MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201015. Feb. 2015 · #21
Hallo Chrissie,
gerade Dein Reisebericht hält uns doch vom Schreiben ab 😛 , schliesslich gibt es viele Infos und tolle Bilder über unser nächstes Reiseziel, den KTP.
Hallo Guggu, schön dass Du auch dabei bist - es geht heute noch weiter mit der nächsten Etappe. Vielleicht erkennst Du ja etwas wieder.
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201015. Feb. 2015 · #22
Kaisosi River Lodge
Das Ziel unserer heutigen Etappe ist die Kaisosi River Lodge. Sie liegt ca. 7 Kilometer östlich von Rundu an den Ufern des Okavango, und die heutigen 360 Kilometer legen wir ausschließlich auf Teerstraßen zurück. In einigen Reiseberichten war zu lesen, der Weg über die B8 sei eintönig und langweilig. Da wir das erste Mal auf dieser Strecke unterwegs sind, haben wir das nicht so empfunden. Bald hinter Grootfontein tauchen Palmen im Landschaftsbild auf - viele sehen allerdings kränklich und vertrocknet aus.
Immer wieder kommt man an typischen Dörfern vorbei
und hat kurze Einblicke in das Alltagsleben der Bewohner.
Am Straßenrand geht es sehr lebendig zu und wir müssen sehr auf Schulkinder auf dem Weg zum Schulbus oder zur Schule aufpassen. Viele winken fröhlich und wir haben nie erlebt, dass sie betteln oder nach "sweets" rufen. Die Rinder, Schafe und Ziegen, die links und rechts der Straße grasen, haben die Ruhe weg, wenn sich Fahrzeuge nähern - immer geht es in gemächlichstem Tempo auf die andere Straßenseite 😠
Insgesamt finden wir die Strecke bis Rundu abwechslungsreich und interessant - irgendwie "afrikanisch".
Kurz vor Erreichen der Kaisosi-Lodge streifen wir Rundu, eine quirlige und leicht chaotische Stadt.
Die Zufahrt zur Lodge ist unproblematisch, auch für Autos ohne 4 x 4 gut zu bewerkstelligen. In der Regenzeit, wenn die Zuflüsse aus Angola den Okawango über die Ufer treten lassen, wird es hier ganz anders aussehen. Man wird die Lodge dann nicht immer mit dem Auto erreichen können.
Die Lodge macht schon auf den ersten Blick einen sehr sympathischen Eindruck.
Sie verfügt über 12 Zwei-Bett Zimmer und 4 Doppel Zimmer sowie 16 Campsites mit privaten Waschräumen mit Dusche, WC, Strom und Grillplatz.
Während man von den Zimmern direkten Blick auf den Fluss hat, ist dies bei den Campsites leider nicht der Fall. Für unseren Geschmack liegen die Plätze auch zu dicht beieinander. Die Stellplätze kann man sich nicht selbst aussuchen, vielmehr werden sie bei der Ankunft in der Rezeption zugeteilt. Ob dies immer der Fall ist, wissen wir nicht, jedenfalls haben wir bei unserer Ankunft erfahren, dass sämtliche Zimmer und Campsites ausgebucht sind. Ein mit uns zeitgleich angekommenes Paar, das nicht vorgebucht hatte, musste unverrichteter Dinge den Rückweg antreten.
Wir sind das erste Mal am Okavango und wir sind richtig begeistert von der Landschaft und von der friedlichen Atmosphäre. Von der Terrasse des Restaurants aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Fluss und wir genießen unseren Sundowner vor dem Essen, das im Restaurant serviert wird.
Worauf wartet dieser junge Mann in seinem Boot seit über 20 Minuten?
Er wartet nicht auf sein Abendessen, sondern auf die Arbeiter, die noch fleißig mit dem Anbau der Lodge beschäftigt sind und sich dabei waghalsig ohne richtiges Gerüst und Sicherung auf den schmalen Balken zu schaffen machen 😮
Jetzt ist endlich Feierabend und es geht über den Fluss zurück nach Angola - kleiner Grenzverkehr zwischen Namibia und Angola.
