MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201518. Dez. 2015 · #21
Passarge Valley No 3 liegt fast genauso schön wie unsere gestrige Campsite. Wieder ein weiter Ausblick über menschenleeres Land. Kurz nachdem wir angekommen sind, kommen ein paar Deutsche und fragen, ob sie mit auf unseren Stellplatz können. Wir sind ehrlich und bitten sie, sich einen anderen Platz zu suchen.
Norbert fängt an in der großen Kabeldose zu kramen und unser bisheriges Film- und Fotomaterial zu sichern.
Wie schon in Sunday Pan, gibt es eine Dusch- und eine Plumskloschnecke. Diese hier riecht allerdings deutlich dezenter.
Den Eimer in der Duschschnecke ist natürlich leer. Also schauen wir uns den Wasserhahn an unserem Auto etwas genauer an und siehe da: es funktioniert! Flaschenzug in der Schnecke runter lassen, Wasser rein, wieder hochziehen und DUSCHEN 😄 😄 😄 Als die Sonne langsam untergeht, sind wir froh dieses Schauspiel in Ruhe genießen zu können…
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201520. Dez. 2015 · #23
9.11.
Nach einem grandiosen Sonnenaufgang entscheiden wir uns für den Tau Pan Loop.
Wir sehen kaum Tiere, aber die Landschaft gefällt uns sehr.
Da es hier eine Lodge gibt, treffen wir einige ihrer Fahrzeuge, meistens gestopft voll mit Touries. Wir sind und ganz sicher: wir möchten nicht tauschen!
wie kriege ich mehr als 8 Bilddateien in eine "Kiste"?
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201520. Dez. 2015 · #24
Es ist heute noch heißer als gestern. Es weht ein Wind, der aber keine Abkühlung bringt. Ich wollte in Hamburg noch ein Thermometer gekauft haben…so können wir nur schätzen – sehr heiß.
Irgendwie gelingt es uns, uns zu verfahren und wir landen auf der Cut Line. Die geht schnurgeradeaus und ist eher langweilig und tiefsandig.
Wir treffen auf ein Paar Südafrikaner. Sie berichten uns von abgelesenen 48 Grad und einem Löwenrudel in Letianhau. Wir fahren erstmal an der Campsite vorbei zum Wasserloch. Keine Löwen aber ein Rudel Schakale, dass sich hier breit gemacht hat.
ja, die Hitze war teilweise mörderisch. Schöne Plätze hattet ihr. Diese Weite und Einsamkeit kann süchtig machen. 😄 Daß einem dann trotzdem noch Tiere über den Weg laufen, kann man manchmal kaum glauben. 🙂 Danke für die schönen Fotos. Sie gefallen mir sehr gut. 🙂
Bin schon auf eure weiteren Erlebnisse gespannt.. Liebe Grüße,
Hildegard
zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung.Wir verprassen das Erbe unserer Kinder...;-)
Reisebericht Namibia 2013
"Nur" eine Einsteiger-Tour
gerade habe ich in einem Rutsch Dein RB gelesen. Sehr schoen eure Route, gefaellt mir sehr gut. 😎 Wir wollen ja auch nochmal, evtl. in 2017 und da war auch schon die Ueberlegung J`burg als Start/Ziel zu nehmen. Auch der Bushcamper von Bushlore wuerde uns gefallen.
Ich freue mich auf eure Weiterreise und eure Erlebnisse in dieser grandiosen Natur!
Auch im Sept./Okt. empfanden wir die Hitze schon als sehr heftig. Wir haben es dann meistens wie die Tiere gehalten, waehrend der Mittagshitze ruhig im Schatten gedoest und dann erst wieder spaeter zum Leben erwacht.
LG, Elsa, die gerade ein Weihnachtspaeuschen im Berichteschreiben macht...
PS: Uebrigens erging es mit sehr aehnlich mit dem Hochladen des Berichts und der Bilder. Was habe ich schon geflucht. Jetzt wird erst in Word vorgeschrieben und dann kommen die Bilder , 2 pro Hochladevorgang. Da kann man schon ein ganze Weile dran sitzen. Aber es macht ja trotzdem Spass!
