Reisebericht

Botswana November 2015

von Mischa · begonnen 14. Dez. 2015 · 37 Teile

Teil 114. Dez. 2015
Hallo Fomis,

Nachdem ich so viele Tipps aus den Reiseberichten hier aus dem Forum bekommen habe, versuche ich mich jetzt an einem eigenen Bericht. Wir sind am 3.11. losgefahren und waren gute 3 Wochen unterwegs. Von Johannesburg in Richtung Central Kalahari Game Reserve, dann nach Moremi, Savuti, Chobe, dann über Kasane und Nata wieder nach Johannesburg.

Das war der ursprüngliche Plan:

3.11. Abflug Hamburg
4.11. Ankunft Johannesburg
Fahrt bis Gaborone, Mokolodi oder Beams Campsite
5.11. Einkaufen, Camps in der Kalahari bei Bigfoot buchen
Khutse
6.11. Khutse
7.11. Ghanzi, Tautona Lodge
8.11. Passarge Valley
9.11. Piper Pan
10.11. Sunday Pan
11.11. Tiaans Camp
12.11. Maun, Crocodile Camp, Einkaufen !!!
13.11. South Gate
14.11. 3rd Bridge
15.11. Xakanaxa
16.11. Xakanaxa
17.11. Norh Gate
18.11. Savuti
19.11. Savuti
20.11. Linyanti
21.11. Linyanti
22.11. Ihaha
23.11. Nata, Nata Lodge
24.11. Kubu Island
25.11. Khama Rino Sanctuary
26.11. Matamba Bushcamp
27.11. Rückflug

Im Voraus haben wir nur die Camps zwischen Maun und Kasane gebucht. Wir haben diesen Plan nicht ganz einhalten können, die Einzelheiten könnt Ihr dann weiter unten nachlesen.

3.11.
Lange gespart und geplant - heute geht es endlich los!

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Wir sitzen auf gepackten Koffern. Kurz bevor wir zum Flughafen fahren wollen, kommt eine SMS von British Airways.
Unser Flug von London nach Johannesburg geht leider erst fast 3 Stunden später. Damit ist die frühe Ankunftszeit, auf die ich soviel Wert gelegt hatte, dahin. 😈 😈 😈

4.11.
Nach einem anstrengenden Flug mit wenig Schlaf werden wir von Bushlore abgeholt und können "unser Auto" übernehmen. Es ist ein Toyota Bushcamper. Die Reifen sind neu, nur der 2. Reservereifen ist etwas abgenutzt. Die Erklärung des Wagens fällt etwas oberflächlich aus. Das liegt aber auch an uns. Wir haben in Hamburg einen Landcruiser und meinen daher schon alles zu wissen. Außerdem wollen wir endlich los. Einige wichtige Funktionen – z.B. der Kompressor - werden uns im Verlauf der Reise dann von anderen erklärt. Unsere großen Koffer können wir hier lassen und packen deren Inhalt in den reichlich vorhandenen Stauraum.

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Unseren ursprünglichen Plan - am ersten Tag bis Gaborone zu kommen - geben wir nach etwa 200 km auf. Wir suchen uns einen Campingplatz und landen in Buffelspoort. Zunächst hat der Platz für uns den Charme eines Dauerstellplatzes an der Ostsee. Egal, Hauptsache wir müssen nicht mehr weiterfahren. Schnell stellt sich aber heraus, dass wir es gar nicht so schlecht getroffen haben. Es gibt sogar einen kleinen Supermarkt. Ein netter Nachbar schenkt uns ein paar Anzünder für das Grillfeuer, das Abendessen ist gesichert! 🤩

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Recht schnell krabbeln wir in unser Dachzelt und schlafen wie die Murmeltiere.
Teil 214. Dez. 2015
5.11.

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In Swartruggens machen wir unseren ersten Einkauf und dann geht es über die Grenze nach Botswana. Dort werden wir ein wenig hin und her geschickt. Die südafrikanische Grenzbeamtin hatte unsere Pässe nicht gestempelt - das hatten wir doch schon mal irgendwo gelesen ... 😕
Auch das Wechseln von Euro in Pula ist ein umständlicher und bürokratischer Akt. Direkt an der Grenze ist ein kleiner Container. Die Plexiglasscheibe ist so blind, dass ich kaum erkennen kann ob da überhaupt jemand drinn sitzt. Ich muss ein umfangreiches Formular ausfüllen. Wozu brauchen die meine Mail Adresse und Handynummer, es geht doch nur um den Umtausch von Bargeld !!! 😈
Aber auch das ist irgendwann erledigt und es geht nach Gaborone.

