Now you’re a bushgirl

103 Antworten · 16,6k Aufrufe · gestartet 05. März 2013 von chrissie
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Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200631. März 2013 · #81
Samstag, 29.09. Shingwedzi
Der Morgen beginnt mit einem tierischen Exemplar, dass die meisten nicht begeistert.


Es ist laut Janet sehr wahrscheinlich eine Falltürspinne.

Pünktlich zur Öffnung stehen wir am Gate und amüsieren uns über die Baboons, die auf Einlass warten, leider bin ich in dem Moment nicht geistesgegenwärtig genug, um den Eindruck festzuhalten.
Heute wollen wir über den Red Rock Loop zum Tshanga Lookout.





Die roten Termitenhügel fallen hier ins Auge. Am Lookout steigen wir aus und genießen den Ausblick von den zwei Viewpoints.







Eigentlich wollten wir hier draußen unser Frühstück einnehmen, aber da es so windig und frisch ist, setzen wir uns lieber ins Auto.
Auf der S 52 sehen wir die üblichen: Impalas, Zebras, Steinböckchen, Wasserböcke, Büffel und Weißstirnspint.













Wir beobachten die geschickten Baboons beim Klettern in den Bäumen und später, als wir beim Cappo einen bis auf ein paar Pfützen ausgetrockneten Fluss schauen können, Impalas und Baboons beim Durst stillen.











Im Shingwedzi Camp setzen wir uns draußen lesend hin, die Temperatur ist inzwischen auf 30 ° C angestiegen. Später legen wir uns an den Pool. Wie meistens lasse ich Christian zuerst reingehen, da er immer solange braucht. Als ich von meinem Buch hochblicke, bin ich ganz erstaunt, dass er schon richtig drin ist. Nicht ganz freiwillig, wie ich erfahre, denn er ist von der Kante abgerutscht. 😗

Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen haben, kaufen wir im Shop noch ein paar Kleinigkeiten ein. Verhältnismäßig früh brechen wir zum Nachmittagsgamedrive auf.





Am Kanniedood Dam sind Büffel, Impalas, baboons, Krokodile und Reiher. Wir fahren noch ein Stück weiter, dann wenden wir.











Da muss man schon genauer hinsehen ...





Nach einem kurzen WC-Stopp im Camp geht’s zum Haupttor wieder raus. Wir können einen flüchtigen Blick auf eine Löwin werfen, leider unsere einzige Katzenbegegnung heute. Interessant ist noch der Größenvergleich von Büffel und Elefant.



Den Abend verbringen wir – wen wundert’s 😄 – mit Grillen, Lesen und einfach nur den nächtlichen Geräuschen lauschend.

ÜN: Shingwedzi
Tageskilometer: 100
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
2'097 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 · #82
Hallo Chrissie,

wir haben nun auch aufgeholt und eure lange Reise durch den KNP gerne verfolgt. Schade, dass ihr am Anfang so schlechtes Wetter hattet. Die Aussicht auf die three Rondavels ist nämlich sehr eindrücklich. Aber im Krüger seid ihr ja mit einigen Katzen belohnt worden.
Gerne fahren wir auch weiter mit.

Viele Grüße,
Ruth und Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 · #83
Schön, dass ihr aufgeholt habt, dann kann es ja weiter gehen 😎
Ja, es war schade, dass anfangs das Wetter nicht mitgespielt hat, gerade die Panoramaroute wirkt fast nur bei schönem Wetter. Zum Glück hatten wir 2007 mehr Glück.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200601. Apr. 2013 · #84
Sonntag, 30.09. Shingwedzi - Satara
Der Tag beginnt gut: weit vor 05:00 h hören wir Löwen, also nichts wie raus aus dem Bett. Es ist bewölkt bei ca. 20 ° C. Ich packe den Rest, dann trinken wir einen Pott Kaffee bzw. Tee und Punkt 06:00 h sind wir startklar. Erstes kleines Highlight ist der Milchuhu.



Dann folgen zwei Hyänen





und Büffel



Ein kurzer Stopp am Tropic of Capricorn



Obwohl ich am Steuer sitze, entdecke ich die beiden Braunkopfpapageien. Leider gönnen sie mir kein gutes Foto.



Am Picknickplatz Mooiplaas leihen wir uns wieder einen Gasgrill aus und lassen uns ein ausgiebiges Frühstück schmecken.





