Zusammenfassung: Sehr anstrengend aber einfach klasse. Die Menschen freundlich, die Landschaft herrlich und die Tierwelt überwältigend. Probleme: so gut wie keine (die sich nicht lösen ließen). Ausbeute 190 GB Fotos und viele viele Eindrücke.
Werde heute Abend beginnen die Fotos zu sichten. Fotobericht wird aber seine Zeit brauchen.
VLG Stephan
Vorschau:
tiggi1'557 Beiträge · seit 201116. Sept. 2014 · #2
Hallo Dr. We, schön, dass ihr gesund aus eurem Familienurlaub zurückgekehrt seit! 🙂 Da bin ich ganz gespannt auf die Fotos und Berichte, denn wir waren auch in den Gegenden in Simbabwe unterwegs. Es ist immer wieder interessant, wie und was andere Reisende dort empfunden oder erlebt haben. Ich freue mich auf euren Bericht!
Jetzt haben wir uns auf der in weiten Teilen ähnlichen Reise nicht getroffen . Ich bin jetzt nach unseren Erlebnissen , sehr neugierig auf euern Bericht .
Lg Lisa
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #4
Da ich derzeit sehr eingespannt bin geht die Bilderauswertung samt Erstellung des Reiseberichts nur langsam voran.
Der Umtauschkurs war günstig und Mugabe lebt noch, was Viele davon abhält nach Zimbabwe zu reisen. OK
Die Reisvorbereitungen waren eigentlich das größte Problem:
Meine Gattin weigerte sich wieder alleine, d.h. nur mit einem Auto zu fahren. Der Hoanib-Trip hinterließ also doch gewisse Spuren… Ein zweites, passendes Team zu finden ist nicht so einfach. Doch Schwager samt Schwägerin mit Sohn und Freundin waren recht schnell überzeugt. Obgleich eher „Luxus“ gewöhnt waren sie nach dem Namibia Video (Bilder davon siehe Zwillingsbeitrag) bereit auch eine Selbstfahrertour samt Dachzeltcamping zu wagen.
Die Buchungen waren das zweite Problem. Nicht die 4x4, auch nicht die privaten Campsites, schwierig und zeitraubend war die ZIM-Parks Buchungen und insbesondere die Bezahlung. Aber mit Hartnäckigkeit und Ausdauer klappte auch dies. Danke an die ZIM-Parks-Mitarbeiter in Harare.
Knack- und Schaltpunkt der Reise war die Kariba-Fähre. Von Kariba nach Milbizi war nur ein Reisezeitpunkt für uns geeignet. Das hieß die Reiseroute und alle Buchungen darauf abzustimmen. Eine Verzögerung (Panne oder Unfalls) hätte fatale Mehrkilometer bedeutet. Aber auch dies klappte, und die Fähre ging pünktlich zur Sekunde.
Der Rest, wie Flüge, Versicherungen, Devisen, Kreditkarten usw. halt das Übliche, unproblematisch.
Noch eine kleine Anmerkung. Reisen mit Kindern, der Eine mag`s, der Andere nicht. Ich mag`s. Die daraus erfahrungsgemäß resultierende „leichte“ Unordnung gedachte ich mit folgendem Trick zu begegnen: Jeder Teilnehmer sollte diesmal „SEINE“ Packtasche eigenverantwortlich mitnehmen und betreuen. Die Idee war m.E. gut der Vollzug nicht.
Auch der Aufruf, nur das Nötigste mitzunehmen wurde von Gattin und Kindern irgendwie mit dem Rückhinweis überhört, „ich“ solle nicht soviel Kamerazeugs mitnehmen, damit noch Souveniers Platz hätten?!
Nach einem unproblematischen Flug mit SAA von München nach Johannesburg
wurden bei Bushlore die zwei 4x4 Tojota Hilux übernommen. Nicht nur des günstigen Preises wegen haben wir uns für den Hilux entschieden, sondern insbesondere wegen des Verbrauches. Der weit überwiegende Teil der Reise ging über Teerstraße. Wir kamen so gut wie nie über 10 Ltr/100 km. Selbst nach den Tiefsandstrecken von Kasane nach Maun hatten wir noch beruhigend viel Diesel in den 160 Ltr. Tanks. Bushlore zeigte sich außerordentlich hilfsbereit. Kein Wunsch bei der Ausstattung blieb unerfüllt. Sämtliche Grenzübertrittspapiere waren vollständig vorhanden, Kopien unproblematisch gefertigt. Ganz besonderes erfreulich war, dass und bei der Fahrzeugübernahme noch das eine oder andere Zusatzequipment völlig unaufgefordert zur Verfügung gestellt wurde. Meinen Potje hätte ich z.B. ich nicht mitschleifen müssen.
Die Fahrzeugübergabe ging schnell, da ich (wegen der Jagd) jahrelang einen 4x4 in Deutschland fahren musste. Ab nach Pretoria und sogleich mit den dort getroffenen Freundinnen verratscht.
Der Zeitverlust war auch beim anschließenden Einkauf der Grundvorräte nicht aufzuholen. So geriet die Fahrt nach Martins Drift zu einem kleinen Rennen gegen die Zeit, weil, was wir nicht wussten, die direkte Strecke mit Baustellen übersäht war. Der Stress der Fahrt wurde dann bei einigen Drinks auf der Veranda unsere Chalets in der Kwa Nokeng Lodge
schnell wieder abgebaut.
Die Lodge hatten wir vorgebucht, da nach Flug und Fahrt ein wenig Komfort angesagt war. Noch ein paar Bilder:
Am nächsten Morgen war leider die Gruppendisziplin noch nicht ganz hergestellt. Meine mahnenden Worte, recht früh los zu kommen wurden nicht ganz ernst genommen. Aber das Einstellen auf den neuen Tag/Nacht Rhythmus gelang Tag für Tag besser.
Die vielen Schlaglöcher im ersten Teil der Strecke nach Francistown wollen beachtet werden. Diese und das starke LKW-Aufkommen ließen schnelles Vorankommen nicht zu. Die Fahrt nach Francistown zog sich ganz schön.
In Francistown ging`s noch mal zum Shoppen und Tanken, dann gleich weiter zur Grenze nach Zimbabwe.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #5
Zunächst noch die Reiseroute anhand der GPS Aufzeichnung insgesamt:
Irgendwie hatten wir ein wenig auf der Fahrt dorthin (aber nur dort) Pech.
Und an der Grenze e
eine lange Schlange von Wartenden vor uns.
Insgesamt brauchten wir satte 3 Stunden zum Grenzübertritt. Gott sei Dank trafen wir an der Grenze einen hilfsbereiten Engel, der uns bis zu einer Ausweich-Lodge führte , da wir aufgrund der vorgerückten Stunde meinten nicht mehr in den Matobo Park zu kommen....
Matobo:
Kommt nächstens...
Biologe1'162 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #6
Hallo Dr. We,
bei einem Reisebericht gibt es irgendwo einen Haken, den man anklicken kann. Dann kann man den Bericht ohne die Kommentare der Leser in einem Rutsch lesen. Das wäre hilfreich.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #7
OK
Danke
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #8
Das erste Highlight der Reise, der Matobo Nationalpark.
Wenn man diese Landschaft sieht ist klar, warum Cecil Rhodes hier begraben werden wollte. Die Felsformationen
sind beeindruckend. Die Tierwelt ist dagegen für uns jedenfalls weitgehend unsichtbar geblieben. Nur ein Black Eagle bot sich immer wieder als Foto-Test-Objekt für das neue Tamron 150 – 600 an. Und Affen!
Diese Strolche kletterten sogar einmal durch ein Küchenfensterchen um zu stibitzen. Erstmals bewährten sich die Steinschleudern.
Zunächst bezogen wir die vorgebuchten Lodges. Dabei zeigte sich, dass
Imbila
und
Black Eagle
sehr weit auseinander liegen. Die Kinder wollten aber keine Trennung der Reisegruppe. So gaben wir schweren Herzens Imbila im Tausch für ein kleines Häuschen neben Black Eagle auf.
Alleine schon die Lage dieser Häuser ist faszinierend. Der Ausblick traumhaft.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #9
Nur damit es nicht langweilig wird.
In der Vorschau ein Foto von Mana Pools:
Champagner8'672 Beiträge · seit 201002. Okt. 2014 · #10
Guten Morgen Stephan,
ich freue mich sehr über und auf einen weiteren Reisebericht von und mit dir und deiner Familie!
Meine mahnenden Worte, recht früh los zu kommen wurden nicht ganz ernst genommen.
An solchen Stellen höre ich dann immer (und das lässt im Alter der Kinder nicht nach 😕 .....) ein mahnendes " Eijj Mama, chill mal ! "
Kann es sein, dass ich dich schon mal bei deinen Reisevorbreitungen gefragt habe, ob sich unsere Routen überschnitten haben??? Sind wir uns irgendwo über den Weg gefahren?? Und warst du gar einer der von Spencer geliebten Selfdrivers, die irgendwo blöd im Weg rumstanden 😎 ???
Spaß beiseite - ich bin gespannt darauf, wie es weitergeht!
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #11
Eijj Mama, chill mal !
Es geht noch schlimmer:
Eijj "Alter" !?!??? %&/?? , chill mal !
Habe das mit Spencer grinsend gelesen. Wenn ich ihn treffe helfe ich ihm gerne über die Straße.. äh den Fluss....
Viele Grüsse Stephan
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201202. Okt. 2014 · #12
Die Häuser selbst sind zwar älter und nicht unerheblich abgewohnt, aber absolut sauber und Bad wie Küche vollständig funktionstüchtig. Die Schlafzimmer waren einwandfrei, die Betten frisch bezogen und picobello.
Einziger Wermutstropfen, es gab keinen Strom. Aber was macht das? Wir hatten ca. 10 Lampen dabei. Angefangen von den berühmten Hirabira (für nicht Bayern: Stirnlampe) über Taschenlampen und –lämpchen bis hin zum Unterwasser-Flak-Scheinwerfer aus der Tauchausrüstung. Damit konnten unsere Unterkünfte mehr als ausreichend beleuchtet werden.
Apropos, jetzt lächelte keiner der Mitreisenden mehr über meinen Spleen stets eine Petroleumlampe mittlerer Größe mit zu nehmen. Diese Lampe leuchtet zuverlässig und sparsam die ganze Nacht hindurch. Gerade für Kinder beruhigend.
Die nächtliche Kälte bekämpften wir durch ein romantisches Feuer im offenen Kamin der Lodge. Zum Abendessen gab`s Chakalaka mit Huhn, bei Kerzenlicht und „Lagerfeuer“ Dazu Wein und Malariaprophylaxe = Gin. Ab 3 Liter soll´s helfen, erzählte mir mal ein Wirt in Rundu. Zwischenzusammenfassung: Sowohl Imbila als auch Black Eagle sind jeden Cent wert.
Die nächsten Tage nützen wird für einige scenic-drives. Natürlich zunächst zum Grab von Cecil Rhodes auf dem Felsplateau „Worldsview“
Leider war es bewölkt. So richtig gutes Aufnahmelicht fehlte.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201203. Okt. 2014 · #13
Wesentlich interessanter als Gräber finde ich Höhlenzeichnungen. Dafür ist Matobo berühmt.
Hier ein paar Bilder:
Solche Höhlenbilder sind äußerst interessant. Einfach mal ein Experiment machen!
Aufgabe: Stelle dir vor du lebst vor 5.000 Jahren. Zeichne mit wenigen Strichen Mann und Frau so, dass in gedachten 5.000 Jahren ein Betrachter Mann und Frau erkennt. OK nicht mit den bekannten Piktogrammen, die kannte vor 5.000 Jahren noch niemand. Gut, diese Aufgabe ist noch lösbar.
Aber, zeichne nun Mann und/oder Frau die denken!
So ein Ideogramm ist nicht leicht.
Entscheidend ist für das Verständnis der Höhlenbilder der Deutungsschlüssel. Gefunden habe ich ihn nicht, aber die Bilder waren dennoch klasse!
Hammerhart war die Fahrt zu der Nswatugi Cave. Regen hatte den Weg fast unpassierbar gemacht. Tiefe Wasserrinnen mitten in der Fahrbahn. Ich glaube zum ersten Mal überhaupt musste ich aussteigen und Felsplatten unter die Räder schieben, damit der Ölwanne ein "Bummmms" (trotz Panzerung) erspart blieb.
Aber es ging alles gut. Und das übliche Abendprocedere lief ab. Kochen und leicht irrsinnige Kinderspiele.
Gegen 22:30 Uhr klopfte es an der Lodge. In der Türe stand ein südafrikanischer Reisgruppenführer aus Österreich. (Österreich ist ein kleines unbedeutendes Land etwa 10 km Luftlinie von mir weg) Er und seine 12 Mitreisenden bräuchten ein Dach über den Kopf? ! Wir natürlich sofort hilfsbereit. Aber die Lage klärte sich für alle glücklich, weil einige Häuschen nicht abgeschlossen waren, andere schnell geöffnet. werden konnten.
Nun Licht nachts ist einfach vorteilhaft.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201204. Okt. 2014 · #14
Damit es nicht langweilig wird:
Nicht Matobo, .... Besuch im Camp...
Schlaft gut !
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201205. Okt. 2014 · #15
Leider -wie immer- ist die Zeit zu kurz. In 3 Tagen lässt sich weder Matobo richtig ansehen noch und gar Bulawayo. Mein Traum, das Eisenbahnmuseum zu besuchen, blieb unerfüllt.
Morgens um 6 Uhr war Abfahrt.
Tagesziel: war Chinoi über Bulawayo, Gweru, Kwekwe, Kadoma und Chegutu.
Zunächst musste in Bulawayo eingekauft werden. Für 8 Leute ist das immer ein großes Unterfangen. Gleich am Stadtanfang rechts, rechts, rechts und da war der SPAR. Voll sortiert und sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter. Wie immer stand ich Wache bei den Jeeps, was zu vielen Kontakten mit den Einheimischen führte. Woher, Wohin, FC Bayern, ja kenne ich.... Mann sind diese Menschen freundlich!
Die Landschaft während der Fahrt war wenig abwechslungsreich. Die Stopps schon eher.
Nebenbei, an die permanenten Roadblocks gewöhnt man sich. In 99% aller Polizeikontrollen wurden wir entweder gleich durchgewunken oder mit ausgesprochener Freundlichkeit nach Führeschein und Fahrzeugpapieren gefragt. Die Kontrollen dauerten im Schnitt keine 5 Minuten, es sei denn mann kam auf den FC Bayern....
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201206. Okt. 2014 · #16
Damit`s nicht langweilig wird:
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201206. Okt. 2014 · #17
Die Fahrt nach Chinoi war relativ ereignislos. In Gweru gab es super Pizza zum Mittagessen, in Kadoma genüsslichen Kaffee.
Ein paar Bilder der Fahrt.
Die Übernachtung in Chinoi war leider ein wenig enttäuschend. Nun ja es lag wohl daran, dass das ansonsten einen ganz guten Eindruck machende "Orange Grove Hotel" gerade eine Konferenz beherbergte und für uns alle nur noch einen Bungalow frei war.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201206. Okt. 2014 · #18
Damit es nicht langweilig wird:
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201207. Okt. 2014 · #19
Jetzt geht`s nach Mana Pools
Halt, am Vortag fuhr ich noch zum Tanken. Beim Plaudern mit dem Tankwart erinnerte ich mich an den noch nicht reparierten Platten. Schnell war der Reifenmonteur zur Stelle, Preis ausgehandelt und, morgen gegen 07:00 Uhr abholen!
Am nächsten Tag war ich zu früh da. Ich nutzte die Zeit bis mein Reifen fertig war für ein paar Morgen-Stadt-Bilder:
Dann ging`s in Richtung Mana Pools weiter. Die Chinoi Caves mussten wir auslassen, da alle unbedingt sofort nach Mana drängten. OK, da muss ich nochmal hin. Gerade in der Früh soll das Licht in der Wassergrotte mystisch sein.
Auf dem Weg ein Besuch in der bekannten Hilltop Pimary School
Gerade Ferien, alles aufgeräumt.
Ein paar Schüler fanden sich doch. Die mitgebrachten Fußballtrikots unseres Heimatvereines passten.
DWDr. WeThemenstarter282 Beiträge · seit 201208. Okt. 2014 · #20