ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201403. Apr. 2015 · #21
Hallo Lotta,
das Virus habe ich mir schon vor mehr als 20 Jahren eingefangen 😉 In den frühen 90ern war ich häufiger in Afrika unterwegs.
Das Virus hat die letzten Jahrzehnte nur geschlummert bzw. standen weite Reisen nicht auf dem Plan.
Das Auslandsjahr unseres Sohnes in Namibia war für mich ein gutes Argument, meinen Mann mal wieder für einen längeren Flug zu motivieren - er ist eher so der Nordsee-Typ und normalerweise nur für Flüge < 3 Stunden zu haben....
Namibia hat uns wirklich begeistert und wir werden sicher wieder kommen!
Für nächstes Jahr im Januar/Februar steht für uns aber erst einmal Südafrika ganz oben auf der Wunschliste!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201403. Apr. 2015 · #22
Dienstag, 17.02.2015 / Damaraland - Swakopmund
Schon früh am Morgen werden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt und wir klettern nochmal auf den Hügel, um diese grandiose Landschaft noch eine Weile zu genießen.
Man kann sich einfach nicht sattsehen.
Vor unserem Chalet erwartet uns schon ein Besucher:
Nun wird Zeit zu frühstücken und auch hier bleibt kein Wunsch offen. Ein wunderbar gedeckter Frühstückstisch mit der grandiosen Landschaft im Blick, dieser Tag lässt sich wunderbar an.
Während des Frühstücks können wir dieses Pärchen beobachten:
Und diese 3 gefiederten Freunde leisten uns auch Gesellschaft:
Nur ungern verlassen wir dieses Wunderland und beladen unseren Hilux. Wir trauen unseren Augen nicht – das Auto wurde tatsächlich gewaschen! 🤩 🤩 Da haben wir nicht schlecht gestaunt.
Heute starten wir gen Swakopmund. Vom Camp geht es über die D 2612 auf die C 35 nach Uis.
Vorbei an der "Mall":
Und anderen Häuschen:
Die Wanderung zur Brandberg White Lady fällt der Hitze zum Opfer - Es ist einfach zu heiß in dieser Jahreszeit für größere Wanderungen. Dafür hätten wir 2-3 Stunden einplanen müssen.
Die Landschaft wird zunehmend karger - Wir folgen der C 35 nun für mehrere Stunden.
Die Fahrt ist wirklich die Langweiligste und unspektakulärste Etappe, die wir jemals gefahren sind. Nichts als Sand und öde Wüste. Während der Fahrt musste ich öfter einmal an den Kommentar zur unserer Routenplanung von "Randfontein" hier im Forum denken.
Er schrieb: " Hier hat der liebe Gott vergessen, die Landschaft einzubauen" - und genauso ist es!
Kurz vor dem Abzweig auf die C 34 Richtung Heinties Bay treffen wir auf einen deutschen Motorradfahrer, der am Straßenrand steht. Wir halten an, um zu schauen, ob er Hilfe benötigt. Aber bei ihm ist alles ok - wir unterhalten uns noch kurz und bestaunen den Mut, mit dem Motorrad alleine durch diese Öde zu fahren (wir fahren selbst Motorrad, aber das würden wir uns sicher nicht antun). Auf diesem Streckenabschnitt sind uns übrigens sehr viele Motorradfahrer begegnet.
Wir verabschieden uns und kurz darauf sehen wir den Atlantik direkt vor uns liegen!
Weiter geht es auf der C34, welches eine Salzstraße ist. Dieser Belag ist uns völlig unbekannt, lässt sich bei Trockenheit aber prima fahren.
Auf dem Weg liegt ein Schiffswrack am Strand, was wir zum Anlass für eine kleine Pause nehmen.
Wir sind am Meer und es nichts ist mehr von der Hitze des Vortages zu spüren. Die Luft hier ist klar und frisch. Sehr angenehm.
In Swakopmund führt unser erster Weg zur Schlüsselübergabe für unser Apartment zum Cornerstone Guesthouse. Dort werden wir schon erwartet und Bettina fährt gemeinsam mit uns, um uns in die Geheimnisse der namibischen Sicherheits- und Überwachunstechniken einzuweihen.
Für unser Appartment ist die Nutzung der Tiefgarage inklusive. Also fahren wir die riesige Karre erstmal ein Stockwerk tiefer – es reicht gerade so mit der Höhe.
