pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200721. Juni 2013 · #21
Dienstag, 23.04.13
Ziel: Hakusembe River Lodge/Camping Fahrstrecke: 378 km
Die erste Nacht im Camper war etwas kalt, aber dem kann ja abgeholfen werden, denn wir haben uns noch eine dicke Decke vom Vermieter mitgeben lassen. Wir frühstückten in aller Ruhe mit Kaffee und Nutellabrot, bevor wir uns abreisefertig machten. Heute wollten wir bis zur Hakusembe River Lodge bei Rundu und so brachen wir kurz nach 8.30 Uhr auf. Vor Grootfontein bogen wir nach links ab – zum Hoba Meteoriten. Vor 8000 Jahren landete der Koloss hier auf einer Farm. Wir entrichteten eine kleine Eintrittsgebühr und liefen ca. 50 m auf dem Gelände bis zum Meteoriten. Nachdem wir ein Weilchen Sonne und Ruhe genossen hatten, brachen wir wieder auf.
Als wir eine Vet-Kontrolle (Rooilyn Vet Fence) ohne Beanstandung bzw. Kontrolle passiert hatten, änderte sich auf einmal das Landschaftsbild. Das Vieh lief an der Straße entlang und an selbiger reihten sich kleine Dörfer aneinander. Die Häuser in traditioneller Bauweise und Einzäunung. Alle paar Kilometer gab es auch eine Schule, aber die waren verwaist, evtl. waren Ferien. Holzstände luden zum Kaufen ein und in einem Abschnitt wurden die Grasbüschel zum Decken der Hütten gebunden und verkauft. Es gab immer wieder etwas zu sehen, so dass die Strecke gar nicht so langweilig wurde. Eigentlich wollten wir auch noch kurz mal zum Mangetti Park schauen, aber irgendwie haben wir die Zufahrt verpasst 🙁 Die Polizeikontrolle kurz vor Rundu, die ja ab und zu mal negativ erwähnt wird, überstanden wir ohne Probleme so daß wir ungehindert bis zur Lodge fahren konnten.
In der Lodge wurden wir sehr freundlich von Eddie empfangen. Wir suchten uns einen schönen Schattenplatz auf der Wiese, hier war nur noch ein einzelner Gast zugegen.
Wir machten Brotzeit und relaxten etwas – ich schrieb Tagebuch und Ralf puzzelte herum, es gibt ja immer was zu tun 😉 Er rief in der Ndhovu Lodge unserer nächsten Übernachtungsstation an und fragte nach dem aktuellen Wasserstand. Da die Zufahrt vor einer Woche noch überflutet war, hatten wir vereinbart, uns vorher noch mal nach der Lage zu erkundigen. Leider hatte sich noch nichts geändert und nachdem verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt wurden, entschieden wir uns für Camping in der Nunda Riverlodge. Die Buchung und die Bezahlung des Platzes wurde von der Ndhovu Lodge übernommen (wir hatten den Platz auf Ndhovu schon vorab bezahlt).
Zum Sonnenuntergang gab es ein kühles Rock Shandy, das wir auf der Terrasse der Lodge einnahmen. Von hier konnten wir den Kindern auf der anderen Uferseite beim Baden zusehen – das war dann schon Angola.
Auch ein paar Vögel wie Kingfisher, Bienenfresser, Egret konnten wir beobachten.
Wenn die Sonne mal untergegangen ist, wird es auch gleich sehr kühl 😵 So beeilten wir uns mit der Dusche bevor dann die Vorbereitungen für das Abendessen getätigt wurden. Es gab Burenwurst, Kartoffelpüree und Gurkensalat. Heute mussten wir schon sehr nahe an das Feuer rücken, es war richtig kalt. Dick angezogen (zumindest Frau) krochen wir dann in unser Bett und lauschten noch dem Klackern der Frösche.
