Eine "langweilige" Reise durch Südafrika 2015

Reisebericht 91 Antworten · 20,7k Aufrufe · gestartet 01. Jan. 2016 von freddykr
Themenstarter191 Beiträge · seit 201301. Jan. 2016 · #1
Vorwort

Es war mal wieder soweit; die jährliche Urlaubsreise stand an; Termin 4 Wochen im Oktober 2015. Nur wohin? Mal was Ausgefallenes? Costa Rica? Zu nass. Tasmanien? Zu kalt und zu nass. Nordamerika? Zu gewöhnlich. Afrika? Klar, aber nur nach Südafrika; zu außergewöhnlich soll es ja auch nicht werden. 😉

Unterkünfte wurden klar gemacht; ganz langweilig alles vorgebucht und noch langweiliger alles Lodges. Anja war der Meinung Lodges wären in Bezug auf Tiere sicherer und sowieso bequemer. Wir werden sehen. 8)

Als Mietwagen gab‘s nur einen langweiligen Standard-SUV. Was Richtiges wurde von der Reiseleitung nicht genehmigt. 😉

Route? Von Kapstadt nach Johannesburg; natürlich nicht auf dem direkten Weg, sonst wäre es zuuu langweilig und wir müssten 3,5Wochen am Flughafen in Johannesburg auf den Rückflug warten. Also gab es ein paar kleinere, oder auch größere, Umwege.


Macht dann 3800km durchs südliche Afrika; so mehr oder weniger.

Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns dann ganz langweilig mit dem Lesen von Reiseführern und entsprechenden Berichten.

Vielleicht wird es im Endeffekt auch nicht sooo langweilig. 😉
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
zuletzt bearbeitet 14. März 2016
Themenstarter191 Beiträge · seit 201301. Jan. 2016 · #2
26./27.09.2015 – Frankfurt – Johannesburg – Kapstadt

Abflüge am späten Abend haben einen Vorteil: Es langt wenn man erst an dem Tag anfängt zu packen. Wozu eher Stress machen, als nötig? 😉

Per Nachbarschaftsexpress ging es für uns am frühen Abend zum Frankfurter Flughafen. An der Gepäckabgabe, Passkontrolle und Security war noch nix los; die langweilten sich schon fast zu Tote, also verschafften wir denen zumindest etwas Bewegung.

Für den heutigen Lufthansa-Flug nach Johannesburg hatten wir zwar eine Wartelistenanfrage auf Business, aber daraus wurde leider nichts. Als Ausgleich gab‘s zumindest Premium Eco; wenn auch dies nur mit Mühe. IT ist schon was Feines; wenn sie denn funktionieren würde. 😉

Die Premium Eco war m.E. ganz gut; Sitzabstand nach vorne sehr gut und ebenfalls zur Seite war deutlich mehr Platz. Das Essen war das Gleiche wie in der Eco, aber in Porzellan angerichtet. Business wäre schöner gewesen, aber besser als Eco.
Der Flug war wie geplant langweilig Hoch 10; kein Gewackel, nix. Selbst die Luftstraßen waren ohne Schlaglöcher und so landeten wir pünktlich in Johannesburg.

Die Immigration ging trotz A380 recht flott; nicht allein deswegen, weil die meisten als Herdentiere zur Reihe „Visa Required Passports“ stürzte und nur wenige, inklusive uns, zur „Visa Exempted Passports“. Mehr Zeit ließ sich unser Gepäck; gefühlt im allerletzten Container landete es auf dem Band. In Gedanken suchte ich schon mal den „Lost Baggage“-Schalter. Aber anscheinend war unseren Taschen dann doch zu langweilig und sie gesellten sich zu uns.

Draußen angekommen, holten wir uns die ersten Rand und weiter ging es zur Gepäckabgabe für den Flug nach Kapstadt. Aus der ersten Schlange wurden wir gleich wieder weg und hoch ins Terminal geschickt. Nach dem langen Flug waren wir noch nicht richtig auf Afrika eingestellt und so wurden wir prompt die ersten 10ZAR (ca. 0,75€) an einen freundlichen älteren Herrn los, der uns auf dem Weg zur Gepäckabgabe begleitete. Und das uns…

Da wir jetzt nicht mehr soooo viel Zeit hatten, ging es gleich ab zur Security, wo doch schon etwas mehr Betrieb war. Aber hier gab‘s dann Security, ala Afrika. Bei mir hat es gepiept, er schickt mich noch mal durch. Da piept es nicht und somit ok. Afrika halt…

Über den anschließenden Flug nach Kapstadt, kurzstreckengerecht auf A340-600, gibt’s nix langweiliges zu berichten. Nachdem die Flugbegleiter irgendwann hektisch anfingen die Getränkereste einzusammeln, dachte ich, dass der Flug gleich vorbei wäre. Ein Blick auf die Karte belehrte mich eines Besseren. Wir waren noch nicht mal ganz bei der Hälfte des Fluges…
Also langweilten wir uns weiter, denn das Inseat-Entertainment war zum Vergessen; da lief nur irgend so ein Werbefilmchen von South African.

