Hallo Guido,
Dumm nur, wenn es in der Gegend kaum noch Bullen gibt. Und die Trophäenjäger wollen typischerweise nicht EINEN Wüstenelefanten, sondern DEN prächtigsten Bullen abschießen.
Also, sicherlich ist der starke alte Bulle das Ziel der meisten Jäger, nur auch bei denen ist der Geldbeutel meist irgendwo begrenzt und bei den Elefanten wird ua meist auch nach Gewicht der Stoßzähne abgerechnet und somit je schwerer diese sind, je höher der Preis.
Ich kenne jetzt die Quote nicht, es könnten da durch aus auch Kühe dabei sein, sowie auch Tuskless Elefanten ( diese haben keine oder nur sehr geringe Stoßzähne )
Auf irgendwelche Zahlen sollte sich die Quote doch beziehen, oder meinst du, die währe völlig willkürlich festgelegt?
Kann ich mir bei der gerade bei diesem Thema überhaupt nicht vorstellen!!!!
Wie groß die Stoßzähne eines Elefanten werden, hängt fast ausschließlich vom Nahrungsangebot genauer dem Mineralienangebot ab. Weil das Mineralienangebot im Lebensgebiet der Wüstenelefanten eher mager ist, bilden die meisten Elefanten da keine großen Stoßzähne aus. Die größten Elefanten leben da auch nicht. Auf dem Poserfoto der Trophäenjäger machen diese Elefanten meistens nicht viel her. Der Reiz besteht wohl vor allem darin, etwas besonders Seltenes abzuschießen.
Es stimmt, das die Stoßzähne vom Nahrungsangebot abhängig sind, sowie natürlich auch von vorhandenen Erbgut. Die Wüstenelefanten zeichnen sich jedoch durch sehr dicke, zwar nicht sehr lange, aber dadurch sehr schwere Stoßzähne aus.
Wie auch immer, vielleicht liegt es ja auch an den geringer werdenden Alternativen, dass die Nachfrage in Namibia steigt, Botswana, das ursprünglich große Elefanten Jagd Land hat ja kürzlich erst die Jagd völlig verboten ( Aus mir zwar nicht verständlichen Gründen, aber wie auch immer ).
Wenn z.B. in einem dünn besiedelten Gebiet von der Größe ganz Schleswig-Holsteins noch 4-10 Elefantenbullen übrig sind: Hat der Mensch dann genug geregelt oder muss der Mensch das unbedingt noch weiter herunter regeln? Weil die Natur das nicht auf die Reihe bekommt und ein 1 Elefantenbulle auf etwa 2.000 Quadratkilometer eine schlimme "Übernutzung der Natur" darstellt? Ich rede vor allem über die Verhältnisse am Hoarusib und auch am Hoanib.
Wie gesagt, die entstandene Quote wird sich auf garantiert auf recht fundierte Zahlen berufen und ein Elefant kann auch auf 200.000 Quadratkilometer zu viel sein, die reine Größe der Fläche sagt überhaupt nichts aus!
maggus schrieb:Sollten diese vorgegebenen Regeln dann bei der eigentlich Jagt nicht eingehalten werden,währen für mich einmal die Beschlagnahmung der Trophäe, eine ordentliche Strafe, sowie die Entzug aller Lizenzen des begleitenden Berufsjäger eine logische Konsequenz!
Das ist pure Theorie und vor allem wird sich das auf absehbare Zeit nicht ändern, weil das nichts ist, was NGOs leisten können. Dazu müssen sich staatliche Strukturen und Prozesse ändern und das bin ich kurz- und mittelfristig sehr skeptisch.
Gerade diese währen für mich am schnellsten und einfachsten zu regeln, einfach die Strafen nach oben und gut is!! Botswana hat über Nacht die Jagd komplett verboten, da wird doch Namibia in der Lage sein, die Strafen für Vergehen in diesem Bereich kurzfristig zu erhöhen!
Und dann haben wir noch gar nicht über mögliche "Kollateralschäden" der Jagd gesprochen. Nämlich das andere Elefanten in dem Gebiet durch die Jagd möglicherweise zukünftig wieder sehr aggressiv auf Menschen und Autos reagieren, diese angreifen, touristisch nicht mehr nutzbar sind.
Im Krügerpark wurde über Jahrzehnte die Elefantenpopulation durch massive Abschüsse reduziert , dass es vorher mehr Angriffe auf Touristen gab wie jetzt ist mir nicht bekannt!
Ich kann mich durchaus mit einem gewissen Maß an Trophäenjagd arrangieren. Zum Beispiel in der Nyae-Nyae-Conservancy mag der Abschuss von Elefantenbullen vielleicht halbwegs verträglich machbar sein. Bei Wüstenelefanten sehe ich das aktuell mehr als kritisch und ich glaube nicht, dass die Kosten-/Nutzenrechnung positiv ausfällt. Und wenn derzeit in Namibia offenbar 9 Permits für den Abschuss von Wüstenelefanten ausgestellt sind (mindestens einer bereits abgeschossen), dann wird mir eher schlecht.
Elefanten haben, wenn ausreichend Futter vorhanden ist, zum Glück eine recht hohe Reproduktion und somit kann, zumindest meiner Meinung nach, dieses auch zur Nutzung frei gegeben werden, denn schließlich hat das Land, in dem diese Elefanten wohnen ja dann auch was davon und Namibia kann sicherlich jeden Cent gut gebrauchen!
Und nochmal: Warum schreiben wir immer den anderen, wesentlich ärmeren Ländern vor, wie sie mit IHREN Ressourcen umzugehen haben, steht uns doch in keinster Weise zu!!
Viele Grüße
Markus