leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201024. Juni 2013 · #1
Mai 2013 - die Katzen-Safari oder „Look at these tracks, they are really fresh!“ (auf unseren Gamedrives gefühlte 100 x gehört) 😛
Liebe FoMis,
Es ist schon wieder vier Wochen her, seitdem wir gelandet sind und der ganz normale tägliche Wahnsinn Besitz von uns ergriffen hat. Trotzdem ist mein Kopf noch zu mindestens 50% mit den Erlebnissen auf unserer diesjährigen Rundreise im Mai ausgefüllt. Und DAS IST GUT SO!
In meiner Freizeit habe ich die Riesenanzahl von Fotos gesichtet, das war diesmal nicht ganz so einfach, denn ich muss ja „nur“ schlaffe 8.500 Bilder anschauen und entscheiden, welche den Weg in die Fotoshow schaffen und welche für immer im Nirwana verschwinden. Auf die Frage: „Sind 8.500 Fotos nicht etwas übertrieben?“ kann ich nur antworten: „Ich hatte eine neue Kamera (bzw. Objektiv) im Einsatz und leider war vorher nur wenig Zeit, um das neue System auch zu testen. Deshalb habe ich „brutal“ draufgehalten und versucht, so viele Einstellungen wie möglich auszuprobieren. Ich gehe davon aus, dass Freunde und Verwandte ca. 5% aller Bilder sehen werden, aber ich hoffe, ich habe ein paar Dinge gelernt und werde sie bei unserem nächsten Besuch im November (Chobe River, Botswana) noch einmal ausprobieren bzw. vertiefen.
Trotzdem möchte ich mir die Zeit nehmen, zumindest einen kurzen Lagebericht abzuliefern, auch wenn ich nicht zur Fraktion der Selbstfahrer gehöre, sondern als Lodgehopper meine Wunschplätze besuche.
Unsere Tour:
08.05.13 Flug Frankfurt – Jo´burg 09.05.13 Landung in Joburg, Weiterflug nach Maun bzw. zur Deception Valley Lodge 09.05.-11.05.13 Dception Valley Lodge (Nähe Central Kalahari Game Reserve) 12.05.-14.05.13 Aufenthalt in der Sandibe Safari Lodge (Okavango Delta) 15.05.-17.05.13 Aufenthalt im Nxabega Tented Camp (Okavango Delta) 18.05.-19.05.13 Aufenthalt im Kwando Lebala Camp (Linyanti) 20.05.-21.05.13 Aufenthalt im Kwando Lagoon Camp (Linyanti) 22.05.-25.05.13 Aufenthalt in der Garden Lodge (Kasane) 26.05.13 Flug Kasane – Jo´burg - Frankfurt 27.05.13 Landung in Frankfurt
Die Temperaturen auf unserer Reise lagen zwischen 12° (morgens in der Kalahari) und ca. 30° (um die Mittagszeit, egal wo). Am wärmsten (speziell abends) war es am Chobe. Regen hatten wir keinen mehr. Verglichen mit 2011 war der Wasserstand im Delta sehr viel niedriger.
