mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #41
Hallo Badger,
ja, wir waren wirklich glücklich. Klar, die Erdmännchen waren toll (auch wenn ihr beim Lesen vielleicht das Gefühl hattet, wir hätten das nicht so gesehen), aber insbesondere die Leere um Nossob herum, das ja als das Löwen-Eldorado gilt, hat uns schon ein bisschen fertig gemacht. Aber egal, letztendlich haben wir den Park glücklich verlassen. 😄
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #42
Fortsetzung vom 04.08.2016
Nach der schönen Mittagspause entschieden wir uns, nochmals Richtung Sitsas zu fahren. Wir glaubten zwar nicht wirklich daran, dass wir nach diesem tollen Vormittag noch etwas spannendes Erleben würden, aber wer weiß?
Wenige Kilometer hinter dem KTC stand ein Auto am Straßenrand. Aufgeregtes Winken und Deuten. Wir scannten die Umgebung ab:
Und da war er. Auf eine Düne thronend, farblich nahezu perfekt an die Umgebung angepasst. Zu diesem Zeitpunkt waren wir nur 3 Fahrzeuge und konnten „unseren“ Leo in aller Ruhe beobachten. Und er ließ sich Zeit. Erst saß er erst mal eine Weile ganz ruhig da und gucke zu uns herunter. Wer da wohl wen beobachtet hat?
Das wurde ihm nach einer Weile offenbar zu langweilig und er fing an seitlich die Düne herunterzulaufen. Und zwar im Schleichgang. Es war total spannend zu beobachten, wie er immer kleiner wurde, bis er quasi auf dem Bauch gerobbt ist.
Inzwischen hatte sich die Sichtung wohl herumgesprochen und die Anzahl der Fahrzeuge nahm zu. Und weil sich Leo bewegte, bewegten sich auch die Fahrzeuge. Und zwar die meisten rückwärts. Das Chaos war bei weitem nicht so schlimm wie im KNP und alle verhielten sich sehr gesittet, aber es zwar trotzdem nicht ganz ohne.
Leo fand das offenbar nicht so spannend und entfernte sich Richtung Dünenkamm.
Wir dachten schon, schade, das wars dann wohl, blieben aber einfach noch eine Weile an Ort und Stelle stehen, bis sich das Autogewühl um uns herum wieder aufgelöst hatte. Eine kluge Entscheidung. Er kam nämlich wieder:
Nachdem inzwischen einige Fahrzeuge weitergefahren waren, war es jetzt wieder wesentlich entspannter zu beobachten. Und unser Leo ließ sich auch alle Zeit der Welt. Lief ein Stückchen, setzte sich und schaute sich um, kam wieder ein Stückchen näher…. Es war eine unglaublich eindrückliche Situation.
Wir haben Leoparden bislang meistens auf privaten Lodges am Krüger-Rand erlebt, ab und an auch mal einen selbstgesichteten im KNP. Das besondere für uns an dieser Situation war, dass wir den Leoparden über längere Zeit in Bewegung beobachten konnten und dabei neben dem Fotografieren auch Zeit fürs einfach nur schauen fanden. Wirklich wunderbar!
Und dann war er endgültig weg….
Micha meine daraufhin übermütig: Ach komm, lass uns noch nach Sitsas fahren, vielleicht ist unsere Cheeta ja wieder da. Ich habe mir nur an den Kopf getippt. 😗
Also mit offenen Fenstern weiter Richtung Sitsas. Ich hatte ja schon geschrieben, dass man unsere Gepardin aufgrund ihrer lauten Rufe recht gut hören konnte. Auf einmal ruft Mara: Da!
Und nur wenige Minuten nach der tollen Leobegegnung hatten wir dann noch gute 15 Minuten Privataudienz bei unserer Cheeta. Kein anderes Auto, nur wir und die Katze. Ein Traum!
Wir konnten unser Glück kaum fassen. Das war noch ein klitzekleines bisschen besser als der Leo – nur wir und das Tier. Total entspannt und in Ruhe. Das ist wohl der Zauber des KTP. Ich bin froh, dass wir ihn doch noch gefunden haben! 🙂
Am Wasserloch selbst trafen wir dann noch auf einen Schakal
Und fuhren dann total glücklich mit wunderbaren Bildern auf der Speicherkarte und vor allem im Kopf in der Abenddämmerung Richtung Camp. Ich glaube, es wir vollkommen egal sein, was wir auf unsern Afrikareisen noch alles erleben werden: Dieser Tag ist fest ins Gedächtnis eingebrannt!
Meine Hoffnung, dass die Nacht aufgrund der etwas wärmeren Tagestemperaturen und des ausbleibenden Windes etwas wärmer ausfallen würde, hat sich übrigens nicht bewahrheitet. Aber egal, für solch einen Tag friere ich auch noch mal eine Nacht!
jaffles1'312 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #43
Hallo Susanne,
lese schon die ganze Zeit eifrig mit. Schön, dass der Park euch doch noch eine spektakuläre Seite geboten hat! Wir waren ja im Februar dort. Auch bei uns war im Nossob Tal echt wenig zu sehen, ganz anders als in vorigen Jahren. Dafür hatten wir im Auob Tal gute Sichtungen 🤩 . Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Leo Masego, die Tochter von Miera. Die wurde bei uns gerade von ihrer Mutter verstossen und sah die nächste Zeit sehr schlecht aus. Aber jetzt sieht sie ja super aus!
