mit einem T5 von Deutschland nach Namibia

29 Antworten · 8'565 Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2015 von Radiohead
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408 Beiträge · seit 201425. Jan. 2015 · #21
Liebe Leute,

ich lebe hier. Undich sage Euch jetzt, was in Marokko, der Türlei oder sonstwo nahe an Europa möglich ist, hat nichts, aber auch rein gar nichts mit hiesigen Gegebenheiten zu tun. Eventuell kann in Südafrika oder Namibia geholfen werden. Ich schreibe es nochmal:

Unser Mitsubishi Pajero steht seit 2 Jahren beim Importeur. Nicht zu reparieren. Defektes Steuergerät, irgendein (ich drücke mich jetzt nicht zu vulgär aus, so wie ich es möchte) Idiot, der uns von einem Fahrer als der Top-Fachmann empfohlen wurde, hat bei Beginn alle (ALLE!!) Kabel durchgeschnitten und den Motor komplett zerlegt, zusammenbauen konnte er ihn allerdings nicht mehr. Das Fahrzeug, das mit eigener Kraft in die Werkstatt gefahren ist, mußte dann zum Importeur geschleppt werden, der wenigstens so weit gekommen ist, daß man das Teil starten kann. Aber das Zusammenspiel Motor Automatik funktioniert nicht, es waren schon "Fachleute" aus Kenia da, Fachleute aus Uganda, und die Karre steht immer noch und endet wahrscheinlich als Baustein für ein Korallenriff. Und das ist Baujahr 1997, wo noch nicht so viel Elektronik verbaut wurde. Und der T5 hat zB elektronischen Allradantrieb. Ich habe jede Menge Erfahrung mit Autos in fernen Ländern. ICH würde es nicht machen, habe aber ohnehin schon meine Meinung abgegeben.

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
78 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #22
Hallo,
@ bongolander:
Kann ich nur bestätigen. Hätte gern ein Audiokabel an meinem T5 Radio. Wenn es das richtige Kabel ist, muß man es einstecken, und im zentralen Steuergerät freigeben. Zwei Händler hier in NAM waren bisher trotz in D geschultem Personal und tel. Rückfragen bei VW in Port El. nicht dazu in der Lage. Ist in D in 5 Min erledigt. Nachdem ich in der Bestell- und Auslieferungsphase mehrmals klar gestellt habe, was und wie ich etwas haben möchte, bekam ich von meinem Händler folgende, resignierte Antwort: Zitat: " Herr M****, wir machen das alles so wie sie sagen - sie wissen da ja doch mehr als wir".
Aber ich denke, wer zu Zeiten von Ebola, IS und Boko Haram ernsthaft auf die Idee kommt, durch Afrika zu fahren (ich hab' schon Schiß wenn ich drüber fliege), der wird / sollte sich auf von einem kapitalen Motorschaden durch schlechten Diesel oder einigen tausend Kilometern im Motormanagement Notprogramm nicht abschrecken / lassen.
Außerdem bedeutet ja auch "Abenteurerreisender" zu sein, möglichst enthemmt die Hilfe / Gutherzigkeit anderer zum Weiterkommen und zur Kostensenkung auszunutzen. Aber jedem das seine! Und meine Abschleppöse bleibt jedenfalls "abenteurerfrei".

Gruß, Jens
Autofahren wird da interessant, wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht...
785 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #23
Hi,

Kurzantwort:

Ist es möglich....? JA


Sinnvoll? Ehr Nein!




Gruß


Markus
112 Beiträge · seit 201226. Jan. 2015 · #24
Hallo alle zusammen,
also, eine solche Reise würde mich generell auch SEHR begeistern. Allerdings würde ich mich das eher nicht in einem T5 trauen - ich würde da eher auf einen entsprechend ausgestatteten Landcruiser (HZJ78) setzen.
Aber für unmöglich halte ich das nicht.

Wenn überhaupt VW, dann würde ich allerdings eher einen T3 Synchro verwenden, die gibt's ab und zu noch in einem ganz ordentlichen Zustand.
Dass eine solche Reise damit möglich ist, beweisen Ilona Hupe und Manfred Vachal seit vielen Jahren - der "Bergwacht-Bus" ist im südlichen Afrika schon überall bekannt.
Hier gibt's einen kurzen Reisebericht von einer Überführung eines solchen Fahrzeugs:
Hupeverlag - Afrikadurchquerung

Viel Spaß beim weiteren Planen,
Peter.
Wohnen, wo andere Urlaub machen, Urlaub machen, wo keiner wohnt!
1'086 Beiträge · seit 200926. Jan. 2015 · #25
Hallo Radiohead,

zum Thema Fahrzeug hast Du ja jetzt einige Meinungen gehört. Wie aber sieht es mit dem Reiseverlauf aus? Welche Länder willst Du durchqueren?

