Wir platzieren uns dazu, sehen in die Büsche, zuerst ohne Hilfe, dann mit der Kamera, dann mit dem Fernglas...
NICHTS!!!
Anderson fragt beim anderen Auto nach und die erzählen uns was von einem Leoparden...
:-D
WAU!!!
Zwei Leo's innerhalb einer Stunde!!!
Sensationell!!! :-D
Nun müsste ich ihn nur noch sehen!!!
Aber wo ist der Kerl???
Plötzlich ruft Bianca 'Ich seh ihn' und erklärt zwischen welchem Busch und welchem Ast man durchschauen muss um den Kopf sehen zu können...
...nur...
Egal wo man hinschaut, da hat's nur Büsche und Äste!!!
Sie erklärts wieder und wieder, irgendwann beginne ich einfach mal drauflos zu knippsen und such auf der Foto nach dem Leo...
Und tatsächlich finde ich ihn beim etwa 629sten Versuch!!! 😉
Gratulliere, Picco, Deine Leo-Sichtung Nr. 18+++++ (eine Schwanzspitze ohne Foto im Februar 2013, ein mich anknurrender Leo nachts in 3m Entfernung,
als ich im November 2011 beim Selous aus dem Zelt kam, 2 'Leo's in Love' beim Zelt im Selous im Sommer 2014 und der Leo, der ebenfalls im Sommer 2014
im Selous über die Zeltschnur stolperte sind die fünf '+'...)
Oben: Tatataaaaaa: Ich präsentiere: Leo, der Zweite!
...oder eben der 18te fotographisch festgehaltene in Afrikas Wildniss frei lebende Leo! :-D
Ein riesiges Tier!!!
Aber obs nebst dem Kopf noch andere Körperteile hat kann ich nicht mit Sicherheit sagen... :-/ Anschliessend gehts wirklich zurück zur Lodge, denn es ist schon nach zwölf und wir sind noch weit von der Lodge entfernt!
Angekommen geben wir Anderson für diesen sensationellen halben Tag das Trinkgeld, das ein sehr guter Guide in Kenya pro Tag bekommt...
Er hat's verdient!!!
Den Guide würd ich sofort wieder nehmen, sofort!!!
Zum Glück will er sich selbstständig machen, also wollen wir eMail-Adressen tauschen.
Da er keine Visitenkarte oder so was hat geb ich ihm meine, damit er mir eine eMail schicken kann...was offenbar jemandem nicht
passt, denn von zweien unserer Gruppe wird abgewunken und abgesprochen dass Anderson seine Adresse im Restaurant aufschreibt...
...Hmmm...
...komische Situation...
...versteh ich jetzt nicht so ganz...
...weshalb soll er nicht meine Visitenkarte haben???
Na ja, nehm ich sie dem Frieden zuliebe halt wieder zurück...
Dann gehts ins Restaurant, wo Anderson dann ein Blatt Papier bekommt und wenn ich's richtig gesehen habe nicht seine sondern
Axel's eMail-Adresse aufschreibt...
...Hmmm...
Na ja, egal wem er die eMail schreibt, Hauptsache er schreibt was damit wir in Kontakt bleiben können!
Ist aber schon eine sehr eigenartige Situation...
(Bis jetzt hab ich noch nichts von einer Nachricht erfahren...vieleicht war da ein Schreibfehler drauf oder er hat einen
Buchstaben falsch gelesen...schaade und unnötig!!!
Das wäre mit der Visitenkarte nicht passiert...)
Das Mittagessen ist mal wieder sehr gut, die Bedienung top, alles passt!
Nach dem Essen leg ich mich etwas hin und schlaf tatsächlich ein!
Aber nur für kurz!
Anschliessend gehts unter die Dusche, Lucy hatte wohl die selbe Idee, und so können wir beide uns an unseren Flüchen wegen
des kalten Wassers erkennen... 😉
Ach ja, dunkel ist's auch, denn das hat einen Zusammenhang: Strom gibts nur wenn der Generator läuft, warmes Wasser nur wenn's
Strom hat, also hats kein warmes Wasser und kein Licht wenn der Generator nicht läuft...
Echt, ich muss denen mal eine Solaranlage mitbringen!!!
Aber immerhin besteht so auch keine Gefahr eines Stromschlages unter Dusche...alles hat seine Vorteile!!! 😉
Noch wissen wir nicht ob wir auch am Nachmittag mit Anderson auf Tour gehen dürfen...wir hoffen!!!
Denn die Hoffung stirbt ja bekanntlich zuletzt!
Offenbar ist um 15:00 Uhr schon alles andere gestorben, denn Chege trudelt leider wieder ein... :-/
Hat ihn Nairobi also nicht verschlungen...
Schade!!!
Na ja, wir hatten einen wundervollen Morgen, da kann uns Chege den Tag wohl kaum vermiesen...
