Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015

Reisebericht 91 Antworten · 20,7k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2016 von freddykr
46 Beiträge · seit 201604. Feb. 2016 · #61
Tolle Fotos und echt verdammt langweilig geschrieben!! 🙂
Danke für den tollen Bericht! Macht verdammt viel Spass "dabei" zu sein.
LG Oliver
53 Beiträge · seit 200804. Feb. 2016 · #62
Hallo Danilo,
Deine fotos sind echt superklasse! Ich bin schwer beeindruckt. Es wäre toll, wenn du verraten würdest, mit welcher Ausrüstung du fotografierst.
Viele Grüße,
Uli
46 Beiträge · seit 201604. Feb. 2016 · #63
Mich würde auch interessieren was für eine Ausrüstung man benötigt um immer im richtigen Moment auszulösen 🙂
Respekt 😎 Wirklich beeindruckende Bilder dabei
Themenstarter191 Beiträge · seit 201304. Feb. 2016 · #64
ausddorf1 schrieb:Mich würde auch interessieren was für eine Ausrüstung man benötigt um immer im richtigen Moment auszulösen 🙂
Respekt 😎 Wirklich beeindruckende Bilder dabei
Danke, danke. 🙂

Wir sind mit zwei DSLR unterwegs; eine Pentax K-30 mit Sigma 70-300 DG APO und eine Pentax K-S2 mit Tamron 70-300 Di LD.
Dazu noch ein paar Objektive für den Landschaftseinsatz.

Den richtigen Moment zu treffen ist nicht einfach. Für uns heißt es meist: "Sobald sich das Tier bewegt, mit Serienauslöser drauf halten, bis die Speicherkarte glüht." Mit Glück ist dann DAS richtige Bild dabei. 😉
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201309. Feb. 2016 · #65
17.10. Twee Rivieren

Noch ganz mitgenommen von den Geparden gestern Abend fuhren wir auch heute früh wieder direkt nach Gateöffnung raus.
An der Kreuzung Richtung Mata Mata hielten wir kurz an und beratschlagten, welche Richtung wir einschlagen sollten. Wir entschieden uns wieder für die fahrt nach Norden in Richtung Nossob.
Am ersten Wasserloch “Leeuwdril” war die Fahrt allerdings schon vorbei. Denn: “Da liegt ein Löwe!!!” Beim ranfahren ans Wasserloch wurden dann die Augen immer größer; da war nicht nur ein Löwe, sondern da lagen 7, in Worte SIEBEN, Löwen in der Gegend verstreut.


Ein sehr stolzes Männchen



Die Dosen sind offen… 😉



Während der Herr im Hause sich schon mal die Krallen schärft, beobachtet Madame die rollenden Konservendosen



Madame würde schon gerne...



Schleichen wir mal rüber zu den Blechbüchsen...



Ich hab Euch im Blick.



Die nicht mehr ganz so kleinen Geschwister beim Kabbeln




Macht Spaß zu Spielen



Playin’ around


Kurzes Päuschen



Die beiden Herren haben immer alles im Blick



Ob sie wohl in Gedanken die Dosen öffnet 😉



Die Damen warten auf den Rest


Der Herr nimmt jeden Schatten, den er kriegen kann 😉



Und wieder eine Kabbelrunde der beiden Geschwister



Geschwisterliebe 😉



Und man verlässt gemeinsam die Bühne


Jetzt haben wir auf einen Schlag mehr Löwen gesehen, als an den anderen vier Tagen zuvor.
Damit war faktisch der restliche Tag egal. Wir hatten unsere Löwen. 🙂
Natürlich fuhren wir trotzdem weiter.


Ein Gnu (Blue Wildebeest) beim Grasen

Ein paar Kilometer nördlich von Rooiputs fanden wir diese kleinen Kerlchen am Straßenrand:

Hinter Euch...