Aber auch dieser Flug ging vorbei und wir landeten mit leichter Verspätung in Kapstadt, wo wir wieder auf unser Gepäck warten durften. Irgendwie will das nicht mit uns reisen.
Anja kaufte noch kurz etwas Wasser und dann ging es raus in die Kälte Afrikas. Jawohl „Kälte“.   😵

Zu den Mietwagenanbietern latscht man(n und Frau) hier noch eine halbe Ewigkeit; das haben die bestimmt mit Absicht gemacht für die ganzen fluggeschädigten Touris.
Bei Hertz rein und gleich zum Gold-Schalter. Ich hatte mir ja damit versprochen, einfach schnell das Auto zu bekommen und verschwinden zu dürfen. Aber nix damit, wäre ja noch schöner.
Die Dame hinterm Tresen holte den gelben Umschlag, wo mein Name drauf stand und aus den Augenwinkeln sah ich das „Namibia/Botsuana“ im Bemerkungsfeld. Wenigstens das scheint zu funktionieren.
Sie tippelt dann so fröhlich in ihrem PC herum; die üblichen Fragen wegen erweiterter Versicherung, die ich aber alle nicht haben wollte. Ich habe hier zwar bei Hertz Vollkasko mit Selbstbeteiligung, aber da wird mir ein Großteil von der Kreditkarte übernommen.
Als sie so die Zettel am Sortieren ist, frage ich mal beiläufig wegen den Papieren für die Grenzübertritte. Dieser Blick – als käme mein Anliegen jetzt völlig überraschend. Ich deute mal auf den gelben Umschlag und dann ging das Getippe im PC weiter. Sie zeigt mir die Rechnung und zu meinem veranschlagten Betrag kamen die Kosten für den Grenzübertritt und eine Haftungsreduzierung dazu. Ähm, Moment, wieso Haftungsreduzierung? Das wollte ich doch nicht. Also bitte streichen.
Ok, also dann gezahlt und ich noch mal wegen den Papieren gefragt. Ich soll warten und mir mal einen Kaffee nehmen, kam als Antwort. Ich hatte erwähnt, dass ich das vorher angemeldet habe?   😠 😈
Nach einigen Minuten kamen sie und eine Kollegin wieder. Die Genehmigung für den Grenzübertritt könne sie mir geben, aber die Kopie der Fahrzeugunterlagen muss das Büro in Kapstadt ausstellen, welches heute zum Sonntag nicht geöffnet hat.
Innerlich leicht vor mich hin köchelnd, fragte ich mal nach, ob ich es auch bei der Station in der City abholen könnte; da kommen wir eher vorbei. Ja, kein Thema, die machen das fertig. Nicht dran glaubend, ließ ich mir noch die Telefonnummer von denen geben und dann machten wir uns aus dem Staub.

Draußen, durch die Kälte langsam wieder abkühlend, erreichten wir den Parkplatz. Unser Auto, ein weißer Ford Kuga, stand natürlich nicht auf dem beschriebenen Parkplatz, aber ein freundlicher Mitarbeiter zeigte ihn uns. Mittlerweile fing es auch an zu regnen, was mich aber nicht davon abhielt, penibel das Fahrzeug auf Schäden zu überprüfen. Ich hatte im März so ein Erlebnis der dritten Art bei Hertz in JNB, auf das ich dieses Mal gern verzichten möchte.
Das Auto war ok, die Reifen wie neu, aber scheinbar wollte Hertz damit auf Rennstrecken gehen. Das Profil mag für Straßen gut sein, aber doch nicht für Gravel und Co. An dieser Stelle malte ich mir schon aus, wie ich bei sengender Hitze in der Kalahari die Reifen wechsle.

Natürlich hatte ich die KfZ-Halterung fürs Handy (Navi) vergessen, so dass dies Anja übernehmen musste.
Vom Flughafen waren wir dann schnell auf dem N2 in Richtung Osten und auch gleich im ersten Stau … der sich aber zum Glück auf der Gegenseite befand. Es war Sonntag und ganz Kapstadt kam von Osten wieder in die Stadt rein.
Viel Interessantes gab es unterwegs nicht, außer dass das Wetter immer schlechter wurde; es stürmte und regnete immer stärker. Bin ich in Afrika oder England? 😉

In Caledon verließen wir den N2 nach Süden und erreichten bei echt schlechtem Wetter und mittlerweile nahezu Dunkelheit L’Agulhas gegen 18:00Uhr. Gebucht hatten wir ein Hüttchen im Nationalpark und von nebenan kamen schon Kommentare von wegen, was wir machen, wenn die uns nicht mehr reinlassen; wenn da keiner mehr da ist.
Im Ort sahen wir die ein oder andere Unterkunft und somit betrachteten wir dies als lösbar. Hinterm Ort am Leuchtturm die nächste Frage; wo geht’s eigentlich zum Park, denn unser Navi streikte bei dieser Frage und ausgeschildert war auch nix. Die Adresse vom Office hatten wir und standen faktisch direkt davor. Ich ging da mal hin; dunkel und geschlossen war es, aber ein Zettel hing dran für Spätankömmlinge wie uns.

