Namibia 2013 - Winterzeit in Afrika

Reisebericht 51 Antworten · 21,3k Aufrufe · gestartet 24. Sept. 2013 von freddykr
107 Beiträge · seit 201208. Okt. 2013 · #41
Ja man fährt gerne mit und schaut die Bilder an.... 😉

Immer weiter... 😁
LG Peter http://www.mastny.de
Themenstarter191 Beiträge · seit 201309. Okt. 2013 · #42
19.06. Etosha

Zum Frühstück gab es hier eine ganz gute Auswahl an verschiedenen Broten, Müsli, Aufstrich und Früchten. Viel besser als im doppelt so teuren Dolomite Camp.

Wir starteten dann zu unserem eigenen „Morning Drive“, aber morgens war hier doch irgendwie tote Hose.
An einem Wasserloch nur ein einzelnes Impala.



Auf die Tierwelt war heute kein Verlass, selbst die Wasserlöcher von Olifantsbad und Aus waren leblos und so fuhren wir zum Lookout zur Etosha-Pfanne; Natur kann schließlich nicht weglaufen. 😉





Auf dem Weg Richtung Okaukuejo ein Strauß auf Straußjagd:


Aber irgendwann kamen doch wieder unsere geliebten Zebras.


Im Lager „Okaukuejo“ angekommen bezogen wir unseren Stellplatz für die nächsten zwei Nächte.
Wir entschieden uns jetzt erst mal fürs Wasserloch und siehe da, ein Eli war auch da.



Auch sonst war wieder eine Menge los; Springböcke, Zebras und Oryx gaben sich ein ständig wechselndes Stelldichein.




Wir blieben bis zum Sonnenuntergang hier und genossen einfach die Aussicht.


Da wir heute Abend eine Nighttour machen wollten, verzichteten wir auf den Grill und genehmigten uns das Dinner im Restaurant. Ein Tisch war auch noch zu bekommen und das Essen war großartig. Soviel konnte man gar nicht essen, was da angeboten wurde.

Die Nachttour führte zuerst nach Süden Richtung Parkausgang. Gleich am Anfang gab es Elefanten, die wohl noch direkt vom Wasserloch kamen. Ansonsten war erst mal nicht viel zu sehen. Später kreuzte noch ein Löwe in weiter Entfernung unseren Weg. Das Bild ist schlecht, aber als Beweis tauglich.


Ein Highlight gab es später. Wir standen an einem Wasserloch, aber nichts war zu sehen. Unser Guide leuchtete die Gegend ab, aber nichts. Wir fuhren 100m weiter, er leuchtete noch mal zurück und siehe da, da stand plötzlich ein Elefant am Wasserloch. Der muss wohl aus seinem Erdloch heraus gekrochen sein. 😉 😛

Die Nachttour war ganz interessant, aber es war schweinekalt. Es gab zwar Decken, aber irgendwann hat auch dies nicht mehr geholfen. Wir waren dann schon froh, als wir wieder im Lager waren und uns eine heiße Dusche gönnen konnten.

Gefahrene Strecke: 124km
Übernachtung: Okaukuejo Campsite – 840NAD
Map: http://goo.gl/maps/SuwG7
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
1'127 Beiträge · seit 201109. Okt. 2013 · #43
Hallo Danilo,

hatte erst Lil's Reisebericht verschlungen und mich heute Mittag auch über Deinen Reisebericht "hergemacht".
Kann mich meinen Vorschreiberinnen und -schreibern nur anschließen. Du bzw. Ihr habt ja wirklich tolle Fotos gemacht. Gerade Eure Vögel-"Schnappschüsse" sind wirklich genial. Wir probieren ähnliches auch immer Mal wieder, aber so viele gute Aufnahmen von Vögel im Flug sind uns bisher noch nicht wirklich geglückt.

Ansonsten lese ich Deinen Reisebericht natürlich mit großem Interesse, da wir nächstes Jahr (voraussichtlich im September) das zweite Mal nach 2010 nach Namibia wollen und dieses Mal auch eine Kombi aus Lodgetour und Camping machen wollen. Eigentlich wollten wir uns dieses Mal nur auf den Süden von Namibia beschränken und diesen intensiver bereisen als 2010, aber wenn ich Bilder vom Etosha sehe...da könnte ich glatt schwach werden und die Tour ein wenig nach Norden ausweiten 😐 . Bin auf jeden Fall gespannt wie es bei Euch weitergeht (wer weiß, auf was für Ideen ich dann noch komme 🤨 ).

