Der Anfang war schon das Ende

79 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 03. Okt. 2015 von Reinhard
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Themenstarter728 Beiträge · seit 200603. Okt. 2015 · #1
Liebe Leute,
es folgt kein Reisebericht, weil unsere Reise leider praktisch ausgefallen ist. Ich möchte nur alle davor warnen, unsere Fehler zu wiederholen. Wir wollen Namibia jedoch nicht in Misskredit bringen oder unseren Fall verallgemeinern.

Also: wir hatten geplant und gebucht, vom 9.9. bis 3.10. Namibia und Botswana zu bereisen. Wir waren nun zum sechsten Mal in den vergangenen 36 Jahren (tatsächlich), also mit größeren Abständen, in Namibia und zum dritten Mal in Botswana.
Nach Übernahme des Wagens und Einkaufen haben wir am Freitagmorgen, den 11.9., Windhoek über den Sam Nujoma Drive Richtung Osten verlassen. In Klein Windhoek haben wir an der PUMA-Tankstelle getankt und wollten auch den Luftdruck für die lange Asphaltstrecke nach Ghanzi erhöhen lassen. Der Bursche, der das machte, erklärte mir auf Nachfrage, welche der beiden Skalen des Luftdruckprüfers gelte, die Schwarze, und es seien jetzt 200 bar. Da habe ich mir gedacht, weitere Fragen sind zwecklos und das müssen wir bei nächster Gelegenheit selber wiederholen.
Wir fuhren also einige hundert Meter weiter und hielten links in Höhe des Stellenbosch-Restaurants. Kaum war ich ausgestiegen, erschien ein freundlicher Einheimischer, der aus einem mir auffallenden glänzend-schwarzen VW Jetta, vermutlich Modell V, stieg, und mir sagte, der Luftdruck sei zu niedrig. Das habe ich ihm bestätigt und gedankt. Ein zweiter Mann aus dem Wagen kam zu unserem Hilux DC und sah durch die hinteren Türscheiben, bis meine Frau ihn böse ansah. Dann verschwand er. Ich habe das nicht mitbekommen.
Wir fuhren zurück zur Shell-Tankstelle und haben dort den Luftdruck erhöhen lassen, alles sehr korrekt.
Dann sind wir wieder stadtauswärts gefahren, unter der rostigen Eisenbahnbrücke hindurch und einige km weiter. Als wir die Abfahrt zum Vineyard Country B&B passiert hatten, überholte uns der schwarze Jetta, hupend und mit den Armen rudernd. Wir hielten an, der Jetta wendete und hielt auf unserer Höhe, wieder Richtung Windhoek. Spätestens da hätte bei mir der Groschen fallen können, fiel aber nicht. Dennoch war ich skeptisch. Der große freundliche Dicke stieg aus und rief aufgeregt: There’s fire under your car! Ich hatte noch nie Feuer unterm Auto. Andererseits: wenn doch? Ich stieg also aus. Meine Frau blieb sitzen. Der Dicke wollte, dass ich unter’s Auto schaue und war in heller Aufregung. Ich blieb stehen, weil ich weder etwas roch noch sah. Wir standen auf der straßenabgewandten Seite des Wagens, wo er auf mich einredete.
Plötzlich bemerkte meine Frau, wie gerade sehr leise unsere hintere rechte Tür geschlossen wurde, nachdem der andere Kerl unseren Rucksack gegriffen hat, und schrie den ihn an: Mit einem Mal war alles klar.
Wir waren auf diesen dusseligen Trick hereingefallen, obwohl wir ihn kannten!
Alles rannte zum Jetta: der Dicke, der Dieb, meine Frau und ich. Der Dieb setzte sich hinten links hin, mit etwas Gestohlenen, ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht was. Ich riss die hintere rechte Tür auf, beugte mich rein und brüllte den Kerl an. Der schrie zum Fahrer: Go - go! Und der fuhr los. Ich hing halb im Auto, halb draußen. Schlagartig wurde mir die Gefährlichkeit der Situation klar. Einen Ausflug mit den Dreien wollte ich nicht machen! Ich ließ mich also aus dem fahrenden Auto fallen, stürzte auf den rechten Ellbogen und rutschte etwas über den Boden. Dann habe ich schemenhaft in Erinnerung: Jetzt fahren sie über meine Beine, denn die waren irgendwie vor das rechte Hinterrad geraten. Ich habe weder ein Bild davon noch Erinnerungen an Schmerzen im Kopf. Ich stand schnell wieder auf - gebrochen war nichts - voll mit Adrenalin, und die Diebe brausten davon Richtung Windhoek. Wut vermischte sich mit Ärger darüber, dass wir den Trick kannten und ich nicht die Türen verriegelt hatte.
Wir schauten nach, was verschwunden war: unser kleiner Rucksack mit wenig Inhalt, allerdings viel Bargeld in Rand und Euro (nie auf einer Reise hat man so viel Bargeld wie zu Beginn), dazu Handy, Fernglas, Haustürschlüssel und mein internationaler Führerschein.
Wir überlegten: jetzt zurück zur Polizei? Wir wollten heute noch im Hellen zum Thakadu Camp bei Ghanzi, etwa 500 km Fahrt. Also fuhren wir weiter Richtung Osten bis Ghanzi.
Am darauffolgenden Sonnabend und Sonntag waren wir auf der Dombo Farm und hatten einen wunderbaren geführten Ausflug zum Boteti. Aber ich musste meine Sandalen so weit stellen, wie es überhaupt ging, damit die Füße hinein passten. An Schuhe war nicht zu denken. Am Montag sind wir zu Okavango Air Rescue nach Maun und Füße und Beine erfuhren dort eine kompetente Untersuchung und Behandlung.
Mehrere tiefe Abschürfungen an den Füßen, die täglich frisch verbunden werden mussten und mit denen ich nicht in den Moremi oder Chobe hätte fahren wollen, erzwangen letztlich den Abbruch der Reise. Am Mittwoch sind wir zurück nach Windhoek gefahren und am Freitagabend zurück nach Frankfurt geflogen. Nach dem Röntgen und einer MRT hier zu Hause stellten sich schwere Weichteilquetschungen mit umfangreichen Blutungen in den Füßen heraus.
Fazit: Zu meinem großen Bedauern ist Misstrauen gegenüber jedermann angesagt. Man fährt besser, wenn man bei jeder Ansprache durch Unbekannte die Möglichkeit eines Raubes unterstellt. Wir waren zu vertrauensselig und haben eben nicht sofort alle Türen verriegelt. Dass dies offenbar notwendig ist, insbesondere in der Ankunftsphase, wenn man sich noch an alles Neue gewöhnen muss, hat meiner langjährigen Erfahrung mit Namibia eine neue dunkle Facette hinzugefügt. Das finde ich sehr schade.
Gruß
Reinhard
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7 Beiträge · seit 201503. Okt. 2015 · #2
Ach, was für ein Pech. Hoffentlich heilt alles gut aus.