Und wieso treibt dieser Mitarbeiter in die Hände klatschend die Gans vor sich her? Die beiden scheinen auf dem Weg in die Küche zu sein 😛
Da hätten wir diesen Schreihals, der die ganze Nacht keine Ruhe gegeben hat, viel lieber in der Pfanne gesehen
Beide sind wohl am Leben geblieben, denn es gibt sowohl für uns als auch für die anderen Gäste so wunderbares Game, wie wir es selten serviert bekommen haben. Eine riesige Portion, äußerst zart, auf den Punkt gegrillt. Auch die Beilagen, die man aus einem großen Angebot auswählen kann, sind hervorragend - und das Ganze zu einem sehr günstigen Preis 😁
Das gemeingefährliche Messer ist bei der Zartheit des Fleisches gar nicht nötig. Ein großes Lob an die Kaisosi River Lodge für die leckere Küche und die ungezwungene, nette Atmosphäre. Sie ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, und auch die rückwärtige Lage und relative Enge der Campsites waren für uns für eine Nacht völlig in Ordnung.
Susi651'127 Beiträge · seit 201116. Feb. 2015 · #23
Hallo liebe Mopanes,
einfach faszinierend dieses Grün 🤩 🤩 . Wenn ich eue Bilder so mit den Fotos von unserer Namibia-Süd-Tour im Oktober vergleiche, dann ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Statt immer im Februar/März und im September/Oktober würden wir alternativ auch gerne Mal im Mai und im November los 🤨. Was den November angeht, werde ich also weiterhin mit großem Interesse bei euch mitreisen, um zu schauen, wie es bei euch im Caprivi um die Zeit so war, und ob das für uns auch in Frage käme.
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201016. Feb. 2015 · #24
Hallo Susi,
wir waren auch richtig begeistert von dem üppigen Grün "da oben". Für uns ist der November ideal zum Verreisen, da man damit den Winter hier verkürzt. Allerdings besteht ja in der Regenzeit doch die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere überall Wasser finden und nicht unbedingt auf Wasserlöcher angewiesen sind. Dazu gibt es noch eine herzzerreißende Geschichte später hier im Reisebericht. 🙁
Wir steigen auch noch schnell ein und erhoffen uns eine baldige Fortsetzung und gute Tipps für unseren Aufenthalt im August/September, teilweise in der Gegend! Gruß und Dank CuF
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201018. Feb. 2015 · #26
Jetzt wird es etwas bilderlastig, denn es fehlt uns etwas die Zeit zum Schreiben - ein defekter Toaster hat fast unsere Küche abgefackelt und wir müssen uns mit Versicherungen herumschlagen 😠
Mahangu Safari Lodge
Zurück auf der B8 fahren wir noch einmal nach Rundu, um dort zu tanken. Wir haben noch ausreichend Lebensmittel, um nicht in die Stadt zu einem Supermarkt fahren zu müssen. Die Tankstelle liegt am Stadtrand von Rundu direkt an der B8 an einem sehr belebten Platz. Zunächst gilt unsere Aufmerksamkeit der Tankuhr, die schließlich bei 102 Litern stehen bleibt.
Wir haben einen durchschnittlichen Verbrauch von 13 Litern auf 100 Kilometer errechnet. Ganz schön durstig der Bushcamper dafür, dass wir mit maximal 80 Stundenkilometern ausschließlich auf Teerstraßen unterwegs waren. Dem großen Angebot an Obst auf dem Platz können wir nicht widerstehen und kaufen einige Orangen. Damit haben wir auch die Genehmigung für diese beiden Fotos erhalten.
Wir haben bis zu unserer nächsten Unterkunft nur 220 Kilometer zurückzulegen, aber auf den Friseurbesuch verzichten wir.
Inzwischen unterhält uns auch eine lautstark diskutierende Gruppe junger Männer.
Worum es bei dem Palaver letztlich geht, können wir nicht feststellen. Möglicherweise streiken die Busfahrer und die angebotene Alternativbeförderung ist von einigen Fahrgästen als unangemessen abgelehnt worden. Nur schwer können wir uns von diesem unterhaltsamen Ort losreißen, denn es hätte bestimmt noch das eine oder andere Interessante zu beobachten gegeben.
