mit einem T5 von Deutschland nach Namibia

29 Antworten · 8'565 Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2015 von Radiohead
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201524. Jan. 2015 · #1
Liebe Forumgemeinde,

ich spiele mit dem Gedanken, mit einem VW Bus in den nächsten Jahren von DE nach Namibia zu fahren. Es wäre schön, wenn aus diesem Artikel nicht eine Diskussion über Für und Wider einer Reise über den Landweg nach Namibia entsteht, sondern eine konstruktive Veranstaltung wie ein solches Unterfangen in die Wirklichkeit umgesetzt werden kann.
Klar ist die Grundfrage Ost oder West - aber diese Frage kann man sich kurz vor Abfahrt stellen...
Mir geht es hier darum, ob es möglich ist, einen aktuellen VW-Bus (4-motion) BJ 2012-15 mit den entsprechenden Umbauten und finanziellen Aufwendungen in ein Mobil für einen Trip von DE nach NA um zu bauen. Kurzum: Man baut sich jetzt einen Bus auf, welcher in 1-2 Jahren so fit ist, dass er für die Unternehmung zu gebrauchen ist.
Willkommen sind alle Beiträge von Personen welche vergleichbare Expeditionen unternommen haben, oder von Leuten welche konstruktive Vorschläge beizusteuern haben.
Ich weiß eine Veranstaltung ist wahrscheinlich nur in der Gruppe möglich - also Gleichgesinnte, her mit euren Vorschlägen, wie eine solche Unternehmung in die Wirklichkeit umgesetzt werden kann.

Alsdann....
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
129 Beiträge · seit 201324. Jan. 2015 · #2
Hallo Radiohead,

Willkommen im Forum!

Ich war schon einige Male in Afrika unterwegs, immer mit selbst ausgerüsteten Fahrzeugen und kenne mich zufällig auch bei VW Bussen einigermaßen aus. Haben selbst einen T4 zuhause, vor kurzem noch T5.

Du sprichst ja davon einen VW Bus T5 mit jeder Menge Elektronik und Sensoren als "Reisemobil" zu wählen. Dabei gelten gerade die T5 als nicht immer zuverlässig und ein paar Modelle sind es auch wirklich nicht. In einigen Werkstätten wirst du auf deiner Reise durch Afrika sicherlich große Probleme bei der Reparatur bekommen, die Ersatzteilversorgung für die deutschen Motoren ist wieder ein ganz anderes Thema. Das wichtigste "Werkzeug" wäre dann wohl ein Laptop inkl. Diagnose zum auslesen der Kiste... Kurz gesagt, mit einem T5 würde ICH so etwas nie machen.

Interessant wäre inwiefern du fit in KFZ-Technik bist? Wie stellst du dir den Umbau deines T5 denn vor? Seikel-Umbau?

Grüße

Alex
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
2'610 Beiträge · seit 200724. Jan. 2015 · #3
Hallo Radiohead,

willkommen im Forum.

Vor ein paar Jahren haben wir ein junges Paar aus Belgien getroffen, die waren mit einem alten Sanitätsfahrzeug der Bundeswehr von Belgien nach Kapstadt und zurück unterwegs. Das Fahrzeug hatten sie nach ihren Bedürfnissen umgebaut. Ich weiß noch, dass ihr Fahrzeug keinen Allrad besaß; ich hätte nie und nimmer gedacht, dass man damit durch den Kongo kommen würde.

Auch eine Deutsche Familie mit Kindern haben mit einen IVECO die Tour aus Deutschland gewagt. (www.five-in-a-box), ich denke wenn man genügend Zeit hat, dann ist alles möglich. Man muss sich nur trauen.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Planung und Umsetzung.
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
4'129 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #4
Hallo, Radiohead,

Mit einem T5? Transafrika?
Keine gute Idee. Ungeeignetes Fahrzeug.
Mit einem T2 ging sowas noch.
Wie willst du den T5 umbauen? Willst du die Elektronik ausbauen oder einen Syncro draus machen?
(Und von was für einer Veranstaltung redest du eigentlich?)