Die Details:
08.05.13 Flug Frankfurt – Jo´burg mit der SAA 09.05.13 Landung gegen 07:00, Weiterflug mit Airlink gegen 11:30 Um kurz nach 13:00 Landung in Maun, um ca. 14:00 Weiterflug mit Mack Air (6-Sitzer) mit zwei weiteren Gästen zur Deception Valley Lodge. Flugzeit 40 Minuten
Deception Valley Lodge Sie liegt am nördlichen Rand des CKGR in einem privaten Reservat. Das hat den Vorteil, dass man bei interessanten Tiersichtungen auch mal Offroad fahren kann, um näher an das Objekt der Begierde zu kommen. Die Lodge selbst ist recht großzügig angelegt. Man wohnt in einem der acht Chalets und kann die herrliche Ruhe genießen. Außer Vogelgezwitscher haben wir nicht viel gehört. Ausgenommen das Löwengebrüll in der Nacht, aber genau deshalb waren wir ja hier ! Nicht weit vom Haupthaus gibt es ein Wasserloch. Man kann also bereits beim Frühstück einige Tiere beobachten. Ein kleines Highlight: Wenn es dunkel ist erscheinen zwei Stachelschweine. Sie sind die Menschen gewöhnt und wenn man sich langsam und vorsichtig bewegt, kommt man auf Armlänge an die Tiere heran. Ich behaupte sogar, sie mögen es, wenn man sich mit ihnen unterhält. Die Sprache ist dabei völlig egal Der normale Tagesablauf (das galt übrigens für alle Unterkünfte): 06:00 Wecken 06:30 Kleines Frühstück 07:00 Abfahrt zum Gamedrive 11:00 - 11:30 Rückkehr und Brunch 15:30 High Tea (Kuchen oder kleine Häppchen) 16:00 Abfahrt zum Gamedrive 19:00 – 19:30 Rückkehr und Dinner Die Gegend entspricht zum größten Teil der typischen Kalahari-Landschaft, das heißt natürlich auch, dass wir ausschließlich auf Sandpisten unterwegs waren. Die sind allerdings ziemlich gut gewartet und haben erstaunlich wenig Löcher. Wir wurden von Jaco (dem Sohn des Besitzers), und einem einheimische Tracker begleitet. Beide waren sehr kompetent symphatisch und kompetent. Zum Wasserloch der Lodge kamen hauptsächlich Impalas, Kudus, Giraffen, Zebras, Gnus, vereinzelt Oryx, und andere. Wir haben jeden Tag Löwen gesichtet. Besonders spannend war die Beobachtung eines Löwenrudels mit sieben Jungen Wir waren auch ganz nah dran ein Geparden-Paar aufzuspüren, aber die Kätzchen spielten Spielchen mit uns. Sie versteckten sich, um kurz darauf ihre Pfotenabdrücke auf unsere Spur zu setzen. Ähnlich erging es uns auch mit den Leoparden. Naja, dafür wurden wir ja mit reichlich Löwen belohnt. An einem Nachmittag fuhren wir mit zwei San (Buschleuten) hinaus und ließen uns – wirklich sehr anschaulich – das frühere Leben und die Jagdmethoden der San zeigen. Am zweiten Tag rumpelten wir beim Offroadfahren durch ein größeres Loch. Ich hatte die Kamera auf den Knien, „hob“ vom Sitz ab und die Front meines Zooms knallte gegen eine Eisenstange. Zwar nicht besonders fest, aber fest genug, um den angeschraubten Filter zu zerstören. Unglücklicherweise wurde das Gewinde auch in Mitleidenschaft gezogen und ich konnte den Filter nicht mehr abschrauben. Zunächst war ich schockiert! Ich hatte ein brandneues (ziemlich teures) Objektiv und jetzt hatte der Filter einen Sprung! Aber ich hatte Glück im Unglück. Man kann auf keinem einzigen Bild diesen Sprung erkennen, obwohl ich – notgedrungen – die ganze restliche Zeit mit einem „Sprung in der Schüssel“ fotografieren musste.
Anmerkung zur Unterkunft Reklamationen: keine Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja
Aufmerksame Beobachter
12.05.13 11:00 Flug mit Mack Air von der Deception Valley Lodge zur Sandibe Safari Lodge (& beyond – Gruppe). Wieder mit einem 6-Sitzer, wir waren die einzigen Passagiere. Flugzeit: ca. 50 Minuten.
Sandibe Safari Lodge Sie liegt in der Nähe des Moremi Reservats im Okavango Delta. Wir waren in 2010 schon mal dort, wir wussten also, was uns erwartet. Es hatte sich tatsächlich nicht viel verändert. Allerdings war der Wasserstand in 2013 bedeutend niedriger als in 2010. Wir mögen den Mix aus Wäldern, Sumpf und Savanne sehr, auch wenn die zahlreichen hochstämmigen Palmen unserer Meinung nach eigentlich gar nicht richtig ins Afrika-Klischee passen wollen.