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201523. Dez. 2015 · #31
Wir kochen uns einen leckeren Eintopf mit dem Pottje, der im Küchenequipment enthalten war, und genießen einen weitern Abend in der Einsamkeit der Kalahari. Auch ohne das Löwenrudel gefunden zu haben, sind wir einfach nur glücklich hier sein zu können.
10.11.
Natürlich begeben wir uns nach Sonnenaufgang wieder auf Löwensuche. Zuerst gucken wir am Wasserloch. Hier sind wieder (oder noch?) Schakale. Es sind deutlich mehr als gestern. Das Tier mit dem verletzten Ohr können wir aber nicht entdecken.
Ein paar Oryx und Springböcke sind auch da, aber sie scheinen sich nicht an das Wasserloch heranzutrauen.
Langsam fahren wir in Richtung Gate. Es ist schon wieder sehr warm, daher konzentrieren sich unsere Blicke auf Schattenplätze unter Bäumen und Büschen.
Ganz plötzlich werden wir fündig! Direkt am Wegrand liegen zwei Löwinnen mit fünf Halbstarken.
Das wird wohl ein Kalaharilöwe werden:
Wir beobachten sie lange. Sie sehen sehr satt und zufrieden aus. Schweren Herzens reißen wir uns irgendwann von ihnen los und fahren zum Gate. Wir kommen dort erst nach 11:00 Uhr an, müssen aber großzügigerweise nicht nachzahlen. Kurz hinter dem Gate trage ich noch diese Schildkröte von dem Pad.
Fazit CKGR: Wir haben kaum andere Menschen getroffen und auf den Campsites waren wir immer die einzigen. Daher kann ich mir kaum vorstellen, dass Piper Pan ausgebucht war 😈 Die Tiersichtungen waren nicht üppig (ok, abgesehen von den Löwen), aber die Landschaft, der Sternenhimmel und die Sonnenauf- und untergänge waren spektakulär. Für eine nächste Reise – es wird sie geben! – würde ich hier mehr Zeit einplanen. Vielleicht dann doch erst nach Khutse und dann durch… allerdings würde ich das nur im Konvoi riskieren. Man muss bei der Planung bedenken, dass man alles mitbringen muss. Es gibt kein Wasser und kein Holz. Den eigenen Müll kann man erst am Gate in einen großen Container werfen. Und es war einfach zu heiß. Bei einer nächsten Planung würde ich über eine andere Jahreszeit nachdenken.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201518. Jan. 2016 · #33
Durch trockene, staubige Landschaft fahren wir in Richtung Boteti. Wir sehen viele Windhosen, die wir erst für den Rauchschwaden von Bränden halten. Ansonsten sind Rinder und Strauße unterwegs.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201518. Jan. 2016 · #34
In Khumaga kann man Tiaan´s Camp kaum verfehlen. An jeder Ecke sind bunte, gemalte Schilder.
Dort angekommen, werden wir von Heike herzlich begrüßt. Wir können uns einen Platz aussuchen, denn wir sind heute die einzigen Gäste. Bis zum Abendessen faulenzen wir und genießen die Dusche und die Dachterasse, von der man einen schönen Blick auf den Boteti hat.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201518. Jan. 2016 · #35
Das Camp ist sehr liebevoll gestaltet. Besonders der Kronleuchter über dem großen Esstisch gefällt mir.
Das Essen schmeckt ausgezeichnet. Es gibt als Vorspeise eine art Frühlingsrolle, dann Kudusteak mit gebratenem Gemüse, Kartoffeln und Süßkartoffeln (den Nachtisch habe ich vergessen). Heike erzählt uns von der Entstehung des Camps und wir können nur ahnen wie mühsam es ist, so etwas aufzubauen und zu unterhalten. Es gefällt uns hier so gut, dass wir beschließen eine zweite Nacht zu bleiben, mit Vollpension! Das Camp besteht aus einer kleinen Bar mit großer Terrasse (das Restaurant) und einer gemütlichen Dachterrasse. Es gibt 2 Bungalows, 5 oder 6 Campsites, ein kleines Pool und einen herrlichen Ablution Block. Wenn man hier ein Abendessen genießen möchte, sollte man das vorher anmelden, damit sich die Küche darauf einstellen kann.
