Inspirierende Begegnungen auf Reisen

12 Antworten · 2'614 Aufrufe · gestartet 28. März 2014 von runterwegs
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Themenstarter16 Beiträge · seit 201128. März 2014 · #1
Hallo,

was das Reisen für uns ausmacht sind die Begegnungen unterwegs. Das geht Euch bestimmt auch so. Manche Begegnungen bleiben besonders in Erinnerung. Für uns war einer der Höhepunkte die Woche am Cape McLear mit der Familie Zapp, die seit 14 Jahren in Ihrem Oldtimer Graham-paige Bj. 1928 um die Welt reisen. Zu zwei sind sie gestartet, inzwischen sind sie zu sechst und ihre 4 Kinder sind genauso aufgeschlossen und sympathisch wie ihre Eltern.

Im ZUge unseres Relaunchs unseres Reiseblog haben wir die neue Rubrik "runterwegs trifft" eingeführt und die Chance genutzt die Candelaria Zapp ausführlich zu interviewen:

http://www.runterwegs.de/familie-zapp-mit-4-kindern-im-86-jaehrigen-oldtimer-um-die-welt/

Welche Begegnung haben Euch besonders inspiriert?

Viele Grüße aus Malawi,

Verena und Patrick
www.runterwegs.de - der Afrika und Overlander Blog
120 Beiträge · seit 201428. März 2014 · #2
Wunderschöne Geschichte - Danke!
"If you can dream it, you can do it" - Walt Disney....in dessen Sinne habe ich ein lebenlang meine Träume gelebt und darauf bin ich stolz....euch alles Liebe und Gute....und dass euer traum nie endet,

Michi
"If you can dream it, you can do it!"
7'296 Beiträge · seit 200628. März 2014 · #3
Hallo Verena und Patrick,

ich habe mal auf eure Seite geschaut. Nettes Fahrzeug habt ihr da. Ich hatte auch mal 'nen A-L 28. Macht Spaß, damit zu fahren. Ok, die hinter einem haben -besonders bergauf auf Alpenpässen- weniger Spaß. Aber Stau ist nur hinten blöd. Vorne geht's ... 😉
Und die einfache robuste Technik lässt sich praktisch mit dem Hammer reparieren. Drei Tonnen Blech, fünf Liter Lack, fertig ist der Hanomag.
runterwegs schrieb:Welche Begegnung haben Euch besonders inspiriert?
Da gibt es jede Menge Menschen, die mich unterwegs sehr beeindruckt haben - beinamputierte Fußballer, ehemalige Kindersoldaten oder Kinder, die im Vorschulalter durch Krieg oder AIDS zu Vollwaisen wurden und sich alleine durchgeschlagen haben, z.T. nach Flucht ins Ausland. Ganz allgemein auch die Menschen, die aus Müll noch sinnvolle Gegenstände basteln, wie z.B. Öllampen aus kaputten Glühbirnen, Sandalen und Seile aus alten Autoreifen oder Schnürsenkel aus Fahrradreifen. Und die Phantasie der Menschen in Afrika, die z.B. rausgefunden haben, dass man Bremsflüssigkeit durch eine bestimmte nigerianische Biersorte ersetzen kann.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
3'080 Beiträge · seit 200929. März 2014 · #4
Hallo Ihr beiden,

toll das ihr die Zapps getroffen habt, ich habe letztes Jahr einen Bericht in einer südafrikanischen Zeitung über die Familie gelesen und spähe immer mal wenn wir unterwegs sind ob mir nicht das Auto auffällt....

Inspirierende Begegnungen, wo soll ich da anfangen?