Champagner8'672 Beiträge · seit 201024. Sept. 2016 · #45
Pascalinah schrieb:Hallo Claudia, ich bin mir nicht sicher, ob das Masego ist. Am Hals sind die Flecken etwas anders: (kann mich aber auch mal wieder täuschen... 😎
Leo Susanne
unser Leo
Die sind aber auch oft so schwer zu unterscheiden 😵 egal, wichtig ist, dass Mamba einen so schönen Leo gesehen hat!
Gruß Pascalinah
Hallo Susanne,
erstmal Glückwunsch zu den tollen Sichtungen - ufff, doch noch mal gutgegangen mit dem KTP 😉
@ Pascalinah Für mich ist das der selbe Leo - man sollte zum Vergleich nicht den Hals nehmen, durch unterschiedliche Perspektiven und Dehnen des Halses können die Flecken immer anders aussehen. Maßgeblich sind die Flecken wo die Schnurrhaare sind (in diesem Fall drei Reihen übereinander und dann drei Punkte, der in der Mitte ist der größte - wobei man den rechten bei dir nur erahnen kann) und auch an den Augen (ich plapper das auch nur meinem 2012-Guide Face nach, der mir das so erklärt hat). Diese sehen für mich gleich aus (hab ein anderes Foto von Susanne genommen, wo man es besser sieht). Auch diese sehr charakteristischen Flecken am Auge sind die selben.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #46
Hallo zusammen,
ich glaub schon, dass es Masego ist. Das typische Herz am rechten oberen Auge spricht schon mal für sich. und auch sonst passen die meisten Flecken. Wenn man es aber absolut sicher wissen möchte, sollte man ein Kopf- und Seiten Bild an Matthew Schurch schicken : http://www.ast.uct.ac.za/~schurch/leopards/
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200624. Sept. 2016 · #47
Jo, Claudi und Bele,
da könntet Ihr mal wieder recht haben 😄 Ich hatte mich auf die Halsflecken konzentiriert. Und danke, Bele, für den Tipp mit den Augen. Im Februar schaue ich mir Masego dann mal genauer an... wenn wir sie finden!...... 😗
loeffel1'412 Beiträge · seit 201324. Sept. 2016 · #48
Was für ein Tag und Sichtungsglück! Wie schön, dass sich der Park und seine Bewohner noch so versöhnlich gezeigt haben.
Eure Begegnung mit Masego (ich glaube auch dass sie es ist) erinnert mich sehr an unsere Begegnung mit ihr Ende April. Gaaanz entspannt und lange. Wir konnten sie damals über 20 Minuten beobachten. Ein Erlebnis, das auch wir nie vergessen werden. Wie schön zu sehen, dass sie sich so prächtig entwickelt hat.
seit Beginn Eurer Reise sind wir hier mit an Bord, ohne dass es einer bemerkt hat. 😛
Wie immer schreibst Du einen sehr schönen Bericht mit schönen Bildern. Deine anfangs negativen Beschreibungen des KTP´s haben uns an unseren eigenen Besuch im KTP vor ein paar Jahren erinnert. Uns ging´s ähnlich wie Euch, die Tiersichtungen hielten sich sehr in Grenzen, und die Fahrerei auf übelstem Wellblech war alles andere als toll. Nach ein paar Tagen ging es uns aber genau wie Euch. Löwensichtungen vom Feinsten, das war wirklich KLASSE. Von daher haben wir es nicht bereut, der KTP hat uns sehr gut gefallen, es war nur der Beginn etwas "holprig". Für 2018 ist der KTP ganz oben auf unserer Liste. Ist zwar noch lange Zeit, aber Ihr wisst ja selbst, dass man nicht früh genug dran sein kann.
Herzliche Grüße, wir freuen uns schon sehr auf die nächste Fortsetzung Eures Berichtes.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200625. Sept. 2016 · #50
Hallo zusammen,
ich mus gestehen, ich bin ein kleines bisschen erstaunt, dass ihr unseren Leo für Masego haltet. Wir waren uns angesichts der Größe relativ sicher, dass es sich um ein männliches Tier handelt. Aber ich muss zugeben, dass eure fachkundigen Hinweise auf Flecken, Schnurrhaare etc. durchaus für Masego sprechen. 🙂 Ich werde die Bilder und auch die der Gepardin aber auf alle Fälle noch an Matthew Schurch schicken. Vielleicht kann er auch das Geheimnis lüften, warum die Gepardin so gerufen hat. Ich halte auch über das Ergebnis auf dem Laufenden!
@Schorsch: Herzlich willkommen, ich freue mich auch über blinde Passagiere! 😉 Ich kann mich noch gut an euren Reisebericht damals erinnern, euch war auch nicht der Traumstart vergönnt, wie ihn manch andere hier hatten. Ich finde es absolut legitim, jetzt schon für 2018 zu planen. Wir fahren ja normalerweise nur alle zwei Jahre ins südliche Afrika, aber nachdem wir uns für 2017 auf so gar kein europäisches Sommerziel einigen konnten, dass alle Beteiligten zufriedengestellt hätte, habe ich nach unserer Rückkehr im Schnellverfahren für 2017 gebucht. Und da musste ich für den KNP teilweise schon auf Dertour/TUI zurückgreifen, weil ich unsere Wunschcamps nicht mehr bekommen habe. Also lieber früh anfangen und dann dann in Ruhe buchen! 🙂
So, und jetzt geht es weiter!