Liebe Grüße

Susi
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter191 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #44
Es geht weiter.... 😄

20.06. - Etosha

Anja versorgte uns am Morgen mit frisch getoastetem Toast, indem sie bei einer Campergruppe ihren Charme spielen ließ und deren Grill mitnutzen konnte.
Wir machten anschließend eine kleine Runde um das Camp, aber viel war nicht zu sehen. Es ist einfach zu kalt.
Selbst die Springböcke lagen noch faul im Gras.



Wir entschieden uns dann für die drastische Lösung: Wir bleiben im Camp und setzen uns ans Wasserloch.
Und Tatsache, es war wieder sehr viel los. Ging eine Gruppe, kam die nächste.



Wir saßen oft einfach nur da und genossen die Aussicht.
Später scherzten wir rum und meinten, dass jetzt nur noch eine Elefantenherde fehlt. Und tatsächlich, keine 5 Minuten später kam eine Gruppe Bullen angestürmt und mischte erst mal alles ordentlich auf. 🤩









Später gab es noch gute Aufnahmen eines Hornbill.


Am Nachmittag rafften wir uns dann doch auf und starteten eine Tour in Richtung Olifantsbad.
Interessanterweise standen alle Autos etwas abseits. Da muss doch was besonderes sein. Und tatsächlich, etwas entfernt lag ein Löwe. 🤩 🤩
Am Anfang noch schlafend, wurde er später von einem Vogel gestört, was bei uns die Kameras auf Hochtouren brachte.





Später legte er sich wieder hin und rührte sich nicht mehr, so dass wir irgendwann abgezogen sind.
Auf der Rückfahrt noch mal eine Gruppe Giraffen.



Im Camp gingen wir wieder zum Wasserloch und dort warteten schon ein paar Elefanten auf uns.



Nach dem Abendessen vom Grill gingen wir noch mal hin.
Eine Nashornmama mit Kind.




Und noch zwei Giraffen kamen zum Trinken.


Ich hätte hier noch ewig stehen können, aber irgendwann wurde es kalt und wir müde; war auch schon gegen 23:00Uhr.
Es war wieder ein sehr schöner Tag im Etosha und wir haben Zeit alles richtig zu genießen.


Gefahrene Strecke: 147km
Übernachtung: Okaukuejo Campsite – 840NAD
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201311. Okt. 2013 · #45
21.06. - Etosha

Heute verließen wir Okaukuejo mit Ziel Halali.
Am Wasserloch war heute früh nichts los und so waren wir recht schnell unterwegs.

Unterwegs begegneten uns wieder ein paar Zebras.


Das erste Wasserloch, wo was los war, war Rietfontain; natürlich Zebras. 😉



Sogar säugende Jungtiere gab es. Das hintere ist mir sogar erst jetzt beim Schreiben aufgefallen. 😉


In Halali checkten wir erst mal ein und suchten uns eine Campsite. Hier wird nicht zugewiesen, sondern man sucht sich selbst einen Platz und markiert diesen dann mit Tisch/Stuhl, wenn man weg fährt.
Nach einigem Suchen fanden wir etwas passendes im hinteren Teil. Wir wollten zwar eigentlich nah ans Wasserloch, aber die dortigen Steckdosen hätten jedem Elektriker die Haare zu Berge stehen lassen; und mir evtl. auch, wenn ich das angefasst hätte. 😵
Im hinteren Teil war alles neu gemacht; nur kein Wasser, aber dies war verschmerzbar.

Am Nachmittag wollten wir uns die Gegend zwischen Halali und Namutoni anschauen. Unterwegs gab es Zebras (welch ein Wunder 😉 )...


… und Kuhantilopen


Auch ein Eli kreuzte unseren Weg; dabei kamen wir doch von rechts...


Etwas misstrauisch betrachtete er uns dann im Vorbeifahren...


Danach gab es noch ein paar Zebras...


...und am Wasserloch Chudop eine einzelne Giraffe.


Wir fuhren dann nach Namutoni rein und kauften uns ein Eis zur Abkühlung.

