estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200920. März 2014 · #1
Namibia - Caprivi - Zambesi-Region
12.12.2013 - 03.01.2014
Ich bin immer wieder erstaunt über die Sehnsucht nach dem südlichen Africa, die man trotz unzähliger Reisen dorthin entwickelt. So viele Male haben wir das südliche Africa bereist. Mal nur Namibia, Botswana, Südafrika, mal in Kombination Südafrika/Namibia, Namibia/Botswana. Nie mit einer Reisegruppe und immer als Selbstfahrer. Manchmal vor gebucht und manchmal nicht. Gerade so wie es uns in den Sinn kam.
Anfangs packt man viel zu viel in die knappe Zeit um möglichst alles zu sehen. Mit den Jahren merkt man, dass man sich Zeit nehmen muss, um die unendliche Schönheit dieser Länder wirklich geniessen zu können. Wir können einfach nicht genug davon bekommen.
Für unsere 15. Reise in den Süden Afrikas haben wir die Zambesi-Region (neue Bezeichnung seit Aug. 2013, früher Caprivi-Strip) ausgesucht. 2010 haben wir das erste Mal Botswana bereist, uns aber mehr in der Central Kalahari, Chobe und Moremi bewegt. Die Rückreise durch den Caprivistrip durchfuhren wir an einem Tag. Damals mussten wir kurzfristig umdisponieren, weil wir vom Chobe wegen der Wassermengen nicht durch den Savuti und dann weiter zum Moremi kamen. So haben wir den emensen Umweg über den Caprivi in Kauf genommen um das Moremi Game Reserve aufzusuchen. Schon auf diesem Weg war uns klar, die Zambezi-Region mir ihren freundlichen Einwohnern ist eine Reise wert.
Also los!
Unsere Route:
12.12.13 Abflug FFM mit Air Namibia 13.12.13 Ankunft, Autoübernahme, Fahrt nach Buitepos/Kalahari Bush Breaks 14.12.13 Ghanzi - Dqae Qare Guest House 15.12.13 Maun - Discovery Bed and Breakfast 16.12.13 Maun - Discovery Bed and Breakfast 17.12.13 Guma Lagoon Tented Camp 18.12.13 Guma Lagoon Tented Camp 19.12.13 Kongola - Mazambala Island Lodge 20.12.13 Kongola - Mazambala Island Lodge 21.12.13 Kasane - Senyati Safari Camp 22.12.13 Kasane - Senyati Safari Camp 23.12.13 Kasane - Senyati Safari Camp 24.12.13 Kongola - Camp Kwando 25.12.13 Kongola - Camp Kwando 26.12.13 Divundu - Nunda River Lodge 27.12.13 Divundu - Nunda River Lodge 28.12.13 Rundu - Hakusembe Lodge 29.12.13 Otavi - Fiume Lodge 30.12.13 Kalkfeld - Mount Etjo Lodge 31.12.13 Kalkfeld - Mount Etjo Lodge 01.01.14 Windhoek - Hilton Hotel 02.01.14 Windhoek - Autoabgabe/Abflug 03.01.14 Ankunft Frankfurt
Unser Auto:
gemietet über www.come-along-safari.com Abholstation in Windhoek: Africa 4x4 rentals
Eine lange Vorbereitungszeit ist dieser Reise vorausgegangen. Ich plane unsere Afrika-Reisen ca. ein drei viertel Jahr vorher. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr steigt die Spannung und die Vorfreude. Wir bevorzugen den Direktflug und da gab es bis Dato nur eine Airline die in Frage kam. Ich werde jedes Jahr das Gefühl nicht los, dass das Anklicken und Anschauen der Website mit der Zeit die Preise erhöht. Von einem Tag zum anderen kosteten die Flüge plötzlich mehr. Das Abwarten hat uns von einem Tag auf den anderen €200,00 gekostet. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.
Heute nun ist endlich der Tag des Abfluges gekommen und ich verspüre immer wieder das Reisefieber. Erst am Flughafen in Frankfurt bin ich froh angekommen zu sein und das Gepäck aufgegeben zu haben. Dann endlich fällt die Anspannung. Es ist und bleibt immer etwas Besonderes - das Abenteuer Afrika!
