Camping am Kunene

32 Antworten · 5'657 Aufrufe · gestartet 05. Feb. 2015 von Cantor
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1'523 Beiträge · seit 201108. Feb. 2015 · #21
Sicherheit.......

das Sat-Telefon gibt eine trügerische Sicherheit.........." kann dann immer noch mit dem Sat.....etc"

von wegen.....immer dann, wenn man es wirklich braucht........kommen zusätzliche Probleme

(Standort, Empfang, dauernder Abbruch des Kontakts, ev.low battery, Ansprechpartner nicht

erreichbar, dessen Stellvertreter nicht kompetent, Verständigungsprobleme, nicht nur wegen

der Sprache !!! .....habe auch festgestellt, dass Handykontaktnummern eine Verschlechterung

der Sprache zur Folge haben,....... die Stresssituation, .....die Liste lässt sich beliebig weiterführen......

BMW
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2015
582 Beiträge · seit 201008. Feb. 2015 · #22
....und ganz wichtig, die Standortbestimmung! Nicht jeder weiß, wie er die Koordinaten findet. Dann kommt dazu, dass man oft weit weg von einer möglichen Landebahn für einen Rettungsflieger ist. Die offiziellen Rettungsflieger dürfen nur noch auf zugelassenen Airstrips landen (und kommen auch nur, wenn die Kreditkartendaten vorliegen). Das Landen auf kleinen Pads oder ebenen Flächen ist nicht mehr erlaubt. Da muss man dann ggf. einen privaten Flieger finden.... Das nächste Krankenhaus in Opuwo (wer will da hin, aber zumindest ist dort eine zugelassenen Landebahn) ist mindestens eine Tagesfahrt über Stock und Stein entfernt.
Das ist keine Schwarzmalerei, ich kenn das alles aus eigener Erfahrung!

Schöne Grüße,
Volker
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zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2015
1'155 Beiträge · seit 200608. Feb. 2015 · #23
BMW schrieb:Sicherheit.......

das Sat-Telefon gibt eine trügerische Sicherheit.........." kann dann immer noch mit dem Sat.....etc"

von wegen.....immer dann, wenn man es wirklich braucht........kommen zusätzliche Probleme

(Standort, Empfang, dauernder Abbruch des Kontakts, ev.low battery, Ansprechpartner nicht

erreichbar, dessen Stellvertreter nicht kompetent, Verständigungsprobleme, nicht nur wegen

der Sprache !!! .....habe auch festgestellt, dass Handykontaktnummern eine Verschlechterung

der Sprache zur Folge haben,....... die Stresssituation, .....die Liste lässt sich beliebig weiterführen......

BMW
Hallo BMW

Das Sat Tel...ist nur eine zusätzliche Option. 100% Sicherheit gibt es im Busch nicht. Die meissten die eines dabei haben, wüssten wahrscheinlich gar nicht wen sie überhaupt anrufen sollen...lg tom
54 Beiträge · seit 201508. Feb. 2015 · #24
Guten Tag Maggus,

na klar haben wir alle mal angefangen und sind irgendwann größere Risiken als vorher eingegangen. Entscheidend ist aber, in welchen Schritten man die Risiken steigert. Wenn ich gerade Schwimmen gelernt und das Schwimmabzeichen in Bronze gemacht habe (200m), dann nehme ich doch auch nicht gleich eine Durchschwimmung des Ärmelkanals in Angriff, sondern versuche mich vielleicht erst mal an 400 Metern, 800 Metern, 2.000 Metern. (Das Beispiel bot sich gerade an, weil es gestern in der Familie eine Diskussion über Schwimmunterricht in Deutschland gab).

Man kann dort im Nordwesten auch wild campen. Aber dann muss man auch etwas über die Gegend wissen, sonst macht man es auf Kosten und zur Verärgerung der Menschen, die da leben. Und dann ist man am Ende nur ein ignoranter Tourist. Sind da immer mehr ignorante Touristen unterwegs, macht das alles kaputt.

Wenn einem Wissen oder Erfahrung fehlen, dann kann man die Gegend ja auch trotzdem bereisen. Aber dann sollte man versuchen, sich anderen erfahreneren Reisenden oder einer geführten Tour anzuschließen oder einen Guide buchen. So haben viele andere auch mal dazugelernt.

