joweThemenstarter11 Beiträge · seit 201517. Okt. 2015 · #1
Ein herzliches Hallo in die große Runde, ich traue mich heute mal, meine erste Frage zu stellen.
Wir (2 Erw. und Tochter 17J.) wollen im Juli '16 3 Wochen Rundreise machen: Windhoek - Lüderitz - Solitaire - Swakopmund - Skeleton - Etosha - Waterberg - Windhoek. Wir wollen ein 4x4 Camping Auto nehmen und nur gelegentlich in Lodges schlafen, also meist im Auto.
Was würden die Profis empfehlen: Jeden Tag so um die 200 km zu einem neuen Quartier bzw. Camping zu fahren, oder 2 Übernachtungen an einer Stelle und Tagesausflüge zurück zur Unterkunft , und dann größere Entfernungen an einem Stück ?
Da wir ja einen Camper haben, tendieren wir eher zum täglichen Weiterfahren.
Vielleicht kann ja jemand mal sein Für und Wider schreiben.
Biologe1'162 Beiträge · seit 201218. Okt. 2015 · #3
Hallo Jörg,
das ist eine ganz klare individuelle Entscheidung und zudem eine Frage der Kondition. Man kann jeden Tag reisen, man kann aber auch mal in Ruhe genießen. Zudem weiß man eigentlich nie, was einen am nächsten Zielpunkt erwartet. Ich plane inzwischen immer 2-3 Tage pro Station ein und habe es nie bereut. Langweilig wird es nirgendwo.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201118. Okt. 2015 · #4
Hallo Jörg,
ich bin leider kein Profi, sondern muss meine Reisen selbst bezahlen 🙁 , habe aber trotzdem eine Meinung dazu. Wenn es sich nicht um eine Überführungsetappe handelt, bleibt mindestens 2 Nächte an einem Ort. Wenn Ihr nicht gerade Asphalt fahrt, braucht Ihr für die 200 km mit Fotostopps leicht 5 h. Rechne Zeltab- und aufbau dazu, die kürzeren Tage im Winter und Du wirst feststellen, dass Ihr von Eurem Zielort nicht mehr viel habt.
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200718. Okt. 2015 · #5
Hi und willkommen!
Wenn ihr einen "Camper" habt und mit Dachzelt o.Ä. unterwegs seid, dann müsst ihr, wenn ihr am Tag mit dem Auto unterwegs sein wollt, ohnehin alles zusammenpacken und fahren. Insofern stellt sich die Frage dann nicht mehr *so*, ob ihr gemütlich zu einem anderen Quartier fahrt oder eine kleine Rundreise macht und wieder zur selben Campsite zurückkehrt. Da würde ich eher die Frage nach der Sehenswürdigkeit der Region stellen und das danach beurteilen.
Wir waren auch drei Wochen mit Dachzelt unterwegs, waren an vielen Plätzen nur eine Nacht, halt als "Durchreise", waren in Sossusvlei zwei Nächte, in Swakopmund drei Nächte, in Purros zwei Nächte und haben uns ansonsten gemütlich durch die Gegend geschaukelt.
Was wir im Endeffekt genossen haben, waren so alle vier Tage sehr kurze Etappen, dass wir zu Mittag oder am sehr frühen Nachmittag am neuen Ziel angekommen sind und Zeit hatten. Man braucht viiiiel Zeit zum Aussortieren der Fotos, zum Reisebericht schreiben, zum überspielen der Fotos auf den Laptop, zum Organiseren der nächsten Etappen, zum Umplanen der Route, etc. 😉
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Okt. 2015 · #6
Hallo Jörg,
jowe schrieb: Was würden die Profis empfehlen: Jeden Tag so um die 200 km zu einem neuen Quartier bzw. Camping zu fahren, oder 2 Übernachtungen an einer Stelle und Tagesausflüge zurück zur Unterkunft , und dann größere Entfernungen an einem Stück ?
ich weiß nicht, was die Profis empfehlen, aber ich würde euch dazu raten, es so zu machen, wie es euch selbst am besten gefällt. Gerade als Camper seid ihr ja flexibel und müsst das nicht vorher schon in Stein meißeln. Lasst es einfach auf euch zu kommen und entscheidet es von Tag zu Tag.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Was würden die Profis empfehlen: Jeden Tag so um die 200 km zu einem neuen Quartier bzw. Camping zu fahren, oder 2 Übernachtungen an einer Stelle und Tagesausflüge zurück zur Unterkunft , und dann größere Entfernungen an einem Stück ?
