Wie Reifendruck unterwegs anpassen

29 Antworten · 6'090 Aufrufe · gestartet 27. Juli 2015 von propper
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Themenstarter70 Beiträge · seit 201227. Juli 2015 · #1
Liebe Namibiabegeisterte

Wir fahren im September zum dritten Mal auf namibischen Strassen.
Diesmal werden wir ab und an sandige Strecken bewältigen. Dabei wäre es sicher von Vorteil, wenn man den Reifendruck jeweils dem Untergrund optimal anpasst.
Nun meine Frage, wie macht ihr das?
Einen Kompressor von Europa mitnehmen geht leider aus Gewichtsgründen nicht.
Soll man einfach danach bis zur nächsten Tankstelle, Garage usw. fahren um die fehlende Luft wieder zu ergänzen?
Sind beim Vermieter ev. Kompressoren leihweise zu einem vernünftigen Preis erhältlich?
Andere Ideen?
Herzlichen Dank für eure Tipps im Voraus.

Schöne Grüsse
Thomas
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
5'479 Beiträge · seit 200927. Juli 2015 · #3
Das letztgesagte gilt nur für Camper-Verleiher. Normale Autoverleiher wie Avis, Herz, Budget oder Euopcar haben keine Komperssoren im Angebot.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'296 Beiträge · seit 200727. Juli 2015 · #4
Hallo Thomas,

wo habt ihr denn gemietet?
Bei so ziemlich jedem (Spezial-) Vermieter ASCO, Savanna, Bushlore etc. ist entweder ein Kompressor dabei oder kann ausgeliehen werden.

Eine Tankstelle o.ä. zum Luftdruck nachfüllen haben wir bisher noch nie benutzt, da wir immer ein Kompressor dabei hatten oder aber keine Luft abgelassen haben.

Gruß

Panther
Unsere Afrika-Reiseberichte im Forum || Vietnam 2025 | Japan 2019 |Costa Rica 2018|
Themenstarter70 Beiträge · seit 201227. Juli 2015 · #5
Hallo Panther

Wir haben unser Fahrzeug von Bidvest (vormals Budget)

Gruss, Thomas
6x Namibia, 4x Okavango-Delta, 1x Südafrika, 1x Kenia, 1x Tansania
785 Beiträge · seit 200827. Juli 2015 · #6
Hi,

wenn keine Möglichkeit zum Mieten besteht und der Transport von Zuhause nicht möglich ist, dann einfach so ein Teil vor Ort gekauft, dürfte nicht die Welt kosten und erleichtert das Fahren auf Sand ungemein!


Viele Grüße


Markus
5'538 Beiträge · seit 200827. Juli 2015 · #7
Hallo Thomas,

ob Du es glaubst oder nicht - ich habe immer eine richtige Fahrradpumpe bei mir. Aber nicht die Minis, sondern eine von den großen, die mit dem Fuß auf dem Boden festgehalten werden. Das dauert dann pro Reifen 3 - 5 Minuten und kostet wenig Geld.

Liebe Grüße
Gerd
3'491 Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #8
Hallo Thomas,
ich entnehme Deine Anfrage, dass Ihr ja nicht ganz unerfahren mit Namibia seid. Wenn Du dennoch sandige Passagen nachfragst, dann meinst Du vermutlich richtige Tiefsand-Strecken, wie z.B. die Pad im Sossusvlei nach dem PKW-Parkplatz. Um dort eine Chance zu haben, musst Du schon recht deutlich mit dem Reifendruck runtergehen. Um dann aber wieder auf Normaldruck zu kommen, brauchst Du einen Kompressor, der das auch bringt. Es gibt leider eine ganze Reihe von Billig-Kompressoren, die zwar für einen Schwimmreifen ausreichen, aber bei einem PKW-Reifen sehr schnell an ihre Grenzen kommen und dann nur noch für den Müll taugen. Wenn Du Dir also so ein Teil kaufst, dann sollte das nicht irgendein billiger "China-Schrott" sein.
Gruß Joli
874 Beiträge · seit 200827. Juli 2015 · #9
Hallo Thomas,

Wir benutzen Wie Gerd eine Fusspumpe.
Er Hat Sie Ja schon erklärt.

Die elektrischen kompressoren können Ja
Mal Den Geist aufgeben Und dann ...

Da Wir oft Den Druck ablassen, Ist mir Das Risiko
Zu gross, Das Der kompressor mal kaputt Ist.
Wir hatten Auch mal Die Situation, dass
Der Zigarettenanzünder Kein Strom hatte.
Sicherung war Tod Und Wir hatten Auf Die
Schnelle keinen Ersatz.

Die pumpe kostet Ein paar Dollar Und wiegt fast nix.

Gruss
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
831 Beiträge · seit 200927. Juli 2015 · #10
Hallo, Thomas,
die Ausführungen meiner Vorschreiber stimmen m. E. alle.
Die von Gerd und Anita beschriebene Fußpumpe funktioniert sicher bei einem PKW, wir hatten mal so eine für einen Camper, da artete das Pumpen richtig in Arbeit aus...
Nach unseren Erfahrungen (9 x Namibia, 8 x Botswana) sind die Kompressoren an den Tankstellen immer nicht einsatzfähig.

LG
Marga
Gast27. Juli 2015 · #11
Ich bin auch ein Pumpenjahrgang, mit Standpumpe. Ich erinnere mich so dunkel, dass 100 Stöße magere 0,3 bar ergaben......wie auch immer, zumindest eine Ausrede , dass ich immer erst abgelassen habe wenn ich schon gesteckt bin.
Grüße
zuletzt bearbeitet 27. Juli 2015
33,1k Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #12
Hallo Thomas,

bei richtigen Tiefsandstrecken kommst Du danach um einen Kompressor kaum herum...außer Du willst lange von Hand pumpen. Ansonsten kann Dir jede Tankstelle mit Luft aushelfen... ich habe, entgegen Margas Erfahrung, hier noch nicht eine erwischt, wo die Kompressoren kaputt waren.

Viele Grüße aus dem kalten Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'667 Beiträge · seit 201127. Juli 2015 · #13
Hallo Thomas,

wir hatten schon diverse Möglichkeiten:

einmal ganz kleinen billigen Kompressor mitgenommen. Dauert entsprechend lange und man muss schon mal warten nach jedem Reifen zum abkühlen.

einmal echtes Profigerät beim Auto dabei, leider war die Sicherung kaputt 🙂 Ersatzsicherung war aber im Auto (sollte man auch immer nachschauen bei der Übernahme)

einmal Kompressor chinesischer Qualität beim Auto dabei, war leider nicht besser als unser Miniteil von zuhause.

Hat letztendlich aber alles irgendwie funktioniert. Ohne Kompressor würde ich nicht fahren wollen. Du hast oft nach Tiefsand lange Strecken Gravel oder noch schlimmer Asphalt bis zur nächsten Tankstelle. Da ist ein Reifen ganz schnell hin mit viel zu wenig Luftdruck.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #14
Gerd1942 schrieb:ob Du es glaubst oder nicht - ich habe immer eine richtige Fahrradpumpe bei mir. Aber nicht die Minis, sondern eine von den großen, die mit dem Fuß auf dem Boden festgehalten werden.
... Pumpen in dieser Art gibt es auch für Schlauchboote, allerdings ist da der Kolben deutlich größer. Pro Hub gehen da um die fünf Liter Volumen durch. Damit ginge es nochmal deutlich schneller. Ich weiß allerdings nicht, ob man dafür Adapter für ein Autoventil bekommt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
785 Beiträge · seit 200828. Juli 2015 · #15
Hi Wolfgang,


die Pumpen für die Schlauchboote die du meinst, bringen keinen Druck, sind für Autoreifen nicht geeignet, soweit ich weis, liegt bei diesen Teilen der Druck bei max 0,5 bis 1 bar.

Dies ist zumindest bei den Pumpen die ich so kenne der Fall.


Gruß


Markus
5'479 Beiträge · seit 200928. Juli 2015 · #16
Anita40 schrieb:Da Wir oft Den Druck ablassen, Ist mir Das Risiko
Zu gross, Das Der kompressor mal kaputt Ist.
Wir hatten Auch mal Die Situation, dass
Der Zigarettenanzünder Kein Strom hatte.
Sicherung war Tod Und Wir hatten Auf Die
Schnelle keinen Ersatz.
Die guten Kompressoren zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie eben nicht über den Zigarettenanzünder betrieben werden, da dort die Sicherung durch die hohe Leistung überfordert wird. Die leistungssarken Kompressoren haben ihre eigene Sicherung und werden direkt an die Batterie angeschlossen.

Perfekt sind die Kompressoren bei Bushlore. Die bringen selbst bei den großen 265R17 Geländewagenreifen mehr als ein bar pro Minute.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 28. Juli 2015
1'425 Beiträge · seit 201328. Juli 2015 · #17
Hi,

wir haben schon jahrelang unser kleines Baumarktkompressorle mit Anschluss am Zigarettenanzünder mit im Gepäck (es wiegt gerade mal 1,568 kg). Es hat mal 9,99 Euro gekostet und jedes Jahr sagen wir, dass es dann zurückbleiben darf, wir nehmen es aber immer wieder mit nach Hause und es darf in den nächsten Urlaub wieder mit 🤪 . So ist unser Kompressorle schon ziemlich um die ganze Welt gereist und hat uns immer super und zuverlässig geholfen 🤩
Klar, es dauert einige Zeit einen platten Reifen damit aufzupumpen, man muss ihm ab und zu eine Verschnaufpause gönnen, aber wir sind im Urlaub und haben Zeit. Wir haben schon liegengebliebenen Touries damit geholfen und Schlauchboote und Luftmatratzen damit aufgepumpt. Wo es ganz klasse ist, ist bei einem schleichenden Platten, hatten wir auch schon, dass sich mal ein Sandkorn irgendwie im Ventil eingeschlichen hat und je nach dem hat der Reifen dann Luft verloren und brauchte wieder etwas Nachhilfe, war dann aber wieder komischerweise dicht, bis zum nächsten Luftablassen 🤢

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LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
7'296 Beiträge · seit 200628. Juli 2015 · #18
maggus schrieb:
die Pumpen für die Schlauchboote die du meinst, bringen keinen Druck, sind für Autoreifen nicht geeignet, soweit ich weis, liegt bei diesen Teilen der Druck bei max 0,5 bis 1 bar.

Dies ist zumindest bei den Pumpen die ich so kenne der Fall.
... Danke für den Hinweis. Das scheint bei den meisten Pumpen tatsächlich nicht auszureichen. Oft steht die max. Leistung auch gar nicht dabei. Dann doch lieber die Fahrradpumpe.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
487 Beiträge · seit 201229. Juli 2015 · #19
Mit welchem Fahrzeug, wie vielen Personen und Dachzelten wollt ihr denn fahren? So wie ich verstanden habe in Namibia, welche Routen?
Irgendwo habe ich schon mal etwas über Reifendruck und Probleme mit Reifen geschrieben. Meines Erachtens wird der Reifendruck viel zu früh reduziert und anschließend zu lange mit walkenden Reifen gefahren.
Bevor die Diskussion in eine falsche Richtung geht, ich meine nicht richtige Dünen fahren, da reduziere auch ich den Reifendruck.

Hier habe ich den Auszug vom letzten Mal einkopiert: Meines Erachtens lassen sich mindestens 50% der Reifenpanne vermeiden. Nicht zu früh mit wenig Luftdruck fahren, die Reifen walken und erwärmen sich unnötig. Breite Reifen sind von Vorteil. In den Tiefsandspuren lenken viele Fahrer gegen den Sand in der Mittelspur, weil sie die Büsche an der Fahrerseite meiden wollen, dabei reicht es den Wagen laufen zu lassen, Kratzer kommen sowieso. Beobachtet mal entgegenkommende Fahrer (meist Touris) die pflügen immer mit eingeschlagener Lenkung zu Mitte hin, das mag kein Reifen.
Besonders nachteilig ist es im Geröll oder felsigem Boden mit Kraft gegenzulenken, da schlitzt es oft die Reifen auf. Lieber den Wagen absaufen lassen und im Rückwärtsgang wieder heraus, als mit schleifender Kupplung einbuddeln. Die meisten würden staunen, dass man mit 1,8-2 bar auch mit einem normal beladenem Hilux Tiefsand fahren kann. Fair wäre es wenn einige ihre Unterleghölzer wieder aus dem Sand holen würden, denn so mancher zerbrochene Ast schaut später spitz in Fahrtrichtung heraus, diese dunklen Sandstellen sind meist am türkischsten.
Am heikelsten sind Geröllpisten mit flachen scharfkantigen oder spitzen Steinen, dort immer den Fahrweg suchen, spitze Steine meiden, nie kraftvoll gegenlenken denn dann bohrt ihr die Spitzen selbst in die Wandung
www.save-wildlife.org www.sptr.de
zuletzt bearbeitet 29. Juli 2015
13 Beiträge · seit 201529. Juli 2015 · #20
Liebes Hallo,

wir hatten von zu Hause den Kompressor aus unserem PKW mit, die sind ja nicht so groß und schwer. Er hat uns gute Dienste geleistet.

vlg Angela