Systemkamera Fuji vs. Canon DSLR

92 Antworten · 11,8k Aufrufe · gestartet 16. Mai 2016 von namibiafieber
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723 Beiträge · seit 201117. Mai 2016 · #21
Hallo Antje,
schöner Thread den du da eröffnet hast und vielen Dank an alle Poster für ihre Beiträge.
Ich lese weiter mit großer Spannung mit und hoffe, dass mir meine Entscheidung am Ende leichter fällt.
Gruß Reinhard
663 Beiträge · seit 201517. Mai 2016 · #22
Guido. schrieb:Selbst manuelles Leica-Glas wird an Spiegellosen mit passendem Adapter zum Autofocus-Objektiv.
Wie wird ein manuelles Objektiv zum AF-Objektiv?!
6'369 Beiträge · seit 201117. Mai 2016 · #23
Hoi zämä

Betreffend der Qualität hab ich hier noch eine Bestenliste von chip.de gefunden: Klick mich!
Auf Platz 15 findet man die Canon EOS 80D mit Bildqualität 74,7%, auf Platz 18 die Olympus OM-D E-M5 II mit Bildqualität 80,6% und auf Platz 21 die von Antje angefragte Fujifilm X-T1 mit Bildqualität 89,1%...
Die im Tread ebenfalls angesprochene Vollformat-Kamera Canon EOS 6D erreicht bei den Testbedingungen von Chip.de eine Bildqualität von 83,0%.
Vieleicht hilft es Antje weiter...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Gast17. Mai 2016 · #24
Hallo,
Namibia-Neuling schrieb:Wie wird ein manuelles Objektiv zum AF-Objektiv?!
In dem man das Leica-Objektiv auf unendlich stellt und dann für den Autofocus mittels Antrieb im Adapter die Distanz zum Sensor variiert. Das Prinzip funktioniert mit allen manuellen Objektiven, aber bei billigen Objektiven macht ein teurer Adapter natürlich wenig Sinn. Das hat auch ein paar Nachteile, aber die Option zum normalen Fokussieren bleibt ja und manuelles Fokussieren ist an den spiegellosen Kameras dank Fokuslupe, Fokus-Peaking u.ä. Features fantastisch.
https://www.youtube.com/watch?v=zEwpHChOkC0

Beste Grüße

Guido
2'845 Beiträge · seit 201117. Mai 2016 · #25
Hallo Antje,

noch ein kurzer Gedanke von mir:
völlig unabhängig vom System ist mir (als Laie) ein optischer Sucher wichtig - also ich mag das Motiv nicht durch das Display bestimmen!
Ich war kürzlich auf einem Städtetrip und hatte mir an einem Tag nur die kleine Kompakte eingesteckt - ohne Sucher.
Im Sonnenschein war es nicht möglich, ein Motiv zu erkennen. So wurde also wirklich nur "geknipst".
Und mir ist ein aufladbarer Akku wichtig, nicht dass ich diesen im Gerät aufladen muss. Ich habe immer einen Ersatz-Akku dabei.

Viele Grüße
Strelitzie
7'296 Beiträge · seit 200617. Mai 2016 · #26
picco schrieb:
Betreffend der Qualität hab ich hier noch eine Bestenliste von chip.de gefunden: Klick mich!

... ich habe mir die Liste und die Rangfolgen nicht angeschaut, aber wenn ein PC-Magazin Kameras testet und bewertet, habe ich das gleiche komische Gefühl, als würde das Fotomagazin Fileserver und SAN-Systeme bewerten oder 4x4action über den neuen Lotus 3-Eleven schreiben.

Ich behaupte mal, dass 19 von 20 Amateurfotographen anhand der Bildergebnisse hinterher nicht sagen können, mit welcher Kamera ein Foto aufgenommen wurde, selbst wenn nur drei sehr unterschiedliche Kameras als Möglichkeit zur Verfügung standen.
Und mindestens genauso viele kennen gar nicht alle Möglichkeiten, die ihre Kamera bietet.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
271 Beiträge · seit 201017. Mai 2016 · #27
Hallo Antje,

ich muss auch einmal kurz mein Senf dazu abgeben...