Auf dem Rückweg hielten wir noch mal am Wasserloch Kalkheuwel und dieses Mal lag ein Löwe in einiger Entfernung. So gut war dieser Ruheplatz nicht wirklich, denn er lag genau in der Elefanteneinflugsschneise. Glück für uns, denn er musste seinen Platz räumen.


Den Elefanten gefiel es immer noch nicht und ein herablassender Blick eines Elis zur Seite und unser „König der Tiere“ musste noch mal umziehen.


Lange konnten wir uns hier nicht aufhalten, denn wir mussten noch zurück nach Halali, bevor es dunkel wird.
Dort angekommen buchten wir zuerst unsere zweite Nacht von hier nach Namutoni um. Hier hatten wir alles gesehen und konnten uns somit länger bei den Wasserlöchern im Osten aufhalten.

Wir gingen dann wieder ans Wasserloch und hatten wieder Glück; eine Familie Elis wartete bereits auf uns.




Zwei Halbstarke:


Später gesellte sich noch ein Nashorn zu den Elis.


Jetzt wurde es interessant, denn Nashorn und Eli konnten sich nicht leiden.
Zuerst zog sich das Nashorn etwas zurück, aber das ließ es nicht auf sich sitzen.
Es kam immer näher auf die Elis zu und bald standen sich Nashorn und Eli Auge-in-Auge gegenüber. Zuerst zog sich der Eli zurück, aber dann nahmen sich zwei junge Bullen der Sache an. Ein paar angedeutete Angriffe von beiden Seiten; später einigte man sich auf ein Unentschieden.

Das Bild ist nicht wirklich gut, gibt aber die Situation gut wieder.


Wir gingen dann zurück zum Zelt und machten uns was zu essen. Ich ging danach noch mal allein ans Wasserloch, aber bis auf eine Hyäne war absolut nichts los.
Eines war aber interessant. War es auf dem Zeltplatz ziemlich kalt, stieg die Temperatur mit erreichen des Parkplatzes zum Wasserloch um einiges an. Als wenn das dort beheizt wäre.

Gefahrene Strecke: 269km
Unterkunft: Halali Campsite 420NAD
Map: http://goo.gl/maps/zmvOt
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201312. Okt. 2013 · #46
22.06. Etosha

Die Nacht war angenehm mild und so konnten wir heute Frühstück machen, ohne dass uns die Zähne geklappert haben. 😉

Heute wollten wir mal die ganzen kleinen Straßen auf dem Weg nach Namutoni mitnehmen; schimpfen sie sich doch so verheißungsvoll „Rhino Drive“ und „Elan Drive“. Aber was soll ich sagen, bis auf ein paar wenige Zebras und ein Hornbill war absolut nichts los.





So kamen wir doch schneller voran als wir dachten.
Aber im Endeffekt war dies ganz gut, denn am Wasserloch Kalkheuwel erwarteten uns dutzende Elefanten, die ausgiebig ihr Bad im Wasser genossen.





Kleiner Rüssel, großer Rüssel:


Da hat wohl jemand Hunger...






Olsenbande? 😉


Erst als die Elefanten so langsam abzogen, trauten sich die anderen ans Wasser.


Wir fuhren dann weiter nach Namutoni. Die Umbuchung hat funktioniert; nur 20NAD musste ich nachzahlen. Auf dem CG machten wir dann erst mal Siesta. Die Mägen knurrten und ein paar Gigabyte an Fotos wollten gesichert werden. Dazu ging ich mal hier ans Wasserloch, aber das war tote Hose.
Später kam ein anderer Camper und meinte, dass direkt am Eingang ein Nashorn wäre. Wir also alles zusammengepackt und los. Leider versteckte es sich bereits relativ im Gebüsch.

Da wir jetzt schon unterwegs sind, wollten wir die Runde um die „Fishers Pan“ fahren. Diese Pfanne soll die meiste Zeit im Jahr Wasser haben. Naja, zu unserer nicht.


Wieder zurück und ab zum „Dikdik Drive“. Und tatsächlich, hier gab es mal die Tiere, nach denen der Rundweg benannt wurde.


Am Wasserloch „Klein Namutoni“ dann endlich mal ein Nashorn bei Tag und nah zum fotografieren.


