Namibia geht auch allein!

82 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 16. Feb. 2013 von afrika-paula
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Themenstarter309 Beiträge · seit 200925. Feb. 2013 · #41
Freitag, 1.2.13

Ich bin wach und schreibe heute Morgen zum ersten Mal nicht Gerd eine SMS zuerst, sondern meiner Freundin, die heute Geburtstag hat. Sie freut sich bestimmt, dass ich sie nicht vergessen habe. Gerd wecke ich anschließend mit der nächsten SMS. Heute muss er noch mal arbeiten, dann hat er ja Wochenende. Ich gehe duschen und als ich fertig bin mache ich mein Zelt sauber und packe es ordentlich zusammen und in den Jimmy. Als ich gerade mit dem Frühstück fertig bin und abspüle werden meine „Campingnachbarn“ gerade wach. Die beiden Mädels sind schneller aus dem Dachzelt als ihre beiden Väter. Zuhause ist das wohl anders herum. Ich begrüße das Team und bin gerade mit allem fertig und abfahrbereit als die 4 am Frühstückstisch sitzen. Zum Abschied schenke ich den Mädchen eine meiner selbstgemachten Windlichter. Die habe ich aus 5L Wasserkanister gemacht. Das obere Teil abgeschnitten, Sand eingefüllt und die von zuhause mitgebrachten Stumpenkerzen eingesetzt. Die Kerzen geben in dem Kanister ein gutes Licht zum Essen und überhaupt als Beleuchtung. In jedem Fall besser und gemütlicher als mit Taschenlampe zu speisen.
Adios und gute Reise Euch 4en! Und los geht’s nach Klein Aus Vista. Die ganze Strecke kommt mir bis kurz vor Aus kein Auto entgegen. Manchmal habe ich wirklich das Gefühl die Straßen für mich reserviert zu haben. So wenig Autos wie in diesem Jahr hatte ich noch nie!
In Aus fahre ich tanken und hole mir aus dem angrenzenden Laden noch für meine Zeit im Chalet Nahrungsmittel und Getränke und zum Schluß gönne ich mir ein Eis! Ich fahre in Richtung Lüderitz und nach ca. 2 km kommt schon die Abfahrt zur Lodge. Ich fahre bis zur Rezeption vor und bin mal wieder der einzige Wagen vor dem Haus. In der Rezeption werde ich sehr freundlich empfangen und bringe gleich meinen Wunsch heraus, ob das The Rock wohl frei ist? Oh, sagt die Mitarbeiterin am Empfang, für eine Nacht ja. Da ich auch für eine Nacht bereit bin dort einzuziehen, telefoniert sie nochmal mit irgendjemand. Und plötzlich kann ich alle 3 Nächte im „The Rock“ bleiben!! Juhhuuu!!! Ich habe schon so viel von den Unterkünften gelesen und war nun speziell auf dieses Chalets fixiert. Wenn ich nichts gesagt hätte, wär ich in „The Wall“ gekommen.
Die Fahrt zu den Eagles Nest Chalets führt mich als erstes zu einem Tor, was auch das einzige zu öffnen und zu schließen ist. Danach schalte ich schon mal den 4x4 ein. Ist doch ganz schön Tiefsandig gleich zu Beginn. Die 7 km bis zu den Chalets fahre ich langsam und genussvoll und präge mir gleich die Landschaft ein. Erst in der Ebene, dann weiter über einen Hügel geht die Fahrt und von da ab hat man ein Traumsicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich will hier nicht wieder weg!!! Nun freue ich mich schon auf mein Chalet. Welches es wohl sein wird? Und ich werde fündig und bin platt, so klasse finde ich es schon beim ersten Anblick! Ich bin früh dran, es wird gerade noch im Innern der letzte Schliff versehen. Ich schaue ins Haus und es haut mich um, so begeistert bin ich!!! Ja, hier bleibe ich bleibe ich 3 Nächte und Tage natürlich auch. Das Auto parke ich am Haus, wobei es gar nicht so einfach war diesen steilen Hügel hochzukommen. Aber getreu meinem Lebensmotto- Geht nicht, gibt’s nicht, habe ich das natürlich auch gewuppt. Ich packe mein Auto leer. Auch das ganz Campingzeug lagere ich in einer Ecke im Wohnbereich. Als alles raus ist, habe ich das Gefühl das mein Jimmy vor Erleichterung seuftst. War wohl eher ich! Nun öffne und genehmige ich mir erst einmal eine eiskalte Cola aus dem Kühlschrank. Die Preisliste enthält akzeptable Preise, nur die Weine sind eher in der „Hochpreiskategorie“ angegliedert. Das juckt mich nicht, da ich ja im Ort noch Wein gekauft habe. Was geht’s mir gut. Ich setze mich auf die süße kleine Terrasse, mit dem Traumblick in die Ferne. Oh, mein Gott, was ist das hier schön! In diesen Momenten fehlt mir Gerd ganz besonders und ich kriege dann „Heimwehstiche in der Herzgegend“. Ach, Gerd, wärst du doch hier, das wäre dann noch schöner!
Ich lese und entspanne mich an diesem schönen Ort und gehe am Nachmittag die Gegend erkundigen. Auch sehe ich mir die unteren Chalets an und bin doch froh nicht im „The Wall“ zu sein, da hat man ja gar keine Aussicht in die Ferne!
18:30 Uhr springe ich unter die Dusche und mache mit abendfein zurecht und zu 19 Uhr geht’s zur Lodge, wo ich mich heute zum Dinner angemeldet habe. Außer mir sind noch 2 Paare da die mit essen, aber so mit sich selber beschäftigt sind. In Ordnung, dann esse ich eben allein. Es gibt lecker Thunfischsalat als Vorspeise und Rindersteaks mit Gemüse, Salat und Nudeln als Hauptgericht. Auch lecker. Als Nachspeise gibt’s Grüner-Tee-Pudding. Sehr süß aber gut. Aber einfach zu viel und zu spät. Das Essen bollert bestimmt wieder die ganze Nacht in mir herum. Für Morgen bestelle ich mir zum Dinner nur einen Salat. Nach dem Essen telefoniere ich wieder mit zuhause und freue mich, dass es hier nicht -12 Grad sind. Die letzten Tage werde ich die Wärme noch ausgiebig genießen!
Ich fahre zum Chalet zurück, öffne eine Flasche Wein und setze mich, lacht jetzt nicht, an dem gerade angemachten Kamin. Das Holz muss ich ja auch noch aufbrauchen! Da ich weit genug weg sitze, merke ich die Wärme auch nicht so. Ist das schön!
Was für ein schöner Tag heute. Ich freue mich auf Morgen und auf die Wildpferde von Garub, sowie Kolmannskuppe und Lüderitz. Ich bin gespannt!