Bei allen Kameratypen (mit oder ohne Spiegel) gibt es inzwischen jede Sensorgröße, sogar Vollformat. Wenn Du Kameras der unterschiedlichen Hersteller in einer bestimmten Preisklasse vergleichst, wirst Du ähnliche Ergebnisse (in der Ausstattung und Qualitätsmöglichkeit (die Linse ist das Entscheidene!) finden. Ich bin der Meinung du solltest dich mit der Kamera wohlfühlen und gut bedienen können (kleine Hände, eher System, große Hände eher DSLR). Ich wollte mir gerne die Sony A7ii kaufen, empfand sie aber nicht sehr handlich; da ich mit dem A-Mount arbeite, hatte ich auch keine Lust auf Adapterlösungen.

Ich würde also folgendes empfehlen: Setz dir ein Preislimit. Nimm unterschiedliche Kameratypen in die Hand und spiel damit rum. Ich würde auf die Akkuleistung achten und die Objektivauswahl (inkl. der Preise). Bei einer Systemkamera kommt der Staub/ Dreck direkt auf den Sensor... bei Reisen durch Namibia würde ich das eventuell berücksichtigen 😉.

Ich habe mich am Ende für eine Sony A99 (momentan gebraucht "günstig") mit einigen leistungsstarken Objekten entschieden.
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
Themenstarter842 Beiträge · seit 201018. Mai 2016 · #28
Hallo zusammen,

aus meiner Anfrage ist hier ja eine rege Diskussion entstanden ... 🙂

Danke für Eure zahlreichen Hinweise.

Darf ich kurz mal zusammenfassen ?
- Es gibt viele überzeugte DSLR-Verwender.
- Es gibt bisher nur einige wenige Nutzer von Systemkameras.

Ich fürchte, bei den Systemkameras herrscht noch ein bisschen Unwissenheit, die hier teilweise ja auch schon beseitigt wurde. DSLR'S sind allseits bekannt !

Letztlich hat denke ich weder die DSLR noch die Systemkamera einen Vorteil bzw. Nachteil, da sie sehr ähnlich sind.
- Die DSLR's haben einen Spiegel, die Systemkameras eben nicht. Dadurch sind letztere sehr leise - man kann also auch ungehindert in Museen, Konzerten etc. knipsen.
- Die Systemkameras (insb. die von mir favorisierte Fuji) haben zum Teil einen super Sensor, der dem einer Vollformatkamera gleich kommt.
- Das führt zum Beispiel bei der X-T1 dazu, dass diese wohl auch bei hohen ISO-Zahlen nur ein geringes Rauschverhalten zeigt und auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch super Bilder gemacht werden können.
- Die Fuji hat auch einen Sucher, durch den man schauen kann ! Das ist also genauso wie bei der DSLR. Allerdings ist es eben kein optischer Sucher. Für mich als Brillenträger mit schlechten Augen ist der elektronische Sucher ein Traum - es wird alles schnell und in Echtzeit dargestellt. Kein Unterschied zur DSLR.
- Außerdem kann ich auf dem Bildschirm oder im Sucher gleich sehen, wie sich mein Bild ändert, wenn ich Einstellungen ändere; bei der DSLR muss ich erst knipsen und sehe dann, ob meine Einstellungen ok waren oder ob ich noch weiter schrauben muss ...
- Bei beiden Kameras gibt es Objektive, die man wechseln kann; das Angebot ist bisher bei den DSLR's noch etwas größer.
Bedingt durch den Objektivwechsel habe ich also bei beiden Kameras das Risiko, beim Objektivwechsel Staub auf den Sensor zu bekommen. (Das hatte ich bei meiner NAM-Reise 2011 bei meiner alten DSLR und weiß daher, wovon ich spreche). Hier helfen ggf. nur 2 Bodies ...
- Ersatzakkus, die man außerhalb der Kamera laden kann, gibt's bei beiden Kameras.
- Preislich geben sich die von mir favorisierten Kameras auch nix; die Fuji ist fast noch ein bisschen teurer ...
- Gewicht der Systemkameras mit Objektiven ist i.d.R. etwas leichter als bei DSLR; die Bauweise ist i.d.R. etwas kompakter.