Die acht Chalets sind recht groß und hell mit jeweils einer eigenen Beobachtungsplattform. Von hier aus schaut man weit über die Sumpfgraswiesen. Die Innenausstattung hat – zumindest für uns – keine Wünsche offen gelassen. Gee, unser Guide von damals (2010), war auch noch da, so konnten wir uns gleich über alte Zeiten unterhalten. Im Camp hat man täglichen Elefantenbesuch. Zum High Tea kamen wir etwas später, weil ein Eli den Weg blockierte. Als wir uns etwas später an ihm vorbeischlichen bemerkte er uns und reagierte etwas ungehalten, aber in wirklicher Gefahr waren wir nicht Wir hatten abwechslungsreiche Gamedrives und konnten alle Großkatzen sichten. Zwei Löwenrudel, eine Leopardenfamilie mit Vater, Mutter, Kind, einen Gepard, und noch einmal einzelne Löwen bzw. Leoparden. Es gab also nichts zu meckern. An einem Abend fuhren wir nicht zum Dinner in die Lodge zurück, sondern man hatte mitten im Busch ein Dinner mit Lagerfeuer, Grillstation, Tischen und Stühlen etc. aufgebaut. Ich weiß, das klingt ein bisschen dekadent, war aber trotzdem schön.
Anmerkung zur Unterkunft Reklamationen: keine Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: zweimal langt uns vorerst
Fahrzeuge ohne Dach - unsere Favoriten
Ein guter Aussichtspunkt
15.05.13 12:00 Flug mit Mack Air von der Sandibe Safari Lodge zum Nxabega Tented Camp (& beyond – Gruppe). Flugzeit (mit Zwischenlandung): ca. 35 Minuten.
Nxabega Tented Camp Liegt im östlichen Teil des Deltas, gar nicht so weit von Pom Pom entfernt. Das Camp hat voll und ganz unseren Bedürfnissen entsprochen. Wir lieben Zelte und sie können ruhig etwas geräumig und luxuriös sein. Genau das haben wir hier gefunden.
Die neun Zelte sind rund um eine Lagune verteilt, allein der Sonnenaufgang über der Lagune ist ein Hochgenuss! Auch hier wurden wir erst einmal von Elis daran gehindert, unsere Unterkunft zu beziehen. Obwohl die kleine Herde ein wirklich klitzekleines Baby dabei hatte wirkten die Tiere sehr entspannt. Wir wurden genau beobachtet, aber da waren keinerlei Anzeichen von Aggression. Allerdings haben wir selbstverständlich den nötigen Respektabstand eingehalten. Auch hier wurden wir freundlich von der Crew empfangen und fühlten uns schnell wohl.
Während sich in Sandibe sechs Gäste ein Fahrzeug teilten, waren wir in Nxabega an zwei Tagen zu viert. Am letzten Vormittag waren wir sogar alleine unterwegs. Wir fanden es sehr angenehm! Außer Gamedrives gab es einen Bootsausflug mit tollem Sonnenuntergang und eine Mokorotour. Diesmal konnten wir drei jüngere Löwen bei einer (missglückten) Jagd beobachten. Bevor die Katzen dicht genug an den Kuhantilopen dran waren drehte sich der Wind, und aus war es mit dem Mittagessen. Interessant war das Verhalten einer männlichen Kuhantilope. Sie rannte nicht in wilder Flucht davon, sondern lief im Kreis und versuchte herauszufinden, wo die Löwen sich versteckten. Die ganze Körpersprache der Antilope drückte aus, dass sie keine Angst hatte, sondern gerne die Löwen geärgert hätte. Allerdings ist sie – wenn es darauf ankommt – auch um einiges schneller als ein Löwe. Wie bereits auf Sandibe wurden wir auch hier an einem Abend mitten im Busch verköstigt. Wir hatten erneut viel Spaß dabei. An einem Nachmittag erreichten wir ein Wasserloch an dem sich ein Löwenrudel niedergelassen hatte. Es ist schon beeindruckend, wie dick die Bäuche von vollgefressenen Löwen sein können! Eine Katze lag am Rand des Wasserlochs und konnte beim Trinken noch nicht mal mehr den Kopf heben. Ein lustiges Bild
Anmerkung zur Unterkunft Reklamationen: keine Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja, und an die Sonnenaufgänge während des Frühstücks werden wir noch lange denken …
Elefantenherde im Okavango Delta
Sonnenaufgang im Nxabega Camp
18.05.13 13:00 Flug mit Mack Air von Nxabega zum Lebala Camp (Kwando – Gruppe). Flugzeit: ca. 40 Minuten.