Das kam nicht auf den Grill- hätte sich nicht gelohnt 😉

Die anderen sind schlauer als wir, sie lassen sich den Gasgrill direkt zum Aussichtspunkt bringen und können daher auch während des Frühstücks den Blick auf Kroko, Kiebitze und Geier werfen.





Am Wasserloch Middelvlei sind ein paar Warzenschweine, Strauße und Zebras. Dazu nähern sich mehrere Elis über die Straße.









Kurz vor und am Wasserloch Malopenyana treffen wir auf eine Büffelherde.





Inzwischen kommt auch die Sonne hervor. An der Letababrücke ist einiges los:







In Letaba legen wir eine kurze Pause im Elefantenmuseum ein.







Die Strecke am Olifantsriver ist nicht nur malerisch sondern auch sehr tierreich: Zebras, Hippos, Büffel, Impalas, Schreiseeadler











Leider liegt das Wasserloch Ngotso recht weit von der Straße weg, so können wir die mit dem Schlamm spielenden Elis nur durchs Fernglas gut erkennen.



Was ist denn das für ein grauer Haufen? - Rhinos, wieviele es genau sind, lässt sich von unserem Standpunkt nicht erkennen.





Auf der anderen Seite tummelt sich auch noch was "Graues" 😄



Im Sataracamp müssen wir erst mal kreisen, um einen Parkplatz zu finden. Wir checken ein, bekommen unseren Schlüssel aber erst nach 14:00 h. In der Zwischenzeit wollen wir unsere Flüge rückbestätigen lassen, was aus mehreren Gründen misslingt: als erstes nimmt der Münzfernsprecher unser Kleingeld nicht an, eine Telefonkarte haben wir nicht, im Shop wird auch keine angeboten. 🤩 Meine Hoffnung, dass die Dame an der Rezeption für uns den Anruf tätigt, erfüllt sich auch nicht. Sie schickt uns weiter zum Campmanager. Dieser lässt uns netterweise von seinem telefonieren, da ertönt jedoch nur eine Bandansage (nachdem wir vorher auch noch eine falsche Telefonnummer hatten). Ich bekomme nur etwas mit, von wegen außerhalb der Geschäftszeiten, traue aber meinen Englischkenntnissen nicht und bitte den Manager, dort anzurufen. Als er die Ansage hört, poltert er los, wie ein Touristikunternehmen an einem Sonntag nicht erreichbar sein kann. Wir sollen morgen früh um 08:00 h wieder kommen. Da wir jedoch morgen früh aufbrechen wollen, verzichten wir darauf, bedanken uns jedoch für seine Bemühungen.

Nachdem wir unsere Sachen in den Bungalow geräumt haben, gehen wir zum Pool. Hier ist es sehr viel Andrang, mit Müh und Not kann ich Christian zu einer kurzen Abkühlung überreden, dann ziehen wir uns lieber auf die Veranda unseres Bungalows zurück. Graulärmvogel und Tokos leisten uns Gesellschaft, bis wir uns zur nächsten Pirschfahrt aufmachen. So recht können wir uns nicht entscheiden, welche Strecke wir fahren wollen. Wir biegen in die S 100 ein, aber kurz darauf wenden wir und fahren zum Nsemanidamm.



Da sich dort aber außer den üblichen nichts tut, fahren wir noch eine Schleife über die S 12 und die S 40. Das „Aufregendste“ sind zwei kämpfende Impalaböcke. Wenigstens meine geliebten Dickhäuter:





Auch der letzte Besuch am heutigen Tag am Nsemanidamm bringt keine Katzen.
Nach dem unspektakulären Gamedrive sind wir um schon eine viertel Stunde vor Toresschluss im Camp. Heute ist das letzte Mal Grillen (Wurst, Fleisch, Gemsquash, Kartoffeln) angesagt. Wehmut kommt auf, dass der Urlaub fast zu Ende ist –aber der morgige Tag – Christians Geburtstag - sollte noch einige „Geschenke“ für ihn bereit halten.