Den nächsten Tag verbringe ich auf der Dachterrasse und am Pool. Ich fange endlich mit dem Schreiben eines Reisetagebuches an. Am Nachmittag kommen noch zwei deutsche Paare an. Die einen hatten wir schon bei Bushlore in Johannesburg gesehen. Sie sind mit einem Hilux alleine von Khutse durch die Kalahari gefahren. Naja, sie sind auch deutlich jünger als wir. 😗 Die anderen, mit einem Landcruiser Poptop, berichten von großartigen Tiersichtungen am Chobe.
Angeregt tauschen wir Tipps und Erfahrungen aus und erleben, wieder bei sehr gutem Essen, einen gemütlichen Abend.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201518. Jan. 2016 · #36
12.11. Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir unsere Rechnung bezahlen. Da irgendwann in der letzten Nacht der Strom ausgefallen ist, funktioniert das Kartenlesegerät nicht. Unser Bargeld reicht nicht aus, wir haben wohl etwas geprasst. Mit dem Handy macht Heike für uns ein Treffen mit Tiaans Frau in Maun aus um dort unsere Zeche zu bezahlen. Das Camp verfügt zwar über einen Generator, es gibt aber wohl gerade keinen Sprit dafür…. 😕
Wir haben aber noch reichlich Zeit bis wir in Maun sein müssen. Also überqueren wir zunächst den Boteti. Vor 20 Jahren war hier alles knochentrocken und wir sind damals irgendwo durch das Flussbett gefahren. Die Fähre ist ein kleines Abendteuer: Sie kann nicht direkt bis ans Ufer fahren. Also rein ins Wasser und auf die Fähre bis ganz nach vorne, sonst liegt das Heck zu tief im Wasser. Der Fährmann weist uns penibel ein, bevor er den kleinen Außenborder startet. Dann muss das Auto wieder ganz nach hinten, damit die Fähre vorne nicht zuviel Tiefgang hat um möglichst nahe ans gegenüberliegende Ufer zu kommen. Ganz schafft sie es auch hier nicht, also noch mal durchs Wasser. 🤩 🤩 🤩
Dann kommen wir zu Gate des National Parks. Dort laufen einige vermummte Ranger herum und es riecht etwas streng. 🤢 „We are making elephant chili to keep them off the fences“
Fast direkt hinter dem Gate sehen wir die ersten Elefanten.
Dann ein buntes Gemisch aus Gnus, Zebras und Rindern.
Wir treffen auf weitere Zebras, Giraffen, Impalas, Gnus und Strauße.
Und eine Reihe neugieriger Witwenenten (?)
Es ist hier einfach wunderschön und wir sind sehr froh, dass wir nicht auf direktem Weg nach Maun fahren mussten.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201519. Jan. 2016 · #37
In Maun fahren wir zuerst zum ATM und können dann unsere Schulden bezahlen. Eher zufällig finden wir das Büro in dem wir die Parkgebühren für die nächsten 10 Tage bezahlen können. Die entsprechenden Camps haben wir schon vorher über Hans Schoelink gebucht. Dann fahren wir zum Crocodile Camp. Vor 20 Jahren waren wir häufiger da als uns lieb war. Unser altes Auto ging immer wieder kaputt und musste in Rileys Garage repariert werden. 😈 Heute ist das Camp leider in einem etwas verwahrlosten Zustand. Wir buchen einen Bungalow direkt am Thamalakane. Schnell stellen wir fest, dass es kein Wasser gibt. Ich melde das an der kleinen Rezeption und mir wird versprochen sich sofort darum zu kümmern. Nach über einer Stunde ist noch nichts passiert und schließlich bestehe ich darauf einen anderen Bungalow zu bekommen. Dort funktioniert soweit alles und er ist auch wesentlich größer. Leider liegt er deutlich weiter hinten uns so haben wir keinen Blick mehr auf den Fluss. Das Abendessen ist - nach Heikes Kochkünsten - eher mäßig. Empfehlen können wir das Camp leider nicht. Wir sind aus rein nostalgischen Gründen dort gelandet.
