Air Namibia: Der Albtraum am Himmel

43 Antworten · 10,8k Aufrufe · gestartet 13. Okt. 2013 von fittken
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Themenstarter277 Beiträge · seit 201313. Okt. 2013 · #1
Hallo,

seit gestern bin ich etwas verfrüht zurück in Deutschland. Die Reise war der Hammer, aber dazu später in einem Reisebericht mehr.

Der Rückflug mit Air Namibia war jedoch echt nicht zu schlagen. Sowas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt und ich bin schon viel geflogen.

Der Reihe nach:

Zum Boarding wurde pünktlich um 20.55Uhr aufgerufen. Lange Schlangen bildeten sich vor den Schaltern, doch es passierte erstmal gar nichts. Bis 21.25Uhr, also ganze 30min, standen wir dort ohne jede Information.
Dann kam nochmal eine Durchsage und das Boarden konnte endlich beginnen. Während dieser Durchsage ergriffen schon einige Leute die Flucht auf das Rollfeld, ohne die Boardkarte abreißen zu lassen. Chaos und alle mussten zurück.
Es war klar, dass sie nicht weit kommen, aber ich glaube es war eher ein Ausdruck des Protestes der Masse.

Der erste Eindruck des neuen A330 war solide. Ich freute mich ein vielleicht ähnliches Entertainment System wie bei Emirates oder Etihad vorzufinden, doch leider gab es nur 3 Filme, alle in Englisch und 2 davon kannte ich schon. So blieben nur ein paar kurze Dokumentationen übrig.

Die Maschine war gut gebucht, leider gab es keine Fensterplätze mehr und ich saß in der Mitte, bis plötzlich 2 an dem Fenster sitzende Passagiere von einer Stewardess auf neue Plätze begleitet wurden.
Sofort erkannte ich die Chance, die sich mir bot, und eilte zu den Fensterplätze.
Doch leider hat sich mir dort offenbart, warum die 2 Passagiere die Flucht ergriffen:
Ein großer Kotzfleck befand sich an der Wand und der stammte nicht von den zwei Flüchtigen, wie man mir sagte.
Nun war ich erstmal sprachlos. 2 Plätze in der Maschine konnten nicht belegt werden, weil sie vollgekotzt sind und niemand sie reinigt? Wo gibt es denn sowas?

Nach dem Start meldete sich dann auch mal der Kapitän zu Wort, vor dem Start hatte er dazu nach eigener Aussage keine Zeit. Für die Verspätung wurde sich nicht entschuldigt, auch keine Begründung.

Das Essen und der Service während des Fluges war unter aller Sau, um das mal so deutlich zu sagen. So ein Essen zu servieren, ist nicht mehr zeitgemäß. 2 von 4 Flugbegleitern waren absolut unhöflich, sowas habe ich noch nicht erlebt.

Morgens ging das Drama weiter, indem der Wassertank für die Klospülung und das Wasserbecken leer war. Ich konnte es kaum glauben, aber es begann witzig zu werden...

Wenn sich diese Unfähigkeit fortsetzt, werden wir vermutlich die Landebahn verfehlen, dachte ich mir. Doch wir schafften es und nun galt es ,,NUR" noch das Gepäck zu holen.

Frankfurt ist ein großer Flughafen, da kann es schon mal länger dauern. Nach ca. 30min kamen einige Koffer zum Vorschein, dann herrschte wieder gähnende Leere.
Warten, warten und warten.
Nach nun 60min ertönte eine Durchsage ,,Die verbliebenen Air Namibia Passagiere mögen sich bitte am Air Namibia Schalter einfinden."

Die verbliebenen ist gut. Es waren bestimmt 200. Also eilte ich schnellen Schrittes zum Schalter, um vor der ganzen Meute anzukommen. Das schaffte ich auch und der arme, einsame Herr, der nun für 200 Passagiere zuständig war, offenbarte mir, dass ,,die Maschine in Windhoek einen Unfall hatte und kein Gepäck mitnehmen konnte"
Also mussten wir einen Zettel ausfüllen, das Gepäck soll zugeschickt werden, wann, stehe jedoch in den Sternen.