Eagles Nest Chalet- The Rock- 58,- Euro mit Frühstück

Gefahren: 128 km
Themenstarter309 Beiträge · seit 200926. Feb. 2013 · #42
Samstag, 2.2.13

Um 7 Uhr bin ich schon zum Frühstück, da ich ja gleich als erstes mit heute zu den Wildpferden nach Garub fahren möchte. Die Nacht habe ich sehr unruhig geschlafen da ein heftiger Sturm um die Berge und mein Häuschen tobte. Überall knackte es im Gebälk. Ständig bin ich wach geworden. Das Bett war klasse, die Matratze in Ordnung und doch konnte ich nicht durchschlafen, Was soll’s! Ich frühstücke ausreichend und stecke mir noch einen Apfel ein, für unterwegs.
Leider schmeckte hier der Kaffee grottengrausam scheusslich! Gut, dass ich mir morgens immer meine eigene Tasse Kaffee koche!
Und nun freue ich mich auf die Wildpferde und fahre los, in Richtung Lüderitz. Schon nach 20 km erreiche ich die Abzweigung zur Wasserstelle. Und schon kurze Zeit später stehe ich mit meinem Jimmy vor einem gemauerten Unterstand mit Blick auf die Wassertelle. Och, keine Pferde da! Dann muss ich wohl oder übel warten. Der Blick geht nach rechts, und ich entdecke eine riesige Staubwolke und nein, ich träume nicht, da kommen schon die Pferde. Wie gebannt starre ich auf diese „Erscheinung aus dem Nichts“. 17 wunderschöne Pferde kommen zum Wasser. Auch ein Fohlen ist dabei. Vor allem aber fällt mir der Leithengst auf. Die helle Mähne zum fuchsbraunen Fell. So etwas Schönes an Pferd habe ich noch nicht gesehen. Er tänzelt regelrecht. Schaut sich immer um und sichert seine Herde. Erst als alle getrunken haben und schon wieder auf den Rückzug sind, geht er an die Tränke.
UNGLAUBLICH dieses Erlebnis!! Ich mag gar nicht aufstehen und bleibe noch sitzen, bis nichts mehr zu sehen ist. Es kommen auch keine weiteren Tiere zum Wasser.
Nun geht’s doch wieder zurück zur B4 und zum 2. Tagesziel nach Kolmannskuppe. Nach ca. 10 km fahre ich in eine Nebelwand die grau und grauer wird. Dieser Zustand hält ungefähr 50 km an und ist für mich total ermüdend zu fahren. Ich mache meine Musik im Handy lauter und singe mit, so monoton empfinde ich gerade diese Gegend. Das einzige was ich immerzu trotz Nebel sehe, ist die Bahnlinie, die gerade auf der gesamten Strecke nach Lüderitz erneuert wird. Nach einer gefühlten Ewigkeit hört der Nebel auf und ich fahre in den Sonnenschein hinein. Ich hatte schon die Befürchtung, dass sich der Nebel bis Lüderitz fortsetzt. Oh wie schön, jetzt kann ich die Umgebung erst richtig wahrnehmen. Es ist wunderschön hier! Endlich kommt der Flugplatz von Lüderitz in Sicht und gleich danach auf der anderen Seite die Abfahrt nach Kolmannskuppe. Am Eingangsportal zahle ich für das Permit 55,-N$ und fahre dann durch bis zum Cafe. Dort angekommen marschiere ich gleich los, bewaffnet mit der Kamera um noch bei relativ gutem Licht einige Außenaufnahmen zu machen. Der Weg führt wie am Strand, durch warmen Sand. Ich habe nur meine Sandalen an und genieße den schönen Sand an meinen Füßen. Nach gut einer halben Stunde gehe ich zum Cafe zurück und melde mich zur Führung, um 11 Uhr an. Da tippt mir jemand plötzlich auf die Schulter. Ich bin platt, da stehen Claudia und Robert hinter mir! Die beiden habe ich auf Wüstenquell kennengelernt. Auch sie machen die Führung mit. Wie schön. Wir trinken im Cafe einen Kaffee und schwatzen, bis wir von der deutschsprachigen Führung aufgerufen werden. Die ältere Dame zeigt uns viele Gebäude und erzählt uns die Besonderheiten und die Geschichten dazu. Die Tour ist unterhaltsam und kurzweilig, da sie sehr anschaulig erzält. Nach einer Stunde beendet sie die Führung mit dem Hinweis, dass wir bitte feste Schuhe anziehen, wenn wir im Gelände noch allein herumlaufen, um Fotos zu machen, da es hier viele Schlangen gibt!!!!!!! Und ich laufe in Schlappen!!! Mir ist ganz schlecht beim dem Gedanken, dass ich auf eine Schlange hätte treten können!! Bloß weg hier. Ich verabschiede mich von Robert und Claudia, denn ich habe genug fotografiert. Ich fahre weiter nach Lüderitz und rolle nach ca.10 Minuten in den Ort. Schon von weitem sehe ich die Felsenkirche und fahre darauf zu. Jimmy wird abgestellt und ich wandere durch den Ort um Fotos zu machen. Nach einer Stunde nehme ich das Auto und fahre bis zur Waterfront. Dort gehe ich direkt ins Ritzi’s und verspeise in aller Ruhe einen riesigen Salatteller und den Blick von der Terrasse in die Ferne ziehen. Gerd wird mal wieder per SMS über das Neueste informiert. Da heute Samstag ist, sind ab Mittag alle Geschäfte geschlossen. Na toll, dann mache ich mich mal auf den Weg. Erst tanken und dann entscheide ich mich spontan noch zum Diaz Point zu fahren. Eine reizvolle Fahrstrecke endet direkt vor einem kleinen Cafe. Von dort gehe ich die letzten 200 Meter zu Fuß zum Diaz Point. Es ist sehr stürmisch geworden. Fast schon ein Sturm tobt durch die Wellen und läßt sie fast zu mir heraufkommen. Unglaublich! Nach ein paar obligaten Aufnahmen gehe ich zurück. Im Cafe bestelle ich mir ein Bier und schreibe mal wie so oft an meinem Reisebericht. Neben mir ist eine deutschsprechende Großfamilie die das Cafe mit ihrem „Unruhe“ in Beschlag nimmt. Nach einer geraumen Zeit habe ich genug davon. Ich will zurück in mein Chalet. Der Sturm hat noch an Stärke zugenommen und als ich auf halber Strecke für ein Foto die Tür öffnen will, merke ich sofort, das geht daneben. Würde ich die Tür öffnen, würde der Sturm mir die Tür aus der Hand reißen und ich bin nun wirklich sehr kräftig!
Auf der B4 sehe ich die ersten Sandverwehungen. Ein wahrhaftiger Sandsturm! Oh, Gott, bloß weg hier. Nicht das der Jimmy noch gesandstrahlt wird!!! Das Auto und ich werden ganz schön gerüttelt vom Sturm und den feinen Sand höre ich heftigst an die Scheiben fliegen. Nach c. 30 km wird es langsam besser. In Aus fahre ich zum Bahnhofshotel und bestelle mir einen großen Rock Shandy und einen Greek Salat. Was dann da kam, war eigentlich nur ein Salat mit viel grüner Paprika und 4 Oliven sowie die gleiche Anzahl Schafskäsewürfel. Der große Rock Shandy ist ein Kleiner und als dann die Rechnung kommt, bin ich geschockt über die teure Rechnung. Also ein ist klar, hierher fahre ich definitiv NIE wieder zum Essen!!!!! Das ist echt eine Frechheit!!
Ich fahre nach Klein Aus Vista zurück und schaue mir die Lodge mit ihren Gebäuden von außen an.
Gegen 17 Uhr gehe ich auf die Außenterrasse und bestelle mir dort erst mal eine großes Bier. Lecker! Da spricht mich ein holländisches Paar in meinem Alter an und fragt, ob sie sich zu mir in die Sonne dazusetzen können da die anderen Tische im Schatten stehen. Sofort beginnt eine rege Unterhaltung mit Leo, Marion und mir. Morgen machen sie die gleiche Tour wie ich heute und so kann ich schon mal meine Erlebnisse berichten. Ich gebe beiden außerdem die Info, dass am Sonntag nur eine Führung in Kolmannskuppe um 10 Uhr stattfindet. Wir speisen gemein zu Abend. Die beiden komplettes Menü, ich meinen Salatteller. War eine gute Entscheidung von mir. Nach dem Essen fahre ich zum Chalet zurück und trinke noch ein Glas Wein, bevor ich schlafen gehe.
Ich hatte heute einen schönen Tag. Ich freu mich auf Morgen. Morgen steht wandern auf den Plan.