Bestimmt werden sich einige hier gemaßregelt oder bevormundet fühlen, aber es ist wichtig zu überlegen, welche Informationen man wem gibt. Die eine oder andere Information tauscht man vielleicht besser per E-Mail als in einem öffentlichem Forum aus. Besser einmal mehr zu einem Tipp schreiben, was das Reisen in der Gegend noch alles erfordert, als einmal zu wenig. Auch das sei übrigens eingestanden: Ich selbst habe natürlich auch nicht immer alles richtig gemacht. Mit dem Wissensstand, der hier bei Einigen durchblickt, wäre ich aber nicht durch den äußersten Nordwesten Namibia gefahren.

Zu dem was BMW schreibt: Wir haben da auch schon die Aussage gehört "Jaja, wir haben auch ein Satellitentelefon gemietet, aber ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie das funktioniert. Hahaha".

Gruß

Martin
54 Beiträge · seit 201508. Feb. 2015 · #25
Um bei all dem Genörgel noch etwas zum Thema beizutragen: ich finde das Community-Camp besser als Camp Synchro. In Camp Synchro ist die Infrastruktur ein bisschen besser, aber die einzelnen Stellplätze sind da sehr eng beieinander. Die Community-Campsite ist weitläufiger. Vorbuchung braucht man nicht. Einige Stellplätze sind zwar schöner als andere, aber einen Platz wird man schon finden.

Gruß

Martin
4'129 Beiträge · seit 200808. Feb. 2015 · #26
Die meisten Ahnungslosen, die sich leichtsinnig in die abgelegenen Areas begeben und heile wieder rauskommen, empfinden es als ihre persönliche Leistung, dass alles gut gegangen ist, - und fühlen sich als echte Abenteurer.

Dabei war es nur Glück und Zufall.
Sie fahren z.T. ohne Wasservorräte (können noch nicht einmal den Himbas, auf deren land sie unterwegs sind, Wasser reichen!!) oder brüsten sich damit ihr Mietfahrzeug "nur" 4 bis 5 mal auf die Felsen auf gesetzt zu haben...
„Don't be gentle it's a rental" – die armen Folgemieter solcher Fahrzeuge.
Und hernach wundern sich alle Kunden, warum die „bösen“ Vermieter die Fahrzeugmieten wieder hochsetzen...

Und wenn erst mal wieder ein paar da oben (halb-) verdursten und die Konsequenzen neue Verbote sind und man dort in Zukunft nur noch kontrolliert reisen darf, dann ist das Geschrei groß.

Es gibt natürlich kein "Recht" darauf, leichtsinnig zu sein (das ist sowieso der falsche Ansatz) - alllerdings lässt sich Dummheit auch nicht verbieten... 🙂

Gut, dass martin61 mal wieder an die gebotene Umsicht erinnert.
Warnungen werden hier gern in den Wind geschlagen und dem Vorsichtigen um die Ohren.
Es ist einfach anstrengend, immer wieder den Naiven zu verklickern, dass sie zuvorderst eine realistische Einschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten vornehmen sollten und sich besser präparieren müssen, wenn sie sich in solche Gegenden begeben.
Sie wissen meist weder vorher noch hinterher was sie machen...
Aber es ist nicht meine Gesundheit und mein Geld.

Diese Leute wollen gern Alles - und zwar sofort. Es geht häufig nur noch darum, dass die Versicherung/Krankenkasse zahlt und nicht mehr um den Gedanken der Unversehrtheit und dem Genuss beim Reisen. 😊
In vielen Reiseberichten lässt sich die latente Angst herauslesen, aber Hauptsache man kann was erzählen und hat die vermeintlichen Abenteuer im Bild festgehalten.
Je mehr hier dieser Leichtsinn gepriesen wird, desto ärger wird’s.

Und dann gibt es noch die geilen Offroader... – die wahren Helden, die fahren „den Van Zyls Pass RAUF" – von West nach Ost... 🤢

Zuviele Hazardeure unterwegs.

Gruß lilytrotter



PS und wichtig: Du, Cantor, bist nicht gemeint, der DIskurs ist nur grad hier auf diesem Thread entstanden...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2015
1'523 Beiträge · seit 201108. Feb. 2015 · #27
??????


Van Zyls rauf (West nach Ost)............das ist es......... 😄


BMW
785 Beiträge · seit 200808. Feb. 2015 · #29
Hi,

die Leichtsinnigen und schlecht ausgerüsteten gab und wird es immer wieder geben, früher traf man diese Typen irgendwo in Nordafrika, heute sind diese halt,, aufgrund politischer Situationen und günstigen Flugangeboten vermehrt im Südlichen Afrika unterwegs!