Damit hat Air Namibia für mich den Unfähigkeits Award 2013 verdient. Wie schafft man es weder vor dem Start, nach dem Start, während des Fluges oder nach der Landung die Passagiere nicht darüber zu informieren, dass gar kein Gepäck, bzw. nur einige Koffer aus der Business Class, an Board ist?
Sowas ist für mich unbegreiflich, stattdessen lässt man lieber 200 Leute 1h an einem Gepäckband warten, bis vermutlich die Klofrau der Flughafentoilette Verdacht schöpfte?

Ich hoffe, dass das Gepäck noch seinen Weg zu mir finden wird.

To be continued...

Viele Grüße, Alexander
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2013
439 Beiträge · seit 200913. Okt. 2013 · #2
Das wundert mich ehrlich gesagt nicht und zeigt einmal mehr, dass es nichts bringt, mit diesen Air Namibias, Air Berlins, Ryanairs und den ganzen anderen Bruchgesellschaften zu fliegen. Leider gibt es nach Windhoek keine andere Direktverbindung. Muss mann dann halt so hinnehmen.
Gast13. Okt. 2013 · #3
Hallo,
fittken schrieb:2 Plätze in der Maschine konnten nicht belegt werden, weil sie vollgekotzt sind und niemand sie reinigt? Wo gibt es denn sowas?
Die Maschine stand ja gerade mal 14 Stunden in Windhoek. Da war die Reinigung nicht zu schaffen und das Auffüllen der Wassertanks auch nicht.

Die spannenden Fragen sind:
1. Die Maschine war laut den Informationen die Du bekommen hast beschädigt? War sie überhaupt uneingeschränkt flugtauglich und sicher? Ich behaupte mal das Lufthansa nicht mit so einer Maschine fliegen würde auch wenn vielleicht nur die Gepäckraumtür o.ä. beschädigt ist.
2. Air Namibia hat gerade ganz stolz ein neues "Operational Control Centre" geschaffen, das jeglichen Problemen vorbeugen soll, bzw. diese zeitnah lösen soll. Das macht anscheinend genau nix und erhöht nur erneut die Fixkosten bei Air Namibia?

Mein Beileid an die Steuerzahler in Namibia.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter277 Beiträge · seit 201313. Okt. 2013 · #4
Guido. schrieb:
1. Die Maschine war laut den Informationen die Du bekommen hast beschädigt? War sie überhaupt uneingeschränkt flugtauglich und sicher? Ich behaupte mal das Lufthansa nicht mit so einer Maschine fliegen würde auch wenn vielleicht nur die Gepäckraumtür o.ä. beschädigt ist.
Genau die Frage stellt sich mir auch. Ich frage mich, wie man ein Flugzeug beschädigen kann, dass es kein Gepäck mitnehmen, aber fliegen kann? Wie geht das?
Guido. schrieb:

Mein Beileid an die Steuerzahler in Namibia.
Sehe ich genauso! Mich hat besonders gestört, noch einen Tag vorher in Opuwo im Krankenhaus zu sehen, wie Menschen sterben, weil es an Ärzten und Mitteln mangelt, aber das Geld in so eine Sch*** gesteckt wird.
Und was ich hier oft gelesen habe, dass alles nur am Management liegt, kann definitiv nicht sein.

Viele Grüße, Alexander
7'296 Beiträge · seit 200613. Okt. 2013 · #5
fittken schrieb:
Guido. schrieb:
1. Die Maschine war laut den Informationen die Du bekommen hast beschädigt? War sie überhaupt uneingeschränkt flugtauglich und sicher? Ich behaupte mal das Lufthansa nicht mit so einer Maschine fliegen würde auch wenn vielleicht nur die Gepäckraumtür o.ä. beschädigt ist.
Genau die Frage stellt sich mir auch. Ich frage mich, wie man ein Flugzeug beschädigen kann, dass es kein Gepäck mitnehmen, aber fliegen kann? Wie geht das?
... mit einem Auto kann man auch noch fahren, wenn sich das Schloss zum Kofferraum nicht mehr öffnen lässt.