ÜN: Satara
Tageskilometer: 217
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
326 Beiträge · seit 201102. Apr. 2013 · #85
Danke für den ausführlichen Bericht!
Mit dem Finger auf der Karte sind wir weiterhin dabei und freuen uns schon auf die 'Geschenke'. Wann geht's weiter? 😗
Schöne Grüße
cfm
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da doch nicht lebend wieder raus! Reiseberichte: KTP 2012 | Addo 2012 | Hluhluwe-iMfolozi 2013 | KTP 2013 | Mokala 2013 | Rundreise Südafrika 2013
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200602. Apr. 2013 · #86
Toll, dass ihr noch dabei seid - ich wünschte, ich hätte die Zeit, euren RB in Ruhe zu verfolgen, dass werde ich mir wohl für nach dem Urlaub aufheben müssen.

"Geschenke" gibt es hoffentlich morgen 😎
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200603. Apr. 2013 · #88
Schön, dass du wieder dabei bist. Ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200603. Apr. 2013 · #89
Montag, 01.10. Satara - Pretoriuskop
Trotz Geburtstag sind wir schon vor 05:00 h auf den Beinen. Die Gates öffnen ab heute schon um 05:30 h. Es ist mit knapp 19 ° C recht frisch. Unmittelbar am Tor sind Gnus. Dann geht es Schlag auf Schlag: Impalas, Giraffen, Meerkatzen, Baboons, Warzenschweine, Zebras, Gnus, eine kleine Gruppe Elefanten.







Erster Höhepunkt sind die insgesamt 9 Löwen (davon 2 Halbstarke, 2 Kleine) kurz vorm Sweni River. Leider sind wir einen Tick zu spät, denn sie verziehen sich schnell aus unserer Blickweite.







Besonders nett sind die zwei Hyänen, die uns kurz auf Pad entgegen kommen.







Am Kumanadamm sind wie nicht anders zu erwarten Hippos und Nilgänse. Zum Glück halten wir uns nicht allzu lange dort auf, denn nicht weit hinterm Damm liegt ein Leo im Gras. Für gute Fotoaufnahmen zu weit weg, aber eine Leosichtung ist immer wieder toll, auch wenn wir sie mit fünf weiteren Autos teilen müssen.





Am Mazithidamm legen wir eine längere Pause ein. Aussteigen ist nicht erlaubt. Während wir unser Frühstück verspeisen, beobachten wir das Kommen und Gehen am Wasser: viele Büffel, mehrere Zebras und Gnus am Trinken, Kormoran, Hagedaschibisse, Reiher, Krokodile, Wasserböcke, drei Hornraben. Ein junger Büffel versucht immer wieder, die Zebras vom Wasser zu verjagen.



Ein älteres Pärchen bitte ich per Zeichensprache, den Motor abzustellen. Das manche nicht von selbst darauf kommen, zumal man im Moment bei den Temperaturen gut auf die Klimaanlage verzichten kann. 😣
Ich ringe Christian einen kleinen Umweg über den Orpendammloop ab. Dieser führt stellenweise durch eine urwaldartige Landschaft und neben Impalas,Giraffen, Büffeln, Meerkatzen und Gnus sehen wir die ersten Rhinos heute.







Am Orpen Damm selbst sind Hippos, zwei Krokodile und diverse Gänse.







Kreativ, was man so aus Bonbonpapier machen kann


Das Wasserloch Leeupan wollen wir schon fast wieder verlassen, als eine größere Horde Eli eintrifft. Besonders unterhaltsam ist es, den Kleinen zuzuschauen, denn sie haben teilweise Schwierigkeiten, ihre Bewegungen richtig zu koordinieren und so landet es schon mal im Schlamm.













Merkt man etwa, dass ich diese Viecher liebe? 😛 Dabei habe ich schon aussortiert.

Schon vor dem Urlaub meinte Christian, es wäre schön, wenn wir mal wieder einen Eli richtig tröten hören würden. Wann, wenn nicht am Geburtstag, sollte dieser Wunsch erfüllt werden? 😄 Und so bekommt er, was er wollte. Glücklich sieht er jedoch nicht aus, als ein Eli unerwartet aus dem Gebüsch hervorkommt und ihm – zumindest gefühlt – fast ins Ohr trompetet.
Weitere Eindrücke vor dem Skukuza-Camp:



Kruger-Gedächtnistafel



Mantimahle-Damm



Sandriver



Nahe Skukuza-Camp



Im Skukuza Camp wollen wir endlich unsere Flüge rückbestätigen lassen. Bei Air France ist heute eine automatische Bandansage geschaltet, wo man sich zur „Reconfirmation“ durchklicken kann. Dann ertönt eine Ansage, dass eine Rückbestätigung nicht notwendig ist, aber man sich am Flughafen in JHB erkundigen kann, ob die Flugzeiten gleich geblieben sind. Hätten sie diese Ansage nicht auch auf einem Sonntag schalten können? Wir rufen also die entsprechende Telefonnummer vom Airport in JHB an, und erfahren, dass sich unsere Flugzeiten nicht geändert haben.
Das Telefonieren mit Air France bzw. mit dem Flughafen ist sehr anstrengend, da
-Telefon hängt zu hoch, dass man auf dem Display nicht erkennen kann, welche Ziffern man gewählt hat
- die Umgebungslautstärke (habe ich jetzt die richtige Telefonnummer verstanden?)
- uns das Kleingeld zwischendurch ausgeht 😗

Wir schlendern in Ruhe durch den –für Krüger-Verhältnisse – riesigen Shop und beim Karottenkuchen kann ich nicht widerstehen. Anschließend fahren wir zum ca. 4 km entfernten Picknickplatz für Tagesbesucher. Christian befürchtet schon das Schlimmste, als zeitgleich mit uns eine Schulklasse eintrifft, aber ich behalte Recht mit meiner Vermutung, dass diese –wahrscheinlich aus finanziellen Gründen- nur den Picknickplatz und nicht das Schwimmbad aufsuchen. Der Eintritt zu den Pools beträgt pro Person 10 Rand, Handtücher kann man sich ebenfalls für 10 Rand leihen, aber momentan sind alle in der Wäsche. Wir sind fast die einzigen und genießen es natürlich.



Der Karottenkuchen schmeckt vorzüglich, selbst Christian – kein Kuchenfreund, sondern lieber etwas Herzhaftes bevorzugend – ist sehr angetan.

Ich will unbedingt noch zum Lake Panic birdhide. Da ich nicht ganz aufgepasst habe, müssen wir noch mal zurück, was Christian ein Murren entlockt. Wir passen einen –laut meinem Reiseführer - seltenen Augenblick ab: es ist richtig voll, wir müssen uns auf den Bänken ein freies Plätzchen suchen. Dennoch bereuen wir den Besuch nicht: Hippos, Schlangenhalsvogel, Goliathreiher und weitere Wasservögel










Kann jemand diese Vögel bestimmen?






Nahe Nyamundwadamm



Über die S 3 nähern wir uns dem Pretorius Restcamp, allerdings nicht ohne den Shabeni Loop noch „mitzunehmen“. Die felsige Landschaft des kurzen Loops macht sich im Licht der Nachmittagssonne sehr gut.







Im Camp angekommen, teilen wir uns auf: Christian fährt zum Tanken, ich checke ein. Nachdem wir ausgeladen sowie beim Shop uns mit Bier und Savannah versorgt haben, genießen wir selbiges vor unserem Bungalow.



Da der Pool zu den schönsten im Krüger gehören soll, laufen wir hin und schießen ein paar Fotos.



Anschließend überrede ich Christian noch zu einem kurzen Gamedrive, obwohl wir heute schon viel gefahren sind. Die S 8 wartet mit schönen Blicken, niedlichen Mangusten sowie nicht fotografierwilligen Papageien auf.









Bevor Christian sich an das Abendessen macht, genießen wir einen Sundowner auf unserer Veranda. Zu den Nudeln schmeißt Christian alles Mögliche, was wir noch an Konserven (Shakalaka, Bohnen und Tomatendose) haben, aber es bleiben dennoch welche übrig. Bestimmt hat das Reinigungspersonal dafür Verwendung.
ÜN: Pretoriuskop
Tageskilometer: 189
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1'312 Beiträge · seit 200603. Apr. 2013 · #90
Hallo Chrissie,

da hattet ihr ja einen phanastischen Gamedrive! Schade, dass eure Reise schon wieder fast vorbei ist.
Den Lake Panic mögen wir auch sehr gerne. Da passiert ständig was interessantes.
Euer Vogel dort müsste ein juveniler Graureiher sein. Wir haben ein ähnliches Foto.

LG und noch einen schönen Restabend
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
63 Beiträge · seit 201304. Apr. 2013 · #91
Wundervolle Sichtungen, Chrissie! Schade, dass die Papageien keine Lust auf ein Fotoshooting hatten...

LG, Anti
Viele liebe Grüße, Anti
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Apr. 2013 · #92
jaffles schrieb:
Den Lake Panic mögen wir auch sehr gerne. Da passiert ständig was interessantes.
Euer Vogel dort müsste ein juveniler Graureiher sein. Wir haben ein ähnliches Foto.
Och, und ich dachte, es wäre eine Rarität, weil ich ihn anhand meines Vogelbuches nicht identifizieren konnte 😎
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Apr. 2013 · #93
Dienstag, 02.10. Pretoriuskop – Johannesburg – Flug nach Paris/Mittwoch, 03.10. Ankunft in Paris und Weiterflug nach Berlin
Christian muss heute notgedrungen auch Tee trinken, denn der Kaffee ist alle. 🙁 Vielleicht gut so, denn (nicht nur) sein Adrenalinspiegel sollte im Laufe des Tages noch einmal mächtig in Wallung geraten- ich nehme es gleich vorweg, eine Tiersichtung war nicht der Auslöser.
Es ist auffällig, wie schnell der Tag anbricht: um 05:00 h noch recht dunkel, 05:20 h schon fast hell. Bei knapp 20 ° C starten wir um 05:30 h zum letzten richtigen Gamedrive.
Wir schlagen den Weg zum Shlithave Dam ein.Als plötzlich ein Rhino über den Weg läuft, sind wir genauso erschrocken wie das Rhino selbst. Man traut diesen schwerfällig wirkenden Kolossen gar nicht zu, dass sie rennen können. Am Damm läßt sich nur ein Schreiseeadler und ein Graureiher blicken. Wir kehren um und treffen auf Giraffen, Impalas, Zebras, Warzenschweine und Kudus.





Christian entdeckt einen Schopfadler, leider sitzt er so ungünstig in einem Baum, dass kein gescheites Foto zu machen ist.



Wir wollen zum Mestel Dam. Von der S 3, die dort hinführt, sieht man die Stadt, was uns nicht so gefällt.
Am Mestel Damm haben sich einige Autos versammelt. Sie schauen angespannt auf die andere Seite des Dammes. Unser Nachbar klärt uns auf, dass ein Leo rumstrolcht und sie alle rechnen, dass er einen Angriff startet. Nach angestrengtem Suchen durchs Fernglas entdecken wir ihn auch. Tatsächlich setzt er kurz zur Jagd an, aber nur einen flüchtigen Moment können wir ihn beobachten, dann ist er im Gebüsch verschwunden.



WIr treffen noch auf weitere Kudus, Baboons, Impalas und Zwergmangusten, haben mehrere kleine Wasserdurchfahrten, bevor wir wieder ins Camp zurückkehren.
Wir packen, frühstücken und verlassen Pretoriuskop um 09:15 h.



Keybox


Als wir schließlich das Ausgangsgate passieren, bin ich wie immer traurig. 15 Nächte Krüger waren immer noch nicht genug. 😄
Auf der R 538 herrscht reger Verkehr sowohl Autos als auch Passanten sind unterwegs. Die Gegend ist dicht besiedelt, dennoch sind viele Bäume vorhanden, allerdings ist auch der Dreck nicht zu übersehen. In White River fallen uns die vielen Jacarandabäume Palmen und blühenden Sträucher auf. Auch hier ist es belebt, aber es wirkt recht zivilisiert.
Schon seit unserem missglückten Ausflug in den Botanischen Garten am Anfang der Reise (Fotoapparat nicht dabei), habe ich im Hinterkopf, dass wir vor der Rückfahrt zum Flughafen dort eine Stippvisite machen können, um die Fotos nachzuholen. Ich habe Christian im Vorfeld nichts gesagt, weil er dann bestimmt abgesagt hätte (zu wenig Zeit etc). Auch jetzt will ich mein Anliegen nicht direkt aussprechen, sondern mache nur Andeutungen wie: „wir fahren fast am Botanischen Garten vorbei“, „wir liegen noch gut in der Zeit“ usw. Er reagiert aber nicht, bis er mit einem Grinsen herausplatzt: „Nun sag doch, dass du noch dorthin willst“. 😛

Wir laufen nur die wichtigsten Punkte ab, um wenigstens ein paar Erinnerungsfotos zu haben (weitere Fotos hatte ich bereits beim Bericht vom 16.09. eingestellt). Nach nicht mal einer Stunde geht es endgültig nach Johannesburg.





Wir kommen gut voran, ca. 20 km nach Machado Plaza wird es zweispurig pro Richtung. Bei der Highveld Mall bei Witbank stoppen wir, kaufen noch Samoosas und was zu trinken. Christian wird ungeduldig, als es an der Kasse nur langsam voran geht, weil die Kassiererin seiner Meinung nach zu lahmarschig ist. Sie ist wirklich nicht die schnellste, aber es liegt auch an Christians üblicher Nervosität vor dem Rückflug.
Wir wollen kurz vorm Flughafen volltanken und fahren deshalb an einer Tankstelle, die ca. 70 km vor JHB liegt, vorbei. Es ist aber tatsächlich die letzte, wie wir feststellen. Da wir vermeintlich gut in der Zeit liegen und wir bei der Mietwagenfirma nicht den überteuerten Sprit zahlen wollen 😊, fahren wir an der Abfahrt zum Airport vorbei. Es wird sicherlich gleich eine Tankstelle kommen. Vor der zweiten Abfahrt sieht Christian eine Tankstelle, wir fahren runter, müssen parallel zur Autobahn zurückfahren, die Autobahnbrücke queren, um dann an der Tankstelle zu hören, dass diese keinen Sprit haben – LKW-Streik 😠 Jetzt dämmert es mir: ich hatte vormittags im Radio nebenbei gehört, dass es heute in Nelspruit kein Benzin gibt, aber da es uns nicht betraf, habe ich mir auch keine Gedanken hierzu gemacht. Ok, den ganzen Weg zurück und doch am Flughafen tanken. Als wir parallel zur Autobahn fahren, bekommen wir einen riesigen Schreck: der Verkehr in unserer Richtung steht, es geht nichts mehr 🤢 Für den ½ km bis zur Autobahnauffahrt brauchen wir eine gefühlte Ewigkeit. Die Lkws, die bereits auf der Zufahrt stehen, fahren rückwärts. Die Polizei versucht, sich den Weg zu bahnen. Ich lasse das Fenster herunter und frage den Autofahrer neben uns, ob es einen anderen Weg zum Flughafen gäbe. Er verneint. Oh Gott, Christian und mir wird ganz anders. Wenn es in diesem Schneckentempo weitergeht, werden wir unseren Flieger verpassen. Wir kämpfen uns Zentimeter für Zentimeter an diversen auf der Seite stehenden Lkws vorwärts, dahinter geht es erst langsam, dann in normalem Tempo weiter. Als wir gut zwei Stunden vor Abflug ins Parkhaus vom Airport fahren, fällt uns ein Stein von Herzen. Christian begleitet einen Mitarbeiter von Europcar zum Tanken, ich warte stattdessen vor Ort mit unserem Gepäck. Es dauert zwar ca. eine Viertelstunde, aber nun kann nicht mehr groß was schiefgehen. Nachdem wir am Europcar-Schalter die Formalitäten erledigt haben, bringt uns der Mitarbeiter sogar noch bis zum Terminal. Er bekommt unsere Kühlbox und ein Trinkgeld. Glücklich sinken wir im Flieger auf unsere Sitzplätze im Upperdeck. Hier gibt es Zweierreihen, ansonsten kommt uns das Platzangebot identisch mit dem anderen Deck vor. In unseren Augen ein kleiner Vorteil ist das geräumige Ablagefach neben dem Fenstersitz. Das Abendessen ist wieder prima (Kartoffelsalat mit Rindfleisch, Gemüsereis mit Currychicken, Karamelkuchen, Erdbeerjoghurt, Käse). Danach versuchen wir zu schlafen. Sehr zeitig gibt es Frühstück (Joghurt, 2 Brötchen, Marmelade, Butter, Obstsalat, Hefeteilchen, Apfelmus). Mit gut zehn Minuten Verspätung landen wir in Paris. Um zu unserem Anschlussflieger zu gelangen, müssen wir mit der Bahn fahren und dann durch die Passkontrolle. Hier stehen wir ewig an, da wohl mehrere große Flieger fast zeitgleich gelandet sind und nur vier Schalter besetzt sind. Wir und auch andere, deren Anschlussflug zeitnah abhebt, weisen mehrfach das an der Absperrung entlang laufende Personal darauf hin, dass wir unseren Anschlussflug verpassen werden, wenn wir nicht bevorzugt abgefertigt werden würden, aber diese zucken nur desinteressiert die Schultern nach dem Motto: „C’est la vie“ . Wir wollen nichts unversucht lassen und hetzen zu F 45, aber umsonst – das Gate wurde zehn Minuten zuvor geschlossen. Wir werden auf den nächsten Flug umgebucht. Die knapp drei Stunden versuchen wir uns zu vertreiben, indem wir uns mit diversen Tageszeitungen auf den aktuellen Stand bringen, dennoch wird es irgendwann langweilig und kalt ist es im Wartebereich auch noch. Da wäre ein Kaffee zum Aufwärmen das Richtige: für einen kleinen Kaffee werden 1,95 € verlangt, also bitte sofortige Wirkung. Per Bus werden wir zum Flieger gebracht. Bis auf leichte, kurze Turbulenzen verläuft der Flug ruhig. Nicht mal zwanzig Minuten nach der Landung haben wir schon unser vollständiges Gepäck in Empfang genommen. Wir nehmen uns ein Taxi und sind kurz darauf zu Hause.
Tageskilometer: 400 in Afrika
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
719 Beiträge · seit 201105. Apr. 2013 · #94
Liebe Chrissie,

vielen, vielen Dank für den tollen Reisebericht und die wunderschönen Fotos.
Wir freuen uns jetzt auch schon auf Namibia und die Sonne.

LG Uli
Big 5 Africa Tours Reiseberichte: Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
1'271 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #95
Hallo Chrissie,

vielen Dank für Euren schönen Bericht und die Impressionen aus dem Krüger Park. Es hat viel Spass gemacht Eurer Reise zu folgen und die Bilder anzuschauen.

Jetzt habe ich aber trotzdem noch einmal eine Frage. Warum tankt Ihr denn nicht direkt an der Tankstelle am Flughafen? Die liegt doch super praktisch und man muss quasi nur einmal im Flughafen eine Runde fahren und ist danach schon bei der Mietwagen-Abgabe.

Und dann am besten den Beleg aufbewahren, da ja manchmal die Mietwagenfirmen noch nachträglich "Tanken" berechnen, da angeblich der Tank nicht voll war (hatte ich jetzt schon mehrmals, nicht nur in Afrika).

Auf jeden Fall ist es dann bei Euch ja noch einmal echt hektisch geworden vor Eurem Abflug.

Vielen Dank noch einmal und ein schönes Wochenende,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
1'271 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #96
Hallo Chrissie,

jetzt muss ich mich aber doch noch einmal echt beschweren. Du bist gerade erst wieder aus Südafrika zurückgekommen (in Deinem Reisebericht) und jetzt lese ich gerade im Bericht vom Bayern Schorsch, dass Du heute schon wieder los fliegst? 😠 Das kann doch nicht angehen, oder?

Auf der anderen Seite, dann gibt es bald wieder einen schönen Reisebericht aus Südafrika 😗 .

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine schöne Reise. Grüß mir meine alte Heimat und komm heil wieder.

Schöne Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Apr. 2013 · #97
AfricaDirect schrieb:
Jetzt habe ich aber trotzdem noch einmal eine Frage. Warum tankt Ihr denn nicht direkt an der Tankstelle am Flughafen? Die liegt doch super praktisch und man muss quasi nur einmal im Flughafen eine Runde fahren und ist danach schon bei der Mietwagen-Abgabe.
Das haben wir inzwischen auch herausgefundenm, dass man direkt am Flughafen tanken kann 😄
Ob wir das aber beim nächsten Mal finden werden???
AfricaDirect schrieb:Hallo Chrissie,

jetzt muss ich mich aber doch noch einmal echt beschweren. Du bist gerade erst wieder aus Südafrika zurückgekommen (in Deinem Reisebericht) und jetzt lese ich gerade im Bericht vom Bayern Schorsch, dass Du heute schon wieder los fliegst? 😠 Das kann doch nicht angehen, oder?

Auf der anderen Seite, dann gibt es bald wieder einen schönen Reisebericht aus Südafrika 😗 .

Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine schöne Reise. Grüß mir meine alte Heimat und komm heil wieder.

Vielen Dank für deine Reisewünsche, aber mal ehrlich, wer von uns hat(te) es besser? Du hast in SA gelebt.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
63 Beiträge · seit 201305. Apr. 2013 · #98
Das war aber noch ein aufregender Schlusstag! Wir mögen so etwas gar nicht, so dass wir lieber 4 Stunden am Flughafen warten, als unseren Blutdruck derart in die Höhe zu jagen. Aber wer kann schon ahnen, dass es keinen Sprit mehr und es plötzlich Stau gibt?

Liebes bushgirl 😉 , ganz herzlichen Dank für deinen Reisebericht. Ich bin wieder einmal sehr gerne mitgereist. Und da es ja bald los geht, freue ich mich schon auf den nächsten Reisebericht und/oder Ringtausch.

Ich wünsche euch eine tolle Reise!

LG Andrea
Viele liebe Grüße, Anti
Themenstarter2'460 Beiträge · seit 200605. Apr. 2013 · #99
Wie immer gibt's zum Schluss von mir noch ein Fazit: 😄
Wir hätten uns schöneres Wetter während unseres Aufenthaltes in Sabie gewünscht, hätten gerne unsere Reisetasche schon in JHB in Empfang genommen und hätten vor allem auf den Nervenkitzel vor dem Rückflug verzichten können, aber insgesamt war es wieder eine gelungene Reise, an die wir noch lange gern zurückdenken werden.
Im Vorfeld hatten wir hin und wieder Bedenken, dass uns 15 ÜN im Krüger vielleicht doch zuviel werden könnten, aber inzwischen bin ich sicher, dass es zumindest bei mir kein „Zulang“ geben wird. Auch Christian, der 2011 nach 9 Nächten erstmal gesättigt war (soll heißen, er war nicht traurig, den Park zu verlassen, sondern freute sich auf die weiteren Ziele), fand den Aufenthalt nicht zu lang. Zum Wilderness Trail hatte ich ja bereits ein Fazit geschrieben.

Ich danke allen, die fleißig bis zum Ende mitgelesen haben, den „Danke-Button“ gedrückt haben und besonders denen, die ein Feedback gepostet haben und mich somit zum Weiterschreiben animiert haben.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
1'271 Beiträge · seit 200705. Apr. 2013 · #100
chrissie schrieb:
AfricaDirect schrieb:
Jetzt habe ich aber trotzdem noch einmal eine Frage. Warum tankt Ihr denn nicht direkt an der Tankstelle am Flughafen? Die liegt doch super praktisch und man muss quasi nur einmal im Flughafen eine Runde fahren und ist danach schon bei der Mietwagen-Abgabe.
Das haben wir inzwischen auch herausgefundenm, dass man direkt am Flughafen tanken kann 😄
Ob wir das aber beim nächsten Mal finden werden???
Das findet Ihr, einfach unten durch den Flughafen durchfahren und dann den Schildern Richtung Tankstelle (ist glaube ich eine "Engen" Tankstelle) folgen. Von dort dann nach dem Tanken wieder Richtung Departures abfahren.
Wie gesagt, am besten den Receipt behalten. Die "Tankwarte" machen ja in Südafrika den Tank immer bis zum Anschlag voll. Ich habe da schon mehrmals mein Geld zurückgefordert. Ist zwar immer nur ein geringer Betrag, aber für die Mietwagenfirma summiert sich das natürlich.
chrissie schrieb:
Vielen Dank für deine Reisewünsche, aber mal ehrlich, wer von uns hat(te) es besser? Du hast in SA gelebt.
Da hast Du Recht. Aber während wir in Johannesburg gelebt haben, hatten wir kaum Zeit zum Reisen, da mein Mann mindestens 6, manchmal auch 7 Tage die Woche gearbeitet. Mehr gesehen haben wir seitdem auf unseren Reisen. Denn unser Herz ist in Afrika geblieben, auch nach der Rückkehr nach Europa.
Aber unsere Zeit in Südafrika möchte ich nicht missen, denn wir hatten eine sehr schöne Zeit und haben sehr gute Freunde gefunden. Die sind nun leider einfach zu weit weg.

Guten Flug Euch und eine wunderschöne Reise (wo geht es überhaupt hin?).

Liebe Grüße,

Nicole
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