Diebstahl am Supermarkt-Parkplatz

43 Antworten · 10,3k Aufrufe · gestartet 22. Feb. 2015 von peter 08
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Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200825. Feb. 2015 · #21
Besten Dank allen Teilnehmern.

Im Nachhinein betrachtet, ist ja nichts wirklich Schlimmes passiert. Dt. Führerschein und neue CC sind beantragt, Abhebungen über die CC fanden bis heute nicht statt, einen neuen Wagenschlüssel bekommen wir beim Autohändler und ein modernes Handy war ohnehin längst fällig.

Überrascht waren wir von der mental doch sehr anstrengenden Situation bei so einem Diebstahl:

Zunächst kommt der Schock. Das Sichtfeld wird klein, man ringt im Gespräch nach seinen englischen Wortschatz, Hilflosigkeit…

Es folgt das Grübeln. Was habe ich falsch gemacht…… warum wir…… weshalb hier im Urlaub…..

Langsam macht sich dann die Ernüchterung breit. Was ist eigentlich weg….. kann der Urlaub überhaupt fortgesetzt werden….was muss veranlasst werden….

Unsere Sicht auf Namibia hat sich leider – oder zum Glück - etwas verändert. Erzählt man unterwegs von solchen Erlebnissen, öffnet sich auch das Gegenüber und man erfährt doch erstaunliche Dinge über die alltägliche Sicherheit im Land. Außer den hier oft gescholtenen @Swakop 1952 und ein paar anderen Insidern schreibt hier ja keiner, was eigentlich wirklich vorgeht…..will man als Touri auch gar nicht wirklich wissen, für die schönsten Tage im Jahr 🙂

Tipps möchte ich nicht geben, die eigene Sicherheit muss schon jeder selbst organisieren. Wohl aber ein paar Anmerkungen:

- Jeder sollte das Szenario eines Diebstahles mal durchspielen. Was mache ich, wenn ich kein Handy mehr habe, wenn die Kreditkarten weg sind, wenn der Pass weg ist, etc.……

- Wichtig und auch mental von großer Bedeutung ist ein Ansprechpartner, Zuhause oder noch besser in Namibia. Wir haben hier gute Erfahrungen via PN übers Forum sowie Hilfe durch den Autovermieter Asco gemacht

- Wichtige Unterlagen wie Pässe, Notfallnummern, Int. Führerschein etc. nicht nur einmal kopieren, sondern 2 oder 3 mal und an verschiedenen Orten deponieren, am besten gleich einen Satz beim Vermieter hinterlegen

- Patentrezepte gibt es nicht!

Schöne Grüße
Peter
2'060 Beiträge · seit 201325. Feb. 2015 · #22
Hallo Peter,

ja, man muss froh sein, wenn es "nur" ersetzbaren materiellen Schaden gegeben hat. Dass es natürlich die Urlaubsfreude trübt, ist ja klar. Und vermutlich wird man auch beim nächsten Mal nicht mehr so unbeschwert kommen.

Diese Unbeschwertheit wurde mir allein schon durchs Lesen solcher Vorfälle ausgetrieben. Anfangs fand ich die Warnungen und empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen übertrieben, aber das sind sie wohl nicht.

Danke für diesen Tipp:

>>>Wichtige Unterlagen wie Pässe, Notfallnummern, Int. Führerschein etc. nicht nur einmal kopieren, sondern 2 oder 3 mal und an verschiedenen Orten deponieren, am besten gleich einen Satz beim Vermieter hinterlegen<<<

Kopien hatten wir immer dabei, aber in Zukunft werden wir welche beim Anbieter hinterlegen - gute Idee!

Meine persönliche Haupt-Vorsichtsmaßnahme: Wichtige Unterlagen/Dokumente immer bei mir führen, nicht im Wagen oder in der Unterkunft lassen. Allerdings wenn man überfallen und ausgeraubt würde, wären sie dann auch weg - gegen alles kann man sich aber nie vorsehen.