Schon besser

1-2km hinter Kij Kij standen dann wieder Autos am Straßenrand und wir sahen unser zweites Löwenrudel für den heutigen Tag. Es waren wieder so ein halbes Dutzend Tiere, aber im Gegensatz zu den ersten lagen diese nur faul rum. und dabei hatten wir gerade mal 8:00Uhr, aber auch schon gut 25 Grad. 😉


Suchbild; finde die Miezekatzen


Regungslos schlafen sie da


Wach sieht anders aus


Sie bewegt sich auch nur, um sich in den Schatten zu verkriechen.

Nachdem hier keine Action mehr zu erwarten war, fuhren wir noch etwas nach Norden bis zum Rastplatz Melkvlei. Von dort kehrten wir wieder um; die Miezekatzen lagen noch genauso im Schatten, aber nahezu direkt beim Wasserloch Kij Kij lag diese Chefgestalt unterm Baum.


Ein schöner Rücken kann auch entzücken


Sehr stolz, aber wenig beweglich.

Auch von diesem Männchen war keine Action zu erwarten.
Mittlerweile war 9:00Uhr durch und wir bogen auf die Dünenstraße. Da von Großgetier nichts zu erwarten war, suchten wir ein bisschen nach den kleinen Artgenossen.


Ist schon trocken hier


Termitenhügel, aber kein Bewohner ließ sich blicken


Familie Vogelstrauß


Eine kleine Agama flitzte über den Weg


Brants’ Pfeifratte - gepfiffen hat sie nicht, nur gefuttert


Viel Vegetation war teilweise nicht vorhanden


Weiter oben in den Dünen aber voller Grasbewuchs


Stachelmohn - sieht schön aus, aber leider eine eingeschleppte Pflanze aus Südamerika

Wieder unten im Auob-Tal sahen wir, wie soll es auch anders sein, die nächsten schlafenden Löwen.


Schlaf Löwe schlaf… 😉

Hier mal ein Eindruck vom Auob-Tal.

Leere, nix als Leere


Auch nach rechts war nix los

Am Wasserloch “Kamfersboom” machten wir Mittagspause unter dem großen Baum am Straßenrand. Dazu gab es noch etwas Action am Wasserloch.


Gerade eingetroffene Sekretärsvögel


Noch friedliches Aufeinandertreffen am Wasserloch


Die Schwerter, äh Hörner, gekreuzt


Und dann gehen wir richtig aufeinander los.

Wir fuhren dann vorerst wieder zurück ins Camp und machten Siesta. Während Anja ein bisschen las, erkundete ich den Pool. Das kühle Nass tat schon gut. 🙂
Dazu mussten wir noch etwas einkaufen, denn morgen ist Sonntag und wer weiß, ob es da noch was gibt. Weiterhin wollten die ganzen Postkarten noch geschrieben werden.

Am Nachmittag sind wir dann wieder los. Die Löwen ließen uns keine Ruhe. Wenn sie sich bewegen, wollten wir vor Ort sein und nicht im Pool liegen.
Wir kamen also wieder bei “Kij Kij” an, und die Löwen lagen noch genauso da, wie vorher auch. Sowohl das einsame Männchen, als auch das größere Rudel dösten so vor sich hin. Die Frage war jetzt, zu wem stellen wir uns hin, um auf Action zu warten. Wir entschieden uns für einen Hügel in der Mitte. Wir konnten so zwar nicht die Löwen an sich sehen, aber jeweils die Autos, um bei den entsprechenden Fahrern die Action zu erkennen.
Es tat sich aber gar nichts. Anja wurde ungeduldig und so fuhren wir dann doch zu dem Männchen. Dies lag wenigstens recht nahe am Straßenrand.


Schlafen ist schon was schönes und wer krault mir meinen Bauch?


Ich will doch nuuuur spielen. 😉


Aber eigentlich bin ich doch nur müde.


Und dann juckt es auch noch hinterm Ohr


Nach dieser kleinen Putzaktion legte sich der Herr wieder hin und pennte weiter.

