Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015

Reisebericht 91 Antworten · 20,7k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2016 von freddykr
441 Beiträge · seit 201210. Jan. 2016 · #21
🙂 🙂 🙂

...wunderschöne Fotos !!! Glückwunsch!

Bin gespannt auf die Fortsetzung .

Liebe Grüße aus Hamburg

Petra
https://www.smilies.4-user.de
2'261 Beiträge · seit 201111. Jan. 2016 · #23
Hallo Danilo,

Das hier ist so was von NICHT langweilig............ 😛

Danke für das Teilen und Zeigen. Deine Fotos sind ganz ganz toll. 🙂 🙂

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
248 Beiträge · seit 201511. Jan. 2016 · #24
Hallo Danilo,
Ich bin auch dabei 🙂 Schoener Bericht und tolle Fotos! An Simons Town und seine Pinguine haben wir auch noch wunderschoene Erinnerungen.

LG,Mellie
2006: Botswana und Sued Afrika 2009: Botswana und Sued Afrika 2012: Sued Afrika (KTP) 2014: Marokko 2016 endlich wieder Botswana und Sued Afrika :)
Themenstarter191 Beiträge · seit 201312. Jan. 2016 · #26
04.10. Paternoster (Westcoast NP)

Wir verzichteten auf das Frühstück im Restaurant und machten uns selbst etwas aus den Vorräten.
Beizeiten fuhren wir los, denn es war doch arg weit zurück zum Westcoast NP.  Paternoster liegt dann doch nicht soooo ideal und man fährt doch eine ganze Weile.
Wir hofften ja heute mal auf ein paar größere Vierbeiner; zuerst aber wieder zu den Birdhides beim Restaurant. Viel los war nicht, weder von Menschen noch von Vögeln.
Dazu war das Wetter heute alles andere als berauschend; eine dicke Suppe lag über uns und nahm jegliches Licht und Farben.


Ein paar Flamingos wateten durchs Wasser...


...oder machten die Flatter


Der Schmalschnabellöffler trägt sein Besteck wortwörtlich immer am Mann; oder am Vogel


Hartlaubmöwe; hat nix zu tun mit hartem Laub, sondern einem Herrn Hartlaub


Ein Turmfalke nutzt einen Baum als Turmersatz

Wir sind anschließend hoch zur Tsaarsbank gefahren. Ich hatte gelesen, dass dort ein Trail am Strand zu einem Schiffswrack führen sollte. Wir packten uns wieder ein, denn es war erneut afrikatypisch kalt und windig. Knapp über 1km liefen wir, bis wir entschieden wieder umzudrehen. Es war nichts, aber auch gar nichts von irgendwelchem Wrack zu sehen. Auch in den Dünen gabs nix als Sand und irgendwelche Markierungen; für was die auch immer gut sein sollten.
Der Rückweg war dann einfach nur „bäh“; kalt, Wind und Regen. Pünktlich am Parkplatz kam dann die Sonne raus.


Dünen, nichts außer Dünen


Tsaarsbank

Einen Fotostopp machten wir dann noch am Picknickplatz “Preekstoel”. Auf grund des Wochenendes war hier die Hölle los, so dass wir bald den Rückzug antraten.

Steinchen


Die Flamingos hatten ihre Ruhe

Im Gelbeek Restaurant genehmigten wir uns einen späten Lunch, bevor wir erneut die Birdhides abklapperten; heute allerdings mit weniger Erfolg, auch weil das Wetter nicht so mitspielte wie gestern.


Ein Wiesenschmätzer beim Nestbau


Da hat der Flussuferläufer seinen Snack gefangen


Ein Oryxweber; mal wieder weit weit weg


Eine haarige Angelegenheit


Der größte Vertreter der Vierbeiner heute

Wir hatten aber den ganzen Tag kein Glück mit größeren Tieren. Die Sch..ße, die doch ab und zu auf der Straße lag, legen bestimmt die Ranger immer hin. 😉


Aussichtspunkt “Seeberg”

Am späten Nachmittag verließen wir den Park und natürlich draußen vom Highway sahen wir ein paar Antilopen direkt hinterm Zaun. Na danke.
In Vredenburg wollten wir dann noch unsere Vorräte wieder auffüllen, bis uns dort auffiel, dass heute Sonntag ist. Alles hatte zu. Perfekt geplant. 😉
So ein bisschen hatten wir uns vom Westcoast NP mehr versprochen; für einen Tag ok, für mehr nur sehr bedingt.