Unser Eindruck von der Hakusembe River Lodge: Sehr schöne Lodge mit angeschlossenen (Gras-)Campingplatz. Freundliches Personal, saubere Sanitäreinrichtungen und von der Terrasse mit wunderbarem Blick über den Okavango nach Angola. Die Campingplätze liegen rückwärtig, haben also keinen direkten Flussblick. Fazit: Für einen Zwischenstopp mehr als ok, sauberer Platz den wir wieder buchen würden 🙂
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200722. Juni 2013 · #25
Zum WE gibts noch einen Teil 😉
Mittwoch, 24.04.13
Ziel: Nunda River Lodge/Camping Fahrstrecke: 219 km
Heute waren es morgens nur 7°C, eindeutig zu kühl 😵 Sobald aber die Sonne etwas höher kam, wurde es auch schon warm. Wir frühstückten ausgiebig, d.h. wir saßen noch lange in der Sonne bevor das Geschirr gespült wurde und wir zusammenpackten. Noch ein Blick auf den Fluss und wir verabschiedeten uns von Hakusembe, welches einen guten Eindruck auf uns gemacht hatte, schade nur, dass der CP nicht am Wasser liegt.
Abfahrt Hakusembe
Wir fuhren dann nach Rundu, die zweitgrößte Stadt Namibias um noch etwas einzukaufen. Hier tobte das Leben, viele Menschen auf der Straße, aber auch viele Autos. Es gab einige Supermärkte und Tankstellen. Der Spar war zwar nicht so gut ausgestattet wie gewohnt, aber für unsere Kleinigkeiten reichte es aus. Wir schlenderten noch an der Straße entlang um zu sehen, was alles feilgeboten wurde. Wir waren die einzigen "Weißbrote" weit und breit, wurden aber auch nicht weiter beachtet und auch nicht angebettelt.
Wir tankten noch auf und dann ging es weiter zur Nunda Lodge. Unterwegs kauften wir bei einem kleinen Mädchen noch zwei Bündel Holz für 20 Nam$ und kurz danach erreichten wir Nunda. Dort wurden wir sehr nett von einer jungen Dame (Name leider vergessen) empfangen. Sie erklärte uns alles und führte uns herum. Wir bekamen einen schönen Stellplatz (Nr. 7) – direkt am Wasser. Das gefiel uns sofort. Die Hippos brummten und verschiedene Vogelarten kamen zu Besuch.
Auf der wirklich sehr schönen Terrasse genehmigten wir uns ein Rock Shandy und blätterten im neu erworbenen Vogelbestimmungsbuch. Die Zeit verging wie im Flug und dazu muss man sagen, das hier schon die Caprivi-Zeit gilt, d.h. wir verloren 1 Stunde 🙁 Für 16:30 Uhr hatten wir uns zu einer Sundowner Fahrt auf dem Kavango angemeldet. Neben uns waren Österreicher, Deutsche und Südafrikaner auf dem Boot. Jose, der Skipper zeigte uns anfangs leider immer Tiere, die genau im Gegenlicht waren – nichts zum Fotografieren. Vögel konnten wir auch keine Besonderen ausmachen, außer Kormoranen und einen Schlangenhalsvogel. Am Ufer badeten Kinder und sangen ein Lied. Es wurde Körperpflege betrieben und Wäsche gewaschen.
Wir stiegen auf einer kleinen Insel aus, von hier hatten wir einen schönen Blick auf die Stromschnellen der Popa Falls. Wir sahen noch zwei Krokodile und zum Schluss noch jede Menge Nilpferde.
Dann wurde es aber Zeit für unser Abendessen. Ralf zündete das Feuer an und grillte ein Stück Eland. Ich kochte heute Kartoffeln, die es dann mit Gemüse und einem Tomatensalat gab. Ein Schluck Wein durch natürlich auch nicht fehlen 😗 Nach dem Abspülen saßen wir noch an unserem Feuer, es war deutlich wärmer als gestern.
Sonnenuntergang von unserem Stellplatz
Am nächsten Tag geht es dann zu unserem ersten Game Drive in den Mahango Park. Wird aber erst am Montag eingestellt 😎
Eulenmuckel2'097 Beiträge · seit 200622. Juni 2013 · #26
Hallo Martina und Ralf,
vielen Dank für euren schönen Reisebericht. Besonders freuen wir uns über die Bilder und Infos von eurem Auto. Wir kommen im Juli wieder nach Namibia und haben genau dieses Modell gemietet – zum ersten Mal, und wir freuen uns schon sehr darauf. Ein wenig sind wir auch gespannt, wie wir mit dem neuen Aufbau zurechtkommen, weil wir nun viele Jahre mit Dachzelt unterwegs waren und uns damit eben gut auskennen.
Eure Bilder und der Bericht zeigen, dass ihr euch auch für Vögel interessiert. Toll, da freuen wir uns schon auf weitere Fotos.