Wir flogen mit der neuen A330 und ich war erstaunt - die Neue hat tatsächlich mehr Beinfreiheit. Aber entspanntes Schlafen? Nein, nein - mein Hintermann vergraulte es mir mit lautstarkem Geschnarche.
So freute ich mich umso mehr auf die Landung. Ich liebe es wenn am frühen Morgen die Sonne rot am Horizont aufgeht, nach einiger Zeit die Etoschapfanne in Sichtweite kommt, der Waterberg überflogen wird und die einheimischen Stimmen (meist Internatsschüler, die ihre Weihnachtsferien zu Hause in Namibia bei ihren Familien verbringen), sich über das Wetter und den zu erwartenden Regen unterhalten. “Hat es wohl schon geregnet?”Ja, es hat!“Wie viel mm werden es wohl gewesen sein und hoffentlich hat unsere Farm etwas abbekommen”Gern lausche ich diesen Gesprächen. Unter uns ist der Busch grün und ein paar Springböcke grasen in aller Ruhe. Der Abstand zwischen Flugzeug und der Buschlandschaft verringert sich stetig, man sieht weder etwas von einer Landebahn noch von irgendwelchen Gebäuden. Da werden sich diejenigen, die zum ersten Mal nach Namibia reisen fragen “wo landen wir hier bloß - mitten im Busch?”
Planmässig rollt die A330 auf ihre Position. Als wir auf der Rolltreppe nach unten und über das Rollfeld zum Flughafengebäude gehen (ja, hier geht man noch zu Fuß!), geniessen wir beide die frische afrikanische Morgenluft und das wunderbare Licht. Im Gebäude angekommen, folgen die üblichen Einreiseformalitäten. Mein Mann wartet am Gepäckband, während ich schon durch den Zoll gehe, mich um das Geldwechseln und die namibische SIM-Card kümmere. Ein wenig muss ich noch warten, finde zwischenzeitlich den Fahrer, der uns nach Windhoek fahren soll und dann kommt auch schon mein Mann mit dem Gepäck. Der Fahrer bringt uns zu 4x4 rentals und unser Auto steht schon bereit, hat den gewünschten 2. Reservereifen, den Kühlschrank, den wir extra bestellt haben und der Tank soll auch voll sein.
Zum Einkaufen fahren wir in die Maerua Mall um ein paar Getränke und Kleinigkeiten zu kaufen. Wir brauchen in diesem Jahr nicht viel, weil wir Lodges gebucht haben und dort verpflegt werden. Ausser Senyati - da müssen wir uns selbst versorgen. Aber das dauert ja noch eine Weile bis wir dort sind. Als alles im Auto verstaut ist freuen wir uns, dass es endich los geht.
Wir fahren auf der B6 wieder am Flughafen vorbei in Richtung Gobabis zu Kalahari Brush Breaks. Obwohl die Strecke (Teer Strasse) etwas eintönig ist, geniessen wir sie trotzdem. Die Müdigkeit bei uns beiden zwang uns jedoch, immer wieder zu einem Fahrerwechsel. Wir nahmen uns vor, dass es das letzte Mal ist, eine 300km-Strecke am ersten Tag zu fahren. Das nächste Mal bleiben wir in der näheren Umgebung von Windhoek.
Der Empfang ist herzlich, die Häuschen nett und alles ist sauber, ebenso der Pool. Wir könnten hier eine Wanderung unternehmen, entscheiden uns aber für die Liegen am Pool und sind dort im Nu eingeschlafen. Später machen wir uns zum Dinner fertig, nehmen einen Sundowner und geniessen das gute Essen und den Wein.
Während wir essen, kommt noch ein junges Pärchen und gesellt sich zu uns. Sie erzählen uns, dass sie am Tag vorher aus Amerika in Johannesburg angekommen sind, direkt über die Central Kalahari zur Kalahari Bush Breaks Lodge gefahren und nun total übermüdet sind. Morgen wollen sie ganz früh eine Wanderung hier machen und dann sofort nach Swakopmund (halt an´s Meer!), dann weiter ebenfalls ohne weiteren Stop nach Cape Town. Dort wird in ein paar Tagen geheiratet. Ich war platt. Das nenne ich mal einen Schnelldurchlauf! Hoffentlich sind sie gut angekommen.