Bisher habe ich auf jeder Reise interessante Leute getroffen und alle Begegnungen erweitern den eigenen Horizont weil es bei jeder neue Einblicke ins Land gibt und man Informationen bekommt die in keinem Reiseführer stehen. Sie alle aufzuführen ist fast unmöglich, auf der letzten Tour habe ich mitten in einem Nationalpark jemanden getroffen der den Vorbesitzer meines Autos und meinen Schrauber des Vertrauens kennt, da mir das dauernd passiert denke ich immer das die Welt auch wenn sie doch so groß ist eigentlich nur ein Dorf ist....

lg sasowewi
2'060 Beiträge · seit 201329. März 2014 · #5
Ich kann keine derart beeindruckenden Begegnungen aufweisen, aber für mich war es sehr interessant, ehemalige "DDR-Kinder" in Windhoek zu treffen. Ich hatte einige Bücher vorher gelesen ( Kalungas Kind ... Kind Nr. 95), und konnte mir diese Schicksale kaum vorstellen, zweimal aus der vertrauten Umgebung gerissen und in eine völlig fremde Welt versetzt zu werden!

Wir sprachen mehrmals mit "Ossis", wie sie selbst scherzhaft von sich sagten, und es war eine ganz andere Sache, diese Lebenswege aus erster Hand zu hören.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
3'175 Beiträge · seit 200629. März 2014 · #6
Ich kann Wolfgang nur beipflichten. Solche Art von Begegnungen haben mich schwer nachdenken lassen. Geht mal vor Sonnenaufgang in Staedten wie Dar es Salaam durch die Strassen , das ist unglaublich was man da zu sehen bekommt , Tagsuebr sind diese Menschen alle "verraeumt"!! Meist Polio geschaedigte!!

Aber neben den Begenungen mit Menschen finde ich vorallem die Begenungen mit Elefanten sehr inspirierend, man kann soviel von ihnen lernen.

Die "inspieriendsten" Begenungen waren ein mal ein Elefant der ueber mir stand und Wasser aus dem Swimmingpool bei Elephant Sands trank. Ich lag da im Schlafsack um die Leis an der Wassserstelle zu beobachten , die zogen aber den Swimmingpool vor .

NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!
Die andere "inspierierende" Begegnung, war mit einem Leoparden in einem Hippotunnel an einer 90 Grad Kurve,uijuijui das war sehrInspierierend . Gott sei Dank hatte der Leopard sich bei unserem Auge in Auge zusammentreffen , dank gutem Wind fuer mich genauso erschrochekn wie ich und machte stracks kehrt.

man braucht halt auch etwasGlueck 😉
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
zuletzt bearbeitet 29. März 2014
63 Beiträge · seit 201129. März 2014 · #7
Hallo Verena und Patrick,
ich kann nur sagen, ich bewundere euch. Danke für den Beitrag. Habe mir euren Blog sofort auf meine Favoritenleiste gelegt. Und werde jetzt immer darin lesen.
Von mir ist es schon seit meiner Kindheit ein Traum gewesen so wie ihr durch die Welt zu ziehen. Bin auch schon an so manchem Ort gewesen, aber eben immer nur im Rahmen des 4-wöchigen Jahresurlaubes. Aber auch so wie ihr mit Allradfahrzeug und Zelt oder Wohnmobil im Busch. Einfach herrlich kann man nur sagen. So nah an der Natur zu leben ist soooo schön. Und da kann man auch auf alle Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten. Man stellt immer wieder fest wie weinig man eigentlich zum Leben braucht.
Und besonders wundervoll ist es, wie ihr schon schreib, Menschen und ihre Geschichten kennen zu lernen.
Ein wenig beneide ich euch, aber wiederum gönne ich es auch jedem der sich das traut.
Vielen Dank und macht weiter so.
Liebe Grüße Diana 🙂
Themenstarter16 Beiträge · seit 201129. März 2014 · #8
Hallo,

für Eure Schilderung Eurer Begegnungen - an den Aspekt tierischer Begegnungen hatten wir dabei gar nicht gedacht. Aber es stimmt, ist das doch auch der Hauptgrund, warum viele nach Afrika reisen. Elephant Sands, da waren wir auch und waren begeistert, den Elefanten so nah zu sein. Aber so nah wie Joerg waren wir dann dich nicht 🙂

@Aussie Das stimmt. Unsere 6 Kubikmeter Wohnfläche sind für uns größer als ein 45 qm 1 zimmer-Apartment in Deutschland. In Afirka hat man per se das Gefühl frei zu sein. Und ,man kann mit so wenig glücklich sein. Aber wenn man mit Einheimischen spricht, ist man doch immer wieder überrascht mit wie wenig sie auskommen und man fühlt sich, als würde man eine Luxusleben führen...

