swakop - Katima in zwei Tagen gefahren. Es ging, wir sind heil angekommen - aber ich würde es nie mehr machen. Von Kasane her ist es noch eine Ecke mehr, insgesamt wohl rund 1'500 km. Wenn es denn so sein soll, würde ich zwei Übernachtungen einplanen.

Gruss
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
1'059 Beiträge · seit 200628. Sept. 2016 · #8
Hallo Anka

Ich nehme euch gerne etwas von der Ernüchterung - unter einer Bedingung: ihr schiebt die Reise wie von Frank empfohlen ganz in den Januar. Schau mal nach, wann die südafrikanischen/ namibischen Sommerferien zu Ende sind (meistens wohl nach der ersten oder zweiten Januarwoche), danach wird das ganze sehr viel entspannter.

Wenn euch die möglicherweise grosse Hitze nichts ausmacht, dann kann Botswana/ Nordnamibia auch in der Regenzeit im Januar bereist werden. Ich war nun zwei Mal zu dieser Zeit in der Region unterwegs, insbesondere auch im Moremi/Savute/Chobe. Es ist gut machbar - ihr müsst euch aber zwingend darauf einstellen, dass ihr eure Pläne sehr kurzfristig ändern müsst, wenn es die Pistenverhältnisse nicht zulassen. Und wirklich gescheit über die aktuellen Zustände der Pisten informieren kann man sich erst vor Ort und meistens sowieso erst bei den Rangern im Park selber. Daher könnte es also sein, dass je nach Regenfällen dann im Moremi zum Beispiel ganze Streckenabschnitte nicht passierbar sind und dann müsstet ihr schlimmstenfalls halt umkehren und eben anders planen.

Wenn die Ferienzeit vorbei ist, kann man meiner Erfahrung nach sehr gut auch vor Ort (in Maun) noch Campingplätze im Moremi und Chobe bekommen. Ihr klappert dann einfach in die Büros der Campsitebetreiber (SKL, Xomae, und wie sie alle heissen) in Maun ab und reserviert dort die Campsites. Anschliessend noch zum Nationalparkbüro (DWNP) die Parkgebühren bezahlen, Einkaufen und am nächsten Tag los in den Moremi. Dieses Jahr im Januar hatten wir zum Beispiel in 3rd Bridge noch massig Platz zum auswählen, Savute war besser besetzt.

Wir hatten zum Teil sehr starke Regenfälle und einige Pisten im Moremi waren nicht passierbar. Es gibt aber viele Wege und man kann immer mal wieder umfahren. Die Strecke von Xakanaxa zum North Gate war stark überschwemmt und der Ranger hat uns am frühen Morgen empfohlen, aussenrum zu fahren, sprich, über South Gate und dann die Stichstrasse nach North Gate zu nehmen. Mit sowas muss man dann halt immer rechnen und es gibt je nach dem sehr viele Pfützen zu durchfahren. Insgesamt aber sind die Sandpisten aber eigentlich sehr angenehm zu fahren, denn durch die Nässe ist der Sand schwer und kompakt und dadurch eigentlich gar nicht zu schwierig.

Man muss einfach wissen, worauf man sich einlässt und ich würde mir als Anfänger schon überlegen, ob man sich das zutrauen soll oder nicht. Ich halte den Moremi/Savute in der Regenzeit jetzt nicht gerade für allzu anfängertauglich. Aber das muss am Ende jeder für sich selber entscheiden und ich mag hier nicht den Moralapostel mit erhobenem Zeigefinger spielen.

So wie du es formulierst, ist euch Botswana ja sehr wichtig und eher nicht verhandelbar. Daher sind die drei Wochen, wenn ihr noch nach Swakopmund und in die Namib möchtet, schon eher knapp.
DieWeltenbummler schrieb:
Windhoek --> über die B6/A3 nach Maun (Okavango Delta + evtl. Chobe NP) --> Divundu (Caprivi Streifen) --> Fort Namutoni (Etosha NP) --> Swakopmund --> Sossusvlei --> Windhoek
Habe mal folgenden Routenvorschlag ausgearbeitet:

route_anka.JPG


Wie man sieht, ist das schon ein ziemlich dicht gedrängtes Programm und vor allem am Anfang und gegen Ende der Tour wären das zum Teil sehr weite Tagesetappen. Ich an eurer Stelle würde mir sehr gut überlegen, ob Swakopmund und Sossusvlei am Ende der Reise noch sein müssten.
DieWeltenbummler schrieb:
Nun meine Fragen:
Sind die Grenzübergänge bei Buitepos und Shakawe problemlos passierbar? Dass wir unseren Pass brauchen ist mir klar 😛
Ja, diese Grenzübergänge sind in der Regel absolut problemlos passierbar. Wenn eure Reisedokumente die Erfordenrnisse erfüllen und eure Fahrzeugpapiere vom Vermieter korrekt und vollständig sind, gibt es da in der Regel absolut keine Probleme.
DieWeltenbummler schrieb:
Gibt es Straßen/Regionen auf dieser Strecke, die zur Regenzeit evtl. nicht befahrbar/erreichbar sind?
Siehe oben. Moremi und Chobe könnten zum Problem werden, müssen aber nicht.
DieWeltenbummler schrieb:
Die Strecke Windhoek – Maun schlägt ja direkt mit 810km zu Buche. Sind die B6 und die A3 geteerte Straßen? Wie lange brauch man für diesen Teil? Google sagt 8 ¼ Stunden, wahrscheinlich in der Annahme, dass die Strecke geteert ist. Gibt es hier für unterwegs noch eine Empfehlung sich was anzugucken oder wo man gut übernachten kann?
Aufteilung hier zwingend in zwei Tagesetappen. Zu beachten ist auch, dass ja noch die Grenze überschritten werden muss und das braucht schon auch seine Zeit. Zudem sind 800km dort nicht zu vergleichen mit 800km auf mitteleuropäischen Autobahnen. Die Strecke zwischen Windhoek - Grenze - Maun ist zwar alles auf pfeifengerader Teerstrecke, die Durchschnittsgeschwindigkeiten wir hier erreicht man aber niemals und es dauert insgesamt alles einfach etwas länger.

So. Das mal meine Inputs dazu. Weitere Fragen gerne. 🙂

Liebe Grüsse aus Zürich
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2016
5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2016 · #9
Hallo,

wir waren im Januar 2015 in Botswana. Nach dem ersten Wochenende im Januar war die Ferienzeit vorbei und ich habe die Parks und Campsites noch nie so leer erlebt, wie zu dieser Zeit. Auf allen Campsites wäre noch jede Menge Platz gewesen. Da sollte also auch spontan vor Ort noch etwas gehen. Wir hatten sowohl herrliche sonnige Tage, als auch sinnflutartige Regenfälle. Das sehr warme Wetter hat uns als Winterflüchtlinge sehr gut gefallen. Die Pistenverhältnisse waren zum Teil grenzwertig, aber wie sind doch überall hingekommen, wo wir hin wollten.

Sollte es im Bereich Moremi und Chobe zu überschwemmt sein, könnten auch die Nationalparks der Kalahari (CKGR, Nxai und Makgadikgadi) eine gute Alternative. Die Kalahari ist im Januar normalerweise saftig grün und weist eine sehr hohe Tierpopulation auf. Uns hat es dort sehr gut gefallen.

Wir haben für uns beschlossen, wieder zu dieser Jahreszeit durch Botswana zu reisen. Unterm Strich haben für uns die Vorteile überwogen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
794 Beiträge · seit 201328. Sept. 2016 · #10
Wie waren 2014 im Januar in Botswana und Namibia unterwegs und es war sehr wenig los, z.B. waren wir vom 07. - 09. Januar die einzigen auf der Linyanti Campsite, anschließend im Savuti war auch nicht viel los… Das kann aber auch an der starken Regenzeit gelegen haben, die ggf. viele abgehalten hat in diese Region zu fahren.

In Südafrika ist es immer so, dass der Dezember extrem busy ist und am ersten Januarwochen alle wieder nach Johannesburg & CO fahren, so dass es dann eigentlich angenehm ruhig ist. Ausnahme Kapstadt und Umgebung, da sind die ganzen "Überwinterer" aus Europa da…

Beste Grüße

Andre
Themenstarter21 Beiträge · seit 201629. Sept. 2016 · #11
Ganz lieben Dank für die vielen Antworten! 🙂
@Sam: Wow, du hast ja gleich einen Reiseplan erstellt. Vielen Dank dafür.

Wir überlegen immer noch hin und her. Da mein Mann und ich beide zwischen Weihnachten und Neujahr Betriebsferien haben, wollen wir die Zeit natürlich gerne für den Urlaub nutzen. 4 Wochen frei zu haben wird auch vom Chef leider nicht mal eben durchgewinkt.
Ich befürchte, dass wir die Reise komplett auf einen anderen Zeitpunkt verschieben. Die Kontras, zur Reisegestaltung wie wir sie gerne hätten, überwiegen leider gerade.

