Systemkamera Fuji vs. Canon DSLR

92 Antworten · 11,8k Aufrufe · gestartet 16. Mai 2016 von namibiafieber
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1'309 Beiträge · seit 200902. Juni 2016 · #61
Hallole,
Ich habe auch noch einen Nachsatz zum Bildstabilisator.
Bei Tierfotografie nutzt er nur bedingt. Wenn, wie in Piccos Beispiel, die Belichtungszeiten verlängert werden, um die Dunkelheit zu kompensieren, kommt die Bewegungsunschärfe des (lebenden) Objekts in Spiel und dann nutzt der Stabi nicht mehr viel. Da braucht es hohe ISO-Werte und gutes Rauschverhalten. Keiner verlässt sich in dieser Situation auf lange Belichtungszeiten.
Die Kunst der Tierfotografie besteht darin, die Belichtung/Blendenkombination so hinzubekommen, dass entweder die Tiere absolut knackescharf sind und sich sehr angenehm von einem dezenten Hintergrund abheben oder dass ganz bewusst mit der Bewegungsunschärfe gearbeitet wird und dann der Hintergrund scharf sein sollte, um die Dynamik der Bewegung zu unterstreichen.
Viele Grüße,
Nennte
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2016
6'369 Beiträge · seit 201102. Juni 2016 · #62
Hoi DuNette
Nenette schrieb:Ich habe auch noch einen Nachsatz zum Bildstabilisator.
Bei Tierfotografie nutzt er nur bedingt.
Genau! 😎
Dasselbe gilt für das höhere Gewicht der DSLR's, welches immer wieder als Schutz vor Verwacklungen herbeigezogen wird...war auch hier schon so... 😉 😄 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'309 Beiträge · seit 200902. Juni 2016 · #63
picco schrieb:Hoi DuNette
Nenette schrieb:Ich habe auch noch einen Nachsatz zum Bildstabilisator.
Bei Tierfotografie nutzt er nur bedingt.
Genau! 😎
Dasselbe gilt für das höhere Gewicht der DSLR's, welches immer wieder als Schutz vor Verwacklungen herbeigezogen wird...war auch hier schon so... 😉 😄 😎
Hallole Picco,
Wenn du dich neben ein Auto stellst und kräftig daran rüttelst, fängt das Auto an zu wackeln. Mach das mal bei einem LKW . Wackelt er? 😉
Liebe Grüße,
Nenette
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zuletzt bearbeitet 02. Juni 2016
663 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #64
Nenette schrieb:Wenn du dich neben ein Auto stellst und kräftig daran rüttelst, fängt das Auto an zu wackeln. Mach das mal bei einem LKW . Wackelt er? 😉
Der Vergleich hinkt aber. Wenn Du Gewichtheber bist und den LKW hoch stemmst wirst Du dabei vermutlich mehr wackeln als wenn Du das Auto hoch stemmst 😉 Und wenn Du einen leeren 10 Liter Eimer in der Hand hast und den Arm nach vorne streckst wirst Du weniger wackeln als wenn 10 Liter Wasser darin sind.

Ich finde solche Systemdiskussionen generell müßig und beteilige mich auch nur ungerne daran. Nach meiner Erfahrung gibt es beim Fotografieren viele Wege, die nach Rom führen. Außerdem hat jeder andere Ansprüche. In Diskussionen ist dann meistens jeder von "seinem" System überzeugt und versucht dafür zu werben, unabhängig davon was derjenige der gefragt hat an Anforderungen hat und unabhängig davon zu akzeptieren, dass es auch andere gute Systeme gibt. Ich persönlich bin von meinen Canon DSLR beispielsweise absolut überzeugt, weiß aber das Nikon genauso glücklich machen kann. Andere Systeme wie die Spiegellosen von Sony oder eben Micro Four Thirds sind "anders", können aber auch glücklich machen.

Wie gesagt, es hängt einfach auch von den eigenen Wünschen ab. Gerade für eine Reise sollte man dabei Gewicht und Volumen nicht außer Acht lassen, denn am Ende ist die Kamera die beste, die ich auch dabei habe.
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
391 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #65
"Bildstabilisator nutzt nur bedingt"?
Wer sagt denn sowas?

