FAFaceThemenstarter71 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #1
Hallo liebe Fotografen hier im Forum!
Bei mir geht es ab 11. Februar nach Namibia, Rundreise mit 4x4 Camper (Selbstfahrer). Wir kommen in die Kalahari, Tirasberge, Sesriem, Swakopmund, Spitzkoppe, Ugab-Terrassen, Etosha und Waterberg.
Jetzt stelle ich mir die Frage nach der Fotoausrüstung - selbst wenn mich das Afrikafieber packt und ich wieder einmal nach Namibia reisen sollte (was durch Hausbau und baldige Kinderpläne etwas dauern könnte), möchte ich als Hobbyfotograf natürlich gleich jetzt schon mit den besten Fotos heimkommen. Wenn ich da noch Objektive brauche, würde ich sehen ob ich gebraucht noch etwas Passendes bekomme und das nach dem Urlaub auch wieder verkaufen. Die 100 Euro Verlust die da entstehen können (wenn ich die Linsen heil nach Hause bringe), nehme ich in Kauf.
Nachdem das Gewicht im eigenen Auto nicht so eine Rolle spielt, ist die größere Ausrüstung eingeplant. Sprich es kommen bisher fix mit:
1x Nikon D7000 (mit Batteriegriff) 1x Nikon D5200 1x Ultraweitwinkel Nikon 10-24mm 1x Makroobjektiv Nikon 105mm 2.8 VR (mag ich auch gern für Portraits, ist rattenscharf) Stativ für Landschaft, Bohnensack für Safari (wird vor Ort befüllt), Fernauslöser, ND-Filter (64x und 1000x), Polfilter, Faltreflektor und natürlich jede Menge Speicherkarten (ca. 150GB) und für jede Kamera ein Ersatzakku. Ein Netbook zum Runterspeichern auf eine externe Platte ist auch dabei.
Nun habe ich noch weitere Objektive und da fängt eben das Überlegen an. Mein Sigma 17-50 2.8 OS (also mit Stabilisator) schätze ich im Alltag sehr, aber ist es in der Weite Afrikas brauchbar und nicht zu eingeschränkt? Das Nikon 18-200 VR hatte ich bislang als Reiseobjektiv, aber da war ich nicht mit Auto unterwegs. Abgeblendet kann man damit durchaus vernünftig fotografieren, es wäre eben sehr vielseitig und meine Freundin mag es gerne als "Immerdrauf". Als Tele habe ich bislang mit dem Tamron 70-300 VC gute Erfahrungen gemacht und das wäre grundsätzlich auch eingeplant. Aber reicht es eben auch wirklich?
Alternativen sind viele vorhanden und prinzipiell auch preislich für mich (mit dem Hintergedanken des späteren Verkaufs) erschwinglich. Bei manchen ist das Angebot am Gebrauchtmarkt wohl das Thema weil ich ja nur mehr 3 Wochen Zeit habe.
Sigma 150-500 OS: kommt bis auf 500mm (=750mm KB), ist aber ein Dunkelzoom, also auch nur für untertags geeignet. Bekomme ich aber gebraucht um einen Preis wo ich wohl keinen großen Verlust mache wenn ich es wieder verkaufe.
Sigma 50-500 OS: Das Bigma soll besser sein als das 150-500, kostet neu unter 1200, das ist nur rund 200 mehr als gebraucht und wäre vielleicht auch neu überlegenswert (vor allem weil ich am Gebrauchtmarkt grad keines finde). Aber auch das ist ein Dunkelzoom und müsste sicher nach der Safari weg.
Nikon 70-200 2.8 VR I oder II + 2x TK: ohne Telekonverter ein Spitzenglas, die 2.8er-Blende hilft sicher auch am beleuchteten Wasserloch, mit TK immerhin 400mm in etwa auf Sigma-Qualität. Die Gefahr ist dass mir das Teil so gut gefällt, dass es dann bei mir bleibt und da sind ca. 1200-1600 Euro (je nachdem ob das erste oder das aktuelle) natürlich schon ein Haufen Holz (das 70-300 käme dann aber weg)
Nikon AF-S 300mm f4 mit 1,4x TK: ergibt auch 420mm f5.6 und ist als Festbrennweite schärfer, aber nicht so flexibel und hat auch keinen Antiwackeldackel für Aufnahmen aus der Hand. Wäre mir zu unflexibel um es zu behalten, also auch mit Verkauf danach.