Allerdings sollte man das schon beim Einladen feststellen können und nicht erst beim Ausladen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
652 Beiträge · seit 200713. Okt. 2013 · #6
Hallo,
wir sind vor 2 Tagen aus Namibia zurück. Erstmals mit SAA aus den hier genannten Gründen. Wir sind heilfroh, uns dafür enschieden zu haben trotz des Umsteigens in Johannesburg. Beim Hinflug mit nur einer Stunde Aufenthalt schaffte es zwar nicht das ganze Gepäck, aber mit der nächsten Maschine 3 Stunden später wurde es in Windhoelk problemlos nachgeliefert. Solange braucht man sowieso bis man mit Autoübernahme und Einkauf fertig ist. Der Rückflug 16.10 Uhr ab Windhoek, 20.40 Uhr ab Johannesburg-Ankunft München 7.20 Uhr. Gutes Essen-perfekter freundlicher Service. Wir haben dieses 1x Zwischenlanden gern in Kauf genommen und werden es wieder so machen.
Viele Grüße
Mutsel
2'664 Beiträge · seit 201213. Okt. 2013 · #7
Ich habe es vor vielen Jahren in Windhoek erlebt, daß mit der Rolltreppe eine kleine Beule in den Rumpf der Boeing 747 gefahren wurde. Der Pilot weigerte sich, damit den langen Weg auf der Flughöhe nach Europa zu fliegen. Drei Stunden später kam eine Ersatzmaschine angeflogen, die uns nach Frankfurt brachte. Es war aber immerhin SAA, die bereits damals Ersatzmaschinen hatte.

Man kann wohl nur vermuten, daß irgendetwas mit der Beladeluke passiert ist, daß sie es nicht wagten, diese zu öffnen, dann aber dreist ohne weitere Information mit den Passagieren losgeflogen ist. Vielleicht war das Personal auch sauer, wohl mit dem Wissen, in Frankfurt ohne Gepäck an zu kommen? 😉
Immerhin konnte sie dann wohl in Frankfurt repariert werden, da in Windhoek garantiert keine Ersatzteile liegen. 😗
2'530 Beiträge · seit 201113. Okt. 2013 · #8
Hallo Alexander, gleich Leserbrief an die AZ schreiben!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
2'338 Beiträge · seit 200713. Okt. 2013 · #9
Hallo

Klar ist bei dem Flug einiges schief gelaufen, aber als ich den Titel las, hab ich mindestens eine Bombendrohung, Notlandung, einen Brandausbruch oder ähnlich Gefährliches erwartet.

Bin nun etwas enttäuscht, denn einen “Albtraum am Himmel” stell ich mir ehrlich gesagt viel spektakulärer vor. 😄

Ich könnte z.B. über Lufthansa, SAA oder Alitalia viel schlimmere Erlebnisse erzählen und eine halbe Stunde Verspätung ist für uns noch immer überpünktlich.

Wir sind in der Zwischenzeit mit unseren Ansprüchen so bescheiden geworden, dass für uns nur noch wichtig ist, heil am Ziel anzukommen. 😄

Fröhliche Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Gast13. Okt. 2013 · #10
Hallo,
BikeAfrica schrieb:... mit einem Auto kann man auch noch fahren, wenn sich das Schloss zum Kofferraum nicht mehr öffnen lässt.
Mit dem feinen Unterschied, dass ein Flugzeug im Gegensatz zu einem Auto eine Druckkabine hat, die Türen zum Frachtabteil ohnehin zu den kritischsten Punkten eben dieser Druckkabine gehören und es einem ohne funktionierende Druckkabine in 12.500 Metern Höhe nicht so bombig geht. Deshalb sind Schäden an der Außenhülle eines Flugzeuges meistens sicherheitsrelevant, während bei einem Auto die Sicherheit durch eine kleine Beule im Kofferraumdeckel üblicherweise in keiner Weise leidet.

Gut, die Fakten sind: Die Passagiere kamen heil an. Es ist nichts Sicherheitskritisches passiert. Alles andere ist jetzt erst einmal Spekulation. Aber etwas Aufklärung wäre nicht schlecht. Bei einer Airline, die anscheinend voll gekotzte Flugzeuge akzeptabel findet, kann man sich durchaus berechtigt fragen, welche Abweichungen von Standards da noch toleriert werden.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter277 Beiträge · seit 201315. Okt. 2013 · #11
Ein kleines Update:

Mein Gepäck hat heute seinen Weg zu mir gefunden. Ein kleiner Pluspunkt für Air Namibia. 😉


Viele Grüße!
Gast18. Okt. 2013 · #12
Hallo,

ich habe jetzt noch ein paar fundierte Informationen zu dem Vorfall bekommen. Es ist laut Hersteller Airbus definitiv zulässig, die eigentlich mit Winglet bestückte Maschine ohne Winglet zu fliegen. Das hat allerdings Auswirkungen auf den Treibstoffverbrauch und die Start- und Steigleistung. Hersteller Airbus schreibt für den Fall ein geringeres Startgewicht vor. Das war dann der Grund für das nicht mitgenommene Gepäck und Brauchwasser.
In Sachen Sicherheit ist Air Namibia also keine Kompromisse eingegangen.

