Oben: ...und wieder Zebrastreifen neben dem Asphalt... Die Landschaft ist echt zum Gähnen, links und rechts nur einige Büsche und Bäume, nichts anderes!
Selbst ein Strommast ist schon ein Ereigniss! 🙁
So schön flaches Land sein kann, hier ist's schlicht uninteressant, einem Vergleich zu den Landschaften Ostafrika's
kann diese Strecke beim besten Willen nicht standhalten.
Bisher kann ich die vielen Lobeshymnen auf Botsuana (noch) nicht nachvollziehen!
Auch auf dieser Strecke gibt's wieder eine Desinfektions-Station, diesmal müssen wir aber nicht aussteigen...nicht mal
durchfahren müssen wir...die Gefahr gilt wohl nur von einer Seite...
Einige Zeit später hält Obby rechts der Strasse bei einem Baum an und verkündet dass es Zeit für's Mittagessen ist!
Oha!
Wie die Zeit vergeht!!!
Ich hätte gedacht es ist spätestens elf Uhr!!!
Na ja, steigen wir aus und stellen wir die Stühle raus!
Zum Glück gibt der Baum auch wirklich Schatten, denn es ist heiss...und die Sonne brennt!
Oben: Essen in karger Landschaft...wenigstens im Schatten! Wir strecken unsere eingerosteten Glieder und ich mach einige Versuche mit der überbelichtenden Kamera...
...die nun schon so stark überbelichtet dass ich durch das Abblenden der Bilder bei kürzest möglicher Belichtungszeit und
tiefstmöglicher ISO auf dem Bildschirm schon kaum mehr was erkennen kann und das Bild dann doch viel zu hell wird...
Also entschliesse ich mich das 14-150mm-Objektiv (KB= 28-300mm) an die PEN mini PM2 zu tun, auch wenn ich da nur mittels
Touch-Screen bedienen kann, was schon etwas umständlicher ist als mit den Tasten und Einstellrädern der OM-D E-M10...
...und auch wenn in all meinen Kameras derselbe Sensor drin steckt so hat halt die PEN nicht den Bildstabi den die M10 zu
bieten hat.
Und: für Weitwinkelaufnamen mit dem 9-18mm-Objektiv (KB=18-36mm) muss ich nun einen Objektiv-Wechsel machen...
...genau das wollte ich doch vermeiden!!!
Immerhin hab ich bei jenen Fotos Zeit, denn Landschaft rennt selten weg...
Somit kommt der Akku und die Speicherkarte aus der defekten M10 raus und steht nun der PEN als Ersatz zur Verfügung!
Der M10-Body landet stosssicher verpackt im Handgepäck, damit ich in der engen Fototasche etwas mehr Platz habe.
Wobei das auch nicht viel bringt, zumal der Body wirklich klein ist!
Aber immerhin!
Bald ist Badiri so weit und wir fassen unser Essen!
Diesmal bin ich der Letzte, obwohl keine Regenwolke am Himmel steht, aber sicher ist sicher...
...ich möchte nicht nochmals den Teller vollregnen lassen!!! 😉
Wir essen Salate, Brote mit Schinken und Wurst und Obby gibt mir nochmals durch dass wir bald einen Boten mit der Tasche
treffen werden, noch wäre sie aber auf dem Weg zum Bushways-Büro in Maun.
Bald schon fahren wir weiter und kurz nach den ersten Häusern von Boseja Ward, einem Vorort von Maun, fahren wir an einer
Kreuzung an den Strassenrand.
Ein weisser junger Mann steigt aus einem Auto aus, öffnet die hintere Türe und zieht was raus...
...eine Tasche...
...
MEINE TASCHE!!! :-D :-D :-D!!!
Ein Schrei: 'Jajaja, that's my bag, you're my hero!!! Yeah!!! Woohoo!!!' schallt durch die Gegend!
Vor lauter Freude spring ich beinahe aus dem Auto, das noch immer fährt!!!
Applaus und auch einige 'Woohoo's' kommen von den Mitreisenden, der junge Mann (wie mir später gesagt wird der Chef
des Bushways-Büros in Maun) schaut erstaunt und erfreut zugleich und, schlaues Kerlchen, erkennt sofort dass ich der
Besitzer der Tasche bin!!!