Fällt sonst noch jemandem etwas ein? Oder soll ich beruhigt mein Tamron 70-300 einpacken und bin damit schon ausreichend ausgerüstet? Und würdet ihr das 17-50er mitnehmen oder das 18-200er (vor allem auf Wanderungen wo mal nicht die gesamte Ausrüstung mitgeht)? Beide wären mir dann doch zuviel an Gepäck.
lg Wolfgang
EDIT: Gerade noch vergessen, ein 35mm 1.8 wäre auch vorhanden, aber dafür sehe ich einfach zuwenig Bedarf in Namibia auch wenn ich die kleine Festbrennweite sonst gerne habe.
ich habe lange mit dem gleichen Gedanken wie Du gespielt.
Letztendlich habe ich mich nach vielen Test´s für das Sigma 50-500 entschieden. Meiner Meinung nach im Preisleistungsverhälnis unschlagbar. Abgeblendet auf Blene 8 macht das Teil richtig gute Fotos. Da man im südlichen Afrika meinstens sehr gute Lichtverhältnise hat, macht mir das Abblenden wirklich NULL aus.
Das 300mm f4 ist mir persönlich zu unflexibel. Das 70-200mm ist ohne Frage ein super Objektiv - mit 2x Konverter geht die Lichtstärke aber auch verloren und Du bist im vergleich zum Sigma immer noch 100mm kürzer und wesentlich mehr Geld los.
Ich bin sonst auch immer mit dem Nikkor 10-24 / Nikkor 16-85 / Nikkor 105 (Makro) & 50-500 Sigma unterwegs. Bis jetzt habe ich noch nichts vermisst.
Die ersten 2 Jahre hatte ich im oberen Brennweitenbereich "nur" das Nikkor 70-300mm, ehrlich gesagt kommt auch mit diesem Objektiv sehr sehr weit...wenn Du also nicht unbedingt noch Geld für das Sigma ausgeben willst, dann würde ich mir keien Gedanken machen und mit Deiner jetzigen und guten Ausrüstung fahren.
Das 35mm 1.8 habe ich übrigens IMMER in meiner Fototasche.
Ich empfehle Dir diesen Thread in diesem wurde das Thema recht ausführlich diskutiert.
Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
ich hatte das Sigma 50-500 und war sehr unzufrieden. Meine Frau hatte (bei der gleichen Reise) das Tamron 70-300 und am Ende war ich frustriert und Sie begeistert. 🙁
Das Sigma habe ich verkauft und habe mir ein anderes Objektiv gekauft. Jetzt geht es wieder. 😉
Ach so zur Frage. 😗 : Eigentlich reichen 300mm, Vögelfotografie gerne mal mehr. Schau Dir mal den Reisebericht der Eulenmuckels an. Die haben maximal 400mm und das sind klasse Fotos!
von Tamron gibt es ganz neu ein 150-600mm, welches in ersten Tests gut abschneidet und in Sachen Tele-Brennweite/Preis/Leistung derzeit wohl kaum zu schlagen ist. In Deutschland ist es ab 1099 EUR zu bekommen. Aber es ist erst wenige Tage in den Läden und vermutlich sinkt der Preis in den nächsten Monaten noch ein bisschen. Es ist allerdings voluminös und schwergewichtig. http://www.lensrentals.com/blog/2014/01/tamron-150-600-telezoom-shootout
Beste Grüße
Guido
FAFaceThemenstarter71 Beiträge · seit 201321. Jan. 2014 · #6
Das Tamron gibt es noch nicht für Nikon, sonst hätte ich mir das eventuell überlegt.
An ein Sigma 120-400 OS käme ich recht günstig lokal dran, das ist von den Blenden her ähnlich meinem Tamron. Deutlich größer, 100mm länger und mit Stativschelle. Das wäre eventuell eine Möglichkeit.
