Nashorn-Wilderei nun auch in Namibia?

513 Antworten · 91,6k Aufrufe · gestartet 07. Okt. 2013 von sekanzler
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33,1k Beiträge · seit 200617. Nov. 2018 · #321
OFF TOPIC
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Hallo Ebi,
Es sollen nicht nur viele sein, sie sollen auch nicht der gängigen 90 Tage Beschränkung unterworfen sein. Hat man mir so erzählt
großer Unsinn. Die Chinesen brauchen sogar, anders als z.B. Deutsche, ein Visum für Namibia. Und das unterliegt nicht nur den Vorgaben Namibias, sondern überhaupt der Erlaubnis der chinesischen Verwaltung. Noch immer dürfen Chinesen z.B. nicht überall hinreisen. Also, nochmals: Ja, es gibt hier Chinesen, aber sicherlich nicht mehr als viele andere Bevölkerungsgruppen. Die Chinesen sind v.a. im Baugewerbe (machen dort in aller Regel einen guten Job... was viele natürlich nicht hören wollen) und betreiben "Klein"geschäfte v.a. in Rundu. Das Chinesen sicherlich hinter Nashornwilderei irgendwie stehen, möchte ich nicht bestreiten. Dafür braucht man aber keine 400.000 Chinesen, sondern im Prinzip einen klugen chinesischen Kopf. Wenn man sich die Nashornwilderei in RSA anschau, standen da bisher v.a. aber hochgebildete Südafrikaner (Anwälte, Tierärzte etc) als Drahtzieher dahinter.
Und die Freunde in SA und Namibia haben schonmal ausnahmslos angefragt, ob wir helfen, wenn sie das Land verlassen müssen.
Sind das deutschstämmige, Afrikaaner, Schwarze, Coloureds....? Unsere Freunde, die z.B. zum Großteil in Deutschland studiert haben (alle deutschstämmig), kommen seit Jahren zurück nach Namibia und lassen nicht selten gut bezahlte Jobs in D dafür sausen. Ist aber zahlenmäßig ist das in der Tat unerheblich.

Viele Grüße
Christian

P.S. https://neweralive.na/posts/only-7000-chinese-living-in-namibia-says-minister ("Only 7,000 Chinese living in Namibia, says minister"; 13.6.2017). Selbst den "schlimmsten" Berichten nach wären es 100.000 Chinesen...
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2018
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #322
Oh, Entschuldigung, ich habe wohl gestört...

Ich nehme alles zurück und bedaure, dass ich das, was ich gehört habe, hier geäußert habe. Hab dasselbe aber von einem Menschen gehört, der seit 30 Jahren ununterbrochen in unterschiedlichen Ländern Afrikas tätig ist. Er spricht von Kolonialismus.

Aber gut, wenn ihr das anders seht, sei euch das gestattet. Hab keine Lust, mich auch noch mit einem komischen Amerikaner vergleichen zu lassen. Die ganzen großen Gebäude in Sambia, die ausnahmslos chinesische Schriftzeichen tragen, sind bestimmt irgendwelche Hilfsorganisationen. Was abläuft, sieht man auch, wenn man mal z.B. mit Vesselfinder in einen x-beliebigen afrikanischen Hafen rein zoomt und sich die Schiffnamen anschaut.

Aber, bitte, nochmals: das ist ein Forum, in dem sich Leute treffen, die schöne Reisen planen, das hatte ich gestern wohl etwas vergessen.

Seht´s mir nach...