Kauf dir einen günstigen gebrauchten Landrover/Landcruiser. Ohne Schnick-Schnack, aber mit allem, was eine Durchquerung verlangt. Vergiss nicht den Zyklonfilter und den Kathadynfilter.
Nimm dir den Däär als Vorbild, das war früher unsere “Reise-Vorlage” und der ist sehr brauchbar! Lerne Schrauben und Gelände fahren, Medizinisches und Spartanisches. Sprich Französich und Englisch (auch für Werkstätten und Krankenstationen geeignetes…) und lies viele Berichte von Afrika-Durchquerern.
- und immer schön die Nase im Wind halten und klaren Verstand bewahren!
Schaue ins Wüstenschiff und andere einschlägige Foren. Wir hier sind mehr aufs südliche Afrika konzentriert.

Viel Spaß bei der Vorbereitung wünschen zwei Durchquerer
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
408 Beiträge · seit 201424. Jan. 2015 · #5
Hallo,

nachdem ich lange mit einem T4 2,5Tdi unterwegs war, kann ich sagen, dieses Fahrzeug ist für Afrika total ungeeignet. Zu viele Elektronik. Ich hatte schon mit dem t4 Probleme in Mexiko, wo ja ein VW-Werk ist, in einer Werkstatt eine fachgerechte Inspektion zu bekommen, in den USA hatte ich Probleme, Reifen in der richtigen Größe mit der erforderlichen Traglast zu bekommen, erst an der Ostküste war das möglich, einmal ist mir (Gottseidank in Deutschland) der Chip der Wegfahrsperre (14 oder 15 Euro) kaputt gegangen und ich mußte abgeschleppt werden. Wenn das in einem wenig befahrerenen Abschnitt passiert, ist das Auto zum Wegwerfen, weil das keiner reparieren kann.
Wir haben hier in Tansania seit 2 (!) Jahren einen Mitsubishi Pajero 3,5 l stehen, der irreparabel ist, weil das Steuergerät defekt ist und alle Versuche, ein neues einzubauen, scheitern.
Altes Sprichwort unter Globetrottern: Was an einem Auto nicht dran ist, kann auch nich kaputt gehen. Bitte jetzt nicht mit der Frage kommen und was ist mit den Rädern. Hahaha.
Es muß nicht immer Allrad sein, ich bin durch den Süden Afrikas mit einem alten Subaru gefahren, den ich für 1000 Euro im Scharzwald gekauft habe (1,8L), keine Probleme, Allrad zuschaltbar, wenn er hin ist, ist er hin. Dachzelt drauf und los geht es. Meine Empfehlung.

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
78 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #6
Hi,
fahre hier in NAM seid 16.000Km einen T5.2 Transporter BiTDi 4Mo. Für namibische, gut ausgebaute Strassen, auf denen sehr schnell gefahren werden kann, ist es ein sehr sicheres Auto.
Kann mich meinen Vor"rednern" nur bedingt anschließen, die davon ausgehen, daß Elektronik grundsätzlich kaputt geht. Haben parallel noch einen Defender, der hat auch ABS, Motorsteuergerät, Traktionskontrolle, el. Fensterheber, ZV und Wegfahrsperre und da geht auch nix kaputt. Um heutzutage an Autos ohne Elektrik zu kommen, wirst Du wohl ein Museum überfallen müssen.
Off-Road ist der VW ja wohl ein Witz! Die reine Traktion ist mit entsprechender Bereifung (für die es dann überall Ersatz gibt?) in Ordnung, aber über Bodenfreiheit, Achsverschränkung oder Rampenwinkel brauchen wir ja wohl nicht zu reden....
Mein T5 benötigt übrigens schwefelarmen Diesel (50ppm). Was mich hier in Namibia auch schon mal zum Weiterfahren genötigt hat, wenn die Tankstelle gerade in diesem Augenblick keinen hat.
Habe aber in den Nachrichten gesehen, daß die freundlichen, jungen Männer von Boko Haram und IS schicke, neue Geländewagen fahren - die könnten ja vielleicht mit 'nem Kanister schwefelarmen aushelfen 😄


