baobab2Themenstarter195 Beiträge · seit 200923. Sept. 2013 · #21Ich fürchte, da kann ich dir nicht helfen, Joe.
Wenn es Leute gibt,
- die den Farmer-Raubtier-Konflikt in Botswana zu entschärfen versuchen,
- sich um Tiere kümmern, die auf Nachbarfarmen vielleicht vergiftet oder erschossen werden,
- sich bemühen, diese Tiere in andere Naturreservate umzusiedeln,
- daran arbeiten, ein großes Stück Land von Farmland in ein Wildschutzgebiet zu verwandeln,
dann sehe ich einen Sinn darin.
Ich wollte auch eigentlich nur darüber informieren, dass es das Modisa Wildlife Project gibt und ich es großartig finde. Diskutieren darüber wollte ich nicht. Das kann ich nur mit Leuten, die dort waren.
Botswanadreams1'737 Beiträge · seit 201023. Sept. 2013 · #22lionfight schrieb:baobab2 schrieb:Habe ich bereits erwähnt. Auch im Artikel (Link) steht was dazu.
Tut mir leid. Vielleicht bin ich etwas beschränkt, aber ich verstehe den Zweck nicht.
Gruß!
der Joe
Hallo Joe
Der Zweck- für mich ganz einfach. Wie finanziere ich meinen Traum von Afrika? Was Harnas kann, kann ich auch.
Ich habe da noch nie etwas gehört, das Raubkatzen wieder erfolgreich ausgewildert wurden. Nicht bei Harnas, nicht bei Grassland.
LG
Botswanadreams
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Nenette1'309 Beiträge · seit 200923. Sept. 2013 · #23lionfight schrieb:
Tut mir leid. Vielleicht bin ich etwas beschränkt, aber ich verstehe den Zweck nicht.
Gruß!
der Joe
Macht nix, Joe!
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Ich muss gestehen, dass mich dieser Thread doch etwas irritiert und ich stelle fest, dass meine Entscheidung richtig war, hier letzten Sommer nichts von Modisa zu berichten, obwohl es mir unter den Fingern gejuckt hat.
Da stellen zwei junge Leute ein Projekt auf die Beine, das in Botswana seinesgleichen sucht. Der Arbeitsaufwand war und ist immer noch gewaltig. Sie wählen ein Finanzierungsmodell (vermutlich das einzige, was überhaupt die Möglichkeit bietet, dass das Projekt eine Überlebenschance hat), das bereits andere vor ihnen gewählt haben. Sie haben Preise, die deutlich unter den Preisen von bspw.Earthwatch liegen und sie bekommen das Projekt ans Laufen.
Ich finde das einfach nur bewundernswert.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
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Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
baobab2Themenstarter195 Beiträge · seit 200923. Sept. 2013 · #24@ botswanadreams ..ich habe gehört ... ich habe gelesen...
Hast du schon einmal mit Valentin und Mikkel persönlich gesprochen?
Natürlich leben sie ihren Traum. Und natürlich finanziere ich ihnen den als Volontär mit. Ja, auf Harnas haben die beiden sich kennen gelernt und dort mit dem Afrikavirus infiziert. Und manches hat ihnen nicht gefallen. Sie verwirklichen nun ihr eigenes Projekt nach ihren Vorstellungen.
So, Bele, ich hoffe, du verstehst nun, weshalb ich zögerte, überhaupt etwas davon zu berichten. Es tut weh, wenn Leute versuchen, etwas, dass einem persönlich so viel bedeutet, irgendwie in Frage zu stellen oder abzuwerten ohne es zu kennen anstatt es einfach mal zur Kenntnis zu nehmen und zu sagen, okay das interessiert mich oder eben nicht. Das war es jetzt auch. Kein Wort mehr darüber von mir.
Nunanani521 Beiträge · seit 201123. Sept. 2013 · #25Baobab, Schade, dass Du nichts mehr sagst; ich denke hier sind viele, die sich dafür interessieren, so was selber gerne mal machen würden oder einfach nur Alternativen zum Erleben von Afrika kennenlernen wollen. Es wäre schön, wenn Du ein bißchen von Deiner Begeisterung rüberbingen könntest und nicht wegen nichts eingeschnappt bist.
Du warst da und kannst uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lassen, Du kannst mit Vorurteilen aufräumen und Du kannst anderen die Möglichkeit geben, sich selber Gedanken zu machen.
Schade, dass Du so sensibel reagiert hast.
Gruß,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200823. Sept. 2013 · #26Hallo Baobab,
Nunanani hat schon Recht. Ich würde auch gerne etwas von deiner Begeisterung mitnehmen. 🙂
Bisher konnte ich nur negative Feedbacks über solche Projekte hören und lesen..... 😎
Schade auch dass Du uns falsch interpretiert hast! 😗
Es grüsst
Annick
Botswanadreams1'737 Beiträge · seit 201023. Sept. 2013 · #27Hallo Baobab
Ich möchte Dir Dein tolles Erlebnis in keinster Weise vermiesen. Ich werde ein solches Projekt sicher nie besuchen. Ich habe Grassland persönlich gesehen, nicht als zahlender Lodgegast, da gibt oder gab es auch Camping.
Was mich daran stört, ist der Verkauf als Naturschutz. Sicher gibt man Raubkatzen ein Gnadenbrot, die sonst auf Farmen erschossen wurden wären. Doch zum Fortbestand in der Wildnis sehe ich da persönlich im Moment keinen Beitrag. Unter einer Wildfarm verstehe ich etwas anderes.
Bitte akzeptiere, das es unterschiedliche Meinungen gibt. Vielleicht kannst Du ja mit Deinen Eindrücken und Erfahrungen auch Meinungen anderer revidieren. Es würde mich freuen mehr positives zu erfahren.
LG
Botswanadreams
www.botswanadreams.de
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lionfight1'324 Beiträge · seit 201324. Sept. 2013 · #28Ich muss da auch einmal nachhaken, da ich auch gerade ein paar Tage auf einer Farm war, die zu einer Wildfarm geändert wurde und bei der man zusätzlich Kleinkatzen züchtet.
Verstehe ich das richtig, dass bei "Deiner" Farm
- auch eine Farm zu einer Wildtierefarm geändert wurde?
- man dort Großkatzen ein letztes Zuhause gibt?
- man dort aber keine bedrohte Tierart zur Auswilderung züchtet?
- man dort aber Aufklärungsarbeit leistet für andere Farmer?
- die Großkatzen von Farmland stammen und sonst erschossen worden wären?
- sich das ganze über Spenden/zahlende Besucher finanziert?
- auf dieser Farm nicht gejagt wird?
Generell finde ich es schade, dass Du nicht willens bist ein bisschen mehr zu erzählen, außer, dass Du es ganz toll gefunden hast. Wenn solche Projekte schon auf Skepsis stoßen, sollte man doch auch bereit sein sich damit auseinanderzusetzen und ein bisschen Aufklärungsarbeit zu betreiben.
Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
giraffenmog649 Beiträge · seit 200724. Sept. 2013 · #29Naja - vielleicht leidet das vorgestellte Projekt ein wenig unter dem Ruf der anderen, gut bekannten Projekten, die unter der Flagge Tier- & Naturschutz laufen - was aber letztendlich nur dem Marketing dient.
Die fingen alle als Traum an... ob sie wirklich dem Wohl der Tiere dienen? Nach meiner Ansicht eher nicht.
Ich würde mir wünschen, daß dies alles auf dieses Projekt nicht zutrifft, die Tiere nicht zum Geldmachen benutzt und die Volontäre nicht ausgenutzt werden.
Da das Projekt scheinbar ja noch recht jung ist, besteht Hoffnung..... Wie gesagt: Vielleicht ist es ja das eine Projekt, daß so läuft, wie es ursprünglich konzipiert wurde.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201324. Sept. 2013 · #30Ich finde es schwierig, sich eine Meinung zu Tierhilfeprojekten zu bilden.
In einer der Sendungen, die momentan auf ARD über Harnas laufen, zeigte man einen Löwen mit vollständig gelähmten Hinterbeinen. Er bekommt Akupunktur, Physiotherapie, ... läuft auf den Vorderbeinen und zieht den hinteren Körperteil hinter sich her. D. h. er kann nicht rennen, nicht jagen - ist das ein Leben für einen Löwen???
Wenn Tiere wieder ausgewildert werden können, finde ich es ok, aber die anderen, die in Gehegen leben müssen? Große Geier in Volieren, wo sie mit einem Flügelschlag durch sind? Löwen, denen das Fleisch an einer Kette präsentiert wird, damit die Touris sie aus Luken beobachten können? 🙁
Dafür müsste man nicht nach Afrika fliegen, man könnte das in einem Zoo auch sehen.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
giraffenmog649 Beiträge · seit 200724. Sept. 2013 · #31@Berg-Eule: Was mit sehr zu denken gegeben hat sind die per Hand aufgezogenen Wildhunde auf Harnas.
Sie wurden der Mutter weggenommen, weil der Wurf davor (die Story erzählen ehemalige Voluntäre) von Ameisen von innen her aufgefressen wurde. Deswegen wurde der neue Wurf vorsichtshalber aus dem Rudel rausgenommen.
Die Auswilderung von Wildhunden, ist deswegen so furchtbar schwer und geht schief, weil fremde Tiere nicht in ein bestehendes Rudel integriert werden können. Fremde Tiere werden von dem Rudel getötet. Für die Flaschenkinder auf Harnas bedeutet dies, daß sie nie wieder in ihr Rudel zurück können und zu einem Leben außerhalb ihrer Art als eine Art Haustier verdammt sind. Die Geschwister untereinande sind auch kein Ersatz, weil sie nie gelernt haben, wie ein Rudel funktioniert und lebt.
Hier wurden gesunde Tiere ohne jede Not noch mal um Lichtjahre weiter von der Auswilderung entfernt als sie in ihrem Gehege eh schon waren.... Aber dafür kann man jetzt auf Harnas mit wildhunden "Gassi gehen".
Ach ja: Bitte nicht falsch verstehen! Das ist einer dr Gründe, warum ich solchen Projekten eher kritisch gegenüber stehe - das heißt natürlich nicht, daß überall so gehandelt wird.
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201324. Sept. 2013 · #32@ giraffenmog
Ich habe nur einen Teil einer einzigen Sendung gesehen, aber was du von den Wildhunden berichtest, finde ich auch nicht gut.
Ich denke als Neuling im Land freut man sich natürlich, wenn man einen Löwen oder sonstige "wilde" Tiere zu Gesicht bekommt, aber wie ich schon schrieb, kann man das im Zoo auch haben. Je öfter man in solche Länder kommt, umso mehr schätzt man die echte Wildnis und bekommt eine immer kritischere Einstellung zu Tieren in Gehegen. So ist es jedenfalls mir ergangen.
Liebe Grüße von Gabriele
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BMW1'523 Beiträge · seit 201124. Sept. 2013 · #33@ Bergeule.....
.......Diese Entwicklung, weg von "Showtieren" auf den Gästefarmen in die "richtige Wildnis"
wird im Normalfall die Regel sein.......sonst würde man irgendwie stehenbleiben, ganz klar !!!
BMW
baobab2Themenstarter195 Beiträge · seit 200904. Okt. 2013 · #34Für alle ehrlich Interessierten möchte ich abschließend auf meinen Videokanal hinweisen, wo ihr auch öffentliche Videos von Modisa ansehen könnt.
http://www.youtube.com/user/baobab3fulLiebe Grüße,
Ina
baobab2Themenstarter195 Beiträge · seit 200910. Okt. 2013 · #35Mikkel Bille Legarth, einer der beiden Gründer vom Modisa Wildlife Project hat bei Ted X Talks Copenhagen gesprochen zum Thema:
How the ban on lion hunting killed the lions
Bei YouTube ansehen ↗
Schade, dass Valentin Grüner nicht dabei war, der mehr Redetalent besitzt, aber es geht um den Inhalt.
Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.
LG Ina
fotomatte2'517 Beiträge · seit 200910. Okt. 2013 · #36Hallo Ina,
sehr interessanter Film-wäre auch nicht schlecht als Beitrag um den abgeschossenen Dorob-Male.
Interessant auch vor allem im Hinblick auf das totale Jagdverbot ab nächstem Jahr.Ich will jetzt gar nicht Position pro oder contra beziehen.Aber man sollte bei aller Diskussion den Kernpunkt des Videos berüchsichtigen:knowledge before emotions.
Es gibt eben nicht die einfache Lösung-nicht nur schwarz oder weiss.
Nachdenkliche Grüße,Matthias
GUGuido.Gast10. Okt. 2013 · #37Hallo,
fotomatte schrieb:sehr interessanter Film-wäre auch nicht schlecht als Beitrag um den abgeschossenen Dorob-Male.
Interessant auch vor allem im Hinblick auf das totale Jagdverbot ab nächstem Jahr.Ich will jetzt gar nicht Position pro oder contra beziehen.Aber man sollte bei aller Diskussion den Kernpunkt des Videos berüchsichtigen:knowledge before emotions.
Ja Emotionen helfen nicht weiter. Und auch Kai-Uwe Denker von NAPHA hat gestern in der AZ eine sachliche Debatte gefordert. Das ist gut. Aber dann muss sich NAPHA auch mal den Sachargumenten stellen und dazu Stellung nehmen. Das ist bisher nicht erkennbar. Es wird pausenlos von Nachhaltigkeit geredet, aber dann in der Praxis etwas anderes praktiziert.
Erkenntnisse zur Jagd aus Botswana sind auch nicht unbedingt auf die Löwen in der Kuneneregion übertragbar. Die Löwenpopulation im CKGR ist deutlich größer und vor allem in der Zusammensetzung gesünder. Wenn es nur noch eine Hand voll adulter männlicher Löwen in der Kuneneregion gibt - und das ist der aktuelle Stand - dann kann man nicht argumentieren, dass deren Abschuss durch Trophäenjagd in irgendeiner Weise einen positiven Beitrag zum Arterhalt leistet.
Ansonsten haben mittlerweile so einige Naturschützer die Ansicht, dass es - wie auch im Video argumentiert - sinnvoll sein kann, sich mit der Trophäenjagd zu arrangieren. Das bedingt aber, dass die Trophäenjagd Aspekte wie Ethik und Nachhaltikgkeit berücksichtigt. Genau das ist in der Praxis aber allzu häufig nicht der Fall.
Laut Bericht in der Republikein tut Fred Bezuidenhout nun alles furchtbar leid und er hätte einfach nicht gesehen, dass der Dorob-Male ein Halsband trägt. Andererseits sagt er, dass sie dem Löwen 2 Stunden lang gefolgt sind. So ein Sat-Halsband hängt nicht an einer dünnen Angelsehne am Hals, sondern an einem massiven 6 cm breiten Gurt und Jäger haben in der Regel erstklassige Ferngläser. Was soll man davon halten? Jegliches Fehlerverhalten wird immer auf bedauerliche Irrtümer usw. geschoben.
Beste Grüße
Guido
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #38Das ist ja wohl das lächerlichste Argument, das man als Profijäger bringen kann! 🤢
Wir haben heuer als nur-Touristen auch ohne Fernglas gesehen, ob ein Tier Sender trägt oder nicht.
Der Mann soll mal zum Augenarzt!
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
baobab2Themenstarter195 Beiträge · seit 200910. Okt. 2013 · #39@ guido und Berg-Eule
Hier geht es nicht um die Fortführung einer Diskussion aus einem anderen Thread, auch nicht um die Löwen allgemein in Botswana. Es geht um eine bestimmte Region - die von Ghanzi - und darum, wie wir als Europäer mit unseren Bedürfnissen (z.B. Fleischkonsum) die Entwicklung von Regionen mit beeinflussen.
GUGuido.Gast11. Nov. 2013 · #40Hallo,
zuletzt gab es einen befremdlichen Artikel über Modisa mit Löwenkuschelfotos in der
Daily Mail und einen Abklatsch davon bei
Spiegel Online. Lionaid hat sich jetzt mit Modisa beschäftigt und das Ergebnis ist ein Totalveriss:
http://www.lionaid.org/blog/2013/11/hugging-lions-or-conserving-lions.htmIch kann nicht beurteilen, ob alles stimmt, was Lionaid da schreibt, aber ich glaube, dass die näher an der Wahrheit sind als die Selbstdarstellung von Modisa.
Beste Grüße
Guido