Übernachtung: Farr Out Guesthouse - 73€
Gefahrene Strecke: 223km
Karte: https://goo.gl/maps/snPA4gaPRhA2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201313. Jan. 2016 · #27
05.10. Paternoster – Gecko Creek

Heute Morgen nahmen wir den Voucher für das Frühstück im Restaurant an. Wir hatten ja Zeit; dachten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest.
Nach dem Frühstück ging es wieder raus auf die Piste. Das Einkaufen würden wir heute Nachmittag noch in Clanwilliam erledigen. Genug Zeit war ja vorhanden; dachten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest.
Unseren ersten Stop legten wir im „Rocherpan Nature Reserve“ ein; für Wild Card Besitzer kostenlos. Wir hatten ja Zeit.
Ich holte unser Permit und der Ranger wies noch darauf hin, dass derzeit die Schlangen besonders aktiv sein sollen; Paarungszeit. Eine andere Angestellte meinte dann, dass auf dem Vordach eine Boomslang liegen soll, aber so stark wir uns auch anstrengten, wir konnten keine erkennen. Ich überlegte noch, nach einer Leiter zu fragen, aber dann hätte mich Anja wohl an den Ohren weggezogen. 😉
Wir sind dann weiter in den eigentlichen Parkteil und dort zu den Birdhides. Es gibt drei, wobei die ersten beiden direkt nebeneinander liegen. Im ersten sollen oft Schlangen sein, so dass wir diesen ausließen und uns auf #2 und #3 beschränkten.
Die Vögel waren allerdings alle recht weit weg und somit für Fotos nahezu ungeeignet. Einzig ein paar Flamingos waren groß genug, um als Model herzuhalten.


”Ich bin der Schönste und Größte und überhaupt”


Flamingo beim Hals kühlen


Da muss es unter Wasser besonderes geben.


Flamingos im Gegenlicht


Wir sind dann noch die paar Meter zum Strand gefahren; Nichts besonderes, aber wir hatten ihn für uns allein; und dies kilometerweit.


Blümchen am Strand


Eine Nebelwand raubte den Horizont


Nur wir und der Strand


Komorane im Tiefflug

Weiter ging die Fahrt nach Norden; erst über Teer, dann später über eine Rumpel-Staub-Strecke, bis nach Lamberts Bay. Wir wollten uns unbedingt die Gannet-Kolonie anschauen, welche die einzige weltweit ist, die einfach per Pedes zu erreichen ist. In Lamberts Bay diese zu finden, war gar nicht so einfach, denn es existierten keine Schilder. Also so gar keine, null, niente, nada; einfach nix.
Wir dann erst mal zum Meer; sind ja Wasservögel. Dort stand dann mal ein Stadtplan, aber auch dieser gab keinen großartig erweiternden Aufschluss. Einzig die Halbinsel am Hafen könnte was sein, also mal dahin. Selbst dort stand kein Schild vor der Hafeneinfahrt, aber wir entdeckten weiter unten eine kleine Hütte mit „Cape Nature“-Schild. Diese wurde angesteuert und tatsächlich, wir sind richtig.
Mit der Wildcard kamen wir auch hier kostenlos rein und liefen die paar Meter bis hinter zur Kolonie. Dort befindet sich ein Aussichtsgebäude, wo man von einem Mitarbeiter zuerst einiges über die Gannets erfährt. Im Erdgeschoss ist die Aussicht hinter Glas, aber im ersten Stock hat man frei Sicht. Hier glühten jetzt unsere Kameras.


Kaptölpel


Kaptölpel im Tiefflug


Und in Formation


Im Anflug


Landeversuch


Tölpel beim Gleiten


Der nächste im Anflug


Ob er seine Lücke findet?


Auf Augenhöhe


Tausende auf einen Blick

Eine gute halbe Stunde verbrachten wir hier oben, bis wir genug hatten. Wir liefen dann noch etwas auf dem Gelände herum; es gab eine Walskulptur und ein Pinguinhaus; aber ohne Pinguine.