Hier ist ist alles alarmgesichert und ich hoffe, wir können uns die ganzen Knöpfe mit ihren Funktionen merken. 😕
Auch das Appartment selbst ist natürlich ein Hochsicherheitstrakt!
Es öffnet sich die Tür zu unserem zu Hause für die nächsten Tage!
Bettina erklärt uns alles und gibt uns noch ein Notfallhandy, das für Gäste des Cornerstone zum Standard gehört. Darüber können wir Sie oder die Inhaber immer und zu jeder Zeit erreichen.Sehr nützlich, wenn wir mal den falschen Knopf am Alarm drücken sollten 😮
Wir beziehen den Masterbedroom und freuen uns über den tollen Blick auf den Atlantik. Insgesamt verfügt das Appartment über 3 Schlafzimmer und 2 Bäder - ja, es ist leicht überdimensioniert, aber ich wollte in Swakopmund unbedingt eine Unterkunft mit direktem Meerblick und die Hotels, die das bieten, fand ich alle nicht so ansprechend.
Wir sind sowieso gerne in Ferienwohnungen unterwegs und das ist eine schöne Abwechslung auf unserer Tour. Armin freut sich über den Fernseher und ein funktionierendes WLan. Ich freue mich über die Waschmaschine und noch mehr über den Trockner 🤪 ! Wir sind für 3 Tage wieder in der Zivilisation.
Wir richten uns erst mal häuslich ein, rufen kurz bei Eva an, mit der wir zum Abendessen verabredet sind.
Zum Abendessen hat Eva den "Western Saloon" ausgesucht. Die Karte hat alles zu bieten und Christian ist super nett. Eva und Armin wählen Seezunge, ich Calamari. Alles ist sehr lecker und mehr als reichlich.
Nachdem sich Eva verabschiedet hat, genießen wir noch die frische Brise auf unserer großzügigen Terrasse mit Meerblick. Wunderbar! 😄
Für den nächsten Tag sind wir mit Eva zur Katamarantour verabredet.
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200604. Apr. 2015 · #25
Wenn mich mein löcheriges Gedächtnis nicht täuscht, sind das Rock Dassies; der dt. Name ist mir leider entfallen.... Die Tiere sind niedlich, aber auf Camps oft eine Plage (Schuld der Touristen!). Als ich das letzte Mal in Aughrabies war, wollte sich die ganze Dassie-Welt im Unterboden meines LR einnisten - und waren nicht zu vertreiben. Aber es sind keine Nager und keine Marder, das Auto hat es überstanden. Herzlichen Ostergruß! Rodrigo
das ist eine Felsenratte, kein Rock Dassie (Klippschliefer). Wikipedia schreibt dazu: "Die Felsenratte (Petromus typicus) ist eine Nagetierart. Sie hat keine näheren lebenden Verwandten und wird in einer eigenen Familie, Petromuridae, eingeordnet; auch mit den Ratten (Gattung Rattus) ist sie nicht näher verwandt. Felsenratten bewohnen trockene, felsige Gebiete im südlichen Afrika; sie leben im südlichen Angola, Namibia und dem nordwestlichen Südafrika."
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Gruß, Rudi
Zum Arbeiten zu alt - Zum Sterben zu jung - Zum Reisen topfit !
Danke euch beiden - jetzt bin ich etwas schlauer 😄 . Die Rock Dassies hab ich ziemlich schnell ausgeschlossen, da mir irgendwie im Kopf rumschwirrte, dass sie keinen Schwanz haben... Aber weiter bin ich dann nie gekommen...
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2015 · #28
Zunächst einmal wünsche ich Euch allen ein frohes Rest-Osterfest!
@Jaspar061103: Die gleiche Frage hatte ich mir auch gestellt ... und habe auch die Rock Dassies ausschließen können. Erst kürzlich gab es hier im Forum einen Beitrag, in dem die Felsenratte näher beschrieben wurde, dann konnte ich auch das niedliche Tierchen zuordnen 😉
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2015 · #29
Mittwoch, 18.02.2015 / Swakopmund - Katamarantour mit Namibiancharters
Schon früh werden wir von Eva abgeholt und wir gehen zunächst schön Frühstücken ins "Village Cafe". Das Cafe hat uns unser Sohn empfohlen - hier gibt es sehr leckeres Frühstück in origineller Atmosphäre.
Anschließend fahren die schöne Küstenstraße entlang in Richtung Walvis Bay, der Katamaran ist schon startklar - es kann also losgehen!
Heute morgen haben wir eine wunderbar klare Sicht und das Meer ist absolut ruhig.