...odrr doch??? :-O
Um 16:15 steigen wir ins Auto, während ich einsteige sehe ich schon haufenweise leere Flaschen und Abfall im Auto
rumliegen, seh ihn an und sag 'Chege, whats that?' worauf er wortlos und sogar schnell beginnt alles rauszuwerfen...
Echt unglaublich, der Kerl!
Dem muss man nun wirklich immer wieder sagen dass er seinen Job machen soll!!!
Er legt's regelrecht auf Streit an, anders kann ich sein Verhalten echt nicht mehr verstehen!!!
Wir fahren los, es dauert wieder ewig bis wir am und durch's Gate sind, genau eine halbe Stunde!!!
Also zweieinhalb mal so lang wie bei Anderson...
Für dasselbe!!!
Um 16:45 sind wir endlich im Park...
Zu Fuss hätt ich wohl etwa gleichlang, vorausgesetzt, ich werd nicht gefressen...
Im Park gehts wieder im Schrittempo weiter...zum Glück sind die Löwen in der Nähe, so dass wir sie trotzdem erreichen können!
Nach unserer Aufforderung zu den Löwen zu fahren fragt er ob jemand ein Fernglas dabei habe, seines hätte er nicht dabei...
...
Na ja, wir sind schon froh dass er wenigstens nur ein 'halbwichtiges' Arbeits-Utensil nicht dabei hat...er hätte ja auch das
Auto vergessen können... :-/
...wobei wir das wahrscheinlich schon oben in der Lodge bemerkt hätten... 😉
Aber da es eh nicht interessant ist wenn ein Guide mit Fernglas die Tiere sucht und dann einfach hinfährt und sie zeigt (hat so
was von einem Zoobesuch) bin ich sogar ganz froh dass er nur einen Teil seiner Arbeits-Utensilien dabei hat...
...auch wenn das für einen Guide eigentlich ein absolutes NoGo ist!
Nun sucht er also Löwen ohne Fernglas...
...also...
..natürlich Chege ohne Fernglas, nicht die Löwen, die haben kaum je ein Fernglas dabei...
...und er sucht die Löwen in einem Gebiet wo die anderen Tiere ganz ruhig am Boden liegen...
...
Echt!
Ich glaubs nicht!
Man stelle sich vor:
In einer Ebene mit wenig Deckung und kurzen Gras und nebst friedlich grasenden auch am Boden liegenden Tieren gibt der Typ
vor nach Löwen zu suchen!!!
Meine Laune ist wieder mal unten!!!
Nach dem echt tollen Guide am Vormittag zieht der Kerl wieder so eine offensichtliche Verarsche ab!
Was für ein ..... (Ich darfs wieder mal nicht schreiben...)
Wir fahren und fahren und sehen dann links in etwa 100m Entfernung am Mara River Crossing Point, wo wir am Vormittag
ausgestiegen sind, ein Auto stehen.
Da erklärt Chege doch tatsächlich dass die Löwen dort im Busch liegen und die Leute versuchen sie zu sehen, sie im Busch aber kaum zu sehen sind...
...hmmm...
Interessante Fantasien erzählt er uns da, zumal ich bei einem Blick durch die Kamera sehe dass die Leute nicht nach rechts zum
Busch sondern nach links zum Mara River schauen...
Echt, hält der uns wirklich für so blöd???
Mir kommt schon wieder die Galle hoch!
Der Punkt normal mit ihm zu reden ist schon wieder beinahe überschritten!!!
Nur mit Mühe kann ich mich zurückhalten und in anständigem Ton sagen dass er doch bitte nach rechts zu den zwei Autos am
Baum da in 300m Entfernung fahren soll und dass die Löwen dort liegen würden, was ihn dazu bringt zu behaupten dass dort keine Löwen wären...
...ohne Fernglas, einfach so...
Die anderen unterstützen aber meine Forderung und so fährt er halt doch zu den zwei Autos am Baum und was sehen wir da?
Löwen! :-D
Er stellt das Auto sogar so hin dass wir alle Löwen sehen können, und da seh ich ein Junges in obergeiler Pose, pack die
Kamera aus, zieh den Zoom auf's Maximum aus, positioniere den Kleinen optimal im Sucher und...
...hör einen anderen Fahrer 'Chege' rufen!
Und was macht unser Superguide?
Er startet sofort und ohne sich auch nur ansatzweise um seine Touristen zu kümmern den Motor und fährt hin!!!
BAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!
Ich brüll nach vorn 'Are we here for photographing or for talking guide to guide???'...
Lautstärke und Tonfall ist schon mehr als nur deutlich 'not amused'...
Ich seh wie Chege zusammenzuckt und werde sogleich von jemandem angezischt 'Es hat ihn doch jemand gerufen!'
...
Echt, jetzt bin ich fassungslos und ich krieg den Unterkiefer nicht mehr zu...