Die Frage bei der ich mir einfach noch nicht sicher bin - bringt die Lichtstärke einer 2,8er Blende auch bei den Gamedrives am Morgen oder Abend etwas oder ist das nur ein nice to have am beleuchteten Wasserloch und sonst nicht praxisrelevant? Mich reizt das 70-200er nämlich schon auch 😄
Hi, also Licht ist immer toll, hat aber seinen Preis. Günstiger Objektive 2.8 haben halt bei 2.8 nicht die größte Schärfe, aber Du verwackelst nicht. Teure Objektive haben dies meist nicht von Anfang an ein gute Schärfe. Da musst Du etwas forschen... 🙁 (Ist etwas pauschal, aber der Preis ist meist nicht unbegründet.)
Da Du mit Nikon fotografierst, ist dein Bildstabi im Objektiv oder nirgens. 😉
Meine Empfehlung ist: Nimm das Objektiv, welches die beste Schärfe hat. Deine Kameras rauschen nicht stark (laut Tests) und somit kannst Du die ISO etwas hochreißen und wenn dein neues Objektiv sogar eine Stabi hat, dann sollte alles gut werden.
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200621. Jan. 2014 · #8
An meiner betagten D200 hängt zu 95% das Sigma AF 500/4.5 EX APO DG HSM IF.
Und ich liebe es!
Mehr Brennweite und 2.8 wären cool, aber das ist Hobby und ich verdiene meine Geld nicht damit....
Der Traum wäre das Sigma 200-500mm F2,8 EX DG, aber die 24000€ schrecken doch ab 🤢
Aber wenn ich auf der Farm unterwegs bin, gibt es so oft Momente, da sind 500mm zuwenig, dafür bekomme ich in Etosha nur das Auge des Impalas auf's Bild, aber damit kann man auch schön spielen (wenn sich das Auto im Auge spiegelt)
Alles eine Frage von "was ist es Dir wert?"
LG Jens
PS.: Und beim wandern läßt man die Tüte auch besser zuhause oder hat einen Sherpa!
Clamat1'425 Beiträge · seit 201321. Jan. 2014 · #9
Hi,
also ich liebe mein Tamron 18-270 (auf der Nikon D7000) als Objektiv für den schnellen Einsatz in allen weiter entfernten Lagen. Vor allem wenn man nicht die Zeit hat ein Stativ aufzubauen ist das noch eine Brennweite, welche man aus der Hand halten kann. Ich weiß, dass dieses Objektiv ziemlich schlechte Bewertungen in den Test bekommt, aber wo die Liebe halt hinfällt und wie man damit klar kommt 🙂
Jens_Dietzel schrieb: gibt es so oft Momente, da sind 500mm zuwenig, dafür bekomme ich in Etosha nur das Auge des Impalas auf's Bild, aber damit kann man auch schön spielen (wenn sich das Auto im Auge spiegelt)
Ja das Auto im Auge links ist auch mit dem Sigma 150-500mm 5-6.3 APO HSM OS mit 439mm aufgenommen. Lichtstärke m.E. ausreichend, da ich am Wasserloch Abends mit Blitz und 50mm unterwegs war. Diesmal habe ich das Sigma 70-200mm 2.8 neu dabei und am Wasserloch damit bestimmt besser bedient 😉
500mm mit Crop Faktor 1.6 (Eos 500d) war gerade bei kleineren Vögeln nicht immer ausreichend.
Hier ein 500mm Bild auf einem Dolphin-Tour Katamaran, an einem recht trüben Augusttag 2012. F 9.11 1/500s überhaupt nicht bearbeitet.
FAFaceThemenstarter71 Beiträge · seit 201327. Jan. 2014 · #12
Hallo!
Ich habe mich jetzt für die Lösung mit dem 70-200 2.8 VR II und 2x Konverter entscheiden. Das Objektiv ist wirklich toll, ich habe eine Riesenfreude damit. Selbst starke Ausschnittsvergrößerungen gelingen damit, also denke ich dass mit dem Cropfaktor der DX-Kameras die Brennweite jetzt auf jeden Fall genügt und ohne Konverter ist die Lichtstärke jetzt auch genial.
Die Resultate aus Namibia werde ich auf jeden Fall hier im Forum präsentieren.
ich bin zwar mit Canon unterwegs und kenne mich bei Nikon nicht aus. Aber Du wirst Dich auf Deiner Reise bestimmt öfter über Dein lichtstarkes Objektiv freuen.
Über Aussagen wie "Im südlichen Afrika gibt es immer ausreichend Licht" muss ich immer ein wenig schmunzeln. Ja, natürlich ist das Licht während des Tages sehr ausreichend, aber leider auch sehr hart, d.h. für wirklich schöne Fotos eher nicht so schön (es sei denn es passiert gerade etwas aussergewöhnliches 😛 da ist das Licht dann egal). Interessant für schöne Aufnahmen sind die Zeiten frühmorgens und spätnachmittags und da braucht man Lichtstärke, Blende 8 hilft da nicht wirklich. Hinzu kommt natürlich auch, dass ich mit einer lichtstarken Linse sehr schön freistellen kann, was bei Blende 8 meistens auch schon schwierig ist 😎 .
Von daher hast Du bestimmt die richtige Entscheidung getroffen.
Viel Spass mit der neuen Linse und ein schöne Reise,
FelixF.196 Beiträge · seit 201128. Jan. 2014 · #14
AfricaDirect schrieb: Über Aussagen wie "Im südlichen Afrika gibt es immer ausreichend Licht" muss ich immer ein wenig schmunzeln.
😐
AfricaDirect schrieb: Interessant für schöne Aufnahmen sind die Zeiten frühmorgens und spätnachmittags und da braucht man Lichtstärke, Blende 8 hilft da nicht wirklich.
Dafür gibt es die ISO-Einstellung an einer Kamera...an modernen Kameras (bei denen heutzutage ISO1000-1600 problemlos machbar ist) ist die Blende meiner Meinung nach in "erster Linie" für die Bildgestaltung da.
AfricaDirect schrieb: Hinzu kommt natürlich auch, dass ich mit einer lichtstarken Linse sehr schön freistellen kann, was bei Blende 8 meistens auch schon schwierig ist 😎 .
Das wird mit Blende 5.6 aber auch schon sehr sehr schwierig. Viele vergessen, dass aus einem 2.8 mit 2x Konverter ein 5.6 wird. Leider kommt auch hier dazu, dass die meisten Objektive erst abgeblendet Ihre volle Schärfe erreichen. Also bist du auch wieder ruckzuck bei Blende 8.
Da es hier ursprünglich um die Frage nach einem bezahlbaren Teleobjektiv ging, sind die Anworten hier schon richtig. Wenn das Geld natürlich keine Rolle spielt, empfehle ich ein Nikkor 600 f4. Aber da es für 98% hier Hobby ist...
leofant754 Beiträge · seit 201029. Jan. 2014 · #15
Hallo zusammen,
ich möchte auch "meinen Senf dazugeben"
Face schrieb:Hallo!
Ich habe mich jetzt für die Lösung mit dem 70-200 2.8 VR II und 2x Konverter entscheiden. Das Objektiv ist wirklich toll, ich habe eine Riesenfreude damit. Selbst starke Ausschnittsvergrößerungen gelingen damit, also denke ich dass mit dem Cropfaktor der DX-Kameras die Brennweite jetzt auf jeden Fall genügt und ohne Konverter ist die Lichtstärke jetzt auch genial.
Die Resultate aus Namibia werde ich auf jeden Fall hier im Forum präsentieren.
Liebe Grüße, Wolfgang
Ich besitze seit einem Jahr die Nikon D7100 mit dem oben genannten Equipment. Ich bin allerdings kein Fotofreak, deshalb habe ich die Kamera bisher nur zweimal ernsthaft eingesetzt. Und das war letzten Mai bzw. im November/Dezember in Botswana.
Auch meine Erfahrung ist: Das Objektiv OHNE Konverter ist in jeder Situation wirklich gut. MIT Konverter ist es nur bei idealem Licht zufriedenstellend. In den Morgen- bzw. Abendstunden oder bei Aufnahmen im Schatten kann mich die Qualität der Bilder nicht überzeugen. Leider beträgt die Brennweite (ohne Konverter) nun mal nur 200mm und das ist - zumindest bei mir - oftmals einfach zu wenig. Ich habe "aus lauter Verzweiflung" im Februar einen Tageskurs belegt, an dem nehmen nur D7100 Besitzer teil. Vielleicht bin ich nach diesem Kurs schlauer und für die Zukunft optimistischer 😐
Die nächste Herausforderung für mich und die Kamera kommt im Mai (Botswanas Nxai Pan, Linyanti, Chobe) auf mich zu. Bis dahin werde ich noch mal im Frankfurter Zoo oder im Kronberger Oplezoo trainieren 😉
FelixF.196 Beiträge · seit 201129. Jan. 2014 · #16
Hallo Walter,
das Nikkor 70-200mm ist ein Spitzenobjektiv - keien Frage. Aber wie Du richtig sagst, sind 200mm leider oft zu kurz. Ich persönlich finde das neu Nikkor 80-400 Spitze.
