CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201405. Feb. 2015 · #1Hallo Traveller,
hat jemand in der letzten Zeit Erfahrung mit der Okarohombo Community Campsite gemacht?
Camp Syncro scheint sich ja "erholt" zu haben, ist aber m.E. ziemlich hochpreisig. Über die Bewirtschaftung von Okarohombo CS liest sich manches Gute. Weiß jemand, ob es notwendig ist dort für October 2015 vorzubuchen? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass da alles besetzt sein sollte. Aber gesetzt der Fall, ich sollte dort doch reservieren lassen - wer ist denn dann der Ansprechpartner für die Anmeldung. Nacobta kann man wohl vergessen; da ist alles tot. Aber wer dann?
Für alle aktuellen Hinweise zu dieser Gegend bincich auch dankbar.
Übrigens gabs im Forum eine Bemerkung, dass die Strecke ab Roidrom nach Norden (Marienfluss) ziemlich rauh sei. Stimmt das, und auf was sollte ich mich einstellen?
Für Auskünfte dankt euch
Cantor
magic-vibes582 Beiträge · seit 201005. Feb. 2015 · #2Hallo Cantor,
aufgund deiner Fragen gehe ich davon aus, dass du die Gegend noch nicht kennst und vielleicht sogar allein , also mit einem Fahrzeug, dort hin fahren möchtest. Bist du ein erfahrener Offroadfahrer und hast du, falls du einen Mietwagen nutzt, eine Freigabe deines Vermieters für die Gegend?
Entschuldige, wenn ich das einfach so frage, aber wir begegnen immer häufiger im Damaraland und Koakoveld Urlaubern, die sich mit Google oder T4A eine Route zusammen gestellt haben und dann doch erstaunt über die Zustände der "Wege" und/oder oft hoffnungslos überfordert sind.
Schöne Grüße,
Volker
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RB224 Beiträge · seit 201305. Feb. 2015 · #3Hallo Cantor,
ich möchte mich hier den magic-vibes anschliessen. Der Teil des Kaokoveldes ist eine wunderbare Bereicherung für Offroadfahrer, wenn man weiss, wie es geht.
Allerdings läuft man Gefahr im Falle eines Unfalls oder Panne, aufgeschmissen zu sein. Also benötigt man neben entsprechender Ausrüstung am Fahrzeug u.a. richtiges Kartenmaterial, ein Satphone oder ein richtiges Funkgerät und man muss eine Idee haben, wen man anrufen kann.
Die Strecke von Rooidrom zum Kunene ist eher wie eine "Autobahn" für Geländewagen.
Gerade dieser Abschnitt ist das kleinste Problem.
Südlich der Rooidrom ist der gleichnamige Pass Richtung Marble Camp, der es in sich hat.
Östlich der Rooidrom kommst Du den den Van-Zyls- Pass runter, schwierigstes Terrain!!!
Westlich geht es Richtung Blaue/ orange Tonne und Hartmanntal, die Strecke geht m.E. so.
Die Strecke von Orupempe nach Purros ist Rüttelpiste, auf der Dir der Kaffee von vorgestern aus dem Gesicht fällt.
Die Parallelstrecken zur Skeletoncoast hin sind besser aber dort kommt wahrscheinlich kein Mensch mehr vorbei.
Die Trockenflusstäler sind manchmal abgesoffen und sumpfig.
Zweifelsohne eine der schönsten Ecken der Welt (für mich) aber keine gute Offroadfahrschule.
MFG, RB
CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201405. Feb. 2015 · #4Guten Abend den "Rangern",
Ich beantworte gleich mal die beiden gleichsinnigen Reaktionen auf einen Schlag:
ich habe nichts gegen gute Ratschläge, wenn sie motioviert sind, und in diesem Fall, denke ich, trifft das zu. Ich gehöre ja nicht zum alten Afrika-Corps und bin auch nicht dauernd in der Pampa jwd. Aber dennoch habe ich bereits einige Wüstenfahrten im 4x4 hinter mir, auch schon Alto Plano, dazu Namibia und das eine oder andere mehr. Ich hoffe das reicht, um nicht mehr als Greenhorn zu gelten.
Meine Tour ins Kaokoveld habe ich mir lange überlegt und mich schließlich dafür entschieden, auch wenn keine ganzen "Kerle" mitkommen, sondern nur mein geduldiges Weib. Die Fahrt ist mit dem Vermieter abgesprochen, Sat-Tel. hab ich natürlich mit (wie auch sonst), Wasser& Diesel auch (getrennt 🙂 ), ebenfalls Navi und Karten von Afrika4x4 oder wie die heißen und einen harten Pöter (Dups).