Der Hafen von Lamberts Bay

Wir verließen dann das Meer und fuhren nach Osten in Richtung Clanwilliam.  Kurz vor Clanwilliam dann eine Baustelle; kommt ja öfters mal vor.
Hier dauerte das aber und dauerte und dauerte und … *bummmm*. What the hell? Vollsperrung wegen Sprengungen. Wann geht’s weiter? „In ca. 15 Minuten“ erfuhr Anja von einem Bauarbeiter. Aus den 15 Minuten wurden dann 60 und somit hangen wir gut 1,5h hier fest.
Somit war das Thema „Einkaufen in Clanwilliam“ auch erledigt, denn wir mussten noch ein gutes Stück nach Süden. Nachdem es dann weiterging, bekam ich noch die Erkenntnis des Tages: Geschwindigkeitsbeschränkungen und Überholverbote in Baustellen sind maximal lose Empfehlungen. Da hielt sich niemand dran; bei erlaubten 60 ging es mit gut 100km/h durch die Baustelle.
Wir bogen dann später in Richtung Algeria auf eine Gravelroad ab; gut zu fahren und kein Problem. Auf einer Rumpelstrecke ging es dann noch die letzten 2km bis zur Gecko Creek Farm, wo wir für die nächsten zwei Nächte ein kleines Hüttchen gemietet haben.
Der Eigentümer (oder besser der Verwalter, denn der Eigentümer lebt in den USA) bietet jeden Tag zum Sonnenuntergang eine kleine Wanderung zu einem nahen Felsen an, was wir auch gleich annahmen; mit uns noch ein anderes deutsches Paar. Da gab es dann schon die ein oder andere Klettereinlage, aber die Aussicht war toll. Hier erfuhren wir auch, dass der Elephant Rock hier auf der Farm liegt.


Gecko Creek Farm - unser Hüttchen liegt genau in der Mitte

Zum Abendessen machten wir uns aus unseren Vorräten ein paar Nudeln. Als Alternative bieten die Besitzer auch allerlei Speisen an; das meiste frisch vom Grill.


Als es dunkel war, versuchte ich mich etwas an Sternenfotografie, allerdings nur mit mäßigem Erfolg.

Übernachtung: gecko Creek Farm - 540ZAR
Gefahrene Strecke: 256km
Karte: https://goo.gl/maps/ipaCD9DhbGw
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
448 Beiträge · seit 201414. Jan. 2016 · #28
Hallo Danilo

Eure Fotos sind ja sowas von nicht "langweilig"!! Echt toll!! Vielen Dank für den Bericht!
Ich lese gerne mit.. 🙂

Liebe Grüsse
Karin
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Themenstarter191 Beiträge · seit 201317. Jan. 2016 · #29
06.10. Cederberg Wilderness

Diese Nacht haben wir teilweise kaum ein Auge zu gemacht. Irgendwo im Dach hatte sich eine Maus eingenistet, die meinte für einen Marathon trainieren zu müssen. Dann kam natürlich auch die Frage auf “Wo Mäuse sind, sind doch auch Schlangen, oder?” Wir haben uns dann damit beruhigt, dass so lange die Maus aktiv ist, war noch keine Schlange da. 😉
Gestern ging ja der Plan bzgl. des Einkaufens gehörig in die Hose und so bin ich heute früh beizeiten in Richtung Clanwilliam aufgebrochen.
Somit konnten wir auch unseren Plan für heute komplett vergessen, aber es half ja nix.
Zum Glück hielten sich die Verzögerungen in der Baustelle in Grenzen und so war ich nach ca. 2h wieder zurück.
Nach dem Frühstück sind wir dann in die Cederberg Wilderness aufgebrochen. In Algeria holten wir uns das Permit und den Code für das Torschloss für die Stadsaal Caves. Sollten wir danach noch Zeit haben, stand das Maltese Cross noch auf dem Plan.


Teer wurde hier noch nicht erfunden und so gehts auf Schotter in die Berge


Wildniss pur

Die Straße ab Algeria war teilweise in einem desolaten Zustand. Ich hatte schon irgendwann keine Lust mehr überhaupt noch weiter zu fahren. Aber Anja wollte zu den Höhlen, also Augen zu und durch.
Die Zufahrt zu den Höhlen war verschlossen, aber wir hatten ja den Code. Mit gut zureden und leichter aber bestimmter Gewalt, ging es auch auf.
Wir erreichten einen kleinen Parkplatz, umgeben von unzähligen Felsformationen. „Sieht doch aus wie im Südwesten der USA“, kam so gleich aus dem Off und meine Laune war auch wieder besser; rote Steinchen en Masse. 🙂


Sogar den ein oder anderen Arch gabs hier


Dieser Felsen ist wohl ein bisschen windschief


Die Agame beäugte uns etwas misstrauisch.