Der Bildstabilisator ist gerade bei Tierfotografie enorm wertvoll, auf Safari von Hobbyfotografen meiner Meinung nach das wichtigste "Zubehör", wichtiger als alle Stative der Welt (jetzt mal ohne die Sparte Tele-Festbrennweiten à 3kg zu erwähnen).
Stative sind in Fahrzeugen nicht praktikabel da kein Platz, sperrig und unflexibel. Höchstens ein Aufstützen kommt manchmal in Frage, aber überwiegend werden die Fotos Freihand gemacht.

Bei heutigen Anforderungen an Bildern ist die klassische Formel "1/Brennweite in KB"s-Belichtungszeit häufig unzureichend, v.A. wenn noch gecroppt wird. Für die Tierfotografie sind Brennweiten im Bereich 300 - 900mm üblich, was Belichtungszeiten von 1/300-1/900s oder eben eher 1/(1.5xBrennweite in KB), also 1/450s-1/1350s. Bei den eher lichtschwachen Telezooms und eventuellen Blenden-Anforderungen führen diese Belichtungszeiten zu astronomisch hohen ISOs, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten Fotos jeweils morgens/abends gemacht werden und nicht in der prallen Mittagssonne.

Die Bewegungsunschärfe ist für Tierfotografie zwar schon ein Thema, aber ehrlich: Die alleraller meisten Tierfotos sind ziemlich statisch oder vergleichbar mit den Bewegungen von gehenden Personen. Dafür reichen Belichtungszeiten um die 1/100s-1/250s. Für gewisse dynamische Szenen (die mit die besten Fotos erzeugen, aber halt eher selten sind) kann man schon auf 1/500s-1/1000s raufgehen, aber das wird eher die Ausnahme sein. Tut man das grundsätzlich, verschenkt man einfach die Bildqualität durch hohe ISO.

Daher ist ein Stabilisator enorm wertvoll, zusammen mit den weiteren Störfaktoren wie z.B. schaukelndes Auto, laufender Motor etc.
Es ist nicht ohne Grund so, dass heute kein Teleobjektiv, kein System mit grösserem Zoom mehr ohne Bildstabilisator angeboten wird.

Was ich dabei meine:
photo-20235-49182557.jpg


Das Bild im Anhang entstand bei 900mm(KB) bei 1/200s und ISO5000. Der Leopard hat sich bewegt und unser Fahrzeug war teilweise in Bewegung, Motor immer an. Dieses Foto hätte ich ohne Bildstabilisator so niemals auch nur annähernd hinbekommen.

Das ist nicht nur nachts wichtig, sondern schon viel früher:
photo-20230-8d264a97.jpg


640mm (KB), 1/125s, ISO5000 - dito, das Rhino war am Fressen und in Bewegung, der Vogel ebenfalls. Die Bewegungsunschärfe hat wie man sieht keine Rolle gespielt, evtl. wäre auch noch 1/50s möglich gewesen.
Ohne Bildstabilisator wäre ich damit bei ~1/800s gelandet und hätte die ISO auf 32000 geschraubt. Kann sich jeder selber denken was dabei rauskommt... (das ist keine D500 und das Bild gecroppt)

Und der LKW-Schubs-Vergleich hinkt natürlich völlig, denn das was du meinst ist die Trägheit und somit beschreibt dein Beispiel die Kraft die es braucht um ein Objekt zu bewegen. Diese ist logischerweise grösser je mehr Masse das Objekt hat. Bei der Bildstabilisierung geht es aber darum, etwas durch von aussen wirkende Kräfte in einem Ort zu behalten. Die notwendigen Kräfte sind bei schwereren Objektiven einfach grösser. Da geht es nur darum, wie gut das System (der Mensch) die Kräfte im System steuern und regeln kann - ist das Objektiv schwerer, hat eine kleine Kraftänderung einfach weniger Einfluss auf die Bewegung, sagt aber nichts darüber aus ob du das Objektiv ruhiger halten kannst.
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
6'369 Beiträge · seit 201103. Juni 2016 · #66
Hoi DuNette
Nenette schrieb:Wenn du dich neben ein Auto stellst und kräftig daran rüttelst, fängt das Auto an zu wackeln. Mach das mal bei einem LKW . Wackelt er? 😉
😄 Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich! 😄
Wobei der schon eher im Rollstuhl sitzt als nur hinkt... 😈