Also ab durch den Regen auf die Schotterpiste ca. 5km bis zum Gate, wo wir vom Wachmann begrüßt worden und den Schlüssel ausgehändigt bekamen. Auch gleich noch mal die Frage, ob wir auch noch mal raus kämen, wegen Futter fassen und so. Alles kein Problem kam als Antwort.
Somit rein in den Park zu unserem Hüttchen für die nächsten zwei Nächte. Schön war‘s hier, aber der Hunger kam und somit fuhren wir zurück nach L’Agulhas. In einem kleinen Laden kauften wir uns ein paar Vorräte für die nächsten Tage.
Für die Abendspeisung entschieden wir uns für das „SeaGulls“ direkt an der Hauptstraße. Leider war der Platz am Kamin schon besetzt, aber auch so ging es noch. Das Essen war gut und günstig. Ich bezahlte am Tresen und dann fuhren wir wieder zurück zum Park.

Nach ungefähr der halben Strecke kam dann so ein Gedanke in mir hoch; „Sch…, ich hab meine Fototasche im Restaurant vergessen“. 🤨 😮 Also wieder zurück und rein ins Restaurant. Die Tasche hing zum Glück noch genauso am Stuhl, wie ich sie hingehangen habe. 🤩

Zurück im Camp wurde dann nicht mehr viel. Es war ziemlich kalt geworden und so verkrochen wir uns nur noch unter die Decke.

Übernachtung: Agulhas Rest Camp - 1060ZAR
Gefahrene Strecke: 251km
Karte: https://goo.gl/maps/Ng6pq4skHS12
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
2'772 Beiträge · seit 200601. Jan. 2016 · #3
Hallo Danilo,

schön, dass Du Deine Fototasche wiedergefunden hast... 😉 ... so dürfen wir auch auf ein paar Fotos im Bericht hoffen....?
Also weiter, ich fahre gerne mit Euch.

Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
128 Beiträge · seit 200601. Jan. 2016 · #5
Hallo Danilo!
Aha, so ist das!? - Dann langweile ich mich gerne ein paar Tage mit dir. 🙂
Der Langweiler
Battli 😉
aus Somerset West/RSA
Themenstarter191 Beiträge · seit 201302. Jan. 2016 · #7
Willkommen @all. 😎 😎 😎

28.09. – Cape Agulhas

Es war kalt, ar… kalt.
Schon erwähnt, dass wir in Afrika sind und nicht in Sibirien? Das musste ich mir dann doch noch ein paar Mal einreden. Also erst Mal eine heiße Schokolade für uns beide gemacht, die zumindest etwas wärmte.

Dann meinte die Sonne auch so langsam hinterm Berg hervor zu kommen und es wurde zumindest aushaltbar.
Nach dem Frühstück machten wir uns zu einer kleinen Runde unten an der Lagune auf. Es war grad Ebbe und so begutachteten wir die entstandenen Tide-Pools.


Ein Blick auf die Hütten.


Unser kleiner KUGA. Wenn er hier gewusst hätte, was noch vor ihm liegt, wäre er keinen Meter mehr gefahren. Langweilig wird's für ihn nämlich dann doch nicht. 😉 😉 😉


Große Steine, kleine Steine, runde Steine, spitze Steine.


Krebse im mobilen Zuhause und Muschelgetier


Eine Seeanemone versuchte sich zu verstecken; wir fanden sie trotzdem.


Die Lagune

Ein paar Vögel waren auch unterwegs, aber still wollten sie dann auch nicht halten; wie auch bei dem Wind.
Ok, dann halt nicht und so sind wir in Richtung L’Agulhas aufgebrochen, wo wir im Office der Parkverwaltung noch die Formalitäten erledigen mussten.
Anschließend hoch zum Leuchtturm; schöne Aussicht, aber der zugig und ar…kalt.


Cape Agulhas Lighthouse

Unten im Shop erzählte uns die Dame, beim Schiffswrack zwischen hier und dem Park könne man derzeit drum herum laufen; so tief wäre die Ebbe.


Naja, mit „drum herum laufen“ wäre nichts geworden.


Noch mal etwas näher das gestrandete Schiffchen, welches so schnell nirgends mehr hinfährt.

Am südlichsten Punkt Afrikas, dem Kap an sich, sind wir bald wieder geflüchtet, da einfach zu viele Menschen unterwegs waren. Zumindest flüchteten wir vom Grenzstein zwischen Indischem und Atlantischem Ozean und schauten mal, was sich so links und rechts davon befindet, wo weniger Trubel war.


Rechts die Hexe von Agulhas. 😉 😉


Auf Augenhöhe mit den Blümchen


Helichrysum retortum


Eine Felsenagame - Southern Rock Agama; versucht sich zu tarnen, aber vergeblich.


Endlich mal still haltende Vögel; Kapscharben (Cape Comorant)

Wir sind dann zurück ins Camp und einen der netten Trails durch die schöne Landschaft gelaufen; Tiere gab es aber keine; dafür Blümchen.


Kreuzblume - Polygala myrtifolia


Rote Mittagsblume - Carpobrotus acinaciformis


Orchidee - Satyrium carneum

Dann war schon Zeit für die abendliche Brotzeit; heute frisch vom Grill, pardon Braai. 😉


Für mich bleibt's ein Grill; noch dazu von Weber. Die Wurst wurde perfekt. Ist ja auch ein Weber. 🙂

Dann aber los zum Sonnenuntergang an der Lagune.









Da es aber dann doch recht schnell wieder recht frisch wurde (in Gedanken „wir sind in Afrika … wir sind in Afrika … wir sind in Afrika …“), verabschiedeten wir uns nach einer heißen Dusche unter die dicke Decke.