Weitere Felsformationen


Hier ein Zacken und da ein Zacken; und alles in schönstem Rot


Matjiesrivier Nature Reserve


Rock Face

Verschiedene Wege führten dann durch die Felsen; nichts wirklich ausgeschildert. Aber irgendwo werden wir schon wieder raus kommen. 😉
Später erreichten wir die Höhlen; fantastisch.


Stadsaal Cave


Stadsaal Cave

In der Nähe befinden sich auch noch Felsmalereien von Elefanten. Dieses ist aber nach 10 Minuten abgehakt.


Elephant Rock Paintings


Große Kuller, kleine Kuller

Wir überlegten dann, ob wir noch die Wanderung zum Maltese Cross unternehmen sollten, entschieden uns aber dagegen. Es war mittlerweile weit über 30°C und wir waren jetzt schon ziemlich geschafft. Es war ja der erste wirklich warme Tag auf der Reise.
Wir entschieden uns dann lieber für den Pool im Camp.
Am Abend grillten wir dann lecker Straußensteak. Zum Abschluß gabs ein Glas Rotwein am Lagerfeuer und nette Gespräche mit den Hosts.

Übernachtung: gecko Creek Farm - 540ZAR
Gefahrene Strecke: 184km
Karte: https://goo.gl/maps/78vWCz7bST62
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
441 Beiträge · seit 201217. Jan. 2016 · #30
Danke für die tollen Fotos und den Bericht!

Wir lieben rote Felsen. Waren deshalb auch mehrfach im Westen der USA. Aber wenn ich das Flair von Afrika und rote Felsen haben kann., ist das super !!!
Ich erde gleich mal auf der Karte schauen, wo es genau ist und beim nächsten Mal auf der Ecke auch dort hinfahren.

Nochmals Danke
Liege Grüße aus Hamburg mit Schnee und heute auch mal Sonne.
Petra
https://www.smilies.4-user.de
Themenstarter191 Beiträge · seit 201317. Jan. 2016 · #31
Tadi schrieb:
Wir lieben rote Felsen. Waren deshalb auch mehrfach im Westen der USA. Aber wenn ich das Flair von Afrika und rote Felsen haben kann., ist das super !!!
Ich erde gleich mal auf der Karte schauen, wo es genau ist und beim nächsten Mal auf der Ecke auch dort hinfahren.
Wir lieben auch rote Steine und waren deshalb ebenfalls schon einige Male im Südwesten der USA.
Und diese Wilderness-Area hat uns an viele Gegenden von Arizona, Utah, Nevada oder Kalifornien erinnert. Ich denke, das nächste Mal müssen wir dort länger bleiben.
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201318. Jan. 2016 · #32
07.10. Gecko Creek – Namaqua National Park

Die Maus von gestern war heute Nacht natürlich wieder aktiv und, genauso natürlich, haben die aufgestellten Lebendfallen vom Host nix gebracht. Wie auch, wenn die Maus im Dach und die Falle unten auf dem Boden ist. Vielleicht auch ganz gut so, denn so sucht die imaginäre Schlange nach der reellen Maus im Dach und nicht in der Hütte. 😉

Ich hatte erwähnt, dass wir vorgestern erfahren haben, dass sich der „Elephant Rock“ hier auf der Farm befindet; einfach dem Pfad folgen, der hinter dem Felsen los geht, wo wir vorgestern Abend drauf waren.
Wie weit es wäre, konnte uns aber keiner sagen; vielleicht 1h oder so.

Wir laufen und laufen, über Stock und Stein, hoch und runter und vom Gefühl irgendwie im Kreis herum. Irgendwann wussten wir gar nicht mal mehr, ob wir überhaupt noch richtig sind; was nach Weg aussah wurde eingeschlagen.
Nachdem wir dann jegliche Lust verloren hatten, trafen wir endlich auf die alte Straße, an der der Felsen liegen sollte und tatsächlich, da war er.


Geht doch als Elefant durch, oder?

Zurück ging es dann die alte Straße entlang und es war in knapp 30 Minuten erledigt.
So als Tipp: Nutzt die Straße; beim Wolfsschild abbiegen und nach ein paar hundert Metern ist der Felsen rechts. Mit einem SUV könnte man sogar fahren. Aber hinterher ist man sowieso immer schlauer.


Webervogel beim Weben, aka Nest bauen


Die “Southern Rock Agama” geht fremd; nicht auf Felsen, sondern auf einem Baum ist sie unterwegs.

Jetzt aber los. Alles ins Auto verfrachtet, noch mal frisch gemacht und weg. Die Baustelle in Clanwilliam kostete heute keine Zeit. Wir sind rein in den Ort, um die Vorräte wieder aufzufüllen. Es gab übrigens immer noch kein „ZA-Schild“.

Wieder auf dem N7 nach Norden gab es nichts zu sehen außer langweiliger Straße. In Garries tankten wir noch mal voll und erreichten bald danach den Namaqualand National Park.
Während der Blütezeit ist hier Full-House, derzeit eher gähnende Leere. Wir hatten für die kommenden zwei Nächte eine Cabin gebucht und damit waren wir wohl für diese Zeit die einzigen Übernachtungsgäste.
Die Hütten sind aber eine Wucht; sehr groß und mit *sabber* riesiger Indoor-Grillanlage.


Sowas nennt sich Indoor-Grill

Hier oben im Skillpad-Gebiet machten wir uns später noch auf unseren ersten Gamedrive. Sogar ein paar Tierchen ließen sich blicken.


Typisch Afrika, ein paar Oryx stehen in der Landschaft herum.


Ein Hüpftier der kleineren Art; ein “Common Stick Grasshopper”


Eine Gackeltrappe bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Wegrennen.


Das Steinböckchen hat ganz schön Haare in den Ohren und Wimpern, die jede Lady verblassen lassen. 😉


Die Sonne bettet sich so langsam hinter die Wolken.


Den Himmel heute mal in Rot


Und kurz vor Schluss noch mal in Blau

Übernachtung: Skilpad Rest Camp - 67€
Gefahrene Strecke: 342km
Karte: https://goo.gl/maps/Nv5UGXFK39R2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
441 Beiträge · seit 201218. Jan. 2016 · #33
Hey Danilo,

im Namaqua NP waren wir auch schon. Zwischenstation vom Richterfeld NP nach Kapstadt. Irgendwie im November. Kalt und keine Blütezeit ! Für eine Übernachtung war`s o.K - aber ohne Blüten, auch irgendwie ohne Reiz für uns. Vom Chalet waren wir allerdings auch begeistert.

Liebe Grüße aus Hamburg (ich mag gar nicht schreiben "kalt". In der Schweiz hat es teilweise 35 Grad Minus) mit warmen Minusgraden.
Petra
https://www.smilies.4-user.de
2'497 Beiträge · seit 201118. Jan. 2016 · #34
Hallo,

ich fahre nun schon eine Weile heimlich mit, aber nun muss ich mich endlich mal "offiziell" anmelden.

Dei Kaptölpel gehören zu meinen Favourites unter Deinen Bildern und das Steinböckchen, sooo nah hatten wir noch nie eins. Aber die anderen Bilder, egal on Tiere, Landschaften oder die tollen Blumen, gefallen mir auch sehr gut.

Vielen Dank für´s Zeigen und für die unterhaltsamen Texte dazu.

Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
751 Beiträge · seit 201119. Jan. 2016 · #35
Hallo Danilo,

auch von mir ein herzliches Danke für die wunderschönen Fotos - allen voran das Steinböckchen, super!
Und ich freu mich, dass das Chalet schon mal für gut befunden wird (sind Ende August vor Ort)... bin gespannt, was ihr weiterhin berichtet,
viele Grüße,
Nette
Themenstarter191 Beiträge · seit 201319. Jan. 2016 · #36
Tadi schrieb:
im Namaqua NP waren wir auch schon. Zwischenstation vom Richterfeld NP nach Kapstadt. Irgendwie im November. Kalt und keine Blütezeit ! Für eine Übernachtung war`s o.K - aber ohne Blüten, auch irgendwie ohne Reiz für uns.
Zu Nahaqua kommt noch ein Tag und ich möchte nix vorgreifen. 😉
chamäleon2011 schrieb:Dei Kaptölpel gehören zu meinen Favourites unter Deinen Bilderie und das Steinböckchen, sooo nah hatten wir noch nie eins.
speed66 schrieb:Hauch von mir ein herzliches Danke für die wunderschönen Fotos - allen voran das Steinböckchen, super!
Dieses Steinböckchen war ein echter Glückstreffer, Die waren ja solo scheu; immer am Weglaufen. Und wenn sie mal standen, langte ein Auslöser mit dem Photo (unsere Pentax sind leider nicht die leisesten) und das Böckchen war über alle Hügelchen. 😉
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201319. Jan. 2016 · #37
08.10. Namaqualand National Park

Ein Gamedrive am Morgen, aber los war nicht so viel…


Eine Fuchsmanguste im Tarnmodus


Und ein Klippschliefer im morgendlichen Fluchtmodus

Da wir schon mal am Rangerhäusschen vorbei kommen, können wir dort gleich mal anhalten. Wir wollten uns mal so über die Straßenzustände im Inland auf dem Eco-Trail informieren, aber wirklich aussagefreudig waren sie nicht.
Wir bekamen eine Karte, eher ein Faltblättchen, mehr aber auch nicht. So einiges war One-Way eingezeichnet, aber dies schien den Ranger nicht zu stören. Fragen dazu wurden ignoriert.
Wir beschlossen dann einfach mal loszufahren. Am Anfang gab es noch genügend Möglichkeiten, den Trail wieder abzubrechen.
Schon auf der Fahrt runter vom Berg wurde uns klar, warum hier „High-Clearance“ verlangt wird. Aller paar Meter gab es Beton-Hügel, die wohl verhindern sollen, dass zu viel Wasser hinunter fließt. Und diese Hügel hatten es in sich. Ein normaler PKW wäre wohl schon am ersten aufgesessen. 😉


Auf dem Weg runter ins Hinterland


Auch ein paar Köcherbäume standen links und rechts vom Weg.

Im Tal bogen wir dann auf den Eco-Trail ab, welcher hier sehr einfach als One-Way-Fahrspur zu befahren ist. Es war faktisch nur festgefahrener Dreck.
Auf dem Platz neben mir reifte dann aber immer mehr der Wunsch, doch noch mal ans Meer zu fahren. Dazu kam mir ein Gedanke: Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass es auf dem Eco-Trail eine Passage Namens „Road to Hell“ geben soll, die wohl alles andere als simple wäre. Da ich mit dem KUGA keine Experimente machen wollte, erst Recht nicht mit diesem Reifen, brachen wir den Eco-Trail an der letzten Möglichkeit ab, bevor es ins Gebirge rein geht.


Längs vergessene Hütte

Landschaftlich war es echt schön hier im Tal, aber wir hatten den falschen Untersatz und konnten somit nur einen kleinen Teil begutachten.
Aber dafür gab es noch ein paar restliche Blümchen am Wegesrand.


Die letzten Frühblüher


Rote Schmollmundblume 😉


Pietsnot


Yellow Daisy


Wituintjie


Rasmusbas


Kein Blümchen, aber ein Karoo Girdled Lizard

Stattdessen wollten wir auf der „normalen“ Straße über Soebatsfontain bis nach Hondeklip Bay. Aber schon wenige Kilometer nach Soebatsfontain drehten wir wieder um. Die Straße raubte mir den letzten Nerv. Das Wellblech war so stark, dass ich Angst ums Auto hatte. Meine Laune war da schon längst auf dem Nullpunkt. Schade, aber es ging nicht und erzwingen kann man dies auch nicht.
Wir sind dann langsam wieder zurück getuckert und verbrachten dann den Nachmittag im Hüttchen und genossen die Einsamkeit.


Ein “Capped Wheatear” nutzte den toten Strauch als Aussichtspunkt


Ein “African Pitpit” beim Trällern

Später sind wir noch mal auf einen kurzen Gamedrive raus.


Großes Getier war aber Mangelware und so musste dieser Grashüpfer als Fotomodell herhalten.


Das Böckchen von gestern heute mal friedlich im hohen Gras.

Zum Abendessen habe ich mal die Indoor-Holzkohle-Feuerstelle angeworfen. Man braucht schon ganz schön viel Kohle. Da sind mir die kleineren Grills doch lieber. Aber, es wurde was.