Grüße
Ebi
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #323
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
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Hallo Ebi,
Es sollen nicht nur viele sein, sie sollen auch nicht der gängigen 90 Tage Beschränkung unterworfen sein. Hat man mir so erzählt
großer Unsinn. Die Chinesen brauchen sogar, anders als z.B. Deutsche, ein Visum für Namibia. Und das unterliegt nicht nur den Vorgaben Namibias, sondern überhaupt der Erlaubnis der chinesischen Verwaltung. Noch immer dürfen Chinesen z.B. nicht überall hinreisen. Also, nochmals: Ja, es gibt hier Chinesen, aber sicherlich nicht mehr als viele andere Bevölkerungsgruppen. Die Chinesen sind v.a. im Baugewerbe (machen dort in aller Regel einen guten Job... was viele natürlich nicht hören wollen) und betreiben "Klein"geschäfte v.a. in Rundu. Das Chinesen sicherlich hinter Nashornwilderei irgendwie stehen, möchte ich nicht bestreiten. Dafür braucht man aber keine 400.000 Chinesen, sondern im Prinzip einen klugen chinesischen Kopf. Wenn man sich die Nashornwilderei in RSA anschau, standen da bisher v.a. aber hochgebildete Südafrikaner (Anwälte, Tierärzte etc) als Drahtzieher dahinter.
Und die Freunde in SA und Namibia haben schonmal ausnahmslos angefragt, ob wir helfen, wenn sie das Land verlassen müssen.
Sind das deutschstämmige, Afrikaaner, Schwarze, Coloureds....? Unsere Freunde, die z.B. zum Großteil in Deutschland studiert haben (alle deutschstämmig), kommen seit Jahren zurück nach Namibia und lassen nicht selten gut bezahlte Jobs in D dafür sausen. Ist aber zahlenmäßig ist das in der Tat unerheblich.

Viele Grüße
Christian

P.S. https://neweralive.na/posts/only-7000-chinese-living-in-namibia-says-minister ("Only 7,000 Chinese living in Namibia, says minister"; 13.6.2017). Selbst den "schlimmsten" Berichten nach wären es 100.000 Chinesen...
Christian, dafür, dass ich ungezählt Zahlen übernommen habe, hab ich mich schon entschuldigt. Die Anfeindungen nun sind übertrieben. Kann sein, dass man das als Hetze auffasst, das war sicher nicht so gemeint.

Zu deiner Frage:
In Südafrika sind es Coloureds (top ausgebildet, schreiben Apps für Großbanken). Und dann noch Weiße, die einfach Angst haben, weil sie stolze Farmbesitzer sind.

In Namibia ist es unser Student (schwarz), dem bezahlen wir seit Jahren das Studium an der Unam. Nun muss er im Ausland ein Praktikum machen, weil es in Namibia keine Möglichkeit gibt. Von dem hänge ich noch eine kurze Nachricht unten an. Zusätzlich Weiße aus Windhoek. Und dann noch welche aus Otji. Alle Namibier teilen meine Meinung, letztendlich hab ich sie mir halt auch durch die Informationen, die ich bekommen habe, gebildet.

So, das wars von mir zu dem Thema, wollte keine Welle auslösen.

Edit: muss mich nochmals korrigieren, hatte die Zahl falsch im Kopf, die Mail stammt von Ende 2017... Meine Quelle spricht von 300.000 Chinesen, die ohne Permit ins Land gekommen sind. Was die Touristen betrifft, stimmt das natürlich mit dem Visum, keine Frage. Ich sprach nicht von Touristen, sondern von Leuten, die mehr an Bodenschätzen interessiert sind. Hab aber der alten Mail auch entnehmen können, dass die Quelle der Zahl seit 1980 in Namibia hilft. Das ist ne lange Zeit und ich denke, dass man da ziemlich viel mitbekommt.

Bericht von 2016...
https://www.observer.com.na/index.php/national/item/7295-100-000-chinese-in-namibia

Noch ne 2. Anlage beigefügt. Ist ganz interessant, wenn man das so untereinander stehen sieht.

Grüße
Ebi
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2018
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #324
tanjatanja schrieb:Sehr merkwürdige Aussagen hier. Das grenzt ja schon an Hetze. Da würde ich jetzt mal vorsichtig sein.

Ich habe in drei Wochen und über 4000 km durch Namibia wissentlich keinen einzigen Chinesen gesehen. (Und wenn hätte es mich nicht gestört)

Auch Sprüche wie „die essen alles“ finde ich abstoßend. Wie schon geschrieben gibt es in vielen Ländern Gerichts etc wo sich andere Kulturen wundern.

Ich kenne privat und im Beruf Chinesisch stämmige Menschen die sehr kultiviert sind .

Solche Hetze gegen Volksgruppen gehen gar nicht und die Berichte finde ich merkwürdig und Unglaubwürdigkeit
Ich bin auch schon in Namibia gewesen, ohne Chinesen zu treffen, das ist aber ne Weile her...

Ich kenne auch kultivierte Chinesen, keine Frage. Was in einem Land los ist, in dem man sich wenig bis nicht auskennt, kann man ziemlich gut am "Index der menschlichen Entwicklung" ablesen, die Tabelle wird von den Vereinten Nationen geführt und immer wieder aktualisiert. China ist, Stand heute, auf Platz 86. Das sagt vielleicht noch nicht viel aus. Wenn man aber schaut, welche Länder alles so weiter vorne rangieren, kann man das auch einordnen. Die UN werden schon nicht hetzen, die halten nur fest.
517 Beiträge · seit 201817. Nov. 2018 · #325
Ebi,
reg dich hier ncht auf.... Alles mit Hetze abzutun ist heute schick und hebt mich aus der Masse raus......
Deine Aussagen decken sich in etwa mit denen was meine Leute so berichten und was man seit Jahren in Zim Sam Malawi und jetzt in Nam sieht. In Südafrika scheinen die etwas in der Masse unter zu gehen. Aber voriges Jahr hab ich mich schon gewundert wie viele man doch in Sa sieht.
VG
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2018
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #326
Focus schrieb:Ebi,
reg dich hier ncht auf.... Alles mit Hetze abzutun ist heute schick und hebt mich aus der Masse raus......
Deine Aussagen decken sich in etwa mit denen was meine Leute so berichten und was man seit Jahren in Zim Sam Malawi und jetzt in Nam sieht. In Südafrika scheinen die etwas in der Masse unter zu gehen. Aber voriges Jahr hab ich mich schon gewundert wie viele man doch in Sa sieht.
VG
Hallo!

Ich reg mich nicht auf 🙂

Hab gestern nur locker drauf losgeschrieben und vielleicht vergessen, die Quellen meiner Informationen etwas anzugeben. Dass man sofort Grundsatzdiskussionen auslöst, hatte ich nicht bedacht. Ist in etwa wie bei dem Beitrag, wo jemand Geld für nen Brunnen sammeln will, und dann tausend Gründe präsentiert bekommt, warum man in Afrika nicht helfen soll...

Ich mach mir halt ziemlich Sorgen, weil ich Afrika nun mal liebe. Wir haben in den letzten Jahren ziemlich viel Geld in allerlei Projekte investiert, immer ist uns große Dankbarkeit entgegen gekommen. Klar, einen Brunnen für 6000 Menschen ist der "Tropfen auf den heißen Stein". Ist mir aber schnuppe, wir werden wieder ein Brunnenprojekt starten.

Und was ich sehe oder höre, lass ich mir nicht ausreden. Ich hab gut 70x den Reisepass gebraucht, bin ziemlich rumgekommen und hab dabei auch ordentlich Eindrücke gesammelt. Ich lass mich hier vielleicht mundtot schreiben, das aber nur, weil ich einfach das falsche Forum gewählt habe für das, was ich denke. Das war halt ein Fehler, es wird sicher nicht mein letzter sein.

Grüße
Ebi
2'530 Beiträge · seit 201117. Nov. 2018 · #327
Ebi, ich, meine Familie in NAM, und dazu sehr viele Geschäftsfreunde und persöhnliche Freunde sehen vieles genauso. Auch meine ehemaligen Matrikklassenfreunde, sind bis heute noch mit einer WA Gruppe verbunden.

Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #328
Cruiser schrieb:Ebi, ich, meine Familie in NAM, und dazu sehr viele Geschäftsfreunde und persöhnliche Freunde sehen vieles genauso. Auch meine ehemaligen Matrikklassenfreunde, sind bis heute noch mit einer WA Gruppe verbunden.

Viele Leute teilen meine Meinung, bzw. hatten sie schon deutlich vor mir. War dieses Jahr nach ein paar Jahren mal wieder in Namibia. Es war wie nach Hause zu kommen, jedoch auch ziemlich erschreckend.

Glaub, dass wir wieder zurück zu den Nashörnern müssen...
2'530 Beiträge · seit 201117. Nov. 2018 · #329
Die sind ja auch in dem Päckchen. 🤩
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2018
904 Beiträge · seit 201017. Nov. 2018 · #330
Cruiser schrieb:Die sind ja auch in dem Päckchen. 🤩
Stimmt auch wieder...