Der sich langsam meldende Hunger erinnert uns aber daran, dass wir auf dem Weg zu unserem Tagesziel noch der Mobola Lodge, wo wir auf der Rückreise für zwei Nächte eine Campsite vorgebucht haben, einen Besuch abstatten wollen. Da wir in mehreren Reiseberichten hier im Forum gelesen haben, dass es dort köstliches tiefgefrorenes Gamefleisch geben soll, beschließen wir, den geringen Umweg in Kauf zu nehmen und uns bei dieser Gelegenheit auch gleich die schönste Campsite reservieren zu lassen. Bald ist die Mobola Lodge erreicht
und wir sind sehr überrascht, mit Salutschüssen begrüßt zu werden, zumal wir unseren Besuch gar nicht angekündigt haben. Kurze Zeit später erfahren wir, dass die Schüsse nicht unserer Begrüßung, sondern einer Schlange galten, die durch das Gebüsch gehuscht war und dort vertrieben werden sollte, um nicht die beiden Hunde des Eigentümers zu gefährden. Um seine Gäste nicht allzu sehr zu erschrecken, hält Alex seinen noch rauchenden Colt auf dem Rücken versteckt.
Auf der Suche nach der schönsten Campsite kommen wir an eine Brücke, die auf eine zur Lodge gehörende kleine Insel führt
und vor deren Betreten durch folgendes Schild gewarnt wird.
Bei unserer Besichtigung begleitet uns Alfred auf Schritt und Tritt.
Das äußerst liebe und anhängliche Dackelchen lässt uns nicht einen Augenblick aus den Augen.
Mit einigen Portionen Gamefleisch und mit großer Vorfreude auf unseren zweitägigen Aufenthalt lassen wir die Mobola Lodge und einen tief traurigen Alfred zurück. Nach wenigen Kilometern Gravel, wo überraschend viele Menschen zu Fuß unterwegs sind, wie z.B. diese Frau mit ihrem Kind,
sind wir zurück auf der Teerstraße. Da sich hier derartige Behinderungen
in Grenzen halten und wir hier nicht eingekehrt sind,
kommen wir bald zu diesem Wegweiser
und wenig später zu der Lodge.
Die Lodge bietet außer Campsites, 10 Bungalows, 6 Safarizelte,
einen Pool,
und offensichtlich auch gelegentliche nächtliche Hippo Besuche.
Eine Auswahlmöglichkeit hinsichtlich der Campsite gibt es nicht, da alle übrigen Plätze belegt sind. Gleichwohl sind wir mit unserer Campsite sehr zufrieden. Sie liegt, wie alle anderen Plätze auch, direkt am Fluss,
von wo aus man einen guten Überblick auf alles hat, was sich oberhalb
und unterhalb der Wasseroberfläche abspielt.
Obwohl es am Nachmittag ein wenig geregnet hat und noch immer dunkle Wolken mit weiteren Niederschlägen drohen, werden die Tische auf den Holzdecks oberhalb des Okawango liebevoll für das Abendessen eingedeckt.
Der Blick auf die Speisekarte
und auf den von uns gewählten Tisch
lassen die Vorfreude auf das Dinner steigen. Leider wird das Essen dem stimmungsvollen Ambiente nicht gerecht 😵 😵 Nach dem Essen sitzen wir noch ein wenig auf unserer Campsite und lauschen dem abendlichen Frosch- und Grillenkonzert bis die Sonne vollständig untergegangen ist.
Nachts haben wir tatsächlich Hippo-Besuch auf unserer Campsite, wir hören es vor dem Bushcamper Gras rupfen. Nach dem Frühstück
geht es in den nahe gelegenen Mahango Game Park
Der Park gefällt uns sehr gut wegen der großen Vielfalt an Tieren und auch weil wir fast allein im Park unterwegs sind.
Unsere erste Lechwe
Als wir uns einem Wasserloch nähern, stehen dort ein einzelner Elefant und ein Geländewagen. Da uns sofort auffällt, dass der Wagen den Rückwärtsgang eingelegt hat, fahren wir nicht näher an das Wasserloch heran, sondern suchen einen Platz, von dem aus wir die Situation beobachten können.
Wir wissen nicht, was sich vor unserer Ankunft abgespielt hat, auf jeden Fall ist der Elefant sehr aufgebracht und setzt sich schnellen Schrittes und laut trötend in Richtung des Geländewagens in Bewegung 😮
Der fährt nun zügig rückwärts in unsere Richtung, so dass auch wir den Rückwärtsgang einlegen müssen - und nun wäre es gut, Außenspiegel zu haben, die einen uneingeschränkten Blick nach hinten zuließen. So müssen wir durch die heruntergelassenen Seitenscheiben die Lage peilen, um rückwärts den schmalen Weg zurückzufahren. Daher gibt es leider nur wenige Bilder von dem wütenden Elefanten, dafür aber den einen oder anderen heftigen Kratzer durch die Büsche, die dem breiten Bushcamper nicht ausreichend Platz lassen.