Ich fotografiere auch mit einer D7100 - tolle Kamera. Aber auch sehr anspruchsvoll. Aufgrund des kleines Sensors und der sehr hohen Pixelanzahl ist sie sehr anfällig auf zu lange Verschlusszeiten. Was man mit z.B. einer D90 / D300 noch locker aus der Hand mit relativ hohen Verschlusszeiten machen konnte, wird hier schon schwierig bzw. erfodert ein sehr genaues arbeiten.
Wenn Du die Verschlusszeiten im Auge behältst und dich auch traust ggf. die ISO etwas hochzuschrauben gelingen Dir aber super Aufnahmen.
Steffi82672 Beiträge · seit 201129. Jan. 2014 · #17
Hallo Wolfgang (und alle anderen),
auch von mir herzlichen Glückwunsch zu der tollen Linse. Ich hoffe sie bringt dir ganz viel Spaß und auch die Ergebnisse, die du dir erhoffst.
Ich bin zwar auch aus dem Canon-Lager - habe aber im letzten Südafrika-Urlaub mit dem Canon-Pendant (70-200mm 2.8 IS) und dem 2-fach Konverter viel fotografiert und muss sagen: Ich war echt begeistert! 🙂 Man mag zwar ein bisschen an Flexibilität an der Brennweite durch den Konverter-Einsatz abgeben, dafür fand ich den Gewinn durch die 2.8 Blende aber schon enorm. 🙂
Gleichzeitig fand ich den Qualitätsverlust durch den Konverter viel geringer, als ich anfangs befürchtete. Dass der Konverter-Einsatz gleichbedeutend mit qualitativ viel schlechteren Bildern steht, kann ich so nicht bestätigen. Klar der Konverter frisst vor allem Licht, aber gute Lichtverhältnisse vorausgesetzt (die die meisten längeren Zoom-Teles im erschwinglichen preislichen Bereich ebenfalls benötigen! - die eierlegende Wollmilchsau hat da bisher kein Hersteller auf den Markt gebracht 😕 ), macht meine Kombination der Linse mit dem Konverter noch ganz famose Bilder 🙂 - nicht ganz so famos wie ohne Konverter 😉 , aber immer noch qualitativ echt super .
Also, ich glaube, du wirst mit deiner Entscheidung für die Linse noch viel Freude haben! Und ich bin dann schon sehr gespannt auf die Ergebnisse, die du hoffentlich hier im Forum zeigst! 🙂
Und dann muss ich noch kurz etwas zur Licht-ISO-Blenden-Brennweiten-Debatte im allgemeinen los werden: Ich weiß, dass nicht wenige sagen: "Nichts geht über Brennweite" und dass man mit den heutigen ISO die Blende ja erst einmal vernachlässigen könne. Ich kann das nicht so unterschreiben. Mir ist die Flexibilität, die mir die Blende eröffnet mittlerweile fast wichtiger geworden, als eine lange Brennweite (mit der ich ab irgendeinem Punkt sowieso Freihand zu keinen guten Ergebnissen mehr komme 😕 ) um richtig schöne Fotos zu machen! Denn eine 2.8 Blende in Verbindung mit einer Kamera, die hohe ISO stemmen kann, eröffnet bei schlechten Lichtbedingungen einfach Möglichkeiten, die ich mit einer 5.6 Blende nicht gehabt hätte. Ob man das braucht, muss jeder für sich entscheiden. Aber ich hatte im südlichen Afrika schon von flimmriger Luft über Wolkenbrüche zu Sandstürmen, Nebel und seltsam diesiger Luft alles, was man in die Rubrik "nicht so tolle Lichtverhältnisse" stecken kann.
