KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201607. Apr. 2016 · #1Hallo liebe Afrikakenner!
Ich bin neu hier im Forum, konnte mir zwar schon einige nützliche Tipps und Infos holen, doch bei folgender Frage benötige ich noch Hilfe.
Wir kommen Ende August mit einem Hilux 4x4 über den Caprivi Strip nach Kasane und möchten in weiterer Folge nach Maun weiterfahren. Nachdem ich gelesen habe, dass die Camps im Chobe immer schon beinahe ein Jahr vorher ausgebucht sind und oftmals tiefer Sand und kaum befahrbare Wege Probleme machen und man dazu womöglich noch GPS benötigt, habe ich die Route durch den Chobe in den Moremi NP und weiter nach Maun eigentlich schon ausgeschlossen und gedacht, es wäre die einzige Möglichkeit, über Nata nach Maun zu kommen. Immer wieder lese ich jedoch bei vielen Reiseanbietern, dass die Ihre Gäste genau diese Route ganz standardmäßig schicken... Bevor ich bei meiner Planung also einen Fehler mache, den ich bereue, wollte ich euch um Hilfe bitten: Macht es Sinn, noch weiter darüber nachzudenken durch den Chobe und Moremi zu fahren oder soll ich einfach die Straße über Nata nehmen? Zeitfenster wären max. 3 Tage für die Strecke.
Wie lange würde man von Kasane über den Chobe und Moremi nach Maun brauchen? Ist es überhaupt ohne GPS machbar?
Ich freue mich auf eure Beiträge!
Katrin
Montango1'667 Beiträge · seit 201107. Apr. 2016 · #2Hallo Katrin,
die Strecke geht auch ohne GPS. Allerdings sind 3 Tage ziemlich wenig. Du kannst am ersten Tag bis Savuti fahren und von dort dann noch eine Nacht Moremi und dann nach Maun. Ist aber überwiegend nur Fahrerei. Ob Du für August überhaupt noch einen Platz in Savuti bekommst, glaube ich nicht.
Wo willst Du denn von Maun aus hin ?
Dann kann man Dir eventuell mehr raten. Hast Du Kasane und Maun schon gebucht, dass Du so feste Zeitpläne hast ?
LG
Montango
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201609. Apr. 2016 · #3Hallo nochmal,
soviel Zeit haben wir bei unserer Tour noch übrig (wir ziehen vorher noch eine Schleife in Namibia) und könnten im Rahmen dieses Zeitfensters umplanen. Derzeit ist der Plan wie folgt -
über Caprivi Strip nach Botswana und dann
Kasane/Chobe
Kasane/Chobe
Tagesausflug zu Vic Falls
Kasane - Nata
Nata - Nxai Pan
Nxai Pan - Maun
Maun (Tagestour Mokoro)
Maun Ghanzi
Ghanzi Windhoek
Windhoek
Rückflug
Ich würde aber zugunsten der Fahrt Chobe - Moremi auch die Ecke Nata und die Salzpfannen streichen. Wir reisen mit unserer 9-jährigen (allerdings massiv reiseerprobten Tochter, die lange Outback-Touren bestens kennt). Was ich nicht möchte, ist dass wir ein größeres Risiko eingehen, z.B. überfallen zu werden (wie ich das leider vom Ihaha Camp schon öfters gelesen habe).
Bin schon gespannt auf Ideen und Tipps!
Katrin
AOaos1'166 Beiträge · seit 200809. Apr. 2016 · #4Hallo Katrin,
mir wäre das zu viel Zeit in Maun und Ghanzi. Wenn ihr in Nata seit, seht ihr aber nichts von der Pfanne. Und im Nxai pan NP nur bei den Baines Baobabs.
Ich würde es eher so machen:
1.Kasane/Chobe
2.Kasane/Chobe
3.Tagesausflug zu Vic Falls
4.Savuti
5.Savuti
6.North Gate/Moglotho/Tshaa
7.Xaxanka/Third Beidge
8.Xaxanka/Third Bridge
9.South Gate
10.Ghanzi
12.Rückflug
Wenn ihr nach dem Hinflug schon einen Tag in Windhoek verbracht habt, würde ich vor dem Rückflug dort keinen Tag mehr verbringen (geht ntürlich nur beim Rückflug am Abend).