Trotzdem in Zukunft schöne Urlaube ohne weitere Vorkommnisse dieser Art!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'250 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #24
Hallo,

glücklicherweise haben wir bis jetzt (seit 11 Jahren) noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Aber, aufgrund dieses Themas hier werden wir ab sofort (heute Abend geht es los 🙂 ) Pässe, Führerscheine etc. in Kopie und Tickets im Original, auch z.B. unseren Hausschlüssel, in unserer Unterkunft lassen.
Außerdem haben wir sämtliche Dokumente, auch Bank- und Kreditkarten, für uns kostenlos, hinterlegt bei CPP http://deutschland.cppdirect.com
Da können alle Daten jederzeit abgerufen werden, z.B. durch die Botschaft.

Nochmals Danke an peter 08!!

Viele Grüße,
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
22 Beiträge · seit 201525. Feb. 2015 · #25
Hallo,

Noch ein Tipp: Wenn man im Internet irgendetwas mit Kreditkarte bezahlt, dann muss man heute fast immer die Kartennummer plus die 3stellige CVC-Prüfziffer von der Rückseite der Karte eingeben. Bei Kreditkarten empfiehlt es sich deshalb auf der Rückseite immer die dreistellige CVC-Prüfziffer weg zu kratzen und sich diese einzuprägen oder anderweitig zu notieren.

Wenn man im Hotel, Restaurant oder an der Tanke mit der Karte bezahlt, dann hat der Mitarbeiter die 16stellige Kartennummer auf einem Ausdruck oder im System und die dreistellige Prüfziffer kann sich selbst ein Volltrottel bei einem flüchtigen Blick darauf merken. Damit hat er alles, was er zum Einkaufen Internet braucht. Auch wenn einem die Karte gestohlen wird, hat der Dieb sonst auch immer Kartennummer und CVC-Prüfzimmer. Steht die Ziffer nicht mehr auf der Karte so fallen viele Mißbrauchsmöglichkeiten weg und potentielle Schäden werden minimiert. Geld abheben geht in beiden Szenarien mangels PIN ja auch nicht.

Kopien von Dokumenten sollte man lieber in einer passwortgeschützten ZIP-Datei bei Dropbox, Google Drive oder OneDrive ablegen. Das ist in vielen Fällen sicherer, als eine Mail in einem IMAP-Ordner.

Grüße

L.
2'535 Beiträge · seit 200725. Feb. 2015 · #26
Hallo Loxodonta
Loxodonta schrieb:
Kopien von Dokumenten sollte man lieber in einer passwortgeschützten ZIP-Datei bei Dropbox, Google Drive oder OneDrive ablegen. Das ist in vielen Fällen sicherer, als eine Mail in einem IMAP-Ordner.
Was meinst du mit "sicherer"?
Ich habe einen eigenen Exchange-Server, wo die IMAP-Postfächer liegen.
Mir geht's im Fall des Falles nur darum, möglichst einfach an die entsprechenden Dokumente zu kommen. Und sei's vom Smartphone des Polizisten, der einen Datentarif am Handy hat.
Wenn ich da vom Endgerät oder der dort installierten Software (Zip-File aufmachen) abhängig bin, dann baue ich da wieder eine Hürde ein.
Und nachdem ich diese Daten als Fotos ohnehin auch direkt auf meinem Smartphone mit habe, hätten das die bösen Buben ja auch, wenn sie mir das Smartphone rauben und dann auch entsperren können.

Irgendwo muss man eben Kompromisse eingehen und zu Tode gefürchtet ist auch gestorben 😉

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
33,1k Beiträge · seit 200625. Feb. 2015 · #27
Hi Loxodonta,
Kopien von Dokumenten sollte man lieber in einer passwortgeschützten ZIP-Datei bei Dropbox, Google Drive oder OneDrive ablegen. Das ist in vielen Fällen sicherer, als eine Mail in einem IMAP-Ordner.
das mit dem Datenschutz ist ja so eine deutsche Eigenart 🙂 Hier gibt z.B. auch jeder ohne Probleme seine Handynummer etc. an jeden raus. Also ich persönlich hinterlege, wenn überhaupt, einen Scan in meinem Gmail-Postfach. Wenn das jemand hacken möchte und sehen will, wich ich auf der ID-Karte aussehe, dann nur zu. Die Infos sind ja kein Geheimnis.
so fallen viele Mißbrauchsmöglichkeiten weg und potentielle Schäden werden minimiert.
die sich in aller Regel auf €50 beschränken. Die Kreditkarte ist und bleibt das sicherste Zahlungsmittel für den Kunden. Ich zahle seit Jahr(zehnten) überall und täglich mehrmals mit der Kreditkarte - ohne irgendwelche Probleme bisher.