Ich hoffe ich konnte das etwas verständlicher darstellen 😉
Gruß
Ralf
Hallo Ralf,
vielen Dank für die Extra-Erklärung. Ich bin zwar nicht blond, aber konnte es mir gar nicht vorstellen. Gestern habe ich Markus die Bilder gezeigt und er wusste natürlich sofort, wie es funktioniert 😣 . Aber das Konzept scheint ja wirklich genial zu sein.
Vielen Dank auch für Euren Reisebericht. Es macht Spass Eurer Reise zu folgen.
take off1'674 Beiträge · seit 201223. Juni 2013 · #28
Hallo Martina und Ralf,
Kompliment für den tollen Reisebericht. Informativ, schöner Schreibstil und Bilder, die die Afrika-Sehnsucht wecken.
Auch den Aufbau des Berichtes finde ich klasse. Zu Beginn einen Überblick wohin wir euch begleiten dürfen und dann zu jeder Etappe den passenden Kartenausschnitt. Klasse. Auch finde ich die Verlinkung gut - hier steckt richtig viel Arbeit drin. Danke dafür.
loeffel1'412 Beiträge · seit 201323. Juni 2013 · #29
Hallo Martina und Ralf,
spät, aber nicht zu spät bin ich noch aufgesprungen. Ein toller und informativer Reisebericht, der uns mit den schönen Bildern schon wieder Lust auf Namibia macht, obwohl wir erst vor ein paar Wochen von dort zurückgekehrt sind.
Eine Region, die wir ernsthaft für eine Tour 2015 in Erwägung ziehen sollten.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200724. Juni 2013 · #30
@Uwe + Ruth Schön daß ihr auch mitfahrt. Der Wagen wird euch sicherlich gefallen und ihr werdet schnell damit zurechtkommen. Das ist schon eine schöne Alternative zum Dachzelt. An den Vögeln kommt man auf der Strecke gar nicht vorbei. Wir waren selbst erstaunt wie viele wir fotografiert haben. Besonders im Chobe. Es kommen also noch einige 😉
@Nicole Gerne geschehen 😎
@Dagmar Danke 😊
@Loeffel Wir könnten auch schon wieder losfahren. Den Virus bekommt man einfach nicht mehr los 😛 Die Region ist definitiv eine Reise wert. So ganz anders als das klassische Namibia.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200724. Juni 2013 · #31
Donnerstag, 25.04.13
Nunda River Lodge/Camping Fahrstrecke: 137 km (Gamedrive)
Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr, viel zu früh und die Sonne war auch noch nicht aufgegangen 😕 Dafür war es eine wärmere Nacht und wir mussten nicht frieren. Der Grund für das frühe Aufstehen war der Besuch im Mahango Park, wir wollten auf unseren ersten Gamedrive gehen. Für heute waren wir die ersten Besucher, die sich in die Liste eintrugen. Es wurde uns empfohlen bis zur Picknick Site zu fahren und dann noch zum Wasserloch auf der anderen Seite. Kurz nachdem wir reingefahren waren, begrüßten uns auch schon die ersten Giraffen und Impalas. An einer großen Wasserfläche hielten sich jede Menge Gänse auf. Eine Herde Büffel mit Jungtieren kreuzte unseren Weg. Auch Meerkatzen, Warzenschweine und Zebras waren unterwegs.
Red Lechwe
Oxpecker per Anhalter unterwegs
Little Bee-Eater beim Frühstück
Am meisten freuten uns die Rappen- und Pferdeantilopen, da wir diese noch nie gesehen hatten. Dazu gehörte auch ein Gaukler, der auf der Wiese spazierte.
Rappenantilope (Sable)
Pferdeantilope (Roan)
Gauckler (Bateleur)
Der Besuch des Wasserlochs auf der anderen Seite war weniger ergiebig, der Weg führte durch eine hohe Grassteppe und es war wenig zu sehen. Das Wasserloch war wohl erst neu angelegt worden, es lag noch jede Menge Müll herum, schade 🙁 Dafür gab es einen kleinen Hide. Wir beschlossen, unsere Ausfahrt zu beenden und nach Nunda zurückzukehren, immerhin war es schon Mittag. Vorher wollten wir aber noch sehen, wie die Zufahrt zur Ndhovu Lodge aussah. In der Tat konnte man nur mit dem Boot hinüberfahren, es war alles überflutet. Die benachbarte Mahango Lodge hatte zwar einen Damm, wir waren uns aber nicht sicher, ob sich Ndhovu darüber erreichen ließ. Angeboten wurde es ja nicht. Am Wasser waren ein paar Kinder, die uns schüchtern zuwinkten. Zurück am Platz gab es eine Kleinigkeit zu essen, und ein bisschen Augenpflege in der Hängematte.