Erst als der Elefant stehen bleibt, und dann zum Wasserloch zurückkehrt, können wir ein Foto machen
Als er kurze Zeit später erneut drohend auf uns zugelaufen kommt,
wird es uns zu mulmig. Wir machen ein letztes Foto,
und schlagen einen anderen Weg ein - an dem Wasserloch kommen wir heute nicht vorbei. Wir warnen noch einen gerade neu hinzukommenden Hilux Fahrer und machen uns auf den Rückweg.
Erst jetzt bemerken wir, dass auch andere aus einem sicheren Versteck heraus den Auftritt des Elefanten aufmerksam beobachtet haben.
Da es stark nach Regen aussieht, machen wir uns auf den Weg zurück zur Mahangu Lodge. Als ein weiterer großer Elefant plötzlich unseren Weg kreuzt, bekommen wir zunächst einen riesigen Schreck, stellen aber bald fest, dass es sich um ein friedfertiges Exemplar handelt.
Am nächsten Morgen beim Frühstück genießen wir noch einmal den Blick auf den Okavango, dann heißt es Abschied nehmen von einer wunderschönen Lodge, wo zumindest Selbstversorger keinen Punkt zur Kritik finden dürften.
Wir sehen uns in Nambwa wieder.
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201018. Feb. 2015 · #27
Hallo CuF,
herzlich willkommen an Bord - heute gibt es mehr Bilder als Tipps 😛 , vielleicht kannst Du damit ja auch etwas anfangen.
so schoen euer Bericht,! Da steigt die Vorfreude, zumal wir diese Stationen auch anfahren wollen!
Sagt mal, eure Campingstuehle mit der praktischen Getraenkeablage sind die Standard bei Asco? Oder habt ihr euch die zusaetzlich gekauft oder geliehen?
Liebe Gruesse, Elsa
Champagner8'681 Beiträge · seit 201019. Feb. 2015 · #29
Liebe Mopanes,
ich drück euch alle Daumen für den Versicherungsmarathon 🙄 ! Ich hab dann gleich mal meinen Toaster ausgesteckt 🤩
Vorallem euer aktuell letztes Kapitel über den Mahangu Game Park macht mir viel (Vor)Freude - ich hoffe auf ähnlich tolle Sichtungen!
Jetzt hoffe ich, dass euch der Brandschadenalltag nicht zu sehr vom Schreiben abhält - wobei Ihr natürlich mein vollstes Verständnis habt (nicht dass es wieder heißt ich drängle.... 😗 ).
Guggu2'261 Beiträge · seit 201119. Feb. 2015 · #30
Hallo Mopanes,
schade mit dem Schaden - ich hoffe es geht alles glimpflich aus! 🙄
Soooooooooo, schön euren Bericht und ich schwelge in Erinnerungen. Auch wir fanden den Mahango, ohne Massentourismus, wunderschön. Bin noch auf weitere Infos zu der Mobola Lodge auf der Rückfahrt gespannt.
hcandersen167 Beiträge · seit 201119. Feb. 2015 · #31
Hallo Mopanes,
sehr schöner Bericht von Euch, der viele Erinnerungen weckt, da wir 2012 auch Teile Eurer Tour, u. a. den Caprivi-Streifen, bereist haben. Vielen Dank dafür, die Vorfreude auf den nächsten Afrika-Turn (leider erst 2016) wird wieder weiter angefeuert 🙂 . Ich finde im Übrigen, dass ein Bericht gar nicht "fotolastig" sein kann, vieles lässt sich nur durch Fotos erst richtig rüber bringen 🙂 .
Der Dackel auf der Mobola-Lodge kam uns sofort bekannt vor, allerdings hatte Alexander damals zwei Hunde, nämlich "Helmut" und "Schmidt" 😉 , Helmut war der Dackel und Schmidt ein Schäferhund 😄 😄 ! Ich hoffe nicht, dass Helmut die Zwischenzeit evtl. nicht überlebt hat, er war nämlich sehr neugierig und manchmal unvorsichtig (Krokodile 🤩 🤩 ?), und Alfred ist sein Nachfolger ??
Ich freu mich auf die Fortsetzung, also "gebt Gas"; jedenfalls mehr als für Tempo 80 mit 'nem 3-Liter-Hilux notwendig ist ... (scheint mir auch recht viel 😵 ).
Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet
Klaus
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201019. Feb. 2015 · #32
...ooh wie schön, so viele Mitfahrer - kein Wunder dass der Bushcamper so viel Diesel säuft 😛
Vielen Dank für euer Mitgefühl wegen unserer Küche 🙁 , eigentlich sollen wir sie wegen möglicher Schadstoffe gar nicht betreten, aber am Wochenende bekommen wir Besuch...... - daher wird es mit dem Bericht auch nicht so schnell weitergehen 😗
Vielen Dank auch für eure positiven Feedbacks zu unserem Bericht, das motiviert sehr. Es freut uns sehr, wenn wir Erinnerungen oder Vorfreude wecken .
Hallo Elsa, die Campingstühle haben wir ohne weitere Anforderungen von Asco bekommen - erst beim ersten Gebrauch haben wir festgestellt, wie neuwertig und komfortabel sie waren.
Hallo Bele, wir finden den Mahangu Park wirklich sehr lohnend, einiges gibt es auf der nächsten Etappe noch zu berichten. Der Drängelei würden wir Dich nie verdächtigen 😄 , das hat ja jetzt Klaus hcandersen übernommen 😛
Hallo Guggu, von der Mobola Lodge werden wir noch ausführlicher berichten, versprochen.
Hallo Klaus, jetzt hast Du uns womöglich bei einem Versehen erwischt. Wenn wir in der Erinnerung kramen, kann das Dackelchen wirklich Helmut heißen- wer war dann bloß Alfred 🤨 ? Jedenfalls war der Dackel sehr anhänglich, aber auch wachsam und umtriebig. Einen Schäferhund gibt es auch, der aber ganz sicher Egon heißt.
Viel Spaß und Vorfreude bei der Planung für Deine nächste Reise
Liebe Grüße, die Mopanes
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201001. März 2015 · #33
Der Brandschaden in der Küche hält uns auf Trab - eine neue Küche muss her 🙁 - und dass alles noch vor unserer Namibiatour, die in 2 Wochen beginnt und die wir eigentlich entspannt angehen wollten. Da heute aber ziemlich mieses Wetter ist, haben wir noch ein Kapitel unserer Reiseberichts geschafft. Auf geht´s zum
Nambwa Camp Auf dem Weg von der Mahangu Lodge zurück zur B8 kommt man direkt an den Popa Rapids vorbei,
die aber am Beginn der Regenzeit keinen besonders spektakulären Anblick bieten. Ein letzter Blick auf den Okavango.
In Divundu - ein kleines Nest mit Tankstelle und Supermarkt an der Brücke über den Okavango - kaufen wir ein paar Getränke im Supermarkt und tanken den Bushcamper bei einem fröhlichen Tankwart auf, der mit uns über unser nächstes Ziel plaudert und gar nicht verstehen kann, wieso man noch weiter in den Osten fahren möchte. Er kann nicht richtig vermitteln, was ihn "im Osten" stört, aber Divundu scheint für ihn ein Hort der Zivilisation und Sicherheit zu sein 🤪 🤪
Wir jedenfalls gehen die "gefährliche" Weiterreise Richtung Osten an und müssen uns - nunmehr im Bwabwata Nationalparkt - auf die Fahrbahn und evtl. querende Elefanten konzentrieren.
Nach knapp 200 Kilometern ohne Begegnung mit auch nur einem Elefanten, gelangen wir an die Zufahrt zur Nambwa Campsite. Sie befindet sich kurz vor dem Kwando River auf der rechten Seite. Wir fahren erst einmal daran vorbei, weil uns das Navi eine andere Zufahrt vorschlägt, die aber offensichtlich nicht mehr existiert. Man sollte hier mehr auf die Hinweisschilder achten, als sich auf das Navi zu verlassen.
Der deutliche Hinweis, dass die Zufahrt nur mit 4 x 4 Fahrzeugen zu bewältigen sei, sorgt bei uns für ein etwas mulmiges Gefühl in der Magengegend. Aber wir sind ja durch diverse Berichte im Forum vorgewarnt, wie tiefsandig diese 16 Kilometer lange Zufahrt sei und dass dort schon erfahrene 4 x 4 Fahrer zur Schaufel greifen mussten. Da es sich für uns um die erste echte Tiefsandfahrt handelt, können wir eine gewisse Nervosität kaum verbergen. Aber bevor wir uns auf den Weg machen können, müssen wir uns in der Ranger Station das Permit besorgen.