Bewölkte Grüße aus Windhoek
Christia
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'346 Beiträge · seit 200625. Feb. 2015 · #28
@ Elch

Ich greife mal konkret den Punkt aus deinem Beitrag heraus, dass man Tickets im Original möglichst in der Unterkunft (ich denke mal, du meinst die Unterkunft für die erste und letzte Nacht, wenn diese identisch sind) lassen sollte. Das ist eine gute Idee.

Aber wie ist das eigentlich mit den Flugtickets? Das sind doch im Prinzip nur noch E-Tickets auf einem einfachen Blatt Papier. Braucht man das denn wirklich noch "im Original"? Mir ist geläufig, dass man wohl nur noch die ETKT-Nummer und seinen Pass braucht, um einzuchecken. Stimmt das? Wenn das wirklich so wäre, dann müsste man sich die Nummer doch eigentlich nur irgendwohin schreiben. Bisher habe ich immer das "Blatt Papier" - das ich natürlich mehrfach kopiert habe - gehütet, wie meinem Augapfel. Wie macht ihr (und alle anderen) das?

Viel Spaß und einen guten Flug
Armin
Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200825. Feb. 2015 · #29
Hallo Armin,

es reicht die Buchungsnummer des E-Tickets, das hatte ich als PDF im Emailfach.

Gruß
Peter
304 Beiträge · seit 200725. Feb. 2015 · #30
...auch mir ging es 2010 so, dass durch den Garagentoröffner meine Zentralverriegelung blockiert wurde und dabei das Fernglas, HDY, Bargeld, Foto und..was am schlimmsten war, der Reserveschlüssel vom Miet Toyota-Camper.

Geschehen beim Abholen des Sat. Tel. bei "Radio Electronic" in Windhoek.

Habe wegen Zeitmangels keine Anzeige erstattet.

Abgesehen von den og. Utensilien, war der Verlust des Autoschlüssels der größte Kostenfaktor.
Bei der Fahrzeugrückgabe wurde mit der zuständigen Toyota Vertragswerkstatt durch den Autovermieter ein Kostenvoranschlag für den kompletten Austausch der Türverriegelungen eingeholt und die Bezahlung sofort verlangt...waren ca. 750 EURO, die fällig wurden!

Nachträglich wurde mir dann die Reparaturrechnung nach Deutschland als Beleg geschickt.

Kann nur hoffen???? ob auch wirklich die Reparatur ausgeführt wurde und nicht nur ein Schlüssel nachträglich angefertigt wurde???

Seitdem verriegele ich per Hand mit Schlüssel sämtliche Autotüren..als Lehre aus dem Vorfall!!

Wollte das nur hier auch mal kurz schildern und darauf aufmmerksam machen, was passieren kann, wenn der Autoschlüssel "abhanden" kommt.

Gruß
Gerhard
<a href='http://www.quick-ticker.de/ticker/04/b16d058a0b1fd40a88be26d2f4f161f9.png' border='0' target='_blank'></img>Mein Ticker</a>
454 Beiträge · seit 200625. Feb. 2015 · #31
e-ticket braucht man nicht mehr auch keine nummer, es reicht der pass und fertig.....habe seit jahren kein ticket mehr vorzeigen oder eine nummer wissen muessen...
22 Beiträge · seit 201525. Feb. 2015 · #32
Hallo,