Kwando Lebala Camp Liegt in den Linyantisümpfen, von hier aus ist es nicht weit bis Namibia. Der Grund unseres Besuchs war: Lebala fehlte uns noch in unserer „Kwando Kollektion“, außerdem hatte ich gehofft, hier ein paar schöne Fotos von Wilddogs machen zu können. Dieser Wunsch wurde mir allerdings nicht wirklich erfüllt. Die acht Chalets sind auf Stelzen gebaut und bieten viel Platz. Wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Von der Terrasse aus blickt man über eine flache Landschaft und sieht ab und zu Elefanten vorbei ziehen. Auf der rückwärtigen Seite kann man die Hippos grunzen hören. Diese lieben Tierchen kommen auch nachts zum Weiden ganz nah an die Chalets. Wie in jeder unserer Unterkünfte wäre es auch hier keine gute Idee, nach Einbruch der Dunkelheit ohne Guide spazieren zu gehen. Ich mag die Gamedrives in den Kwando Camps (Kwara / Lebala / Lagoon) sehr, denn hier werden Fahrzeuge komplett ohne Dach eingesetzt. Man kann also die Kamera zur Seite oder nach oben schwenken ohne durch irgendetwas behindert zu werden. Wir hatten für die Gamedrives ein sogenanntes „private car“ gebucht. Das heißt, wir hatten ein Fahrzeug (natürlich mit Fahrer + Tracker) ganz für uns alleine und konnten unsere Begleiter ganz nach unseren Wünschen dirigieren. Als Überraschung wurden wir genau von dem Guide gefahren, der uns schon 2010 im CKGR (Tau Pan Lodge) begleitete. Auch zwei Mitglieder der Staff erkannten uns wieder, so konnten wir über alte Zeiten sprechen und fühlten uns gleich heimisch. Wie gesagt hätte ich gerne ein paar nette Fotos von Wilddogs gemacht, aber leider hielten sich die Hunde nicht an meinen Drehplan. Das war ziemlich deprimierend. Also mussten wir uns mit Hyänen und einer Büffelherde (immerhin mehr als 300 Tiere) zufrieden geben. Wir kamen an einem großen Termitenbau vorbei. Auf der einen Seite lebte eine Hyänenfamilie, auf der anderen Seite wohnten einige Warzenschweine. Die Tiere hatten durchaus Blickkontakt, aber irgendwie funktionierte dieses Zusammenleben, sehr erstaunlich!
Anmerkung zur Unterkunft Reklamationen: keine Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja, wir mögen alle Kwando Camps und - wie gesagt – ich liebe diese Safari-Fahrzeuge.
Zwei Freunde oder Zwillinge ?
Angeber !!
Er hat Hunger ...
20.05.13 Transfer per Safari-Fahrzeug zum Kwando Lagoon Camp
Kwando Lagoon Camp Liegt in den Linyantisümpfen, direkt am Kwando Fluss. Am anderen Flussufer beginnt bereits Namibia. Hier waren wir bereits in 2011, inzwischen wurde das Camp aber komplett umgebaut. Die acht Unterkünfte sind jetzt viel größer und luxuriöser. Sie haben zwar immer noch Zeltwände, aber man kann sie überhaupt nicht mehr mit den damaligen Zelten vergleichen. Wir wurden vom Lebala Camp am Vormittag zu einem großen Wasserloch gefahren. Das liegt ungefähr auf halbem Weg zum Lagoon Camp. Hier wartete bereits ein anderes Fahrzeug auf uns. Wir mussten nur das Gepäck umpacken, dann ging es direkt weiter. Kurz vor unserer neuen Unterkunft gingen wir noch schnell auf „Leopardenjagd“, aber leider war der Leo noch nicht wirklich erfahren und legte sich an der falschen Stelle auf die Lauer. So konnten die Impalas ohne Verluste das Buschland durchqueren. Am Nachmittag versuchten wir noch einmal, Wildhunde aufzuspüren, aber die lieben Tierchen spielten Spielchen