Raubüberfall

134 Antworten · 32,4k Aufrufe · gestartet 07. Juli 2013 von Rodrigo
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4'451 Beiträge · seit 200810. Sept. 2015 · #121
Tomcat schrieb:...ja es ist tatsächlich später als du denkst 😄

...dir ist aber schon aufgefallen, dass der Thread hier über 2 Jahre alt ist und irgendwie schon alles gesagt wurde 😘


hca49a99.JPG
Hi Tomcat,
deswegen habe ich auch hier reagiert. 🤩

Es sollte nicht wieder ein Shitstorm hier hereinbrechen, weil Namibia , Botswana oder SA sind nicht gefährlicher als unsere bayrische Dorfsgegend. 😄 😄

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
962 Beiträge · seit 200711. Sept. 2015 · #122
Hallo Cecile
bei allem Respekt vor deiner
ausgefallenen, ich vermute mal ironisch gemeinten Meinung,
ich weiß ja nicht auf welchem kriminellen Dorf" im äußerst friedlichen Oberbayern du wohnst,
aber der Vergleich hinkt ja so gewaltig, dass eine weitere Diskussion entfällt.
Ich habe z.B. noch nie gehört, dass es auf den Campingplätzen am Murnauer Staffelsee
oder im Garmischer Voralpenland
zu ähnlich kriminellen Übergriffen gekommen ist.
Verwundert grüßt euch
Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
4'451 Beiträge · seit 200811. Sept. 2015 · #123
myrio schrieb:Hallo Cecile
bei allem Respekt vor deiner
ausgefallenen, ich vermute mal ironisch gemeinten Meinung,
ich weiß ja nicht auf welchem kriminellen Dorf" im äußerst friedlichen Oberbayern du wohnst,
aber der Vergleich hinkt ja so gewaltig, dass eine weitere Diskussion entfällt.
Ich habe z.B. noch nie gehört, dass es auf den Campingplätzen am Murnauer Staffelsee
oder im Garmischer Voralpenland
zu ähnlich kriminellen Übergriffen gekommen ist.
Verwundert grüßt euch
Frank
Dannn , solltest Du auch dort Deinen Urlaub verbringen.Wer so die Hosen voll hat ,ist für weiter weg Urlaub nicht geeignet seinen Urlaub zu verbringen. 😛

Die drei Verbrechen in Meiling Pähl und Peiting sind leider in dem von Dir beschriebenen äußerst friedlichen Oberbayern passiert, schlage vor mal in google Maps nachzuschauen, die sind im Umkreis von 30 Km von MURNAU !!!!

Ich finde es nur immer voll daneben, wenn es nur woanders "gefährlich" ist und es woanders Kriminelle gibt. leider ist das auch da wo wir wohnen.
Wir waren schon sehr oft in das Südliche Afrika und sind GSD noch nie richtig bedroht worden und so sollten es die Neue hier auch sehen, klar muss man aufpassen aber einen Tread von vor 2 Jahre wieder hochzuschieben um da dann wieder einen Shitstorm auszulösen, hat mich eben veranlasst mal zu schildern was hier in dem friedlichen Bayern so abgeht. nicht nur in unserem kriminellen Dorf,
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
962 Beiträge · seit 200711. Sept. 2015 · #125
Sorry, ach Cecile
da hast du mich aber gründlich missverstanden, wenn ausgerechnet du glaubst, dass ich als ein alter afrikaerfahrener Haudegen, der sich schon von Beginn seiner Afrikaerkundung nicht gescheut hat, Afrika immer nur als 4x4 Camper zu durchfahren, Angst hat.
Mit Angst hat diese vorsichtige Überlegung bei weitem nichts zu tun, sondern nur mit Weitsicht.
Gefahr erkannt - Gefahr gebannt lautet die Devise.
Übrigens ist es völlig unerheblich, wann ein Tread im Forum erschien. Wenn wieder Fragen zu einem Thema aufkommen, dann ist es, wie bei diesem Thema Raubüberfall hochaktuell und für Viele äußerst interessant.
Gerade bei dem kürzlichen tragischen Mord von Andy im Mudumu ist deine für mich unverständliche Reaktion total unpassend.
Wie wir an der Teilnahme der Diskussion vieler Camper unseres
Forums sehen, machen sich gerade die Afrkaerfahrendsten wichtige Gedanken um die Sicherheit in den Camps.
Zur Frage des Vergleichs der Sicherheit mit Oberbayern , die ohnehin unvergleichbar ist, geht es doch nur!!! um die Sicherheit auf Campingplätzen und nicht um die allgemeine Kriminalität in Deutschland, denn die ist, ganz gleich von welcher Tätergruppe verübt, unbestritten ebenfalls vorhanden.
Ich hoffe damit, dass unser Missverständnis ausgeräumt ist.
MfG
myrio
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
203 Beiträge · seit 200614. Sept. 2015 · #126
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn so ein altes Thema immer mal wieder hervorgekramt wird, denn man muss auch eins sagen: Die Leute werden von Jahr zu Jahr rücksichtsloser und krimineller (und das nicht nur in Afrika, aber auch).

Kurz nach der Unabhängigkeit hätte es solche Übergriffe, sie sie heutzutage an der Tagesordnung sind, nicht gegeben, ganz zu schweigen von der Zeit davor. Damals waren die meisten Menschen noch sehr eingeschüchtert. Das sind sie heute nicht mehr. Und was viele Leute aus Europa sich nicht vorstellen können: Sie halten es für ihr gutes Recht, Leuten, die mehr haben als sie selbst, etwas wegzunehmen. Zudem ist Brutalität und Gewalt ein Teil des Aufwachsens in vielen Gebieten, es ist ganz normal, es gibt also weniger Hemmungen und manchmal gar keine Erfahrung damit, Konflikte auch ohne Gewalt zu lösen.

Das alles trifft ganz sicher nicht nur auf Afrika zu, aber man sollte nicht vergessen, dass die Leute hier anders aufwachsen als in Europa, dass es andere Werte und andere Erfahrungen gibt. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass Gewaltlosigkeit oder Respekt vor Eigentum anderer ein Teil der Erziehung war. Den meisten Menschen hier geht es immer nur um sich selbst, und das muss es auch gehen, denn wenn man nicht stark genug ist, in einem Land ohne soziale Sicherheit zu überleben, dann stirbt man. So ist die Rücksicht auf andere oder das Denken an die Bedürfnisse anderer vielen eher unbekannt.

Gelegenheit macht Diebe und Gelegenheit macht Mörder, das muss man einfach mal so hart sagen. Ein Camp bietet oft nicht viel Sicherheit, und das wissen diejenigen, die Leute überfallen wollen, auch.

Ich selbst würde ehrlich gesagt nicht ohne Waffe in einem Camp übernachten. Ich habe immer meine Pistole dabei.
1'523 Beiträge · seit 201114. Sept. 2015 · #127
@Okaukuejo,

....Du hast sowas von Recht.............

BMW
962 Beiträge · seit 200714. Sept. 2015 · #128
Hallo, @Okaukuejo
Da hast du sicher Recht, weil du in Namibia lebst und deshalb viel mehr Details aus dem gefährlichen Alltag Namibias kennst.
Mein Neffe ging übrigens ebenfalls in Swakop auch nie ohne Colt aus dem Haus.
Aber selbst wenn man das vor hätte, wie sollen wir mit Waffe, ausser man ist Jäger, aus Europa durch die Flugsicherung kommen 🤩 ?
fragt sich mfG
Frank
PS: Ich hoffe nicht, dass wir mit der Frage des Waffenbesitzes jetzt wieder eine unendliche Dikussion ins Leben gerufen haben!
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2015
76 Beiträge · seit 201514. Sept. 2015 · #129
und was bringt einem die waffe, wenn 4 bewaffnete vorm camper stehen ?!? dann würde ich sie lieber nicht einsetzen =)...es sei denn du bist lucky luke und schaffst es innerhalb von sekunden alle 4 kalt zu machen. aber das sollte man nicht unterschätzen.

und die leute die sagen, ach, das kann dir auch in deutschland passieren. klar kann dir das auch hier passieren, aber sind wir doch mal ehrlich. die chance dass dir hier sowas passiert, ist sehr viel geringer. ich bin jetzt zum beispiel in meinem leben ca. 1000x nachts durch ziemlich viele "merkwürdigen" ecken von frankfurt am main gelaufen und außer ein paar schlägerein mit besoffenen bin ich recht gut zurecht gekommen. ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei 1000x nachts durch irgendwelche ecken in SA genauso verläuft =)... und wenn, dann bleibt es nicht bei schlägerein mit besoffenen.

aber wo will man denn sonst hin, wenn man wegen angst vor raubüberfällen nicht mehr nach nambia will ?!? dann muss man afrika komplett meiden und nur noch an den bodensee fahren. ich denke, einem ist doch bewusst, dass wenn ich als weißbacke durch afrika reise, dass A die hemmschwelle niedrieger ist B man als weißbacke leuchtet wie ein stern in der nacht und C man den weißen ihren "reichtum" ansieht 😉 ..zumindest wenn man es mit dem rest der bevölkerung vergleicht. ... achso und D selbst wenn man als weißer arm ist und nur lodderhosen trägt, wird man trotzdem als reicher angesehen 😉
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2015
203 Beiträge · seit 200614. Sept. 2015 · #130
Hier in Namibia haben natürlich viele Leute eine Waffe, jeder Farmer sowieso, denn es gibt kaum einen Farmer, der nicht für die Familie mal ein Oryx schießt. Die meisten Kinder lernen schon recht früh zu schießen, wenn sie auf einer Farm aufwachsen.

Waffenbesitz oder nicht ist nicht die Frage, sondern eben das Sicherheitsbewusstsein. Einerseits ist Namibia kein kriminelles Land, die Leute sind sehr friedlich, aber andererseits sind eben die Erwartungen der Europäer, die hierherkommen, oft falsch. Sie gehen davon aus, dass die Leute in Namibia genauso denken wie sie selbst und sich genauso verhalten wie sie selbst. Das ist aber nicht so.

Es gibt ganz interessante Bücher, in denen man nachlesen kann, dass es für die schwarzen Stämme eigentlich nie den Begriff des Privatbesitzes gab. Den haben erst die Weißen mitgebracht, als sie aus Europa hierherkamen. Vorher gehörte niemals etwas einer Person privat - noch nicht mal dem Häuptling - sondern immer dem Stamm. Wobei auch nichts dagegen zu sagen war, wenn ein Stamm den anderen bestahl. Die Nama haben beispielsweise standardmäßig die Herero bestohlen, ohne schlechtes Gewissen.

Das ist alles noch gar nicht so lange her, und man sollte sich bewusst machen, dass Stehlen für viele nichts Schlimmes ist. Auch Gewalt anzuwenden ist nichts Schlimmes. Wenn man etwas haben will, nimmt man es sich einfach, und wenn sich jemand dagegenstellt, muss er eben damit rechnen, die Konsequenzen zu tragen, bis eventuell zum Tod. Ein Menschenleben ist nicht wirklich etwas wert. Ein Mensch wird nur durch Äußerlichkeiten wertvoll, mittlerweile ist das oft sein Besitz, das dicke Auto, der große Fernseher, der in jeder Hütte in Katutura steht.

In Europa ist man so etwas nicht gewöhnt, denkt vielleicht, diese Denkweisen sind längst ausgestorben, aber hier bei uns ist das immer noch sehr in den Köpfen verankert. Erst seit etwas über 100 Jahren wurde darüber die europäische Sichtweise gestülpt, die aber nicht eingedrungen ist. Viele Schwarze verstehen immer noch nicht, warum Weiße sich so verhalten, wie sich Weiße verhalten. Sie lachen über uns, weil sie denken, wir sind dumm und schwach, weil wir auf andere Rücksicht nehmen, nicht stehlen oder niemanden schlagen.

Es ist einfach immer wichtig, darauf hinzuweisen, dass Afrika nicht Europa ist. Man kann den Leuten keinen Vorwurf machen, sie leben ihren Maximen entsprechend. Man darf nur nicht erwarten, dass man sich selbst so verhalten kann, wie man es gewöhnt ist, ohne dass eventuell unerwartete Dinge passieren. Man sollte sich an das Land anpassen, vorsichtig sein und nicht zu vertrauensselig, dann kommt man eigentlich ganz gut durch.

P.S.: Was bringt einem die Waffe gegen 4? Das kommt natürlich auf die Situation an, aber die Leute, die solche Überfälle machen, sind dumm und feige. Das heißt, wenn man einen anschießt und der blutet, rennen die anderen wahrscheinlich weg. Vielleicht rennen sie auch schon weg, wenn man nur in die Luft schießt. Das ist zwar nicht garantiert, aber sehr wahrscheinlich.
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2015
962 Beiträge · seit 200714. Sept. 2015 · #131
Danke@Okauk.ujeo
für deine sehr aufklärettn Sichtweise!
Und damit sind wir schon beim nächsten hoch aktuellen Themen
was die br
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
962 Beiträge · seit 200714. Sept. 2015 · #132
Danke, Okaukujeo
für diese interessante aufklärende Sichtweise, die vielen von ins sicher nicht bewusst war und die
uns gleich zum hochaktuellenThema der extremen Zuwanderung aus afrikanischen Ländern führt.
Du hast es auf den Punkt
gebracht

Wir müssen damit rechnen, wie es in den Köpfen vieler Afrikaner, von den friedlichen Namibiern mal abgesehen, aussieht.
Sie erkennen ihre Denkweise, die europäischen Verhältnissen überhaupt nicht gerecht wird, eben nicht als unpassend an.
Und das kann gewaltige Auswirkungen auf das Leben im
vorher noch friedlichen D haben.
Der massenhafte Zustrom aus Zentralafrika, einer Region, in der diese Denkweise genauso, wenn nicht noch brutaler vorherrscht, stellt ein gewaltiges
Gefahrenpotential dar.
Vor diesen einfachen Menschen, die meist aus armseeligen Verhältnissen kommen, haben viele Menschen in D berechtigte Ängste.
Diese Bedenken wurden bisher von der Bundesregierung völlig unberücksichtigt gelassen und es wird sich zeigen, welche Auswirkungen die Integrationsversuche auf die Lebensumstände in D haben
werden.
Soviel zu diesem Thema, was uns hier momentan alle Bürger bewegt.
Besorgte, jedoch nicht hoffnungslose Grüße aus dem kalten Deutschland von
Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
Gast14. Sept. 2015 · #133
myrio schrieb:
Mein Neffe ging übrigens ebenfalls in Swakop auch nie ohne Colt aus dem Haus.
😮 😮 😮

Ganz ehrlich: man muss ja nicht gleich paranoid werden. Ich habe mir vor kurzem das erste Mal ein Pfefferspray gekauft, und zwar hauptsächlich wegen der Strassenköter die mich und meine Hunde vermehrt angegriffen haben. Und das waren auch die einzigen, gegen die ich das Spray bisher eingesetzt habe.
Siebenstein schrieb:

und die leute die sagen, ach, das kann dir auch in deutschland passieren. klar kann dir das auch hier passieren, aber sind wir doch mal ehrlich. die chance dass dir hier sowas passiert, ist sehr viel geringer. ich bin jetzt zum beispiel in meinem leben ca. 1000x nachts durch ziemlich viele "merkwürdigen" ecken von frankfurt am main gelaufen und außer ein paar schlägerein mit besoffenen bin ich recht gut zurecht gekommen. ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei 1000x nachts durch irgendwelche ecken in SA genauso verläuft =)... und wenn, dann bleibt es nicht bei schlägerein mit besoffenen.
Zunächst mal: Namibia ist nicht SA. Für SA kann ich nicht sprechen. Aber ich lebe seit nun mehr fast neun Jahren in Windhoek, bin auch schon viel in der Stadt herumgelaufen, Einkaufen gefahren, abends zum Essen oder zum Sport gefahren. Ich hatte noch nie eine komische Situation. Nachts lauf ich grundsätzlich nicht durch die Gegend (dunkel war es schon öfter mal, vor allem im Winter), aber Überfälle auf Touris passieren ja auch oft tagsüber - ich habe selber noch keinen erlebt, auch nicht als Zuschauer. Es ist schon auch ein Unterschied, ob man irgendwo als Tourist ist oder dort zuhause ist...
Ich stimme Okaukuejo grundsätzlich zu: es ist einfach eine andere Mentalität hier. Ich sage aber, dass die Leute hier (noch) viel weniger gewaltbereit sind als in SA. Was das Mitleid und Verständnis angeht: auch da kann ich sagen, dass man in der "normalen" Bevölkerung dieses schon vorfindet, wenn auch mehr in einer oberflächlichen Art und Weise.
Es ist eben nicht Europa hier, sondern Afrika. Deswegen muss man nicht erwarten, dass man an jeder Strassenecke überfallen und abgestochen wird, aber man muss sich klar machen, dass die Menschen anders ticken. Okaukuejo hat das eigentlich sehr gut beschrieben.