Sonnenuntergang in der Einsamkeit des Namaqualandes

Anschließend ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Lagerfeuer vor der Hütte ausklingen.

Übernachtung: Skilpad Rest Camp - 67€
Gefahrene Strecke: 144km
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201321. Jan. 2016 · #38
09.10. Namaqualand – Nordoewer

Den Gamedrive am Morgen verwandelten wir zu einem Morning-Walk. Großwild war eh nicht zu erwarten.


Ein Springbok beim Frühstück


Dassies beim morgendlichem Sonnenbad


Diese afrikanische Schnabelbrustschildkröte war ebenfalls auf ihrem Morning Walk.


Top gestyled am Morgen


Ein Hase beim Frühsport


Termitenwohnhäuser


Ein large-billed lark beim morgendlichem Putzen


Blue Sporrie


Kleines unbekanntes Blümchen


Gazania leiopoda


Pinke Blümchen


Lapeirousia

Wir waren zwar außerhalb der Blütezeit, trotzdem hatten wir noch ein paar Blüten zum fotografieren.
Mein Fazit zu Namaqua: Zur Blütezeit bestimmt traumhaft; außerhalb aber nur mit guten 4x4 für mehr als eine Nacht empfehlenswert.

Heute stand weiter nichts auf dem Plan, außer der Grenzüberquerung nach Namibia. Wir hatten vorher noch überlegt, ob wir einen Schlenker über den Richtersveld machen sollten, dies aber dann wieder verworfen. Zum einen braucht man für die richtig interessanten Gegenden mehr Zeit und zum anderen ein anderes Auto.
Da meine liebenswerte Beifahrerin unbedingt noch mal das Meer sehen wollte, nahm ich später in Steinkopf den Abzweig nach Port Nolloth. Führt die Straße am Anfang noch schön durch die Berge, wird dies später eine ar… langweilige Gerade durch die Wüste. Weckt mich, wenn es nass wird. 😉
Port Nolloth bietet auch nichts weiter, aber wir waren noch mal am Meer. 😉


Port Nolloth

Wir erreichten dann am Oranje nicht nur die Grenze zu Namibia, nein auch die 40°C Außentemperatur.

Es ist nicht nur warm, sondern heiß

Die Ausreise aus Südafrika ging flott, außer dass der Zollbeamte versuchte, uns auf Deutsch anzureden, wir dies aber nicht verstanden.
In Namibia war die Freundlichkeit der Beamten nicht mehr vorhanden; ein Desinteressiertes Grummeln, mehr war nicht zu bekommen. Beim Zoll verbrachten die Leute die Zeit lieber mit dem Tippen auf ihren Smartphones, als den Leuten zu helfen. „Willkommen in Namibia“ – dagegen sind die Immigrationofficers in den USA die Freundlichkeit in Persona.
Aber, wir waren drin und ich hatte noch immer keinen ZA-Aufkleber am Auto. Jetzt war es mir aber auch egal.
Weit zu fahren hatten wir nicht mehr. Außerhalb von Nordoever; einem Nest, was nicht aus mehr als der Tanke und dem Granzübergang zu bestehen scheint, hatten wir unser Lager für die kommende Nacht gebucht. Danach kommt außer Wüste nix mehr.
Wir dachten schon, wir sind zu weit gefahren, aber plötzlich hinter einem Hügel das Schild zum Felix Unite Province Camp.
Die Formalitäten waren schnell erledigt und wir bekamen eine schöne Hütte mit direktem Blick auf den Oranje. Eigentlich sehr nett, aber…
Zum einen störte ein penetranter Gasgeruch. Das Wasser wurde über einen Gasbrenner im Bad erwärmt. Über ordentlich lüften wurde es dann im Lauf des Abends besser, aber einen guten Eindruck machte dies nicht.
Zum anderen; später.
Wir sind dann erst mal in den Pool und genossen die kühlen Fluten; dazu den Ausblick auf den Oranje. Schon schön.