Deine Erfahrung hilft anderen Reisenden und uns hoffentlich, ähnliche Situationen rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Wir sind in einer Woche in Namibia unterwegs und hatten auf Reisen ausch schon Situationen, nach denen wir dachten, es hätte auch schlecht ausgehen können.
Aber man will eben nicht sofort das Schlechteste von anderen Menschen annehmen.
56 Beiträge · seit 200703. Okt. 2015 · #3
Lieber Reinhard,
zunächst einmal recht herzlichen Dank für die Schilderung eueres wirklich sehr schlimmen und deprimierenden Erlebnisses. Wenn man noch berücksichtigt, wieviel Vorfreude mit so einem Urlaub verbunden ist, wie lange man plant und wie sehr man sich darauf freut, dann ist ein auf diese Art und Weise erzwungener Abbbruch wegen krimineller Machenschaften umso frustrierender.
Wir hoffen sehr, dass es dir zumindest gesundheitlich wieder besser geht und dass die Wunden und Verletzungen gut und vollständig ausheilen !

Für uns sind deine Schilderungen eine absolute Warnung, noch besser aufzupassen und wirklich niemandem zu trauen, so schade das auch ist. Natürlich ist uns nach etlichen Namibia-Urlauben auch bewusst, die Autotüren immer verschlossen zu halten , aber absolute Sicherheit gibt es nicht , vor allem, wenn man liest, mit welcher Dreistigkeit diese Verbrecher vorgehen. Es ist wirklich eine Schande !
Leider, leider hat die Kriminalität in Namibia in den letzten Jahren vor allem gegen Touristen immer mehr zugenommen, sei es durch Überfälle, Einbrüche auf Lodges oder eben Autoaufbrüche wie bei euch.
Wir hoffen nur, jetzt nicht wieder lesen zu müssen, dass euch das "überall hätte passieren können, auch in Deutschland", was ja bei allen kriminellen Machenschaften immer wieder angeführt wird und was wir echt nicht mehr hören können !!!

Nochmals ganz herzlichen Dank für deine Warnung und weiterhin alles, alles Gute !
Werner
4'451 Beiträge · seit 200803. Okt. 2015 · #4
Hallo Reinhard,

diese Geschichte macht mich sehr traurig aber auch nachdenklich.

Es tut mir wahnsinnig Leid was euch da passiert ist.

Wir waren auch schon 7 Mal hintereinander in Namibia unterwegs, ich kann mir nicht vorstellen , das es so schlimm geworden ist, Was haben wir dann doch für ein Glück gehabt.
Leider muss ich es aber so hinnehmen.

Deine Schilderungen sind ja haarstäubend und ich denke , das ihr wahnsinniges Glück gehabt habt.

Vielen Dank, das Du es uns hier mitteilst, weil wir immer wieder gewarnt werden müssen

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
256 Beiträge · seit 201203. Okt. 2015 · #5
Dieser Trick ist auch in Europa "heimisch".
Vor kurzem einen Bekannten im Urlaub in Kroatien passiert.

Ich wünsche Dir, dass Dir nichts Nachhaltiges passiert ist ...
8'672 Beiträge · seit 201003. Okt. 2015 · #6
Hallo Reinhard,

auch von mir erst einmal gute Besserung, sowohl für die Psyche als auch für die Beine! Wie schade, dass Euer Urlaub so schnell so schlimm enden musste. Wenigstens hattet Ihr noch eine schöne Fahrt mit Uli....

Ich bin ja auch erst seit Kurzem wieder aus Namibia zurück und ich denke, meine beiden mitreisenden Freundinnen haben mich manchmal für etwas hysterisch gehalten, weil ich immer strikt darauf geachtet habe, dass das beladene Auto nicht alleine gelassen wird und man notfalls auch von innen verriegelt, wenn man alleine drin sitzt, während die anderen einkaufen. Wenn ich nun deine Geschichte lese, kann ich wieder besser damit leben, dass ich so übervorsichtig bin/war.....

Allerdings - und das sei pro Namibia gesprochen - hatten wir nicht einmal eine komische oder gar angsteinflößende Situation - und du kannst mir glauben, ich habe oft misstrauisch das "Terrain" sondiert. Wir hatten Glück - Ihr hattet Pech! Danke, dass du uns das berichtet hast!

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2015
33,1k Beiträge · seit 200603. Okt. 2015 · #7
Hallo Reinhard,

gar kein schönen Vorfall!!!
Ich kann nur Dich und alle anderen bitten in Zukunft IMMER die Polizei darüber zu informieren. Ich weiß, es ist eine langwierige, bürokratische Sache, aber nur so kann theoretisch etwas gemacht werden. NAMPOL ist, seitdem auch die Nachbarschaftswachen Druck ausüben, in Windhoek sehr bemüht.

Man kann sich in solchen Fällen auch immer an die Nachbarschaftswachen der Stadtteile wenden. Ich werde hier - muss die Liste nochmal suchen - gerne alle Kontaktinfos der NHWs einstellen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'523 Beiträge · seit 201103. Okt. 2015 · #8
Guten Abend Reinhard,

........denkst Du dass der Bursche bei der Puma-Tanke involviert war?

200 Bar ist sicher ein Verschreiber...........denk ich mal.........

........unglaublich......diese kriminelle Energie.........

BMW
2'060 Beiträge · seit 201303. Okt. 2015 · #9
Hallo Reinhard,

es tut mir so leid für euch, dass der lang ersehnte, gut geplante Urlaub ein derartig hässliches, rasches Ende fand. Danke, dass du trotzdem hier darüber berichtest.

Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass man nicht vorsichtig genug sein kann. Ich denke, gerade an den ersten Tagen ist man so beschäftigt mit dem "Ankommen", mit all dem Neuen, Anderen - auch wenn man schon öfter in Namibia war - dass man leicht einige Sicherheitsvorkehrungen unterlässt, und vielleicht ebenso an den letzten Tagen, wenn bis dahin alles gut gegangen ist, wird man u. U. leichtsinnig.

Auch ich kann nur froh und dankbar sein, dass uns in bisher vier Urlauben in Namibia nichts passiert ist!

Ich wünsche dir, dass die körperlichen Wunden vollständig ausheilen, sowie dir und deiner Frau, dass ihr auch Schrecken, Schock, Wut, Angst etc. überwinden könnt und bald wieder schöne Urlaube verleben werdet - vielleicht auch einmal wieder in Namibia.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Themenstarter728 Beiträge · seit 200603. Okt. 2015 · #10
Vielen Dank euch allen für die freundlichen Worte!
@ Christian: wir haben an dem Freitag, dem 11.9. in der Hektik die neue Polizeiwache in Klein Windhoek nicht gefunden, sind einfach daran vorbei gefahren. Außerdem drückte die Zeit: wir hatten Thakadu ja schon gebucht und bezahlt und im Dunklen wollten wir nicht ankommen. Außerdem hatten wir manche desillusionierende Berichte von Besuchen auf Polizeiwachen im Gedächtnis. Ich hätte den Dicken nicht beschreiben können und den Dieb sowie den Fahrer sowieso nicht. Und dass das Bargeld weg war, darüber haben wir uns keine Illusionen gemacht.
Dennoch sind wir am Freitag, den 18.9. nach unser Rückkehr nach Windhoek zur Polizeiwache in Klein Windhoek gegangen und haben alles zu Bericht gegeben. Ich habe den Bericht als Kopie. So richtig überzeugt, dass sich da etwas tut sind wir nicht. Hinter Schloss und Riegel bringen wir die drei damit nicht, aber der Fall sollte schon aktenkundig sein und sei es, dass man mal auf den schwarzen Jetta achtet, der irgendwo in der Gegend stand.

@ BMW: Ob die bei der PUMA-Tanke herumlungerten? Ich weiß es nicht, aber ich vermute es. An dieser Ausfallstraße fahren jeden morgen Leute mit ihren Hilux zum Tanken, denen man auf hundert Meter ansieht, dass sie Touristen sind und gerade den Kopf voll haben mit tausend Sachen. Es hingen dort viele Leute rum.
Die 200 bar waren weder Verschreiber noch Versprecher. Der Bursche hatte keine Ahnung, was er da machte. Auf einer Skala waren 200 ablesbar, leider fehlte die Einheit. Bar waren es jedenfalls nicht. Und er hat eher Luft abgelassen, als hineingepumpt. Soll auch ein Trick sein, damit man angehalten werden kann: ihr Reifen verliert Luft. Hatte ich leider zuerst bemerkt, so dass unsere Aufmerksamkeit nicht ausreichend abgelenkt werden konnte. Das war sicher der erste Versuch.

Wir, und speziell ich, hatten noch viel Glück. Es hätte viel mehr geklaut werden können und es kam zu keiner Gewaltandrohung, geschweige denn - anwendung. Die wollten klauen und schnell weg. Hat ja geklappt. Dass ich so blöde war und halbwegs zu ihnen in's Auto gesprungen bin, hat sie, glaube ich, etwas in Stress versetzt. Hätte auch anders für mich ausgehen können. Dennoch: Ist jetzt drei Wochen her, aber die Füße tun immer noch weh.
Gruß
Reinhard
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186 Beiträge · seit 201003. Okt. 2015 · #11
Hallo Reinhard,

auch ich finde es schlimm was Euch passiert ist und ein Urlaub, auf den man sich so sehr
freut ,schon nach wenigen Tagen ein unschönes Ende nehmen muss. 😠

Wir werden in Kürze die gleiche Strecke fahren und ich werde dann ganz besonders an
Deine Wahrnung denken.
Wünsch Euch alles Gute und, vielleicht bald wieder, einen schöne Urlaub in Afrika!

Liebe Grüße

Maria
538 Beiträge · seit 201203. Okt. 2015 · #12
Hallo Reinhard,
was für ein dreckiger Trick, mit dem man Euch den herbeigesehnten Urlaubstraum zerstörte, Dir zudem noch körperlichen Schaden zufügte, entsetzlich!
Es ist ein völlig intaktes Verhalten, wenn man seinen Mitmenschen nicht schon primär mit Mißtrauen/Zurückweisung begegnet. Wie sonst sollte man sich auf Land und Leute einlassen können.

In dem Moment aber, da ein vermeintliches Signal der Hilfsbereitschaft nichts anderes mehr ist, als verkleidetetes kriminelles Verhalten, hat sich's aufgehört, definitiv!

Für den Moment reicht's mir. - Dir wünsche ich gute Genesung, und danke für den Bericht.

Die Diagnose: "Weichteilquetschung an den Füßen", ist eine ernsthafte Sache, langwierig und schmerzhaft - alles Gute!

Rolf
Themenstarter728 Beiträge · seit 200603. Okt. 2015 · #13
Das würde mit meiner Vermutung übereinstimmen, dass er den Druck weiter abgesenkt hat, anstatt ihn zu erhöhen wie gewünscht. Absicht oder Unvermögen?
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7'296 Beiträge · seit 200603. Okt. 2015 · #14
A-Wolf schrieb:IMHO kein Unvermögen, 200 kPa ist der Druck den viele Vermieter einfüllen. Die "Tankwarte" wissen sehr wohl die Umrechnung.
... klingt für mich auch eher nach abgesprochener Sache.
Unvermögen war wohl das Vertauschen der Einheiten kPa und Bar, aber so etwas wundert mich nicht.
Ich habe auch schon Entfernungsangaben in Kilogramm erhalten. Ich bin schon zufrieden, wenn die Zahl an sich stimmt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
76 Beiträge · seit 201503. Okt. 2015 · #15
hmm, mist. dumme sache. gute besserung...sei aber froh dass sie nicht noch bewaffnet waren. vllt. wäre es dann noch schlimmer ausgegangen...
1'003 Beiträge · seit 200804. Okt. 2015 · #16
Hallo Reinhard,

Ich wollte Dir auch von Herzen gute Besserung wünschen und hoffe es geht bald wieder aufwärts.
Leider habe ich uns dieses Jahr auch oft ertappt, dass wir nicht alles verriegelt hatten. Man denkt einfach nicht immer dran und fühlt sich auch schnell sicher.
Mach Dir keine Vorwürfe, Ihr wart ganz schön mutig und Ihr hattet wirklich noch Glück im Unglück.
Liebe Grüße auch an Deine Frau von
Doro
842 Beiträge · seit 201004. Okt. 2015 · #17
Hallo Reinhard,

auch von mir gute Besserung ! Hoffentlich bleibt nix dauerhaft zurück !

Und danke für Deine Schilderungen !!!
Wir waren ja bisher erst einmal in NAM - und dort auch immer sehr vorsichtig.
In SA waren wir das auch - aber da haben uns die Leute ausgelacht ...
Für unsere nächste Tour nach NAM/BOTS weiß ich nun, dass wir unser ursprüngliches Verhalten beibehalten müssen !!! Danke für die Erinnerung !

Mach es gut,
Antje

PS: Ich hoffe, dass Ihr Euren Urlaub bald nachholen könnt und Ihr diesen dann voll und ganz genießen könnt !!!
1'523 Beiträge · seit 201104. Okt. 2015 · #18
@ Reinhard,


......die haben Dich mit dem Auto überfahren !!!!!!!!!! ............ bzw sind Dir über die Beine.....

bzw über die Füsse gefahren..... auf Grund Deiner Verletzungsbeschreibung.........man

muss es so krass sagen.........


erlaube mir noch............


lg, BMW
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2015
4'382 Beiträge · seit 201504. Okt. 2015 · #19
Hallo Reinhard,
nach sechs wunderbaren Wochen in Namibia/Botswana ohne besondere negative Vorkommnisse schockiert uns Dein Bericht umso mehr. Wir wünschen gute und baldige Besserung!
CuF
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'335 Beiträge · seit 200604. Okt. 2015 · #20
LIeber Reinhard,

es tut mir sehr, dass auch Ihr so etwas erleben musstet.

Wir sind vor 7 Jahren ja auch überfallen worden, man hat uns unser ganzes Handgepäck gestohlen, wir standen kurz vor dem Rückflug, ohne Pässe etc. Wir sind jedoch unverletzt geblieben.

Für uns war es seitdem so, dass wir nicht mehr blauäugig durch Namibia fahren, sondern kritischer sind. Mit den Jahren hat das auch wieder nachgelassen, aber insgesamt sind wir vieeelll vorsichtiger als bei unseren ersten Besuchen.

Du mahnst Wachsamkeit an, aber man kann sie nicht immer leisten. Das wissen wir seitdem auch!
Darum sei auch gnädig mit Dir selbst! Letztendlich zeigt Dein Verhalten, dass Du ein positives Menschenbild hast. Du vertraust Einheimischen. Leider wird das ausgenutzt und es kommt dazu, dass man eben nicht mehr so ein positives Menschenbild hat.

Wir nennen es nun: das reale Menschenbild. Wir neigen immer wieder zu Gutmütigkeit und mahnen uns dann selbst.

Ich wünsche Dir, dass es Dir, wie uns damals, gelingt, das Erlebte zu integrieren und etwas Positives daraus zu ziehen!

Es grüßt Cora
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