@myrio:
Deine Bedenken kann ich gut nachvollziehen, und auch deine Kritik an der Bundesregierung. Zur Zeit sind es ja mehr die Zuwanderer aus dem Nahen und Mittleren Osten - ebenso Menschen mit einer fremdländischen Mentalität, mit Traumata, teilweise mit Gewaltbereitschaft.
Es wird eine Riesenherausforderung, diese Menschen in Deutschland einzugliedern. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben - es schmerzt mich zu sehr, wie sich das alles entwickelt hat.
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2015
962 Beiträge · seit 200714. Sept. 2015 · #134
Danke für deine Zustimmung, Woma.
Oft erhalte ich leider nur laxe lapidare Bemerkungen zu diesem Thema, unter dem Motto :
Irgendwie wird es schon funktionieren! !!??
Ich kann soviel Passivität im Denkprozess nicht nachvollziehen.
Es erscheint mir, als ginge es die Meisten nichts an.
Der katastrophale, nicht wiedergutmachbare Fehler war
der zwar christlich-sozial gemeinte, aber total
unüberlegte Willkommensgruss
von Merkel/Gauk, der zu einem
nicht endenden Flüchtlingsstrom führte.
Das war Aufforderung zum Verlassen der ungeliebten zerstörten Heimat derer, die ein Bleiberecht erwirken können, aber eben auch der unglücklichen Menschen, die ihren unstillbaren Wunsch nach einem glücklicheren Leben mit neuen Chancen freudig nachkamen.
Soweit die Realität.
Aber wenn hier niemand seine Stimme erhebt, dass es zu einem sofortigen! !!! Stop der Zuwanderer aus den sicheren Herkunftsländern kommt, dann wird es immer dramatischer und auch schlimm für die, die wieder in ihre Heimatlämder zurück müssen.
Das zu diesem Thema.
HG
Frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
728 Beiträge · seit 200613. Okt. 2015 · #135
Zitat Okaukuejo:
"Es gibt ganz interessante Bücher, in denen man nachlesen kann, dass es für die schwarzen Stämme eigentlich nie den Begriff des Privatbesitzes gab. Den haben erst die Weißen mitgebracht, als sie aus Europa hierherkamen."

Von dieser Sichtweise bin ich nicht überzeugt.
Die San, die noch vor 100 Jahren Sammler und Jäger waren, also nur das Eigentum nannten, was sie auf ihren Wanderungen tragen konnten, haben Tiere als Allgemeingut angesehen, das demjenigen gehörte, der es erlegte. So wie es heute in D beim jagdbaren Wild ist, das erst dann dem Jäger gehört, wenn er es erlegt hat. San haben aber auch Rinder erlegt, weil sie für sie in dieselbe Kategorie wie ein Springbok gehören. Deshalb gab (gibt?) es lange heftige Auseinandersetzungen zwischen den San und z.B. schwarzen Rinderhirten, die die San als Viehdiebe ansehen, z.B. in Botswana. Ob diese Rinder nun Stammeseigentum waren oder der Familie oder einer Person gehörten, macht glaube ich keinen wesentlichen Unterschied.

Die neolithische Revolution, die Ackerbau und Viehzucht brachte und damit Eigentum, das es zu verteidigen galt, haben aber, anders als die San, alle schwarzen Stämme durchlaufen. Sie kennen also Privateigentum seit Jahrtausenden und die pauschale Aussage, wonach schwarze Stämme nie den Begriff des Privatbesitzes kannten, teile ich nicht. Demnach halte ich es nicht für "natürlich", dass viele Schwarze klauen, sondern dieses Phänomen hat aus meiner Sicht seine Gründe in einer Entwurzelung und sozialen Verlotterung. Dabei führt Entwurzelung und soziale Verlotterung nicht zwangsläufig in eine kriminelle Karriere und eben aus diesem Grund haben diese Kriminellen auch eine persönliche Verantwortung für ihr Handeln. Dessen Wurzeln liegen m.E. eben nicht in einer nebulösen historischen Tradition. Die Täter haben also eine Verantwortung für ihr Tun und können nicht sagen: wir sind halt so, da können wir nichts für. Das empfinde ich als zu billige Entschuldigung. Die Schlussfolgerung daraus, dass nämlich alle Schwarzen zumindest latent Eigentumsdelikte begehen (klauen), teile ich ganz ausdrücklich nicht.
Ich will keinem unterstellen, dass er das gemeint habe. Aber wenn man die suggerierte Mentalität oder Einstellung zu Ende denkt, müsste man zu dieser Schlussfolgerung kommen. Frank baut darauf jedenfalls auf.
Mag sein, dass ich nicht alle Bausteine richtig zusammengesetzt habe für mein Verständnis der Dinge. Für Ergänzungen bin ich daher gern zugänglich.
Gruß
Reinhard
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zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2015