LG, Anka
Themenstarter21 Beiträge · seit 201624. Okt. 2016 · #12
So, kurzes Update: wir fliegen nun doch nach Namibia 🤩
Die Angebote mit Condor von Frankfurt nach Windhoek haben uns überzeugt. Wir haben das Ganze wie von euch empfohlen um 3 Wochen verschoben und fliegen erst Mitte Januar, wir haben 18 volle Tage vor Ort. Zur Info, wir buchen sehr ungerne vor. Meistens planen wir sehr detailliert und werfen vor Ort gerne nochmal was um. Wir stellen eigentlich keine Ansprüche an Unterkünfte und wollen auf dieser Reise hauptsächlich campen.

Wir haben auch bereits über Savanna Car einen Toyota Hilux 4x4 mit zwei Dachzelten gebucht (und da hier gefragt wurde: 4x4 Erfahrungen sind vorhanden 😎 ) und feilen gerade noch etwas an der Routenplanung, die in etwa wie folgt aussieht:

Tag 1: Ankunft 08:00 Uhr, Übernahme Auto, einkaufen, Windhoek, Übernachtung in Windhoek

Tag 2: Fahrt über Solitare nach Sesriem, Sossus Oasis Camp Site (Stand heute wäre für die kommenden zwei Nächte noch was frei)

Tag 3: Sossusvlei, Deadvlei, Sesriem Canyon, evtl. Quad-Tour – hat hier jemand einen guten Tipp? Oder ist sowas eher nicht zu empfehlen? Wahrscheinlich kann man hier auch gut zwei volle Tage verbringen?!

Tag 4: Walking Trail am Desert Camp, Fahrt nach Aus oder direkt Lüderitz über die D707

Tag 5: Lüderitz, Bootsfahrt, Kolmanskop

Tag 6: Fahrt zum Brukkaros Krater (hier sind wir uns noch nicht so einig, lohnt sich das? Evtl. nutzen wir diesen Tag auch spontan als Puffertag)

Tag 7: Fahrt Richtung Rietfontain o. Twee Rivier. Würdet ihr eher oben oder unten in den KTP fahren? Gibt es evtl. eine schöne günstige Lodge oder ein Backpacker außerhalb des KTPs?

Tag 8/9/10/11: KTP (Stand heute lt. SANPARKS sind noch in einigen Camps camp sites frei (Nossob, Mata-Mata und Twee Revieren; würden wir dann diese Woche noch buchen)

Tag 12: Fahrt über Hukuntsi nach Maun

Tag 13/14/15: Maun, Okavango Delta. Wie und was wird aufgrund der Wetterverhältnisse spontan vor Ort entschieden.

Tag 16: Fahrt nach Ghanzi

Tag 17: Fahrt nach Windhoek

Tag 18: Puffertag (kann auch noch zwischendurch verbaut werden)

Zu folgenden Themen hätte ich auch noch Fragen:

Bargeld aus Deutschland mitnehmen oder in Namibia abheben? In den Reiseberichten liest man immer wieder, dass der erste Weg in Namibia zum Geldautomaten führt. Ist der Wechselkurs bei den deutschen Banken so schlecht, dass es sich wirklich lohnt vor Ort ständig nach Geldautomaten zu suchen? Zumal wir den Wagen bei Ankunft in bar bezahlen müssen und oft gibt es ja nur 2000 N$, richtig?

Wir haben uns jetzt erstmal gegen das Satelliten-Telefon entschieden. Meint ihr, dass es auf unserer Route erforderlich ist? Wie sieht es mit Handy-Empfang mit einer lokalen SIM aus?

Wo können wir auf unserer Strecke am besten zu einem Living-Museum? Würdet ihr so etwas empfehlen?

Falls ihr noch camp site Tipps für bestimmte Orte habt, immer her damit 😉

Liebe Grüße,
Ann-Katrin
33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2016 · #13
Hi Ann-Katrin,

möchtet ihr auch noch Kommentare zur Route oder steht die jetzt so (fest)?
Bargeld aus Deutschland mitnehmen oder in Namibia abheben? In den Reiseberichten liest man immer wieder, dass der erste Weg in Namibia zum Geldautomaten führt. Ist der Wechselkurs bei den deutschen Banken so schlecht, dass es sich wirklich lohnt vor Ort ständig nach Geldautomaten zu suchen? Zumal wir den Wagen bei Ankunft in bar bezahlen müssen und oft gibt es ja nur 2000 N$, richtig?
Abgesehen davon, dass Du Namibia-Dollar kaum in Deutschland bekommen wirst, ist der Kurs sehr schlecht. Wenn Du Dich besser fühlst, dann nimm ein paar hundert Südafrikanische Rand mit. Wenn der Wagen in bar bezahlt werden muss und das bei Ankunft, dann müsst ihr Euch was überlegen. Die Automaten (je nach karte, Hausbank, namibischer Bank etc - extrem undurchsichtig) geben zwischen 500 und 4000 Namibia Dollar - teilweise auch mehrmals gleich nacheinander am selben Automaten. Ansonsten braucht ihr außer für Sprit und Kleinkram (vielleicht als Camper auch noch für abgelegenen Sites) eigentlich kein Bargeld. Zumindest in Namibia