Auch nach längerem Warten tat sich hier nichts mehr und auch die Gruppe weiter nördlich lag weiterhin wie ausgestopft da. Und so traten wir dann auch auch den Rückweg an.


Webernester


Großer Singhabicht


Nochmal der Milchuhu; schon deutlich munterer als die letzten Tage

Den Abend verbrachten wir dann beim Grillen und Feuerchen machen. Dazu mussten wir packen, denn Morgen geht es wieder weiter.

Übernachtung: Twee Rivieren - 85€
Gefahrene Strecke: 221km
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
202 Beiträge · seit 201409. Feb. 2016 · #66
Da bin ich doch an diesem nasskalten Fastnachtsdienstag auf Euren Bereicht gestoßen und habe alles in einem Rutsch durchgelesen. Ich bin sehr sehr begeistert von der informativen Darstellung und natürlich von den unglaublich schönen Foto. Vielen Dank dafür.
Die Vorfreude wächst dadurch enorm, denn am Ostermontag ist es bei uns soweit.... zum ersten Mal für fast 5 Wochen nach Namibia! Ich freue mich mich noch auf den Rest Eurer Fahrt.
Viele Grüße
Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
Themenstarter191 Beiträge · seit 201316. Feb. 2016 · #67
Es geht mal weiter; irgendwie komme ich derzeit nicht wirklich dazu.

18.10. Twee Rivieren - Augrabies Falls

Es ist Sonntag und alle Tiere sind in der Kirche; es war absolut nichts los. Wir fuhren bis Kij Kij hoch, aber sahen nichts; aber auch wirklich nichts. Von Katzen war weit und breit nichts zu sehen.
Über die Dünenstraße ging es dann wieder ins Auob-Tal und dort wieder in Richtung Twee Rivieren.

Auf einmal dann der Schock. Da fährt man so gemütlich über die Wellblechpiste, als sich plötzlich der längliche Schatten vor einem bewegt. Für Bremsen war es viel zu spät und so sah ich noch, wie sich ein breiter aufgerichteter Schlangenkörperrechts neben dem Auto erhob. Eine Kobra und dann als Roadkill? f..k
Nach einigen Metern beschließen wir zurück zu fahren und nachzuschauen, ob ich die Cobra wirklich getroffen habe. So im Rückspiegel hatte sie sich nämlich noch bewegt.
Es dauerte etwas, aber Anja fand sie tatsächlich im Gebüsch liegen.


Kapkobra - zum Glück noch ziemlich lebendig

Neben uns hielt dann noch ein südafrikanischer Naturfotograph an, mit dem wir die Tage schon mal ins Gespräch kamen und auch er meinte, dass sie unbeschädigt aussah. Wir fragten ihn dann gleich noch nach Katzen, aber er meinte, dass wegen dem Wind heute nichts zu machen sei.
Die Kobra hatte sich dann wohl vom Schreck erholt und schlängelte sich davon; brav wieder in die Richtung, aus der sie gekommen ist. 😉

Mehr wurde dann nicht, denn der Wind entwickelte sich zum Sandstorm.


Sandstorm im Nossob-Tal

So wurde uns zumindest der Abschied vom Park recht leicht gemacht. An der Grenze erledigten wir die nötigen Formalitäten, für die man doch einiges an Zeit mitbringen sollte (es wird mal wieder alles fein säuberlich in Schönschrift ins dicke Buch eingetragen), und traten dann die lange Fahrt nach Süden an. Da die Sonne noch von vorne links kam, verzog sich Anja wieder auf die Rückbank und las. Ich musste vorn bleiben und brutzelte beim Fahren so vor mich hin.
Die einzige Abwechslung bei der Fahrt bis Upington war dann, dass man jetzt auf Ziegen aufpassen musste und nicht mehr Springböcke. 😉
Ansonsten hatte uns auf dieser Strecke die Langeweile wieder eingeholt und wir waren froh, als wir endlich Upington erreicht hatten. Dort tankten wir auf und machten uns auf den Weg in Richtung Augrabies Falls.