Eagles Nest Chalet – The Rock- 58,- Euro mit Frühstück

Gefahren: 295 km
373 Beiträge · seit 200726. Feb. 2013 · #43
Vielen Dank Paula, lese sehr gerne immer wieder einen neuen Teil! Gefällt mir echt sehr gut! 😄
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Themenstarter309 Beiträge · seit 200926. Feb. 2013 · #44
Hallo Namibia07,

vielen Dank für das Mitlesen und das es Dir gefällt.
Heute komme ich nicht zum Schreiben mehr, aber morgen gehts an die restliche Tage.
Danach werde ich wie versprochen noch Bilder in der Bildergalerie " Neueste Bilder" hochladen.
Hier in den Bericht einzustellen geht einfach nicht. Kriege ich nicht gebacken!
Bin ich wohl etwas zu dusselig?!

Liebe Grüße

Paula
1'927 Beiträge · seit 200826. Feb. 2013 · #45
Hallo Paula,

so gerne ich Deine Zeilen lese, Bilder wären das Salz in der Suppe.

Wo hast Du denn Probleme?
Themenstarter309 Beiträge · seit 200926. Feb. 2013 · #46
Hallo Peter,

wenn ich ein Bild einfügen will, gehe ich auf Datei einfügen, klicke das Bild an und gehe auf einfügen und es erscheint siehe über Deinen Namen, nur die Nummer des Bildes aber das Bild ist nicht zu sehen. Was mache ich falsch??? Hilfst Du mir?

