29.09.2014 BiyamitiIhr kennt das Gefühl ! Man fliegt in Urlaub, ist im Nationalpark und stellt sich mal ganz locker morgens um 05:00 Uhr den Wecker. Ganz freiwillig und ohne dass man unter Zwang steht, oder irgendjemand einen mit einer Schusswaffe bedroht.....
Ok, ohne eine Thermoskanne Kaffee bekommen wir das nicht hin. Dank des guten alten Reisekaffeefilters ist die aber schnell fertig und so starten wir mit etwas Proviant voller Vorfreude in unseren ersten ganzen Gamedrivetag im Krüger.
Und ich nehme es vorweg, Heute ist Katzentag ! Wir haben uns eine Runde herausgesucht, die uns zum oft empfohlenen Gardenia Hide führt. Und so geht es nach links aus dem Camp heraus auf Pad. Die Rhinos scheinen sich hier in der Gegend wohl zu fühlen.
Ein haltendes Auto hat vor 5 Minuten einen Wildhund gesehen, der aber nicht mehr auftaucht.
Das schöne an einem längeren Aufenthalt in einem Park ist, dass man komplett ohne Zeitdruck unterwegs sein kann und auch die kleinen Sachen geniesst. Zum Beispiel die wunderschönen Impalas.
Oder diesen Grey Hornbill.
Dann erreichen wir den Gardenia Hide, den wir glücklicherweise für uns alleine haben.
Hier geniessen wir die Ruhe und einen Becher Kaffee. Der Hide liegt an einem kleinen Tümpel, wo ein Grey Heron auf Pirsch ist. Einige Francolins laufen noch herum und betteln nach Keksen.
Dann läuft völlig lautlos dieser Elefant an uns vorbei.
Nach ca. einer Stunde fahren wir weiter. An einer Kreuzung rangiert ein Auto herum. Wir fragen ihn, nach was er schaut. „There's a leopard in the tree!“ . Boaaa ! Ohne Ranger haben wir noch niemals einen Leopard gesehen. Der Leo liegt sehr ungünstig im Baum. Wir rangieren hin und her. Büsche, hohes Gras, echt schwierig. Deswegen war es mit fotografieren sehr schwierig.
Der Leo schaut immer mal hoch und räkelt sich herum. Sicher musste er auch früh aufstehen und ist jetzt ähnlich müde, wie wir.
Mit der Zeit bekommen wir immer neue Fans. Anfangs standen wir noch alleine da, als aber letztendlich so um die 15 Autos um uns herumstehen, verlassen wir den Platz.
Die Runde führt uns wieder zum Afsaal Picnic Spot, wo wir einen leckeren Cappu trinken. Wieder sind die Südafrikaner wild am Bruzzeln.
Unterwegs sichten wir allerlei übliche Verdächtige, zu denen wir inzwischen auch die Rhinos zählen.
Nach einem erneuten Stopp am Biyamiti Weir geht es gegen 12:00 zum Camp.
Doch ca. 2 KM davor fahren wir direkt in eine Büffel-Strassensperre. Wir stehen ca. eine halbe Stunde mitten in der Herde. Überall rund um uns herum sind die massigen Tiere am Grunzen.
Direkt neben uns im Baum turnen einige Affen herum.
Um 12:45 machen wir uns im Camp einen kleinen Lunch und legen uns aufs Ohr.
Nach dem ausgiebigen Morgendrive geht es Abends nur noch auf eine kleine Runde.
Firefinch im Camp.
Nach ca einem KM sichten wir eine Löwenmama mit drei Jungen unten im Flussbett. Wieder müssen wir aus einiger Entfernung mitten durchs Gebüsch fotografieren. Ein toller Anblick.
5 KM weiter auf der Brücke über den Biyamiti bietet sich uns dann dieser Anblick :
Der verpennte Pascha steht gerade auf, wälzt sich herum.
Dann plumpst er etwas unmajestätisch die Böschung herunter, um seinen Kumpel herzlich zu begrüßen.
Wir finden es immer wieder faszinierend, wie sozial diese gefährlichen Raubtiere miteinander umgehen.
Auf der Rückfahrt verrinnt die Zeit wie im Flug.
Die ersten Löwen liegen immer noch da, jetzt haben sie noch Besuch bekommen.
Dieses Motiv ohne Büsche, mit besserem Licht und etwas näher. Da hätte die Kamera geglüht.
Sehr, sehr zufrieden kehren wir zurück und geniessen das abendliche Braii.