Am nächsten Morgen, nach einem reichhaltigen und guten Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg, fahren zurück auf die B6 und weiter zur Grenze nach Buitepos. Es ist nicht viel los und wir können nach Erledigung aller Formalitäten aus Namibia ausreisen und in Botswana einreisen. Während wir so über die Schlaglöcher fahren, die 2010 auch schon an gleicher Stelle waren, grübele ich über die Zahlungsmodalitäten für die Einreise des Autos nach und werde das Gefühl nicht los, dass wir schon wieder einmal ganz freundlich betuppt worden sind. Also kein Wort mehr darüber - vergiss es, Edith!
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200820. März 2014 · #2
Hallo Edith,
Super, ich steige gleich ein! 😎
Diese Region möchte ich auch einmal im Dezember besuchen. Leider habe ich es bis Heute immer gemeidet denn ich war der Meinung dort zu versaufen wegen der Regenszeit. 😗
Der Caprivi (- ich bleibe mal bei der alten Bezeichnung -) steht ganz oben auf meiner Wunschliste - und vielleicht fällt ja noch die eine oder andere Info für mich ab ! 🙂
Der Weg durch Botswana klingt auch nett - vielleicht auch eine Ergänzung für mich ...
Danke für diesen Bericht. Ich fahre mit. Ab 6.6. sind wir auch im Zambesi-Streifen. Umfahren dann Chobe und Moremi. Welche Parks habt Ihr denn im Zambesi-Streifen besucht? Kann man diese mit dem Auto problemlos befahren?
nur so als Info zu z.B. "Zambesi-Streifen" oder "Zambezi, ehemals Caprivi". Es gibt auch weiterhin die geographische Bezeichnung des Caprivi-Zipfel/Caprivi-Streifen. Nur die ehemalige Region Caprivi wurde in Sambesi (Zambezi) umbenannt. Diese ist aber nur teilweise geographisch dem Zipfel/Streifen entsprechend.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Fleur de Cap1'409 Beiträge · seit 201021. März 2014 · #7
Hallo Edith,
das mit der Sehnsuch kenne ich 😊 Ich fahre gerne mit....freue mich schon
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200921. März 2014 · #8
@Annick, Antje, Bernd und Fleur - ich freue auf Eure Gesellschaft. Danke, dass ihr mir folgt. @Antje, es war ein Toyota 4x4 Hi Lux Double Cab. Diesen Wagen nehmen wir gerne, weil bei unseren Pirschfahrten einer vorne und einer auf den Rücksitzen Platz nimmt. So kann man besser zu allen Seiten fotografieren. @ Christian - Danke für Info. So lernst man nie aus! 🙂 @ Aluship - Wir waren ausser im Chobe noch in der Mashi Region, Mumudu, Mahango, Im Mahango sind wir selbst gefahren. Da gab es gar keine Schwierigkeiten. Bei den anderen ergab es sich so, dass wir Bootstouren gebucht haben. In der Mashi Region wurden wir per Boot zu einer anderen Anlegestelle gebracht, um von dort mit einem Guide per Auto weiter zu fahren. @an alle Danke-Button Drücker - bin begeistert, wer alles mitliest. DANKE 🙂
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200921. März 2014 · #9
sorry, das war ein Fehler - doppelt gepostet
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200921. März 2014 · #10
2. Teil Wir freuen uns sehr auf die Dqae Qare San Lodge, die von den San selbst verwaltet und betrieben wird und sind gespannt, was wir dort erleben werden.(268km) Bei Ankunft ist die Rezeption nicht besetzt, müssen aber nicht lange warten bis ein San angelaufen kommt um uns herzlich zu begrüßen. Er zeigt uns, wo wir wohnen können. Wir haben die Wahl zwischen einer traditionellen Hütte
oder eines der sieben Zimmer im Haus.
Wir Weicheier entscheiden uns für das Zimmer am Ende des Hauses. Es ist einfach und zweckmässig eingerichtet. Habe leider vergessen Fotos davon zu machen. Im Zimmer liegt eine Mappe, da können wir alles über das Projekt nachlesen und welche Aktivitäten es gibt. Da wir nur eine Nacht bleiben, entscheiden wir uns für einen Walk und einen Nightdrive. Unser San, der uns begrüsste und später auch unser Guide ist, freut sich über unsere Wahl und schlägt vor, erst ein Stück zu fahren, dann eine Weile zu Fuss durch das Gelände zu laufen und dann mit dem Geländewagen die Fahrt zu beenden. Wir stimmen zu und ich frage rein zufällig, ob es auf der Fahrt etwas zu trinken gibt. Demütig schaut er auf den Boden und sagt: Leider nicht, sorry! Aber - man hätte jemanden nach Ghanzi losgeschickt, um Wasser zu kaufen. Gut, sage ich, ist ja nicht schlimm - wir haben noch etwas dabei. Später als wir losfahren ist mein Mann mit einer Cola bewaffnet und ich mit einer großen Flasche Wasser. Während wir so unseren Gamedrive machen habe ich eigentlich Durst, wage aber nicht zu trinken, weil mir in diesem Moment aufgeht, dass der Guide ja gar nichts zu trinken hat. Auch mein Mann rührt seine Cola nicht an. Nach einer kurzen Weile halten wir an, um zu Fuss weiter zu gehen. Wir lassen unsere Getränke im Auto!
Uns wird die Flora ausführlich und mit viel Enthusiasmus erklärt. Es macht Spass ihm zu zuhören. Wir hören ein Kudu der schnaufende Geräusche von sich hören lässt und es wird uns gesagt, dass er das nur tut, wenn ein Leopard oder ein Gepard in der Nähe ist und sich für den Nachwuchs interessiert. Ich schaue ihn mit großen Augen an, aber er sagt mir, dass ich keine Angst haben muss, der Leopard oder Gepard kommt nicht zu uns. Er sollte Recht behalten. Wieder am Auto angekommen plagte uns doch der Durst und mein gab dem Guide seine Cola und wir beide machten uns über unsere Flasche Wasser her. Die Dämmerung kam und damit auch ein wunderbarer Sonnenuntergang.
Hunger! Bei Ankunft in der Lodge war der Tisch gedeckt und das Essen stand im Potje bereit. Gerne wollten wir eine Flasche Wein bestellen - aber es gab keinen. Auch nicht beim Manager den man fragte und der sich nicht blicken lies. Wasser??? Leider nein!!! Wir aßen unseren Eintopf, wenig aber schmackhaft. Ein bisschen angesäuert gingen wir ins Bett.
Dies ist die Rezeption bei Nacht. Ein hübscher Anblick, finde ich!
Das Frühstück am nächsten Morgen war sehr einfach (Joghurt, Cerealien , kein Obst, Toast und Rührei) Da wir nichts anderes erwarteten, war es OK. Wir bezahlten unseren Walk und Drive und ich war recht großzügig bei dem Trinkgeld, denn die San hatten sich wirklich alle Mühe gegeben und waren so freundlich zu uns. Auch ein Kanister Wasser liessen wir dort. Dass hier nicht alles mit den Getränken so rund lief, war schliesslich nicht ihre Schuld. Nun noch schnell Getränke aus dem Kühlschrank für die Fahrt geholt und dann soll es weiter gehen nach Maun (284km). Am Tag zuvor bemerkte mein Mann schon, dass der Kühlschrank eine Dauertemperatur von 24 Grad hat. Wie ärgerlich! Wir müssen noch dahinter kommen, woran das liegt. 🙁
Guggu2'261 Beiträge · seit 201121. März 2014 · #11
Hallo Edith,
ja, super. 🙂 😛 Da bin ich auf jeden Fall dabei und freue mich riesig auf deinen Bericht. Ich bin gespannt wie du den Caprivi erlebt hast. Habe gerade keine Zeit zum Lesen, werde ich am Sontag Abend ganz gemütlich nachholen, wenn der Guggu-Mann Sportschau schaut 😉
freshy3'883 Beiträge · seit 201122. März 2014 · #12
Vielen Dank für deinen Reisebericht, Estefe. Spätestens am Reisetag 21.12. werde ich aufspringen, denn wir wollen im September den Caprivizipfel in umgekehrter Richtung bereisen.
chrissie2'460 Beiträge · seit 200622. März 2014 · #13
Hallo Edith, auch mich interessiert diese Region. Leider habe ich momentan mal wieder viel zu wenig Zeit, um die vielen RBe im Forum lesen zu können, aber ich werde sicher immer wieder „aufspringen“. 😄 LG Chrissie
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200922. März 2014 · #14
@Guggu, Freshy und chrissie - ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid. Vielen Dank. Morgen geht es weiter! Liebe Grüße von Edith
Hanne6'152 Beiträge · seit 200623. März 2014 · #15
hallo Edith, da spring ich doch gleich auf und fahre sehr gerne mit, zumal wir die Strecke im Februar gerade umgekehrt gefahren sind , einige eurer Unterkünfte auch besucht haben, Kalahari Bush Break war ein aboluter Traum. Dqae Quare sind wir nicht geblieben, war so trostlos , die Umgebung, die Zimmer , haben uns alle angesehen, keines hat uns zugesagt. Wir hatten Thakadu gebucht, die waren aber überflutet und haben dann dies als Ausweichquartier für uns gebucht. Es war nur ein San da, der dachte sicherlich wir haben alles dabei, Essen und Getränke, war ja nicht der Fall . Sind dann zu Thakadu gefahren, die waren sehr hilfsbereit haben rumtelefoniert für eine Unterkunft, uns unser Geld zurückgegeben. Die taten mir sehr leid, der Anblick, alle Bungalows, Bar unter Wasser, die Kühlschränke defekt, es roch schon modrig. Freu mich auf de Weiterreise. Einen schönen Sonntag wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200923. März 2014 · #16
Danke Hanne, dass Du auch noch mit aufgesprungen bist. Dich nehme ich gerne auch noch mit! Mit dem Dqae Qare Guest House - das ist wirklich schade. So wie ich das verstanden habe, gibt es dort einen weissen Manager. Dem hätte ich gerne mal den Marsch geblasen, die San mit allem so im Regen stehen zu lassen. Aber nach einer so schönen Reise, wie wir sie hatten, ist man wieder milde gestimmt. Auch mein Bericht hierüber ist viel milder ausgefallen, weil mir die San eben Leid tun. So und nun geht es weiter. LG von Edith
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200923. März 2014 · #17
3, Teil / Maun
Wir fahren durch Maun, neugierig schaue ich mich um und einige Eindrücke bleiben haften. So auch das Schild in der Nähe des Flughafens, das auf Scenic Flüge hinweist. Schon lange ist es mein Wunsch einmal einen solchen Flug zu machen. Vor Jahren in Swakopmund hatte ich mit meinem Mann darüber gesprochen, über die Skelettküste zu fliegen, später einmal wollte ich mit Kücki fliegen und im Sossusvlei über die Dünen. Jedesmal sagte er: „In diese kleinen Dinger kriegst Du mich nicht rein!“ 2012 konnte ich ihn dann zumindest zu einer Ballonfahrt über die Namib gewinnen. Das war einmalig schön! Vielleicht war das schon die Vorbereitung auf das was nun kam. Beim nächsten Reklameschild für einen Scenic-Flug sagte ich so gaaaanz beiläufig: „Schau,hier könnten wir über das Delta fliegen!?“Es kam keine Antwort. Nun, keine Antwort ist auch eine und in meinem Kopf ratterte es, wie ich das jetzt positiv für uns anstellen könnte.
In unserer Lodge Discovery Bed & Breakfast angekommen wurden wir auch hier freundlich begrüsst und alles erklärt. Wenn wir etwas nachlesen wollten, konnten wir das auf einem Memo-Board tun. Und was stach mir da ins Auge? Die Telefonnummern von den Airlines, die Scenic Flights anboten. Sofort habe ich sie mir aufgeschrieben. Falls sie einer braucht, hier sind sie: Kavango Air: +267 6860323 Moremi Air: +267 6863632 Nun aber erst einmal in unser Häuschen, Kaffeemaschine angeschmissen und uns eingerichtet.