Wir haben uns spontan entschieden Khutse und damit auch Ghanzi auszulassen. Der Plan war einfach „zu ambitioniert“.

Wir wollen zu Bigfoot um die Camps in der Kalahari zu buchen. In den Reiseführern und im Internet haben wir 2 unterschiedliche Adressen gefunden. Die vermutlich aktuelle ist in der Moremi Street. Die kennt aber weder Google noch unser Navi. Also fahren wir zur anderen Adresse. Dort hat man vage in Erinnerung, dass es Bigfoot hier wohl mal gab. Zwei überaus freundliche und hilfsbereite Frauen helfen uns bei der Suche. Erst zu Fuß, dann zurück zu Telefon und Internet. Nach über einer Stunde werden sie fündig. Eine der Frauen fährt mit Norbert los um ihm den Weg zu zeigen. Ich unterhalte mich derweil mit der anderen. Sie gibt mir noch ihre Telefonnummer. Wenn wir irgendwo in Botswana noch mal Hilfe brauchen, sollen wir sie anrufen. Die Suche war erfolgreich und die beiden freuen sich anscheinend genauso wie wir. Da ich auch ihre Adresse habe, konnte ich ihnen inzwischen eine Postkarte schicken um mich noch mal zu bedanken. In der Moremi Street buchen wir je eine Nacht in Sunday Pan, Passarge Valley und Letianhau. Piper Pan war angeblich ausgebucht.
Dann fahren wir- glücklich über diese Hilfsbereitschaft - nach Mokolodi.

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Teil 315. Dez. 2015
Hallo Montango,
ich kann Deine Frage nur etwas ungenau beantworten: Ich glaube alle Bushcamper von Bushlore sehen so aus. Wie alt unserer war, kann ich Dir nicht sagen. Er hatte bei Übername 112.000 km auf dem Tacho. Der Durchgang ist im wörtlichen Sinn keiner. Man muß schon ein wenig klettern, ist aber machbar.

Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte. 😕

Danke Champagner für Deine tröstenden Worte. 😁
Die Bilder sind verkleinert und einen guten Teil meines Textes habe ich in Words geschrieben. Ab sofort aber erst alles dort und dann rüber !!!

Wir haben uns für Mokolodi entschieden, weil uns nach einem ruhigen Platz war. Beams Campsite liegt mitten in der Stadt, zwischen Straßen und Bahntrasse. Mokolodi hat 5 Campsites und ein paar Chalets. Die Campsites liegen relativ dicht beieinander. Für uns kein Problem, wir sind die einzigen Gäste. Nennenswerte Tiere sehen wir nicht, aber wir sind auch am frühen Nachmittag angekommen und es waren mindestens 30 Grad. Auch später können wir uns nicht noch mal aufraffen, der Flug steckt uns wohl immer noch in den Knochen.
Für einen ruhigen Stopp bei Gaborone, können wir Mokolodi sehr empfehlen. Heißes Wasser gibt es allerdings nur mit „Donkey“.

6.11.
Am nächsten Morgen gibt es einen schönen Sonnenaufgang. Da außer uns niemand hier ist, genießen wir die Stimmung.

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Teil 415. Dez. 2015
Wir fahren zum Khama Rhino Sanctuary. Hier waren wir vor 20 Jahren schon Mal. Damals war alles noch im Aufbau und es gab nur 5 Rhinos. Wir haben neben dem Rohbau eines Ablution Blocks oder Chalets übernachtet.

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Jetzt gibt es am Gate einen kleinen Shop wo man Getränke, Souvenirs und Holz kaufen kann. Außerdem ein Restaurant und ein Education Centre. Es gibt inzwischen auch einige Chalets, die wir aber nur von außen gesehen haben. Die Campsites, etwa 15, sind zum Teil recht weit von den beiden Ablution Blocks entfernt. Die Toiletten und Duschen sind bei den Frauen deutlich besser als bei den Männern. Heißes Wasser kommt aus einer Solaranlage.
Um noch mal loszufahren um die Rhinos zu suchen, sind wir zu faul. Lieber sitzen wir in den bequemen Campingstühlen und lesen oder schreiben Tagebuch. Wir werden auf dem Rückweg noch mal hier übernachten.
Ich fotografiere ein paar neugierige Vögel. Einige interessieren sich sehr für den Wasserhahn unter der Beifahrertür, der ein wenig leckt.