Damit es gestern nicht gleich so deftig wird, hatte ich noch einen kleinen Hinweis unterdrückt. Wer Lust hat, kann ja mal nach "Intelligenz Weltkarte" googeln.

Ist bestimmt auch Hetze.

Sie zeigt aber, dass die Intelligenz in China den Rest der Welt übersteigt. Und dann muss man sich mal Afrika anschauen. Ich war nicht in allen Ländern, für SA, Namibia, Botswana, Sambia, Malawi, Tansania, Uganda, Kenia und Ruanda kann ich nur das wiedergeben, was ich empfinde: je dunkelroter, desto größer der Einfluss aus China. Scheint mir auch irgendwie verständlich zu sein. Was ich von Leuten höre, die Westafrika wie ihre Westentasche kennen, scheint es dort ebenso zu laufen.
1'250 Beiträge · seit 200917. Nov. 2018 · #331
Hallo Ebi,

nein, ich finde, Du hast überhaupt nicht gestört!

Leider ist es so im Leben: Menschen, die die Wahrheit sagen, machen sich unbeliebt.

Ein schönes Wochenende wünscht

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
18 Beiträge · seit 201819. Nov. 2018 · #332
Ebi schrieb:
Cruiser schrieb:Die sind ja auch in dem Päckchen. 🤩
Stimmt auch wieder...

Damit es gestern nicht gleich so deftig wird, hatte ich noch einen kleinen Hinweis unterdrückt. Wer Lust hat, kann ja mal nach "Intelligenz Weltkarte" googeln.

Ist bestimmt auch Hetze.

Sie zeigt aber, dass die Intelligenz in China den Rest der Welt übersteigt. Und dann muss man sich mal Afrika anschauen. Ich war nicht in allen Ländern, für SA, Namibia, Botswana, Sambia, Malawi, Tansania, Uganda, Kenia und Ruanda kann ich nur das wiedergeben, was ich empfinde: je dunkelroter, desto größer der Einfluss aus China. Scheint mir auch irgendwie verständlich zu sein. Was ich von Leuten höre, die Westafrika wie ihre Westentasche kennen, scheint es dort ebenso zu laufen.
Durchschnittsintelligenz bzw. IQ.

Wie aber willst Du den Einfluss messen? Wobei es plausibel erscheint, dass der Einfluss auf aermere Laender groesser sein wird. Insgesamt muss man auch beachten, dass es durchaus Vorteile fuer die aermeren Laender hat, wenn sie billig importieren koennen.

Das mit dem Nashorn-Horn scheint ein Aberglaube in Ostasien zu sein.
904 Beiträge · seit 201019. Nov. 2018 · #333
Kleiner Lagebericht aus National Geographic

https://www.nationalgeographic.de/tiere/nashorn-jagd-blutige-schlacht-ums-horn

Aktuell also doppelter Goldpreis, das macht die Jagd natürlich finanziell attraktiv. Zumal man das Produkt mit Beimischungen strecken kann, wenn man sich die Fußnägel schneidet, kann man das auch gleich dazu verwenden.

Was erstaunlich ist, ist für mich, dass ein Volk, das offenbar über einen sehr hohen IQ verfügt, immer noch an den alten überlieferten Stuss glaubt.

Den Einfluss kann ich für mich nur dadurch messen, was ich optisch aufnehme. Googelt man aber etwas, taucht sofort auf, dass die Präsenz in allen Ländern zum Politikum geworden ist, die Zeitungen setzen sich damit gut sichtbar auseinander.

Ein Wort noch zu der Mär irgendwo weiter oben, dass es weltweit kein Fleisch mehr geben würde, wenn die Chinesen so viel essen würden wie wir. Das ist natürlich mathematisch richtig, ansonsten aber grandios daneben. Wir können uns auf dem Weltmarkt bedienen, und tun das auch. Der normale Chinese ist arm und bedient sich im Land. Und was weg ist, ist weg. Chinas BIP liegt unter 9.000$, das ist dürftig, Deutschland liegt bei 50.000$. Die Reichen können sich natürlich alles kaufen, auch Steaks aus Südamerika.

In Namibia geht es etwas hoch her wegen der Wilderei, und zwischenzeitlich auch wegen der Ausfuhr von teuren Hölzern. An die Bodenschätze, die dahin gehen, scheint man sich irgendwie schon gewöhnt zu haben.

