Zwei weitere Nashörner in Namibia gewildert!

38 Antworten · 4'403 Aufrufe · gestartet 21. Mai 2014 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200621. Mai 2014 · #1
Hallo zusammen,

"Zwei weitere Nashörner wurden in dem Palmwag Hegegebiet gewildert. Die Nasenhörner wurden entfernt. Die Untersuchungen dauern an. Mehr dazu in den Hitradio Namibia News" (Quelle: www.facebook.com/hitradionam)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian


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Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'664 Beiträge · seit 201221. Mai 2014 · #2
Erstaunt nicht weiter bei der ins Land strömenden Flut an Chinesen.....
Darunter gibt es genug Potential für Hehler- und Schleppertum.
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200621. Mai 2014 · #3
Moin zusammen,

Pressemitteilung des Ministeriums dazu:
📎 h3ea4e99.pdf

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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2'060 Beiträge · seit 201321. Mai 2014 · #4
Das ist so traurig. 🙁
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #5
Das Problem sind und bleiben die geldgierigen Einheimischen, die durch chinesische Drahtzieher mit viel Geld geködert werden.

Ich hoffe die jetzt in Untersuchungshaft einsitzenden Chinesen vertrocknen im Knast, was aber sehr wahrscheinlich nicht passieren wird, da sie wohl irgendwann gegen Zahlung von dickem Schmiergeld an irgendwelche wachhabende Polizisten "flüchten" können, über die Grenze nach Angola verschwinden und dort von der wohl offenbar diese kriminellen Aktionen unterstützenden chinesischen Regierung mit neuen Pässen ausgestattet werden. In China gibt es den Genickschuß, im Ausland dürfen sie sich wohl alles leisten.
365 Beiträge · seit 200622. Mai 2014 · #6
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Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #7
sorry flop
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2014
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #8
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(aus facebook)
785 Beiträge · seit 200822. Mai 2014 · #9
Hi,

mal ne Frage: wie hoch sind eigentlich die Strafen für illegalen Handel mit Nashorn Hörner?

Gibt es für Tipps, die zur Überführung von diesen Typen helfen, eigentlich irgendwelche Prämien?

Ich hatte jetzt kürzlich gelesen, dass ein Schmuggler in Kenia, der 400 Stück Elfenbein dabei hatte, zu einer Geldstrafe von EUR 265,- verurteilt worden ist!

Schreckt natürlich nicht gerade ab!



Gruß


Markus
2'664 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #10
Meines Wissens bis N$ 50.000 oder 5 Jahre.
Deshalb argumentieren die Verteidiger der Chinesen, daß dieses deshalb nicht als schweres Verbrechen anzusehen sei, weil eine Gefängnisstrafe nicht zwingend vorgeschrieben sei.
785 Beiträge · seit 200822. Mai 2014 · #11
Hi,

na, dann währe dies doch schon mal der erste Punkt der geändert werden könnte, Aufwand und Kosten recht gering und ich denke mal der Abschreckungsfaktor würde um einiges steigen!!

Denn was sind schon N$ 50.000,- Strafe,für einen eventuellen Gewinn von N$ 500.000,-!!!!

Welche Möglichkeit haben wir hier als Reisende, Druck auf die Regierung auszuüben, dass sich hier mal was ändert?


Gruß

Markus
66 Beiträge · seit 200923. Mai 2014 · #12
Wie so oft ist die Problematik nicht ganz so einfach. Ein mittelloser Vater in Mocambique lässt sich locker dafür einspannen, wenn man ihm10’000 Rand verspricht – Nachschub an zukünftigen Wilderern gibt es auf dem Kontinent entsprechend zur Genüge.

Und es sind ja nicht nur die Chinesen: im Jemen werden aus den Hörnern Griffe für Dolche gefertigt und in Vietnam ist es nicht nur ein weit verbreitetes Arzneimittel, es gilt dort als Lifestyle-Medikament. Die stark gewachsene Mittelschicht schluckt und trinkt Nashornpulver wie unsereiner Traubenzucker.

Ein paar interessante Background-Infos (längere Form): http://ngm.nationalgeographic.com/2012/03/rhino-wars/gwin-text/1

Falls die Zahlen im folgenden Artikel richtig sind, dann wäre es durchaus eine Option, Nashörner zu züchten um die Hörner zu ernten:
http://diepresse.com/home/science/1350439/Artenschutz_Nashorner-zuchten-um-die-Horner-zu-ernten

Ich bin selbst nicht ganz so begeistert von der Idee, aber mir erscheint es doch eine mögliche Lösung gemäss der Schlussfolgerung von Herrn Biggs. Zudem wird es m.E. langsam Zeit, über solche Alternativen ernsthaft nachzudenken. Schliesslich funktionierte es beim Präzedenzfall Krokodil, die Wilderei verschwand, seit man sie legal züchten und das Leder verkaufen darf.

John Hume ist ein Vorreiter der Nashorn-Zucht:
http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/multimillionaer-erntet-nashoerner-der-richtige-weg-im-kampf-gegen-wilderer-3410d-51ca-16-1694634.html

oder im Interview:
http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/wissenswerte/201405/204978.html

Ein Schweizer hat die Idee schon länger aufgegriffen, bin mir aber nicht sicher, ob dies noch aktuell ist:
http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Emmentaler-Bauern-zuechten-Nashoerner/story/14378191

Just my 2 cents.

Gruss
Peter
1999 SA, Nam, Bot, Zim| seither 743 Tage in Süd- und Ostafrika unterwegs |
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2014
785 Beiträge · seit 200823. Mai 2014 · #13
Hallo Peter,


vielen Dank für die Umfangreiche Info!

Die Geschichte mit der Zucht scheint eine ganz gute Idee zu sein.


Gruß


Markus
2'338 Beiträge · seit 200723. Mai 2014 · #14
Hallo Peter, du schriebst:
Ein Schweizer hat die Idee schon länger aufgegriffen, bin mir aber nicht sicher, ob dies noch aktuell ist:
www.bernerzeitung.ch...erner/story/14378191
April, April, das ist nur ein lustiger 1. April Scherz!!!!!!!!!!!!!!!!! 😁

Die Idee, die Nasenhörner zu ernten um sie legal auf dem Markt verkaufen zu können, finde ich bedenklich, das wird niemals funktionieren. Bei der allgegenwärtigen Korruption in Afrika wäre es ein Leichtes, auch den gewilderten Hörnern den Stempel der Legalität aufzudrücken. Die Kontrolle würde somit komplett aus den Händen gleiten.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
412 Beiträge · seit 201123. Mai 2014 · #15
Hi

Ich sehe eher darin eine zukunftsträchtige Lösung, wohlwissentlich, dass der Eingriff mit grossem Aufwand verbunden und für die stressempfindlichen Tiere auch nicht ganz unproblematisch ist. Wenn aber mal ein namhafter Teil der Hörner behandelt ist und der Endverbraucher der Hörner nie sicher sein kann, ob ihm das Nashornpülverchen gut bekommt oder ein paar Tage arge Übelkeit beschert, wird er sich vielleicht zweimal überlegen, ob er dafür wirklich soviel Geld ausgeben will. Und wenn die Endkunden nicht mehr (soviel) bezahlen wollen, wird es auch für sie Mittelsmänner und die Wilderer zunehmend uninteressant.

Mehr als erschreckend ist allerdings, dass man überhaupt solche Überlegungen anstellen muss. 🤩

Gruss Dieter
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2014
785 Beiträge · seit 200823. Mai 2014 · #16
Hi,

noch mal auf die Geschichte mit der Zucht zurück kommen;

In Südafrika z.b. gibt es ja etliche Tonnen von Hörnern die gelagert sind, diese stammen wohl von bereits natürlich gestorbenen Nashörnern, wenn diese jetzt geregelt verkauft werden würden und das erzielte Geld dann für den Schutz der noch lebenden Nashörner verwendet wird um z.B. die Hörner zu vergiften und den Wildschutz zu verbessern dann hätten doch wohl alle was davon, oder?

Ich denke mal, dies währe leichter zu gestalten wie die Nachfrage zu regulieren.

Kurzfristig währe mir hier ein geregelter Markt lieber wie diese absolut schreckliche Wilderei!