am Besten stellst Du mal euere Unterkünfte hier rein. Manche Unterkünfte sind weiter als nur 200 KM auseinander. Viele bieten auch dort Gamedrives an, selbst darf man bei den meisten Unterkünften ja nicht mit dem eigenen Fahrzeug herum fahren. Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
joweThemenstarter11 Beiträge · seit 201518. Okt. 2015 · #8
Hallo Wolfgang, das mit dem zukommen lassen ist wohl schwierig, wurde uns gesagt. Es ist Hauptsaison und einige Campsites rieten uns zur Vorab-Buchung. Ich denke, da muß ich mir schon Mühe mit der Planung geben ?! Wir wollen ja Ende Juni bis Anfang Juli fahren... Hast Du Erfahrungen mit der Verfügbarkeit ?
Jeden Tag wechseln würde ich auf keinen Fall. Klar kann man aus Zeitgründen nicht immer die Wünschenswerten zwei Übernachtungen an jeder Lodge machen, aber zumindest einen Teil der Route sollte man so planen. Ansonsten wird es zu stressig.
Viel größere Etappen als 200 km würde ich aber auch bei jeweils zwei Übernachtungen nicht machen. Rechne mal mit einem realistischen Schnitt von 60 km/h auf Schotter, zzgl. Pausenzeiten. Fahrten vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang sind tabu. Ich finde 200-250 km am Tag sind noch ganz angenehm und man kann unterwegs auch mal anhalten um etwas anzuschauen, wenn Du regelmäßig mehr fährst bleibt der Spaß am Urlaub auf der Strecke.
solitaire1'942 Beiträge · seit 201118. Okt. 2015 · #10
Hallo Jowe, meine Erfahrung ist, dass ein täglicher Ortswechsel erstens stressig ist und man zweitens dann die Gegend hauptsächlich aus dem Auto aus kennen lernt. Ich genieße es immer wieder, einen Ort etwas länger kennen zu lernen, in der Gegend o der auf der Farm, wo ich bin, auch zu Fuß zu erkunden. Ich genieße es dann auch, einen Tag mal das zu tun, wonach mir grade ist, und nicht immer nach (Reise-)Plan vorgehen zu müssen. Ich habe immer kleinere Routen gewählt und mich eher ins Land vertieft als so viel wie möglich sehen zu wollen. 😎 Das sollt aber nur ein Denkanstoß und kein Rat sein. Muss ja nicht jeder so empfinden wie ich.
Liebe Grüße Solitaire
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
da ihr eh sehr viel in 3 Wochen sehen wollt (an Eurem groben Reiseplan zu erkennen), bleibt Euch meist nichts anderes als jeden Tag zu fahren - aber es werden sicher auch mehr asl 200 km am Tag sein. Wenn ihr Bereit seid die Strecke zu kürzen, dann habt ihr auch überall mind 2 Nächte, Swakopmund 3 und Etosha mind. 3.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Okt. 2015 · #12
Hallo Jörg,
jowe schrieb:das mit dem zukommen lassen ist wohl schwierig, wurde uns gesagt. Es ist Hauptsaison und einige Campsites rieten uns zur Vorab-Buchung. Ich denke, da muß ich mir schon Mühe mit der Planung geben ?! Wir wollen ja Ende Juni bis Anfang Juli fahren... Hast Du Erfahrungen mit der Verfügbarkeit ?
ich habe nur Erfahrungen in den Monaten August bis April, aber ich hatte niemals ein Problem, einen Platz zum Übernachten zu finden. Ich war insgesamt etwa ein halbes Jahr in Namibia unterwegs und dazu in 14 anderen afrikanischen Ländern. Ich lasse es immer auf mich zukommen, wo ich denn übernachten werde und erhole mich auf diese Weise hervorragend vom durchgeplanten Alltag. Andere wiederum sind gestresst, wenn sie nicht wissen, wo sie übermorgen übernachten. Da musst Du selbst wissen, was für ein Typ Du (bzw. ihr) bist. Bei der Route würde ich übrigens Lüderitz rauslassen, wenn nicht besondere Gründe dafür sprechen. Das entzerrt die Strecke ein wenig.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ich versuche mal eine Tour unter Berücksichtigung der Camp Auf- und Abbauten, allerdings wie Wolfgang schon vorgeschlagen hat ohne Lüderitz, das ist wirklich "ab vom Schuss", sehr schön, aber um diese Jahreszeit auch sehr kalt.
1. und 2. Tag: Windhoek in einer Pension (da gibt es sehr preiswerte) um in Ruhe einzukaufen und ein wenig die Stadt anzuschauen, z.B. Stadtrundfahrt mit Bwana Tucke Tucke machen.