Nach der ganzen Wüstenlandschaft wurde diese jetzt immer grüner, denn wir bewegten uns im Einzugsgebiet des Oranje. Immer wieder durchkreuzten wir Weinfelder bis wir Augrabies Falls erreichten.
Wir checkten ein und bezogen unsere Hütte direkt in erster Reihe zu den Fällen, die man allerdings nicht sah.

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, sind wir dann vor zu den Fällen und liefen die einzelnen Aussichtspunkte ab. Viel Wasser war es nicht, aber trotzdem beeindruckend.


Augrabies Fall(s) 😉


Augrabies Fall(s)


Augrabies Flat Lizard - und diese in so einer Menge, dass man aufpassen musste, nicht drauf zu treten

Wir beschlossen dann noch ins Hinterland des Nationalparks zu fahren. Da soll es noch schöne Ausblicke und wieder Tiere geben. Viel Zeit war nicht, aber für eine kleine Runde hat es trotzdem gereicht.


Echo Corner - ich habs probiert, ein Echo wurde nicht gefunden 😉


Einfach mal Landschaft


Weg laufende Kuhantilopen - mit der Gelassenheit des KTP war es hier vorbei.


Eine einzelne Giraffe trabte durch die Landschaft


Weite Landschaft


Weißflügetrappe


Aussichtspunkt “Oranjekom”

Waren vorn an den Fällen doch ein paar Touristen unterwegs, hatten wir den hinteren Parkteil nahezu für uns allein.
Zum Sonnenuntergang waren wir wieder zurück und gingen noch mal vor zu den Fällen.


Augrabies Falls


Augrabies Falls

Danach wurde es dunkel und wir gingen heute mal wieder ins Restaurant, welches richtig lecker war.

Übernachtung: Augrabies Falls Rest Camp - 100€
Gefahrene Strecke: 586km
Map: https://goo.gl/maps/hyUd9bfhUo12
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
960 Beiträge · seit 201317. Feb. 2016 · #68
freddykr schrieb:Es geht mal weiter; irgendwie komme ich derzeit nicht wirklich dazu.
Och Danilo,
lass dir ruhig Zeit!
Wir fahren große Teile deiner Route erst zur Jahreswende...
Bis dahin solltest du allerdings fertig sein 😎
Hab schon ein paar Details deines Berichtes in meine Planung einfließen lassen.

Vielen Dank
LG
Silvio

PS:Dein Nickname hat doch nicht etwa mit einer meiner Lieblingsfilmfiguren zu tun?
Eins, zwei, Freddy kommt vorbei;
Drei, vier, verriegel deine Tür;
Fünf, sechs, jetzt holt er die Hex 😗
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2016
Themenstarter191 Beiträge · seit 201319. Feb. 2016 · #69
Graskop schrieb:
PS:Dein Nickname hat doch nicht etwa mit einer meiner Lieblingsfilmfiguren zu tun?
Eins, zwei, Freddy kommt vorbei;
Drei, vier, verriegel deine Tür;
Fünf, sechs, jetzt holt er die Hex 😗
Jo 😄 😗 😈
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201319. Feb. 2016 · #70
19.10. Augrabies Falls - Witsand

Nachdem es uns gestern im Hinterland des Parks so gut gefallen hat, sind wir heute in der Früh gleich noch mal raus gefahren.


Südliche Grünmeerkatzen bei der morgendlichen Reinigungsaktion


Man geht genau vor....


...aber auch wirklich sehr genau.

Ein paar Meter weiter standen dann diese Herrschaften im Busch.


das Gras war so hoch, dass die Giraffen teils bis zur Hüfte verschwanden


Und auch die Klippschliefer waren schon ausgeschlafen

Weiter ging es dann bis zu den Aussichtspunkten zum Oranje River. Wie auch gestern waren wir heute wieder völlig allein.