Am späten Nachmittag fuhren wir noch mal in den Mahango Park. Immerhin konnten wir einen stattlichen Elefantenbullen entdecken, auch Paviane und Gnus sahen wir.
Strichelracke (Purple Roller) der etwas farblosere "Bruder" der Gabelracke
Buschbock (Bushbuck)
Kurz vor Sonnenuntergang waren wir wieder zurück auf der Campsite. Nachdem Sundowner Gintonic bereiteten wir unser Abendessen zu. Heute stand nichts spektakuläres auf dem Speiseplan, es gab Schinkennudeln mit Ei. Wir genossen einen lauen Abend bei Hippogegrunze und Froschklicken.
Unser Eindruck von der Nunda Lodge: Sehr schöne Lodge mit Aussichtsdeck. Die Einrichtungen der Lodge können als Camper uneingeschränkt genutzt werden (Pool, Bar, Restaurant). Die Sundowner - Bootsfahrt die wir gebucht hatten war etwas unmotiviert und würden wir jetzt nicht zwingend empfehlen. Campingplatz Nr. 7 liegt unserer Meinung nach am schönsten und bietet tagsüber auch Schatten. Die Sanitäranlagen waren sauber und auch sehr schön angelegt. Fazit: sehr zu empfehlen, wenn man den Platz Nr. 7 bekommt 🙂 Alle anderen liegen entweder mehr in der Sonne (aber am Flussufer) oder haben keinen direkten Flussblick.
Morgen gehts dann ins Mavunje Camp mit einem kleinen Abstecher in den Buffalo Park 🙂
P.S.: Sollten die Bezeichnungen der Tiere nicht korrekt sein, bitte melden 😉
panther schrieb:Zurück am Platz gab es eine Kleinigkeit zu essen, und ein bisschen Augenpflege in der Hängematte.
Aaahhhh - endlich - die Hängematte 🤪
Hallo Ihr Beiden, Mensch, sind das schöööne Bilder - genau das richtige für einen Montag im Büro 😗 Ich sauge alles auf, da wir im nächsten Jahr auch in diese Richtung möchten 😉 Von mir aus könnte es direkt weiter gehen 😊
heuchef911 Beiträge · seit 200724. Juni 2013 · #34
Hallo Martina und Ralf,
ich nutze gerade die Mittagspause, Euren Bericht nachzulesen – da bleibe ich sicher bis zum Schluss dabei. Nicht nur, weil ihr so schöne Fotos habt und so plastisch über das Auto und die Plätze berichtet... 🙂 😄
Nein, ab Ende August fahren wir (jedenfalls bis hierhin) die gleiche Strecke und werden z. B. vier Tage im Mavunje-Camp bei Dan sein. Wir sind gespannt, was ihr - bitte bald weiter 🤩 – davon berichtet.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200724. Juni 2013 · #35
@topobär Gerne geschehen 😉 Das ist ein wirklich schönes Plätzchen zum campen
@Claudia Die Hängematte muss immer mit. So ein kleines Mittagsschläfchen in der Hängematte...was gibt es schöneres 😛 Geduld, morgen geht es ja weiter 😎
@Helgi Herzlich willkommen und Danke für das Kompliment 🙂 Zu Mavunje haben wir dann noch einige Fotos mehr. Ich hoffe wir "verderben" damit dann nicht die Spannung 😉
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201224. Juni 2013 · #36
@Martina und Ralf,
Hallo Ihr Glücklichen, habt Ihr schon den erhöhten Spritverbrauch bemerkt? - Liegt an mir, habe mich nämlich auch noch an Bord geschlichen 😉
Vielen Dank Euch, ein wunderbar geschriebener Reisebericht; ich sauge ihn förmlich auf! Bin schon gespannt auf die nächste Folge. Meine Hochachtung auch vor dem/den Fotografen! Schärfe, Belichtung, Bildausschnitt und Bildidee, es passt einfach alles!