Gruß Klaus
4'129 Beiträge · seit 200826. Jan. 2015 · #26
Die Frage nach der Route oder der Sinnhaftigkeit einer Afikadurchquerung steht hier doch gar nicht zur Diskussion, sondern ausschließlich die Sinnhaftigkeit, bzw. die Optimierung der Ausstattung des Fahrzeugs.
Und die lässt sich natürlich nicht so einfach beantworten, denn es gibt nicht nur eine Möglichkeit sondern VIELE Möglichkeiten.
Und die wiederum richten sich nach der Route, nach dem Geldbeutel und nach persönlichen Vorlieben.

Über die Route ist sich Radiohead noch nicht im klaren, auch nicht über die Zeit und über seine Vorstellungen wissen wir nix – aber das sind u.a. auch wesentliche Faktoren. Das einzige was wir wissen, ist, das Geld keine Rolle spielt und dass er den T5 mag.
Er plant eine Top-Spezialausführung für seine Fahrt zu nutzen, - das kann er doch so machen. Spricht doch nix dagegen, wenn er das mit dem Kleingeld so hinkriegt. Wäre nicht unsere Abteilung. Wir neigen eher zum spartanischen, weil wir anders ticken.
Ansonsten wissen wir hier alle nur wenig über die geplante „Afrika-Expedition“ von Radiohead, entsprechend wenig gibt es, womit es sich auseinanderzusetzen lohnt, Radiohead spielt ja grad erst mit dem Gedanken nach Nam zu fahren.
Und zum Gedanken spielen lassen gabs schon durchaus viel Info.

Niemand weiß, mit welchem Hintergrund Radiohead seine Reise plant, die Anfrage ist sauber eingegrenzt auf Gleichgesinnte und Expeditionserfahrene in Afrika... – und vielleicht plant er seine Reise ja gannicht zum Spaß. Niemand weiß es. Und da sind Spekulationen völlig sinnlos.

Dass man mit weit weniger geländegängigen Fahrzeugen ohne große Probleme Afrika umfahren kann, ist dabei ohne Bedeutung. Er forscht erst einmal nur nach der Optimierung seiner Umbauten.
Dafür sind wir allerdings nicht gleichgesinnt genug, deshalb fallen wir für das Beraterraster bei dieser Veranstaltung durch.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2015
2'664 Beiträge · seit 201226. Jan. 2015 · #27
Mein Cousin hatte einen T5 / Synchro in Namibia.
Nachdem der Motor nichts getaugt hat (hat sich bei Cross-Namibfahrten herausgestellt), hat er einen Nicht-VW Motor eingebaut, der erheblich zuverlässiger war und die Elektronik nicht laufend ausgestiegen ist.
Dann ging der Tanz mit Getriebe und Achsen los, die die Offroad-Belastung nicht durch standen.
Das Fahrzeug hatte einen wunderbaren Fahrkomfort, ist aber für solche Einsätze weder konstruiert noch geeignet.
Wer so mutig ist damit loszufahren, sollte zuerst einen Reparatur-Lehrgang für dieses Modell machen, und für jedes Steuergerät ein Reservegerät samt einem Satz Injektoren einpacken.
Nimm einen alten T2, den kann jeder reparieren und damit hast Du bessere Chancen anzukommen.
In Nordafrika findest Du evtl. Leute die Karre wieder ans Laufen zu bekommen, südlich der Sahara bist Du nur noch auf Dich selbst gestellt.
Im Übrigen wüßte ich auch nicht welche Route Du wählen wolltest. Ägypten und Südsudan sind zu, Libyen hat Bürgerkrieg, Mali ist voller Unruhen, in Nord-Nigeria wollen sie alle Nichtmoslems köpfen.
Happy Trip, ich hoffe Ihr kommt mit den Köpfen auf dem Rumpf wenigstens in Mittelafrika an.
Die Zeiten für Transafrika-Fahrer sind z.Zt. nicht gut!
Gehe mal ins Forum der SA 4x4 Community. Da gibt es jede Menge Benzingespräche und auch einen Teil, wo die Schwächen der verschiedenen Fahrzeugtypen von den Teilnehmern gemeldet werden.
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2015
Themenstarter3 Beiträge · seit 201526. Jan. 2015 · #28
Danke für die weiteren aufschlussreichen Beiträge.
Ich merke schon meine Frage ist wohl doch eher etwas für ein Offroadforum. Jedoch hätte meinen Beitrag hier auch sparen können wenn die Frage gewesen wäre ob es mit einem Landrover möglich ist.
Natürlich ist es sinnvoller sich detailliert erst einmal mit die genauen Route zu beschäftigen, aber deshalb habe ich die Frage auch genau so gestellt.
Ich stehe einfach auf T5 und bin mir auch bewusst, dass es kein Toyota oder sonstiges Auto ist, was von Norden bis Süden in Afrika mit Spenderorganen an jeder Ecke steht.
Die Frage ist an Träumer, Tüftler, Technikbegeisterte, T5-Fans usw. gestellt und sollte eigentliche eine Diskussion über die Frage "wenn dann wie" werden.
Für das "warum nicht", bzw. das „warum eigentlich nicht“ kann ich dann ja einen neuen Betrag beginnen und hätte dann sogar genügend Beiträge zu denen ich verlinken kann.
Naja, meine Träume sind jedenfalls erst einmal wieder auf dem Boden der Tatsachen. Mein nächstes Fahrzeug ist ein Unimog, oder doch ein Käfer, oder was kostet Air Namibia?
zuletzt bearbeitet 26. Jan. 2015
408 Beiträge · seit 201427. Jan. 2015 · #29
Also mit Käfer kannst Du nichts falsch machen, das ist die Technik, die Afrika braucht. Nicht umsonst hat sich der Wagen so durchgesetzt. Ich bin am Überlegen, ob ich mit nicht in Deutschland noch eine 34PS besorge, solange die noch nicht total durchgerostet sind und nach PE verschiffe. Leider hat Herr Piech das Konzeüt seiner Ahnen vergessen.
Du wolltest wissen, ob wir den T5 für geeignet halten, und wir haben versucht, die Antworten zu geben. Wie Du nach Namibia kommen willst, ist nicht unser Bier. Hole Dir mehr Informationen auch in anderen Foren, aber ich fürchte, über die Tauglichkeit des T5 für den schweren Einsatz in Afrika wirst Du nicht viel anderes hören. Und ob Du in diesen Foren Leute findest, die wie einige hier tagtäglich über Jahre hinweg die Erfahrung mit diversen Fahrzeugen machen, weiß ich nicht. Insofern ist dieses Forum nicht so ganz der falsche Weg gewesen.

Viel Spaß (und überlege Dir das mit dem Käfer)
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
zuletzt bearbeitet 27. Jan. 2015
2'048 Beiträge · seit 200727. Jan. 2015 · #30
Hallo Radiohead,
ich fahre hier in D einen T5 mit Seikel-Umbau (Fahrwerk und Unterbodenschutz) regelmäßig im Gelände und auch viel in Sand und Matsch. Mit den passenden Reifen geht das und ich bin mit der 4motion zufriedener als ich es davor mit dem T4 Synchro war. Ich komme überall hin und habe auch genug Power um einen schweren Anhänger im Gelände zu bewegen. Aber es ist kein Vergleich zum T2. Der T5 ist mein 3. VW-Bus und mein schlechtester überhaupt was Technik und Verarbeitung angeht.
Mein T 5 ist jetzt kurz vor 200.000 km. In den ersten Jahren war ich Stammgast in meiner Werkstatt. Es ging kaputt was kaputt gehen kann. Wenn ich in den Umbau von Seikel nicht so viel reingesteckt hätte, hätte ich ihn im ersten Jahr wieder abgegeben. Ein besonderes Problem war das Getriebe, das dann per Chargenrückruf getauscht wurde. Die Turbolader sind Mist und die Motorsteuerung und Abgaskontrolle machen ständig Probleme. Die Schiebetürführung ist eine Fehlkonstruktion und für Staub und Gelände nicht geeignet. Ständigen Ärger habe ich mit den Airbags, die Kabelführung ist scheinbar extrem fehleranfällig
Seit meiner Jugend (Buch gelesen von Kairo bis Kapstadt) träume ich von der Afrkika-durchquerung. Ich reise seit 1981 ins südliche Afrika und habe auch einige Erfahrung im Sand von Nordafrika.Im südlichen Afrika bin ich in den letzten 10 Jahren gut 50.000 km unterwegs gewesen. Und ich kenne meinen T5. Daher bin ich sicher, dass ich eine solche Tour mit einem T 5 nicht versuchen würde. Das Geld für einen Umbau würde ich an deiner Stelle in ein geeignetes Fahrzeug investieren. Machen kann man natürlich viel, aber empfehlen kann ich es für den T5 wahrlich nicht.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)