Zum Thema E-Mail-Postfach oder Cloud-Speicher: Das E-Mail-Postfach kann genauso sicher sein, muss es aber nicht. Der Unterschied: Die großen Cloud-Anbieter sorgen per Default für verschlüsselte Verbindungen. Auf Millionen E-Mail-Postfächer bei tausenden Anbietern wird aber immer noch unverschlüsselt zugegriffen. Bei unverschlüsselten Verbindungen werden Kontoname und Passwort im Klartext übermittelt. Im letzten Jahr wurden 3-10 Millionen deutsche E-Mail-Postfächer erfolgreich gehackt. Fragt sich mal jemand, wie das in so einer riesigen Größenordnung passieren kann? Das sind nicht alles hochtalentierte Hacker, sondern es ist so dermaßen einfach, die E-Mail-Zugangsdaten abzugreifen, wenn ohne Verschlüsselung auf ein E-Mail-Postfach zugegriffen wird. Einmal im Restaurant oder Hotel ein fremdes WLAN zum E-Mail-Abruf genutzt und die Zugangsdaten können weg sein. Wenn man einfach nur "Speichern im E-Mail-Postfach" empfiehlt, setzt man andere Risiken aus. Das ist nur sinnvoll, wenn bestimmte Vorbedingungen erfüllt sind.

Zum Thema Zip-Dateien: Selbst Windows kann seit vielen Jahren mit passwortgeschützten Zip-Dateien umgehen. Auch die meisten Smartphones/Tablets können das. Da muss man schon sehr theoretische Fälle konstruieren, in denen man nicht an seine Daten kommt, nur weil die in einer passwortgeschützten ZIP-Datei liegen.

Wo jemand beim Datenschutz seine Grenzen zieht, muss er selbst entscheiden und das will ich nicht diskutieren. Eigentlich sollte das nur ein Tipp sein und ich wollte mich hier nicht groß erklären. Es kann jeder mit den Informationen machen was er will und das auch alles für Quatsch halten.

Grüße

L.
1'250 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #33
@Armin

Ja, ich meine die Unterkunft in Windhoek zu Beginn und am Ende der Reise. Es sind Freunde von uns und da können wir alles problemlos lassen.

Beim Ticket meine ich das Stück Papier, welches ich ja selbst ausgedruckt habe. Ich hebe es immer auf, für alle Fälle gehe ich damit grundsätzlich (besonders in Windhoek, denn in Afrika ist ja alles ein bisschen anders....... 😉 zum Schalter bei Abflug.

Einen schönen Nachmittag wünscht

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
2'535 Beiträge · seit 200725. Feb. 2015 · #34
Armin schrieb:
Aber wie ist das eigentlich mit den Flugtickets? Das sind doch im Prinzip nur noch E-Tickets auf einem einfachen Blatt Papier. Braucht man das denn wirklich noch "im Original"?
Nein.
Es reicht eigentlich der Pass oder der Personalausweis.
Alles andere haben sie beim Check In im Computer.
Die Zetteln sind nur für die "persönliche Sicherheit".
Und halt praktisch, weil die genauen Flugdaten drauf stehen. 😉

Innereuropäisch, wenn du online eincheckst und dir die Bordkarten selbst ausdruckst und nur Handgepäck dabei hast, brauchst du die Zetteln (oder den QR-Code am Handy) allerdings um die Sperren passieren zu können.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2'535 Beiträge · seit 200725. Feb. 2015 · #35
Hallo,
Loxodonta schrieb:Einmal im Restaurant oder Hotel ein fremdes WLAN zum E-Mail-Abruf genutzt und die Zugangsdaten können weg sein.
das ist natürlich generell richtig, hat aber nichts mit dem Speichern der Dokumente im Mailpostfach zu tun. Wenn jemand unverschlüsselt auf seine Mails zugreift und jemand die Daten "abgreift" und den Account "hackt", ist es ziemlich unerheblich, ob dort jetzt Reisepass- und Flugdaten enthalten sind oder nicht. Dann ist - je nachdem wie intensiv man den Account verwendet - ohnehin die Kacke am Dampfen.
Loxodonta schrieb:Wenn man einfach nur "Speichern im E-Mail-Postfach" empfiehlt, setzt man andere Risiken aus.
Sorry, aber diesen Einwand halte ich für ungerechtfertigt. Bei einem Foto eines Reisepasses handelt es sich ja nicht um höchstsensible Daten, die niemandem zugänglich gemacht werden sollten. Insofern hält sich das Risiko in ziemlich überschaubaren Grenzen.