Unser Guide Mike mit seinen "Assistenten":
Wir passieren die Austernbänke vor Walvis Bay...
... ein Schiffswrack ....
...die Pelican Point Lodge ....
.... Schiffe, die auf die Weiterfahrt warten ...
.... einige Seevögel .....
....und Robben im Wasser und auf den Sandbänken, so weit das Auge reicht:
.... ein Öhlborschiff, das derzeit in Walvis Bay zur Reparatur vor Anker liegt....
Diese Robbe verfolgt uns eine ganze Weile und es ist beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit:
Leider sehen wir weder Mola Mola (Sunfish), noch Wasserschildkröten oder Delphine.
Dafür aber noch ein paar Flamingos:
Dennoch ist eine schöne Abwechslung, einen Vormittag auf dem Meer zu verbringen, nicht zuletzt wegen der Leckereien an Bord 😄 :
Den Nachmittag nutzen wir für einen Besuch bei Evas Hundchen und anschließend gehen wir zum nahe gelegenen Superspar, um für unser Abendessen einzukaufen.
Wir wollen den heutigen Abend im Appartment verbringen und den Sonnenuntergang auf unserer großzügigen Terrasse genießen.
Hallo Applegreen, bin gerade erst auf deinen Reisebericht gestoßen und würde auch gere noch mitfahren. Habt ihr noch ein Plätzchen für mich? Die Katamarantour haben wir bei unseren ersten Urlaub in Namibia auch gemacht und überlegen ob wir sie in diesem Jahr nochmal machen sollen.
Viele Grüße
Do
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2015 · #31
Hallo Do,
klar gibt's noch ein Plätzchen. Sooo viele fahren bei uns ja nicht mit ;-))
Wir fanden die Katamarantour sehr schön - ein zweites Mal würden wir sie aber glaube ich nicht mehr machen. Wir haben allerdings um Swakopmund herum in diesem Jahr auch einiges ausgelassen, was wir beim nächsten Mal dann noch sehen möchten.
Falls ihr die Living Desert Tour noch nicht gemacht haben solltet, können wir diese Euch wärmstens empfehlen. Bericht folgt gleich.
Euch wünsche ich auf jeden Fall eine tolle Zeit in Namibia!
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201406. Apr. 2015 · #32
Donnerstag, 19.02.2015 / Swakopmund – Living Desert Tour
Pünktlich um 8.00 Uhr werden wir von Douglas, unserem Guide von Living Desert Adventures, abgeholt.
Am heutigen Vormittag werden wir uns den Kleinen und Kleinstlebewesen in den Dünen von Swakopmund widmen.
Der Landy, in dem wir Platz nehmen dürfen, scheint uns ein geeigneter fahrbarer Untersatz für diesen Ausflug zu sein. Wir holen noch zwei Damen an einem Hotel ab und fahren in Richtung des Wüstengürtels zwischen Swakopmund und Walvis Bay .
Bei diesen Touren wird strengstens darauf geachtet, dass Geröllflächen nicht beschädigt werden, um dem Öko-System keinen Schaden zuzufügen.
Die Tour startet nur wenige Meter außerhalb von Swakopmund im Flussbett des trockenen Swakop River.
Hier steigen wir aus und Douglas erklärt uns anschaulich und ausführlich den Lebensraum Wüste. Die Wüstentiere leben eher auf der windabgewandten, weichen Seite, denn hier sammeln sich die durch den Wind angewehten die Gräser und Samen.
Douglas bezeichnet das als "Dünen-Müsli", das die Silberfische gerne fressen - die Käfer wiederum fressen die Silberfische - Echsen die Käfer und Schlangen die Echsen.
Schon bald findet er diese Baby-Blindschleiche:
Und diesen Tok-Tokkie:
Weiter geht es tiefer in die Wüste hinein. Immer wieder halten wir an, um nach Spuren auf den Dünen zu suchen. Douglas ist ganz in seinem Element 😁
Auch hier ist die Landschaft beeindruckend.
Douglas entdeckt die erste Schlange - eine Namib Sidewinder:
Auch wir gehen auf die Suche - unsere erste Aufgabe besteht darin, ein Chamäleon zu finden – was mir dann tatsächlich auch gelingt 🤩
Die Landschaft lädt auch immer wieder zum Fotografieren ein:
Auf der Weiterfahrt entdecken wir diese Wespe, die sich gerade wieder in den Sand eingräbt.
Douglas ist ständig auf der Suche nach weiteren Lebewesen der Wüste.