Weiterhin würde ich natürlich auch schärfere Strafen für Wilderei und auch den Handel mit gewilderten Hörnern begrüßen


Gruß


Markus
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200623. Mai 2014 · #17
Hi Markus,
wenn diese jetzt geregelt verkauft werden würden und das erzielte Geld dann für den Schutz der noch lebenden Nashörner verwendet wird um z.B. die Hörner zu vergiften und den Wildschutz zu verbessern dann hätten doch wohl alle was davon, oder?
Beim Elfenbein der Elefanten ist ja genau das der Fall (zumindest einige Länder dürfen diese einmal jährlich geregelt verkaufen). Die Hörner der Nashörner hier in Namibia sollten eigentlich schnellstmöglich vernichtet werden. Man hat wohl die Angst, dass z.B. sonst die beschlagnahmten Hörner irgendwie illegal in den Handel kommen könnten (wenn ein Polizist die große Kammer einmal offen stehen lässt ;-)).
Aber genau das ist wohl, was man bei den 14 gefundenen Hörnern (der Fall mit den drei verhafteten Chinesen) annimmt - diese müssen aus alten Beständen stammen, denn in aller Regel würde es irgendwo auffallen, dass 14 Nashörner gewildert wurden. In einigen Museen weltweit wurden sogar schon Produkte aus Nashorn-Hörnern gestohlen... jeder Cent zählt eben!

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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785 Beiträge · seit 200823. Mai 2014 · #18
Hi,

das einzig Gute dann diesem Vorfall ist dann wohl, das zumindest keine "neuen" Nashörner gewildert wurden!

Ich denke aber mal, dass wenn der Verkauf erlaubt werden würde,der Staat schon wirklich auch selbst starkes Interesse hat, dass da nicht ein Polizist mal eben die Tür aufstehen lässt, denn bei Goldreserven klappt es ja auch ganz gut, da ist auch immer abgeschlossen.

Noch ein Vorschlag:

Der WWF, oder eine sonstige externe Organisation, übernimmt diese Reserven und vermarktet diese dann in Treuhand und der Gewinn wird über eine gewisse Quote ausgeschüttet, klappt dann vielleicht besser!


Gruß


Markus
412 Beiträge · seit 201124. Mai 2014 · #19
Eine temporäre Vergrösserung des Angebotes durch einen Verkauf alter Bestände weckt doch nur neue Begehrlichkeiten, auch wenn die zweckgebundenen Erträge sicherlich willkommen wären. Die Frage ist, was passiert wenn das Angebot wieder zurückgeht? Dann steigen die Preise u.U. noch höher als sie heute sind und der Anreiz zur Wilderei wird noch grösser.

Gruss Dieter
983 Beiträge · seit 201124. Mai 2014 · #20
Mich wundert so manche Diskussion 🤪

Wenn einer Nashörner züchten will, um Hörner zu "ernten" (was ich ablehne! 😈 ) - dann soll es der Chinese in China gefälligst selbst tun. Sollen doch die Chinesen/Vietnamesen u.a. selber Nashörner züchten. Warum tun sie es nicht? Das hat Gründe! Und jetzt sollen es die Afrikaner tun? 😕

Das südliche Afrika hat - Gott sei Dank - in der Mehrzahl ein anderes Verständnis von Wild life - Natur - artgerecht lebendem Wild usw.

Was soll dieser vorauseilende Gehorsam den impotenten Asiaten gegenüber, die meinen Nashorn-Pulver sei besser als Viagra bzw. besser als Fingernägelkauen 😮 🙄

Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein bitteschön!

Und nicht alles kommerzialisieren.

Der vorhandene Bestand aus Nashörnern toter Tiere muss vernichtet werden - es muss verboten sein, Nashorn zu besitzen - 48 Stunden nach Entdecken des toten (normal verendeten) Tieres muss das Horn vernichtet sein.

Null-Toleranz in Sachen Wilderei, Tierquälerei ... und nicht alles aus jeder Kultur hat seine Berechtigung ... Ende der Durchsage. Meine emotionale Meinung 🤢
Beste Grüße rhh64
zuletzt bearbeitet 24. Mai 2014