Freude herrscht!!! :-D
Oben: Komm zu Papa, mein Täschchen!!! :-D Schon bald fahren wir weiter, der junge Mann hat keine Zeit für ein Freudestänzchen... 😉
Den ersten Häusern folgen weitere und die Gegend wird immer grüner!
Brücken führen über Flüsse und kleine Seen...dabei sind wir doch eigentlich in einer Stadt!
Zumindest auf dem Weg vom Vorort in die eigentliche Stadt Maun...
OK, es ist nicht gerade wie in Venedig, dafür hats dann doch etwas zu viel Land und zu wenig Wasser, aber im Vergleich zur
trostlosen Landschaft die wir auf der Fahrt hatten eine Wohltat für die Augen!!!
Schön!!! 🙂
Oben: Es grünt so grün!
Oben: Immer wieder Wasser, so herrlich!!! Die Stadt wird nun immer städtischer, bald erreichen wir ein Gebiet mit einigen Einkaufszentern, wo uns Obby aussteigen lässt.
Er selbst wird in die Werkstatt von Bushways fahren, da das Auto zwei, drei Problemchen hat und die erst repariert werden müssen.
Natürlich erklärt er uns erst mal was wo ist, was man wo kaufen kann und welche Bancomaten man meiden, welche benutzen soll.
Die Stadt wirkt auf mich so gar nicht afrikansich, alles ist so geordnet, selbst der Verkehr!
Schön, aber anders als ich es gewohnt bin!
Nachdem Obby und Badiri abgefahren sind machen wir uns auf den Weg zum Wimpy im Engen Shopping Centre und genemigen uns
erstmal einen Kaffe bzw. eine Coke!
Patrick und Claudine verlassen uns aber schon bevor sie was bestellen, Andy, Lisa und ich bleiben weiter sitzen und geniessen
die klimatisierte Luft und die Getränke!
Nach der Coke genemige ich mir noch einen Fruchtsaft und schon bald machen wir uns auf um die Getränke einzukaufen, denn
Obby will uns um 14:30 Uhr abholen kommen und es ist ja schon nach 14 Uhr...also rein in den Einkaufsladen!
Wieder kauf ich mir viel Wasser, Tangawizi- und Cola-Dosen und Savannah
Pro Tag 2l Wasser, 2 0,33l-Dosen und zwei 0,33l-Flaschen!
Also über 3 Liter pro Tag...müsste reichen! 😉
Pünktlich stehen wir dort wo uns Obby abgesetzt hat, und warten auf unser Auto...
...und des kunt ned!!!
Da fällt mir wieder mal das
Lied 'Taxi' von DÖF (klick mich) ein...in minim abgeänderter Version passt's auch hierher:

I steh in der Hiz'n und woart auf n Obby abrr der kummt ned, kummt ned, kummt ned, i woart auf das Brummen vo ma
Land-Rover-Diesel abrr s brummt net, brummt ned, brummt ned...

😉
Lange stehen wir da, kein Obby, kein Auto, kein Badiri, nur Sonne und Leute die uns Schmuck andrehen wollen!
Erst eine Stunde nach dem abgesprochenen Zeitpunkt erscheint er, sich heftig entschuldigend weil er ein grösseres Problem
mit dem Auto hatte und nun ein anderes, aber baugleiches dabei hat!
...Auto, nicht Problem...
Na ja, kann mal passieren, solange man nicht terminlich oder von der Situation her in Probleme kommt hab ich damit auch
wenig Mühe, und eine Telefonnummer hatten wir ja nicht ausgetauscht.
Es hat uns auch nicht genügend gestresst um bei Bushways anzurufen, wobei wir das kurz bevor Obby kam schon drüber diskutierten.
Weiter gehts, etwa 15-20 Minuten fahren wir zu unserer Unterkunft, dem
Audi-Camp in Maun (klick mich)!
Und erstmals in meinem Leben muss ich in einem Audi sagen: Schön hier!!!
😉
Der Name des Camps hat übrigens nichts mit den Autos dieses Namens zu tun sondern ist die örtliche Bezeichnung für den
afrikanischen Schreiseeadler.
Die Zelte müssen noch aufgebaut werden, vorher müssen wir jeweils noch suchen welches wessen Zelt ist, denn die sind wie
auch die Matretzen den Touristen persönlich zugeteilt und durch die Nummerierung zu erkennen!
Anschliessend gehts erstmal duschen!!!
Welche Wohltat!
Warmes Wasser, und flüssig ist's auch noch!!!
Herrlich!!!
Und ich kann ENDLICH mit meinen Sachen duschen!
Meine Sachen zum Abtrocknen benutzen!!
Meine frischen Sachen anziehen!!!
Meine...nein, Andy's Badetuch mit Claudine's Handwaschmittel waschen und zum trocknen aufhängen!!!
Echt, ich bin so dankbar dass so tolle Leute mitreisen!!!
Ist nicht selbstverständlich, hat her aber perfekt geklappt! 🙂
Dann gehts in die Badehose und runter zum Pool, wo die anderen Vier schon sind!
Das Wasser im Pool ist nicht nur sauber und nass sondern auch schweinekalt!!!
Zumindest kommt es uns mit seinen rund 20° so vor...keine Ahnung weshalb es so kalt ist...
Entsprechend gehen nur die Männer schimmen...wenn auch das reingehen vor allem beim Eintauchen des Bauches seeeeeeehr langsam
vonstatten geht...brrr...
Lisa ist nur kurz rein und gleich wieder raus, Claudine stellt nur die Füsse rein...und Patrick macht den Helden des Pools!
Er springt trocken Kopf voran rein!!!
Ob das zu überleben ist sei mal dahingestellt, er lässt zumindest sehr sonderbare Geräusche von sich als er (sofort!)
wieder auftaucht!!! 😉
Wir geniessen noch ein Weilchen den Ausblick vom Pool auf den direkt am Camp vorbeifliessenden Thamalakane River...
Herrlich!
Oben: Mein Zelt mit Andy's blauem und meinem grünen Tuch! Hinten links die grosszügigen und sauberen Nassräume
Oben: Links die Bar, in der Mitte das Restaurant, dann der Durchgang zum Pool und rechts eine kleine Sitzecke.
Oben: Der Pool steht natürlich nur VIP's wie uns zur Verfügung! 😉
Oben: Links das Restaurant, in der Mitte der Pool und im Hintergrund der Thamalakane River
Oben: Der Campingplatz des Camps...direkt neben den Nassräumen (links hinter dem Auto zu erkennen)! Anschliessend, weils so schön ist, nochmals unter die Dusche, etwas zusammensitzen, quatschen und lachen, die Fotos
sichern und am LapTop sichten.
Dabei ein oder zwei Savannah schlürfen, rüber zur Bar für noch 1-2 Savannah und dabei im Facebook schweifen, Mails runterladen
(erstmals seit wir in Kasane abgefahren sind hab ich Internet) und schauen weshalb ich nirgends Telefonempfang habe...
...mein Provider hat offenbar kein Roomingabkommen mit einer botsuanischen Telefongesellschaft...
Hmmm, nicht so toll!
Ich hab allen gesagt und geschrieben dass ich per SMS erreichbar bin...was ich hier in Botsuana im Gegensatz zu Ostafrika
offenbar auch in der Nähe der Zivilisation nicht bin...
Nicht ganz so toll wenn man ein Einmannbetrieb ist wie ich es 'bin'...
Na ja, wird schon schiefgehen auf den Baustellen in der Schweiz...
Kaum bin ich wieder zurück gibts auch schon das Abendessen, es ist ja schon 19:15 Uhr!
Badiri hat heute Nachmittag natürlich auch eingekauft und so werden wir mit einer Art Ugali (Maisbrei) und leckerer Bratwurst,
ähnlich wie toskanische Salsiccia, sowei etwas Gemüse verwöhnt!
Dessert gibt's wie immer auch noch, ich verzichte aber.
Danach machen wir noch den Abwasch im Schein meiner LED-Power-Leuchte (5000Lux...steht zumindest auf der Verpackung und es
ist wirklich sehr sehr hell!).
Danach setzen wir uns nochmals hin und beginnen Obby daran zu erinnern dass er uns bisher keinen Pangolin gezeigt hat und wir
darüber doch sehr enttäuscht sind!!!
Schon lange hat er bemerkt dass wir ihn nur auf die Schippe nehmen und er macht mit!
Wieder ein sehr, sehr lustiger Abend, und um etwa 10:30 gehts ab in die Heia, heute erstmals in meinem neuen Schlafsack
mit meiner geliebten daunengefüllten Luftmatratze!!!
Ich werd schlafen wie ein Baby!!!
Gute Nacht!