Und entdeckt tatsächlich eine Dancing White Lady:
Die Weiterfahrt eröffnet immer neue Formationen der Dünenlandschaft:
Eine Hornviper 🤩
Es ist noch ein Jungtier und wir fotografieren aus sicherem Abstand, denn diese Spezies ist äußerst giftig. Da sie so friedlich ist, lassen wir sie in Ruhe und ziehen weiter durch die Wüste.
Schon bald entdecken wir ein weiteres Chamäleon. Und heute ist definitiv sein Glückstag :
Für einen weiteren Leckerbissen werden keine Mühen gescheut:
Wir fahren wieder ein Stückchen weiter:
Douglas sucht und buddelt was das Zeug hält.
Zum Abschluss finden wir noch diese farbenprächtige Schönheit - einen Palmatogecko:
Es sei angemerkt, dass jedes Tierchen mit aller Vorsicht wieder in sein Gebiet zurückgesetzt wird und sofern erforderlich mit ausreichend Schatten versorgt wird :-))
Wir beenden den diese beeindruckende Wüstentour mit einer rasanten Fahrt durch die Dünen bis zu dem Punkt, an dem der Atlantik auf die Dünen trifft.
(Das sind übrigens wir, damit Ihr wisst, bei wem Ihr überhaupt mitfahrt 😉 )
Douglas fährt uns zurück in die Stadt und wir nutzen den Nachmittag für einen Stadtbummel.
Für den Abend sind wir wieder mit Eva verabredet, auch um die Einzelheiten für den kommenden Teil unserer Reise zu besprechen. Und weil es uns vorgestern so gut geschmeckt hat, gehen wir wieder zu Christian in den „Western Saloon“.
Nach einem leckeren Essen verabschieden wir uns von Eva und genießen unseren letzten Abend am Atlantik.
Wir verlassen das schöne Apartment und fahren zum Cornerstone Guesthouse, um die Schlüssel abzugeben.
Gestern habe ich ganz vergessen, das Permit für die gebührenpflichtige Pad ab Hotsas zu besorgen. Das müssen wir heute vor der Abfahrt noch erledigen.
Zuerst einmal aber gehen wir zum Frühstücken zum Cafè Raith. Sehr leckere Brötchen und Croissants, so eine Qualität bekommt man in Deutschland gar nicht mehr.
Das Permit Office im MET soll angeblich um 8.00 Uhr öffnen, also bin ich um Punkt 8 Uhr da. Im Office herrscht leider gähnende Leere 😊 – ich warte sicher 20 Minuten und dann taucht endlich die zuständige Dame auf. Wenigstens geht es schnell mit der Ausstellung des Permits und es kann losgehen.
Heute liegen wieder einige Kilometer vor uns mit dem Ziel Sesriem – Sossus Dune Lodge.
Das Licht ist heute ziemlich schlecht, es ist total diesig. Den Schlenker auf die D 1991 zur Mondlandschaft lassen wir aus. Auch die größte Weltwitschia weckt heute nicht unser Interesse.
Wir fahren also zunächst auf die B2 und kurz hinter Swakopmund auf die C34, über die große Wasserleitung, durch das Swakop-Revier und dann weiter links auf die C28.
Bei Hotsas biegen wir ab auf die gebührenpflichtige Pad.
Kurz nach dem Abzweig sehen wir die ersten Bergzebras in größerer Entfernung und Strauße, die unseren Weg kreuzen.
(Die Bergzebras sind so weit entfernt, dass mein Objektiv es kaum schafft ..)
Es tun sich immer wieder schöne Aussichten auf:
Und wieder ein paar Bergzebras - diesmal schon etwas näher:
Irgendwann biegen wir ab auf die C14.
Nun führt uns der Weg durch den Kuiseb- und Gaub Canyon - Diese Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll.
Vereinzelt kreuzen Strauße unseren Weg:
Am Straßenrand begegnet uns diese Stute mit Fohlen.
Und wieder ein Bergzebra:
Es ist immer noch kein besseres Licht. Bald erreichen wir die C19.
Obligatorischer Halt bei „Moose McGregors“ Desert Bakery, um Namibias besten Apfelkuchen zu kosten.
Es ist schon skurril, zwei Bäckereien direkt nebeneinander im Nirgendwo. Der Kuchen ist lecker und wir schauen uns noch ein wenig um.
Weiter geht es Richtung Süden auf der C19.
Nach weiteren 70 Km erreichen wir Sesriem, wo wir vor Einfahrt in den Park noch tanken.