„Meinst Du, ich soll mal da anrufen?“ frage ich ganz liebreizend mein bestes Stück. „Wo denn?“ kommt zurück. Natürlich meinte ich eine der Airlines und er sagte:“Meinetwegen, aber die werden sowie so ausgebucht sein!“ Kaum hatte er ausgesprochen hatte ich Kavango Air schon in meiner Leitung. Wenn wir Lust und Zeit hätten, könnten wir sofort kommen! Mein Mann guckte mich mit großen Augen an als ich sofort zusagte und innerhalb einer Stunde saßen wir in der Cessna mit drei anderen Passagieren.
Wir rollten zur Startbahn, die Cessna beschleunigte und ich war unheimlich glücklich!
Mein Mann hielt alles mit seiner Kamera fest und ich mit meinem Camcorder. Es war sehr laut und heiss in der Maschine, aber noch machte es mir nichts aus. Später merkte ich, dass das Filmen gar nichts brachte. Man konnte den Camcorder nicht ruhig genug halten und es wackelte viel zu sehr. Ausserdem waren die Kunststoffscheiben auf meiner Seite sehr verkratzt und die Sonne brach sich darin, die Filmausschnitte waren ziemlich verschwommen. Ich habe die Filme gelöscht und damit leider auch versehentlich einen Teil aus den ersten zwei Tagen. Das war Pech. Mein Mann hatte mit seinen Bildern eine bessere Ausbeute. Zum Glück!
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200923. März 2014 · #18
und weiter mit Teil 3:
Jetzt machen wir einen großen Bogen und es geht zurück. Ich muss ein paar mal schlucken - noch geht es ! Ich schaue nach, ob die Tüte greifbar ist. Ja, sie ist es. Ich zupfe ein wenig daran und bringe sie in eine für mich gute Position, Wir verlieren an Höhe und Maun kommt wieder in Sicht. Mir geht es merklich schlechter aber ich schaffe es tatsächlich, ohne die Tüte zu benutzen. Mein Mann freut sich, dass er alles gut überlebt hat. Ich lobe ihn natürlich sehr!
Obwohl wir nur vereinzelt Elefanten, Giraffen und Flusspferde entdecken konnten, war es ein sehr schönes Erlebnis das Delta von oben zu sehen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Zurück in der Lodge rufe ich erst einmal bei der Thamalakane River Lodge an, um einen Tisch für unser Dinner am Abend zu reservieren. Sicher ist sicher. Wir wollen nicht im Dunklen vergeblich durch die Gegend fahren. Nun haben wir noch Zeit um uns ein wenig ausruhen. Ich habe allerdings kein Sitzfleisch und befasse mich noch näher mit meinem Camcorder. Gehe auf die Suche nach Motiven und probiere aus wie weit ich zoomen kann.
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Champagner8'672 Beiträge · seit 201023. März 2014 · #19
Hallo Edith,
ich bin natürlich auch dabei - falls du das noch nicht bemerkt haben solltest 😎 😗 (auch wenn ich ja schon vorab ein bisschen was erfahren und sehen durfte 😉 )!
Wie toll, dass Ihr den Flug wahr gemacht habt - ich komme ja immer wieder ins Grübeln, ob ich nur noch nie einen so richtig wackligen Flug erlebt habe oder ob ich einfach generell flugtauglich bin (meine Schwägerin hat letztes Jahr bei einem für mich völlig ruhigen Flug ne Tüte abgefüllt und meinte, der Flug sei total wacklig gewesen - also gehe ich zu meinen Gunsten einfach mal davon aus, dass ich unempfindlich bin... wir werden es in 5 Monaten sehen 🤩 )!