Man hat das Problem letztlich zu Lasten der Kunden gelöst, aber weil Air Namibia nun mal keine Ersatzmaschinen hat, war das so schlicht die Wahl des geringsten Übels. Die einzigen verbleibende validen Kritikpunkte wären somit die offenbar nicht gereinigte Maschine und die gewohnte schlechte Kommunikation.

Die A330 von AN wurde zufällig gerade am 14.10. durch das Luftfahrtbundesamt in Frankfurt überprüft 😉

Beste Grüße

Guido
392 Beiträge · seit 200819. Okt. 2013 · #13
Hallo Fomis,

schlechtes Essen und unfreundliches Servicepersonal kenne ich auch von Air Namibia. Da hilft eigentlich nur, selbst trotzdem freundlich zu bleiben. Wenn man zickig ist, geben die einem nachher nix mehr zu futtern. 🤪

Die Erklärung von Guido ist zwar immer noch ärgerlich für die Beteiligten, aber für mich nachvollziehbar.

Scheinbar pumpt Air Namibia aber weiterhin finanziell aus dem letzten Loch, oder was ist der Grund dafür dass keine Ersatzmaschinen zur Verfügung stehen können?

Viele Grüße,

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
2'530 Beiträge · seit 201119. Okt. 2013 · #14
Guido. schrieb:
Die A330 von AN wurde zufällig gerade am 14.10. durch das Luftfahrtbundesamt in Frankfurt überprüft 😉
Hallo Guido

Outcome?
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Gast19. Okt. 2013 · #15
Hallo Cruiser,

ich habe kein komplettes Protokoll oder so. Die Überprüfung durch das Luftfahrtbundesamt erfolgte im Rahmen das europäischen SAFA-Programms (Safety Assessment Of Foreign Aircraft). Dabei werden Flugzeuge aus anderen Ländern teilweise per Zufall und teilweise gezielt zur Inspektion ausgewählt, wenn der Verdacht besteht, das Standards nicht eingehalten werden. Bei gravierenden Mängeln wird das Flugzeug sofort gegrounded und darf erst wieder starten, wenn die Mängel abgestellt sind.

Abgesehen von der Flügelbeschädigung beim Unfall wäre es ja höchst ungewöhnlich, wenn die nagelneue Maschine von AN nach gerade mal 2 Wochen Flugbetrieb irgendwelche sicherheitsrelevanten Mängel hätte.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #16
Hi Otji,
Scheinbar pumpt Air Namibia aber weiterhin finanziell aus dem letzten Loch, oder was ist der Grund dafür dass keine Ersatzmaschinen zur Verfügung stehen können?
es ist ja nun nicht so - übrigens bei keiner Airline - dass Flieger einfach mal so ungenutzt für den Fall der Fälle als Ersatz "rumstehen". Auch Lufthansa etc. müssen einiges umplanen (und meist wartet man auch mehrere Stunden), wenn ein Ersatz eingesetzt werden muss. Flugzeuge am Boden sind reine Kosten, deshalb sind ja die Umschlagzeiten nur noch bei 30-45 Minuten, damit ein Flieger so viel wie möglich in der Luft ist. Air Namibia könnte Ersatz - gegen Devisen - z.B. bei SAA holen. Erst einmal hat SAA dann die gleichen angesprochenen Koordinierungsaufgaben wie z.B. Lufthansa, dann wiederum Anflugzeiten nach Windhoek etc. Alternativ könnte man einen Wetlease einer Charterfirma machen (was auch nicht innerhalb von Minuten geht). Das hat Air Namibia schon häufiger in der Vergangenheit gemacht (747 aus Hongkong etc.). Neben den immensen Kosten für AN ist die Zeitersparnins für den Passagier meist auch nicht so besonders groß.