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag, Susanne
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200625. Sept. 2016 · #51
05.08.2016: Abschied vom KTP oder Namibia, wir kommen! Übernachtung Kalahari Anib Lodge
Heute hieß es Abschied nehmen von KTP. Unser Etappenziel für heute war die Kalahari Anib Lodge bei Mariental. Die Nacht war gefühlt ein klitzekleines bisschen besser gewesen also die Nacht davor, aber wirklich nur im Minimalbereich. Eiskalt war es trotzdem. 🤢
So gut uns das KTC gefallen hat, an dieser Stelle doch mal ein deutlicher Warnhinweis für alle, die normalerweise in festen Unterkünften unterwegs sind: Wenn ihr das KTC im namibischen Winter bucht, nehmt auf alle Fälle Winterunterwäsche und Schlafsäcke mit. Es wird wirklich unglaublich kalt. Einige Tage vor unserem Tourstart gab es hier im Forum von Christian noch eine Wetterwarnung bezüglich deutlicher Kälte im Süden von NAM. Diese Kälteausläufer waren bei uns bereits vorbei und es war trotzdem grenzwertig kalt. Mit dem Kälteausläufer möchte ich es mir gar nicht vorstellen. Daher: Bitte sorgt vor, wenn ihr um diese Jahreszeit im KTC übernachtet!
Nachdem wir alles gepackt hatten, beschlossen wir, noch eine Abschiedsrunde bis Sitsas zu drehen. Ich kann es an dieser Stelle wieder kurz machen: Der Geist des KTP war der Meinung, uns gestern mehr als genug geboten zu haben. Heute gab es dafür einfach mal wieder nichts… 😗
Aber nicht schlimm, wir hatten unseren Traumtag gehabt. Also sind wir zum letzten Mal bis Mata Mara gefahren und haben dort im Rezeptionsgebäude mit den Ausreiseformalitäten begonnen. Der südafrikanische Polizist, den wir dort in seinem Spiel auf dem Smartphone störten, war ein wahres Muster an Arbeitsbereitschaft. Egal, irgendwann war dann jede nur mögliche Nummer unseres Autos mehrfach in irgendwelche Listen eingetragen und der Grenzbaum hob sich für uns. Bye bye KTP!
Die Einreise nach Namibia war in wenigen Minuten erledigt. Ich hatte unsere Einreiseformulare als Farbkopien schon daheim ausgefüllt, so dass wir jetzt nur noch die Straßenbenutzungsgebühr bezahlen mussten und schon ging es weiter nach Namibia. Insgesamt hat das Procedere vielleicht 20 min gedauert.
Bevor es in NAM weitergeht, ein kleines Abschlussfazit zum KTP: Wie ich eingangs schon geschrieben habe, werden wir irgendwann wiederkommen. Aber mit ein paar Jahren Abstand und zu einer anderen Jahreszeit. Was uns wirklich sehr gut gefallen hat, war die unglaubliche schöne Landschaft, die Ruhe und Weite und die überschaubaren Camps. Da ist der KNP doch deutlich wuseliger und voller. Woran wir wirklich zu knabbern hatten war der Umstand, dass die Artenvielfalt im KTP doch sehr eingeschränkt ist, man häufig über weite Strecken einfach gar nichts sieht und die Abstände zwischen den mit Kind buchbaren Camps ziemlich groß und teilweise schlecht zu fahren sind. Wir sind alleine in der ersten Woche unseres Aufenthalts ab Upington bis zur Ausreise aus dem KTP fast 1000 km gefahren. Gerade wenn man mit Kindern reist, sollte man sich klar machen, dass man die beiden Parks absolut nicht vergleichen kann und der KNP aus meiner Sicht mit Kindern deutlich besser zu bereisen ist. Unserer Tochter hat der KTP trotz allem gut gefallen, aber sie freut sich schon sehr auf das nächste Jahr KNP mit Elefanten, Hippos, Nashörnen etc.
Nach der Ausreise aus Mata-Mata lagen rund 280 km Strecke vor uns, das meiste davon Gravelroad auf der C15. Nach guten 3 Stunden Fahrt vorbei an wunderbaren Gesteinsformationen, einsam gelegenen Farmen, gelegentlichen Kühen und Pferden auf der Straße (gerne auch direkt nach Kurven, deshalb bitte immer langsam und konzentriert fahren!), erreichten wir die neu renovierte Kalahari Anib Lodge.
Ich kenne die Lodge von meinem ersten Namibia-Besuch vor fast 15 Jahren und war gespannt, was sich getan hatte. Eigentlich war die Buchung eine Notlösung gewesen, da wir nach dem KTP nicht unbedingt Lust auf eine große Reisegruppen-Lodge hatten. Allerdings wollten wir auf dem Weg Richtung Sossusvlei auch keine größeren Umwege für eine Nacht in Kauf nehmen, so dass wir beschlossen, diesen Nachteil in Kauf zu nehmen.