Liebe Grüße

Paula
1'927 Beiträge · seit 200826. Feb. 2013 · #47
Hallo Paula,

geh doch mal auf die Antwortmaske. Unten steht doch ANHANG, dort klicks Du DATEI HINZUFÜGEN an.

Jetzt öffnet dein PC und Du suchst dir dort den Ordner, öffnen, das entsprechende Bild anklicken und unten auf ÖFFNEN, somit wird es in das Kästchen ANHANG geschrieben.

Jetzt setzt Du den Cursor an die Textstelle im Beitrag, wo das Bild stehen soll und klicks auf EINFÜGEN

Das sollte in etwa so aussehen:

eckige Klammer attachment eckige Klammer - Bildname


Nun auf ABSENDEN und es sollte klappen

viel Glück
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2013
Themenstarter309 Beiträge · seit 200926. Feb. 2013 · #48
..sorry aber das geht einfach nicht.
Ich habe das ganz genauso gemacht und es kommt immer nur
dieses hier (attachment:1)Namibia2010248.jpg(/attachment)
und wenn ich auf absenden gehe ist auch dieser Schriftcode verschwunden.
Warum kann man nicht ganz normal Bilder einfach hereinziehen?
Wenn ich die Bilder im Bilderprogarmm hochlade geht das, das habe ich im Herbst
probiert.
Ist jetzt ein BIld zu sehen? Ich bin ja schon ganz frustriert!!!


Paula
1'927 Beiträge · seit 200826. Feb. 2013 · #49
schade, Paula.

Vermutlich die berühmte Kleinigkeit, ein Häkchen oder irgendwo ein Klick. Vielleicht klappts ja doch noch 😉
7'267 Beiträge · seit 200627. Feb. 2013 · #50
Hallo Paula

Ich vermute Du hast versucht ein sehr grosses Blid hochzuladen. Dann hast Du während des Hochladens mehrmals auf absenden geklickt. Deshalb hat es auch mehrere gleiche Beiträge gegeben. Deise habe ich wieder gelöscht.
Versuche es bitte nochmals. Verwende aber ein bild welches max. 8mb gross ist und dann einfach wie von peter beschrieben.

Herzlich Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Themenstarter309 Beiträge · seit 200927. Feb. 2013 · #51
Hallo Chrigu,

vielen Dank für das löschen der überzähligen Beiträge.
Das mit den Bildern mache ich lieber ganz zum Schluß.
Nicht das mir das nochmal passiert.

Liebe Grüße

Paula
Themenstarter309 Beiträge · seit 200927. Feb. 2013 · #52
Sonntag, 3.2.13

Heute Nacht habe ich wie eine Tote geschlafen, aber nur, da ich, als wieder der heftige Sturm kommt, mir die Ohrenstöpsel aus dem Flieger, einsetze. Gute Entscheidung!
Ich bin gut ausgeschlafen und voller Tatendrang. Nach dem Morgenritual füttere ich die Vögle gebe ihnen Wasser und mache mich zum Frühstück startklar. Da der Kaffee in der Lodge nicht schmeckt, habe ich meinen Pott Kaffee hier schon mit Genuss getrunken. Und nun auf zum Frühstück. Die Fahrt im samtenen Morgenlicht ist ein Highlight, was schon gestern dazu führte, dass ich öfter mal anhalten musste, um außerhalb des Autos das noch besser aufnehmen zu können und auch um Fotos zu machen.
Beim Frühstück treffe ich keinen weiteren Gast an. Na ja, es ist ja schließlich auch schon 8:30 Uhr. Was für mich ungewöhnlich spät ist! Wieder wird ausreichend gegessen und eine Stunde später fahre ich in die Richtung der Klein Aus Vista Campsites, um sie mir anzusehen, Durch den Tiefsand wühlt sich Jimmy bravorös durch. Die einzelnen Plätze sind super sauber und sehr gepflegt, schön angelegt und genügend Abstand zu den einzelnen Plätzen. Der Sicht,- und Windschutz aus natürlichem Material ist klasse! Jeder Platz hat einen großen Baum, der gut Schatten gibt. Einfach supi dieser Platz. Das Sanitärhäuschen ist sauber und einladend eingerichtet. Hinter dem Häuschen befinden sich „Spülplätze“. Alles bestens! Camping vom Feinsten! Hier in Klein Aus Vista kann ich es nur empfehlen!!!
Um die Campsites zu erreichen benötigt man aber 4x4.
Weiter geht’s mit meinem fahrbaren Untersatz Richtung Geisterschlucht. Dort treffe ich auf viele Pferde, die überhaupt nicht scheu sind und mich neugierig beäugen. Süüüß!
Ich fahre zurück zum Chalet und ziehe mir meine Stiefel an, stecke Proviant und Wasser ein und marschiere nun zu Fuß nochmals zur Geisterschlucht. Die Wanderung ist ganz schön anstrengend in der Hitze, das Thermometer zeigt fast 40 Grad im Schatten an. Egal, ich will nicht jammern, denn zu Hause ist es bitterkalt! Kurz vor der Ankunft in der Geisterschlucht steht ein uraltes, rostiges Autogerüst. Was für ein schönes Fotomotiv! Die Pferde sind immer noch dort und lassen sich sogar von mir anfassen. Welch eine friedliche Idylle! Am Haus, was für Gruppen vermietet wird, setze ich mich in den Schatten und vertilge den mitgebrachten Proviant und die Flasche Wasser ist fast leer. Ich habe ja mitgedacht und mir 2 Flaschen eingesteckt. Der Rucksack ist jetzt aber schon um einiges leichter. Das Gelände in der Geisterschlucht wird von mir begutachtet. Ja, hier kann man sich auch sehr wohlfühlen!!!!
Es ist schon Mittag vorbei, als ich den Rückweg antrete. Immer wieder stoppe ich halte inne oder mache einer der unzähligen Fotos. Was geht’s mir doch gut! Der Weg zurück kommt mir länger vor und ich bin froh, als ich „mein The Rock“ wieder erreicht habe. Die Dusche ruft und mein Bett. Bis zur Kaffeezeit schlafe ich tief und fest. Dann filtere ich mir einen starken Kaffee und mache mir einen Pfannkuchen. Lecker!! Anschließend nehme ich mein Ebook und lese auf der Terrasse. Gegen 17 Uhr packt mich die Neugier, ob Leo und Marion, das Pärchen aus Holland, schon zurück sind von Ihrer Tour? Da wir uns auf der Terrasse der Lodge verabredet haben, nehme ich meinen 4rädigen, treuen Gefährten und fahre gegen 17:30 Uhr los. Die beiden warten schon auf mich. Es gibt viel zu erzählen. Letztendlich haben die beiden das Gleiche gesehen und sind auch von den Wildpferden in Garub total fasziniert! Im Gespräch über Land und Leute erzähle ich, dass ich eine Schwester in Belgien habe. Als ich den Namen der Stadt erwähne, lachen sie und sagen mir, dass sie nur 25 km entfernt wohnen. Leo fragt, wo in dieser Stadt denn meine Schwester lebt und als ich es ihnen sage, fängt Leo erneut an zu lachen und sagt, dass auch seine Schwester in dieser Straße wohnt. Als er mir dann den Namen sagt, lache ich! Denn das ist eine Freundin meiner Schwester!!
Die Welt ist klein! Unglaublich! Ich schreibe meiner Schwester diese Neuigkeit und auch sie kann es kaum glauben, was das Leben für Zufälle beschert. Zusammen gehen wir zum Dinner. Wieder esse ich nur einen Salat. Total ausreichend! Gegen 20 Uhr verabschiede ich mich von den beiden und fahre zum Häuschen zurück. Den letzten Wein öffne ich und lese am Kamin gemütlich noch einige Seiten. Per SMS melde ich mich mal wieder bei Gerd. Es wird nun Zeit, dass es nach Hause geht. Ich vermisse ihn so sehr! Ich habe doch etwas Heimweh!
Was für ein interessanter Tag heute. Morgen fahre ich wieder in Richtung Mariental, zur Kalahari Anib Lodge. Ich freue mich!