Die Fotos vom Delta machen mich schon ganz sehnsüchtig und hier ist ja tatsächlich ein Elefant drauf (ich weiß wie schwierig es ist, eine Sichtung zu erkennen und dann auch noch schnell zu fotografieren, der Flieger hält ja nicht eben mal an 😎 ).
estefe schrieb:
Bin schon seeeehr gespannt auf deine Fortsetzung - ich mache mir einen faulen Couchrestsonntag, wie wär's mit Weiterschreiben???? 😊 😘
estefeThemenstarter690 Beiträge · seit 200923. März 2014 · #20
...und weiter ebenfalls mit Teil 3
hier ein paar nette Ergebnisse:
Diese Piepmätze finden wir in einem Baum direkt vor unserem Haus, sie waren schwer zu entdecken, Das Nest war winzig klein. Später haben den Camcorder auf ein Stativ gestellt und einfach laufen lassen. Das Ergebnis -natürlich geschnitten - kommt hier: http://www.youtube.com/watch?v=JW5tkqUXbMs Mein Mann befasst sich mal wieder mit unserem Kühlschrank und ist ratlos. Er fragt den Lodgebesitzer nach einer Werkstatt und bekommt eine Adresse. Das wollen wir morgen früh angehen. Es wird langsam Zeit unser Dinner einzunehmen und fahren in die nahe gelegene Thamalakane River Lodge. Wir kennen diese schon von 2010. Damals waren wir mit dem Camper dort auf dem Campingplatz und haben abends auch immer dort gegessen. Die gute Erinnerung hat uns auch diesmal nicht enttäuscht. Wir hatten hervorragenden Fisch, leckeres Eis und einen guten Wein. Gesättigt und zufrieden fuhren wir in der Dunkelheit zur Lodge zurück. Die 3 KM dauerten eine Ewigkeit, weil andauernd das liebe Vieh auf der Strasse herum lag und einfach nicht weichen wollte. Zudem wurden wir ständig von hinten angeblinkt! Es stellte sich heraus, dass ein Bremslicht nicht funktionierte. Auch das müssen wir morgen in Ordnung bringen lassen.
In der Nacht regnete es Bindfäden und der Strom fiel einige Zeit aus. Als wir aufwachten regnete es noch immer, hörte aber rechtzeitig auf als wir zum Frühstück gingen. Alles war ausreichend und lecker!
Die Autowerkstatt war leicht zu finden, das Rücklicht schnell repariert aber mit dem Kühlschrank konnte man uns nicht helfen und verwies uns auf eine andere Werkstatt einige 100 Meter weiter auf der anderen Seite der Strasse. Ich staunte nicht schlecht als wir dort einbogen. Es war fast wie auf einem Schrotthaufen. Alle möglichen elektrischen Geräte, manche recht unansehnlich, standen wild dort herum. Dazwischen eine Wäscheleine mit Wäsche. Ich habe keine Fotos dort gemacht, weil es mir unangenehm war. Aaaaber - man konnte uns helfen. Der Kühlschrank wurde ausgebaut, der Fehler gefunden. Es lag daran, dass man vor dem Einbau den Kühlschrank nicht aufgeladen hatte und während der Fahrt nicht genügend herunter gekühlt werden konnte. Da wir auch kein Stromkabel hatten, war es uns nicht möglich, nachts zu laden. Man gab uns noch den Rat ein langes Stromkabel dafür zu besorgen. Irgendetwas anderes war auch nicht in Ordnung, habe aber vergessen,und in ca. 2 Stunden was das war. Nun sollten wir am Nachmittag wieder kommen, dann sei alles bereit. War es dann auch. Die Zwischenzeit vertrieben wir uns mit shoppen und lunchen und besorgten das Stromkabel. Wir hatten uns am Abend vorher schon entschieden, nicht unsere an gedachte Moremi-Tour zu machen. Zum einen wollten wir die Kühschrank-Situation in den Griff kriegen, das Rücklicht reparieren lassen und zum anderen waren wir irgendwie immer noch so kaputt und müde von unseren Jobs. Darum machte es uns überhaupt nichts aus einfach nur so durch Maun zu schlendern, zu essen und im Internetcafe Motsana Kaffee zu trinken und die ersten Mails abzufragen. Es wurde ein entspannter Tag, der uns gut tat.
Abends waren wir wieder zum Dinner in der Thamakalane River Lodge, aßen ein super gutes Steak, wieder Eis und tranken den guten Rotwein.
Teil 4 folgt morgen, wenn ich Zeit habe! Gruß von Edith