mit uns. Wenn wir die Spuren verfolgten und später wieder auf die Sandpiste zurück kehrten, waren über unseren frischen Reifenspuren plötzlich viele, viele Abdrücke von Wildhunden. DAS WAR GEMEIN ! Allerdings wurden wir ein wenig durch die herrliche, abwechslungsreiche Landschaft entschädigt. Am nächsten Vormittag gingen wir wieder auf die Pirsch und konnten tatsächlich einen Wildhund aufstöbern. Der Bedauernswerte hatte sich anscheinend einen Vorderlauf gebrochen. Da lag er nun mit seinem angeschwollenen Bein und heulte ganz erbärmlich. Unsere Guides versicherten uns, dass er nicht aus Schmerz heulte, sondern seine Meute rief. Die waren wohl auf der Jagd und unser „Patient“ hatte Hunger. Plötzlich stand er auf und bewegte sich auf seinen drei intakten Beinen erstaunlich schnell vorwärts. Immer wieder stoppte er, um seine Kumpels zu rufen, aber nichts passierte. Am Nachmittag beschlossen wir, uns nicht länger von den Wildhunden vorführen zu lassen (look at these very fresh tracks…) und fuhren einfach durch die Gegend. Ich kam durchaus auf meine Kosten, mal war es eine Giraffenmutter mit zwei Kindern, mal sahen wir eine Elefantenherde mit Nachwuchs. Insgesamt war diese „Kaffeefahrt“ sehr abwechslungsreich und als wir hörten, dass die anderen zwei Fahrzeuge auch keine Hunde sichten konnten, waren wir absolut zufrieden, dass wir den Nachmittag nicht nur mit Suchaktionen vergeudet hatten. Der Sonnenuntergang an einem Wasserloch war ebenfalls perfekt, so konnten wir uns zufrieden ins Bett legen. Am nächsten Vormittag fuhren wir wieder ohne festes Ziel hinaus, gegen 10:30 ging es dann auf die 10-minütige Fahrt zum Airstrip. Eine innere Stimme sagte mir, dass ich meine Zoomlinse noch nicht wegpacken sollte und das war gut so. Kaum waren wir 5 Minuten vom Camp entfernt, lag eine Meute Wildhunde mitten auf der Piste im Schatten einiger Büsche. Da hatten wir sie fast einen ganzen Tag ohne Erfolg „gejagt“, und dann blockierten sie auf der Fahrt zum Airstrip unseren Weg. So konnte ich am Ende noch ein paar Fotos machen, aber leider nur von dösenden Hunden. Naja, das nächste Mal krieg ich euch in Action !
Anmerkung zur Unterkunft Reklamationen: keine Könnten wir uns einen erneuten Besuch vorstellen: ja,
Garden Lodge Liegt am Ufer des Chobe, wenige Minuten vom Nationalpark entfernt. Die Lodge hat 8 Zimmer in verschiedenen Größen. Die maximale Anzahl an Gästen ist also stark limitiert. Ich möchte keine Schleichwerbung machen, deshalb nur soviel: Wir sind seit einigen Jahren mit den Besitzern (und einem Teil der Crew) befreundet und waren deshalb schon öfter hier. Wir mögen die gemütliche, vertraute Atmosphäre. Für uns ist es inzwischen eine Art von zweiter Heimat geworden. Auch wenn ich inzwischen jeden Weg und fast jede Kurve im Abschnitt Chobe Waterfront auswendig kenne, komme ich immer wieder gerne hier her. Besonders wenn wir mit Guide John alleine – entweder im Boot oder im Landcruiser – unterwegs sind, bin ich total happy. Dann können wir auch mal eine halbe Stunde neben den Hippos „ankern“ und einfach mal schauen, was so passiert. Und ich finde immer wieder ungewöhnliche Motive. Auch diesmal haben wir einen Nachmittag im Senyati Camp verbracht (einige von Euch kennen diese Stelle ja bestens) und wurden mit vielen verschiedenen Tieren am Wasserloch belohnt.
Elibaby am Chobe
Büffel mit Deko
Sundowner am Chobe
Treffpunkt Hippo
Fisheagle beim Sundowner
26.05.13 Flug Kasane – Joburg – Frankfurt Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Am Vormittag fuhr ich noch einmal – in Begleitung von ein paar Gästen aus Kanada - in den Park. Wir konnten eine Löwin aufstöbern, die anscheinend hungrig war. Wir warteten in der Nähe und siehe da – plötzlich näherte sich eine Gruppe Impalas und die Löwin ging tatsächlich in Lauerstellung. Dann allerdings wurde uns wieder einmal die negative Seite der Riverfront deutlich gemacht. Es dauerte keine 5 Minuten und wir waren von sechs weiteren Fahrzeugen „umzingelt“. Laufende Motoren, laute Stimmen aus den Fahrzeugen, und schon wurden die Impalas unruhig und verließen das Flussufer. Die Löwin hatte das Nachsehen. Wir wünschten uns wieder einmal, in einem „Private Game Reserve“ zu sein. Da geht alles viel disziplinierter zu und ich finde, auch die Guides zeigen mehr Respekt vor den Tieren. Nach der Rückkehr in die Lodge wurde der Rest gepackt. Wir konnten unser „großes“ Gepäck dalassen, denn Ende November sind wir ja wieder da. Um 13:30 wurden wir zum Airport gefahren, wir verabschiedeten uns von Freundin Gabi, der Check-In (nur mit Handgepäck) war problemlos und schon saßen wir in der Wartehalle (oder soll ich Warteraum sagen?). Die Air Botswana landete pünktlich und wir wurden bald zum Boarding aufgerufen. Wir hatten viel Platz in der Maschine , denn es waren nur insgesamt 12 Passagiere auf dem Flug nach Jo´burg. Gegen 17:15 landeten wir. Um 19:00 wurden wir bereits für den nächsten Flug mit der SAA nach Frankfurt aufgerufen, das Boarding klappte problemlos und pünktlich um 20:00 hoben wir ab.
Wieder einmal war die Zeit viel zu schnell vorbei gegangen. Rückblickend kann ich sagen: Das Wetter bzw. die Temperaturen waren perfekt. Die Unterkünfte waren ausnahmslos empfehlenswert. Die Tiersichtungen lagen – bis auf die Wildhunde – über unseren Erwartungen. Meine Frau und ich bereuen keine Minute dieser Reise.
Und was die Wildhunde betrifft: Man will ja auch noch Erfolgserlebnisse in der Zukunft haben, deshalb wird es garantiert nicht allzu lange dauern, bis wir wieder das Okavango-Delta bzw. Linyanti unsicher machen werden.
Traumhaft! Vielen Dank für den ausführlichen Bericht!!
Nane421'362 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #5
Hallo Leofant, danke für den Bericht und die superschönen Fotos 😁 ! So eine eine Lodge-Rundreise in Botswana ist auch mein (leider unbezahlbarer) Traum !!! Über mehr Fotos, auch sehr gerne von den Unterkünften, würde ich mich sehr freuen ... 😁 Bei den 8500 Pics müssten doch noch ein paar für uns dabei sein, oder ? 😉 LG, Nane 🙂
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200624. Juni 2013 · #6
Hallo Leofant,
danke für deine schönen Fotos. Man sieht, dass du mit deiner neuen Kamera gut zurecht kommst. Vielleicht findest du ja noch ein paar weitere Bilder, die du uns zeigen möchtest. Würde uns freuen.
Hallo leofant, unglaublich schöne Stimmungsbilder vom Chobe. 🤩 Wir sind uns auch fast einig, das der Chobe wohl fast unsere Lieblingsecke ist. Obwohl dieses Jahr der kruger auch für uns ein tolles Erlebnis war. Vielen Dank, das Du Dir die Mühe machst mit einem Reisebericht und die für uns so wichtige Infos Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
danke für diesen informativen RB. Ich bin ja schon richtig neidisch ob Eurer Sichtungen...wow 🤪 Es dürfen gern noch ein paar Kätzchen mehr (Bilder) sein 😄
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201026. Juni 2013 · #11
Hi an alle,
hier noch ein paar Kätzchen. Und noch mal vielen Dank für Eure Kommentare. Es ist immer wieder schön wenn man mit Leuten kommuniziert, die ebenfalls den Virus in sich tragen 😘
vielen Dank für den schönen Bericht Eurer tollen Reise. Und vor allem vielen Dank für die schönen Fotos.
Eine Frage hätte ich allerdings: Wieso ist da rechts und links ein schwarzer Balken bei dem Elefanten und dem Leopard?
Und da Eulenmuckel es angemerkt hat bin ich mal neugierig. Mit welcher Kamera fotografierst Du denn? Und mit welchen Objektiven? Ich hoffe, Du nimmst mir die Frage nicht übel.
Schöne Grüße und vielleicht findest Du ja noch ein paar weitere Bilder 🙂
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200926. Juni 2013 · #14
hallo
tolle bilder, tolle reise, tolle beschreibung .. ach mensch, ich muss noch bis januar warten.. kanns kaum mehr aushalten. viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Steffi82672 Beiträge · seit 201126. Juni 2013 · #16
Hallo Walter,
auch von mir herzlichen Dank für die tollen Fotoimpressionen - dank dir möchte ich jetzt noch stärker nach Botswana als sowieso schon 😗 . Ich hoffe du lässt uns noch ein paar weitere Einblicke gewähren - von derartig schönen Bildern kann ich persönlich nur schwer genug kriegen.
Mein bisheriger Favorit (sieht man von den tollen Stimmungsbildern am Chobe ab 🙂 ) ist der schüchterne, schielende Jungleopard - den hast du ganz toll eingefangen. 🙂
An die Frage zur Ausrüstung würde ich mich gerne anhängen - würde mich freuen, wenn du dazu etwas kurz schreiben könntest, da es mich sehr interessieren würde.
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201027. Juni 2013 · #17
Hi Nicole und natürlich auch alle anderen, Danke für Euer Interesse und für Eure Kommentare.
Die schwarzen Balken sind leicht zu erklären: Eigentlich fotografiere ich im Format 3:2. Für die Show am TV Flatscreen arbeite ich die Bilder ins Format 16:9 um. Da die Fotos dann breiter werden und ich nicht immer den oberen und unteren Rand "abschneiden" kann (sonst fehlen z.B. dem Löwen plötzlich die Ohren) sieht man links und rechts manchmal einen schwarzen Rand.
Ich fotografiere deshalb nicht gleich in 16:9 weil ich wiederum die Bilder, die ich zuhause hängen habe, im Format 80:60 oder 40:30 drucken lasse. Deshalb nehme ich den "Wahnsinn" der Umarbeitung jedes einzelnen Fotos in Kauf. JA! Ich bin irgendwann genervt vom stundenlangen Bildschirmhocken, aber ich habe halt das Gefühl, so sind die Bilder am eindrucksvollsten und irgendwie fragen die Leute tatsächlich, wann sie - nach einer Afrikareise - die neuen Bilder sehen können 😵
Meine neue Ausrüstung: Nachdem ich mein altes System/Zoom (Olympus seit 2010) durch eine Blödheit ruiniert hatte, musste vor dieser Reise dringend Ersatz her, denn ich mache nun mal wahnsinnig gerne Tierbilder und dazu braucht man fast immer ein Zoom, besonders bei unsern gefiederten Freunden.
Natürlich schreitet die technische Entwicklung in 3 Jahren rasant vorwärts, deshalb wollte ich die Gelegenheit nutzen, mir auch einen neuen Body anzuschaffen. Das Olympus Zoom (+ der Body) erwiesen sich in der Vergangenheit als nicht lichtstark genug. Gerade in der Morgen-/Abenddämmerung bekam ich oft Probleme mit Tieren, die sich bewegten.
So fiel meine Wahl diesmal auf ein Nikon System (liebe Canon Freunde, nicht aufstöhnen! Auch Nikon kann ganz gute Bilder machen 😛 )
Jetzt habe ich die Nikon 7100 und ein Zoom mit dem wahnsinnig langen Namen Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II. Dazu benutze ich den Nikon 2x Telekonverter.
Wie gesagt, ich wollte ein lichtstarkes Objektiv, dass ich aber 1. noch irgendwie bezahlen 2. im Handgepäck mitnehmen kann (Businessclass mit mehr Handgepäck ist für uns leider nicht drin)
Deshalb habe ich mich für ein relativ kleines Zoom + Konverter entschieden.
Ich habe zwar noch ein Nikon Weitwinkelobjektiv, das benutze ich aber selten, denn ich habe große Panik, bei Sand und Staub öfter die Linse zu wechseln (Verschmutzungsgefahr) Für Weitwinkel / Panoramafotos habe ich eine Panasonic FZ 150 Kompaktkamera. Die finde ich ganz gut und sie eignet sich auch für kleine HD Videos.