Einen Mokoro Trip könnt ihr auch vom Mboma Island machen.
Es geht auch gut ohne GPS. Kartenmaterial braucht man schon (z.b. Shell-Karten). Die Nationapark-Karten aus dem Reiseführer reichen nicht aus (letztes Jahr im Moremi haben tatsächlich Leute damit versucht zu navigieren). Falls ihr ein Smartphone besitzt, kann ich den Navigator als App empfehlen. Da sind so gut wie alle Wege eingezeichnet.
Wichtig ist vor allem, dass ich euch über die Befahrbeikeit von Straßen/Pisten im Moremi Erkundungen einholt und die Lage verfolgt bis ihr los fliegt. Und auch im Vorfeld Gedanken über alternative Wege macht, falls gewisse Straßen/Wege unpassbar sein sollten (z.B. Xakanxa über Sout Gate und nicht über North Gate anzusteuern).
Grüße
Axel
Reinhard728 Beiträge · seit 200609. Apr. 2016 · #5Hallo Katrin,
der Bereich zwischen Kasane und Maun ist vielleicht die Haupt-Destination für Reisende in Botswana, das Highlight und damit das eigentliche Hauptziel. Für euch ist es nur eine lästige Sandkiste auf dem Weg nach Windhoek und ihr wollt da schnellstmöglich durch. Das ist etwas ungewöhnlich und wird den vielen tollen Möglichkeiten dieser Gegend nicht gerecht.
Da es nur einen Weg gibt (mit möglichen Abstechern z.B. nach Linyanti oder Xakanaxa) würde ich zunächst mal nachfragen, ob ihr im August noch in z.B. Savuti und am Kwai North Gate unterkommen könnt. Wenn das nichts wird - was zu befürchten ist, denn da haben die deutschen Lehrerinnen und Lehrer (Sommerferien!) vermutlich schon alles ausgebucht - dann bleibt nur die Strecke über Nata.
Gruß
Reinhard
PS. Für die Strecke ab Kachikau bis Shorowe würde ich mir in jedem Fall ein Garmin-Navi leihen mit der Tracks4Africa-Karte drauf.
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201609. Apr. 2016 · #6Vielen Dank, das ist schon mal sehr hilfreich. Nicht falsch verstehen, wir empfinden auch, dass die Fahrt durch Chobe und Moremi wohl das Highlight ist - drum würden wir ja gerne durchfahren. Ich hatte im Vorfeld zu viele Berichte gelesen, die mich zweifeln ließen, ob wir das packen. Angefangen vom GPS, über die Befahrbarkeit der Strecke (oft hab ich gelesen, wie tiefsandig die Passagen sind) bis über die tatsache, dass man wohl ein Jahr vorher buchen muss. Tja, aber irgendwie hat mich die Idee, diese Route zu fahren doch nicht losgelassen und ich hab mich hier mal beraten lassen.
Angenommen, wir würden in den Camps noch Unterkunft bekommen. Könnten wir dann einen Kasane-Tag streichen? Die beiden Kasane-Tage waren für die Besichtigung des Chobe gedacht - den würden wir dann ohnehin ausführlich sehen.
Von wievielen Stunden Fahrzeit pro Tag würden wir denn bei euren Vorschlägen reden? Kann man das in etwa sagen?
Einen Flug übers Delta wollte ich auch noch machen, das sollte sich aber am Reisetag nach Ghanzi ausgehen, wenn man den gleich in der Früh macht.
LG
Katrin
marimari2'240 Beiträge · seit 201109. Apr. 2016 · #7katjan schrieb:
Angenommen, wir würden in den Camps noch Unterkunft bekommen. Könnten wir dann einen Kasane-Tag streichen? Die beiden Kasane-Tage waren für die Besichtigung des Chobe gedacht - den würden wir dann ohnehin ausführlich sehen.
Von wievielen Stunden Fahrzeit pro Tag würden wir denn bei euren Vorschlägen reden? Kann man das in etwa sagen?
LG
Katrin
..kommt ganz darauf an, was ihr noch bekommt. Bevor ich irgendwelche Pläne schmieden würde, wäre mir wichtig zu wissen, was wann noch auf der Strecke zu buchen wäre...die Chance ist klein, dass sich das noch aufgeht...lies mal durch ein paar Beiträge im Botswana - Teil dieses Forums.