Eagles Nest Chalet – The Rock- 58,- Euro mit Frühstück

Gefahren: 36 km
Themenstarter309 Beiträge · seit 200927. Feb. 2013 · #53
Montag, 4.2.13

Ich habe wieder durch geschlafen, und habe den Sturm, der hier jeden Abend und nachts um die Berge tobt, dank der Ohrstöpsel nicht mitbekommen! Nach dem Besuch im Bad mit einer schönen heißen Dusche bin ich bereit für meinen Kaffee und gleichzeitig beginne ich Jimmy vollzupacken. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es immer mehr wird, trotzdem ich eigentlich nicht viel eingekauft habe. Ich weiß, die Lebensmittelkiste, die muss ich noch schnell sichten und entscheiden, was ich den „Hausdamen“ hier überlassen kann. Einige Spaghettitüten und Soßenpackungen, wie auch Konservendosen, die ich immer als Notvorrat mitnehme, werden nun jemanden satt machen und hoffentlich gut schmecken.
Da ich auch anderen einen guten Tropfen gönne, stelle ich noch 2 kleine Rotwein-Pikkolos dazu. Nur Nudeln machen auch nicht glücklich!
Jimmy stöhnt unter der Last in seinem Hinterteil. Ich kann’s verstehen. Mein Gewicht nun noch vorne mit hinein. Voll ist er. Der arme Jimmy!! Den letzten Schluck Kaffee trinke ich und ich werde mal wieder wehmütig. Tropf, tropf!! Ne, ne, ich werde wiederkommen – versprochen!
Um 7 Uhr bin ich wieder und zum letzten Mal mit den beiden Holländern zum Frühstück verabredet. Ja, in Gesellschaft ist es gemütlicher zu frühstücken und ich esse mehr als sonst. Muss auch sein, da ich das nächste Mal erst wieder auf der Kalahari Anib Lodge was essen werde. Beim Abschied von den beiden, drückt meine Tränendrüse mal wieder etwas ab. OK, ich bin ja auch ein Mädchen, wenn auch ein altes Mädchen über 50. Da müssen die beiden durch! Leo und Marion fahren weiter zur Sossusvlei Lodge und ich habe beiden schon vom leckeren Dinner-Bufett vorgeschwärmt. Was mich heute Abend erwartet weiß ich nicht. Ich bin gespannt!
Nach dem bezahlen, meiner Getränke geht’s dann auch gleich los in Richtung Helmeringshausen. Die Schotterpad ist einwandfrei zu fahren und so fahre ich durch bis Maltahöhe. Dort komme ich in meine einzige Polizeikontrolle, die meinen internationalen Führerschein sehen will. Hab ich mit. Ganz neu! Der andere war nach 3 Jahren Gültigkeit abgelaufen. Da alles in Ordnung ist fahre ich weiter zum Tanken und dann auch ohne Pause Richtung Mariental. Die Landschaft ändert sich ständig und ich bin wie immer davon begeistert. Ob hügelig oder flaches Land, ob Mopanewälder oder Savanne, die karge Wüstenlandschaft der Namib oder die schroffen Gesteinsformationen der Naukluftberge. Auch das Meer und der Strand in Swakop findet meine Begeisterung. Ich liebe Namibia!!!
In Mariental wir noch mal getankt und der Durst mit einer kalten Cola gelöscht und schon geht’s weiter zur Kalahari Anib Lodge. An der Einfahrt angekommen, notiert sich ein Wächter meine Autonummer und streicht meinen Namen auf einer Liste von Anmeldungen ab. Die letzten Kilometer fahre ich durch wunderschönen roten Sand. Ich bin endlich wieder in der Kalahari!!
Bei Ankunft in der Rezeption kommt mir eine Mitarbeiterin mit 2 Glas kühlen Saft und ist erstaunt, dass ich nur alleine komme. Ich kläre die Situation und trinke beide Säfte aus. Sie bringt mich zu meinem Zimmer Nr.46 und ich finde es wunderschön hier. Das Zimmer ist gemütlich eingerichtet mit großem Bad und einem Aircondition. Ich lasse den auf kleinster Stufe laufen. Bloß nicht erkälten, lautet meine Devise! Ich hole Jimmy in der Nähe meines Häuschens und nehme außer den Campingsachen alles raus. Ich muss es hinkriegen, das, wenn ich übermorgen abreise, alles in einen Koffer und in den Rucksack passt. Meine Digitalwaage