@Berg-Eule Die Geschichte mit DDR-Kindern in Namibia klingt auch interessant. Wir haben davon nur als Abzocke-Masche in Windhoek gelesen. Aber es würde uns der Huintergrund Deiner Erfahrung sehr interessieren

@SASOSEWI Sehr viele Südafrikanische Magazine haben über die Familie berichtet und ein bisschen berühmt sind sie schon. Dennoch sind so sympathisch und erzählen mit solcher Begeisterung von ihren Reisen, dass man unweigerlich angesteckt wird.

@BikeAfrica Damit hatten wir eigentlich nur in Europa und Südafrika Probleme. In anderen Ländern darf der Hanomag auch mal wiederholen - eine völlig neue Erfahrung. Einige Kilometer in Deutschland bergauf in Deutschland hinter dem Hanomag herzufahren war für viele kein Spaß - das haben wir dann später auch zu spüren bekommen 🙂

@blohappat Das hoffen wir auch, wir nehmen uns die Zapps als Vorbild.
www.runterwegs.de - der Afrika und Overlander Blog
2'060 Beiträge · seit 201329. März 2014 · #9
runterwegs schrieb:
@Berg-Eule Die Geschichte mit DDR-Kindern in Namibia klingt auch interessant. Wir haben davon nur als Abzocke-Masche in Windhoek gelesen. Aber es würde uns der Huintergrund Deiner Erfahrung sehr interessieren
Ja klar, sie versuchen, die Touristen zum Zahlen zu bewegen, behaupten, sie würden ein Treffen von ehemaligen Ossis mit Ausstellung veranstalten. Und ich gebe es zu, beim ersten Mal sind wir auf die Masche reingefallen. 😊 Aber bei weiteren Begegnungen erklärten wir gleich, dass wir Bescheid wüssten und haben uns sehr interessant mit den Leuten unterhalten können, sie erzählten begeistert von ihrer Zeit in der DDR.

Es muss ein großer Schock gewesen zu sein, so unvermittelt wieder in die alte Heimat geschickt zu werden, Verwandte zu treffen, deren Sprache man nicht spricht, keine Zukunftsperspektive mehr zu haben, obwohl einem immer gesagt wurde, man würde einmal zur Elite des Volkes gehören, ...

Den Obolus, den wir beim ersten Mal aus Unwissenheit entrichteten, betrachten wir inzwischen als kleine deutsche Wiedergutmachung. 🙂