Gruß, Jens
Autofahren wird da interessant, wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht...
7'296 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #7
namiblandy schrieb:Hi,
fahre hier in NAM seid 16.000Km einen T5.2 Transporter BiTDi 4Mo. Für namibische, gut ausgebaute Strassen, auf denen sehr schnell gefahren werden kann, ist es ein sehr sicheres Auto.
Kann mich meinen Vor"rednern" nur bedingt anschließen, die davon ausgehen, daß Elektronik grundsätzlich kaputt geht.
... Elektronik geht ja nicht grundsätzlich und zwangsläufig kaputt.
Die Frage ist eher, ob man es selbst oder irgendjemand reparieren kann, FALLS es mal kaputt ist oder ob man notfalls weiterfahren kann, obwohl es kaputt ist.

Früher habe ich eine Zylinderkopfdichtung am Auto ausgetauscht mit einfachem Werkzeug. Alles, was danach eingestellt werden musste, habe ich nach Augenmaß, Gefühl und Gehör gemacht und die Kiste lief jahrelang wieder. Bei einem modernen Auto ist so viel Elektronik verbaut, dass ich das niemals mehr so machen würde. Da hat man direkt nach dem Anlassen womöglich schon 'nen Motorschaden.

In Namibia und Südafrika bekommst Du solche Autos bestimmt repariert, aber auf dem Weg dorthin im Sudan, Kongo oder Kamerun?
In Nigeria hat man vor ein paar Jahren noch eine bestimmte einheimische Biersorte als Bremsflüssigkeit verwendet. Was soll man da erwarten, wenn man mit einem Fahrzeug ankommt, dessen Steuergerät einen Defekt meldet und nicht mehr starten will?
Muss ja nicht passieren, kann aber.

Ich würde auch lieber mit einem älteren Land Rover oder Landcruiser starten, mit einem Lada Niva oder VW Bus T3, mit einem VW Käfer, einem alten Mercedes /8, einem japanischen Kleinbus (der in Afrika überall als Minibus verwendet wird) oder mit dem Auto, was ich sowieso gerade habe, aber ich würde mir nicht extra einen T5 kaufen, um damit durch Afrika zu fahren.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
62 Beiträge · seit 200724. Jan. 2015 · #8
hallo,
wenn es ein VW-Bus sein soll ,dann am ehesten ein T3 syncro. Die gibts vereinzelt noch zu kaufen.
Da entfällt z.B. das Elektronik-Risiko, und ein entscheidender Vorteil ist das im Vergleich zu T4 und insbesondere T5 viel geringere Gesamtgewicht.
Im südlichen Afrika waren die T3 ja lange noch als Service-Taxis unterwegs (in SA gebaut).
Ich finde dass es für solch ein Projekt besser geeignete Fahrzeuge gibt.
Gruß Gio,
der seit 38 Jahren VW-Bus fährt, und keinen T5 haben will 😉
Themenstarter3 Beiträge · seit 201524. Jan. 2015 · #9
Hallo,

danke für die ersten Beiträge. Über die Zuverlässigkeit der Elektrik mache ich mir am wenigsten Gedanken. Die Teile welche ein für ein redundantes System nötig sind, sind überschaubar und sollten natürlich mit im Gepäck sein. Das Wissen diese richtig einzusetzen habe ich teilweise und weiteres Wissen kann man sich aneignen.