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Teil 518. Dez. 2015
7.11.
Diese Viecher haben morgens ein unglaubliches Getöse gemacht:

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Sie treten anscheinend immer paarweise auf.
Über Lethakane und Rakops fahren wir in die Kalahari.

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In Rakops haben wir übrigens die absolut einzigen unfreundlichen Menschen in Botswana getroffen. Zwei abweisende und gelangweilte Damen in dem dortigen kleinen Laden bei der Post. Wir tanken hier auch noch mal voll. Vor 20 Jahren sah die Tankstelle noch so aus und die Dame musste pumpen:

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Diese „Tankstelle“ war damals, glaube ich, bei Lethakane:

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In Lethakane gibt es jetzt einen Supermarkt. Dort hätten wir einkaufen sollen!

Über eine zum Teil sehr tiefsandige Zufahrt kommen wir zum Gate des CKGR.

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Nach den üblichen Formalitäten – warum muss immer ich das machen? - haben wir das sichere Gefühl endlich angekommen zu sein.
Wir sehen die ersten Kudus. Da mir Kudus schon immer ein vernünftiges Foto verweigert haben, gibt es nur Böckchen, Springböcke und ein Oryx.

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Teil 618. Dez. 2015
Die Campsite No 4 (danke für den Tipp!) in Sunday Pan liegt wunderschön. Etwas erhöht mit weitem Blick ins Tal.

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Teil 718. Dez. 2015
Es gibt eine Feuerstelle, ein Plumpsklo (riecht streng) und eine Eimerdusche. Die anderen Campsites sind entweder unbesetzt oder so weit weg, dass man nichts hört. Wir genießen das Gefühl der Weite und Einsamkeit.
Das Fleisch, dass wir in Rakops gekauft haben ist ziemlich zäh. Aber der Gemsquash dazu schmeckt umso mehr.
Außerdem haben wir in Rakops noch 2 Gläser für Petroleumlampen erstanden. Jeweils eine Kerze rein und entweder auf einem Stein befestigen oder im Sand einbuddeln. Diese Beleuchtung werden wir fast jeden Abend irgendwo platzieren.

Als es dunkel ist, können wir die Lichter von einigen Gamedrive-Fahrzeugen im Tal sehen. Sie sind aber so weit weg, dass wir sie nicht hören müssen.

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Teil 818. Dez. 2015
8.11.
Wir fahren zunächst zum (künstlichen) Water Hole von Sunday Pan und beobachten eine muntere Oryxherde.

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Dann fahren wir einfach kreuz und quer durch die Gegend. Es ist brüllend heiß, alles was kann verkriecht sich im Schatten.

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Teil 918. Dez. 2015
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Kurz bevor wir nach Passarge Valley kommen, sehen wir unseren ersten Löwen. Ich dachte, ich hätte gelesen, dass die Kalahari – Löwen eine schwarze Mähne hätten?

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Der dreht uns aber nach kurzer Zeit demonstrativ den Rücken zu und rührt sich nicht mehr.

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Teil 1018. Dez. 2015
Passarge Valley No 3 liegt fast genauso schön wie unsere gestrige Campsite. Wieder ein weiter Ausblick über menschenleeres Land.
Kurz nachdem wir angekommen sind, kommen ein paar Deutsche und fragen, ob sie mit auf unseren Stellplatz können. Wir sind ehrlich und bitten sie, sich einen anderen Platz zu suchen.

Norbert fängt an in der großen Kabeldose zu kramen und unser bisheriges Film- und Fotomaterial zu sichern.

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Wie schon in Sunday Pan, gibt es eine Dusch- und eine Plumskloschnecke. Diese hier riecht allerdings deutlich dezenter.

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Den Eimer in der Duschschnecke ist natürlich leer. Also schauen wir uns den Wasserhahn an unserem Auto etwas genauer an und siehe da: es funktioniert! Flaschenzug in der Schnecke runter lassen, Wasser rein, wieder hochziehen und
DUSCHEN 😄 😄 😄
Als die Sonne langsam untergeht, sind wir froh dieses Schauspiel in Ruhe genießen zu können…

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Teil 1120. Dez. 2015
9.11.