13.11. Heute ist erstmal Großeinkauf angesagt. Der Spar am Flughafen ist sehr gut sortiert und der Bottleshop nicht weit. Bei Rileys füllen wir alle Tanks randvoll. Dann noch kurz zum Schlachter gleich nebenan. Hier gibt es frisches und gefrorenes Fleisch mit dem wir uns eindecken. Auch die Auswahl an Biltong ist sehr gut. Das hat sich übrigens viel länger gehalten als das Biltong das wir später in Südafrika noch gekauft haben. Und besser geschmeckt hat es auch. Um kurz nach 11:00 Uhr verlassen wir Maun. Nach ein paar Kilometern Asphalt geht es auf einer gruseligen Wellblechpiste nach South Gate. Neben dem Weg sind immer wieder kleine Verkaufsstände mit Holz, mit dem wir uns auch noch eindecken. Die Bündel sehen etwas mickrig aus. wir stellen aber später fest, dass das Holz sehr ergiebig ist.
Mit einem vollgepackten Auto erreichen wir 21/2 Stunden später South Gate. Ein wenig stolz zeige ich unsere kompletten Papier vor und wir beziehen Campsite No 5. Den Rest des Tages verbringen wir mit dem (letztendlich vergeblichen) Versuch Ordnung in unser Auto zu bringen. Die große Schublade bleibt bis zum Schluss eine Wühlkiste! 🙁
South Gate hat mehrere Campsites unter schattenspendenden Bäumen. Der Ablution Block ist nur mäßig sauber. Während wir uns in unseren Stühlen erholen, kommt ein Campmitarbeiter mit einem schlaffen Fußball vorbei. Mit unserem Kompressor pumpen wir den Ball auf. Fröhlich läuft und hüpft der Mann wieder davon, während wir uns schlaff wieder in unsere Stühle fallen lassen. 😗 Zunächst sind wir die einzigen im Camp. Am Abend kommen noch zwei kleinere Gruppen. Nach einem leckeren Brai und frischem Salat „sinken“ wir recht schnell in die Betten.
MischaThemenstarter258 Beiträge · seit 201519. Jan. 2016 · #39
Auf der Mokutshomo Picnic Site machen wir uns ein 2. Frühstück. Ein Platz ist völlig zerstört (Elefanten?). Der Platz liegt eigentlich schön, aber durch das viele Buschwerk ist der Ausblick eher wenig. Über viele kleine Wege, alles sehr gut zu befahren, trödeln wir weiter. Bis 3rd Bridge sehen wir noch Elefanten,
zwei wunderschöne Giraffen,
einen versonnenen Pavian
Zwei eilige Schakale
Versteckte Kudus
und eine Warzenschweinfamilie.
Impalas und Zebras sowieso
Die Tiere sind hier alle deutlich weniger scheu als in der Kalahari und fühlen sich von einem dieselnden Auto nicht bedroht. Dann kommen wir an die 1st Bridge. Norbert geht vor um zu filmen wie ich dann drüberrumpeln darf. Dass man wegen der Trockenheit auch locker außen rum hätte fahren können, sehe ich erst später. 😠
Das gleiche Spiel dann an der 2nd Bridge – was tut man nicht alles für den Film. 🤪 🤩 🤪 Dann kommen wir ans Gate von 3rd Bridge. Eine nette Lady sitzt im Büro, öffnet den riesigen Anmeldefolianten und trägt unsere Daten ein. Direkt neben dem Gate ist ein neues Gebäude mit einem Shop, dass ich mir aber nicht angesehen habe. Unsere Campsite No 1 ist sehr schön gelegen mit einem freien Ausblick.
Der Ablution Block ist in der Nähe, genauso gebaut wie in South Gate, aber viel gepflegter.
Wegen der Baboons gibt es für den Müll ein Gefängnis.
Auch hier sind nur wenige Plätze belegt und wir genießen wieder einen schönen Abend.