Ein 1'500kg-Auto und ein 40'000kg-LKW sind doch etwas weiter entfernt als eine 1,5kg-Spiegellose Kamera mit 400er-Objektiv von einer gut 2kg-Spiegelreflex-Kamera mit 500mm Objektiv... 😉
Um Deinen Vergleich etwas realistischer darzustellen: Ein gut 2000kg schweres Auto zu schütteln fällt mir nicht viel schwerer als es bei einem 1500kg-Auto zu tun... 😛

Und auch ein anderes immer wieder gebrachtes Argument pro DSLR ist in vielen Fällen nach kritischer Betrachtung fragwürdig, nämlich die grössere Fläche des Sensors!
Klar ist der Sensor z.B. der Canon EOS80D oder der EOS760D grösser als der von z.B. meiner OM-D E-M5II, aber etwa gleich gross wie der der von Antje eingebrachten Fujifilm X-T1. Pro Pixel ist die Fläche bei der genannten Canons aber sogar minim geringer als bei der OM-D, bei der Fuji ist die Fläche pro Pixel rund 60% grösser!
Effektiv sind nebst den Vollformatkameras die meisten Spiegelreflexkameras von der Pixelfläche her betrachtet etwa gleich wie die OM-D.
Also fällt auch etwa gleich viel Licht aufs Pixel... 😉
...von denen die OM-D aber zugegebenermassen weniger hat.

Am besten geht man mal in den Fotoladen und probiert die Dinger im direkten Vergleich aus! Wer ohne Vorurteile ausprobiert wird schlussendlich eine schwirige Entscheidung fällen müssen, denn technisch stehen die 'Systemkameras' den DSLR's nicht nach, wenn man nicht eine alte oder minderwertige Systemkamera mit neuen Top-DSLR's vergleicht.
Ich habs damals mit Skepsis gegenüber den Systemkameras vergleichen und meine Wahl dürfte bekannt sein... 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
391 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #67
picco schrieb:
Und auch ein anderes immer wieder gebrachtes Argument pro DSLR ist in vielen Fällen nach kritischer Betrachtung fragwürdig, nämlich die grössere Fläche des Sensors!
Das ist nicht fragwürdig, sondern ein Vergleich ebenfalls sehr hinkend...
Du kannst so nicht einfach "Licht pro Pixel" vergleichen, dieser Vergleich ist völlig falsch.

Grössere Sensorfläche = mehr Licht auf das Bild. Das ist Fakt und hat NICHTS mit Pixel zu tun. Null, rein gar nichts.
Es geht NUR um die Sensorgrösse.

Ein MFT-Sensor hat eine viermal kleinere Fläche als ein Vollformat-Sensor und kriegt viermal weniger Licht ab. Haben beide dasselbe Bild drauf (also man sieht gleichviel auf dem Foto), dann braucht der MFT-Sensor eine 4mal höhere Empfindlichkeit (etwa) um die gleiche Belichtung zu erhalten (bei gleicher Blende). Dadurch steigt natürlich das Rauschen.