Übernachtung: Agulhas Rest Camp - 1060ZAR
Gefahrene Strecke: 28km
Karte: https://goo.gl/maps/5jXBYPCG67U2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
441 Beiträge · seit 201202. Jan. 2016 · #9
Hallo,
wenn ich noch darf, möchte ich auch noch mitfahren!
Ich muss die Zeit bis Mitte Mai noch mit irgend etwas langweiligem überbrücken. Erst dann darf ich wieder nach Afrika. Vorher muss ich noch viel langweilige Arbeit leisten.

Liebe Grüße
aus dem "grau in grau" in Hamburg
Petra
https://www.smilies.4-user.de
Themenstarter191 Beiträge · seit 201303. Jan. 2016 · #10
Graskop schrieb:Hallo Danilo,
wunderschöne Landschaftsbilder zeigst du hier.
Danke. Bei schönem Wetter gibts auch schöne Landschaft.
Tadi schrieb:Ich muss die Zeit bis Mitte Mai noch mit irgend etwas langweiligem überbrücken.
Bis Mai werde ich fertig und sooo langweilig wirds im Endeffekt ja dann doch nicht. 😉

29.09. Cape Agulhas – Hermanus

Nach einer heißen Schokolade zum Auftauen packten wir wieder alles zusammen und fuhren zurück nach L’Agulhas.
Unterwegs machten wir noch einmal einen Stopp am Kap; heute mit deutlich weniger Menschen und auch Wasser. Wo gestern noch meterhoch das Wasser stand, konnten wir heute trockenen Fußes herum laufen.


Heute nur ein müdes Pfützchen


Noch mal der Leuchtturm; er soll irgendwie an den Leuchtturm von Alexandria angelegt sein. Naja 😉


Zwei Paradieskraniche in ihrem Paradies

Auf dem weiteren Weg nach Hermanus gab es dann nichts Besonderes mehr und so erreichten wir die Stadt um die Mittagszeit.
Hier soll man ja vom Ufer aus Wale beobachten können und so suchten wir uns einen Parkplatz; für einen Lunch und die Aussicht auf Wale.
Wale ließen sich dann irgendwann auch mal blicken, aber nur recht weit draußen; viel zu weit weg für irgendwelche brauchbaren Bilder.


Wie man sieht, kein Wal, sondern ein Klippschliefer; oder auf Neu-Deutsch Dassie.

Da es vom Wetter auch etwas ungemütlich wurde, sind wir erst mal zur Unterkunft gefahren.
Hier sollte es wieder WLAN geben, aber da wurde nichts draus. WLAN gab es zwar, aber die Verbindung brach ständig ab; irgendwie hatten die Probleme mit ihrem Access Point. Ich konnte allerdings mal an den PC der Hausherrin, da wir für Keetmanshoop noch eine Änderung machen wollten.

Nach einer kurzen Pause packten wir uns wieder dick ein (Wir sind doch in Afrika, oder?) und sind wieder runter ans Wasser; grad mal 5 Minuten zu Fuß.
Wir liefen etwas am Ufer entlang und konnten den ein oder anderen Wal beobachten.


Nicht ein Wal, sondern gleich zwei; Wohl Mutter-Wal mit Baby-Wal. Das wäre dann übrigens Tierfamilie #1


Die Familie noch mal etwas näher.

Viel mehr wurde dann heute nicht mehr. Zum Abendessen ging es ins „Ocean Basket“; wieder ganz lecker und günstig.
Danach fing es leicht an zu regnen und wir machten uns schleunigst auf den Weg zurück, wo ich versuchte dem im Zimmer vorhandenen Kamin ein Feuer zu entlocken. Er sträubte sich ziemlich, aber verlor im Endeffekt dann doch.

Übernachtung: Brown Jug Guesthouse 800ZAR
Gefahrene Strecke: 238km
Karte: https://goo.gl/maps/B44Mmy7cgKm
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
zuletzt bearbeitet 03. Jan. 2016
2'772 Beiträge · seit 200603. Jan. 2016 · #11
hey klasse! Danke für den unterhaltsamen, schönen Bericht.

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
Themenstarter191 Beiträge · seit 201304. Jan. 2016 · #12
30.09. Hermanus

Eigentlich wollten wir heute eine Walbeobachtungstour machen, aber daraus wurde nichts.
Wir hatten zum Glück vorher nichts gebucht, denn heute fuhr gar nichts. Auf Grund des schlechten Wetters ist alles abgesagt wurden.
Apropos Wetter; afrikatypisch regnete es, zwar nur leicht, aber es war nass.

Wir gingen somit erst mal ins „Savannah Cafe“ zum Frühstücken. Während wir da so vorm Kamin saßen, machte Petrus draußen seine Schleusen richtig auf; es goss in Strömen.
Pünktlich als wir fertig waren, war auch der Regen fertig. So konnten wir doch mal runter ans Ufer, aber dort fing es wieder an. Erst nur leicht, aber dann immer stärker werdend; dazu ein kräftiger Wind. Einfach bääähh.

Wir gingen dann einfach mal ins örtliche Walmuseum (The Whale House Museum); was will man sonst bei Regen machen. Es ist nicht sehr groß, aber etwas Zeit konnten wir dort drinnen schon rum bringen. Und v.a. es war trocken. Es gibt etwas zum Lebensraum der verschiedenen Wale und ein Walskelett.
Danach hat es zum Glück wieder aufgehört zu regnen und wir konnten uns wieder die echten Tiere anschauen.