Weiter ging es zu „Chudop“. Auf der Stichstrasse dort hin wieder Autos am Wegerand. Da hinten soll ein Löwe liegen. Wir sahen aber nichts. Ok, dann erst mal weiter zum Wasserloch.
Hier beglückte uns ein Nashorn.




Auf dem Rückweg noch mal nach dem Löwe schauen – der schlief tief und fest und bewegte sich keinen Milimeter.


Anja wollte sich für den Morgen noch einen Morning Drive gönnen; daraus wurde ein Drive für uns beide. Es stand kein anderer auf der Liste und so musste ich wohl oder übel mit.

Heute Abend gingen wir mal ins Restaurant und gönnten uns ein gutes Steak. Noch mal kurz ans Wasserloch, aber wieder war nichts los und so ging es recht schnell in die Falle, denn morgen geht’s zeitig raus; bei unseren letzten Stunden im Etosha.

Gefahrene Strecke: 225km
Übernachtung: Namutoni CG 440NAD
Map: http://goo.gl/maps/2GKJT
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201313. Okt. 2013 · #47
23.06. Etosha – Waterberg

Guten Morgääääääääääähn. Kurz nach fünf klingelt der Wecker. Völlig schlaftrunken packen wir uns in warme Sachen und dieses Mal wird auch die Mütze mitgenommen. Man(n) ist ja lernfähig. 😉
Am Startpunkt wartete noch ein Pärchen und so ging die Fahrt zu viert los; dick eingemummelt in die Decken, die es noch gab.
Das Pärchen entpuppte sich als Schweizer, die nur eine Nacht hier im Etosha sind. Ganz schön heftig. 🙄

Am Anfang gab es nicht wirklich viel zu sehen. Doch plötzlich mehrere Hyänen, die relativ dicht am Auto vorbei zogen. Zum Fotografieren aber viel zu dunkel.
Dafür aber ein bisschen Vollmond.


Unser Guide erzählte uns, dass es um diese Jahreszeit normal ist, dass morgens wenig los ist, da es den Tieren einfach zu kalt wäre. Sie halten sich somit eher im dichten Buschwerk auf, wo es wärmer ist, als auf der freien Fläche.

Nachdem es hellt geworden ist, kamen dann endlich die Tiere raus.
Auch noch mal etwas besonderes; eine Giraffe beim Säugen:


Auch noch mal meine geliebten Zebras im Morgenlicht.


Im Busch sahen wir noch eine Nashornfamilie, aber leider ziemlich versteckt.

Und plötzlich befanden wir uns mitten in einer Elefantenherde.

Dumbo?




Der Guide fuhr uns bis Kalkheuwel, aber dort war nichts zu sehen. Aus den Augenwinkeln sahen wir noch einen Löwen, aber so sehr sich unser Guide anstrengte, der Löwe war dann doch weg.

Zurück im Camp meinte unser Guide, dass Frühstück mit drin wäre (ist es normal nur bei den Lodges, nicht beim Campen). Wir meinten, wir wären Camper, aber er bestand drauf und so kamen wir an ein kostenloses Frühstück. Ob das jetzt wirklich so korrekt war, who knows.

Wir packten zusammen und nahmen Abschied vom Etosha. Kurz noch mal an Klein Namutoni angehalten, aber dort war nur ein Schwarm Graulärmvögel.


Auf der Fahrt nach draußen verabschiedeten uns noch ein paar Giraffen...


… und mit Schwarznasenimpalas war dann Schluss.


Am Ausgang wurde unser Permit kontrolliert und wir waren zurück in der Zivilisation.
Irgendwie war mir das Fahren im Park lieber, als jetzt wieder auf Teer. Hier ist so viel los...

In Grootfontain tankten wir noch mal voll, bevor es wieder runter von der Hauptstrasse auf die Sandpiste zum Waterberg ging. Hier ging es jetzt viele Kilometer über mehrere Farmen, wo Anja öfters mal Tore öffnen durfte. Sie liebte es. 😉 😈

An Tieren gab es nur diese Hübschen:


Am frühen Nachmittag erreichten wir das Waterberg Wilderness Camp und wir bezogen unsere Campsite. Wir bekamen gleich noch eine Infobrochüre, was hier so zu machen ist. Man kann Wandern oder einen Game Drive machen.
Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für den Gamedrive. Vielleicht sehen wir noch mal etwas. Wir bezahlten unseren Obolus an der Rezeption und schon bald konnte die Fahrt los gehen. Mit uns nur eine einzelne Frau.