Für die Touristen, und damit mal ein Schwenk in die Richtung, für die das Forum offenbar zuständig ist, sind die Auswirkungen der Jagd auf die Nashörner halt blöd. Die toten Tieren können sie nicht mehr sehen, und in den Parks werden die lebenden vor lauter Angst vor Wilderei nicht mehr auf den allseits bekannten Tafeln, wo jeder seinen Löwen eintragen kann, markiert.

Bin gespannt, wie es weitergeht. Namibia gibt lebenslang, Kenia hat Todesstrafe, Botswana nun die "shoot to kill policy". Wenn man vernünftig vorangekommen wäre, hätte man die radikalen Maßnahmen nicht gebraucht.

Grüße
Ebi
Gast19. Nov. 2018 · #334
1) Lesetipp: Howard French, “China’s Second Continent”. Schon ein paar Jahre alt aber grundsätzlich sicher aktuell.
2)TCM ist eine Seite des Problems, die andere ist, dass Nashornhorn (und Elfenbein) wegen des hohen Werts und der Seltenheit zum VERANLAGUNGSPRODUKT geworden sind. So wie Gold, Diamanten udgl. Sie werden als illegale Zahlungsmittel für illegale Geschäfte benutzt oder man legt es in den Safe und wartet.
3) Botswana hat einen neuen Präsidenten, „shoot to kill“ ist vorbei, die Privatarmee der Khamas wurde schon tw. (von Kriegswaffen) entwaffnet oder ist vielleicht schon endgültig entwaffnet, die politischen und juristischen Konsequenzen stehen noch bevor.
Werner

Und OT: Es gibt Intelligenz als IQ ausgedrückt und dann gibt es Wissen und Kenntnisse und dann gibt es Hausverstand und Augenmaß ………… und noch viele andere Facetten der menschlichen Persönlichkeit, wie soziale Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein usw. ….wie Fleiß und den Willen hart zu arbeiten (mit dem man auch ein Manko im Potenzial ausgleichen kann) ….und beim Arbeitsethos legen die Chinesen dem Rest der Welt eben einiges vor.
Und OT2: Der Flaschenhals beim (Rind-)Fleisch ist die Verfügbarkeit von Futtermittel (Land) und Wasser
….alles mE, versteht sich
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2018
904 Beiträge · seit 201019. Nov. 2018 · #335
loser schrieb:1
3) Botswana hat einen neuen Präsidenten, „shoot to kill“ ist vorbei, die Privatarmee der Khamas wurde schon tw. (von Kriegswaffen) entwaffnet oder ist vielleicht schon endgültig entwaffnet, die politischen und juristischen Konsequenzen stehen noch bevor.
Werner
Stimmt, das hab ich vernommen. Auch da wird es spannend, wie es weitergeht.

Wir sind vor 4 Jahren südlich von Kasane zufällig an einen Ort gekommen, wo ein Nashorn gewildert wurde. Auch ohne "policy" wollte ich nicht der Wilderer gewesen sein. Erst stand der Hubschrauber da, kurz später kamen 3 Lastwagen, randvoll mit (damals noch) bewaffneten Soldaten. Und was man so hört, hat man auch vor der offiziellen "policy", die manche Leute eher für ne Legalisierung der gelebten Wirklichkeit angesehen haben, schon sehr oft kurzen Prozeß gemacht. Damals aber noch mit überführten Wilderern, ne Zeit lang durfte wohl schon bei Verdacht geschossen werden.

Dann hoffen wir mal, dass wir die Dickhäuter auch künftig noch ab und zu bewundern dürfen.