Noch kein Wal, sondern ein Graureiher


Der rechte Dassie hat doch was vor...


Ein Wal, versteckt hinter einer Alge


Wem winkt der denn da?


Das nennt man mal "Grinsen bis zu den Ohren" 😉


Mahlzeit

Im Nachbarort „Kleinmond“ soll man ebenfalls gut Wale sehen können; Pustekuchen, da war gar nix los; also wieder zurück.
Da mittlerweile sogar mal die Sonne raus kam und wir vorerst genug Wale hatten, fuhren wir hoch zum „Fernkloof Nature Reserve“, wo Anja auf der Beschreibung einen Wasserfall entdeckte. Also stiefelten wir mal dahin. Der Wasserfall entpuppte sich zwar eher als „Fällchen“, aber hat sich trotzdem gelohnt.


Fernkloof Nature Reserve - Wenn man weiß wo, findet man hier auf dem Bild auch Wasserfälle


DER Wasserfall


Aus dem Wasserfall wird ein Bächlein


Leukospermum (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus...) - Pincushion Protea


Noch mal von nah


Meerblick vom Berge

Zum Schluss sind wir noch mal an die Küste und jetzt zeigten sich sogar die ein oder anderen Wale etwas bewegungsfreudiger; leider aber nicht die, die direkt vor uns schwammen.


Unser Aussichtspunkt am ende der "Stemmet Street"


Schnauf - man sieht hier gut die V-Förmige Fontäne


Ein schweifender Blick die Küste entlang


Schnauf - Im Sonnenuntergang


Unter Wasser ist die Sicht wohl so schlecht, dass er mal oben schauen wollte, was los ist


Zumindest kein Bauchklatscher, sondern ein Rückenklatscher.
Sie meinten es aber auch gut mmit uns, denn sie sprangen immer 2x; einmal zum anvisieren, dann zum abdrücken.


Der Tag begann mit Regen und endete im schönsten Sonnenschein.

Zum Abendessen gab es heute Sandwich daheim und dabei ein lodernder Kamin (der sich mir heute wieder zu widersetzen versuchte, aber wie schon gestern erfolglos).

Übernachtung: Brown Jug Guesthouse 800ZAR
Gefahrene Strecke: 80km
Karte: https://goo.gl/maps/dHY9TpuPc5q
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
751 Beiträge · seit 201104. Jan. 2016 · #13
Tolle Aufnahmen!

Danke für´s Zeigen und Berichten,
LG, Nette
441 Beiträge · seit 201204. Jan. 2016 · #14
...schöne Fotos - danke fürs Zeigen!

Liebe Grüße aus dem heute kalten Hamburg (Minus 5 Grad) mit eiskaltem Wind
Petra
https://www.smilies.4-user.de
zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2016
Themenstarter191 Beiträge · seit 201306. Jan. 2016 · #15
01.10. Hermanus – Simons Town

Natürlich sind wir heute morgen noch mal zu den Walen runter gefahren. Und tatsächlich, es gab sogar welche, die nicht geschlafen haben.


Frühsport; wir entscheiden uns fürs Zuschauen


Die Eintauchphase reicht noch nicht für 10 Punkte. Da muss er wohl noch üben.

Dann trennten sich unsere Wege; die Wale blieben hier, belustigten die Gäste beim jährlichen Walfestival und wir fuhren weiter.


Abschied von Hermanus im Nebel

In „Betty's Bay“, so zeigte uns ein Hinweisschild, sollte es Pinguine geben. Leider kam nach dem einen Schild an der Hauptstraße keines mehr und wir drehten um. Nachträglich betrachtet, hätten wir die Straße zum Strand nur weiter fahren müssen. Naja, mit Hinweisschildern haben die es hier nicht so. Wir sind dann in „Pringle Bay“ raus; irgendwo müssen die Pinguine doch sein. Das wir hier dann natürlich komplett falsch sind … hinterher ist man(n) halt immer schlauer.
Aber das passiert, wenn man sich drauf verlässt, Internet zu haben und dann keines da ist.
Ohne Pinguine fuhren wir an der Küste weiter, die aber auch ihren Reiz bot.


False Bay R44


False Bay R44

In Somerset West war es dann mit der Idylle vorbei; auf dem N2 Richtung Kapstadt; inkl. viel Verkehr und dem ein oder Stau.
So tasteten wir uns immer weiter vor bis ins Stadtzentrum zu Hertz. Wir parkten bei denen kurzerhand in der Einfahrt; ich muss ja nur kurz ins Büro die Papiere holen.
Das „kurz“ hätte funktionieren können, wenn die von irgendwas Bescheid gewusst hätten. So musste ich es der Dame erst noch erklären, was ich eigentlich für ein Problem habe. Aber sie hat es verstanden, schrieb eine Nachricht ans Büro und ein paar Minuten später hatte ich den Wisch in den Händen. Warum nicht gleich so?
Wir kämpften uns wieder durch den Stadtverkehr in Richtung Tafelberg, welcher wundervoll unter strahlend blauem Himmel da lag. Es war wohl die schlechteste Zeit, die wir uns dafür hätten aussuchen können. Die Schlange oben war elendig lang; uns zu lang und wir fuhren wieder runter.