Zeitliche Reserven habe ich eingebaut und mit Schlammlawinen rechne ich im Oktober nicht.
Seid ihr nun beruhigt? Den van Zyls-Pass lasse ich aus; den finde ich unnötig belastend für das Gerät, aber von Rooidrom nach Süden über Onjuva und Orupembe bis Puro und so weiter muss es schon gehen. Die Skeleton Parallelstrecke fände ich schon reizvoll, aber da ist ja absolut tote Hose und die Strecke ist ja auch noch länger. (Ich bin an der Sjkeleton coast mal in eine Art Sandsturm gekommen, und das hat mich ziemlich beeindruckt!)
Den Hinweg wollte ich von Opuwo aus über Otjiwero, Etanga, Otjihaa und Khumib Rivier nehmen. Mit 160 l Diesel müsste ich das ja wohl schaffen.
So, wie sieht's aus. Hab ich euren Segen - oder soll ich doch lieber am Pool bleiben? Aber wie sagte doch RB: Das ist eine der schönsten Eckern der Welt - für ihn. (Na gut, dann fahr doch mal nach Bolivien!).
Beste grüße, Cantor
Und wie isses nun mit Camping am Kunene?????
RB224 Beiträge · seit 201306. Feb. 2015 · #5Hallo Cantor,
Ich würde ohne Verbuchung losfahren und nach Tageslaune entscheiden, welches der beiden Camps ich nehme. Sie sind ja ohnehin nur wenige Kilometer auseinander. Manchmal setzt die Flut im Kunene Schäden, die ein bisschen die Attraktivität heruntersetzen. Dazu kann man aber erst etwas am Ende dieser Regenzeit sagen.
Manchmal kommen geführte Gruppen mit einer Handvoll Gelandewagen in die Gegend, dann ist es mir der Idylle schnell vorbei. Somit besteht dann noch die Möglichkeit zur Flucht in das andere Camp, wenn es einem unbehaglich wird.
Ich finde jetzt die Quittung nicht mehr, kann mich aber nicht erinnern, dass ich für Camp Syncro einen happigen Beitrag entrichten musste. T4A schreibt etwas von 100 NAD pp und im Community camp 80 NAD pp.
LG, RB
biker550 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #6hallo Cantor
Einen Teil der von dir genannten Strecke sind wir Ende Sept. 2014 gefahren.
1. Die Strecke Orupembe - Purros ist gut!! Nicht mehr "Rüttelstrecke!"
2. Der Roidrompass ist holperig aber nicht wirklich schwer.
Wir sind ohne jede Allraderfahrung dort gefahren.
Siehe Unser Reisebericht bzw den Film : Rubrik Reiseberichte:
Durchs Damaraland & Kaokofeld zum Etoscha NP
Durchs Damaraland & Kaokofeld zum Etoscha Filme
Gruß Volker
CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #7Ich glaube, ich habe den Reisebericht auch gelesen. Aber war das nicht gerade der, der so respektvoll vom Rooidrom-Pass sprach?
Danke jedenfalls für die Hinweise.
C.
CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #8Moin RB,
könnte dich interessieren, wenn du es nicht schon weißt: das Syncro-Camp hat wieder aufgerüstet und eine neue Bewirtschaftung, wie man mir bestätigte. Allerdings ist der Laden jetzt etwas teurer geworden: pro Tag u. Mensch fordern die jetzt 150 oder gar 180 NS und dann noch eine einmalige Gebühr für deine Isetta. Das ist nicht wirklich wenig.
Die Erwähnung der invasiven Gruppen ist mir eine Hilfe; solche teams pflege ich nach Möglichkeit zu vermeiden. Aber es gibt ja genügend Platz zum Ausweichen. By the way: macht es Mühe, die einzelnen Camps zu finden?
Danke, Cantor
biker550 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #9hi Cantor
schau dir einfach den Film an:
Bei YouTube ansehen ↗
das ist Roidrom Pass
Im Bericht ist die als "heftig" beschriebene Route am nächsten Tag von Orupembe nach Okangwati über den "Heartbreak Hill"
Camping haben wir leider keine Erfahrung.
Hoffe es war hilfreich.
Gruß Volker
CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #10Moin Volker,
ja prima, das gibt doch schon einen ersten Eindruck. Ich muss sagen, dass diese "Zustände" mich nicht erschrecken; es dauert halt bloß "ein paar Minuten" mehr als auf der Bundesstraße.