Aber genau darum geht es mir hier. Was für Vorraussetzungen müsste ein aktueller T5 erfüllen dass er für solche eine Reise zu verwenden ist. Die Fahrt in Namiba sehe ich wohl als den leichtersten Teil der Reise, wie jedoch muss das Fahrzeug umgebaut werden, dass es die Strecken bis dorthin übersteht bzw. überhaupt in der Lage ist Strecke zu bewältigen. Das Hauptaugenmerk sollte nicht darauf liegen dass einem geholfen werden kann, sondern sich selbst helfen zu können.

- Fahrwerk (reicht so ein Umbau z.B. http://www.seikel.de/de/produkte/seikel-vw-t5-extreme-ab-mj-2011/)
- Motorumbauten (Filter, schlechter Sprit, Sensoren und Steuergerätmodifikationen)
- Tankgröße
- Getriebe
- usw.

Wer hat also schon mal eine solche Reise unternommen und kann sagen welche Anforderungen wirklich an das Fahrzeug gestellt werden müssen.

Grüße.
4'129 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #10
es war nicht nur eine Reise durch Afrika...


und nicht einen Cent würden wir für so ein Auto ausgeben, so toll es auch sein mag

denn es hat den Wert einer kleinen Eigentumswohnung
und im Falle des Falles würde man ggf. darum kämpfen...

genau das aber ist ein "NO DO"
- grundsätzlich hat man nur soviel dabei, wie man im Notfall auch hergeben würde...


wir würden von dem Geld lieber viele viele Jahre reisen

alles andere ist schon gesagt. Oder es steht sehr ausführlich in den vielen Cross-Afrika-Berichten beschrieben

und die "wirklichen Anforderungen" an ein Fahrzeug richten sich immer nach der Strecke, die man fahren will, die aber willst du erst spät festlegen... - also bleibt dir zwangsläufig nur die Annahme des Extremsten...

Gruß lilytrotter



PS:
du schreibst
"Über die Zuverlässigkeit der Elektrik mache ich mir am wenigsten Gedanken. "

... es ging nicht um die Zuverlässigkeit der Elektrik - ohne die sind wir noch mit keinem Auto unterwegs gewesen - sondern es ging um die Elektronik
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
7'296 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #11
Radiohead schrieb:Das Hauptaugenmerk sollte nicht darauf liegen dass einem geholfen werden kann, sondern sich selbst helfen zu können.
... sobald es ein Steuergerät gibt, dass die Funktion des Fahrzeugs beeinflussen kann, muss man notfalls die Funktion des Steuergerätes beeinflussen können. Was dafür alles nötig ist, weiß ich nicht.
Ich habe jedenfalls ein Problem mit dem Steuergerät in einem deutschen Fahrzeug (zufällig auch ein VW), an dem bisher drei Werkstätten in Deutschland gescheitert sind. In meinem Fall ist es zum Glück keine so wirklich wichtige Funktion.

Wenn Du herausbekommen hast, wie man sich da selbst helfen kann, bin ich an Infos interessiert.

Gruß
Wolfgang
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408 Beiträge · seit 201424. Jan. 2015 · #12
Also Gratulation, dass Du den Chip für die Wegfahrsperre mitnimmst. Mir IST sie kaputt gegegangen. Ich hatte mir die Höherlegung von Seikel gegönnt, feine Sache, aber ich war ja nur in Nord- und Zentralamerika mit dem T4 unterwegs, in Indien und Sri Lanka mit einem alten Toyota HiAce und in Australien mit einem 310D Allrad (Iglhaut). Und hier in Afrika fahre ich jetzt nur noch Japaner, weil ich da die Ersatzteile bekomme (Subaru will ich nicht wieder erwähnen, weil ich da nicht normal bin, hatte in den Jahren schon 7 Stück davon). Vom Preis her bekommst Du für das Geld, was Dich der T5 kostet, einen HZJ78, den fährst Du 5mal nach Namibia und zurück. Du bekommst für den T5 keine Teile, hier in TZ kommen die VW aus Südafrika und sind nicht alle mit den deutschen kompatibel. Und ehrlich, auf hundert Schlitzis kommt ein VW vorbei. Soviel ich weiß, wird der T% jetzt auch in SA gebaut, aber Du kannst sicher sein, der ist so modifiziert, speziell was die Elektronik betrifft, dass das nicht vergleichbar ist.. Unterschätzt das Elektronikproblem nicht, nach 1000 km Rüttelpiste kann das total anders aussehen als nach 100,000 km Autobahn. Dieser Allrad T5 hat nicht mehr die gute alte Syncrovariante, sondern wie ich gelesen habe, einen elektronischen Allradantrieb. Aber wenn Du es machen willst, lass Dich nicht beirren, alle raten ab, das ist für den Individualisten ein Zeichen, es zu versuchen.