Wie gesagt, ich kannte das aus Büchern, aber wenn so ein Mensch, der das erlebt hat, vor einem steht, ist es eben nicht mehr nur ein Roman. Ich habe noch nie vorher mit "Zeitzeugen der Geschichte" sprechen können, für mich war es ein besonderes Erlebnis. Andere würden sich vielleicht nur über die Abzocke-Masche ärgern. Aber es gibt immer und über alles verschiedene Meinungen, bestimmt gibt es auch Leute, die die Zapps für verrückt halten, andere bewundern sie. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'048 Beiträge · seit 200730. März 2014 · #10
Hallo,
inspirierende Begegnungen hatte ich sehr viele. Das hängt auch damit zusammen, dass ich nicht überwiegend als Tourist unterwegs bin sondern mehrere Jahre beruflich Menschen in Namibia und Botswana gezielt aufgesucht habe um ihre Lebenssituation besser verstehen zu können. Thematisch geht es dabei um die sozialen Folgen von AIDS im südlichen Afrika, speziell um Aids-Waisen und deren Versorgung. Viele Gespräche mit Kindern muss ich daher mit einem Dolmetscher führen. Dabei nehme ich die Gespräche auf Band auf und lasse mir teilweise die Antworten später nochmal vertrauenswürdiger übersetzen als mit dem Sprachmittler vor Ort. So auch in diesem Fall: Es handelt sich um ein 14-jähriges Mädchen, das ich hier mal Marina nenne und 2010 kennen lernte und bis 2012 weiter besucht habe. Sie war mit 12 Jahren Oberhaupt ihrer Familie geworden, nachdem die ältere Schwester an AIDS gestorben war. Die Mutter ist psychisch krank und ebenfalls HIV-positiv, zu ihr bestand in den Jahren nur einmal ein flüchtiger Kontakt, als sie bei den Kindern auftauchte, den Maisvmehlvorrat mitnahm und wieder verschwand. Über den Vater weiß sie wenig, er sei gestorben als sie 5 oder 6 Jahre alt war. Mit 12 Jahren hatte sie die Schule geschmissen um alles zu tun, damit die beiden kleineren Brüder (8 und 10 J) weiter zur Schule gehen können und alle genug zum Leben haben. Von der Verwandtschaft, die nach namibischer Vorstellung die Versorgung übernehmen sollte (extended family) bestund nur zu einem männlichen Verwandten des Vaters überhaupt Kontakt, der alle paar Monate mal einen 5kg Sack Maismehl vorbei brachte. Später fand ich heraus, dass dieser Verwandte seit dem Tod des Vaters für alle 4, (später 3) Kinder die Rente für "Orphan und Vulnerable Children" monatlich pünktlich beim Postamt abholte, davon aber nur unregelmäßig ein Almosen bei den Kindern ankam. Das Geld diente seiner Lebensverbesserung vorwiegend in Form von Alkohol.
Marina hatte die Schule verlassen um in mehreren Haushalten zu helfen und sich zu prostituieren, Sie sprach nur mäßig afrikaans, kein Wort englisch. In der Schule hatte sie nie richtig Schreiben oder Lesen gelernt. Mit Ihrer Arbeit ermöglichte Sie den Brüdern ein weitgehend sorgenfreies Leben und den weiteren Schulbesuch, was ihr sehr wichtig war. Mir war sie als gut funktionierende "childheaded household" benannt worden, weshalb ich sie aufsuchte. Für die Gespräche mit mir war sie erst nach Vermittlung durch die Kirchengemeinde vor Ort bereit. Als Gegenleistung brachte ich ihr jeweils Maismehl und Pflanzenöl mit. Die kirchliche Dolmetscherin schilderte die Antworten jeweils sehr positiv, sprach über nette Nachbarn, die ihr helfen würden. In Nama antwortete das Mädchen aber sehr offen von sexuellem Mißbrauch durch diese netten Nachbar, was mir aber nicht übersetzt wurde.. Korrekt übersetzt wurden aber auch Schläge und Verachtung meist durch die Ehefrauen der "netten Nachbarn". 2011 hatte ich sie kurz nach einer Fehlgeburt angetroffen und in ein Hospital zur Untersuchung gebracht, die ich bezahlte. Ob es eine Fehlgeburt oder eine primitive Abtreibung war, konnte ich nicht klären. Danach wechselte sie fest mit den Brüdern in einen Mittelstandshaushalt eines "wohlabenden und ehrbaren Mannes" wohnte dort als Hausmädchen mit den Brüdern und wohl 2 Ehefrauen des Mannes, die scheinbar Schwestern waren. Es gab dort 4 kleinere Kinder, wobei mir nie wirklich klar wurde, wer die leibliche Mutter der Kinder war.. Hier schilderte (die gleiche) Dolmetscherin dann von einem besonders netten Familienvorstand, der sich wirklich um sie kümmerte und das Schulgeld und die Kleidung und Nahrung der Brüder bezahlte. .Marina hoffte wohl auf eine echte Partnerschaft mit ihm, was aber nicht funktionierte und nur ihr Traum war. Im Nachgang der Fehlgeburt wurde ihr auch bekannt, dass sie ebenfalls HIV-positiv war. 2012 traf ich sie zum letzten Mal. Unter Vermittlung der Kirchengemeinde hatte sie sich entschlossen, ihre inzwischen fortgeschrittene AIDS-Krankheit behandeln zu lassen. Dies wurde natürlich dem besonders netten und ehrbaren Familienvorstand bekannt, der daraufhin das "undankbare und HIV-verseuchte Pack" vor die Tür setzte. Sie lebte mit ihren Brüdern in einer primitiven Hütte, wobei der älteste Bruder gerade die Schule ohne Abschluss (er war bei den Abschlussprüfungen durchgefallen) verlassen musste. Es war noch unklar ob er eine Wiederholungschance bekam. Als ich 2-3 Wochen später wieder kam war die Hütte leer, keiner wollte auch nur eine Ahnung haben, wo die 3 hingegangen sind. Ich habe nichts mehr von ihnen gehört.
Das ist nur eines von sehr vielen Beispielen, in denen ich die soziale Realität in dem Urlaubsland Namibia kennen lernte. Großmütter mit 12, 16 oder 18 Enkelkindern, wobei alle eigenen Kinder bereits gestorben waren, die Rechtlosigkeit der Frauen in einigen traditionellen Erbfolgen und die Vorstandtschaft durch männliche Verwandte des Vaters, die Eigentum, Frauen und Kinder des Verstorbenen "erben" und als ihr Eigentum ansehen... sehr viele Problemlagen, für die sich in Namibias Politik kaum jemand wirklich interessiert. 70% Schulabrecherquote bei den Mädchen, meist wegen Eintritt einer Schwangerschaft, wobei oft die landverschickten männlichen Lehrer Väter dieser Schwangerschaften sind... Lebensumstände und soziale Wirklichkeiten, die wir uns in unserem Denken kaum vorstellen wollen.
Aber auch das ist Teil dieses schönen Landes. Und es ist vor allem ein bestimmender Teil der Entwicklung, den dieses Land nehmen wird, wenn bei der SWAPO und den fat cats nicht bald ein Umdenken in der Sozialpolitik einsetzt. Dann werden auch noch viel höhere Elektrozäune und noch so viele Security keine Lösung mehr sein. Ich habe auch sehr viele Menschen getroffen, die diese Wirklichkeit auch sehen und daran arbeiten lokal und für wenige daran etwas zu ändern. Aber alle berichten übereinstimmend, sie werden in Namibia nur beschimpft, wenn sie die Erfolge der Unabhängigkeit so schlecht reden. Gehör nach oben finden sie alle nicht.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
2'060 Beiträge · seit 201330. März 2014 · #11
Ein trauriges Dankeschön für diesen ausführlichen Bericht. Man kennt ja auch diese Dinge aus den Nachrichten, aus Büchern und Berichten - aber wenn man es selbst so live erlebt, ist es noch viel grausamer. 🙁
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'338 Beiträge · seit 200730. März 2014 · #12
Hallo zusammen