Dabei ist es egal, ob du am Vollformat 20, 36 oder 50MP hast, es ist egal ob du an MFT 12 oder 18MP hast, das Bildergebnis ist das gleiche. Bei mehr Megapixel hast du das Bild einfach besser aufgelöst und siehst somit das Rauschen besser wenn du "reinzoomst". Wenn du aber von beiden Bildern ein Abzug auf A4 machst, dann wirst du dasselbe Resultat erhalten.
(bei mehr Megapixel hast du technisch einfach noch mehr Möglichkeiten, das Bild zu optimieren, da du potenziell mehr Bildinformationen hast).
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
1'309 Beiträge · seit 200903. Juni 2016 · #68
Namibia-Neuling schrieb:
Nenette schrieb:Wenn du dich neben ein Auto stellst und kräftig daran rüttelst, fängt das Auto an zu wackeln. Mach das mal bei einem LKW . Wackelt er? 😉
Der Vergleich hinkt aber. Wenn Du Gewichtheber bist und den LKW hoch stemmst wirst Du dabei vermutlich mehr wackeln als wenn Du das Auto hoch stemmst 😉 Und wenn Du einen leeren 10 Liter Eimer in der Hand hast und den Arm nach vorne streckst wirst Du weniger wackeln als wenn 10 Liter Wasser darin sind.
deshalb habe ich ja den 😉 dahinter gesetzt.
kOa_Master schrieb:"Bildstabilisator nutzt nur bedingt"?
Wer sagt denn sowas?
Ich ??? 😊
Ich wollte auf keinen Fall sagen, dass der Stabi nicht nutzt. An deinen Super-Beispielbildern sieht man, dass der Stabi in Verbindung mit ISO 5000 nutzt, weil du die notwendigen, kurzen Belichtungszeiten erreichen kannst. Bei meiner alten D70s bspw. würde mir in dieser Situation der neueste Nikon-Stabi im Objektiv nichts nutzen, weil die Kamera ab ISO 800 grottenmäßig rauscht.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
663 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #69
Am Ende habt Ihr beide Recht:
1) Ein größerer Sensor bekommt mehr Licht ab und hat damit Vorteile.
2) Größere Pixel sind weniger Rauschempfindlich.
3) Bei mehr MP kann ich tiefer reinzommen.

Der Ideale Sensor ist also möglichst groß, hat möglichst viele Megapixel und trotzdem ist jedes Pixel möglichst groß. Nun gibt es am Ende Limitierungen, vor allem durch die Größe von Body und Objektiv. Was der Hersteller dann aus dieser Limitierung macht ist am Ende immer ein Kompromiss. Leider fällt der zweite Punkt dabei in der Praxis meist hinten runter da man mit mehr MP besser Werbung machen kann als mit einem rauschunempfindlicheren Sensor.

Auch hängt es am Ende natürlich von der Aufnahmesituation ab. Mache ich eine Landschaftsaufnahme mit Stativ am Tag habe ich zum einen genug Licht und kann ich die Belichtungszeit in aller Regel so hoch setzen dass die "Zählstatistik" auch bei kleinen Pixeln wieder passt. Damit nehme ich den Vorteil der vielen MP dann gerne mit. Knipse ich jedoch in der Dämmerung ein sich bewegendes Tier würde ich persönlich lieber auf die MP verzichten. Im Prinzip bräuchte ich dafür dann merhere Bodys die ich auf die Reise mitnehme. Kurzum, was besser ist hängt am Ende von der Situation ab.

Was dagegen jedoch klar ist: Ein kleinerer Sensor wird unter gleichen Voraussetzungen immer Nachteile haben da der größere einfach entweder mehr MP unterbringen kann oder bei gleicher Anzahl an Pixeln diese größer sein werden. Im Idealfall hat er sogar mehr Pixel und diese sind größer. Es wird niemals einen größeren Sensor geben der weniger Pixel hat als ein kleinerer und diese sind auch noch kleiner. Das ein kleinerer Sensor mit größeren Pixeln in einigen Situationen dennoch Vorteile haben kann gegenüber einem größeren Sensor der zwar mehr MP hat, diese aber deutlich kleiner sind: Ja, möglich.

Lange Rede, kurzer Sinn: Welcher Sensor im Einzelfall besser ist hängt nicht zuletzt mit der jeweiligen Aufnahmesituation ab. Pauschalurteile sind kaum möglich.