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
406 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #13
hallo radioead

Lies den bericht von Manfred. Der ist mit einen Toyota Bus ohne Allrad runt um Afrika gefahren.
afrikatrip.wordpress.com/
Oder unsere Web Site.
reise-igl.at
Gruß
Karl
78 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #14
@ lilytrotter:
und im Falle des Falles würde man ggf. darum kämpfen...

genau das aber ist ein "NO DO"
- grundsätzlich hat man nur soviel dabei, wie man im Notfall auch hergeben würde...
... spannender Gedanke! Und wenn man dann irgendwo im nirgendwo alles abgegeben hat, wie geht es dann weiter???

Gruß, Jens
Autofahren wird da interessant, wo es zu Fuß nicht mehr weiter geht...
7'296 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #15
bongolander schrieb:Aber wenn Du es machen willst, lass Dich nicht beirren, alle raten ab, das ist für den Individualisten ein Zeichen, es zu versuchen.
... klasse Satz.
Wenn ich auf alle gehört hätte, die abgeraten hatten, wäre ich nie mit dem Rad in Namibia unterwegs gewesen. Und in der Folge nie im restlichen Afrika.

Die ein oder anderen Tipps hatte ich aber beherzigt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'129 Beiträge · seit 200824. Jan. 2015 · #16
Namiblandy fragte
"... wie geht es dann weiter???
"


lebend









wir kennen einige Situationen aus erster und zweiter Hand, die zu unserer Einstellung geführt haben
- aber das soll hier alles nicht Thema sein, wie Radiohead eingangs bat. Es kommt ja auch immer darauf an, wo man fährt. Afrika ist groß.

und ich weiß auch, dass andere das ganz anders sehen, sie haben eben nicht dieselben Erfahrungen gemacht. Auch gut.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
406 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #17
Hallo Wolfgang, hallo Bangolander
Kann euch nur zustimmen.
Auch uns wurde wegen unseren Fahrzeug zu einer Afrika Reise abgeraten ( zu langer Radstand, zu geringe Bodenfreiheit, zu hoch usw.)
Gott sei dank haben wir uns nicht beirren lassen und sind losgefahren und haben es rund um Afrika ohne grössere Probleme geschafft.
Mit dem Seikel Aufbau sollte es kein Problem sein.
LG
Karl
10 Beiträge · seit 201424. Jan. 2015 · #18
Hallo Leute,

interessante Diskussion hier!
Wie bereits erwähnt hängt so ein Vorhaben ja von mehreren Punkten ab.
Will oder muß ich mir extra ein Fahrzeug für so eine Reise kaufen?
Soll es der einfachste Weg sein, oder müssen extreme Geländeeinsätze mit eingeplant sein?
Das entsprechende Zeit vorhanden ist wäre erst einmal vorauszusetzen.

Mittelfristig habe ich nämlich eine ähnliche Tour vor. Das ist auch der Grund weshalb meine Frau und ich ab nächster Woche erst einmal eine dreiwöchige Selbstfahrertour durch Namibia unternehmen und etwas von dem südlichen Afrika sehen wollen.