Mein Mann Toni wird immer sehr vom Anblick der Schneiderinnen und Schneider inspiriert, welche an ihren Tretmaschinen sitzen. Während der jährlichen vier Monate, welche wir uns in Afrika aufhalten, muss schon hin und wieder mal was geflickt werden und sei es nur eine Hosennaht. Ich darf das schon gar nicht mehr machen (wofür haben wir eigentlich noch Nähzeug im Auto? 🙄 ), nein der Mister möchte das jeweils unterwegs per Maschine reparieren lassen, weil ihm einfach der Kontakt mit den Leuten Freude macht.


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Nachdem die Hose geflickt ist, darf ich die netten Damen fotografieren.


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Hier wird die Regenplane unseres Dachzeltes fachmännisch verstärkt.

Man glaubt gar nicht, wie sich diese Menschen freuen, wenn man ihnen Arbeit bringt.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'155 Beiträge · seit 200630. März 2014 · #13
Mich interessieren die Menschen in Afrika eigentlich mehr als alles andere und ich brauche immer Kontakt. Die meisten Schwarzen sind ansteckend freundlich.

Ein Ball schlägt immer schnell Brücken. Die Schwarzen sind Fussballverrückte. Bevor ich jeweils nach Mozambique fahre kaufe ich in Jo’burg immer einige Bälle die ich dann verschenken kann. Ich spiele an der Beach etwas mit dem Ball herum und schon kommen sie aus den „Büschen“. Das tägliche Fussballturnier wird so schnell zur Routine und ich kann mir abends dann mit ruhigem Gewissen ein Glas Wein mehr erlauben … 😄


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