Die Station ist unbesetzt und der junge Mann, der sich vor dem Gebäude aufhält, versteht kein Englisch. Nachdem wir 20 Minuten vergeblich gewartet haben, beschließen wir, das Permit beim Verlassen des Bwabwata Parks zu bezahlen und uns jetzt endlich auf den Weg zu machen.
Schon auf den ersten hundert Metern merken wir, dass es eine sehr anstrengende Fahrt werden wird. Der Sand ist noch tiefer als erwartet und wir trauen uns nicht, in den 3. Gang zu schalten. Den Gedanken, es könnte uns auf den 16 Kilometern eine Auto entgegenkommen, versuchen wir zu verdrängen. In diesem Moment kommt uns ein Regierungsfahrzeug entgegengeschlingert, die Fahrerin wedelt uns entnervt aus dem Weg, so dass wir die Spur verlassen müssen 😈
Da stehen wir nun im Tiefsand und merken endlich, dass wir trotz aller Vorwarnungen vergessen haben, den Reifendruck zu reduzieren 😗 (huhu Freshy), das holen wir nun schleunigst nach. Unsere diesbezügliche Ausstattung lässt zum Glück nichts zu wünschen übrig. Wir verfügen über das von Asco zur Verfügung gestellte Luftdruckmessgerät sowie den zur Ausstattung des Wagens gehörenden Kompressor. Vorsichtshalber haben wir auch noch einen eigenen Kompressor im Gepäck, mit dem wir schon zu Hause das Reduzieren des Luftdrucks sowie das Aufpumpen der Reifen mehrmals geübt haben (Anfänger halt). Wir senken den Luftdruck auf 1,5 Atü und nehmen die verbleibenden 15 Kilometer in Angriff.
Etwa nach der Hälfte der Strecke kommen wir an einen Platz, an dem man den Tiefsand verlassen und etwas durchschnaufen kann.
Von hier hat man einen herrlichen Blick auf den Kwando, der hier eine große Schleife macht, die zwar einem Hufeisen ähnelt, gleichwohl handelt es sich nicht um den berühmten Horseshoe, dessen Besuch wir erwartungsvoll engegenfiebern und über den wir später noch berichten werden.
Nach 30 Minuten Fahrt im Tiefsand werden wir etwas mutiger und schalten nun auch schon mal in den 3. Gang. So erreichen wir bald die Rezeption des Nambwa Camps.
Nach Zahlung der 700 Namibischen Dollar für zwei Übernachtungen, richten wir uns auf unserer Campsite Nr. 2 häuslich ein und nehmen schon einmal einen kleinen Imbiss zu uns.
Dabei leistet uns ein überaus neugieriger und zutraulicher Haubenbartvogel Gesellschaft.
Bei unserem ersten Rundgang stellen wir fest, dass hier mit Besuch gerechnet werden muss.
Das Waschhaus liegt nicht weit von unserer Campsite entfernt,
Waschbecken, Duschen und Toiletten sind sauber und in ausreichender Zahl vorhanden.
Über eine aufwendig gestaltete Brücke gelangt man von den 6 Campsites zur Lodge, die bei unserem Besuch kurz vor der Eröffnung steht.
Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die herrliche Landschaft und das natürliche Wasserloch.
Bei der Vorbereitung unseres Abendessens werden wir auf ein blubberndes Geräusch aufmerksam. Dachten wir zunächst an ein Hippo, sehen wir kurze Zeit später, dass es sich um das für die Lodgegäste neu angeschaffte Boot handelt, das sich offensichtlich auf seiner Jungfernfahrt befindet. Den stotternden Geräuschen nach zu urteilen ist das Boot nicht mit einem Hilux Motor, sondern mit einem günstigen Produkt aus China ausgestattet 😛
Das Feuer ist schon fast soweit, dass wir mit dem Braaien beginnen können.
Das köstlich aussehende und ebenso schmeckende Fleisch haben wir sehr günstig auf unserem kleinen Abstecher in der Mobola Lodge erworben.
Natürlich gibt es für jeden ein solches Stück vom Kudu. Das Grillzubehör, das sich schon früher als sehr praktisch erwiesen hat, gehört nicht zur Küchenausstattung von Asco, sondern ist von uns aus Deutschland mitgebracht worden.