Zunächst einmal die gute Nachricht: Die Renovierung ist absolut gelungen. Die Zimmer sind sehr schön geworden. Wir hatten einen Standard 4-bed family room gebucht und ein sehr schön eingerichtetes Häuschen am Rand der Anlage mit Blick auf die Wasserstelle bekommen.
Alles sehr sauber und wirklich durchdacht eingerichtet. Hier könnte man es gut mehrere Tage aushalten. Mara war von ihrem Zimmer mit dem Riesensitzsack und dem Hochbett total begeistert.
Auch der Außen- bzw. Restaurantbereich ist optisch schön geworden:
Wlan gibt es übrigens im Außenbereich und im Restaurant kostenlos, das Passwort bekommt man auf Nachfrage an der Rezeption.
Nachdem es bis zum zwei Lunch gab, setzten wir uns um kurz vor zwei noch fix auf die Terrasse und wollten etwas zu essen bestellten. Tja, man sah uns zwar, hoffte aber offenbar, dass wir wieder verschwinden würden, wenn man uns ignorieren würde. Wurde natürlich nix. 😈
Nach 15 min durften wir dann tatsächlich auch bestellen. Und eine längere Geduldseinheit später, bekommen wir dann tatsächlich noch etwas zu essen. Die Lunchkarte besteht hauptsächlich aus Sandwiches in verschiedenen Ausformungen und Salaten. Micha und Mara testeten jeweils ein Sandwich mit Pommes, ich hatte einen Salat mit Springbok. Alles war sehr lecker. 🙂
Zufrieden traten wir den Weg zurück zu unserem Häuschen an, um noch etwas zu relaxen. Danach beschlossen wir, noch eine der angebotenen Spaziergänge/Wanderungen auf dem Lodgegelände zu machen. Irgendwie hatten wir die Uhr dabei nicht so ganz im Blick und brauchten auch ein bisschen länger, bis wir tatsächlich startfertig waren: Es war schon viertel nach vier als wir losliefen. Aufgrund der Zeitumstellung von SA nach NAM ging die Sonne hier schon um 17:30 Uhr unter. Also nicht wirklich viel Zeit für einen gemütlichen Spaziergang. Also wurde eher eine flotte Walkingrunde darauf, was der Freude aber keinen Abbruch getan hat. Viel gesehen haben wir unterwegs nicht, in der Ferne gab es ab und an mal einen Springbok zu sichten. Aber schön war es trotzdem:
Mit Einbruch der Dämmerung kamen wir dann doch ziemlich verschwitzt (in NAM war es auch viel wärmer als im KTP) wieder an der Lodge an. Jetzt konnten wir in aller Ruhe das tolle Badezimmer ausprobieren. Die Dusche war angenehm und netterweise auch von gleichbleibender Temperatur. 😎
Danach ging es zum Abendessen, das in Buffetform angeboten wird. Vielleicht haben wir es nach der extrem ruhigen Zeit im KTP als besonders schlimm empfunden, aber es war echt nicht schön: Massenhaft Menschen, viele davon Gruppenreiseteilnehmer, drängten sich um ein recht übersichtliches und für namibisches Essen echt liebloses Büffet. Hauptsprache war deutsch. Die meisten kamen gar nicht auf die Idee, dass hier möglicherweise noch etwas anderes gesprochen wird. Und dann die Lautstärke…. 🤢
Der Preis für das Buffet liegt bei 270 N$ pro Person, Kinder die Hälfte. Aus unserer Sicht stimmt das Preis-Leistungsverhältnis hier eindeutig nicht. Das Fleisch war zäh, das Gemüse verkocht. Der Service war am Abend etwas besser als Mittags, aber auch hauptsächlich mit den Großgruppen beschäftigt.
Das ist schade, da die Küche beim Lunch durchaus bewiesen hat, dass das Potential da ist. Wie schon geschrieben, die Zimmerrenovierung ist toll geworden. Wenn aber das Ambiente beim Abendessen und die Qualität des Essens so bleiben, nützt aus meiner Sicht der Versuch, sich durch die Renovierung zumindest etwas vom Image als Gruppenreiseunterkunft bzw. One-Night-Stop zu lösen, absolut nichts.
Wir beendeten zügig unser Abendessen und flüchteten in die Ruhe unseres Häuschens. Dort genossen wir noch eine Weile das schöne Ambiente (sogar der Himmel des Moskitonetzes ist schön bestickt!) und vielen dann in den gemütlichen Betten in einen erholsamen Schlaf.
Fazit Kalahari Anbi Lodge: Unterkunft selbst sehr schön, Essen eher unerfreulich. Wenn man bereit ist, Busgruppen in ihrem geballten Auftreten und ihrer Lautstärke zu ertragen und man das Essens-Manko in Kauf nimmt, ist die Lodge aus meiner Sicht eine durchaus ordentliche Lösung auf dem Weg von/in den KTP. Wir haben es nach dem KTP jedenfalls sehr genossen, ein angenehmes und funktionierendes Badezimmer mit flauschigen Handtüchern zu haben.... 😉
ich habe jetzt auch noch einmal Zeit gefunden deinen Reisebericht zu lesen. Wir waren vom 10. bis 12. August im KTP. Deine eindrücke vom KTP kann ich voll bestätigen. Die Tiervielfalt und -dichte ist im KNP und Etosha wesentlich größer. Das hatten wir allerdings auch nicht anders erwartet. Für die kurze Zeit die wir im KTP verbracht haben fanden wir das wir doch reichlich Tiere gesehen haben. Das war bestimmt auch großes Glück. Das hattet ihr ja zum Schluss auch noch. Leo, Hyänen und Erdmännchen haben wir keine gesehen. Dafür aber, die von dir erwähnte Gepardin mit 4 Cups zwischen Twee rivieren und Nossob, allerdings sehr weit weg.
Im Auobtal hatten wir das Riesenglück eine Löwin mit zwei Cups und Gnuriss direkt neben der Pad zu finden.
Wir haben uns fest vorgenommen noch einmal in den KTP zu fahren und dann ein paar Tage mehr dort zu verbringen.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200601. Okt. 2016 · #53
Hallo Lothar,
danke für die Bilder. Jetzt wissen wir wenigstens, nach was wir so intensiv Ausschau gehalten haben... 😗 Bei den Sichtungen ist einfach auch unglaublich viel Glück dabei, manchmal sind 3 min hin oder her entscheidend. Ich wünsche euch jetzt schon mal viel Spaß nächstes Jahr im KTP!
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200601. Okt. 2016 · #54
Samstag, 06.08.2016: Auf dem Weg nach Sossusvlei
Heute stand Wüstenwechsel auf dem Programm: Von der Kalahari in die Namibwüste.
Nachdem wir gestern Abend mitbekommen hatten, dass sich die meisten der großen Reisegruppen zum frühen Frühstück verabredet hatten, ließen wir uns in der Hoffnung, damit ein etwas ruhigeres Frühstück zu haben, Zeit. Sagen wir es mal so: Es lief etwas besser als beim Abendessen, aber nach der Woche im Kgalagadi sind diese Menschenmengen einfach zu viel des Guten. 😎
Während ich zum Bungalow zurücklief und das Gepäck vollends richtete, brachte Micha zum ersten Mal unseren Kompressor zum Einsatz, um Major Tom auf die kommende Teerstrecke vorzubereiten. Tja, hätten wir uns das von Pieter doch mal richtig zeigen lassen…. 😊 Der Kompressor sorgte nämlich bei der Erstanwendung dafür, dass wir noch weiter Luft verloren, anstatt welche hineinzupumpen. Das war nicht so wirklich im Sinne des Erfinders. Aber natürlich wurde uns gleich geholfen und flugs waren unsere Reifen wieder auf Teerdruckniveau. Noch schnell gezahlt, alles eingeladen und ab nach Mariental zum Tanken, Getränke kaufen und Geld holen.
Eine Bemerkung noch zum Bezahlen: Wir hatten neben unseren normalen Kreditkarten und unseren Postbanksparcards zum Geld abheben dieses Mal auch noch eine Debit-Kreditkarte der N26 dabei, mit der man ohne Auslandsgebühr bezahlen und natürlich auch Geld abheben kann (letzteres inzwischen allerdings begrenzt). Nahezu alles bis aufs Tanken lief bei uns dieses Jahr über diese Karte. Da man bei Mobilfunkempfang auch immer gleich eine Nachricht aufs Smartphone über die ausgeführte Zahlung bekommt, behält man auch einen guten Überblick über die Ausgaben. Wir fanden die Karte äußerst praktisch.
In Mariental waren wir schnell mit den Pflichtaufgaben durch und fuhren dann auf der C 19 auf Teer bis Maltahöhe. Dort hieß es dann wieder Reifendruck vermindern und es ging durch die traumhafte schöne Landschaft über den Zarishoogte-Pass bis zur Sossusvlei Lodge.
Die Lodge hatten wir in der Vergangenheit schon zweimal besucht, letztes Mal auf unserer Hochzeitsreise 2006. Im Vorfeld hatte ich die Lodge angemailt und gefragt, ob wir unser damaliges Zelt wieder haben könnten. Natürlich, kein Problem, hieß es. Tja, dem war dann doch nicht so. Angeblich wäre es vorher schon vergeben gewesen und wir würden jetzt eben ein anderes bekommen. Immerhin in der vorderen Reihe und vorversetzt, also auch nicht so schlecht. War natürlich trotzdem schade. 🙁
Nach einer gemütlichen Nachmittagspause starteten wir Richtung Gate, um die Elimdüne in Angriff zu nehmen. Der Posten am Gate fragte uns mehrfach, ob wir heute tatsächlich noch reinfahren wollten, da es kein 24-Stunden-Permit wäre und wir morgen neu zahlen müssten. Wir fanden das zwar nicht wirklich glücklich, aber egal. Natürlich wollten wir heute Abend noch auf die Düne.
Also reingefahren und beim Campingplatzkomplex das Permit gelöst. Die Dame hinter dem Schalter war ein Ausbund an guter Laune und Schnelligkeit. 😈 Da wir uns über unsere Pläne für morgen noch nicht so ganz im Klaren waren, lösten wir erst einmal nur für den heutigen Tag.
