maggus785 Beiträge · seit 200824. Mai 2014 · #21Hi,
"Die Lösung" habe ich sicherlich nicht für das Problem, nur so wie es momentan abläuft ist der Zukunft für die Nashörner wohl nicht gerade rosig, deshalb suchen wir ja nach Lösungen.
Ob die Nachfrage dann steigt, wenn das Horn offiziell gehandelt werden darf:
Weis ich nicht, es könnte ja auch sein, dass es dann den Reiz verliert, wenn es zwar teuer, aber dennoch legal zu erwerben ist, gleichzeitig währe natürlich noch Aufklärung über die nicht vorhandene Wirksamkeit nützlich.
Nashörner züchten:
Geschieht ja sowieso schon im Südlichen Afrika und dies seit vielen Jahren,müsste eigentlich bekannt sein, momentan halt hauptsächlich um die Tiere dann für viel Geld in irgendwelche Private Game Parks zu bringen, damit diese sich dann brüsten können die Big 5 zu haben um so wiederum zahlungskräftige Kunden anzulocken.
Somit ist das Nashorn schon längst kommerzialisiert, nur besteht meiner Kenntnis nach nicht die Erlaubnis, die Hörner der Tiere zu "ernten" um diese dann zu verkaufen!
Auch dürfen die Breitmaulnashörner nach wie vor legal in Südafrika gejagt werden, sollte eigentlich auch bekannt sein.
Auch glaube ich nicht, dass im südlichen Afrika in der Mehrzahl ein anderes Verhältnis von Wildlive besteht, denn eigentlich sind doch alle Parks und private Schutzgebiete, Jagdfarmen, gewinnorientiert, oder etwa nicht? ( habe da auch kein Problem damit )
Die Wilderei kurzfristig unter Kontrolle zu bekommen, halte ich für ein recht aussichtsloses Unterfangen, denn die Armut in vielen Gebieten ist nach wie vor recht hoch und somit ist der Reiz auf einmal "unvorstellbar" viel Geld zu verdienen extrem verführerisch!
Bis hier Alternativen für die Bevölkerung vorhanden sind, gibt es schon lange keine Nashörner mehr!
Viele Grüße
Markus
rhh64983 Beiträge · seit 201124. Mai 2014 · #22Hallo Markus,
du bringst dem Bedarf nach Nashorn als Handelsware ein Minimum an Wohlwollen entgegen, indem du nach Lösungen suchst, die den asiatischen Nashorn-Markt bzw. dessen Bedarf irgendwie berücksichtigen.
Ich diskutiere weder mit Terroristen, Islamisten noch Nashorn-Pulver-Konsumenten - noch mache ich mir Gedanken darüber, wie man diesen Leuten irgendwie entgegen kommen kann ... 😎
Das unterscheidet uns.
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201424. Mai 2014 · #23rhh64 schrieb:Hallo Markus,
du bringst dem Bedarf nach Nashorn als Handelsware ein Minimum an Wohlwollen entgegen, indem du nach Lösungen suchst, die den asiatischen Nashorn-Markt bzw. dessen Bedarf irgendwie berücksichtigen.
Ich diskutiere weder mit Terroristen, Islamisten noch Nashorn-Pulver-Konsumenten - noch mache ich mir Gedanken darüber, wie man diesen Leuten irgendwie entgegen kommen kann ... 😎
Das unterscheidet uns.
Ralf, dann lebe schön weiter in Deiner eigenen Welt, und wundere Dich nicht, wenn Du mal gegen eine Wand läufst. Ich halte Nashorn-Pulver, Tiger-Penis etc. auch für Blödsinn, aber die große Nachfrage in Asien führt dazu, dass ärmere afrikanische Menschen Risiken für die Beschaffung (hier des Horns) eingehen.
Also muss man überlegen, wie man die Tiere (um die es geht, nicht die Weltsicht...) schützt. Ein Weg wäre die Zucht und Legalisierung.
Ähnlich wie übrigens bei Drogen 😉 Auch dort gibt es genügend Untersuchungen, dass Kriminalisierung genau zum entgegengesetzten des Gewollten führt - höhere Gewinnspannen, höherer Anreiz, Professionalisierung.
Da kann man natürlich 100x dagegen sein mit der eigenen Meinung, der Realität ist das piepschnurzegal...
Gruß
Alex
PS: Ach, ich habe auch nichts gegen Elefantenjagd (in geringem Maße und streng kontrolliert). Ist ergänzend zu Tourismus ein weiterer Anreiz, die Tiere zu schützen (für die Anwohner), Überpopulation wird vermieden (siehe Umweltschäden an Bäumen etc. und Seuchen durch die zu hohe Menge). Letztendlich kommt es beim ARTENschutz auf die Population an, und nicht wie bei TIERschutz auf das einzelne Tier.
maggus785 Beiträge · seit 200824. Mai 2014 · #24Hallo Ralf,
nur leider konnte ich bei deinen Einwänden keine Lösungsvorschläge erkennen und so kann man den Nashörnern auch nicht helfen!
Sicherlich hast du recht, dass ich mir meist auch Gedanken um die "Andere Seite" mache, denn wenn ich verstehe, was Terroristen und Islamisten zu Ihrem Handeln bewegt, dann kann man vielleicht auch hier Lösungen finden.
Arroganz und Ignoranz haben wir genug auf dieser Welt und dieses Denken ist auch die Ursache für die meisten Probleme die wir haben, so zumindest ist meine Meinung!
Klar schimpfen wir jetzt auf die Chinesen, die das Nashorn bedrohen, wir sollten aber auch nicht vergessen, dass eigentlich wir Europäer für das Aussterben der meisten Arten hier auf diesem Planeten verantwortlich waren und auch noch sind und nicht die Chinesen!!!
Somit sind wir doch eigentlich keine Spur besser und wer ist jetzt hier dann der "Gute" und wer der "Schlechte", hm schwierig zu sagen, oder?
Gruß
Markus
rhh64983 Beiträge · seit 201124. Mai 2014 · #25maggus schrieb:Hallo Ralf,
nur leider konnte ich bei deinen Einwänden keine Lösungsvorschläge erkennen und so kann man den Nashörnern auch nicht helfen!
...
Gruß
Markus
Hallo Markus,
im Ziel "Schutz der Nashörner" sind wir beide uns einig". Im Weg dorthin sehen wir vielleicht das ein oder andere unterschiedlich.
Doch - ich habe einen Lösungsvorschlag gemacht: Null-Toleranz - Keine Kommerzialisierung des Nashorns - Nashörnern aus (normal verendeten) Tieren (liegen in Südafrika Tonnenweise rum) müssen vernichtet werden - Gesetz sollte sein, dass Nashorn 48 Stunden nach Auffinden des (normal verendeten) Tieres vernichtet werden muss (alles andere wäre dann strafbar) - das trocknet den Markt so weit es geht aus
maggus785 Beiträge · seit 200824. Mai 2014 · #26Hi Ralf,
ja, darüber, dass die Nashörner geschützt werden müssen sind wir uns einig, zu 100 %!
Nur leider erkenne ich nicht, wie diese Aktion den Mark austrocknet, selbst wenn jetzt alle Bestände vernichtet werden, diese sind doch sowieso momentan nicht im Handel!
Dann wird nach wie vor so weiter gewildert wie es momentan der Fall ist!
Es bleibt dann also alles wie es ist!
Gruß
Markus
rhh64983 Beiträge · seit 201124. Mai 2014 · #27rhh64 schrieb:das trocknet den Markt so weit es geht aus
Hallo Markus,
mit "das" meinte ich alle Maßnahmen, die ich beschrieben habe.
Schönes Wochenende wünsche ich allen
P.S. Gestern der Abend der African Vocals in Pulheim war sehr schön - Vielen Dank an Gerd1942 und Christian
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201424. Mai 2014 · #28Hallo Ralf,
Du vernachlässigst die Nachfrageseite komplett. Der Preis für (kurzzeitig noch lebendes) Nashorn wird noch höher werden. Den Schmugglern und Verkäufern in Asien ist es egal, ob sie 10 oder 1 Tonne verkaufen, wenn am Ende das gleiche Geld rausschaut.
Mit dem gleichen Konzept (Angebot eingrenzen) sind die USA im Drogenkrieg komplett baden gegangen. Ergebnis: mehrere südamerikanische Länder destabilisiert, einige sehr reiche und sehr gewaltbereite Narko-Gangs, in den USA Millionen Abhängige und viele davon in den Gefängnissen.. Alternative wäre eine kontrollierte Abgabe ähnlich den Methodonprogrammen gewesen... wurde aus moralischen, nicht logischen Gründen nicht gemacht.
Gruß
Alex
Und natürlich ebenso ein schönes Wochenende!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201224. Mai 2014 · #29Das alles klingt so lieb und nett, die Problematik liegt am liberalen Rechtssystem der betroffenen Länder, und der miserablen Justiz. Es hilft alles nichts, wenn Wilderer aufgegriffen werden, während noch Kautionsverfahren laufen. Und wieder auf Kaution frei kommen um weiter machen zu können. Daß Fahrzeuge und Waffen und Vermögen nicht eingezogen werden.
Oder für R 10.000 oder weniger der Strafe im Knast entgehen können.