Nun müssen wir noch ein skandalöses Geständnis machen, Braai-Puristen sollten hier bitte nicht weiterlesen: Da wir die Befürchtung hatten, es könnte nachts im Bushcamper zu stickig sein, hatten wir einen kleinen, Batterie-betriebenen und sehr leistungsstarken Ventilator von zu Hause mitgebracht. Die Befürchtung erwies sich als grundlos, aber zum schnellen Entfachen einer höllenmäßigen Braaiglut war der kleine Ventilator einfach unschlagbar. Hoffentlich werden wir jetzt nicht aus dem Forum ausgeschlossen 😕
Nach dem Essen sitzen wir noch ein wenig am Feuer, lauschen den Geräuschen der Natur und schauen bei einem Gin Tonic dem Untergang der Sonne zu.
Während wir ganz entrückt den Einbruch der Dunkelheit genießen, hören wir hinter dem Bushcamper ein Rupfen und Schnaufen. Ein riesiges Hippo rupft sich gemächlich seinen Weg über unsere Campsite in Richtung Lodge und Wasserloch. Am nächsten Morgen sehen wir die Hippospuren direkt am Waschhaus und denken darüber nach, was passieren würde, wenn man dem Hippo beim Verlassen des Waschhauses auf zwei Meter Entfernung gegenüber steht. Da das Hippo diesen Weg wahrscheinlich jeden Tag zurücklegt, und irgendwelche Zwischenfälle bisher nicht bekannt geworden sind, dürfte es sich um ein friedfertiges Exemplar handeln.
Während wir am nächsten Morgen noch frühstücken, wird bereits der Braaiplatz sauber gemacht und neues Holz für den Abend bereit gelegt.
Wir halten uns nicht mehr lange auf der Campsite auf, damit wir schnell zum Horseshoe kommen, um nicht die erhofften Elefanten zu verpassen. Der Weg zum Horseshoe ist eher noch tiefsandiger als die Zufahrt zur Campsite, aber inzwischen haben wir uns an den Sand gewöhnt und wissen, dass der Hilux sich selbst im 4. Gang durch den tiefsten Sand wühlt, ohne dass man Angst haben muss, stecken zu bleiben. Muss oder möchte man im Tiefsand einmal anhalten, ist das auch kein Problem. Wenn man im 3. Gang anfährt, was dem Hilux keinerlei Probleme bereitet, braucht man keine Angst zu haben, sich im Sand einzugraben. Wir legen uns zunächst an dem von T4A empfohlenen Aussichtspunkt auf die Lauer.
Nach einer Stunde vergeblichen Wartens beschließen wir, ein wenig durch die Gegend zu fahren und anschließend am zweiten Aussichtspunkt Stellung zu beziehen. Nach der einen oder anderen kleinen Wasserdurchfahrt
kommen wir in offenes Gelände,
wo sich weder Elefanten noch andere Tiere zeigen. Zurück am zweiten Aussichtspunkt warten wir weiterhin auf das Erscheinen der Elefanten.
Gesellschaft leisten uns der eine oder andere Kormoran sowie ein Hammerkopf.
Wir machen uns einen kleinen Mittagsimbiss zurecht, danach fangen wir tatsächlich an, etwas zu dösen - es ist so still und friedlich und wir sind weit und breit die einzigen Besucher. Und plötzlich sind sie da, die Elefanten. Völlig geräuschlos sind sie gekommen, wo eben nur weißer Sand zu sehen war, ist alles voller Elefanten
Einige trinken nur kurz und ziehen sofort weiter.
Andere nehmen ein ausgiebiges Bad und haben offensichtlich großen Spaß dabei.
Immer weitere Elefanten kommen zum Horseshoe, wir zählen etwa 200 Elefanten, die sich dort gleichzeitig aufhalten.
Auch aus den anderen Richtungen kommen jetzt Elefanten dazu.
Der eine oder andere Elefant kommt dem Bushcamper neugierig näher, ohne die geringste Aggressivität.
Wir sind vollkommen in den Bann geschlagen und beobachten die Elefantenherden fast 2 Stunden lang - wir sind weiterhin die einzigen Zuschauer. Nachdem die Elefanten endgültig abgezogen sind, ziehen dunkle Wolken auf und auch wir machen uns auf den Rückweg.
Gleichwohl statten wir dem Grasland noch einen Besuch ab, in der Hoffnung, noch das eine oder andere Tier zu finden. Diese scheinen sich aber schon alle verkrümelt zu haben.