Zudem: Wenn du dich im Notfall in einem Internetcafe über Webbrowser in deine Dropbox einloggst, weisst du auch nicht, ob auf dem Rechner im Hintergrund nicht ein Programm mitläuft, auf dem deine Tastatureingaben und somit dein Benutzername und dein Passwort mitprotokolliert werden. Irgendwas ist immer. Es hilft nix.

Aber Aufklärung ist wichtig und dann muss ohnehin jeder selbst entscheiden, wie er verfährt. Möglichkeiten gibt's viele, Möglichkeiten für andere, diese zu umgehen, genauso. 100%ig sicher ist nichts. Von dieser Vorstellung muss man sich verabschieden.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
22 Beiträge · seit 201525. Feb. 2015 · #36
Hallo,
dergnagflow schrieb:Sorry, aber diesen Einwand halte ich für ungerechtfertigt. Bei einem Foto eines Reisepasses handelt es sich ja nicht um höchstsensible Daten, die niemandem zugänglich gemacht werden sollten. Insofern hält sich das Risiko in ziemlich überschaubaren Grenzen.
Wie man Risiken beurteilt, hängt davon ab, ob man überhaupt die Bedrohungsszenarien kennt und deren Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilen kann. Will ich hier nicht weiter vertiefen.
Wenn Du eine Kopie Deines Passes für so unkritisch hältst, dann kannst Du Dir das ganze Herumgehampel selbstverständlich sparen und das auch einfach als JPEG bei Flickr o.ä. öffentlich hochladen. Keine ZIP-Datei. Kein Passwort. Keine Verschlüsselung. Unkritischer Zugriff im Notfall. Problem gelöst. Gratulation.
dergnagflow schrieb:Zudem: Wenn du dich im Notfall in einem Internetcafe über Webbrowser in deine Dropbox einloggst, weisst du auch nicht, ob auf dem Rechner im Hintergrund nicht ein Programm mitläuft, auf dem deine Tastatureingaben und somit dein Benutzername und dein Passwort mitprotokolliert werden. Irgendwas ist immer. Es hilft nix.
Du führst jetzt immer neue Sachen an, die aber genauso falsch sind. Konkret zu dem Argument: Nennt sich 2-Step-Verification, ist seit Jahren bei Dropbox, Google und anderen Anbietern verfügbar und dann interessiert einen ein eventueller Keylogger nicht. Und ja, man kommt auch noch an seine Daten, wenn das Smartphone weg ist. Die denken durchaus mit bei Dropbox, Google, usw.

Grüße

L.
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2015
2'664 Beiträge · seit 201225. Feb. 2015 · #37
Das ist alles schön und gut, aber in Namibia gibt es keine sicheren Verbindungen, und z.T. haben die Provider abgelaufene Zertifikate. Also braucht man sich darüber nicht zu streiten oder den Kopf zu zerbrechen. Das sind nun einmal die Fakten.
Wenn der schöne Apfel einen unsichtbaren faulen Kern hat, dann muß man eben damit leben und ggf. improvisieren.

Was hilft die sichere Verbindung in Europa wenn der Rest der Strecke unsicher ist?

Ich habe meine Scans vom Paß und Vorderseite der Geldkarten als PDF auf einem gmail account hinterlegt, und das war es.
Kann ich holen wenn benötigt. Warum sollte man sich ansonsten über ungelegte Eier verrückt machen?
Benötigt man Vollkasko in jeglicher Hinsicht? Ich nicht. Das ganze Leben ist ein Restrisiko.