Jene die sich immer so tierisch aufregen oder sich beschweren wollen sollten nun nicht mehr weiter lesen.
Meine Meinung ist, jeden dieser Wilderer besser aus Versehen auf der Flucht zu erschießen. Das ist die einzige Sprache die die meisten dieser Leute verstehen. Aber leider auch nicht alle. Dieses inklusive der Hintermänner und der kriminellen Drahtzieher. Gut, daß es im KNP inzwischen mehr tote als lebendige Wilderer gibt. Das ist auch die günstigere Lösung für den Steuerzahler.
Alex_Muc857 Beiträge · seit 201424. Mai 2014 · #30Naja Swakop, natürlich setzt das die potentiellen Kosten für die Wilderer hoch, aber solange nur genügend Leute "nix zu Fressen im Haus" haben, solange wildern sie (Angebotsseite). Nachfrageseite: Solange zu Geld gekommene Asiaten beliebige Preise für Horn zahlen, werden die Leute auch unter Todesgefahr wildern.
Das Testicles-Schild gefällt mir sehr gut, das könnte in Afrika mit seinen manchmal etwas chaotischen Gerüchten recht gut wirken 😉
Gruß
Alex
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. Mai 2014 · #31
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200627. Juni 2014 · #32Hi zusammen,
ein weiteres Nashorn wurde gewildert:
"Im Nordwesten Namibias ist erneut ein gewildertes Nashorn entdeckt worden. Der Desert Action Group zufolge fehlten an dem Kadaver die Hörner. Außerdem seien zwei angeschossene Nashörner gefunden worden. Der Bulle hat laut Desert Action Group getötet werden müssen. Die Kuh sei an einen sicheren Ort gebracht worden, um behandelt zu werden. Das Umweltministerium bestätigte lediglich, es habe einen Vorfall gegeben, nannte jedoch keine Details. Damit steigt die Zahl der getöteten Nashörner in Namibia seit Beginn des Jahres auf acht."
(Quelle: Hitradio Namibia - www.hitradio.com.na)
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201327. Juni 2014 · #33Schrecklich! 😠 Ist das denn gar nicht aufzuhalten?
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
GUGuido.Gast27. Juni 2014 · #34Hallo,
mehr Details und Fotos zum aktuellen Fall gibt es hier (Vorsicht, wirklich schlimme Fotos)
https://www.facebook.com/informantenam/photos/a.277814335618867.64085.183476948385940/693800307353599/?type=1&fref=nfhttps://www.facebook.com/informantenam/photos/a.277814335618867.64085.183476948385940/694208020646161/?type=1&permPage=1Die Professionell organisierte Nashorn-Wilderei scheint leider immer mehr von Südafrika auf Namibia überzuschwappen und Namibia hat da ein Riesenproblem. 🙁
Beste Grüße
Guido
SingSing8 Beiträge · seit 201427. Juni 2014 · #35Ich hab (leider) inzwischen auch fast das Gefühl, als wäre man selber absolut hilflos. Es erschreckt einen und man fragt sich jedesmal "Wieso" aber ich wüsste auch nicht, wie ich an der Tatsache etwas ändern könnte. Hoffentlich lässt der Trend wieder nach, aber dem Wunsch ist vermutlich nur wenig Hoffnung zu schenken...
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200628. Juni 2014 · #36Moin zusammen,
aktuelles Update zum Thema:
"In Namibia sollen vier Nashörner in den letzten Tagen gewildert worden sein. Dies berichtet die neue Schutzinitiative HoRN.Nam. Gestern hatten Medien berichtet, dass ein Nashorn getötet und zwei weitere verwundet wurden. Die Wochenzeitung Informanté berichtet auf ihrer Facebookseite, dass die Nashörner in der Uukwaluundhi Conservancy gefunden wurden. Fünf weitere Nashörner sollen sich in dem Gebiet noch aufhalten und sollen den Angaben nach heute umgesiedelt worden sein." (www.hitradio.com.na)
Viele Grüße aus dem heute warmen Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201328. Juni 2014 · #37Hoffentlich kann man die fünf Rhinos sicher unterbringen und sie vor den Wilderern schützen!
Liebe Grüße von Gabriele
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Burschi4'140 Beiträge · seit 200930. Juni 2014 · #38Hallo,
es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann es keine Nashörner mehr in Namibia gibt. 🙁
Heute meldet die AZ bereits wieder drei gewilderte Tiere:
http://az.com.na/natur-umwelt/erneut-drei-nash-rner-gewildert.418572mit traurigem Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200630. Juni 2014 · #39Hi Burschi,
siehe mein Post von vor drei Tagen 🙂
Viele Grüße
Christian
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