Zurück auf der Campsite sind die Vorbereitungen zum Braai schnell getroffen,
so dass vor dem Kochen noch die Zeit für einen Sundowner reicht. Seht ihr unsere Seelen baumeln?
Die Eindrücke des Tages waren so überwältigend, dass wir tief und fest schlafen. Sogar den erneuten nächtlichen Hippobesuch auf der Campsite verschlafen wir.
Offensichtlich haben diese beiden Hippos auf dem Rückweg von der Weide die Abkürzung an unserem Bushcamper vorbei genommen.
Da wir bis zu unserem nächsten Ziel, der Kalizo Lodge bei Katima, nur 170 Kilometer zurückzulegen haben, fahren wir noch einmal zum Horseshoe. Aber außer ein paar Gnus und zwei Impala Kindern bekommen wir an diesem Vormittag keine Tiere mehr zu sehen.
Auf dem Rückweg bereitet uns der Tiefsand keine Probleme mehr. Wir fahren nun überwiegend im 4. Gang. Als wir am Aussichtspunkt noch einmal anhalten, treffen wir auf einen Asiaten, der mit Guide und Dolmetscher unterwegs ist. Das Gespräch der drei dreht sich um Trophäen und Waffen 😈
An der Ranger Station zahlen wir 180 Dollar für unser Permit, 160 Dollar für 2 Europäer und 20 Euro für das Auto.
Der Ranger kann nicht fassen, dass wir auf dem Rückweg extra zum Bezahlen anhalten und bedankt sich mehrmals. Er erzählt uns, dass es auf der anderen Seite der B8 bald eine Community Campsite mit angebotenen Aktivitäten geben soll, die man dann über ihn buchen kann. Er hat uns auch seine Handynummer aufgeschrieben, die sich aber leider nicht wiederfinden lässt. Vielleicht weiß ja ein Caprivi Spezialist, um welches Camp es sich handelt und wie man es bucht.
Es war wohl die letzte Gelegenheit, das Nambwa Camp ohne Lodgebetrieb zu erleben. Obwohl wir das "alte" Nambwa Camp ja nicht kennen und es uns auf unserer Campsite sehr gut gefallen hat, können wir die Wehmut der Nambwa-Liebhaber sehr gut nachvollziehen. Die Ursprünglichkeit, Stille und Einsamkeit von Nambwa wird es so wohl so nicht mehr geben 🙁
Nun erhöhen wir wieder den Reifendruck, bevor es auf der B8 in Richtung Katima und Kalizo Lodge geht.
Gromi1'415 Beiträge · seit 201401. März 2015 · #34
na endlich 😄 wollte gerade anklopfen. schön dass es weiter geht; aber woseliwo sind die Fotos 😕
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201001. März 2015 · #35
Hi Gromi,
etwas Geduld bitte - PC ist im Sonntagsmodus und das Bilderhochladen klappt gerade nicht 🤩 , wir arbeiten daran .
Mopane
freshy3'883 Beiträge · seit 201101. März 2015 · #36
Mopane schrieb: "Da stehen wir nun im Tiefsand und merken endlich, dass wir trotz aller Vorwarnungen vergessen haben, den Reifendruck zu reduzieren 😗 (huhu Freshy), das holen wir nun schleunigst nach."
Ich lach mich schlapp! 🤪
Der Haubenbartvogel scheint sein Revier nicht zu verlassen. Ja, er ist ziemlich zutraulich. Der Bwabwata NP ist für manche Überraschung gut. Und die Elefantenpopulation scheint auch zuverlässig aufzutauchen.
So, jetzt aber hinweg mit euch Erinnerungen - ich muss arbeiten!
wir werden an besagter Stelle im Oktober mal anhalten, so nach dem Motto: hier war doch was? 😗 😗 Ach ja, Luft ablassen!!
Ganz toller Bericht und super Fotos ! Freue mich schon sehr auf diese Stationen, vor allem auf die mindestens 201 Elefanten am Horseshoe!!
Liebe Gruesse, Elsa
MOMopaneThemenstarter370 Beiträge · seit 201002. März 2015 · #40
Hallo Elsa,
😄 ja, bitte denkt an uns, wenn ihr im Oktober Richtung Nambwa unterwegs seid - dann sind wir irgendwie auch dabei. Wir wünschen euch auf jeden Fall gaaaanz viele Elefanten am Horseshoe.