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter21 Beiträge · seit 201624. Okt. 2016 · #14
man, ihr seid ja echt fix hier 😉
möchtet ihr auch noch Kommentare zur Route oder steht die jetzt so (fest)?
Gerne 🙂 Da wir noch nichts gebucht haben, sind wir hier noch relativ flexibel, aber grob ist es schon unsere Wunschroute. Würden halt gerne noch diese Woche die Unterkünfte im KTP und bei Sossusvlei dingfest machen.
Abgesehen davon, dass Du Namibia-Dollar kaum in Deutschland bekommen wirst, ist der Kurs sehr schlecht. Wenn Du Dich besser fühlst, dann nimm ein paar hundert Südafrikanische Rand mit. Wenn der Wagen in bar bezahlt werden muss und das bei Ankunft, dann müsst ihr Euch was überlegen. Die Automaten (je nach karte, Hausbank, namibischer Bank etc - extrem undurchsichtig) geben zwischen 500 und 4000 Namibia Dollar - teilweise auch mehrmals gleich nacheinander am selben Automaten. Ansonsten braucht ihr außer für Sprit und Kleinkram (vielleicht als Camper auch noch für abgelegenen Sites) eigentlich kein Bargeld. Zumindest in Namibia
Ich rufe einfach mal bei meiner Bank an und frage blöd nach ob man die N$ bestellen kann. Wir sind zwar zu viert und auch jeder von uns hat einer Kreditkarte, aber gerade für den Anfang und die Barzahlung für den Wagen wäre es schön, schon etwas dabei zu haben.

Dankeschön Christian 🙂
33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2016 · #15
Hi Ann-Katrin,

sprich mit dem Autovermieter, ob er nicht auch Euro akzeptieren würde. Ist dann eine Win-Win-Situation.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'816 Beiträge · seit 200824. Okt. 2016 · #16
Hallo Ann-Cathrin,
ich habe schon 5 mal bei Savanna ein Auto gebucht und musste noch nie bar bezahlen. Das geht alles über die KK.
Bist du sicher, dass du da nicht was falsch verstanden hast?

Gruß Boris
33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2016 · #17
Hi Boris,
ich habe schon 5 mal bei Savanna ein Auto gebucht und musste noch nie bar bezahlen.
muss man auch nicht, aber Barzahler bekommen in aller Regel um die 5 Prozent Rabatt 🙂

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'816 Beiträge · seit 200824. Okt. 2016 · #18
Hi Christian,

ich kriege noch viiiel mehr Rabatt 🙂 🙂 😄 😛 😉
- Dauergast 😉
- nicht mehr als 250 km pro Tag
- zahle bei gutem Kurs im voraus, dann kriegt man pro Monat 0,x %.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass die auvch Euros nehmen.

Gruß Boris
16,9k Beiträge · seit 201224. Okt. 2016 · #19
travelNAMIBIA schrieb:Hi Boris,
ich habe schon 5 mal bei Savanna ein Auto gebucht und musste noch nie bar bezahlen.
muss man auch nicht, aber Barzahler bekommen in aller Regel um die 5 Prozent Rabatt 🙂

Viele Grüße
Christian
Ja, nee, is klar. Das macht ja auch total Sinn, zu Hause in Deutschland zu einem katastrophalen Kurs NamDollar (oder Rand) zu besorgen, diese nach Namibia mit zu schleppen, um dann beim Autoverleiher ein paar piselige Prozente Rabatt zu bekommen... 😗 😉

Da habe ich ja richtig was gespart!

LG
Logi
1'166 Beiträge · seit 200824. Okt. 2016 · #20
Hallo,

von Nossob bis Maun (Tag 12) in einem durch ist nicht machbar. Bis Kang würde gehen, weiter eigentlich nicht. Ihr müsstet dann aber über Kaa-Gate aus dem KTP. Man könnte auch an der Name Pan übernachten (ca. 75 km vor Hukuntsi) - dann wird es aber am nächsten Tag bis Maun lang (8-9 Stunden).

Wenn ihr schon im KTP seit, würde ich noch 2 Tage Mabuasehube dranhängen. Dafür fehlt wuch allerdings die Zeit. Ich fürchte, dass Ihr für eure begrenzte Zeit zu weit entfernte Ziele gewählt habt.

Grüße
Axel
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