Schon zu Beginn sahen wir eine kleine Herde Giraffen. Diese Wimpern machen so manche Frau neidisch. 😉


Das Kleine ist übrigens erst ein paar Tage alt.


Wir fuhren dann weiter über die Farm, ohne auch nur annähernd etwas zu sehen.
Plötzlich hielt er an und ein weiterer Farmmitarbeiter kam dazu. Jetzt meinte unser Guide, wir gehen mal etwas zu Fuß und suchen die besonderen Tiere.
Wir liefen also hinter ihm querfeldein durch den Busch und plötzlich standen wir hier davor:



In nur wenigen Metern Entfernung führte uns unser Guide vor den Nashörnern wieder Richtung Auto.
Hier mal ein Bild, wo man die Entfernung etwas einschätzen kann.



Es war schon ein tolles Gefühl, so nah Nashörnern gegenüber zu stehen.







Irgendwann war dann sogar das Tele zu groß. 😉

Nach dem die Beiden an uns vorbei gezogen sind, packte unser Guide ein paar Getränke aus und wir genehmigten uns einen netten Sundowner im Busch.
Dabei plauderten wir etwas mit den Guides und erfuhren, dass die beiden Nashörner seit sieben Jahren auf der Farm sind und von dem zweiten Mitarbeiter faktisch aufgezogen wurden. Am Anfang lebte er 24x7 bei ihnen; jetzt fährt er 1x pro Tag zu ihnen raus. Mittlerweile haben sie noch ein drittes Nashorn und hoffen auf Nachsuchs in der Zukunft.
Diesen Lauf zu den Nashörnern machen sie übrigens jeden Tag. Wir haben dies nur nicht gewusst. Glück gehabt.

Auf der weiteren Fahrt wurde es dann langsam dunkel und im Halbdunkeln gab es noch ein paar Antilopen, aber sonst nichts mehr.

Wir machten uns heute wieder lecker Chili mit Nudeln und nach einem Gläschen Rotwein ging es zufrieden ins Zelt.
Heute trieb uns der Reißverschluss des Innenzeltes wieder zum Wahnsinn. Der sponn ja schon länger, aber heute habe ich gut 30 Minuten gebraucht, bis es zu war; wirklich Millimeter für Millimeter. Und wehe, Anja muss diese Nacht raus.... 😈

Gefahrene Strecke: 362km
Übernachtung: Waterberg Wilderness Camp – 300NAD
Map: http://goo.gl/maps/U4xOs
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
107 Beiträge · seit 201213. Okt. 2013 · #48
Wow, die Nashörner sind klasse. Da hat sich doch das frühe aufstehen (meins ist das auch nicht) gelohnt.... 🙂
LG Peter http://www.mastny.de
Themenstarter191 Beiträge · seit 201314. Okt. 2013 · #49
24.06. Waterberg – Düsternbrook

Ihr erinnert Euch an die Probleme mit dem Reißverschluss? Mitten in der Nacht werden wir durch ein Scheppern der Mülltonne wach. Durch das Seitenfenster sah es nach Stachelschwein aus und da es nicht aufhörte, musste ich raus.
Nur, am Haupteingang war dieser verdammte Reißverschluss. Wenn ich da raus gehe, brauch ich wieder eine Ewigkeit, bis es zu ist. Also entschied ich mich für den Hintereingang; nur halt ohne Treppe. Schnell in die Schlappen rein und runter vom Dach.
In der Mülltonne fand ich tatsächlich ein mächtig gewaltiges Stachelschwein. Als es mich bemerkte, schnappte es sich seine Eroberung (eine Dose mit unseren Chiliresten) im Maul und verschwand im Busch. Eigentlich wollte ich ihm die Dose noch abnehmen, aber ich fand es nicht mehr. Ich hörte es nur noch eine Zeit schmatzen.
Im Dunkeln packte ich die Mülltonne wieder zusammen und legte noch einen Stein oben drauf. So muss das halten.
Jetzt meinen Body wieder hoch aufs Dach hieven, Reißverschluss zu und weiter pennen. Und jetzt ratet mal, wer sich oben im Zelt vor Lachen kaum noch halten konnte. 😉 😈

Am Morgen gingen wir zum Sonnenaufgang auf den kleinen Hügel beim Campground und genossen die Aussicht.




Jetzt erst mal in Ruhe frühstückten.


Wir packten wieder alles zusammen und bald waren wir wieder auf Strecke.
Bevor wir uns Richtung Düsternbrook machten, stoppten wir am Waterberg Plateau Park. Wir zahlten unseren Eintritt, suchten uns einen Parkplatz und begannen den Aufstieg zum Waterberg. Am Anfang ging es noch recht einfach im Wald langsam nach oben, bis man an die Kante stößt. Durch einen Felssturz geht es jetzt auf blankem Geröll steil hoch; markiert durch weiße Fußspuren. Teilweise hatten wir den Eindruck, man hat damals einen der hier heimischen Paviane in einen Farbtopf getaucht und dann den Berg hoch gejagt. 😉



Aber die Wanderung lohnt sich, die Aussicht von oben ist genial.




Runter geht es dann direkter, aber nicht einfacher. Ich kletter ja für mein Leben gern und wenn die Steine unter einem wackeln, dann wackeln sie halt. Andere haben da mehr Probleme. 😉

Jetzt mussten wir aber weiter. Es folgte eine lange und nicht gerade interessante Strecke. In Okahandja marschierte Anja kurz in einen Spar, um noch etwas Grillzeug für heute Abend zu holen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir die Gästefarm Düsternbrook. Wir hatten hier einen Stellplatz im Buschcamp gebucht. Dieser ist im Gegensatz zum Pioneercamp eingezäunt und hat Strom. Wäre aber nicht nötig gewesen. Mit uns war nur ein anderes Paar auf dem CG.

Nach kurzem Frischmachen ging dann auch schon unsere geführte Tour los; „Cats Unlimited“. Hierbei fährt man mit einem Farmarbeiter zur Fütterung der Leoparden und Geparden. Mit uns zwei Pärchen aus Franken/Bayern (kann dieses ausländisch nicht immer zuordnen 😉 ).  Die Kommentare, die die abgaben, ließen uns nur den Kopf schütteln.
Zuerst ging es zu einem Leoparden. Unser Guide verteilte auch auf einem Baum etwas Fleisch, um auch den Anblick eines Leoparden auf einem Baum genießen zu können.
Es kam nur eine Warnung: Arme und Köpfe im Auto behalten, sonst ist es möglich, dass sich der Leo anderes Futter holt.

Der Leo (Mutter wurde auf einer anderen Farm erschossen und das Junge dann nach Düsternbrook gebracht, sonst hätte es nicht überlebt) war schön ruhig und konnte gut fotografiert werden.














Weiter fuhren wir zum Gehege der Geparden.
Diese ließen erst mal gehörig auf sich warten. Sie haben auch ein paar tausend Hektar, wo sie sich frei bewegen können.
Irgendwann kamen sie doch (Geschwister) und diese verhielten sich komplett anders, als der Leopard. Wer Katzen hat, der erkennt sofort das Verhalten wieder, wenn die eigene Katze Futter will. 😉
Sie waren auch ständig in Bewegung und waren somit schwer zu fotografieren.











Dieser war ziemlich frech:


Anschließend fuhr unser Guide noch zu einer kleinen Gruppe von Flußpferden, die hier auf der Farm leben.


An dieser Stelle sah man deutlich, welche Auswirkungen die aktuelle Dürre hat. Die Flußpferde hatten nur noch einen kleinen Tümpel. Normal ist der Wasserstand 2-3m höher. Unser Guide meinte, dass dieser Tümpel noch ca. 4 Wochen existieren wird, dann ist er ausgetrocknet. Die Flußpferde suchen sich dann eine andere Wasserstelle. Eine hätten sie noch auf der Farm.
Die Tour hat sich auf alle Fälle gelohnt.

Nach der Tour organisierten wir uns noch eine Karte der Farm, wo man selbst wandern/fahren kann. Wir entschieden uns für die mittlere 4x4-Strecke. Am Anfang ging es noch relativ leicht den Berg hoch (Allrad und Untersetzung an). Später wurde die Strecke aber immer schlechter und dann war sie gar nicht mehr wirklich zu erkennen und stimmte auch nicht mehr wirklich mit der Karte überein.
Wir wendeten, so lange wir noch wenden konnten, und fuhren zurück und nahmen den kurzen Rundweg zurück ins Camp.


Es war gut so, denn es wurde bereits dunkel, als wir wieder im Camp ankamen.
Wir machten und ein kleines Feuerchen und grillten unsere Wurst.
Am Abend gingen wir noch hoch zur Lodge, denn diese hatten draußen eine Bar. Ein Barmann war nicht zu sehen und so setzten wir uns einfach so dort hin und nutzten das kostenlose WLAN für ein paar Nachrichten nach Hause. Dazu gesellte sich die Hauskatze zu uns und ließ sich verwöhnen. Später  kam noch eine Mitarbeiterin zu uns und wir konnten doch noch jeweils einen Amarula bekommen. Guter Service, denn sonst war scheinbar kein Gast weiter da.

So gesättigt beendeten wir den Tag und mummelten uns in unsere Schlafsäcke, denn es wurde merklich frisch.

Gefahrene Strecke: 279km
Übernachtung: Düsternbrook Buschcamp – 300NAD
Map: http://goo.gl/maps/2cTfg
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
116 Beiträge · seit 201214. Okt. 2013 · #50
Vielen Dank für Euren Bericht, wir haben uns in ganz vielen Dingen wiedergefunden.

Schaut doch auch mal bei uns in den Reisebericht rein: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html

liebe Grüße
Petra
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter191 Beiträge · seit 201315. Okt. 2013 · #51
25.06. Düsternbrook – Windhoek

Die letzte Nacht im Zelt war lausig kalt. Ich schätze mal, wir kamen nahe an den Gefrierpunkt heran.
Innen war alles angelaufen; draußen zum Glück nichts gefroren.

Wir versuchten noch ein bisschen unsere Glut von gestern Abend zu entfachen, aber so richtig wollte es nicht mehr brennen. Das waren mehr Rauchzeichen als Feuer.
Sobald aber die Sonne über den Hügeln aufging, wurde es angenehm warm.
Nach dem Frühstück hieß es Auto aufräumen. Dies war ja unsere letzte Nacht im Zelt und heute ging es zurück nach Windhoek, so daß wir das ganze Campingequipment noch mal reinigten und alles was wir hinten in der Fahrerkabine verstaut haben, wieder ordentlich in den Gepäckraum verfrachteten.
Das hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen bis wir vom Platz rollten, aber dafür freute sich unser Platzwart über einige unserer Reste, die sonst im Müll gelandet wären.

Zuerst steuerten wir etwas westlich von Windhoek das Daan Viljoen Game Reserve an, in der Hoffnung noch mal Tiere zu sehen. Schon nach kurzer Zeit sahen wir eine kleine Gruppe Giraffen in der Ferne.


Wir zahlten unseren Eintritt am Visitor Center und liefen zuerst den kurzen (3km return) Trail zu einem alten Damm. Durch die Trockenheit war dies allerdings recht trostlos und Tiere sahen wir, bis auf einzelne Paviane oder ein Warzenschwein, auch keine.

Danach fuhren wir die 4x4-Strecke im Park, welche mit unserem Hilux ohne Probleme zu bewältigen war.
Und, wir hatten Glück. Wir kamen noch einmal ganz nah an die Giraffen heran. Leider standen sie meist im Gegenlicht, so dass wir auf Bilder verzichteten.
Diese Giraffe zeigte uns unser nächstes und letztes Ziel; Windhoek.


Ein bisschen enttäuscht waren wir von dem Park, aber dies lag wohl auch an der Trockenheit, dass hier nicht so viel los war.

Wir fuhren dann rein nach Windhoek, zum „Namibian Crafts Center“, wo wir uns noch mit einigen Mitbringseln eindeckten. Dazu setzten wir uns bei leckeren Stückchen Kuchen ins Cafe und schrieben die letzten Postkarten, die Anja anschließend noch zur Post brachte, während ich zum letzten Mal Bargeld holte.