Den Drang nach Einsamkeit und auch nach einem gewissen Abenteuer haben wir alle, die wir uns in solche Gebieten bewegen, denn wenn dies nicht so währe, dann währen wir ja irgendwo auf einer Pauschalreise!

Also, etwas mehr Geduld und Verständnis für "Neulinge" denn diese besonderen "Ecken" gehören nun mal nicht nur den "Reiseprofis" sondern sind für alle da!

Jetzt mal zu Fakten; wie viele Tote und Verletzte Touris gibt es eigentlich in Schnitt so pro Jahr in Nord-West Namibia? Kennt hier irgend jemand die Zahlen?

Und ne Delle im Unterboden eines Fahrzeuges hat noch niemanden umgebracht, wird höchstens bei der Rückgabe etwas teurer werden, aber dies hat der Mieter selbst zu verantworten!



Gruß


Markus
Themenstarter93 Beiträge · seit 201408. Feb. 2015 · #30
Ist ja hochinteressant, was sich da entwickelt, auch wenn sich die Debatte, wie leicht zu erkennen ist, weitgehend verselbständigt hat.
Was lerne ich daraus?
1.Zuallererst, dass ein Blog eine tolle Plattform darstellt, auf der man mal so richtig abführen kann, was einen schon lange bedrückt.
2. Dass es nicht immer darauf ankommt, was ein vorhergehender Beiträger vielleicht gemeint haben könnte oder möglicherweise schon kann und weiß, sondern dass den eigenen Vermutungen und Interpretationen ordentlich Raum gegeben wird.
3. Dass die Kaokoveld-Feld-Tour offensichtlich von sehr verschiedenen Charakteren unternommen wird: den ganz Waghalsigen (van Zyls rauf!), den reifen Pionieren, die mit allen Wassern und Schmierölen gewaschen sind, den reichlich Unerfahrenen, die auch mal das Veld-Feeling haben wollten und den überlegenen Sachverständigen, die einem endlich sagen können, was richtig ist und was falsch.

Na schön, ich habe dennoch davon profitiert, denn in zumindest 2 Passagen wurde ja sogar meine Ausgangsfrage beantwortet.
Aber nichts für ungut: Ich denke noch einmal grundsätzlich über meinen Routenverlauf nach und bedenke dabei die ernst zu nehmenden Hinweise und freundlichen Ratschläge.
Mein Wunsch wäre ja, einen zweiten Touri oder Alteingesessenen zu finden, der sich das Risiko mit uns teilt bzw. als Stütze in der Not dienen kann, was natürlich auch umgekehrt gilt. Aber dann müssen ja auch die jeweiligen Fahrpläne in Übereinstimmung gebracht werden, die Chemie muss für einige Tage stimmen, die Interessen dürfen nicht zu weit auseinander klaffen und die jeweiligen Bedürfnisse und Gewohnheiten sollten nur bis zu einem erträglichen Grad voneinander abweichen. Ein ganz schöner Kanon...

Fazit: Ich fahre trotzdem durch NW-Namibia, entschärfe aber doch die Tour um zwei Grade und halte immer schön das Lenkrad fest. Und selbstverständlich betrete ich nicht die geweihten Stätten der Himbas (und Gummibärchen gibt es für die Kinder auch keine!).

Für weiter sachdienliche Hinweise habe ich immer ein Ohr.

Schöne (freie) Fahrt wünscht allen Diskutanten

Kantor
224 Beiträge · seit 201308. Feb. 2015 · #31
@Cantor,

Beide Camps sind leicht zu finden. Am Ende des Marienflusstals liegt das Community Camp eher links rum, Syncro liegt recht in der letzten Ecke. Beiden sind direkt am Kunene.

LG, RB
41 Beiträge · seit 201109. Feb. 2015 · #32
Hi,
wir waren schon einige Male dort oben, einfach wunderschön.
Ob Camp Syncro oder Community Camp Site ist wohl geschmacksache 😉
Wir waren im Oktober 2013 und auch davor meist allein.

Der Weg bis Opouwo ist "very rocky" und zieht sich, ist aber an einem Tag zu schaffen ...

Die Marble Camp Site kann man am Weg von/nach Opouwo eigentlich nicht verpassen. Ist sehr schön angelegt, und nicht sehr besucht ...

gute reise 🙂
anker
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2015
Themenstarter93 Beiträge · seit 201413. Feb. 2015 · #33
Danke anchorman, ich werde es beherzigen!

Cant