Vielleicht gibt es doch noch jemanden, der außer Picco und Kloppo mit einer Systemkamera in Afrika und vor allem bei Safaris oder ggf. Sportaufnahmen fotografiert und mir seine Erfahrungen mitteilen kann ? Ich würde mich freuen !

Besten Dank allerseits,
Antje 😎
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
6'369 Beiträge · seit 201118. Mai 2016 · #29
Hoi Antje

Dass die Systemkameras nicht so verbreitet und bekannt sind liegt natürlich auch daran dass erst seit wenigen Jahren, ich meine mit dem Erscheinen der Olympus OM-D E-M5, eine den Spiegelreflexkameras gleichwertige Qualität geboten wird. Die Kamera kam in Europa im März 2012 auf den Markt.
namibiafieber schrieb:Vielleicht gibt es doch noch jemanden, der außer Picco und Kloppo mit einer Systemkamera in Afrika und vor allem bei Safaris oder ggf. Sportaufnahmen fotografiert und mir seine Erfahrungen mitteilen kann ? Ich würde mich freuen !
Frag mal die Nane42 und den Gu-ko, die beide wie ich mit dem Mft-System fotografieren...und da ist noch Sönke, dessen Nikname ich aber nicht kenn, der hat sich soeben nebst seinen Vollformatkameras die neue 20Megapixel-MFT-Systemkamera von Olympus zugelegt. Vieleicht liest er ja mit und meldet sich.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
7'296 Beiträge · seit 200618. Mai 2016 · #30
namibiafieber schrieb:
- Die Fuji hat auch einen Sucher, durch den man schauen kann ! Das ist also genauso wie bei der DSLR. Allerdings ist es eben kein optischer Sucher. Für mich als Brillenträger mit schlechten Augen ist der elektronische Sucher ein Traum - es wird alles schnell und in Echtzeit dargestellt. Kein Unterschied zur DSLR.

... das finde ich jetzt interessant, dass Du einen elektronischen Sucher gut (besser?) im Vergleich zu einem optischen ansiehst.
Mir geht es gerade andersrum. Ich habe selbst eine (zwei) Kamera(s) mit elektronischem Sucher. An einen optischen Sucher reichen die aber nicht ran, gerade weil meine Augen im Laufe der Jahre auch nicht besser geworden sind.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
463 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #31
Reinhard1951 schrieb:Hallo Carmen,
welche Objektive verwendest du für deine Canon's?
Reinhard
Hallo Reinhard,

Wir haben das Canon 18-135 und das 70-300. Für Tieraufnahmen ist das 70-300 vielfach zu kurz, so haben wir jetzt auch das Objektive Sigma 150-600.

L.G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
1'412 Beiträge · seit 201318. Mai 2016 · #32
Hallo Antje,

ich oute mich auch als Nutzer einer spiegellosen Systemkamera in Namibia.
Ich war allerdings zweigleisig unterwegs:
Eine spiegellose Systemkamera (Sony A6000 mit 16-70mm Objektiv), und eine DSLR (Canon EOS 50D mit 100-400mm Objektiv).
Erstere vor allem für Landschaft, Leute, usw, aber auch für nahe Tiere. Die Canon dann eben für Tiere.
Neben dem dadurch nicht notwendigen Objektivwechsel hat für mich die Nutzung zweier Kameras den Vorteil, daß ich sowohl den Normalbereich wie auch den Telebereich immer sofort einsatzfähig habe, ohne einen Objektivwechsel vornehmen zu müssen.
Problem bei den Spiegellosen ist oft einfach noch das fehlende bzw. eingeschränkte Angebot an entsprechenden Teleobjektiven, deshalb nutze ich im Telebereich nach wie vor mein schon lange vorhandenes Canon-Equipment.

Bildbeispiele findest du in meinem aktuellen Reisebericht. Die meisten der Landschaftsaufnahmen sind mit der Sony entstanden.

Zwei kurze Anmerkungen noch zu deiner Zusammenfassung:
Nicht alle Fuji-Kameras haben einen Sucher, die X-T1 hat einen.
Das Auslösegeräusch wird nicht nur durch den Spiegelmechanismus verursacht. Auch die meist verbauten mechanischen Verschlüsse verursachen Geräusche. Bei ganz neuen Modellen werden mittlerweile auch elektronische Verschlüsse verwendet, die dann geräuschlos sind. Manche Kameras haben aber auch künstlich erzeugte Auslösegeräusche, damit es auch schön "klackt" beim Auslösen. Das ist nicht immer abschaltbar ...
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
663 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #33
Strelitzie schrieb:völlig unabhängig vom System ist mir (als Laie) ein optischer Sucher wichtig - also ich mag das Motiv nicht durch das Display bestimmen!
Volle Zustimmung. Und ich habe schon einige digitale Sucher ausprobiert, aber überzeugt hat mich bislang keiner. Erinnert alles an Video schauen auf dem Handy als die ersten Farbdisplays rauskamen.
663 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #34
Guido. schrieb:In dem man das Leica-Objektiv auf unendlich stellt und dann für den Autofocus mittels Antrieb im Adapter die Distanz zum Sensor variiert. Das Prinzip funktioniert mit allen manuellen Objektiven, aber bei billigen Objektiven macht ein teurer Adapter natürlich wenig Sinn.
Danke für die Info, das kannte ich so noch nicht. Sicher nicht optimal, aber interessant dass sowas geht.
663 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #35
namibiafieber schrieb:- Gewicht der Systemkameras mit Objektiven ist i.d.R. etwas leichter als bei DSLR; die Bauweise ist i.d.R. etwas kompakter.
Gilt das auch wenn die Sensoren gleich groß sind und die Objektive die gleiche Lichtstärke haben?
1'412 Beiträge · seit 201318. Mai 2016 · #36
SASOWEWI schrieb:Hallo Antje,

...
Ich habe auch ein 100-400 im Einsatz, ich mache meine Bilder fast nur freihand weil ich (noch) kein Scheibenstativ habe, hört sich blöd an aber ich habe an der Kamera einen zusätzlichen Griff mit zwei Akkus und finde das trotz des zusätzlichen Gewichts angenehmer weil so das Objektiv und die Kamera fast gleich schwer sind und die Kombination damit gut in der Hand liegt.

lg sasowewi
Etwas abseits der Diskussion, sorry, aber weil ich's gerade hier gelesen habe:

Ich verwende anstelle eines Scheibenstativs ein Stück Heizungsrohr-Isolation. Längs aufgeschnitten kann man es in die halb heruntergelassene Seitenscheibe einklemmen und hat eine wunderbare Auflage für mein 100-400 L Tele.
Schont Objektiv und Scheibe, ist flexibel, rutschhemmend und hemmt Vibrationen aus dem Auto.

h22a5d48-2.jpg
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
663 Beiträge · seit 201518. Mai 2016 · #37
loeffel schrieb:Bei ganz neuen Modellen werden mittlerweile auch elektronische Verschlüsse verwendet, die dann geräuschlos sind.
Der Sensor einer spiegellosen Kamera ist immer aktiv, daher auch kein Verschluß. Ansonsten hast Du ja kein Bild auf dem Display bzw. elektronischem Sucher. Damit hast Du aber systembedingt auch ein versärktes Rauschen da dieses zunimmt wenn der Sensor sich erwärmt, was er im Dauerbetrieb zwangsläufig tut.
1'412 Beiträge · seit 201318. Mai 2016 · #39
Namibia-Neuling schrieb:
loeffel schrieb:Bei ganz neuen Modellen werden mittlerweile auch elektronische Verschlüsse verwendet, die dann geräuschlos sind.
Der Sensor einer spiegellosen Kamera ist immer aktiv, daher auch kein Verschluß. Ansonsten hast Du ja kein Bild auf dem Display bzw. elektronischem Sucher. Damit hast Du aber systembedingt auch ein versärktes Rauschen da dieses zunimmt wenn der Sensor sich
erwärmt, was er im Dauerbetrieb zwangsläufig tut.
Meine Sony hat einen mechanischen Verschluß, der während des Aufnahmevorgangs aktiviert wird. Ansonsten ist er ständig offen, das ist richtig.