die immer mit muss, ist unerbittlich! Schau’n wir mal! Ich komme gerade aus dem Zimmer, wo ich mir meinen Badeanzug angezogen habe und gehe Schwimmen. Da kommt eine Busladung. Als die gerade alle ihre Zimmer gefunden haben, kommt Bus Nr.2. Hey, toll! Schluss mit der Ruhe. Da kann ich mich gleich wieder an die Zivilisation gewöhnen. Als die ersten Menschengruppen zum Pool strömen, flüchte ich dann doch lieber. Ich hole mir einen Kaffee und gehe duschen und trockene Sachen anziehen. Eine kleinen Spaziergang, u.a. zu „unserer Campsite“, die Gerd und ich vor 2 Jahren hatten, und auch zu der Wasserstelle, geht’s zu dem kleinen 2. Pool. Der ist in Sichtweite vor meinem Zimmer. Ich hole mir ein großes Bier von der Theke und lege mich in den Schatten, auf meiner Terrasse und lese wieder. Kurz vor dem Abendessen zu dem ich mich angemeldet habe, mache ich mich mal wieder hübsch. Steige in eine ordentlicher Hose und Bluse. Halb acht sollte das Dinner beginnen, was ich schon für meinen Magen einfach zu spät finde. Doch da es anfängt stark zu windne, werden die eingedeckten Tische teilweise nach drinnen verlegt. Als diese Reisegruppe kam und dort essen sollte, wollten diese aber lieber draußen speisen! Das ganze Bramborium also wieder raus! Ja, das hatte zur Folge, dass das Dinner erst um halb 9 beginnt. Ich bin schon stinkesauer! Die Vorspeise, eine Suppe ist lauwarm, das Fleisch, Rinderroulade total zäh, entschließe ich mich die Nachspeise sausen zu lassen und gehe auf mein Zimmer. Auf dem Weg dorthin nehme ich noch ein Glas Sauvignon Blanc von der Theke mit. Das brauche ich jetzt. Ich lege mich auf die Holzliege auf meiner Terrasse und bin in Gedanken zu Hause bei Gerd! Bald bin ich wieder da!
Außer dem Abendessen war das ein schöner Tag. Morgen Früh gehe ich, wie vor zwei Jahren mit Gerd, den Zebra-Wanderweg . Zum späten Nachmittag habe ich mich zur Sundownertour angemeldet. Meine letzte für dieses Jahr in Namibia. Ich freue mich drauf!

Kalahari Anib Lodge Zimmer mit Frühstück 66,- Euro

Gefahren: 389 km
zuletzt bearbeitet 02. März 2013
1'933 Beiträge · seit 200927. Feb. 2013 · #54
Ich lese begeistert deinen Reisebericht und überlege ernsthaft, dass ich das auch machen will!!
Alleine in Namibia

Viele Grüße
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
Themenstarter309 Beiträge · seit 200928. Feb. 2013 · #55
Hallo Lotusblume,

erst war ich auch etwas skeptisch, als alle mir davon abrieten, alleine durch Namibia zu fahren. Um Gotteswillen, Du als Frau, nein das geht doch nicht! Aber getreu meinem Lebensmotto: Geht nicht, gibt's nicht, habe ich mich durchgesetzt und bin alleine durch dieses schöne Land getourt. Ich habe nie unterwegs Zweifel gehabt, trotzdem ich nicht fließend Englisch spreche, aber dafür reicht es. Außerdem hat mein Mann mich immer unterstützt, dass ich das auch allein hinbekomme.
Ich kann es nur jedem empfehlen auch mal allein zu reisen. Klar, manchmal fehlt einem doch der Schatz oder die Freundin, die sonst mit waren. Um es vorweg zu nehmen, ich würde es wieder tun, auch mal eine Rundreise durch Südafrika.
Wenn Du Lotusblume oder auch jemand anders noch ausführlichere Informationen oder Tipps haben möchtet, meldet Euch gerne bei mir.

Liebe Grüße

Paula
463 Beiträge · seit 200728. Feb. 2013 · #56
Hallo Paula,

durch einen Zufall - suchte Wüstenquell - bin ich auf Deinen superklassetollen Reisebericht gestossen!

(Aber erst einmal möchte ich Dir mein absolutes Mitgefühl wegen Deines Hundes aussprechen! Ich
kann das sehr gut nachempfinden. Mein treuer Seelenhund hat mich im Juli letzten Jahres verlassen müssen,
verfrüht mit nur gut 8 Jahren. Ich vermisse ihn jeden Tag.