Isser nicht schön, der Tafelberg?

An der Westküste fuhren wir dann weiter Richtung Süden; die beste Idee war es nicht, denn eine übel lange Baustelle zwang uns zu verschiedensten Umleitungen quer durch mehrere Wohngebiete. Mir persönlich ging es dann schon irgendwann auf den Geist, zumal nicht immer eindeutig war, wo man jetzt lang fahren soll; oder ob man plötzlich mitten in der Baustelle steht, weil wir einfach mal dem LKW gefolgt sind. 😉


Ein Hagedasch, oder Hadada Ibis, lief uns auf einem Parkplatz an der Hout Bay über den Weg.

Aber wir erreichten unser Ziel „Simons Town“; ein nettes kleines Örtchen direkt am Meer.
Am Ende des Ortes ging es den Berg hoch zu unserer Unterkunft; Bergsteiger hätten hier ihre Freude, wir hatten zum Glück unser Auto.
Die Unterkunft war groß und geräumig und hatte eine fantastische Aussicht von der Terrasse. Das war’s aber auch schon; die besten Tage lagen schon länger zurück. Das angekündigte WLAN war nicht vorhanden, aber die Krönung war der Whirlpool, den ich hinter der Küchentür gefunden habe. Ich kam mir da vor wie im Urwald; alles zugewachsen und verwildert. Wahrscheinlich lebte in dem Anbau mehr als mir lieb war. Vor Entsetzen habe ich dann auch noch vergessen Bilder zu machen. 😉
Wir sind dann gleich wieder los, denn wir wollten zu den Pinguinen. Auf dem ausgeschilderten Parkplatz kamen gleich wieder die selbsternannten Parkplatzwächter; dann Tourinepp hier und Tourinepp da. Ich kam mir vor wie auf nem türkischen Basar.
Am Kassenhäuschen zu den Pinguinen lächelte mich dann die „Wild Card“ entgegen. Wenn angeboten, kann man sie ja nutzen; teuer genug war sie ja. Karte und Perso hingegeben und die Dame meinte, sie wäre abgelaufen. War sie auch, irgendwann 2012. Ich hatte sie allerdings dieses Jahr verlängert, was sie aber nicht sehen konnte/wollte. Sie verschwand dann mit meiner Karte und Perso im Office, aus dem sie nach knapp fünf Minuten wieder erschien und die Sache als erledigt betrachtete. Geht doch.
Wir sind dann auf dem Boardwalk runter zu den Pinguinen und den unzähligen anderen Touristen; meist irgendwelche Gruppen. Sch…, war das voll hier. Zum Glück dürfen die Gruppen nur 20min hier bleiben und so kamen wir auch noch zu ein paar ruhigen Bildern.


Wer freut sich denn hier so uns zu sehen? Ein afrikanischer Pinguin, Alias Brillenpinguin, Alias Jackass Pinguin


So ein Gefieder erfordert schon eine gewisse Putzarbeit...


... die allein nicht immer machbar ist. Wer kommt schon mit dem Schnabel auf den eigenen Rücken? Ich nicht. 😉


Die brauchen keinen Nerz um den Hals, sie haben ihr eigenes “Fell”. Familienachwuchs #2 so nebenbei.


Da muss doch irgendwo noch was zu finden sein...


Brust raus, Bauch rein


”Felsenpinguine”


Scheint bequem zu sein so ein Felsen


Typisch Frau, ich sag rechts und sie läuft links lang...

http://www.youtube.com/watch?v=l2RzSvyCF64
Und sie bewegen sich doch - gefilmt mit der DSLR

Als sich dann die nächste Reisegruppe näherte, machten wir aber auch die Biege. Es wurde uns zu voll.
Wir verfrachteten uns in unser Wägelchen und ergriffen die Flucht; nach Süden und steuerten das Kap an.
Unser erster Halt war am Parkplatz zum Aufstieg zum Leuchtturm. Man könnte ja hoch laufen, aber man muss ja nicht und so entschieden wir uns für die Fahrt mit der Standseilbahn, der „Flying Dutchman“; so ganz ohne Piraten, sondern nur mit einer asiatischen Reisegruppe.
Oben sind wir bisschen herum gelaufen und haben die Aussicht genossen.


Ein Leuchtturm wie man erkennen kann


Ein Blick auf das eigentliche Kap der guten Hoffnung.


Steile Küste


Höhenangst?


Sogar das Wetter wurde wieder besser.


Runter sind wir dann zu Fuß; ganz so lauffaul sind wir dann doch nicht.
Weiter per Auto zum eigentlichen Kap der guten Hoffnung. Wir wären eigentlich lieber gelaufen, aber die Zeit ging sich dafür einfach nicht aus. Unterwegs noch etwas Wildlife in Form von Strauß mit Nachwuchs.
Hier unten dann hoch auf den Hügel und eine gute Aussicht genießen.


Auf dem Felsen am Kap


So langsam macht die Sonne einen auf Verduften


So als Beweisbild, dass wir wirklich da waren. 😉


Die Seelöwen haben ihren Spaß


Wellenreiten


Komorane fliegen in den Sonnenuntergang

Im Park konnten wir zum Sonnenuntergang nicht bleiben, also sind wir raus und an die Westküste. Hier wurde es allerdings immer nebliger und die Gegend auch merkwürdiger. Umso weiter wir kamen, umso weniger hatte ich Lust im Dunkeln zurück zu fahren und so drehten wir beizeiten um.