PS: Was man auch nicht vergessen darf, je mehr MP auf kleinem Raum ein Sensor hat, desto wichtiger ist auch die Auflösung die das verwendete Objektiv bringen muss (gemessen in Linienpaaren pro Millimeter).
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
391 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #70
Nenette schrieb:
Ich wollte auf keinen Fall sagen, dass der Stabi nicht nutzt. An deinen Super-Beispielbildern sieht man, dass der Stabi in Verbindung mit ISO 5000 nutzt, weil du die notwendigen, kurzen Belichtungszeiten erreichen kannst. Bei meiner alten D70s bspw. würde mir in dieser Situation der neueste Nikon-Stabi im Objektiv nichts nutzen, weil die Kamera ab ISO 800 grottenmäßig rauscht.
Viele Grüße,
Nenette
Wieso? Das hat doch damit nichts zu tun. Wenn bei dir mehr als ISO800 nicht drinliegt, dann ist das halt deine Obergrenze und deine Kamera mit Modus A/(Av) wählt dann automatisch die Belichtungszeit. Die ist für dieselbe Situation immer gleichhoch, unabhängig davon ob du ein Stabi hast oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dann aber ein unverwackeltes Foto machst, ist mit Stabilisator immer grösser. Wenn die Belichtungszeit für die Bewegungsunschärfe nicht reicht, dann hat das nichts mit dem Stabi zu tun, sondern damit dass die Kamera in Verbindung mit deinen Vorgaben keine ausreichende Belichtungszeit hat (sei es wegen einer Automatik oder weil du es so ausgewählt hast).

@Namibia-Neuling:
Der Ideale Sensor ist also möglichst groß, hat möglichst viele Megapixel und trotzdem ist jedes Pixel möglichst groß
Nunja das ist zwar richtig, aber da "Pixelgrösse x Anzahl Pixel" automatisch die Sensorgrösse ergibt, kann man das ja nicht frei wählen 😉
Und nochmals: Es kommt für die Lichtmenge nur auf die Sensorgrösse an (ist ja logisch), diese begrenzt die grundsätzlichen physikalischen Möglichkeiten der Kamera. Wie das genau in MP/Pixelgrösse aufgeteilt ist, ist nicht mehr als "eine technische Spielerei" - der Spielraum ist da schon vorhanden und das Verhältnis wird an die Bedürfnisse angepasst, ist aber von der Grössenordnung her viel unbedeutender als die Sensorfläche.

Dein PS ist zwar auch noch wichtig, wird aber oft falsch interpretiert. Die alten Objektive werden nicht schlechter, man sieht halt nur gewisse Ungenauigkeiten besser, die früher nicht relevant waren (die "100%"-Ansicht geht ja immer tiefer ins Detail).
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2016
663 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #71
kOa_Master schrieb:Nunja das ist zwar richtig, aber da "Pixelgrösse x Anzahl Pixel" automatisch die Sensorgrösse ergibt, kann man das ja nicht frei wählen 😉
Ich sage ja, in der Theorie. In der Praxis gibt es die Begrenzung, schon mal alleine durch den Bildkreis den das Objektiv maximal liefern kann.
kOa_Master schrieb:Und nochmals: Es kommt für die Lichtmenge nur auf die Sensorgrösse an (ist ja logisch), diese begrenzt die grundsätzlichen physikalischen Möglichkeiten der Kamera. Wie das genau in MP/Pixelgrösse aufgeteilt ist, ist nicht mehr als "eine technische Spielerei" - der Spielraum ist da schon vorhanden und das Verhältnis wird an die Bedürfnisse angepasst, ist aber von der Grössenordnung her viel unbedeutender als die Sensorfläche.
Da sind wir uns einig. Der Nachteil in der Praxis ist dann leider, dass ein größerer Sensor auch größere Objektive und damit mehr Gewicht mit sich bringt.

Allerdings sollte man am Ende nie die Frage vergessen "was mache ich am Ende überhaupt mit den Bildern?". Viele Argumente in der Diskussion hier mögen stimmen, aber wenn ich die Bilder nach der Reise eh nur auf dem iPad anschaue und mir ein A4 oder gar nur A5 Fotobuch drucken lasse - sind wir ehrlich, dafür braucht niemand eine 10 Kilo Kameraausrüstung mit nach Namibia nehmen. Will ich mir am Ende einen 2 Meter breiten Abzug eins Löwenrudels ins Arbeitszimmer hängen, dann schon eher.
391 Beiträge · seit 201503. Juni 2016 · #72
Okay, soweit einverstanden. Also grundsätzlich ja...aber (und das ist bei mir mittlerweile oft der Fall):
- Ich verwende gerade auf Safari nur wenige Fotos ohne sie zu beschneiden. Mit verwenden meine ich: Abzug machen lassen, Fotobuch, in eine Galerie stellen o.Ä. Da hat man dann halt einfach noch viel mehr Reserven. Ob das für jeden persönlich notwendig ist, steht jedem frei selber zu entscheiden. Für ein 1200x800-Facebook-Foto reicht sehr wahrscheinlich auch eine Kompaktzoom-Reisekamera.

- Die (äquivalente) Blende und damit die Schärfentiefe ist durch die Wahl der Sensorgrösse direkt beeinflusst und trägt viel dazu bei, dass man ein Foto als gut oder schlecht empfindet. Diese Freistellungsmöglichkeiten sind grösser, je grösser das Sensor ist (sind aber gleichzeitig auch Ursache vieler Probleme!).
6'369 Beiträge · seit 201104. Juni 2016 · #73
Hoi zämä
kOa_Master schrieb:Du kannst so nicht einfach "Licht pro Pixel" vergleichen, dieser Vergleich ist völlig falsch.
Da hat Dir "Namibia-Neuling" ja schon in wesentlich fundierterer Art als ich es kann aufgezeigt das das sehr wohl relevant ist, da bei gleicher Sensortechnik mehr Licht pro Pixel ja weniger Rauschen und somit eine höhere ISO-Empfindlichkeit ermöglicht.
kOa_Master schrieb:Grössere Sensorfläche = mehr Licht auf das Bild. Das ist Fakt...
Definitiv!
kOa_Master schrieb:Es geht NUR um die Sensorgrösse.
...und die Lichtempfindlichkeit und die Technik, des Sensors, da gibts ja auch Unterschiede... 😈
Aber auch wenn ich hier mitzudiskutieren versuche ist mir schon klar dass Du wie auch "Namibia-Neuling" wesentlich mehr Ahnung davon haben als ich Laie. Und von Euch zweien hab ich doch so einige Inputs bekommen, danke dafür! 🙂
kOa_Master schrieb:Ein MFT-Sensor hat eine viermal kleinere Fläche als ein Vollformat-Sensor und kriegt viermal weniger Licht ab. Haben beide dasselbe Bild drauf (also man sieht gleichviel auf dem Foto), dann braucht der MFT-Sensor eine 4mal höhere Empfindlichkeit (etwa) um die gleiche Belichtung zu erhalten (bei gleicher Blende). Dadurch steigt natürlich das Rauschen.
Genau, deshalb ist eine hohe Empfindlichkeit ja so wichtig für MFT dass Oly diesen (zumindest für die Verhältnisse zur Zeit als er auf den Markt kam) sehr lichtempfindlichen Sensor rausgebracht hat.
Da aber MFT eher nicht mit Vollformat sondern mit den Kameras mit dem 'nur' 1,46 mal grösseren APS-C-Sensor konkuriert und die Anfangsfrage auch um APS-C-Kameras ging sieht die Geschichte doch nicht so schlecht aus für die MFT's. Zumal das Rauschen bis ISO4000 gemäss Testberichten nicht zu sehen ist (und ich es auch erst bei ISO6400 beginne zu erkennen) und es offenbar APS-C-Kameras gibt die schon bei ISO 800 Rausch-Probleme haben. Da ist die Kamera mit dem kleineren aber besseren Sensor wohl schon im Vorteil, odrr ist die Sache mit der aequivalenten Blende da wieder am dreinmischen? Das würd mich doch noch interessieren wie gross diese Nachteile des kleinen Sensors in der Realität sind.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
236 Beiträge · seit 200705. Juni 2016 · #74
Hi Antje,
Wie Du weißt, befinde ich mich gerade in dem gleichen Dilemma. 😄
Auch wenn meine Entscheidung schon in Richtung DSLR Kamera gefallen ist, weil es mir auf Geschwindigkeit auf Dauer ankommt und hier doch viele Systemkameras schwächeln.
Schau dir mal das Video von Stephan Wiesner an:
https://m.youtube.com/watch?v=dwVjFaLVA4g
Ich finde, er erklärt die ganzen Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen sehr gut und er ist eben ein professioneller Fotograf. Das heißt, der hat schon alle Kameras in den Händen gehalten und weiß, was sie können und was eben nicht.
Ich finde seinen YouTube Kanal echt super, weil er zu allen Themen etwas zu sagen hat. Er ist aber immer unaufdringlich und macht nie oder selten eine Kaufberatung, weil es die eben nicht geben kann.
Jeder muss für sich selber herausfinden, was für einen am besten ist.
Auch sehr gut ist die Reihe um die Unterschiede zwischen APS-C und Vollformat Kameras:
https://m.youtube.com/watch?v=941rlZRcgd4
Auch hier kommt er wieder zu dem Fazit:
Es kommt nicht so sehr auf den Body an, sondern auf die Objektive! Und hier hast du einfach bei den DSLR Kameras die grössere Auswahl, die bessere Qualität und die längere Systemerfahrung. Ein sehr gutes Objektiv wird niemals so einen sehr schnellen Wertverlust haben wie die Bodys.

Ich glaube, Du kannst mit keiner Kamera etwas falsch machen. Wenn dir das Gewicht wichtig ist, wirst Du nicht an einer Systemkamera vorbei kommen. Ob es da die teuren (für mich persönlich überteuerten) micro four thirds Kameras, a la Olympus sein müssen, stelle ich mal in Frage. Alle weitere Faktoren sprechen zurzeit noch für die DSLR.
Vielleicht hilft es dir ja. 😎
LG
Chris
Tiefsandtaucher: Unser privater Reise- und Abenteuerblog für Individualreisende und Selbstfahrer mit vielen Reiseberichten aus dem südlichen und östlichen Afrika Blog: https://www.tiefsandtaucher.de Facebook: https://www.facebook.com/tiefsandtaucher/
723 Beiträge · seit 201105. Juni 2016 · #75
Hallo Chris,
auch ich habe mich in Richtung DSLR entschieden. Hast du einen Favoriten?
Gruß Reinhard
663 Beiträge · seit 201505. Juni 2016 · #76
Canon oder Nikon, mit keiner von beiden kannst Du viel falsch machen. Von allem anderen würde ich alleine schon wegen der deutlich kleineren Objektivauswahl, gerade auch im Gebrauchtmarkt, die Finger lassen. Ob Canon oder Nikon ist am Ende m. E. relativ egal, die nehmen sich am Ende des Tages nicht viel. Solltest Du im Bekanntenkreis Hobbyfotografen haben haben die eines der Systeme haben evtl. auch mal anfragen was die Bereitschaft zur Objektivausleihe angeht, am Ende kann auch so ein Faktor die Auswahl entscheiden.

Nimm jeweils nicht die billigste Einsteigerkamera, alles andere hängt vom persönlich Budget ab. Bei Canon hat dann noch die 100D als besonders kompakte gerade für Reisen einen gewissen Charme (ich meine von Nikon gibt es inzwischen eine ähnliche, da kenne ich aber die Modellnummer nicht). Und Lass' beim Budget genug Geld für die Objektive über.
zuletzt bearbeitet 05. Juni 2016
236 Beiträge · seit 200706. Juni 2016 · #77
Hallo Reinhard,
grundsätzlich sollte kein Fotograf und auch hier keiner eine Empfehlung für ein bestimmtes System für jemand anderem abgeben, weil jeder die Schwerpunkte anders setzt (oder setzen muss).
Die Schwerpunkte sind für mich:
- Budget: Wie viel Geld kann/möchte ich ausgeben?
- Vorhandenes Kamerasystem: Kann ich evtl. vorhandene Obektive weiter nutzen?
- Handhabung: Wie liegt die Kamera in meiner Hand und nutzt die Kamera evtl. noch mein Partner mit?
- Nutzung: Was fotografiere ich in erster Linie? Landschaft und Portrait = Vollformat oder bewegte Motive, die häufig weiter weg sind = APS-C oder Systemkameras - das ist jetzt ganz bewusst einmal auf 2 Kategorien heruntergebrochen
- Gewicht: Nehme ich die Kamera häufig auf Wanderungen mit (Systemkamera) oder spielt das Gewicht keine Rolle (DSLR)
- Spaßfaktor: Welche Kamerasystem macht mehr Spaß beim Fotografieren? Z.B. schaue ich lieber durch einen optischen Sucher und sehe somit meine Motive real oder finde ich ein digitales Display viel besser?
- Know-how: Wie viel Wissen besitze ich über die Abhängigkeiten von Belichtungszeit, Blende und ISO Werten und setze ich dieses Wissen bewusst ein, um bestimmte Situationen fest zu halten? Wenn man eh meistens nur in der Programmautomatik fotografiert, muss man nicht unbedingt eine DSLR Vollformatkamera besitzen. Aber auch hier gilt: Wenn jemand Spaß an solchen Kameras und die entsprechende Kohle hat, spricht auch dagegen nichts. Leben und leben lassen. 😎

Du siehst, alles nicht so einfach. Ich für mich schwanke gerade zwischen der Canon D7 Mk ii und der Canon D80. Canon, weil ich bereits Canon Objektive besitze und APS-C, weil es mir eher auf den Telebereich ankommt. Ich kann (und will) es mir schlichtweg nicht leisten, eine gute Vollformat mit dem entsprechenden Tele(-zoom) zu kaufen. Da es mir zusätzlich auf Geschwindigkeit ankommt, sind diese beiden Kameras in meinen persönlichen Fokus geraten. Mal schauen, ob es diese auch werden.
Außerdem werde ich mir wahrscheinlich auch ein lichtstarkes Tele-Objektiv dazu leisten, weil ohne gutes Objektiv macht auch ein guter Body keinen Sinn.

Das war und soll auch keine Empfehlung sein. Ich will mit diesem Post auch nicht meine Kaufentscheidung rechtfertigen. Denn Du musst wissen, was für dich am besten ist. Wenn Du die Fragen oben beantworten kannst, gehe mit den Antworten in ein gutes Fotofachgeschäft. Dann wird die persönliche Auswahl nicht mehr soooo groß sein. 😉
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zuletzt bearbeitet 06. Juni 2016
391 Beiträge · seit 201506. Juni 2016 · #78
Stimme crisscross zu.

Die potenzielle Objektiv-Verfügbarkeit ist übrigens ein entscheidendes Thema, das beim Systementscheid beachtet werden darf/soll.
Persönlich habe ich bei Nikon angefangen, da andere Personen in der Familie bereits Kameras und Objektive dafür besitzen - das ist hilfreich zum kennenlernen. Mittlerweile wäre ich aber eigentlich ganz froh mit Canon, um gewisse Objektive wie das 100-400 oder 135/f2 zu haben, unter anderem da ich mehr auf Sport, Wildlife und Natur aus bin. Nikon hat dafür einige richtig starke Kameras und aktuell meiner Meinung nach ein kleines Sensor-Plus, sowie z.B. ein geniales Vollformat-Weitwinkelzoom.

So sind die Interessen und Bedürfnisse halt ganz anders 😉
zuletzt bearbeitet 06. Juni 2016
663 Beiträge · seit 201507. Juni 2016 · #79
Yeap, das ist das was man im allgemeinen regelmäßig hört, Nikon ein kleines Plus bei den Sensoren, Canon bei den Objektiven. Wobei beides in meinen Augen am Ende nur relevant wird, wenn man in die jeweils teuersten Kategorien bei beiden Herstellern einsteigen will.
132 Beiträge · seit 201110. Juli 2016 · #80
So, nun ist sie da.
🙂

Siehe hier:
http://www.photoscala.de/Artikel/Fujifilm-X-T2-vorgestellt

Ich denke, die wird für einige hier - die das nötige Kleingeld haben - sehr interessant sein.
Ich habe u. a. auch den Vorgänger und der ist - gerade mit der neuen Firmware, Kaizen sei Dank - genial.

Alles Gute.
Gr. D.