Was mich noch interessiert: Wie lange habt ihr denn für die Etappen gebraucht? Ich würde ganz gern überprüfen, ob ich realistisch kalkuliert habe.
Vielleicht auch noch dies:
Sind die Himba-Dörfer ein "Muss" oder geht's auch ohne. Natürlich ist diese Lebensweise für uns ebenso faszinierend wie befremdlich, doch das eigentliche Problem ist ja wohl die kulturelle Kluft und die daraus folgende problematische "Beziehungsdefinition": Der Tourist wird ja wohl weniger als Suchender oder respektvoll-zurückhaltender Besucher erlebt, sondern eher als Einkäufer und als mehr oder weniger voyeuristischer Fotograph. Gibt es da Ausnahmen?
Und hat der Navi mit entsprechender Karte zuverlässige Dienste geleistet?
In einem guten halben Jahr weiß ich dann ja auch etwas Bescheid...
Einen schönen Gruß von
Cantor
biker550 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #11hallo Cantor
Wir sind von Sesfontein über Purros zum House on the Hill gefahren. Das ist bei der Marble Campsite nördlich von Orupembe. In Purros hatten wir noch das Himba Dorf besucht (nicht so berauschend!) Da hatten wir immer das Gefühl genug Zeit zu haben, Der Ausflug über den Rodrom Pass nach Norden führte nur zur roten Tonne und dann zur blauen Tonne und über die Pad zurück über Orupembe zum House on the Hill. ca. 200km von 9:30 Uhr bis 16:oo Uhr
Du kommst von Opuwo, dann solltest du bei Orupermbe (evtl Marble Campsite, andere kenn ich nicht) übernachten, das ist zu schaffen Da wir die Strecke von dort bis Epupa Falls auch an einem Tag gefahren sind.
Himba Dorf war für uns schon sehr interessant, allerdings ein etwas autentischeres bei Epupa, der Guide stammte aus dem Dorf das er uns zeigte.
Ein schlechtes Gefühl beim fotografieren hatten wir nicht. Die Frauen hatten Spass dabei sich mit uns fotografieren zu lassen. (Siehe mein Reisebericht Mo. 29.Sept)
Garmin Navi mit den Karten von Tracks4Afrika "gefüttert" war super, alles war drin, sogar kleinere Pads. (Außer in Purros, da gab es keine "eindeutige" Straße durch das Rivier des Hourasib, aber viele Spuren!)
Gruß Volker
BMW1'523 Beiträge · seit 201106. Feb. 2015 · #12.....eine tolle Alternative zur Marble Campsite bzw. House on the Hill ist das
Etambura Camp ganz oben auf einem Hügel ganz in der Nähe........ 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
BMW
CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201406. Feb. 2015 · #13Hallo BMW (bist du ein Auto?),
auch für diesen Hinweis ein Dankeschön, allerdings sagen mir die beiden Camps (Marble und Etambura) nichts. Gibt es dafür GPS Koordinaten?
Ich bin aber auch nicht jede Nacht auf ein Camp angewiesen, da wir das Bett auf dem Dach haben. Bei Bedarf fahr ich links ran und bau die Hütte auf. Dann muss ich nicht auf Deibel komm raus ein Tagesziel anstreben.
Ciao
Cantor
BMW1'523 Beiträge · seit 201106. Feb. 2015 · #14No.....jegliche Verwechslung ist unbeabsichtigt......ist Zufall....... 🙂 🙂 🙂
....sind meine Initialen...... 🙂 🙂 🙂
mit Gruss,
BMW
MOMomo213 Beiträge · seit 201507. Feb. 2015 · #15Hi,
ich bin nicht riesig orientiert, aber auf der Syncro-Webseite steht was von 120 Dollar p.P. plus Fahrzeug. Sonst bin ich auch immer dafür, die Alteingesessenen vor Ort zu unterstützen - in dem Fall ganz besonders -
Die
Seite kennst du?
Weiß nicht, ob Reservieren darüber geht, aber informieren.
MAmartin6154 Beiträge · seit 201508. Feb. 2015 · #16Guten Tag allerseits
und Entschuldigung, wenn ich mich auch mal einmische, aber ich möchte Magic-Vibes und RB ausdrücklich zustimmen. Und Biker5 in diesem Thread ist der Beleg dafür, wie Recht sie haben. Biker5, Nimm es bitte nicht persönlich, Du bist nur das Beispiel und nicht der eine, der jetzt in die Ecke gestellt werden soll.