H.
22 Beiträge · seit 201526. Feb. 2015 · #38
Hallo,
Swakop1952 schrieb:Das ist alles schön und gut, aber in Namibia gibt es keine sicheren Verbindungen, und z.T. haben die Provider abgelaufene Zertifikate. Also braucht man sich darüber nicht zu streiten oder den Kopf zu zerbrechen. Das sind nun einmal die Fakten.
Wenn der schöne Apfel einen unsichtbaren faulen Kern hat, dann muß man eben damit leben und ggf. improvisieren.

Was hilft die sichere Verbindung in Europa wenn der Rest der Strecke unsicher ist?
Du verbindest Dich für Dein Gmail-Postfach mit den Googleservern und dabei wird die gesamte Verbindung und nicht nur eine Teilstrecke verschlüsselt. Zur Anwendung kommt dabei nur das Google-SSL-Zertifikat (sowie zur Validierung des Zertifikates ggf. Root-Zertifikate darüber). Ob lokale Zugangsprovider irgendwo abgelaufende oder selbst signierte Zertifikate einsetzen, spielte keine Rolle, da die nicht zu Anwendung kommen. Ansonsten würde SSL einen von 2 Hauptzwecken systematisch nicht erfüllen.

Es gab zuletzt eine nennenswerte Ausnahme davon. Golo, der größte Provider für Internet in Flugzeugen, liefert statt der Originalzertifikate grundsätzlich manipulierte, eigene Zertifikate aus, was heutzutage die meisten Browser aber auch mit einer Sicherheitswarung quittieren.

Grüße

L.
284 Beiträge · seit 201426. Feb. 2015 · #39
Loxodonta schrieb:
Du verbindest Dich für Dein Gmail-Postfach mit den Googleservern und dabei wird die gesamte Verbindung und nicht nur eine Teilstrecke verschlüsselt. Zur Anwendung kommt dabei nur das Google-SSL-Zertifikat (sowie zur Validierung des Zertifikates ggf. Root-Zertifikate darüber). Ob lokale Zugangsprovider irgendwo abgelaufende oder selbst signierte Zertifikate einsetzen, spielte keine Rolle, da die nicht zu Anwendung kommen. Ansonsten würde SSL einen von 2 Hauptzwecken systematisch nicht erfüllen
Wenn du es schon so genau nimmst, dann solltest du zum einen unterscheiden, dass die Zertifikate lediglich sicher stellen, dass du mit dem richtigen Server kommunizierst. Die eigentliche Verschlüsslung benutzt diese nicht unbedingt. Außerdem ist SSL heute nicht mehr sicher, wenn dann muss schon TLS verwendet werden.

2-step verification ist zwar schön und gut, macht aber kaum jemand, weil ein step einfacher ist als zwei. Im Internet-Cafe hilft dir das aber auch nicht, weil was nützt die schönste Verschlüsselung bei der Übertragung, wenn der "Feind" auf dem Rechner sitzt und mitliest.

Letztendlich ist es so wie überall, absolute Sicherheit gibt es nicht, im Normalfall geht alles gut und wie vorsichtig man sein möchte und welche Unannehmlichkeiten man dafür in Kauf nimmt muss man selbst entscheiden. Genau wie bei anderen hot topics hier, wie Malaria-Prophylaxe, nachts das Zelt verlassen, Auto per Fernbedienung schließen, usw.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
475 Beiträge · seit 201226. Feb. 2015 · #40
dergnagflow schrieb:
Armin schrieb:
Aber wie ist das eigentlich mit den Flugtickets? Das sind doch im Prinzip nur noch E-Tickets auf einem einfachen Blatt Papier. Braucht man das denn wirklich noch "im Original"?
Innereuropäisch, wenn du online eincheckst und dir die Bordkarten selbst ausdruckst und nur Handgepäck dabei hast, brauchst du die Zetteln (oder den QR-Code am Handy) allerdings um die Sperren passieren zu können.
Hi
Es gibt auch Flughäfen auf dieser Welt ( vielleicht auch in Afrika... 😎 ), wo man das ticketähnliche Blatt Papier vorzeigen muss, um überhaupt in das Flughafengebäude gelassen zu werden....z.B. Manila...

ansonsten reicht meistens in der Tat der Pass...

lg
paulinchen
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