Der Nebel wollte beim Sonnenuntergang in der ersten Reihe stehen und versperrte uns damit die Sicht.

In Simons Town suchten wir uns ein kleines Restaurant und entschieden uns für das “The Meeting Place”; im ersten Stock gelegen denkt man gar nicht, dass hier ein Restaurant ist. Das Essen sehr lecker und sehr liebevoll angerichtet.

Übernachtung: Napthali Lodge - 54€
Gefahrene Strecke: 294km
Karte: https://goo.gl/maps/2P6mw9RJbV22
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
1'523 Beiträge · seit 201106. Jan. 2016 · #16
...

...........von wegen ........... Danilo.............


......Frau hat (mal wieder.....) recht ........ 😉 😉 😉


es gilt Linksverkehr............... 😄 😄 😄 😄 😄


lg, BMW
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2016
Themenstarter191 Beiträge · seit 201307. Jan. 2016 · #17
BMW schrieb:...

...........von wegen ........... Danilo.............


......Frau hat (mal wieder.....) recht ........ 😉 😉 😉


es gilt Linksverkehr............... 😄 😄 😄 😄 😄
Aber beim Abbiegen sollte doch schon "rechts" recht sein und kein linkes Links. 😉 😉 😉
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201307. Jan. 2016 · #18
02.10. Simons Town

Nachdem gestern der Abstecher auf den Tafelberg gescheitert ist, unternahmen wir heute einen neuen Versuch. Aber zuerst stellten wir uns in den morgendlichen Stau hinter Simons Town. Eine Baustelle verwandelte die Straße in einen Parkplatz.
Wir kämpften uns durch den Berufsverkehr weiter in Richtung Tafelberg. Dort angekommen war schon einiges los und der „Parkplatz“ am Straßenrand ging schon ein paar Meterchen.
Wir stellten uns hinten an und liefen zu Fuß die paar Meter bis zur Talstation der Seilbahn. Bis zum Gipfel hoch laufen wäre zwar eher mein Fall gewesen, aber dies war heute zeitlich einfach nicht drin und somit gabs die Faultiervariante mit der Seilbahn.
An der Kasse war heute Morgen nix los; ganz im Gegensatz zu gestern. Und da ich doch immer so gern laufe, durfte ich anschließend noch mal zum Auto zurück sprinten, da Anja ihre Mütze vergessen hat. Ich brauch echt mehr Kondition.
Heißt es sonst in Seilbahnen immer „Bitte festhalten“, kam hier der Spruch „Bitte _nicht_ festhalten!“. Der Innenraum dreht sich während der Fahrt einmal um 360Grad, so dass jeder zu jeder Seite einmal den Ausblick genießen konnte. Wirklich gut gemacht von den Schweizern.
Oben angekommen genehmigten wir uns im örtlichen Restaurant unser Frühstück, bevor wir uns auf den Rundweg auf dem Tafelberg machten.
Herausragende Persönlichkeiten wie dieser Berg ziehen erfahrungsgemäß viele Menschen an, aber bei Tafelbergen verteilt sich dies dann doch ganz gut auf der Tafel.


Von der Tafel der Blick nach unten auf die Stadt am Kap, Kapstadt


Blick auf den Lions Head


Auch hier oben blühen Blümchen. Im Hintergrund “Robben Island”.


Heidekräuter, alias Erica Vestita


Edmondia sesamoides


Silberbaum, alias Leucadendron tinctum


Flach und ohne Blümchen


An der Kante der Tafel


Ihn gabs hier auch, den “Yellow Bellied Sunbird”

Gegen Mittag begaben wir uns wieder nach unten…

Bei YouTube ansehen ↗



... und drehten noch eine kleine Runde zum Lions Head; allerdings nur, um den Tafelberg besser fotografieren zu können.
Achso: An den Seilbahnstationen oben wie unten gabs sogar kostenloses WLAN; und gar nicht mal soo übel.


Der Tafelberg in seiner gesamten Schönheit

Als nächstes fuhren wir rüber zum „Kirstenbosch Botanical Garden“. Das hatte sich Anja gewünscht und einer muss ja fahren. 😉
Da sich daheim meine gartengestalterischen Maßnahmen auf das Graben von Löchern beschränken, konnte ich mit dem Park nicht allzu viel anfangen. Schön wars trotzdem und Anja war begeistert.


Kirstenbosch Botanical Garden


Huch, wo kommt der denn her?