Auszug aus den technischen Daten:
"Elektronisch gesteuerter, vertikal ablaufender Schlitzverschluss"
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 18. Mai 2016
269 Beiträge · seit 201618. Mai 2016 · #40
Hallo Antje,
ich bin ebenfalls Hobbyfotograf und bin als Naturliebhaber mit meiner DSLR daher vorwiegend in freier Natur unterwegs, sie es in der Wüste oder bei Regen im Hochgebirge. Daher habe ich mich vor gut 3 Jahren für die Pentax K30 entschieden, die gut gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet ist. Problem ist natürlich immer der Objektivwechsel. Wenn bei aller Vorsicht, man kann z.B. in der Wüste auch einen Objektivwechsel in einer durchsichtigen Plastiktüte durchführen, trotzdem Staub in das Gehäuse kommt, gibt es auch die Möglichkeit die Kamera zur Reinigung zu bringen. Das habe ich nach meinem Kanadaurlaub 2013 das letzte Mal gemacht und da ging es überwiegend um Regentropfenflecke auf dem Spiegel. Die tauchen zwar auf dem Bild nicht auf, störten mich aber beim Blick durch den Sucher. Es gibt da spezielle Firmen, in Köln kenne ich eine, die bauen die Kamera ganz auseinander, reinigen jedes Einzelteil, bauen alles wieder zusammen und justieren die Kamera wieder neu zusammen mit dem an der Kamera befindlichen Objektiv. Das hat mich damals 110,-€ gekostet. Eine normale Sensorreinigung in einem guten Fotofachgeschäft kostet etwas 40,-€. Dafür kaufe ich mir nicht mehrere Bodies und schleppe diese mit mir herum. Der Spiegel schützt auch den Sensor. Das sollte man auch bedenken.
Über die Vergrößerungsfähigkeit von Aufnahmen sagen die 16 MP nur begrenzt etwas aus. Das hängt von der Sensorgröße ab, wie groß deine Abzüge werden sollen, ob du die Fotos in RAW oder ausschließlich in JPG speicherst und auch wie du die Bilder weiter verarbeitest.
Für die Wahl der richtigen Kamera solltest du in ein gutes Fachgeschäft gehen, verschiedene Kameras in die Hand nehmen und testen wie eingängig und intuitive die Handhabung ist. Das ist individuell unterschiedlich. Für die Qualität deiner Bilder ist neben der Zeit für die Aufnahme auch wichtig wie viel Zeit du für die Bearbeitung danach investieren möchtest.
Zum Objektivwechsel vielleicht noch ein letzter Satz: Ich habe ein lichtstarkes Zoom mit einer Brennweite von 17mm - 50 mm, das bedeutet umgerechnet für Kleinbild 25mm - 75mm. Mit diesem Objektiv mache ich wenigstens 90% aller Aufnahmen. Für Tiersichtungen bei meinem kommenden Urlaub in SA und NAM habe ich ein Telezoom 70mm - 300mm, umgerechnet für KB 105mm - 450mm. Für Vögel ist das sicherlich etwas wenig. Daher überlege ich noch den Kauf eines Telekonverters. Ich habe allerdings Angst das dann die Bildqualität nachlässt. Daher bin ich da noch unschlüssig. Vielleicht kann mich da ja von euch jemand beruhigen.

Gruß
Lothar
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