Ich versteh nun gar nichts mehr!!!
Dauernd gegen ihn lästern, nichts zu ihm sagen und wenn er Scheisse baut und was zu hören kriegt ihn plötzlich verteidigen???
Die Stimmung in der Gruppe ist so schlecht wie noch nie auf einer meiner Reisen...
🙁
Oben: Meine Aussicht nachdem Chege gerufen wurde...vorher sah ich alle Löwen, nun ist die Hälfte durch das Auto verdeckt...
Danke, Chege! 🙁
Oben: Hier sieht man weshalb der Mensch Waschlappen erfunden hat...stellt Euch das Geschlabbere vor bis mal die ganze Familie geduscht ist... 😉
Oben: Nein, der Kleine frisst nicht die Mama, er saugt nur Milch...
Oben: Der läuft bei meinem Anblick wohl das Wasser im Mund zusammen...was mich zwar ehrt, mir bei einer hübschen Menschendame jedoch deutlich lieber wäre...
...denn im Gegensatz zu einer Menschendame knabbern Löwendamen nicht nur am Öhrchen... :-/
Oben: Ja, Kleiner, Du schafst es, kräftig drücken, dann klappt's schon!!!
Oben: 'Schau, Kleiner, so wird fachlöwisch gedrückt, dann klappts auch mit dem Scheisserchen!'
Oben: 'Duuuuuuuuuuuuuu??? Kann ich das auch mal wenn ich ein grosser Löwe bin???'
Oben: Die Gruppe wird langsam etwas unruhiger...bald ist Zeit fürs Diner...
...was nicht nur auf die Löwengruppe sondern auch auf uns zutrifft... Gegen 18:00 Uhr fahren wir weiter, langsam wieder in Richtung Camp.
Chege fährt wieder normales Tempo und schaut endlich mal links und rechts, was man bei ihm vorher kaum je gesehen hat.
Offenbar hat mein kleiner Wutausbruch bei den Löwen Wirkung gezeigt!
Ich schlage den Anderen vor heute Abend mal mit Chege zusammenzusitzen und ihm mal zu reden...
...keine Reaktion...
Man könnte meinen alle ausser ich wären zufrieden mit ihm...
...dabei wird doch die ganze Zeit über ihn gelästert...
...von den Einen mehr, von den Anderen weniger...
Aber klare Ansagen gabs bisher nur von Lucy und mir, die wir beide nur wenig über Chege lästern...
Eine mühsame Situation, kommt mir vor als ob da jemand der Meinung ist dass ich nachdem ich die ganze doch recht aufwendige
Planung des Safariteils gemacht habe nun auch noch den Gratis-Reiseleiter und Sprachrohr für andere spielen soll...
...was ich definitiv nicht so sehe bei einer Gruppe von vier Erwachsenen und dementsprechend auch nicht mache!!!
Echt, so schön der Urlaub landschaftlich und von den Tieren her auch ist, die Spannungen mit Chege und nun auch die in der Gruppe
sowie das ewige Lästern und doch nichts sagen zerstört meine Freude am Urlaub doch je länger je mehr!!!
Ich versuch es trotzdem so gut es geht zu geniessen, aber ich bin echt genervt!
Oben: Elis kurz vor Sonnenuntergang vor dem dunstigen Grabenbruch... Wir treffen wieder in der Lodge ein, ich beruhige mich auf dem Weg wieder, und schon gehts ans Abendessen, das wieder
herrvorragend schmeckt!
Ein amerikanisches Ehepaar, das wir gestern schon gesehen haben kommt ohne auch nur ein einziges 'oh my god' an unseren Tisch
und wir quasseln etwas, wobei ich etwas geistesabwesend bin...
Am Anfang gehts ums Auto, dann bin ich irgendwie abgelenkt und als ich wieder zuhöre fragen sie was wir denn gegen die
Hitze unter dem Dach machen...
Ich antworte wie aus der Kanone geschossen: 'Wir öffnen das Dach'! :-D
...betretenes Schweigen gemischt mit weit aufgerissenen Augen bei den Amis...
...hab ich was falsches gesagt??? :-O
Da fragt die Amerikanerin ganz vorsichtig nach wie man denn das Dach der Hütte öffnen kann...
...
Oha!!!
Da war das Gespräch wohl schon etwas weiter als ich... :-D
'BRÜLL UND SCHENKELKLOPF' :-D
Na ja, immerhin haben wir nun wieder was zu lachen!
:-D
Nach dem Essen kommen wir mit zwei Masai, John und Steven, die hier als Nachtwächter arbeiten, ins Gespräch!
Sie zeigen und erzählen uns so manches aus ihrer Kultur, bringen uns auch einige Worte ihrer Sprache 'Maa' bei und
bringen uns dann zu unseren Hüttchen.
Echt lustige Kerle!!!
So bewacht kann das doch nur eines werden: Eine
Gute Nacht!