Die Strecke zwischen Amspoort und Hoarusib über den Txusub seid Ihr nicht gefahren, weil es dort vermeintlich zu einsam ist. Aber eine Runde westlich von Rooidrom über Bloudrom seid Ihr gefahren. Da ist es 10 mal verlassener und die Strecke über Amspoort dagegen eine viel befahrene Autobahn. Ihr sagt Ihr hattet keine Ahnung, wie viel Sprit Euer Auto verbraucht. Ihr sagt, Ihr hattet keine Erfahrung mit Offroadfahren (was man im Video auch sieht).
Zusammengefasst: Ihr wisst wenig über das abgelegene Gebiet, in dem Ihr fahrt und wenig über das Auto. Ihr ward allein unterwegs und hattet keine Offroaderfahrung. Entschuldige, wenn ich das so deutlich sage, aber dann habt Ihr in der Gegend nichts zu suchen.
Es kann irgendetwas nicht stimmen, wenn erfahrene Namibier solche Strecken meist nur mit für den Offroadeinsatz optimierten Fahrzeugen und mindestens 2 Autos fahren und Touristen die Strecke allein im werksmäßigen Hilux ohne Ahnung von den Strecken, ohne Ahnung vom Auto und ohne Ahnung vom Offroadfahren angehen. Entweder sind die einen hasenfüßige Weicheier oder die anderen verstehen gar nicht, worauf sie sich da einlassen. Was ist wahrscheinlicher?
Zu 95% geht das vielleicht auch gut. Wenn es nicht gut geht, kostet es schnell 5-6stellige Beträge oder das Leben. Dieses Forum hat auch eine Verantwortung. Andere lesen das, auch viele, die sich hier nie anmelden, sondern nur mal passiv mitlesen. Und dann denken die "Der ist da auch ohne jede Erfahrung durch gefahren, dann kann ich das auch". Und dann nehmen die Leute solche Routen schon bei ihrer allerersten Afrikareise in Angriff, denn heute wollen alle "abseits der Massen" unterwegs sein. So etwas wie der Etosha Nationalpark, den wohl nicht mal jeder 100. Deutsche in seinem Leben überhaupt jemals sieht, ist dann schon zu sehr "Mainstream" selbst für die 1. Afrikareise.
Möchte hier wirklich jemand Schuld sein, wenn in Namibia mal wieder Touristen sterben und später vielleicht heraus kommt, die Informationen hatten die aus dem Namibia-Forum?
"Ich bin aber auch nicht jede Nacht auf ein Camp angewiesen, da wir das Bett auf dem Dach haben. Bei Bedarf fahr ich links ran und bau die Hütte auf. Dann muss ich nicht auf Deibel komm raus ein Tagesziel anstreben."
Du weißt, dass das Land dort oben durchgängig kommunalen Hegegemeinschaften "gehört", von denen es einige nicht wollen, dass man da wild campt? Du weißt auch, dass dort einige Ecken eine besondere religiöse bzw. spirituelle Bedeutung für die dort lebenden Menschen haben und Du da schon gar nicht links ranfahren und Dein Zelt aufbauen solltest?
Das war jetzt wahrlich kein positiver Einstieg in dieses Forum, aber ich lese hier schon länger mit und manchmal fällt mir die Kinnlade runter. Ich hoffe ich konnte die Gründe einigermaßen verständlich darstellen. Touristen können in Namibia einmalige Gegenden besuchen und super Erlebnisse haben. Aber Vorraussetzung dafür ist ein gewisses Maß an Wissen und Erfahrung und das scheint doch häufiger zu fehlen. Ich freue mich, wenn einige hier die Dinge richtig einordnen und mahnende Worte finde.
Ganz kurz zu mir: Ich habe 6 Jahre in Namibia gelebt und bin noch gelegentlich da. Aktuell lebe ich in Kanada.
Gruß
Martin
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200608. Feb. 2015 · #17martin61 schrieb:
Zusammengefasst: Ihr wisst wenig über das abgelegene Gebiet, in dem Ihr fahrt und wenig über das Auto. Ihr ward allein unterwegs und hattet keine Offroaderfahrung. Entschuldige, wenn ich das so deutlich sage, aber dann habt Ihr in der Gegend nichts zu suchen.
Es kann irgendetwas nicht stimmen, wenn erfahrene Namibier solche Strecken meist nur mit für den Offroadeinsatz optimierten Fahrzeugen und mindestens 2 Autos fahren und Touristen die Strecke allein im werksmäßigen Hilux ohne Ahnung von den Strecken,
Zu 95% geht das vielleicht auch gut. Wenn es nicht gut geht, kostet es schnell 5-6stellige Beträge oder das Leben. Dieses Forum hat auch eine Verantwortung.