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Nach einem grandiosen Sonnenaufgang entscheiden wir uns für den Tau Pan Loop.

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Wir sehen kaum Tiere, aber die Landschaft gefällt uns sehr.

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Da es hier eine Lodge gibt, treffen wir einige ihrer Fahrzeuge, meistens gestopft voll mit Touries. Wir sind und ganz sicher: wir möchten nicht tauschen!



wie kriege ich mehr als 8 Bilddateien in eine "Kiste"?
Teil 1220. Dez. 2015
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Es ist heute noch heißer als gestern. Es weht ein Wind, der aber keine Abkühlung bringt. Ich wollte in Hamburg noch ein Thermometer gekauft haben…so können wir nur schätzen – sehr heiß.

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Irgendwie gelingt es uns, uns zu verfahren und wir landen auf der Cut Line. Die geht schnurgeradeaus und ist eher langweilig und tiefsandig.

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Wir treffen auf ein Paar Südafrikaner. Sie berichten uns von abgelesenen 48 Grad und einem Löwenrudel in Letianhau. Wir fahren erstmal an der Campsite vorbei zum Wasserloch. Keine Löwen aber ein Rudel Schakale, dass sich hier breit gemacht hat.

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Teil 1320. Dez. 2015
Einer hat eine Verletzung am Ohr und sieht überhaupt recht mitgenommen aus.

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Etwas enttäuscht fahren wir in der Dämmerung zurück auf die einzige Campsite in Letianhau. 🙁
Gruß,
mischa
Teil 1423. Dez. 2015
Wir kochen uns einen leckeren Eintopf mit dem Pottje, der im Küchenequipment enthalten war, und genießen einen weitern Abend in der Einsamkeit der Kalahari. Auch ohne das Löwenrudel gefunden zu haben, sind wir einfach nur glücklich hier sein zu können.

10.11.

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Natürlich begeben wir uns nach Sonnenaufgang wieder auf Löwensuche. Zuerst gucken wir am Wasserloch. Hier sind wieder (oder noch?) Schakale. Es sind deutlich mehr als gestern. Das Tier mit dem verletzten Ohr können wir aber nicht entdecken.

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Ein paar Oryx und Springböcke sind auch da, aber sie scheinen sich nicht an das Wasserloch heranzutrauen.

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Langsam fahren wir in Richtung Gate. Es ist schon wieder sehr warm, daher konzentrieren sich unsere Blicke auf Schattenplätze unter Bäumen und Büschen.

Ganz plötzlich werden wir fündig! Direkt am Wegrand liegen zwei Löwinnen mit fünf Halbstarken.

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Das wird wohl ein Kalaharilöwe werden:
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Wir beobachten sie lange. Sie sehen sehr satt und zufrieden aus. Schweren Herzens reißen wir uns irgendwann von ihnen los und fahren zum Gate. Wir kommen dort erst nach 11:00 Uhr an, müssen aber großzügigerweise nicht nachzahlen.
Kurz hinter dem Gate trage ich noch diese Schildkröte von dem Pad.

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Fazit CKGR: Wir haben kaum andere Menschen getroffen und auf den Campsites waren wir immer die einzigen.
Daher kann ich mir kaum vorstellen, dass Piper Pan ausgebucht war 😈
Die Tiersichtungen waren nicht üppig (ok, abgesehen von den Löwen), aber die Landschaft, der Sternenhimmel und die Sonnenauf- und untergänge waren spektakulär. Für eine nächste Reise – es wird sie geben! – würde ich hier mehr Zeit einplanen. Vielleicht dann doch erst nach Khutse und dann durch… allerdings würde ich das nur im Konvoi riskieren.
Man muss bei der Planung bedenken, dass man alles mitbringen muss. Es gibt kein Wasser und kein Holz. Den eigenen Müll kann man erst am Gate in einen großen Container werfen.
Und es war einfach zu heiß. Bei einer nächsten Planung würde ich über eine andere Jahreszeit nachdenken.
Teil 1518. Jan. 2016
Durch trockene, staubige Landschaft fahren wir in Richtung Boteti. Wir sehen viele Windhosen, die wir erst für den Rauchschwaden von Bränden halten. Ansonsten sind Rinder und Strauße unterwegs.