August ist Hochsaison...Reisende buchen sehr früh vor...
Also, schnellst möglichst alle Camps anschreiben und schauen, was noch zu machen ist...
Gruss M.
Reinhard728 Beiträge · seit 200609. Apr. 2016 · #8Es gibt in der Tat viele tiefsandige Passagen. Die sind aber zu schaffen mit etwas Umsicht und Gefühl beim Fahren. Man kann das ohne stecken zu bleiben (und zu buddeln) schaffen. Im Sand immer 4H fahren und meist im zweiten Gang.
Die Fahrtzeiten kannst du auf der T4A-Karte ablesen. Das sind die Mittelwerte vieler echter Fahrten, per GPS ermittelt.
In Kasane kann und sollte man einkaufen und tanken, denn westlich davon gibt es bis Maun nichts mehr. Dann aber würde ich morgens früh durch den Ihaha-Teil des Chobe durchfahren, gern auch mal unten am Wasser entlang. Eine Übernachtung in Ihaha würde ich mir angesichts der Sicherheitslage nicht mehr antun. Also weiter an der Ngoma-Bridge vorbei, über die Asphaltstraße nach Kachikau und danach beginnt der Sand und manche Unsicherheit: auf welcher Piste sind wir denn nun? Dagegen hilft die T4A-Karte auf einem Navi, und da kommt nur ein Garmin in Frage, denn auf anderen Systemen läuft T4A nicht. Kann man günstig leihen. Dann weiß man wo man ist. Ziel sollte Savuti sein, Linyanti käme auch in Frage. Von dort am Nächten Morgen weiter zum Khwai-Fluss, der gleichzeitig die Grenze zum Moremi Game Reserve bildet.
Von dort kann man, wenn man muss, in einem Tag nach Maun. Wenn man eine weitere Nacht hat, kann man die im zuvor gebuchten Camp in Xakanaxa oder 3rd Bridge zubringen und damit etwas vom Moremi sehen. Wenn es irgendwie geht, sollte man das nicht auslassen.
Einen Flug über das Delta vom Maun International Airport (!) sollte man früh morgens machen, dann ist die Thermik noch nicht so entwickelt. Ich reagier da etwas empfindlich auf unvermutetes plötzliches Fahrstuhlfahren im kleinen Flugzeug.
Wenn man nur noch den Nachmittag ab Maun hat, würde ich nach Ghanzi fahren (z.B. Thakadu Bush Camp) und dort übernachten. Am nächsten Morgen sollte es dann früh nach Windhoek gehen.
Gruß
Reinhard
AOaos1'166 Beiträge · seit 200809. Apr. 2016 · #9Die Flüge übers Delta dauer 0:45 - 60 minuten und können spontan am Flughafen Maun gebucht werden, sodass man ca. 2 Stunden Zeitbedarf einrechnen muss. South Gate, Flug über Delta und Weiterfahrt nach Ghanzi ist ohne weiteres möglich.
Wie schon geschrieben, ein GPS sollte das geringste Problem sein - zumal es kostenlose Apps wie Navigator gibt. Oder habt ihr kein Smartphone? Ich war 2012 und 2015 ohne Navi in dem Gebiet unterwegs (nur mit Shell-Karten) und die Orientierung haben wir nur einmal bei Jessi's Pool (Xakanaxa) verloren.
Und der Sand ist ein noch geringes Problem, da iher ein 4x4 mit Untersetzung habt. Richtig sandig sind nur ein paar Abschnitte auf die Fahrt nach Savuti. Im Moremi habe ich letztes Jahr die Untersetzung nur bei den Brücken und zwei Fitzen dazugeschlatet.
Gedanken sollte man sich eher um Wasserdruchfahrten beim Khwai Village, um Xakanaxa und um 3rd Bridge machen, da es dieses Jahr reichlich Regen in Angola gab.
In den Parks kann man von einer Øgeschwindkeit von 20 kmh ausgehen. Bei der den Anfahrten nach Savuti ca. 30-40 kmh und auf Gravelroad (Shorobe-South Gate bzw. Shorobe-Mababe-Khwai) 40-60 kmh. Von den mir genannten Campsites ist man immer ca. 3-4 Stunden unterwegs.