Das Licht war dann doch nicht mehr so gut


große runde Steinchen

Wieder zurück im Camp erledigte ich das CheckOut und Anja ging noch mal vor zu den Fällen.


klettern können die kleinen Racker also auch


Oder liegen nur süß und faul in der Sonne


Noch ein letzter Blick auf das “Rinnsal” von Fluss.

Dann mussten wir aber so langsam los, denn es lagen noch ein paar Kilometerchen vor uns. In Upington füllten wir im SPAR unsere Vorräte auf und tankten noch mal voll.
Die weitere Fahrt gen Osten war nicht wirklich berrauschend; langweilige Teerstraße hat. in Groblershoop tankten wir noch einmal, denn dies war die letzte Tankstelle für die nächsten wohl 300km. Nach einigen weiteren Kilometern kam dann der Abzweig in Richtung Witsand (R383). Ab hier war es mit Teer vorbei und es ging auf einer ziemlich holprigen Rumpelpiste weiter.
Erst nach knapp 20km am nächsten Abzweig wurde die Straße und meine Laune wieder besser.
Am Nachmittag erreichten wir dann das Witsand Nature Reserve und bezogen unsere Hütte. Wieso sag ich eigentlich Hütte? Es waren Hütten. 😉 Zur Unterkunft gehört eine Wohn-/Küchenhütte, eine Hütte mit Dusche/WC und einem Schlafzimmer mit einem Doppelbett und eine Hütte mit noch einmal 2 Schlafzimmern mit jeweils zwei Einzelbetten. Und für jedes Zimmer gab es einen extra Schlüssel. Ich fühlte mich wie so ein Wärter mit dem Schlüsselbund.
Nachdem wir alles ausgeladen hatten, entspannten wir uns kurz im Pool, bevor wir im Park auf Tour gingen.

Leider spielte das Wetter dann nicht mehr so richtig mit. Wir kämpften uns auf die große Düne hoch, aber als wir oben waren grollte es schon in der Entfernung. Da ist wohl was im Anmarsch. Und bei Gewitter auf einer Düne herum zu spazieren, erschien uns nicht vorteilhaft. So haben wir es dann sogar vergessen irgendwelche Fotos zu machen.


Da braut sich was zusamen


So gemütlich sieht das nicht aus

Und dann fing es auch schon an…


Oryx im Regen

Es war ja noch nicht soo spät und so sind wir an den Birdhide gefahren. Da ist es zumindest überdacht.


Taube im Wind




Kronenducker; ungefähr eine halbe Sekunde vorm Wegspringen


Palmtauben


Eine der wenigen Wolkenlücken füllte dieser Springbock

Zum Sonnenuntergang wollten wir zu einem anderen Hügelchen fahren, v.a. da auch das Gewitter sich doch wieder verzogen hatte.
Nachdem Anja nach ein paar Metern aber diese Gestalt entdeckte, wollte sie dann doch nicht weiter.


Ein Skorpion am Wegesrand

Und so begnügten wir uns mit ein paar Bildern vom Parkplatz aus.


Spiel von Wolken mit Licht




Sonnenuntergang

Anschließend ging es zurück zum Camp und ich schmiss den Grill an; respektive ich wollte den Grill anschmeißen, denn es goss plötzlich wieder in Strömen. Das Gewitter kam wieder und zog genau über uns drüber. Ich sah mich schon die Steaks in der Pfanne machen, aber zum Glück hörte es auf und ich konnte los legen. So wurde es dann noch ein gemütlicher Abend.
Gemütlich zumindest so lange, bis ich auf Spinnenjagd im Schlafzimmer musste. jede spinne war nicht zu erwischen, denn die waren schneller, als ich reagieren konnte.

Witsand Nature Reserve - 1040ZAR
Gefahrene Strecke: 410km
Map: https://goo.gl/maps/K9ckuvdEtER2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
778 Beiträge · seit 200619. Feb. 2016 · #71
Wieder mal wunderschöne Bilder - danke!