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Teil 1618. Jan. 2016
In Khumaga kann man Tiaan´s Camp kaum verfehlen. An jeder Ecke sind bunte, gemalte Schilder.

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Dort angekommen, werden wir von Heike herzlich begrüßt. Wir können uns einen Platz aussuchen, denn wir sind heute die einzigen Gäste.
Bis zum Abendessen faulenzen wir und genießen die Dusche und die Dachterasse, von der man einen schönen Blick auf den Boteti hat.

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Teil 1718. Jan. 2016
Das Camp ist sehr liebevoll gestaltet. Besonders der Kronleuchter über dem großen Esstisch gefällt mir.

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Das Essen schmeckt ausgezeichnet. Es gibt als Vorspeise eine art Frühlingsrolle, dann Kudusteak mit gebratenem Gemüse, Kartoffeln und Süßkartoffeln (den Nachtisch habe ich vergessen).
Heike erzählt uns von der Entstehung des Camps und wir können nur ahnen wie mühsam es ist, so etwas aufzubauen und zu unterhalten. Es gefällt uns hier so gut, dass wir beschließen eine zweite Nacht zu bleiben, mit Vollpension!
Das Camp besteht aus einer kleinen Bar mit großer Terrasse (das Restaurant) und einer gemütlichen Dachterrasse. Es gibt 2 Bungalows, 5 oder 6 Campsites, ein kleines Pool und einen herrlichen Ablution Block. Wenn man hier ein Abendessen genießen möchte, sollte man das vorher anmelden, damit sich die Küche darauf einstellen kann.

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Den nächsten Tag verbringe ich auf der Dachterrasse und am Pool. Ich fange endlich mit dem Schreiben eines Reisetagebuches an. Am Nachmittag kommen noch zwei deutsche Paare an. Die einen hatten wir schon bei Bushlore in Johannesburg gesehen. Sie sind mit einem Hilux alleine von Khutse durch die Kalahari gefahren. Naja, sie sind auch deutlich jünger als wir. 😗
Die anderen, mit einem Landcruiser Poptop, berichten von großartigen Tiersichtungen am Chobe.

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Angeregt tauschen wir Tipps und Erfahrungen aus und erleben, wieder bei sehr gutem Essen, einen gemütlichen Abend.

Gruß, Mischa
Teil 1818. Jan. 2016
12.11.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir unsere Rechnung bezahlen. Da irgendwann in der letzten Nacht der Strom ausgefallen ist, funktioniert das Kartenlesegerät nicht. Unser Bargeld reicht nicht aus, wir haben wohl etwas geprasst. Mit dem Handy macht Heike für uns ein Treffen mit Tiaans Frau in Maun aus um dort unsere Zeche zu bezahlen.
Das Camp verfügt zwar über einen Generator, es gibt aber wohl gerade keinen Sprit dafür…. 😕

Wir haben aber noch reichlich Zeit bis wir in Maun sein müssen. Also überqueren wir zunächst den Boteti. Vor 20 Jahren war hier alles knochentrocken und wir sind damals irgendwo durch das Flussbett gefahren.
Die Fähre ist ein kleines Abendteuer: Sie kann nicht direkt bis ans Ufer fahren. Also rein ins Wasser und auf die Fähre bis ganz nach vorne, sonst liegt das Heck zu tief im Wasser. Der Fährmann weist uns penibel ein, bevor er den kleinen Außenborder startet. Dann muss das Auto wieder ganz nach hinten, damit die Fähre vorne nicht zuviel Tiefgang hat um möglichst nahe ans gegenüberliegende Ufer zu kommen. Ganz schafft sie es auch hier nicht, also noch mal durchs Wasser. 🤩 🤩 🤩

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Dann kommen wir zu Gate des National Parks. Dort laufen einige vermummte Ranger herum und es riecht etwas streng. 🤢
„We are making elephant chili to keep them off the fences“

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Fast direkt hinter dem Gate sehen wir die ersten Elefanten.

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Dann ein buntes Gemisch aus Gnus, Zebras und Rindern.

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Wir treffen auf weitere Zebras, Giraffen, Impalas, Gnus und Strauße.