Mittlerweile hat eine junge Hundelady einen Platz in meinem Leben. Das lenkt mich sehr ab und bereichert mich. Mein Seelenhund wird immer mein Seelenhund bleiben und die neue Lady ist eine Persönlichkeit für sich.Ich bin dankbar, sie zu haben).

Eigentlich wollte ich schon beginnen meinen Koffer zu packen, da ich am 6. März für drei Wochen nach Namibia fliege, ich glaube es ist die 12. oder 13. Reise in mein Traumland.

Dreimal war ich auch allein dort unterwegs und diese Erfahrungen waren für mich beeindruckend.
So habe ich Deinen Bericht voller Begeisterung gelesen!

Dieses Mal werde ich (reise jetzt allerdings mit einer Freundin) das erste Mal auf Wüstenquell sein,für
2 Nächte in den Bergchalets. (Wir haben jede ein Chalet für uns). Nach Deinen Schilderungen freue ich mich umso mehr darauf!

Nette Grüsse
Heike 😎
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zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2013
Themenstarter309 Beiträge · seit 200928. Feb. 2013 · #57
Hallo Heike,

ich komme gerade erst nach Hause zurück und danke Dir für Dein Schreiben und für Dein Mitgefühl.
Tut gut. Danke.
Ich komme mit jeden Tag besser damit zurecht!

Klasse, dass Du mit Deiner Freundin nach Wüstenquell fährst. Du wirst es nicht bereuen!
Mach auf jeden Fall die Scenic-Drivetouren mit Oliver. Die sind so klasse, unterhaltsam und interessant und auch preisgünstig. Sie kosten nur halb soviel wie auf der Anib Lodge! Oliver liebt seine Farm und das werdet ihtr beiden spüren. Ihn kann ich stundenlang zuhören! Ich beneide Euch!!
Das ihr beiden 2 Chalets gemietet habt, nicht übel! Die Chalets sind groß genug für 2 Personen. Aber wenn man mal allein sein will, ist das schon in Ordnung. Man kann sich zu Fuß gegenseitig besuchen (ca.5 MIn.).
Wer von Euch beiden das Red Rock hat, kann, wenn er bis zum Felsrand vorwandert auf "meine" Campsite "Papierbaum" schauen. Klasse Blick haben beide. Zum Sonnenuntergang ist das Red Rock schöner und wer gerne freie Sicht in Richtung Farm haben möchte, nimmt das andere Chalet. Ich würde Red Rock nehmen!
Ich wünsche Euch beiden einen Super Urlaub, viel Spaß und kommt gesund zurück.

Paula
1'933 Beiträge · seit 200928. Feb. 2013 · #58
Hallo Paula,
danke für den Tipp Red Rock. Nun müssen unsere Freunde ins Klipdrift 😉
Wie sind dieses Jahr 2 Nächte Gäste von Wüstenquell.
Scenic Drive ist ebenfalls vorgemerkt.

Danke auch für dein Angebot zur Mithilfe bei einer evtl. Alleintour. Wenn würde ich aber nur in Lodges/Gästefarmen gehen. Campen ist absolut nicht meins, auch wegen den Krabbeltieren und meiner Schlangenphobie. Ich komme bestimmt auf dein Angebot zurück.

Liebe Grüße
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2013
Themenstarter309 Beiträge · seit 200928. Feb. 2013 · #59
Dienstag, 5.2.13