Als Überführungsfahrt habe ich dann in einigen wenigen Jahren vor über die Türkei , Iran, Rtg. Oman, und dann ins östliche Afrika überzusetzen. Von dort aus möchte ich dann das südliche Afrika in mehreren Etappen erkunden.
Geplant ist die Fahrt mit meinem jetzt vorhandenen teilintegrierten Wohnmobil auf Sprinter - ohne Allrad- durchzuführen.
Auf sämtlichen Reiseberichten, die ich bisher zu diesem Thema gelesen habe, hat es mit dem Sprinter, auch mit den Werkstätten, eigentlich keine Probleme gegeben.
Das ist auch der Grund weshalb ich mir vor zwei Jahren das Womo auf Sprinter -vermeindliche weltweite Teileversorgung- gekauft habe.

Alternativ wäre eine Verschiffung des Womo, z.B. mit Seabridge nach Kenia, Südafrika bzw. Namibia möglich. Diese bieten z.B. auch geführte Touren mit normalen Womos bis in den Oman an. Womit ich sagen möchte, dass eine derartige Fahrt auch mit normalen Fzg. möglich ist.

Ganz unbedarft sind meine Frau und ich in der Sache nicht, denn wir sind in den 80er Jahren bereits mit einem T2 durch die Sahara bis Togo gefahren. 1998 waren wir für ein halbes Jahr mit unserem Hymer Camp 56 in Nordamerika einschließlich Mexiko und Baja California.

Und wenn auch der Schrauber vor Ort dann keine Ahnung von der Elektronik hat, so ist er doch u. Ust. in der Lage sich diese Ahnung zu verschaffen, und wenn das eben heutzutage per Mail oder übers Internet passiert. Ohne diese mobilen Helferlein fährt doch sowieso niemand mehr los, oder ?

Ich habe es jedenfalls schon erlebt, wie in Istanbul auf dem Campingplatz die CDI/Blackbox 1987 !, mit Teilen aus dem Basar aufgelötet und repariert wurde.

Also wird schon klappen, denn sonst, besonders wenn ich jeweils auf die Negativstimmen gehört hätte, wäre ich meistens wohl erst gar nicht losgefahren.

Gruß
Thomas
7'296 Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #19
Rowie schrieb:Und wenn auch der Schrauber vor Ort dann keine Ahnung von der Elektronik hat, so ist er doch u. Ust. in der Lage sich diese Ahnung zu verschaffen, und wenn das eben heutzutage per Mail oder übers Internet passiert. Ohne diese mobilen Helferlein fährt doch sowieso niemand mehr los, oder ?
... ich schon. Ist spannender ... 😉
Und wenn die Fachwerkstatt in Deutschland schon keine Lösung für Elektronikprobleme findet, erwarte ich in Timbuktu auch keine.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
10 Beiträge · seit 201424. Jan. 2015 · #20
Und wenn die Fachwerkstatt in Deutschland schon keine Lösung für Elektronikprobleme findet, erwarte ich in Timbuktu auch keine.


Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Bei uns wird in den Werkstätten getauscht, woanders tatsächlich noch repariert. Umsatz und Werkstattauslastung bestimmen bei uns das Handeln in den meisten Werkstätten. Stehts du in der Türkei, Marokko oder Mexiko mit einem Defekt in der Werkstatt, hatte ich bisher oft den Eindruck es ginge dem Schrauber tatsächlich um seine persönliche Ehre den Defekt zu finden bzw. zu beheben,..

Diese Einstellung findest du bei einiegen von unseren älteren Schraubern in Deutschland auch noch, aber die sterben langsam aus, bzw. haben bei den Werksvorgaben keine vorgegebenen Zeiteinheiten mehr um vernünftig suchen zu können.

Und schon ist es passiert: am Thema vorbei, Entschuldigung!

Gruß
Thomas