Regnerische Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
64 Beiträge · seit 201220. Okt. 2013 · #17
Hallo,
um der Sache noch einen neuen Aspekt hinzuzufügen:
Wir sind heute morgen mit Air Nambia in Frankfurt gelandet und die ganze Sache mit dem Gepäck hat sich nochmals wiederholt. Nach 40min warten am Gepäckband stand etwa die Hälfte der Reisenden noch da und wurde informiert, dass das restliche Gepäck noch in Windhoek steht, so auch unsere 3 Reisetaschen. So sind wir also mit Leichtgepäck nach Zürich weiter gereist.
Der Flug war an und für sich OK, das Personal hat sich erwartungsgemäss aber auch nicht vor Freundlichkeit überschlagen, das war beim Hinflug wirklich besser. Wenn unsere Kinder nicht immer sofort auf die Englischen Fragen nach Getränken und Essen geantwortet haben, kam es schon mal vor, dass sie einfach weitergelaufen sind und die Kinder verdattert ohne Getränke da sassen.
Aber zurück zum Gepäck, das scheint für mich fast etwas systematisch zu sein, bei uns war nicht die Aussage mit einer Panne, sondern irgendwas von Overweight! Was ja auch komisch ist. Die Maschine war natürlich voll besetzt, da weiss man ja mit wieviel Gepäck zu rechnen ist.
Ich hoffe einfach, dass unser Gepäck auch bald ankommt!
LG
libera
297 Beiträge · seit 200720. Okt. 2013 · #18
naja, vielleicht sind wir alle hier etwas verwöhnt? Ich steige in ein Flugzeug um von A nach B zu kommen. Sicherheit ist wichtig, Freundlichkeit ist was sehr schönes. Genug Platz ist auch toll. Aber muß es top-Essen sein und muß es die neuesten Filme geben?

Ich habe schon seeehr viiieeel schlechteren Service erlebt als hier jetzt beschrieben wurde und war zum Schluß nur happy, daß ich überhaupt irgendwann mit Tagen Verspätung irgendwo ankam... ja, sowas gibts auch. Das kam dort relativ häufig vor. Wir hatten Passagiere, die 8 Tage gewartet haben. Morgen geht der Flug. So wurde man täglich vertröstet. Ja, die haben sich auch aufgeregt. Innerafrikanisch war das und überhaupt nicht billig. 30 °C, Klimaanlage aus und ein Schluck Wasser für jeden von uns. Keine Durchsage. Es waren 2 Europäer an Bord, ein Löwe und sonst Afrikaner. Null Kommunikation. Totales Chaos. Naja, ich habs als Afrika-Abenteuer verbucht!

Und wenn beim Rückflug mein Gepäck nicht zusammen mit mir ankommt... schön! Dann fahre ich entspannt mit kleinem Rucksack nach Hause und lasse mein Gepäck nach Hause liefern - kostenlos! Hat bisher immer innerhalb eines Tages geklappt. Ok, auf dem Hinflug vielleicht nicht so schön - hat aber auch dort immer geklappt.

Bleibt optimistisch und immer pole pole 😉
LG Heike
1'155 Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #19
… guten Service und viel Platz gibt es in Business und First… in der Eco ist man ein Art Stückgut. Den einzigen Anspruch den man dort noch habe darf, ist Pünktlichkeit… es definiert sich alles über den Preis… 🙂
324 Beiträge · seit 200821. Okt. 2013 · #20
@Heike: Wir hatten ein ähnliches Erlebnis 2005 in Irkutsk. Die Aeroflot (damals noch TU 154) stand zweieinhalb Stunden auf dem Rollfeld, ohne Klima (ich weiß nicht ob die so etwas überhaupt hat oder ob die sich durch die Höhe abkühlt) und das bei 30 Grad (plus!). Keine Kommunikation und eine russische Stewardess fragt man besser nicht zu bestimmt nach Problemen, wenn sie es nicht freiwillig sagt 🤩

Ich find AN einfach nur klasse, insbesondere weil man auch im Februar 2014 noch alle Termine nach CPT für etwas über 630 EUR bekommt und ich schon unsere ganze Familie eingebucht habe. WDH ist viel teurer. Aber An will ja den Tourismus ankurbeln, in SA?!

VG

Ronald