Gut geschlafen, trotz miesem Abendessen! Badeanzug an und rein in den großen Pool. Kalt! Tut aber gut und macht hellwach! Paar Runden geschwommen und dann duschen und anziehen. Danach gleich los zum Frühstück. Es haut mich nicht vom Hocker! Ich nehme mir eine große Portion Rührei, Saft im Minigläschen, damit man nicht zuviel davon trinkt und suche den Kaffee. Es gibt nur 2 Kannen und die sind unterwegs an den Tischen der Busse. Ich werde fündig und die Kanne ist leer. Ich werde schon wieder sauer. Was ist denn das für eine schlechte Organisation hier! Hierher gehört mal eine professionelle Erfassung der nicht gut funktionierenden Organisation. Mann, mann, mann!
Hier schon mal was von Qualitätsmanagement gehört??????????
Ich gehe zum Koch der die Rühreier bewacht und bitte um Kaffee, und warte bis er mit einer nicht so lecker aussehenden Kanne wieder zurückkommt. Egal, ich will endlich frühstücken. Das kalte Rührei bringe ich ihm zurück und nehme mir provokant eine neue, große und heiße Portion Rührei wieder mit. Zum Abschluss noch eine Portion Joghurt und ich hole mir aus meiner Unterkunft den Rucksack mit Wasser und Müsliriegel. Auf geht’s! Es ist schon ganz schön warm heute Morgen und ich stiefel mit großen Schritten los. Was ist das hier schön! Unterwegs komme ich an einen riesigen, alten Camelthornbaum und entdecke in ihm eine Schaukel??!! He, das ist klasse. So mache ich hier meine erste kurze Rast. Über mir piept und zwitschert es lautstark und finde nach genauem hinsehen viele Vogelnester in den Zweigen. Hier könnte ich den Tag verbringen. Dazu benötige ich aber ein weiche Sitzauflage für die Schaukel, einen Tisch mit Kühltasche gefüllt mit kalten Getränken und eine großen Salat zum Mittagessen und natürlich was zu lesen und und und… Ich glaube wenn ich weiter hier sitzen bleibe bekomme ich noch mehr Phantasien!! Ne, ne, weiter geht’s durch ein Rivier. Leider sehe ich außer Vögel und zwei Springböcke nur die schöne Natur. Also freue ich mich schon mal auf die am späten Nachmittag stattfindende Sundownertour! Nach gut drei Stunden finde ich mich am Pool wieder. Unter dem einen Arm ein Pooltuch und in der anderen Hand einen großen Rock Shandy. Es ist wieder still in der Lodge, jetzt, nachdem die beiden Busladungen wieder abgerollt sind. Es sind nur noch 2 andere Paare zu sehen, wovon mir das deutschsprechende Paar aus Windhoek Gesellschaft leistet. Beide sind in meinem Alter und sind ausgewandert und arbeiten in der Hauptstadt als Ärzte. Bis zur Kaffeezeit bleiben wir am Pool. Nur kurz noch zum duschen und umziehen ins Zimmer. Ich nehme die Kamera und die Jacke, sowie den Windschutz für meinen Kopf gleich mit. Zusammen mit Stefan und Simone trinke ich einen Kaffee . Mein eigener Kaffee schmeckt besser!! Egal!
Gegen 16:30 werden wir aufgefordert auf den beiden Safariwagen Platz zu nehmen. Ich habe es gut getroffen und sitze in einer lustigen Busgruppe. Hey, die sind gut drauf. Das wieder eine kleine Busgruppe in die Lodge gekommen ist, habe ich gar nicht mitgekriegt. Das tolle Wirgefühl in dieser Gruppe liegt eindeutig am tollen Reiseleiter Werner. Ich kann bei ihm gut punkten, mit meinem Wissen über Flora und Fauna! Unterwegs sehen wir Oryxe, Springböcke, ganz viele Warzenschweine, Kuhantilopen, Strauße und in der Ferne 7 Giraffen. Wie schön!
Zum Sonnenuntergang halten wir auf eine der großen roten Dünenhügel. Ruckzuck wird ein Tisch aufgebaut und mit allerlei Getränken und Naschzeug bestückt. Die Guides mischen aus Erfahrung schon mal die ersten Gin Tonics, die wir ihnen dankbar abnehmen. Was dann folgt ist ein Sonnenuntergang 1. Klasse. Ich hoffe nicht, dass wir dafür noch Aufschlag bezahlen müssen. Ich glaube, wir alle genießen diesen Anblick und schlagartig wird es ruhiger. Erst als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist und das nachglühen verblasst, wird es hier wieder lebhafter. Wir fahren zurück zur Lodge. Schnell etwas anderes anziehen und ich sitze heute Abend bei der Reisgruppe. Da das gestern Abend mit dem Dinner so ein Reinfall war, habe ich mir für heute Abend nur einen Salat bestellt. Er sieht gut aus und schmeckt lecker. Gut, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, wie teuer der ist! Der Wein zum Essen ist lecker und ich höre aber nach dem 2. Glas auf, da ich schon einen Gin Tonic intus habe und ich Alkohol überhaupt nicht vertrage. Als ich nach dem Essen ein namibisches Lied anstimme, werde ich schnell von 2 Servicekräften lautstark begleitet. Echt stark! Die Gruppe bittet um mehr Lieder und die beiden Mädels geben ihr Bestes! Gegen 22:30 Uhr verabschiede ich mich von der Reisegruppe und gehe zu meiner Unterkunft zurück. Ich stelle noch den Koffer ins Auto und packe mich geschafft aber glücklich ins Bett.
Was für ein schöner Tag, nachdem der Tag mit dem Frühstück nicht so gut anfing. Morgen geht’s nach Windhoek zurück, meinen Jimmy abgeben, was mir schwer fallen wird. Ich freue mich trotzdem auf Morgen. Noch eine SMS an Gerd, dass ich mich auf Freitag und auf unser Wiedersehen riesig freue, und dann geht das Licht aus!

Kalahari Anib Lodge Zimmer mit Frühstück 66,- Euro

Ich bin sehr enttäuscht von der Anib Lodge, da das Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht stimmt. Für den kleinen Salat, was auf der Rechnung als Halbdinner vermerkt ist, habe ich satte 120,-N$ bezahlt, für das Dinner am Abend zuvor 240,-N$ und für die Sundownertour 350,-N$. Ganz schön happig. Wenn alles andere stimmig und die Organisation in der Lodge und der Service überhaupt besser funktionieren würden, wäre ich wenigsten darüber nicht verärgert. Ich weiß nur, da, da fahre ich ganz bestimmt nicht wieder hin!!!

Gefahren: 0 km
zuletzt bearbeitet 02. März 2013
463 Beiträge · seit 200728. Feb. 2013 · #60
Danke,

liebe Paula

für den weiteren Reisebericht!

Und für Deine TIpps hinsichtlich Wüstenquell!!
Der Scenic-Drive ist vorgemerkt!!

Ups... 5 Min. entfernt liegen die Bergchalets... 😮

Trotz vieler Namibia-Reisen bin ich nicht Insektenresistent und meine Freundin
schon gar nicht... das wird sicher lustig, vielleicht finden wir uns dann nachts
doch in einem Bett wieder.

Ich habe immer eine "Insektenfangschale" bei mir.... die kann ich dann über das jeweilige Tier
stülpen, Deckel drauf, und unbeschadet nach draussen entlassen.

Gibt es in den Chalets eigentlich Moskitonetze?
Ansonsten haben wir beide eigene Netze dabei, dann müssen wir halt basteln.

Übrigens ist Dein Reisebericht noch immer unter Botswana, das finde ich sehr schade,
so gut und informativ und lustig geschrieben.

Heike


Vielleicht kann Dir jemand helfen, ihn direkt in die Rubrik "Namibia" zu verschieben?
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zuletzt bearbeitet 02. März 2013