Dann ging es das kurze Stück weiter bis zur Elim-Düne. Ab hier lasse ich jetzt einfach die Bilder sprechen:
Ein bisschen unglücklich über den Umstand, dass das Gate für uns schon um 17:30 Uhr schloss (die Camper sowie die Gäste der Sossusvlei Dune Lodge dürfen eine Stunde länger bleiben), kehrten wir zur Lodge zurück und genossen den Sonnenuntergang auf unserer Terrasse.
Auch wenn wir uns in der Sossusvlei Lodge grundsätzlich wohl fühlen (trotz der vielen Menschen), werden wir bei unserem nächsten Sossusvlei Besuch höchstwahrscheinlich die Lodge im inneren buchen, um den Zeitvorteil nutzen zu können.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Die Vorspeisenauswahl war groß, die Fleischauswahl (Wild in diversen Variationen) noch viel größer. Für die nicht so Fleisch begeisterten wie unsere Tochter gab es gebratene Nudeln mit Gemüse und ähnliche Leckereien. Auch das Dessertbüffet bot für jeden etwas. Insgesamt ein solides Abendessen und von der Lautstärke her trotz der Größe der Lodge sehr viel angenehmer als in der Kalahari Anib Lodge.
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200602. Okt. 2016 · #55
Sonntag, 08.08.2016: Perspektivenwechsel
Heute war er da, unser persönlicher „war das echt eine gute Idee?“-Tag in diesem Urlaub. Seit wir in Kronau Steffis Bilder vom Hubschrauberflug über die Dünen bis zum Meer gesehen hatten, ging uns das nicht mehr aus dem Kopf. Auch der doch recht ordentliche Preis für die 90 min hatte daran nichts geändert. Wir waren vor 10 Jahren mal von Swakopmund aus mit einer Cessna über das Sossusvlei geflogen, aber Hubschrauber war definitiv noch mal eine andere Kategorie. Also hatten Micha und ich ein paar Monate vor der Reise beschlossen, dass wir schon für weitaus unsinnigeres viel Geld ausgegeben hatten und den Flug für Sonntag spätnachmittag gebucht. Mara hatten wir das natürlich nicht verraten, sonst hätten wir wahrscheinlich im 5min-Takt die „Wann“-Frage beantworten müssen.
Nachdem wir allerdings gestern bei der Anfahrt zur Lodge an einigen Hubschrauberwerbetafeln vorbeigefahren waren, hatten wir mal so ganz allgemein gefragt, was sie denn vom Hubschrauber fliegen halten würde. Antwort: Mag ich nicht. Sind mir zu laut. Mhmmmm, das konnte ja interessant werden. 😗
Da klar war, dass wir es angesichts des Nachmittagsereignisses heute etwas ruhiger angehen lassen wollten, schliefen wir erst mal bis gegen acht Uhr aus und versuchten dann, einen Sonnenplatz auf der Terrasse zum Frühstücken zu ergattern. Das war nicht ganz so einfach, da die Damen vom Service das mit der Sonne nicht so ganz einsahen, aber schließlich saßen wir gemütlich und ließen uns das leckere Frühstück schmecken.
Mara, die von der gestrigen Besteigung der Elim-Düne mit Micha noch total begeistert war, wollte unbedingt die nächste Düne erklimmen. Micha guckte nicht ganz so begeistert. Mara hatte mit „klein und leicht“ gestern eindeutige Vorteile ihm gegenüber gehabt. Wir entschieden uns, heute bis zur Düne 45 zu fahren.
Also wieder ein Permit kaufen. Da ich gestern gejammert hatte, wie nervig das war, kamen Micha und Mara dieses Mal mit. Und was war? Die Dame am Schalter hatte strahlende Laune und Micha hatte innerhalb weniger Minuten das Permit. 😈
Dann fuhren wir gemütlich zur Düne 45. Nachdem es schon kurz nach elf war, hatten wir eigentlich damit gerechnet, dass es dort relativ ruhig sein würde. Dem war leider nicht so. Es wuselte ziemlich.
Was Mara aber absolut nicht davon abhielt, sich unverzüglich an den Aufstieg zu machen.
Ich rief ihnen noch „viel Spaß“ hinterher und schaute mich lieber am Fuß der Düne ein bisschen um.