Wir tankten noch einmal voll, deshalb das Bargeld, und fuhren zu unserer letzten Unterkunft wieder etwas nördlich von Windhoek; zur Immanuel Wilderness Lodge.
Wunderschön in den Hügeln nördlich von Windhoek gelegen, kann man hier schön dem Stress der Großstadt entfliehen.
Die Besitzerin zeigte uns zuerst unser Zimmer, bevor ich mit einem Mitarbeiter unser Gepäck holte. Man sollte sich allerdings die Zimmernummer merken und so probierten wir alle möglichen, bevor wir zuletzt unseres fanden. 😊
Hier gibt es sogar ein kleines Wasserloch, wo sich verschiedene Antilopenarten aufhalten. Wir sahen noch ein paar Springböcke, aber bevor wir den Fotoapparat holen konnten, waren nur noch Hühner da. Egal, wir genossen noch etwas die Ruhe und checkten dann im Zimmer für unsere Flüge morgen ein.
Zum Abendessen gab es ein vorzügliches 4-Gänge-Menü; echt vorzüglich.
Nach einem doppelten Amarula als Absacker startete der unangenehme Teil des Abends: alle Taschen mussten endgültig gepackt werden.
Und so ging dann unser letzter Abend in Namibia zu Ende.

Gefahrene Strecke: 121km
Unterkunft: Immanuel Wilderness Lodge - 900NAD
Map: http://goo.gl/maps/ilwFK
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland
Themenstarter191 Beiträge · seit 201315. Okt. 2013 · #52
26.06. Windhoek – Frankfurt

Für uns hieß es schon zeitig raus aus den Federn, denn wir mussten bereits 8:00Uhr bei ASCO in Windhoek sein.
Von der Lodge bekamen wir jeweils ein Frühstückspaket gemacht, da wir leider zur Eröffnung des Frühstücks fahren mussten.
ASCO war schnell gefunden. Die Rückgabe gestaltete sich ohne Probleme. Die leuchtende Tankleuchte war denen scheinbar nicht neu, denn die interessierte sie nicht wirklich. Auch der Reißverschluss vom Zelt war denen egal. Wir mussten noch 45NAD für den Sprit nachzahlen, den wir gestern und heute noch verfahren haben, aber sonst war alles ok.
Ein Fahrer zum Flughafen kam auch bald und nachdem er noch ein Pärchen in Windhoek abgesetzt hat, ging es für uns jetzt endgültig wieder zum Flughafen.
Der Checkin war aber noch nicht offen, so dass wir erst mal unser Frühstück verspeisten, bevor wir unser Gepäck los bekamen. Wir hatten wieder getrennte Tickets für Windhoek-Johannesburg und Johannesburg-Frankfurt, aber es wurde bis Frankfurt gelabelt, nachdem wir ihm unsere Bordkarte für den Weiterflug zeigten.
Bei der Ausreise mussten wir noch einmal die gleichen Formulare wie bei der Einreise ausfüllen; welch eine Bürokratie.
Der Abflugbereich war dann sehr übersichtlich; 3-4 Läden, 6 Gates, das wars. Wir fühlten uns wie letztes Jahr auf dem kleinen Provinzflughafen von Foz do Iguacu in Brasilien. 😉

Sieht man ja so in Deutschland nicht; B737-700 der TAAG Angola Airlines:


Unser Flieger nach Jo'burg; B737-800 der South African Airways


Unser Maschinchen kam pünktlich und der Flug nach Jo'burg verlief ruhig. Wir landeten pünktlich und holten uns noch mal einen Transferstempel, bevor wir es uns in einem Cafe am Abflugbereich gemütlich machten. Wir hatten ca. 4h Zeit und so bummelten wir anschließend noch etwas durch die Läden.

Noch zwei Bilder vom Flughafen:


Eine schöne Bemalung einer A343 der SAA.


Irgendwie ging die Zeit doch rum und unser Flug nach Frankfurt (LH573) konnte pünktlich raus gehen.
Vom Flug selbst gibt es nicht viel zu berichten. Wir nahmen beide nur Vorspeise und Dessert, fuhren die Sitze zurück und ab ging es, mehr oder weniger, in die Welt der Träume.
Nach einer butterweichen Landung in Frankfurt ging dann auch dieser Urlaub leider zu Ende.
Aber eines ist klar; Namibia wird uns mal wieder sehen. 😎
LG, Danilo 2016: Norwegen, Südafrika, 2015: World Tour, Singapur, 2014: Sint Maarten, Kanada/Hawaii, 2013: Namibia, 2012: Patagonien, 2010: USA, 2009: USA, 2008: Hawaii, 2007: USA, USA, 2006: Neuseeland