Vygie flower - Lampranthus zeyheri


Strelitzia


Rooistompie - Mimetes cucullatus


Fading yellow Pincushion Protea


Vygie - Drosanthemum Speciosum


King Protea

Den Abschluss des Tages genossen wir auf dem Weingut „Groot Constantia“; begonnen mit einer Weinverköstigung mit Schoki. Wein für Anja, Schoki für mich. Als Fahrer zieht man bei solchen Dingen irgendwie immer die A…karte. 😉


Groot Constantia


Groot Constantia

Fürs Abendessen sind wir dann gleich noch ins angeschlossene Restaurant, zu Steak und Wein. Beim Wein gab es aber mal wieder ein Problemchen. Eigentlich wollte Anja nur ein Glas, aber sowas hatten die nicht; entweder Flasche oder Karaffe mit 200 (oder waren es 250?)ml. Beides war Anja zu viel, da ich ja nichts trinken durfte.
Aber dann hatte ich den Geistesblitz schlechthin. Warum nicht eine Flasche ordern und diese dann mitnehmen? Mal die Bedienung diesbzgl. gefragt und ja, dies wäre möglich.
Das Steak war gut und abends in der Unterkunft auf der Terasse bekam ich noch mein Glässchen Wein. 🙂


Übernachtung: Napthali Lodge - 54€
Gefahrene Strecke: 114km
Karte: https://goo.gl/maps/K1Y7mrmuZNr
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
zuletzt bearbeitet 07. Jan. 2016
46 Beiträge · seit 201507. Jan. 2016 · #19
Traumhaft schöne Fotos!

Ich bin absolut begeistert!!

Viele Grüße

Britta
Themenstarter191 Beiträge · seit 201310. Jan. 2016 · #20
03.10. Simons Town – Paternoster

Heute früh sind wir zuerst noch mal zu den Pinguinen an den Boulders Beach gefahren. Wir parkten allerdings auf der Südseite, wo keine selbsternannten Parkplatzwächter herum standen.
Auch Reisegruppen waren so früh noch nicht unterwegs und so hatten wir die Pinguine nahezu für uns allein.


Schau mir in die Augen, Großer.


Zeit zum Aufstehen


Flauschiger Baby-Pinguin


Hier kommen wir...


Hand in Hand gehts zum Baden


Take photos, leave footprints 😉

http://www.youtube.com/watch?v=YN9vWUXlzak
Noch mal Pinguine in Action

Jetzt mussten wir allerdings los. Wir wollten eigentlich in Muizenberg die farbigen Strandhütten fotografieren, aber als wir dort ankamen, goss es in Strömen. Nö danke, das sparen wir uns.
Heute wäre auch nichts aus dem Tafelberg geworden, denn alles, was nach Tafel hätte aussehen können, hüllte sich in Wolken.
Also kämpften wir uns weiter durch den morgendlichen Berufsverkehr nach Norden und umso nördlicher wir kamen, umso besser wurde das Wetter.
Nördlich von Kapstadt machten wir Stopp in einem Pick’n Pay, um unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzufüllen. Und auch eine kleine Kühltasche landete im Einkaufswagen, da wir unsere daheim vergessen haben. Ich schaute auch gleich mal nach einem ZA-Aufkleber fürs Auto, denn für Namibia ist dieser vorgeschrieben. Ich fand nur keinen; wir haben ja noch ein paar Tage.
Die weitere Fahrt verlief wenig spektakulär. Das interessanteste war noch das Atomkraftwerk am Meer.
Am frühen Nachmittag erreichten wir den Westcoast NP. Neben Vögeln soll es hier auch einiges an Antilopen geben; also auf zum ersten Gamedrive.
Uns überraschten allerdings kleinere Vierbeiner. Mit denen hatten wir irgendwie überhaupt nicht gerechnet.


Afrikanische Schnabelbrustschildkröte im Fluchtmodus

Wir fuhren zuerst zum “Abrahamskraal Waterhole”, einem kleinen Birdhide direkt an einem Süßwassertümpel. Vögel gab es hier einige, größeres Getier war Fehlanzeige.


Cape Weaver


Und noch einer


Southern double-collard Sunbird


Blümchen gab es natürlich auch, wie diese Euphorbia Mausitanica


Einer der Weber macht die Flatter


Gelbsteißbülbül


Das Weibchen des Maskenwebers


Eure Eminenz, der “Heilige Ibis”


White-throated swallow


Fast zu spät

An den anderen Birdhides war nix los. Alle Vögel waren viel zu weit weg.


Noch eine der Schildies

http://www.youtube.com/watch?v=_qBIwevKo-4
Ein paar bewegte Bilder aus dem Westcoast National Park

Wir brachen dann wieder auf, denn bis Paternoster sind es noch ein paar Kilometer; die nicht so viele wären, wenn unser Navi halbwegs einen Plan gehabt hätte.
In Paternoster, oder genauer kurz davor, bezogen wir unser Zimmer für die nächsten zwei Nächte im Farr Out; einem Bed & Breakfast geführt von einem deutschen Paar. Dieses war allerdings nicht anwesend, sondern gerade in Deutschland. Demzufolge konnte auch das „Breakfast“ gestrichen werden und wir bekamen Voucher für ein nahes Restaurant. Allerdings gab es dort Frühstück erst ab 9:00Uhr, was uns morgen definitiv zu spät war. So müssen die Vorräte herhalten.
Wir wollten dann noch mal runter an den Strand, allerdings sagte uns der Ort so gar nicht zu. Auf dem Parkplatz lungerten einige von Jugendlichen herum, so dass wir das Auto dort nicht stehen lassen wollten. Und so schön sah der Strand jetzt auch nicht aus.
So beendeten wir den Tag bei einem Sandwich auf Balkonien.

Übernachtung: Farr Out Guesthouse - 73€
Gefahrene Strecke: 232km
Karte: https://goo.gl/maps/oAECkN8p9KE2
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland