Wandern in Namibia (Fish River Trail, Tok Tokkie)

19 Antworten · 4'864 Aufrufe · gestartet 07. Juni 2013 von lucabrasi
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Themenstarter5 Beiträge · seit 201307. Juni 2013 · #1
Hallo zusammen,
ich werde mit einem Kumpel im August in Namibia sein und wir möchten unter anderem auch
Wandern gehen. Ein Ziel soll der Fish River Trail sein. Jetzt steht in allen Quellen im
Netz dass man eine Mindestgruppengröße von 3 Personen benötigt um ein Permit zu bekommen.
Wird das wirklich so streng gehandhabt? Und kann man etwaige Kontrollen irgendwie umgehen,
bzw. hat das jemand schon mal gemacht?
Wir sind beide sehr erfahren was das Hiken in entlegenen Gebieten betrifft und haben sowohl die
nötige Fitness als auch die Fähigkeiti uns um uns selbst zu kümmern.
Wir würden gerne noch einen anderen, kürzeren Trail wandern. Die Internetrecherche förderte
den "Tok Tokkie Trail" zu Tage. Dieser wird anscheinend aber nur als geführte Tour angeboten.
Die Bilder zu diesem Trail haben uns aber sehr gut gefallen. Weiß jemand ob man diesen Trail
auch alleine gehen kann? Falls nicht, kennt jemand etwas vergleichbares?

Viele Grüße,
Sebastian
1'794 Beiträge · seit 201307. Juni 2013 · #2
Hallo Sebastian,willkommen im Forum!

Zu den Feinheiten kann ich leider nichts sagen,aber die Trails sind m.E. nur geführt möglich!

Zur Zeit ist der FR Trail gesperrt wegen der Trockenheit und ich glaube sogar die ganze Wintersaison!

LG NOGRILA
127 Beiträge · seit 200807. Juni 2013 · #3
Hallo Sebastian,

der Tok Tokkie ist nur geführt möglich und lohnt sich.

Gruß
Jakob
http://www.TickerFactory.com/
1'667 Beiträge · seit 200908. Juni 2013 · #4
Hi, Sebastian

Alleine wandern kannst du im Namib Naukluft Park, z.B. den Olive Trail

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
199 Beiträge · seit 201108. Juni 2013 · #5
wir waren auf vielen gästefarmen oder lodges wandern, am waterberg zb, auf ghaub hat es mir auch gut gefallen, rostock ritz hat einige touren...gibt doch vieles...
1'455 Beiträge · seit 200609. Juni 2013 · #6
Hallo Sebastion,
im Fishriver gibt es auch die Möglichkeit, in dem Teil, der zum Gondwana Canyon Park geht zu wandern. Da laufen auch die Mule Trails. Ich habe als Guide dort Touren begleitet, fantastische Landschaft.
Ob die dieses Jahr wg. Wasser möglich sind, muessetst Du bei Gondwana erfragen, auch ob sie mittlerweile als self-guided angeboten werde.
LG Jens
1'457 Beiträge · seit 200611. Juni 2013 · #7
Moin Sebastian, ich bin vor Urzeiten mal durchgewandert (rede nun vom Nationalpark-Teil). Wenn du noch Infos brauchst, dann gib Bescheid!
31 Beiträge · seit 201313. Juni 2013 · #8
Hallo Sebastian,

TokTokkie ist geführt.

Wir fanden´s richtig genial - einfach inmitten einer fantastischen Landschaft und das Übernachten unter freiem Himmel ein Traum. Rein wandertechnisch war die Route allerdings nicht sehr anspruchsvoll und wir hätten auch locker noch mehr gekonnt - gleichwohl war die Tok Tokkie ein Highlight unserer Reise.

Solltet Ihr Euch für die Tour interessieren und keine weiteren Mitstreiter dabei sein (max 8 Personen, wir fahren zu 4), fragt doch im Vorfeld, ob Sie mit Euch auch eine etwas weitere Tour gehen, bevor es in das jeweilige Camp geht. Die Guides (Redemptus oder Damiel) machen das sicher, die sind total fit!

Viele Grüße!
christina
4'129 Beiträge · seit 200813. Juni 2013 · #9
Hallo, lucabrasi!
"Und kann man etwaige Kontrollen irgendwie umgehen,...?"
Denk nicht mal dran!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
649 Beiträge · seit 200713. Juni 2013 · #10
lucabrasi schrieb:Wird das wirklich so streng gehandhabt? Und kann man etwaige Kontrollen irgendwie umgehen,
Bedenke bitte eines: Du redest von Namibia und nicht von Amerika oder Europa! Wenn bei uns ein Warnschild irgendwo rumhängt, dann dient das dazu, dem Besitzer/Betreiber Schadensersatzzahlungen im Falle eines Falles zu ersparen.

Wenn im südlichen Afrika irgendwo ein Verbotsschild dran klebt, dann wäre die Zuwiderhandlung eine wirklich blöde Idee. Blöd deswegen, weil Du Dich selbst damit in Gefahr begibst. Verboten wird nur dann etwas, wenn sich bereits diverse junge Krieger maßlos überschätzt und dieses "kleine Abenteuer" nicht überlebt haben.
261 Beiträge · seit 200614. Juni 2013 · #11
Hi Sebastian,

wir sind den Tok Tokkie Trail 2008 mitgewandert und er war das absolute Highlight unserer Reise! Es stimmt schon, es gibt bestimmt anspruchsvollere Wanderungen, aber Tok Tokkie ist mehr als nur wandern. Die Landschaft ist grandios, du bekommst ganz viele, auch kleine Dinge erklärt, die unsereins wahrscheinlich noch nicht einmal aufgefallen wären und mit das beeindruckendste sind die Übernachtungen in Feldbetten unter dem offenen Himmelszelt ohne Moskitonetz o.ä.
Allerdings weiß ich nicht, ob der Trail auch im August möglich ist oder ob da die Nächte nicht zu kalt sind.
Ich würde mich an deiner Stelle auf jeden Fall danach erkundigen. Die Tour als solche lohnt sich in jedem Fall!!

Als Tagestour kann ich sonst den Olive Trail noch sehr empfehlen. Vor allem das letzte Stück an den Ketten entlanghangeln verspricht Abenteuer... 😉

LG
Engelchen 🤪
2'261 Beiträge · seit 201114. Juni 2013 · #12
Hallo Sebastian,

wir haben den Tok Tokkie letztes Jahr im August gemacht. Habe ich ausführlich in meinen RB beschrieben. Es ist von Wandern her nicht sehr anspruchsvoll, das Gesamtpaket macht aber den Reitz aus. Möchte ich wirklich nicht missen.

Schöne Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter5 Beiträge · seit 201323. Juni 2013 · #13
Hi,
danke für die Antwort. Könntest du da einige spezifische Touren nennen?
Am besten mit einem Link, dann kann ich mir weitere Informationen selbst raussuchen.

Grüße,
Sebastian
Themenstarter5 Beiträge · seit 201323. Juni 2013 · #14
Hallo,
erstmal vielen Dank für all die Antworten.
Wir haben schon wirklich viele Touren gemacht, die sonst niemand so durchführt, also wenn es
nicht tatsächlich unter -20 °C in der Nacht wird, ist das für uns kein Hinderungsgrund 😉.
Wir schlafen normalerweise immer nur ohne Zelt im Schlafsack, also kennen wir das absolut
geile Gefühl unter freiem Himmel zu pennen 🙂.

An alle die, die jetzt von Gefahren gesprochen haben: Könntet ihr die zu erwartenden Gefahren
spezifisch beschreiben? Zum Beispiel: "Den gesperrten Fish-River Trail zu wandern ist gefährlich
weil es kein sauberes Wasser gibt". Weil wenn man von einer potentiellen Gefahr weiß kann man
sich darauf vorbereiten und es ist vielleicht gar keine Gefahr mehr. Deswegen bitte keine Allgemein-
plätze schreiben, wie "machts einfach nicht". Hätten wir immer auf solche Aussagen gehört, wären
mir sicherlich sehr viele Erlebnisse entgangen.

Der Olive Trail sieht ja sehr schön aus, aber noch cooler wären Trails die so mindestens 2 Tage dauern.
Fällt euch da noch irgendwas ein? Am besten den vollen Namen nennen und excellent wäre ein
angehängter Link, wo ich weitere Infos finden kann.

Aus den meisten Antworten konnte ich entnehmen, dass der Tok Tokkie Trail nur geführt möglich wäre.
Ich glaube, dass die Guides sicherlich viele interessante Sachen erzählen können, aber letzten Endes
ist das nicht nur eine Geschmacks- sondern auch eine Geldsache. Wir können es uns beide nicht
leisten für so etwas einen Guide zu bezahlen, so günstig er auch sein mag. Unser Budget beeinhaltet
nur so 800-1000 Euro und das für 3 Wochen in Namibia. Eventuell hat ja jemand die GPS-Daten vom
Tok Tokkie Trail, dann kann man den ja ganz einfach nachlaufen und die wirklich schöne Landschaft
auch ohne Guide genießen.

Vielen Dank für die ganze Mühe die ihr euch macht!

Grüße, Sebastian
1'523 Beiträge · seit 201123. Juni 2013 · #15
nachdenklich.........

Nachlaufen beim Tokie-Tokie würde ich nicht, du/ihr würdet schneller "rausbefördert" als

euch lieb ist, ausserdem ist das Wolwedansprivatgelände und grenzt an

Hausfriedensbruch.......knapp bei Kasse ist gar kein Argument.......

BMW
1'667 Beiträge · seit 200923. Juni 2013 · #16
Hallo, Sebastian

viele Trails sind geführt, damit unter anderem die Touris nicht unkontrolliert in der Gegend rumlaufen, heißt ausserhalb der Pfade, keine Pflanzen rausreissen, weil sie vielleicht interessant aussehen, keine Cola über alte Felszeichnungen giessen, damit sie für das Foto besser zu sehen sind etc.....
Ausserdem haben die Lokals dadurch auch einen kleinen Verdienst.

Du kannst aber auch noch vergnügt alleine wandern. Wenn dir der Olive Trail zu kurz ist, kannst du den gesamten Naukluft Trail bewandern. Er ist auch als 4x4 Trail ausgewiesen. Wir sind damals mit dem Auto hoch geklettert. Oben hast du dann A-Frame Hütten zum übernachten stehen.http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/110318-naukluft-4x4-trail.html?start=6



LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2013
Themenstarter5 Beiträge · seit 201325. Juni 2013 · #17
BMW, warum wird man beim Tok Tokkie Trail hinausbefördert?
Ist das Gelände tatsächlich einfach Privatgelände? Ich habe das bis jetzt noch nicht verstanden.
Wir wandern mit dem "leave no trace" und hinterlassen nichts was darauf hindeuten könnte das wir überhaupt an der Stelle gewesen sind. Also keine ausgerissenen Pflanzen etc. 😉
Den Naukluft Trail finde ich auch sehr interessant. Weiß jemand wie genau dieses Gesundheitsattest aussieht was man da angeblich braucht? Was müsste ich da bei einem deutschen Arzt einholen?

Grüße, Sebastian
4'129 Beiträge · seit 200825. Juni 2013 · #18
Hallo, lucabrasi!

Da muss man nicht lange raten, worum es bei einem solchen ärztlichen Attest geht, es soll bestätigen, dass der Wanderer körperlich in der Lage ist, eine solche Tour durchzustehen. Das machen die nicht ohne Grund: es gab schon mehrfach ernste Probleme auf der 5tägigen anspruchsvollen Wanderung, weil die Wanderer sich überschätzt und den Canyon unterschätzt haben...

Bevor du dir weiter über die Rand-Bedingungen den Kopf zerbrichst, solltest du vielleicht erst einmal dem Hinweis von NOGRILA nachgehen und dich beim NWR erkundigen, ob der Hiking Trail in dieser Saison überhaupt wieder freigegeben wird. Schritt zwei wäre, bei NWR die Buchungsbedingungen abzufragen - ...Gruppe ab 3 Pers. - Wunschtermin überhaupt buchbar oder schon belegt? usw. - und danach solltet ihr euch über den Transport Gedanken machen, den müsst ihr euch selber organisieren...

Permits und Info zu deinen Fragen aus erster Hand erhältst du vom NWR.

Infos:
http://www.namibia-info.net/namibia-reisefuehrer/sued-namibia/fish-river-canyon/reisehinweise.html

http://www.met.gov.na/Documents/Ai-Ais%20National%20Park.pdf

http://www.namibiabookings.com/namibia_information/fish_river_canyon.htm

http://www.safarisafricana.com/namibia-safaris/fish-river-canyon-national-park/


Gruß lilytrotter


Und hier zu deiner Info noch ein kleiner Einblick, wer oder was Wolwedans ist:
http://www.wolwedans.com/
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2013
649 Beiträge · seit 200703. Juli 2013 · #19
Du wolltest die Gefahren etwas genauer beschrieben haben:

Nein, im August gibt es dort kein frisches Wasser - und wenn Du Pech hast, dann gibt es gar kein Wasser.

Da da Felswände den größten Teil des Tages der Sonne ausgesetzt sind und sich kein einziger Windhauch in die Schlucht selber verirrt, sollte man die möglichen Wasserstellen sehr genau kennen - läuft man an einer vorbei, kann das Wasser bereits knapp werden. Wenn Euch das Wasser ausgeht, könnt Ihr nur an einem Ausstieg am Anfang des Trails aus dem Canyon hoch. Danach müßt Ihr umkehren oder bis zum Ende durch.

Natürlich ist der Trail machbar - wenn man fit ist und sich an die Anweisungen des Guides hält.

Im Namib-Naukluft-Park gibt es einige Trails - und nach der Distanz zur nächsten Strasse zu urteilen, sind die auch mehrere Tage lang. Leider bin ich selber noch keinen gegangen - aber im Netz müßten dazu Informationen zu finden sein. T4A hat einige dieser Trails eingezeichnet. Dort ist die Landschaft ebenfalls sehr schön - und das Gelände ist nicht mit soooo extremen Temperaturen gesegnet. Aber auch hier: Im August könnte das Waser knapp werden - was bedeutet, daß Ihr alles, was Ihr braucht, tragen müßt.
Themenstarter5 Beiträge · seit 201326. Aug. 2013 · #20
Hallo zusammen,

falls jemand vor hat, denn Fishriver einmal zu durchwandern, hier ist unser Erfahrungsbericht:

Der Weg war seit mehreren Monaten wegen Wassermangels geschlossen. Wir sind von Ai-Ais richtung Hobas gelaufen. In Ai-Ais gab es keine Einlasskontrollen, aber auch in Hobas wäre der Einstieg problemlos möglich (ohne Kontrollen) gewesen, jedoch steht der Wagen dann nicht auf einem gesicherten Parkplatz und könnte Aufmerksamkeit erregen.
Der Trail war insgesamt sehr schön, der Untergrund jedoch zum Teil recht anspruchsvoll. Lange Strecken auf dem teils sandigen Boden sind sehr konditionsfordernd. Wir sind den Trail in drei Tagen gegangen, statt den sonnst üblichen fünf. Für drei Tage haben wir Wasser mitgenommen, als wir allerdings feststellten, dass im Canyon reichlich Wasser, wenn auch minderer Qualität vorhanden war, gingen wir weniger sparsam mit dem Wasser um. An den zahlreichen Wasserstellen im Canyon (auch während der Trockenzeit im Winter) haben wir das Wasser mit der doppelten Dosis Micropur behandelt und konnten es problemlos trinken, es sollte nur darauf geachtet werden, dass kein verendetes Tier am Rand des Wasserlochs dieses verunreinigt.

In diesem Sinne, viel Spass beim Wandern.