LG
Tanja
2'319 Beiträge · seit 201119. Feb. 2016 · #72
Servus.

Glückwunsch... wirklich hervorragende Fotos.

Wir werden im Juli/August im KTP, Augrabies, in Witsand und im Mokala ein.

Freuen uns schon heute darauf.

Lieben Gruß vom Alm
74 Beiträge · seit 201519. Feb. 2016 · #73
Hallo Danilo und Anja,

bin erst heute auf Euren Bericht gestoßen und fast in einem Zug durchgelesen. 😎 😎 😎

Ich bin von Euren Bildern total begeistert, das ist National Geographic Niveau !!! 🤩 🤩 🤩

Vielen Dank fürs Mitnehmen !!!

Eure Berichte lassen Einen kaum los !!!! Mein Kompliment !!!! 🙂 🙂 🙂 Man hat das Gefühl, als ob man mittendrin dabei wäre !!!!!

Warte schon ungeduldig auf die Fortsetzung !!!! 😈 😈 😈


Liebe Grüße

Ragnarson
751 Beiträge · seit 201119. Feb. 2016 · #74
Hallo,

auch ich wiederhole: wirklich ganz tolle Aufnahmen - dein Bericht macht einfach Spaß zu lesen und anzuschauen - ein Genuss!

Besonders freut´s mich auch mal über Witsands etwas mehr zu lesen - wir werden im September dort sein (ebenfalls davor Augrabies und danach Mokala)

Freu mich auf die Fortsetzung und vielen Dank für´s Einstellen,
VG, Nette
Themenstarter191 Beiträge · seit 201323. Feb. 2016 · #75
20.10. Witsand - Mokala

Das Gewitter von gestern war mittlerweile Geschichte und so fuhr ich am Morgen noch einmal zur Düne runter. Anja wollte nicht mit und so bestieg ich den Sandberg allein.


Sand halt, aber weit entfernt von weißem Sand


Schöne Aussicht hat man hier schon.


Formenspiel

Danach wurde erst mal gut gefrühstückt und bevor wir endgültig los sind, fuhren wir noch einmal zum Bird Hide.


Unsere Hütten. der lange Stab ist übrigens kein Fahnenmast, sondern der Blitzableiter.


African Red-Eyed Bulbul


Ein Maskenweber beim morgendlichen Bad

Was jetzt kommt, lässt sich innerhalb weniger Worte beschreiben: Langweilige Landstraße. Bis Kimberley wechselte sich trostlose Landschaft mit kleinen Orten ab.
In Kimberley tankten wir voll und füllte unsere Vorräte wieder auf, bevor wir nach Süden abbogen.
Nach wenigen Kilometern erreichten wir den Abzweig zum Mokala Nationalpark. Ein paar Schotterkilometer weiter erreichten wir bereits das Gate, registrierten uns und bekamen die Richtung zum Lilydale Camp genannt; unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte.
Der Checkin ging recht flott und wir bezogen unsere schöne große Hütte mit Blick auf den Fluß. Einzig die Parksituation vor den Hütten war etwas anspruchsvoll. Mehrere große Steine und ein Baum machten etwas Nachdenken und Rangieren erforderlich, damit auch alle Hüttenbewohner ihr Auto so hinstellen konnten, dass alle auch wieder raus kommen.


Diese Agama begrüßte uns zum Einzug.

Wir machten uns dann bald wieder auf Tour, denn wir wollten noch etwas vom Park sehen. Allerdings machten sich in der Ferne schon wieder große Wolken breit.


Weißschwanzgnu

Gleich zu Beginn trafen wir auf eine Herde Pferdeantilopen; die hatten wir noch gar nicht auf der Reise gesehen.


Pferdeantilope allein


Und auch nicht allein


Zebra - sieht man doch, oder?