Ein afrikanischer Wiedehopf


African Red-Eyed Bulbul


Ready for Sundowner


Sunset

Jetzt zum zweiten „aber“. Ich komm grad aus der Dusche und da meinte Anja, dass mein Abwasser unter ihr einfach in die Landschaft geleitet wurde. What? Zum Glück nur das Duschwasser und nicht das Abwasser der Toilette… Wer weiß, wo das landet.
Hier soll es auch WLAN geben, aber auch hier war es “gerade heute” defekt. *grml*
Zum Abendessen gingen wir ins örtliche Restaurant, wo es frisch gegrilltes Fleisch gab. Nix besonderes, aber es war ok.

Übernachtung: Felix Unite Province Camp - 56€
Gefahrene Strecke: 432km
Karte: https://goo.gl/maps/LmaznHxUyTL2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201322. Jan. 2016 · #39
10.10. Nordoewer - Fish River Canyon

Das Frühstück zog sich heute Morgen noch mal ziemlich in die Länge. Man könnte ja bei vier anwesenden Parteien alle Eier/Speck parallel braten, aber neeee; alles einzeln und nacheinander. Und dies dauert eben.
Ein paar Kilometer fuhren wir zurück, um der einzigen Tankstelle im Ort ein paar Liter Sprit zu entlocken und dann ging es auf in Richtung Wüste.


Eine Straße ins Nirgendwo, und da wollen wir hin


Eine echte Road to Nowhere


Links Wüste, rechts Wüste und dazwischen namibische Weintrauben. Irgendwie Gaga.


Am Orange River


Noch gibt es ein paar Berge...


Den Teer haben sie hier schon geklaut...


... und jetzt auch noch die Berge

Nach langer staubiger Fahrt durch die Wüste erreichten wir das Ai-Ais Hot Springs Resort, wo wir uns zum Lunch auf dem Campground nieder ließen. Zu mehr war das Resort auch nicht zu gebrauchen. Es versprühte den Charme einer ausgequetschten Zitrone.
Für uns ging die Fahrt durch die Wüste weiter in Richtung Fish River Canyon.


Bestimmt von Außerirdischen gelegt 😉


Der hier fährt wohl nirgends mehr hin


Und bei dem ist es auch recht unwahrscheinlich.

Am Canyon-Eingang verkaufte mir die Dame des Hauses das Permit und auf meine Frage nach der Canòn Lodge deutete sie mir doch recht barsch, dass ich hier falsch bin.
Wir fuhren die paar Kilometer bis zur Lodge zurück (man muss Straßenschilder nicht nur lesen, sondern auch interpretieren können ;)) und wurden dort herzlich empfangen.
Nach dem Bezug unseres schicken Hüttchens sind wir dann gleich noch mal los zum Canyon. Die Hauptstraße zum ersten Aussichtspunkt war ganz gut zu befahren und dieser lieferte schon einen grandiosen Blick in die Tiefe.
Es soll ja der zweit-größte Canyon nach dem Grand Canyon in den USA sein; kann durchaus stimmen. Dafür war hier tourismus-technisch überhaupt nix los.


Das Tal des Fisch-Flusses, als Fish River Canyon. Nachmittags leider mit bescheidener Sicht.

Dies merkten wir dann auf den Stichstraßen zu den anderen Aussichtspunkten. Diese waren in sehr schlechtem Zustand; der feine Schotter der Hauptstraße verwandelte sich schlagartig in größere und spitze Steine. Meine Reifen… Und so drehte ich dann doch wieder um. Mir war einfach nicht wohl dabei.
Zurück im Camp gönnten wir uns eine Abkühlung im Pool mit wunderschöner Aussicht über die Wüste. Dazu werden am Pool in einem Kühlschrank kühle Getränke bereit gehalten; nicht kostenlos, aber zu sehr humanen Preisen. Da fühlt man sich glatt wie Gott in Frankreich.

Ein Streifenskink


Unser Hüttchen für eine Nacht. Man gönnt sich ja sonst nix.

Das Abendessen gab es dann in Buffet-Form im eigenen Restaurant. Eine Sternenküche war es nicht, aber trotzdem lecker. Man merkt schon, dass es für die Masse gemacht wird.

Übernachtung: Canyon Lodge - 160€
Gefahrene Strecke: 279km
Karte: https://goo.gl/maps/G61nbYUPfbp
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34 Beiträge · seit 201223. Jan. 2016 · #40
Danke für den tollen Reisebericht! Und wirklich ganz begeistert bin ich von deinen Fotos! Das ist ganz große Klasse!
Liebe Grüße
Astrid