Danach setzte ich mich gemütlich im Schatten unter einen Baum und beobachtete interessiert die verschiedenen Aufstiegsversuche mit und ohne Schuhe. Erstaunlich, auf welche unterschiedliche Art und Weise man eine Düne besteigen kann…. 😎
Nachdem meine beiden einige Zeit später begeistert (Mara) und verschwitzte (beide) wieder da waren, fuhren wir zurück in Richtung Lodge. Unterwegs beschlossen wir, Mara über die Nachmittagsaktivität aufzuklären. Erfreulicherweise war die Reaktion doch etwas motivierter als gestern, vor allem, nachdem wir die Sorge um die Lautstärke mit dem Hinweis auf den Kopfhörer beseitigen konnten. Wir kündigten ihr an, jetzt in aller Ruhe Mittagspause machen zu wollen (es war inzwischen auch richtig gut warm geworden) und ihr rechtzeitig zu sagen, wann es losgehen würde. 🤪
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200603. Okt. 2016 · #56
Fortsetzung 08.08.2016
Um 15:30 Uhr war es dann (endlich) so weit. Wir trafen uns mit unserem Piloten im Adventure Center der Sossusvlei Lodge. Dort hatte ich den Flug auch gebucht. Nach dem Bezahlen bekamen wir unsere Flugscheine mit dem Hinweis, diese unbedingt bei uns zu tragen, damit man uns im Falle eines Falles identifizieren könne…. 🤩
Danke, das wollte ich nicht unbedingt hören. Ob das mit dem Flug wirklich eine gute Idee gewesen war? Noch schnell an jeden eine Runde Reisekaugummi verteilt und dann ging es mit dem Fahrzeug das kurze Stück zum Heliport, der schräg gegenüber der Lodge liegt.
Unser Pilot hätte vom Alter her übrigens problemlos Michas Sohn sein können. Als wir ihn doch erst mal etwas verblüfft angeschaut hatten, gabs in kurzen Worten seine Lebensgeschichte samt Berufserfahrung. Okay, wer mit dem Heli schon an Elefantenlandverschickungsaktionen teilgenommen hat, wird uns wohl auch sicher über die Dünen bringen… 😗
Das nächste Ups! war der Heli. Keine Ahnung, was ich mir genau vorgestellt hatte, aber in meiner Vorstellungswelt war das Ding jedenfalls größer gewesen:
Ich gebe ehrlich zu, in diesem Moment war es mir doch akut nach rumdrehen und zurück zur Lodge. Aber das war wohl keine Alternative….
In einem Anfall von was auch immer hatte ich den Heli bei der Buchung ohne Türen geordert. Es ging ja schließlich ums fotografieren. Nachdem ich dann kurz vor unserer Reise in einem Reisebericht hier im Forum gelesen hatte, dass die Schreiberin das Fliegen ohne Türen doch ziemlich beunruhigend fand, kam wieder dieser „war das echt eine gute Idee?“-Gedanke.
Egal, was tut man nicht alles. Für Mara ließen wir dann allerdings doch noch schnell eine Tür einbauen, das war uns ohne Tür dann doch zu heiß. Und dann hieß es schon, alle Mann einsteigen, anschnallen und Kopfhörer aufsetzten. Über das Micro am Kopfhörer konnten wir uns übrigens intern verständigen. Wenn wir etwas wissen wollten, gaben wir unserm Piloten kurz Bescheid und er hat sich mit zugeschaltet. So konnten wir doch ab und an bei Mara vorne fragen, was sie von der ganzen Sache denn so hielt. Die war übrigens insgesamt die Entspannteste von uns dreien und während des Flugs einfach nur dauerbegeistert.
Nach dem Warmlaufen der Rotoren ging es dann um kurz nach vier los. Um es kurz zu machen: Nachdem die ersten Schrecksekunden (warum fliegt das Ding so langsam? Stürzen wir deshalb gleich ab?) war es einfach nur ein wunderschöner Trip. Es war unglaublich, die Dünenwelt von oben zu beobachten. Und im Gegensatz zum Flugzeug, bei dem man einfach extrem schnell beim Fotografieren sein muss, hatten wir beim Heli einfach Zeit, erst mal in aller Ruhe zu gucken und dann auf den Auslöser zu drücken. Die fehlenden Türen waren für uns übrigens absolut kein Problem. Ich bin in der Hinsicht normaler weise eher empfindlich, aber der Ausblick war so genial, dass alles andere in den Hintergrund trat:
Wir sind ca. 45 min über die Dünen bis vor dem Meer geflogen. Es war spannend, wie sich die Landschaft unter uns verändert hat. Zuerst die hohen Dünen, dann das für uns ziemlich überraschende Steinmassiv und Richtung Meer dann eine weite, eher flache Dünenlandschaft, deren Dünen sich aber teilweise schlangengleich ewig lang gezogen haben.
Die Küste konnte man deutlich spüren, bevor wir das Meer gesehen haben. Die Temperatur fiel nämlich merklich ab. Von bislang noch total angenehm in Richtung unangenehm kühl. Wir flogen über diverse Robbenkolonien (seitdem wissen wir auch, woher der Ausdruck „es stinkt zum Himmel“ kommt) und durften noch ein bisschen „Ich kann nicht nur geradeaus fliegen“-Programm über dem Meer erleben. Ein totaler Spaß.
Danach ging es dann über das Sossusvlei und an der Düne 45 vorbei zurück zum Heliport und von dort aus mit dem Fahrzeug zurück zur Lodge.
Ein absoluter Traum, der für uns das Geld eindeutig wert war. Mara findet Helis übrigens seitdem überhaupt sehr interessant und freut sich schon sehr auf ihren nächsten Flug…
Sowohl unsere Speicherkarten als auch unsere Köpfe waren an diesem Tag wieder richtig voll mit unglaublichen Eindrücken. Auch der Heliflug wird sicherlich zu den Dingen gehörten, an die ich mich sehr lange zurückerinnern werde.