Im Park angekommen, besorgen wir gleich das Permit und fahren direkt weiter in die Sossus Dune Lodge.
In der Lodge kann man nicht direkt an das Hauptgebäude anfahren, an einem vorgelagerten Parkplatz wird das Gepäck in einen Wagen der Lodge umgeladen, um die letzten Meter zur Lodge zu gelangen.
Wir checken ein und schauen uns im Hauptgebäude um. Es gibt einen ganz ansprechenden Pool - dort herrscht im Moment ziemlich viel Trubel.
Für den Abend möchten wir gerne die Aktivität “Namib by night - guided after dinner stroll and stargazing” buchen. Die Antwort ist recht lapidar: „There is no car available at the moment“! Hä?? 🤢 Na gut, dann halt nicht!
Hier ist es heute super heiß und wir beziehen erst einmal unsere strohgedeckte Hütte. Der Weg dorthin führt über einen Holzsteg und wir müssen schon ein gutes Stückchen laufen. Die Anlage ist weitläufig und es geht vom Hauptgebäude aus zu jeder Seite ein Holzsteg mit 12 Einheiten ab.
Die Lodge ist direkt an einen Felsen gebaut mit wunderbarem Blick in die Weite des Landes.
Die Hütten sind sehr geräumig und originell ausgestattet - es gibt ein riesiges Badezimmer! Besonders schön sind die Terrasse und die bodentiefe Fensterfront direkt vor dem Bett.
Allerdings gibt es auch einenNachteil: Keine Klimaanlage, nur ein Standventilator, der die heiße Luft noch verteilt.
Ebenfalls nicht so schön ist der Müll von unseren Vorgängern auf der Terrasse, aber die Unterkunft gefällt uns dennoch gut.
Wir wollen eigentlich für ein Stündchen am Pool entspannen, aber dort ist es immer noch ziemlich voll und wuselig (es scheint eine größere Reisegruppe zu sein), dass wir uns lieber wieder auf unsere Terrasse zurückziehen. Von hier aus fotografiere ich die Abendstimmung.
Für das Dinner wurde heute Abend draußen auf der großen Veranda gedeckt, mit Blick in die Landschaft und auf das winzige, beleuchtete Wasserloch – es herrscht eine andächtige Ruhe – bis zu dem Moment, in dem die Reisegruppe eintrifft und den Laden richtig aufmischt. 🤢 🙄
In dieser Lodge muss das Abendessen übrigens extra gezahlt werden und kann nicht im Voraus gebucht werden. Heute gibt es Hähnchenbrust mit Nudeln. Das Essen ist guter Durchschnitt – aber kein wirkliches Highlight. Außerdem müssen die Getränke immer am gleichen Abend gezahlt werden, auch wenn man mehrere Tage bleibt. Also genügend Bargeld mitnehmen, man kann nicht aufs Zimmer schreiben lassen.
Während des Abendessens nähert sich ein Schakal der Veranda – hier scheint es wohl häufiger einen Leckerbissen für ihn zu geben.
Es dauert nicht lange, bis einige Mitglieder der Reisegruppe den Schakal entdecken und umgehend mit der „Raubtierfütterung“ beginnen. Wir halten zwar nichts davon, wildlebende Tiere zu füttern (und beteiligen uns auch nicht), aber dadurch gelingt mir ein ganz nettes Foto:
In der Nacht kühlt es glücklicherweise etwas ab und wir können relativ gut schlafen, morgen früh werden wir noch weit vor Sonnenaufgang ins Sossusvlei starten.
Kann mir jm. kurz erklären, worin der Unterschied zwischen einem Berg- und einem Steppenzebra besteht??? Wir sind eure gleiche Route gefahren, haben auch einige Zebras gesehen, aber ich habe nun keine Ahnung, was für Zebras es nun waren?!?
ApplegreenThemenstarter1'796 Beiträge · seit 201409. Apr. 2015 · #40
Hallo Jaspar061103,
es handelt sich hier um das Hartmann-Bergzebra. Sie unterscheiden sich vom Steppenzebra durch breitere, schwarze bis schokoladenbraune Streifen und schmalere weiße Zwischenräume, so dass das ganze Tier insgesamt dunkel wirkt, die Grundfarbe ist aber dennoch weiß. Weiteres Merkmal: Der Bauch ist ungestreift. Abweichend von anderen Zebraarten befindet sich außerdem am Hals ein nach unten hängender "Hautlappen".