Und genauso wenig wie man sagen kann, dass im südlichen Afrika meist schöne Lichtverhältnisse herrschen, kann man meines Erachtens sagen, dass ein "Mehr" an Brennweite besser ist als ein "Mehr" an Blende oder ein "Mehr" an ISO. Natürlich ist alles ganz nett und sicherlich hilfreich, aber wichtig ist vor allem eins: Dass man Spaß und Begeisterung an der Fotografie hat und diese Begeisterung dann auch auf Bild zu bringen vermag. Dazu brauch ich keine ultralangen Linsen, sondern vor allem einen Blick für die Dinge und ich muss mit meiner Ausrüstung, die ich in der Hand habe, umzugehen vermögen. Und dann brauche ich natürlich noch das Quentchen Glück, was die Tiersichtungen angeht - aber das ist ja der Reiz an so einer Safari 🙂 !
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200629. Jan. 2014 · #18
Keine. Ihr dürft auf mich einhauen, aber es geht auch ohne. Ich habe die letzten Fahrten (auch nach Rom und die Türkei) ohne Photoapparat gemacht. Nichts hat mir gefehlt. Nur ein gutes Fernglas war mir wichtig. Die Welt durch den Sucher zu betrachten, reduziert die Wahrnehmung, finde ich. Rodrigo.
Omnia vincit amor
FelixF.196 Beiträge · seit 201129. Jan. 2014 · #19
Rodrigo schrieb:Keine. Ihr dürft auf mich einhauen, aber es geht auch ohne. Ich habe die letzten Fahrten (auch nach Rom und die Türkei) ohne Photoapparat gemacht. Nichts hat mir gefehlt. Nur ein gutes Fernglas war mir wichtig. Die Welt durch den Sucher zu betrachten, reduziert die Wahrnehmung, finde ich. Rodrigo.
Hallo Rodrigo.
Da gebe ich Dir absolut Recht! Manchmal ist es gar nicht schlecht den Fotoapparat einfach liegen zu lassen. Man kann viele Situationen viel mehr genießen und besser aufnehmen.
Erst vor kurzem habe ich ein Interview mit einem bekannten Naturfotografen gelesen, der sagt, wenn Er irgendwann mal nicht mehr fotografieren muss, fährt Er nochmal an alle Orte und schaut es sich mit seinen "eigenen" Augen an.
Viele Grüße Felix
FAFaceThemenstarter71 Beiträge · seit 201329. Jan. 2014 · #20
Hallo zusammen!
Danke für alle Meinungen, man sieht dass es da einfach verschiedene Zugänge gibt. Hauptsache am Ende kommen für jeden für ihn schöne Fotos raus. Ich habe mich letztendlich für das 70-200er entschieden aus ähnlichen Gründen wie Steffi - die Linse ist ohne Konverter traumhaft und für so viele Situationen gut, dass mir das am Ende mehr Wert ist als z.B. ein noch etwas teureres 80-400er zu kaufen das bei 400mm etwas besser ist, dafür unterhalb davon nicht die Möglichkeiten des 70-200er bietet. Vor allem weil ich das Objektiv nun wohl auch nach dem Urlaub behalten werde.
Dass der Konverter 2 Blenden schluckt und so am Ende ein 140-400mm f5.6 rauskommt, ist mir klar. Mit dem neuesten Konverter habe ich bislang aber fast ausschließlich gute Kritiken gelesen, auch schon bei Offenblende. Und Blende 5,6 hätte ich bei den bezahlbaren Alternativen (z.B. dem Bigma) auch gehabt. Die Ergebnisse werde ich gerne präsentieren, bin mir sicher dass z.B. ein 300mm 2.8 oder 600mm f4 noch besser wären, aber irgendwo sind mir dann doch Grenzen (finanziell und beim Gewicht) gesetzt 😄
Zu Rodrigo kann ich nur sagen, dass es wohl auch damit zu tun hat, ob die Fotografie selbst ein Hobby ist (wie z.B. bei mir). Da macht es einfach Spaß die Szenerie einzufangen. Von einer reduzierten Wahrnehmung könnte ich da nicht sprechen, da bei mir ein Bild meist lange vor dem ersten Blick durch den Sucher reift. Dass ich vor lauter Fotografieren nicht vergessen soll auf Urlaub zu sein, nehme ich mir aber auf jeden Fall zu Herzen.