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Und eine Reihe neugieriger Witwenenten (?)

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Es ist hier einfach wunderschön und wir sind sehr froh, dass wir nicht auf direktem Weg nach Maun fahren mussten.

Gruß, Mischa
Teil 1919. Jan. 2016
In Maun fahren wir zuerst zum ATM und können dann unsere Schulden bezahlen. Eher zufällig finden wir das Büro in dem wir die Parkgebühren für die nächsten 10 Tage bezahlen können. Die entsprechenden Camps haben wir schon vorher über Hans Schoelink gebucht.
Dann fahren wir zum Crocodile Camp. Vor 20 Jahren waren wir häufiger da als uns lieb war. Unser altes Auto ging immer wieder kaputt und musste in Rileys Garage repariert werden. 😈
Heute ist das Camp leider in einem etwas verwahrlosten Zustand. Wir buchen einen Bungalow direkt am Thamalakane. Schnell stellen wir fest, dass es kein Wasser gibt. Ich melde das an der kleinen Rezeption und mir wird versprochen sich sofort darum zu kümmern. Nach über einer Stunde ist noch nichts passiert und schließlich bestehe ich darauf einen anderen Bungalow zu bekommen. Dort funktioniert soweit alles und er ist auch wesentlich größer. Leider liegt er deutlich weiter hinten uns so haben wir keinen Blick mehr auf den Fluss.
Das Abendessen ist - nach Heikes Kochkünsten - eher mäßig. Empfehlen können wir das Camp leider nicht. Wir sind aus rein nostalgischen Gründen dort gelandet.

13.11.
Heute ist erstmal Großeinkauf angesagt. Der Spar am Flughafen ist sehr gut sortiert und der Bottleshop nicht weit. Bei Rileys füllen wir alle Tanks randvoll. Dann noch kurz zum Schlachter gleich nebenan. Hier gibt es frisches und gefrorenes Fleisch mit dem wir uns eindecken. Auch die Auswahl an Biltong ist sehr gut. Das hat sich übrigens viel länger gehalten als das Biltong das wir später in Südafrika noch gekauft haben. Und besser geschmeckt hat es auch.
Um kurz nach 11:00 Uhr verlassen wir Maun. Nach ein paar Kilometern Asphalt geht es auf einer gruseligen Wellblechpiste nach South Gate. Neben dem Weg sind immer wieder kleine Verkaufsstände mit Holz, mit dem wir uns auch noch eindecken. Die Bündel sehen etwas mickrig aus. wir stellen aber später fest, dass das Holz sehr ergiebig ist.

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Mit einem vollgepackten Auto erreichen wir 21/2 Stunden später South Gate. Ein wenig stolz zeige ich unsere kompletten Papier vor und wir beziehen Campsite No 5. Den Rest des Tages verbringen wir mit dem (letztendlich vergeblichen) Versuch Ordnung in unser Auto zu bringen. Die große Schublade bleibt bis zum Schluss eine Wühlkiste! 🙁

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South Gate hat mehrere Campsites unter schattenspendenden Bäumen. Der Ablution Block ist nur mäßig sauber. Während wir uns in unseren Stühlen erholen, kommt ein Campmitarbeiter mit einem schlaffen Fußball vorbei. Mit unserem Kompressor pumpen wir den Ball auf. Fröhlich läuft und hüpft der Mann wieder davon, während wir uns schlaff wieder in unsere Stühle fallen lassen. 😗
Zunächst sind wir die einzigen im Camp. Am Abend kommen noch zwei kleinere Gruppen.
Nach einem leckeren Brai und frischem Salat „sinken“ wir recht schnell in die Betten.
Teil 2019. Jan. 2016
14.11.
Kurz nach Sonnenaufgang ist der Himmel noch etwas bedeckt.

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Beim Frühstück schaut eine neugierige Giraffe um die Ecke.

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Gegen 7:30 brechen wir auf und fahren zu den Black Pools. Es gibt ein weitverzweigtes Wegenetz und wir lassen uns ein wenig treiben.

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Wir sehen verschiedene Gazellen, die alle ein wenig nervös wirken.

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Kurz darauf finden wir den Grund dafür:

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Dass die Dame ein Senderhalsband trägt, entdecke ich erst später.
An den Pools gibt es dann garnierte Hippos, an Salat sozusagen:

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