Vielen Dank, rolfhorst
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200725. Juni 2013 · #37
@rolfhorst Und wir haben schon gedacht die Verbrauchsanzeige wäre defekt 😄 Dankeschön für die Komplimente. Da wird man ja ganz verlegen 😊
Danke an alle "Danke Button" Drücker. Wir hoffen ihr bleibt all mit dabei.
pantherThemenstarter1'296 Beiträge · seit 200725. Juni 2013 · #38
Freitag, 26.04.13
Ziel: Mavunje Camp/Camping Fahrstrecke: 260 km (mit Abstecher in den Buffalo Park)
Heute hatten wir es nicht eilig und blieben etwas länger liegen. Nach dem Frühstück und dem Abwasch beglichen wir unsere Getränkerechnung, den Platz hatte ja Ndhovu schon bezahlt. Im Örtchen Divundu schauten wir noch im Supermarkt vorbei, Kartoffeln und Cola haben wir dort erstanden. Leider gab es fast nichts an frischem Obst oder Salat. Das was es gab, wollten wir nicht kaufen 🙁 Dann fuhren wir weiter zum Bwabwata Buffalo Park. Wir mussten eine Polizeikontrolle passieren, konnten aber ungehindert durchfahren. Im Buffalo Park waren wir auch die ersten Besucher heute und bezahlten unseren Eintritt. Wir bekamen unser Permit und eine viel kopierte, kaum mehr lesbareKarte. Dank des Navis fiel die Orientierung aber leicht.
Eingang Buffalo Park
Die ersten Tiere waren Wasserböcke, die schnell im Busch verschwanden. Wir fuhren durch ein altes, verfallenes Militärcamp unter hohen Bäumen. Mit dem gelben Herbstlaub gab das eine ganz eigenartige Stimmung. In der überschwemmten Graslandschaft konnten wir einen Elefanten entdecken und Büffel, die waren aber extrem scheu.
Ein Weg führte zur Delta Pan, es war aber seeehr tiefsandig 🙁 Als ich dann im Busch noch zwei Elefanten stehen sah, drehten wir lieber mal um. Es gab auch eine Rangerstation, hier machten wir Pause. Zuerst dachten wir, sie wäre verlassen. Aber dann kam doch ein Mann des Weges, leider sprach er nicht so gut Englisch. Ein echt einsamer Posten hier. Sonst gab es nur die üblich Verdächtigen, Impalas und Kudus. Letztere auffallend häufig aber immer tief im Busch. Den Park können wir für einen kurzen Abstecher sehr empfehlen. Nur ein Auto begegnete uns. Nun machten wir uns an die knapp 200 km durch den Caprivistreifen. Abwechslung boten nur ein paar Dörfer und ein einziger Elefant am Straßenrand. Ansonsten herrschte kaum Verkehr bis Kongola.
Welches Tier ist denn eigentlich hier dargestellt 😐
Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h betrachteten die meisten Fahrer aber eher als Empfehlung. In Kongola bogen wir rechts ab zum Mavunje Camp. Die ehemalige Pad wird jetzt geteert und viele Baufahrzeuge waren unterwegs. Die Chinesen sind hier mal wieder tätig. Zum Camp selbst führte dann noch mal ein Abzweig durch den Busch bis hin zu einem Seitenarm des Kwando. Es gibt zwei Campingplätze und ein Buschcamp mit 3 Selbstversorger Zelten . Wir bezogen Site Nr. 1 und dazu gehörten: ein ausgestattetes Küchenhaus, ein Häuschen mit Tisch und Stühlen und ein großer Feuerplatz (keine Grillstelle) und jeweils ein gemauertes Häuschen für Dusche, Bad und WC.
Ein Bild extra für Annick 🙂
Blick über den Kwando Seitenarm
Auf dem Platz könnten 4 Zelte aufgestellt werden. Alles unter Bäumen mit Blick auf den Fluss (zumindest vom "Wohnzimmer"), hier gefiel es uns auf Anhieb. Dan, der Besitzer war unterwegs, so übernahm ein Mitarbeiter den Job um uns alles zu zeigen. Später kam noch Philipp ein Freund von Dan und wir unterhielten uns ein wenig. Zu Abend gab es das beste Oryxsteak des Urlaubs und die restlichen Nudeln von gestern. Dann saßen wir noch am Feuer und lauschten dem Froschkonzert, auch ein Hippo meldete sich ab und an.