3. und 4. Tag: Bagatelle Kalahari Game Ranch, hier kann man Gamedrives, Bushmannwalks machen oder reiten und braucht seine Zelte zwischendurch nicht abzubauen.
5. und 6. Tag: Sesriem Campsite, hier wäre mir ein Tag zu wenig, also Zelte zwischendurch einfalten, um ins Sossusvlei zu kommen. Tisch und Stühle kann man aber immer stehenlassen.
7., 8., 9., Tag: Swakopmund: Hier eine Pension oder Ferienwohnung, da es vor allem Nachts empfindlich kalt und auch feucht sein kann. Ausflüge: Bootstour (Robben, Delfine, Pelikane ... ), Little Five Tour, Welwitschia Drive
10. und 11. Tag: Damaraland (z.B. Mowani, Madisa), von hier aus Twyfelfontein und Damara Living Museum besichtigen, Zelte für die Fahrt dorthin einfalten.
12., 13., 14., 15. Tag: Je eine Nacht Roadside Halt (direkt am Galton Gate, wir hatten sogar Löwen am zugehörigen Wasserloch), Olifantsrus, Okaukuejo, Halali. Hier müsst Ihr sowieso immer abbauen, weil ohne Auto im Park nichts geht. Die Entfernungen zwischen den Camps sind aber so gering, dass Ihr unterwegs schön alle Wasserlöcher abfahren könnt.
16. und 17. Tag: Waterberg: Beim Waterberg Restcamp kann man Gamedrives buchen und schöne Wanderungen machen, wir haben dort unser Zelt zwischendurch nicht einklappen müssen.
18. und 19. Tag: Okonjima: Hier gibt es dann noch Katzen, die man via geführten Drive sehen kann, also auch hier kein Abbauen nötig.
Plus An- und Abreise insgesamt 3 Wochen, Campsites im Etosha und Sesriem sollten dringend vorgebucht werden, beim Rest bin ich nicht sicher, wir sind Warmduscher und buchen daher vorsichtshalber viel vorab.
Was Ihr Euch von der Skeletonküste erhofft, solltest Du vielleicht mal schreiben, dann haben wir eher eine Chance, Dir zu raten, ob die noch mit rein muss, ist aber dann halt so, dass was anderes wegfallen muss. Wenn Ihr unbedingt offroad fahren wollt, viel Nichts liebt und bereit seid, mindestens 3 oder 4 Tage woanders abzuknapsen, bestimmt lohnend, aber wenn´s nur um die Robben bei Cape Cross geht, die gibt´s in großer Zahl auch bei der Bootstour von Walvis Bay aus.
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
joweThemenstarter11 Beiträge · seit 201518. Okt. 2015 · #14
Hallo Karin, herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Skeleton war eine Idee, weil in einer Fernsehreportage die Wracks sehr abenteuerlich aussahen. Aber nach meinen Recherchen ist es auch sehr aufwändig dorthin zu kommen und wohl nur als geführte Tour. Ich hatte jetzt schon die Idee, einen Rundflug Skeleton und Sossusvlei zu machen. So als "FastFood". Ansonsten ist eine Entzerrung wohl angesagt.
Herzlichen Dank Jörg
Mustang05339 Beiträge · seit 201518. Okt. 2015 · #15
Hallo Jörg,
wir fahren im Mai 2016 für 3 Wochen mit Camper durch Namibia.Hier unsere Tour mit einigen Stellen wo wir 2 Übernachtungen bleiben werden.Im Camp Aussicht machen wir mit dem Besitzer Marius Steiner am zweiten Tag einen Tagesausflug zu den Ovahimbas. Uns reicht eine Übernachtung in Sesriem.Bei Ankunft fahren wir mittags bis abends ins Vlei und schauen uns dann noch den Sonnenuntergang an.Am nächsten morgen fahren wir zum Sonnenaufgang zur Elimdüne(Frühstücken) und schauen den aufsteigenden Ballons zu. Vielleicht hilft es Dir ja bei deiner weiteren Planung. Hier unsere Tour :
Biologe1'162 Beiträge · seit 201219. Okt. 2015 · #16
Karsten schrieb:
ich bin leider kein Profi, sondern muss meine Reisen selbst bezahlen
Hallo Karsten,
liegen Dir gesicherte Erkenntnisse vor, wer seine Reisen nicht selbst bezahlen muß? Würde mich sehr interessieren, denn ich würde mich gerne einschleichen.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer