70-200 2.8 oder 70-300 für Safari

20 Antworten · 5'919 Aufrufe · gestartet 30. Juni 2014 von Matia
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Themenstarter48 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #1
Hallo zusammen

Kurzfristig möchte ich mir für die kommende Safari in Sambia (in zwei Wochen) noch ein besseres Teleobjektiv kaufen. Was würdet ihr bevorzugen:
70-200 2.8 (ev mit 1.4 Konverter): Lichtstark, teuer, schwer
70-300: günstiger, leichter

Lohnt sich das mehr an Gewicht und Preis für das mehr an Lichtstärke (2.8 zu 5.6 bei 200 vs 300 oder 4 zu 5.6 bei 300 vs 300)?

Edit: Das ganze ist an einer Nikon D7100, also DX.
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2014
1'155 Beiträge · seit 200630. Juni 2014 · #2
Kommt darauf an was mit der Lichtstärke gemacht werden soll.

Das 70-200 2.8 ist ein Rennpferd mit hervorragender Abbildungsleistung. Mit DX Sensor ist es ein 300 mm Objektiv. Blende 2.8 gibt nicht nur viel Licht sondern für mich viel wichtiger, es hilft Motive freizustellen. Das Motiv ist scharf und hinten und vorne verschwimmt alles schön. Das Bild unten ist mit einem 70-200 und mit Blende 2.8 fotografiert. Hättest Du hier Blende 5.6 wäre das Ergebnis nicht mehr so optimal, weil dann hinten und vorne zu scharf kommt... nach meinem Geschmack. Scharf / Unscharf ist ein wichtige Element zur Gestaltung. Es erzeugt Tiefenwirkung und stellt Motive frei.

Wenn Du nur Tiere so gross wie möglich abbilden willst fährst du mit einem 300mm (450mm) wahrscheinlich besser...wenn Du aber lieber mit scharf / unscharf -vor allem bei kleineren-mittleren Distanzen- arbeiten willst, ist
das 70-200 2.8 viel besser geeignet...

lg tom


hcaaedc1.jpg
1'324 Beiträge · seit 201330. Juni 2014 · #3
2.8 70-200, evtl. ergänzt mit einem 1.4 Konverter.
Evtl. auch das Tamron VC.
Bin, wie Tom auch, ein Fan von 2.8 Blendenöffnung. Erlaubt besseres Freistellen und bei schlechterem Licht kürzere Belichtungszeiten.
Tamrons 70-300 gilt vielen sogar als besser wie das entsprechende Nikon.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
444 Beiträge · seit 201130. Juni 2014 · #4
Hallo!
Würde ebenfalls das 70-200 / 2,8 wählen.
Sitzt bei mir auf einer D6 von Canon.
vor allem in der Dämmerung ein hervorragendes Tei.
Gruß Jochen66
Themenstarter48 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #5
Die Freistellung ist klar, aber dafür würde ich jetzt nicht die 1000 CHF und 900g (inkl Konverter) mehr auf mich nehmen. Es geht vorallem um Safari Fotos bei wenig Licht (Dämmerung). Da bin ich mir unsicher, wieviel mehr Reserven ich mit dem 2.8 habe. Für Freistellungen von Portraits habe ich auch noch mein 50 1.4 dabei. Das kann ich auch noch am Abend in der Lodge verwenden.
294 Beiträge · seit 200730. Juni 2014 · #6
Alles was meine Vorschreiber gepostet haben, ist völlig richtig!

Vielleicht noch ein Gedanke dazu...

Wie "wichtig" sind Dir die gestalterischen Möglichkeiten 200/2,8 zu 300/5,6 ?
Wie oft benutzt Du ggf. das deutlich teurere 2,8 in Zukunft?
Bist Du viel mit dem Rucksack unterwegs? (Gewicht)
Spielt der Preis so gar keine Rolle?

Ich benutze auch die D7100 und würde liebend gerne mit dem Nikon 70-200/2,8 VRII losziehen (was ich aber nicht besitze), aber wenn ich mir selbst die o.g. Fragen stelle, dann komme ich für mich zu dem Schluss, dass es das Tamron 70-300 auch tut 🙂

VG
Achim
0
1'324 Beiträge · seit 201330. Juni 2014 · #7
Naja, der Unterschied sind zwei volle Blenden bzw. 800 ASA zu 3200 ASA. Das kann beim Rauschen und dem Detailreichtung schon ein gewaltiger Unterschied sein.

Gruß!
der Joe
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zuletzt bearbeitet 30. Juni 2014
294 Beiträge · seit 200730. Juni 2014 · #8
Hallo Joe,

sind es nicht gleich 2 Blenden? 🙂

Ansonsten hast du völlig recht!

VG
Achim
0
1'309 Beiträge · seit 200930. Juni 2014 · #9
Hallo Matia,
ich würde auch zum 70-200mm mit Konverter raten.
Die fehlende Brennweite gegenüber dem 70-300mm kannst du durch croppen ausgleichen, bzw. durch den Konverter.
Die fehlende Lichtstärke vom 70-300 kannst du durch nix ausgleichen. Ich besitze das Objektiv und hätte in der Dämmerung auf Safari gern eine größere Blendenöffnung gehabt. Noch dazu überzeugt das Nikon 70-300 bei Offenblende und 270+mm nicht gerade durch Schärfe! Da ist m.W. das 70-200mm um Klassen besser.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2014
1'324 Beiträge · seit 201330. Juni 2014 · #10
Achim G. schrieb:Hallo Joe,

sind es nicht gleich 2 Blenden? 🙂

Ansonsten hast du völlig recht!

VG
Achim
äääähm ja.


Gruß!
der Joe
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Themenstarter48 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #11
Natürlich spielt Geld eine Rolle und deswegen würde es auch kein Orginal Nikon 2.8 werden, sondern ein Sigma oder Tamron. Das 70-300 wäre das Tamron USD.

Ich habe ansonsten auch nicht wirklich eine Verwendung für das Tele, ausser für Safari. Und das kommt auch nicht alle Jahre vor
Ich fotografiere kein Sport oder so, sondern eher Portrait.

Natürlich reizt mich die Linse, aber so viel Geld und Gewicht... schwierige Entscheidung!
1'309 Beiträge · seit 200930. Juni 2014 · #12
Matia schrieb:
Ich habe ansonsten auch nicht wirklich eine Verwendung für das Tele, ausser für Safari. Und das kommt auch nicht alle Jahre vor
Dann könntest du es ja hinterher weiterverkaufen oder von vornherein ein Gebrauchtes nehmen.
Matia schrieb:
Natürlich reizt mich die Linse, aber so viel Geld und Gewicht... schwierige Entscheidung!
Da du vermutlich einen Bohnensack verwenden wirst, spielt das Gewicht beim Fotografieren keine so große Rolle, wie du denkst. Nur im Flieger und der Weg zum Auto .... 🙄
VG Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
383 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #13
Also ich hatte in Namibia von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang mein Sigma 50-500 F5.0-6.3 OS HSM drauf. Und das habe ich durchweg mit F8.0 betrieben. Nach Sonnenuntergang bringen dir die 2 Blenden zu F2.8 grob geschätzte 15 Minuten mehr, wo du noch fotografieren kannst. Die Sonne geht in Afrika nämlich viel schneller unter, als bei uns in Deutschland. Selbst am beleuchteten Wasserloch in Okaukuejo war ich mit F2.8 und ISO 3200 irgendwo bei 1/10 sec und ohne Stativ dementsprechend hilflos.

Falls du ein 70-200 F2.8 ohne Bildstabilisator im Auge hast, so würde ich das übrigens nicht tun.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
Themenstarter48 Beiträge · seit 201230. Juni 2014 · #14
Ne, wenn dann schon mit OS.

Ich denke, ich werde das 300er nehmen. Die 1000Chf schrecken mich zu fest, für die 15min länger fotografieren. Natürlich könnte ich Tiere auch besser freistellen. Aber man kann nicht alles haben.

Wo habt ihr eigentlich eure Beanbags her? Toppreise findet weder unter Beanbag noch unter Bohnensack etwas.
Themenstarter48 Beiträge · seit 201203. Juli 2014 · #15
Mal als Update. Ich konnte (unerwartet) rechtzeitig ein Tamron 16-300 erhaschen, was ja Qualitativ nicht so schlecht sein sollte. Nun möchte ich diese Linse noch ergänzen.

Nur was ich nehmen soll weiss ich natürlich immer noch nicht, sehe aber, dass mir die Entscheidung niemand abnehmen kann.
754 Beiträge · seit 201003. Juli 2014 · #16
Na gut, dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu, auch wenn ich
nicht unbedingt der Foto-Freak bin.

Ich besitze seit einem Jahr die Nikon D7100 + Nikor 70-200 2.8
Diese Kombination finde ich sehr gut.
Ich habe sie bisher 3 Mal in Botswana eingesetzt.

Allerdings ist das 70-200 für den Safari-Einsatz oft nicht ausreichend (Brennweite!)
Deshalb schraube ich dann noch den 2-fach Konverter auf, also Brennweite = 400 mm
Damit bin ich aber nur zufrieden wenn ich wirklich viel Licht habe.
In der Dämmerung ist diese Kombi meiner Erfahrung nach nicht ausreichend.

Gruß Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011
1'324 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #17
@ Walter
Habe auch die D7100 und denke Deine Einschätzung ist realistisch und richtig.

Des halb habe ich noch 1.000€ draufgelegt und das 120-300 Sport genommen.


Gruß!
der Joe
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256 Beiträge · seit 201203. Juli 2014 · #18
leofant schrieb:Na gut, dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu, auch wenn ich
nicht unbedingt der Foto-Freak bin.

Ich besitze seit einem Jahr die Nikon D7100 + Nikor 70-200 2.8
Diese Kombination finde ich sehr gut.
Ich habe sie bisher 3 Mal in Botswana eingesetzt.

Allerdings ist das 70-200 für den Safari-Einsatz oft nicht ausreichend (Brennweite!)
Deshalb schraube ich dann noch den 2-fach Konverter auf, also Brennweite = 400 mm
Damit bin ich aber nur zufrieden wenn ich wirklich viel Licht habe.
In der Dämmerung ist diese Kombi meiner Erfahrung nach nicht ausreichend.

Gruß Walter
Das ist auch klar, denn
man muss berücksichtigen, dass ein Konvertrer den Vorteil eines 2.8 wieder etwas nimmt, also den Vorteil der Lichtstärke relativiert ... 😉

Zudem stellt sich die Frage, ob man wirklich freistellen will. Ein "scharfer" freigestellter Elefenat, aber den Rest der Herde unscharf und die anderen Tiere dahinter und die Landschaft nicht? Ich persönlich bevorzuge ein scharfes "ganzes" Bild ....
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2014
1'155 Beiträge · seit 200603. Juli 2014 · #19
Toni_1962 schrieb:

Zudem stellt sich die Frage, ob man wirklich freistellen will. Ein "scharfer" freigestellter Elefenat, aber den Rest der Herde unscharf und die anderen Tiere dahinter und die Landschaft nicht? Ich persönlich bevorzuge ein scharfes "ganzes" Bild ....
Hallo Toni

Da hast Du recht. Nicht alle Motive eignen sich zum Freistellen. Man könnte vielleicht besser auch von selektiver Schärfe reden und muss etwas ein Gefühl dafür entwickeln was gut kommt und was nicht. Das Bild mit den Nashörnern fände ich nicht so spannend wenn alles scharf wäre... ein scharfer Hintergrund würde hier nur ablenken. Der Vordergrund mit dem Horn, der wuchtige Körper und der stoische Gesichtsausdruck des Nashorns mache hier das Bild ... 180mm 2.8


h5d9f85a.jpg
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2014
1'324 Beiträge · seit 201303. Juli 2014 · #20
Bei 300mm oder gar noch mehr kann man eh nicht von einer großen Schärfentiefe reden, selbst bei Blende 8 nicht.
Irgendwie ist das kein Gegenargument für hohe Lichtstärke.

Gruß!
der Joe
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