Man könnte auch sagen: “Esel mit Ohren”. Im Hintergrund wurde es schon immer schwarzer und der Wind nahm auch zu.


Junge Pferdeantilope; noch kleine Hörner, aber bereits große Löffel

Wir fuhren dann noch etwas gen Süden, aber das Wetter wurde immer schlechter.


Noch bildet die Sonne einen schönen Kontrast


Welcher sich aber auch bald erledigte.


Schlechtwetterkontraste

Im Endeffekt kam zum Wind ein Sandsturm und dann der große Regen, wodurch wir beschlossen, lieber wieder umzudrehen.


Diese Kuhantilopen sind dieses Wetter wohl gewohnt, denn sie ließen sich nicht wirklich stören.


Ab und zu konnte man sogar noch erkennen, wo die Straße verläuft.

So blieb uns nichts anderes übrig, als in der Hütte zu warten, was passiert. Als es dann doch später weniger wurde mit dem Regen fuhren wir noch einmal eine Runde. So nasse Tiere sind doch auch schön.
Viel sahen wir nicht und die Fahrt auf dem Vaalbos-Loop war nicht gerade schön. Die erste Hälfte der Strecke bestand teils aus ziemlich großen spitzen Steinen, wo ich wirklich keinen Spaß hatte. Da zog es sich dann doch ziemlich wie Kaugummi. Erst die zweite Hälfte, die wieder über die Grassteppe führte, war gut zu befahren. Dort sahen wir dann auch wieder ein paar Antilopen, aber für Fotos war es mittlerweile zu dunkel.
Bei einem Topf Nudeln verbrachten wir den Abend in der Hütte und hofften auf gutes Wetter für morgen.

Mokala national Park - Lilydale Rest camp - 735ZAR
Gefahrene Strecke: 400km
Map: https://goo.gl/maps/QwGstpC5y2o
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
71 Beiträge · seit 200923. Feb. 2016 · #76
unfassbar schöne Bilder!

Freue mich auf mehr Fotos und Geschichten!
751 Beiträge · seit 201124. Feb. 2016 · #77
Hi Danilo,

deine Bilder sind das beste Beispiel, warum man trotz schlechtem Wetter Grund zur Freude hat: geniale Schlechtwetterkontraste!

Eine Frage noch: die bei dir auch von Google berechneten 4 Stunden Fahrtzeit von Witsand zum Mokala - waren die realistisch?
Ich bin am überlegen, ob wir über Kimberley fahren sollen (wahrscheinlicher - aus einkaufstechnischnen Gründen) oder vorher schon den Liliydale Eingang nutzen sollen. Hast du diesbezüglich eine Empfehlung?

Danke dir,
VG, Nette
Themenstarter191 Beiträge · seit 201325. Feb. 2016 · #78
speed66 schrieb:
Eine Frage noch: die bei dir auch von Google berechneten 4 Stunden Fahrtzeit von Witsand zum Mokala - waren die realistisch?
Ich bin am überlegen, ob wir über Kimberley fahren sollen (wahrscheinlicher - aus einkaufstechnischnen Gründen) oder vorher schon den Liliydale Eingang nutzen sollen. Hast du diesbezüglich eine Empfehlung?
Die Fahrtzeiten hatten eigentlich immer recht gut gepasst. Es kommt allerdings auch drauf an, mit welchem Fahrzeug man unterwegs ist. Wir hatten einen normalen SUV, somit war die erlaubte Höchstgeschwindigkeit kein Problem.
Mit einem 4x4 (Hilux o.ä.) mag das teils anders aussehen.
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201329. Feb. 2016 · #79
21.10. Mokala National Park

Die Regenfront von gestern Abend hatte sich komplett verzogen und es strahlte wieder die Sonne vom Himmel.
Da sind wir natürlich gleich morgens raus.


Ein Warzenschwein beäugte uns doch etwas kritisch, als wir es beim Frühstück störten.