Grüße
Ebi

Edit: Danke für den Buchtipp. Brauch eh ein neues Buch, und sprachlich hilft es auch, das werde ich mir mal bestellen.
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2018
Gast19. Nov. 2018 · #336
Hallo Ebi,
to shoot to kill während einer bewaffneten Auseinandersetzung bzw. to shoot on sight (auf Verdacht mit Tötungsziel) ist eine Sache. Bereits überwältigte Straftäter, die keine Gefahr für Polizisten, Militär oder Ranger darstellen, nach dem Verhör zu liquidieren ist rechtlich vorsätzlicher Mord. Das ist in Botswana auch nicht anders als bei uns.
An den Khamas ist das abgeperlt wie das sprichwörtliche Wasser von der Ente, weil sie die Macht dazu hatten, aber das hat sich jetzt geändert.
Werner
Und Elefanten gibt es in Botswana mehr als genug, 2 bis 3 x so viele als verkraftbar, sagen manche
904 Beiträge · seit 201019. Nov. 2018 · #337
Hallo Werner,

ich meinte die Nashörner. Dass es mehr als genug Elefanten gibt, ist mir schon klar. Ich liebe sie dennoch, mir machen sie aber auch nix kaputt.

Ja, da wurde wohl übel drauf los gemeuchelt. Dass das kein Zustand ist, ist auch klar.

Grüße
Ebi
2'530 Beiträge · seit 201121. Nov. 2018 · #338
Will jetzt keinen neuen Thread aufmachen, aber da Nashörner und Chinesen ja auch nicht weit auseinander sind, gehören hier auch die Bäume dazu die sie billig abholzen. Dies macht gerade die Runde auf WA.
“So, this is what the SWAPO Party Government of Namibia means by a "green scheme" and by a 'win-win' Chinese investment in a tobacco farm.
Hey Joseph Hailwa, so-called Director of Forestry: this is what you and your bosses are doing in the name of what, trade? development? progress?
It is exactly the opposite.
These trees represent thousands of years of growth, and you are selling them for N$200 a tree. You are truly the architects of poverty - and you are doing it out of sheer stupid greed, as always.
Please, people of the Caprivi / Zambezi region: go knock nails into every large tree in the forest. It does not damage the trees, but it is hell on a chainsaw.
And to think that the GRN is now also considering logging in the Tsumkwe area. Stuff like this is going to turn me into an eco-terrorist yet.
I am in the meanwhile looking to raise money for a lawyer to file an urgent application in the High Court to halt the logging on grounds that this is all illegal and in contradiction and violation of Article 95 (l) of the Namibian Constitution. We cannot let this continue.
You can help by sharing the hell out of this, please. Let's make this go viral.”
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
904 Beiträge · seit 201021. Nov. 2018 · #339
Cruiser schrieb:Will jetzt keinen neuen Thread aufmachen, aber da Nashörner und Chinesen ja auch nicht weit auseinander sind, gehören hier auch die Bäume dazu die sie billig abholzen. Dies macht gerade die Runde auf WA.
“So, this is what the SWAPO Party Government of Namibia means by a "green scheme" and by a 'win-win' Chinese investment in a tobacco farm.
Hey Joseph Hailwa, so-called Director of Forestry: this is what you and your bosses are doing in the name of what, trade? development? progress?
It is exactly the opposite.
These trees represent thousands of years of growth, and you are selling them for N$200 a tree. You are truly the architects of poverty - and you are doing it out of sheer stupid greed, as always.
Please, people of the Caprivi / Zambezi region: go knock nails into every large tree in the forest. It does not damage the trees, but it is hell on a chainsaw.
And to think that the GRN is now also considering logging in the Tsumkwe area. Stuff like this is going to turn me into an eco-terrorist yet.
I am in the meanwhile looking to raise money for a lawyer to file an urgent application in the High Court to halt the logging on grounds that this is all illegal and in contradiction and violation of Article 95 (l) of the Namibian Constitution. We cannot let this continue.
You can help by sharing the hell out of this, please. Let's make this go viral.”
Oh, da hat der Chinese aber schlecht verhandelt. Oder zu wenig geschmiert. Guck mal in die Anlage, habe 1.200 Bäume für 60 Nam$ zu bieten. Macht 5 Cent je Baum. Ein Freund in Namibia meint, dass der Kubikmeter von dem Holz für ca. 25.000 Nam$ gehandelt wird. Bevor hier wieder einer losheult, ich hätte das nur gehört und nicht belegt: klar, hab ich gehört, 5 Cent je Baum scheint aber nicht marktüblich zu sein.

Bild2.jpg
4'382 Beiträge · seit 201521. Nov. 2018 · #340
Hallo Loser, danke für den Lesetipp:
Howard French, “China’s Second Continent"
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html