Hallo Martin
Dein Kommentar trifft voll und ganz ins Schwarze. Gerade in diesen hier angesprochenen Gegenden sieht man zum Teil Sachen, bei denen man nur noch den Kopf schütteln kann. Mich wundert eigentlich nur, dass nicht (noch..) mehr passiert..
Wenn einer im Okavango sein Auto versenkt kostest es "nur" viel Geld, geht aber nicht an Leib und Leben. Im Kaokoveld kann es sehr schnell dramatisch werden...
Aussagen wie "Das haben wir auch gemacht...war kein Problem..." gaukeln den Leuten oft eine falsche Sicherheit vor und sind äusserst fahrlässig...
lg tom
BMW1'523 Beiträge · seit 201108. Feb. 2015 · #18.......Kaokoveld.....
möchte den Kommentar von Martin voll unterschreiben.......was noch gut gegangen ist, ist noch
lange nicht eine objektive Beurteilung der Strecke..........
Was mich erstaunt, ist auch die Beurteilung der Benzin/Diesel Reserve........Wir waren immerhin
mit 220 l Diesel unterwegs........drei Zusatzkanister......
mit freundlichen Grüssen,
BMW
maggus785 Beiträge · seit 200808. Feb. 2015 · #19Hi,
hm, sicherlich habt ihr mit den "Gefahren" und "Warnungen" eventuell auch "Verurteilungen" irgendwie recht, aber was schlagt ihr als Alternative vor?
In den Zeiten des Massentourismus, Internet,..., hat halt nun mal jeder Zugang zu allen möglichen Informationen, Streckenbeschreibungen,..., was früher als "Geheimtip" gehandelt wurde ist jetzt auf allen möglichen Internetplattformen nachzulesen!
Sicherlich ist es richtig, einen "Neuling" auf eventuelle Gefahren hin zu weisen, aber wir haben doch auch alle mal irgendwie angefangen.
Wenn ich an meine ersten Reisen nach Nord- und Westafrika denke, hm, würde ich heute auch nicht mehr so machen, war einiges dabei, dass auch leichtsinnig war, aber daraus habe ich gelernt und plane und reise jetzt anders!
Ich finde, es hat jeder das Recht auch seine negativen Erfahrungen selbst zu machen, sicherlich sind Warnungen und Hinweise sehr angebracht, aber wenn jemand meint es dennoch machen zu müssen, ist ja dessen Verantwortung, ich werde es nicht verbieten!
Ich denke mal, wir können diese Entwicklung sowieso nicht aufhalten, denn die Masse der nach Einsamkeit und Abenteuer suchenden Reisenden wir immer größer, Namibia ist ein recht einfach zu bereisendes Land, welches sich aktiv für eine steigende Zahl von Touristen einsetzt und schlußendlich gehören wir ja alle irgendwie auch in diese Gruppe der nach "Individualität" und "Abenteuer" suchenden Reisenden, oder?
Viele Grüße
Markus
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200608. Feb. 2015 · #20maggus schrieb:Hi,
hm, sicherlich habt ihr mit den "Gefahren" und "Warnungen" eventuell auch "Verurteilungen" irgendwie recht, aber was schlagt ihr als Alternative vor?
Hallo Markus
Gute Frage, am Ende ist jeder für sich selber verantwortlich und wenn jemand irgendwo -um es krass zu formulieren- verdurstet ist es nur sein Problem.
Ganz am Anfang meiner "Offroad" Karriere war ich oft in Australien unterwegs, im Outback. Dort sind immer wieder Menschen verschwunden und irgendwo in den Weiten des Kontinents verendet. Das Outback hat mir immer sehr viel Respekt gemacht !
Mit diesem Respekt bin ich dann zum Beispiel auch nach Namibia. Ich hatte also schon einiges an Offroad und Outdoor Erfahrung. Ins Kaokoland haben ich mich auf vielen Reisen langsam immer weiter vorgetastet, ich war immer übervorsichtig und bin es auch heute noch, habe immer "viel" zu viel Wasser (und auch Wein.. 😉 ) Sat Tel usw....dabei.
Heute haben viele jeglichen Respekt vor der Wildnis verloren, wissen nicht einmal die Basics...und es geht in 95% der Fälle gut...manchmal dann halt auch nicht..
lg tom