Ein Weißschwanzgnu allein auf der weiten Wiese.

Noch in der Lillydale-Sektion begegneten uns nach den Pferdeantilopen gestern die nächsten Neulinge auf unserer Tierliste: Rappenantilopen


Das Tierchen heißt im englischen nicht ohne Grund “Sable Antelope”


Sehr schöne Tiere und nicht wirklich scheu


Durch das hohe Gras war oft nicht mehr als der Rücken zu sehen

Die Fahrt ging weiter nach Süden und wir kämpften uns teils durch ordentlich Matsch, respektive Schlamm. Teils fuhr es sich wie auf Schmierseife und ich war froh, dann doch etwas Allrad zu haben.
Die Tierwelt gab aber immer wieder einen Grund zum Anhalten.


Steinböckchen - sehr scheu, sehr flink, schnell weg

Nach Süden änderte sich dann allerdings die Vegetation. Von offener Grassteppe kamen wir in kleine lichte Wälder und später sogar in steiniges Hügelland.


Leierantilope - geleiert hat da aber nix.


Ein paar zarte Blümchen zur Frühlingszeit


Gerade so aus dem Augenwinkel entdeckten wir diesen Waran.


Ein Schwalbenschwanzspint


Unser KUGA bekam ein neues Reifenprofil 😉


Dieses Warzenschwein suhlte sich in einer der vielen Schlammpfützen auf der Straße

An der Mosu Lodge machten wir unsere Mittagspause mit Sandwiches. Dabei beobachteten wir einige Schildkröten, die sich am saftigen Gras der Lodge labten.


Diese Schildkröte liebte das saftige Grün; bekommt man ja sonst nirgends in der Gegend.

Nach einem leckeren Dessert des Lodge Restaurants brachen wir wieder auf; zuerst zum Mofele Educational Center. Wir hatten uns dort v.a. Informationen über die Flora und Fauna des Parks erhofft, aber leider waren 90% der Ausstellung die Geschichte der Gegend. Auch interessant, aber nicht das, was wir erwarteten.
Also ging es wieder auf die Piste. Im Gegensatz zu anderen Parks waren hier auch zur Mittagszeit einige Tiere unterwegs, so dass man nicht lange ohne Sichtung unterwegs war.


Wie sich eine Pflanze durch Regen verändert


Kuhantilope


Hagedasch

Zwei Tierarten fehlten jetzt noch auf der Liste. Nashörner (genung Sch… lag herum) und Büffel. Letztere vor allem, da sie hier wirklich gesund sind. In anderen Parks werden sie von verschiedensten Krankheiten geplagt.
Den Nashörnern sollten wir nicht mehr begegnen , aber am späten Nachmittag fanden wir die Büffel kurz vor Lillydale.


Eine Herde Kapbüffel


Wir wurden immer beobachtet


und dies wirklich ganz genau


Fressen, beobachten, fressen, beobachten; immer schön im Wechsel


Oder auch mal nur beobachtend


Mächtig gewaltig


Die zwei Steppenzebras waren dann die letzten Tierchen für den heutigen Tag

Die Büffel bildeten einen schönen Abschluß für den heutigen Tag. Ich machte dann im Camp ein schönes Feuerchen und wir genossen unsere Steaks.

Mokala national Park - Lilydale Rest camp - 735ZAR
Gefahrene Strecke: 150km
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
100 Beiträge · seit 200805. März 2016 · #80
Hallo FreddyKr,

unterhaltsamer Bericht - hervorragende Fotos !!

Da ich mich nächstes Jahr auch im Northern Cape bewegen werde - erlauben Sie mir eine
Frage:

Sie waren um den 8./9. September im Namaqualand und erwähnen hierzu, dass das außer-
halb der Blütezeit gewesen sei.

Waren die Blumen zu dieser Zeit bereits verblüht oder ist wegen ausbleibenden Regens
die Blüte gänzlich ausgeblieben?

Danke.
Siegfried