Liebe Susanne, ich muss sagen, ich bin sprachlos!! Nachdem ich Deinen Reisebericht nur abundzu verfolgt habe, da wir eine andere Reiseroute haben werden und mich - da kinderlos - das Thema "unterwegs mit Kind" nicht wirklich interessiert, haben mich Deine Bilder vom Heliflug total aus den Socken gehauen! Der Wahnsinn! Ihr hattet aber wohl auch sehr viel Glück mit dem Wetter, denn das sieht ja super klar und blauhimmelig aus. Eigentlich müsste ich mich beschweren und verlangen, dass so tolle Bilder hier nicht erlaubt sind..... 🤪 Weil jetzt MUSS ich das ja nächstes Jahr auch unbedingt machen, aber ich bin einerseits so ein Schisser und kann mir nicht vorstellen, dass ich da wirklich einsteige ohne einen Schreikrampf zu kriegen, andererseits wird mir auch noch immer sehr schnell übel, wenn es rauf und runter geht. Helfen da die Reisekaugummis tatsächlich? Eijeijeijei, wie soll das nur gehen?? 😵 ...aber es muss, ist jetzt ganz klar... Dani
loeffel1'412 Beiträge · seit 201303. Okt. 2016 · #58
Genial, euer Heliflug. Wir sind ja im April mit der Cessna ebenfalls dort herumgeflogen, und deine tollen Bilder wecken nun in uns die herrlichsten Erinnerungen 🤩 . Wunderbares warmes Abendlicht hattet ihr bei der tiefstehenden Sonne, so intensiv war das Licht bei uns im April nicht, obwohl wir auch um 16 Uhr gestartet sind. Ein Vorteil des Südwinters 🙂 .
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201604. Okt. 2016 · #59
Hallo Susanne,
super tolle Bilder von Eurem Heliflug. Das kann ich mir gut vorstellen, dass ihr dieses Erlebnis nicht so schnell vergessen werdet.
Soweit ich gesehen habe, hatte der Hubschrauber 3 Sitzplätze. Gibt es auch welche für 4 Personen + Pilot?
Darf ich fragen, was der Flug gekostet hat? Gibts Ermässigung für Kinder?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200605. Okt. 2016 · #60
Guten Morgen zusammen,
erst einmal ein herzliches Danke an alle Danke-Button-Drücker hier und auch an diejenigen, die unsere Bilder bei FB geliked haben. Ich freue mich, dass sie euch gefallen.
Hier mal noch ein paar grundsätzliche Infos zum Heliflug ab der Sossuvlei Lodge: Der Heli hat vier Sitzplätze, also maximal 3 Passagiere plus Pilot. Man zahlt immer den gesamten Heli, also je weniger Passagiere, desto teurer für den einzelnen. Die Preisliste von 2016 habe ich angehängt. Es gibt vier Routen. Lediglich die Route 4, 90 min lang, geht vor bis zum Meer. Vermutlich sind auch die anderen Routen ein Erlebnis, wir fanden die Kombi Dünen und Meer besonders toll. Man bucht per Mail im Sossusvlei Adventure Center, bezahlt wir vor Flugantritt per Kreditkarte oder auch bar. Wir haben das ca. 3 Monate vor unserem gewünschten Datum gemacht, da wir unbedingt den Flug um 16 Uhr haben wollten. Es starten auch Flüge den Tag über, aber das ist vom Licht her natürlich weitaus weniger spannend.
Der Flug selbst verlief bei uns sehr ruhig, wir hätten also keine Reisekaugmmis gebraucht. Cessna fliegen fand ich deutlich unruhiger. Ich würde auf alle Fälle die Türen ausbauen lassen. Entgegen meiner Befürchtungen im Vorfeld war das absolut kein Problem, ohne zu fliegen. Der Gurt hält einen absolut sicher im Sitz. Obwohl ich jeglich Fahrgeschäfte auf Jahrmärkten etc. nicht mag, fand ich das Helifliegen ohne Türen absolut entspannend.
@Dani: Ich hoffe, ich habe Dir mit der Beschreibung ein bisschen Unruhe genommen. Es ist wirklich ein wundebar ruhiges Dahinfliegen, von rauf und runter keine Spur. Ich kann nur sagen: Mach es, es ist ein wunderbares Erlebnis!
@loeffel: Ich hatte eure Cessna-Bilder im Reisebericht gesehen. Die waren sehr schön. Und ich finde es ja auch absolut faszinierend, was ihr trotz der Einschränkung Deiner Frau alles umsetzt. 🙂 Wir hatten dieses Jahr mit dem Wetter wohl auch ein besonderes Glück. Letztes Jahr war es um die Zeit teilweise deutlich durchwachsener (ich glaube, Bele hat sich damals als Regenschamanin versucht? 😉 😉 ). Dieses Jahr war es wirklich durchgehend blau und eine unglaubliche Lichtstimmung. Und einen winzig kleinen Teil hat natürlich auch noch die Bearbeitung der raw-Dateien in Lightroom geleistet... 😗
@Gabi: Ich fürchte, ihr müsst Streichhölzer ziehen oder auf eine Cessna umsteigen. Es gibt nur vier Sitzplätze und einen braucht der Pilot. Gezahlt haben wir ungefähr 900€, schau mal auf die angehängt Preisliste.