Das Nadelöhr wird Savuti sein. Im Bereich Khwai gibts genung Campsites (bis auf Dijara habe ich schon drei gennannt). South Gate sollte eigentlich immer noch was geben. Wenn es in Xakanaxa oder 3rd Bridge nichts mehr geben sollte, würde ich sogar drei Nächte South Gate nehmen. Von dort aus kann man in die Black Pools und Xini Lagune aufbrechen. Auch ein Tagesausflug nacht 3rd Bridge ist denkbar und evtl. auch eine Art Rundkurs über die Xhoro Road.
In Kasane solltet ihr einen Bootsfahrt mitmachen und an der Waterfront lang fahren. Von Ihaha würde ich auch Abstand nehmen. Mit einer Übernachtung ist das nicht zu machen. Ein abendliche Bootsfahrt schafft ihr evlt. noch am Ankunftstag.
Falls es in Savuti nichts geben sollte, wäre es noch eine Alternative, entlang der Riverfront bis zum Ngoma Gate zu fahren und dann bei Kachikau (z.b. muchenje) zu übernachten. Den nächsten Tag kann man dann bis zum Khwai (Moglotho, Tshaa oder Djiara) durch fahren. Das sind ca. 6 Stunden reine Fahrtzeit. Man hat aber noch ein wenig Zeit für Savuti (Harvey's Pan (falls noch Wasser vorhanden), Bushman Paintings und auch ein bisschen Marsch.
Grüße
Axel
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201609. Apr. 2016 · #10Vielen lieben Dank für eure ausführlichen Antworten. Das is wirklich ein Hit!
Habe die Camps mittlerweile angeschrieben. Es wird spannend!
LG
Katrin
marimari2'240 Beiträge · seit 201109. Apr. 2016 · #11Hallo,
würde die 20 Euro investieren und direkt zu BotswanaFootprints oder www.ndmtravelagency.com
Tara oder alle anderen können für Dich notfalls auch Muchenje und Tshaa/Dijara buchen.
Dann hast Du nicht die ewige Emailerei... 😉, Warterei und kannst bei Tara ( BotswanaFootprits) via CC bezahlen
Gruss Mari
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201610. Apr. 2016 · #12Danke, ich war schon auf der Suche nach solch einer Agentur! Spitze!
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201611. Apr. 2016 · #13Hallo!
Ich bin voll glücklich. Savuti - das gefürchtete Nadelöhr - hat noch eine Nacht für uns frei. Jetzt hoffe ich, mit Hilfe der genannten Agentur noch zu weiteren Camps im Moremi zu kommen. Wir haben unsere Route dank eurer Hinweise geändert und die Durchfahrt von Kasane zum South Gate auf 5 Tage erhöht (jetzt hoffen wir noch, dass es mit den südlicheren Camps was wird).
Falls ich dann noch konkretere Fragen zur Ausstattung / Proviant etc. für die Tour habe, darf ich mich hoffentlich wieder an euch wenden? Schneller als hier kommt man mit seinen offenen Fragen nicht ans Ziel. 😁
Danke nochmal
Katrin
KAkatjanThemenstarter32 Beiträge · seit 201611. Apr. 2016 · #14Eine wichtige Frage tut sich noch auf, bevor wir das Abenteuer in Angriff nehmen. Muss das Fahrzeug für die Route durch Chobe und Moremi einen Schnorchel haben?
LG
Katrin
marimari2'240 Beiträge · seit 201111. Apr. 2016 · #15katjan schrieb:Hallo!
Ich bin voll glücklich. Savuti - das gefürchtete Nadelöhr - hat noch eine Nacht für uns frei.
cool! 🙂
...wir fahren im September...wenn das Wasser hoch steht, wäre wohl ein Schnorchel besser...wir haben keinen und freuen uns auf eine eventuelle Schlammschlacht 😄
Cheers, M.
BUbulliafrica4 Beiträge · seit 201418. Juni 2017 · #16Hallo Katrin,
bin gerade beim Stöbern auf Euch gekommen. Wir suchen immer jemanden mit gleichaltrigem Kind, da unser Sohn auch immer mit "muss" und manchmal fänden wir es schön, wenn er auch jemanden zum Spielen hätte. Wir wollen nächstes Jahr also 2018 so einen ähnlichen Trip machen. Wo verschlägt es Euch hin 2018?
Liebe Grüße Bulli