Ob mich mit meiner Nikon Kombination absolut happy bin, kann ich immer noch nicht 100% ig sagen. Eigentlich sind es gemischte Gefühle. In den Testberichten lag diese Kombi immer ganz weit vorne. Deshalb war meine Erwartungshaltung auch extrem hoch. Bei gutem Licht macht sie gestochen scharfe Bilder. Bei schlechteren Lichtverhältnissen bildet sie nicht mehr so scharf ab, wie ich mir das erhofft hatte. Auch wenn ich den Konverter weglasse bin ich nicht ganz zufrieden, denn ich hätte schon gedacht, diese Kombi ist für alle Zwecke super gut. Es kann aber durchaus sein, dass es an mir liegt. Mir ist auch klar dass eine Kamera immer nur so gut ist, wie der (die) Fotograf(in). Manche Bilder waren (auch unter schwierigen Lichtverhältnissen) überraschend scharf, manche haben mich enttäuscht. Unter unscharf verstehe ich Bilder, die ich am Bildschirm auf 100% vergrößere, und bei denen ich (z.B. bei Vögeln) nicht mehr alle Federn einzeln erkennen kann. Ich weiß, das sind hohe Anforderungen, aber ich habe ja auch beim Kauf etwas Geld in die Hand genommen. Auf der anderen Seite kann ich mich fragen: Warum kaufen Profis Kameras / Zooms für zigtausende von Euronen, wenn meine Kombi schon die Erfüllung aller Fotografenträume wäre ?
Wie gesagt, es sind gemischte Gefühle. Ich habe mir jetzt ein Handbuch bestellt und die Zukunft wird es zeigen, ob ich noch etwas mehr "herauskitzeln" kann. Auf jeden Fall macht sie - im Vergleich zu meinem alten Olympus System VIEL schärfere Bilder, das steht fest.
Meine nächste Chance habe ich Ende November. Da ist am Chobe Regenzeit und der Himmel ist öfter mal bedeckt. Also genau die richtige Herausforderung für meine Kamera und natürlich für mich 🤩
vielen Dank für die informativen Berichte und die tollen Photos - HAMMER!!! 🙂 🙂 🙂
Da hat sich die Anschaffung der neuen Photoausrüstung ja bezahlt gemacht - gut, dass der Riß im Filter nicht zu sehen ist. Da wäre mir das Herz in die Hose gerutscht und die Laune erstmal ordentlich gedämpft 😠
Auch wir sind eher Lodge-Reisende und ich dabei für das Suchen und Buchen zuständig, daher freue ich mich immer sehr über solch detaillierte Infos.
Eine Bitte habe ich aber noch: könntest Du ein paar Photos von den Unterkünften einstellen? Auch über ein Bild der lange gesuchten Wildhunde würde ich mich freuen - wir haben in den letzten Urlauben auch lange und vergeblich nach Wildhunden Ausschau gehalten...
Herzliche Grüße Kerstin
leofantThemenstarter754 Beiträge · seit 201017. Juli 2013 · #20
Hi Reni + Kerstin,
Danke für das "Fotolob" 🙂
@ Kerstin hier kommen ein paar Eindrücke von unseren Unterkünften. Ich habe auch noch ein paar Tierbilder (natürlich auch Wildhunde) angehängt.
viele Grüße Walter
Unser Chalet in der Deception Valley Lodge
Unser Chalet in der Deception Valley Lodge
Abendlicher Besuch in der Lodge
Unsere Unterkunft in der Sandibe Safari Lodge
Privates Aussichtsdeck in Sandibe
Katzenkind im Sandibe Gebiet
Unser Zelt in Nxabega
Nxabega: Persönliche Betreuung inbegriffen
Nxabega: Versteckspiele auf dem Weg zum Zelt
Nxabega: Liebevolle Deko bei der Abreise
Kwando Lebala: Unser bescheidenes Heim
Kwando Lebala: Innenansicht
Kwando Lebala: stolzes Gnu
Lebala: Gut getarnte Schleichkatze
Kwando Lagoon: Entspannender Ausblick
Kwando Lagoon: Hier bekommt man keine Platzangst !
Kwando Lagoon: Viel zuwenig Zeit zum Baden
Kwando Lagoon: Vorfahrt achten !
Kwando Lagoon: Aaron ruft die Wildhunde
Kwando Lagoon: Dösendes Pack
Kwando Lagoon: ... und einer bewegt sich doch !
Kwando Lagoon: Magische Stimmung beim Sundowner
Garden Lodge
Garden Lodge: traditionell nehmen wir das kleinste Zimmer