afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200916. Feb. 2013 · #1
Namibia geht auch allein 14.1.-7.2.2013
Da ich mir viele Informationen aus dem Forum zu meiner Reise geholt habe und auch einen Reisebericht nach Abschluss meines Urlaubs angekündigt habe, fange ich schon mal mit dem 1. Tag an und werde schnellstmöglichst die anderen Tage folgen lassen. Außerdem versuche ich Bilder hochzuladen. Ob das klappt?? Ich hoffe es! Sonst müßt ihr mir helfen.;) Eines vorweg: Es war ein eine tolle Tour!!!
Reisezeitraum: 14.1. – 7.2.2013
Mietwagen und Campingausrüstung: ASCO Car Hire
Stationen und Unterkünfte:
1 Nacht Pension Uhland 2 Nächte Roiiklip Gästefarm Campsite 2 Nächte Sophia Dale Restcamp SB Rondavell 3 Nächte Wüstenquell Campsite 2 Nächste Ababis Gästefarm 1 Nacht Tsauchab River Camp Campsite 3 Nächte Desert Camp 2 Nächte Kooimasis Campsite 1 Nacht Gunsbewys Campsite 3 Nächte Klein Aus Vista Eagles Nest Chalet 2 Nächte Kalahari Anib Lodge 1 Nacht Auto Hotel Giel
Montag 14.1.13 Nun geht’s los, das Abenteuer Namibia. In diesem Jahr gehe ich tatsächlich allein auf Tour. Na ja, das ist ja nun nicht mehr so schlimm. Es ist der 9. Urlaub in diesem Traumland! Gerd, meine bessere Hälfte, hat mich heute zum Airport nach Hamburg gefahren. Er kann auch in diesem Jahr leider nicht mitfahren. Schade! Wie immer tut mir der Abschied von ihm weh! Oh je, da muss ich durch! Nach München flieg ich mit Air Berlin. Alles in Ordnung. Im München checke ich ein und bekomme eine Bordkarte ohne Sitzplatznummer. Na toll! Die Maschine ist überbucht. Da buche ich im Juni 12 und stehe auf der Reserveliste. Aber ich habe Glück und komme mit. Der Flug ist relativ ruhig und etwas verspätet landen wir in Johannesburg. Da der Anschlussflug in der Flugbestätigung falsch ist, bekomme ich den Flieger nicht mehr und werde für den frühen Nachmittag umgebucht. Ärgerlich! Der Start erfolgt pünktlich und dank netten Sitznachbarn ist die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes im Fluge vergangen. Keine Wartezeit am Einreiseschalter. Das habe ich so auch noch nie erlebt. Der Koffer ist da und schnell bin ich in der Ankunftshalle, wo mein Fahrer von Asco schon auf mich wartet. Da ich in Joburg schon Geld in südafrikanische Rand gewechselt habe, können wir gleich Richtung Windhoek abfahren. Leider ist es für die Mietwagenübergabe schon zu spät und meine „Chauffeur“ bringt mich in die Pension Uhland, zu meiner 1. Unterkunft. Morgen früh um 8 Uhr holt er mich ab und bringt mich zu Asco und zu meinem kleinen Auto, auf das ich mich so sehr freue! Da ich in der Pension Uhland schon öfter war, geht alles ganz schnell und ich gehe im Anschluss zu Fuß zu Joe’s Beerhouse zum Abendessen. Endlich angekommen, schmeckt das Oryxsteak super lecker. Da ich total platt bin, fahre ich gleich nach dem Essen mit einem Taxi zur Pension zurück und falle sofort in mein Bett.
Das war mein 1 Tag. Der 2. Tag folgt schnellstmöglichst.
Pension Uhland - Preis 550 N$ Unterkunft und Frühstück waren für mich total in Ordnung.
Mittwoch, 16.1.13 Da ist man im Urlaub und wacht am 1. richtigen Urlaubstag so früh auf. Es ist 6 Uhr. Nach meinem Morgenprogramm gehe ich um 7 Uhr zum Frühstück und genieße die Ruhe, Allein zu frühstücken, wie schön! Anschließend begleiche ich die Rechnung, packe den Koffer wieder und stelle alles raus auf den Hof. Flugs, da ist auch schon meine Fahrer von gestern und packt mich und den Koffer in seinen Wagen. Bei Asco geht alles ruckzuck. Es ist das 5. Mal, dass ich dort einen Wagen miete. Und da steht er, mein schneeweißer, kleiner Suzuki Jimny. Mann, gerade ein Jahr alt. Von mir bekommt er gleich den Namen Jimmy verpasst. Der Koffer kommt ins Auto samt meiner Wenigkeit und ratzfatz geht es los. In Olympia kaufe ich für die nächsten Tage ein und dann geht’s weiter Richtung Gamsbergpass. Unterwegs sehe ich die ersten Springböcke, Kudus und Oryx. Ich fühle mich angekommen. Ich genieße die ruhige Fahrt, denn schnell kann ich mit Jimmy nicht fahren! Durch den kurzen Radabstand fängt er auf der Pad schnell an zu tanzen, wenn ich etwas schneller möchte. So genießen wir beide die ruhige Fahrt bis zur Einfahrt der Roiiklipfarm. Die letzten Kilometer werden bei vorsichtiger Fahrt auch gewuppt und bei Ankunft werde ich so lieb und herzlich von Lore und Frans begrüßt, als ob ich schon öfter hier auf der Farm gewesen wäre. Super! Ich fahre zur Campsite 1 und baue zum ersten Mal das Bodenzelt auf. Nach anfänglichen „Schwierigkeiten“ gelingt es mir doch in relativ kurzer Zeit mein Heim auf Zeit aufzustellen. Mit bequemer Bodenmatte und Bettzeug mache ich da Zelt schon fertig für die Nacht. Die Umgebung wird erkundet und ich bin begeistert von der schönen Felsendusche. Als ich Hunger bekomme, mache ich mir den Grill an und lasse mir nach der Zubereitung von leckeren Beefsteaks mit Salat und einem Gläschen Wein den ersten Abend allein in der Wildnis so richtig schmecken. Da ich mich noch an das Klima gewöhne muss, bin ich auch heute ganz schön früh im Zelt verschwunden. Und doch, was geht’s mir doch gut!😄
Roiiklip Gästefarm Campsite 13,-€ Eine tolle Farm mit sehr schön gelegenen Campsites, sehr netten Gastgebern, einen klasse Pool und schönen SB Unterkünften. Hier fühlt man sich sofort wie Zuhause!
Gefahren: 254km
Champagner8'672 Beiträge · seit 201016. Feb. 2013 · #2
Hallo Paula,
diesen Bericht werde ich mir gaaaaanz genau durchlesen - irgendwann hab ich eine Bele-allein-in-Namibia-Tour auch auf meinem Plan, allerdings sind mir momentan noch die Schulferien im Weg, weil es mir im Juli/August einfach zu kühl dort ist und alle anderen Ferien zu kurz sind.
Also, leg los (bzw. mach bitte weiter 😉 ) - ich bin riesig gespannt!
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200916. Feb. 2013 · #3
Hallo Bele, ich werde mich bemühen ganz schnell meine Tages-Berichte zu schreiben. Ich habe unterwegs alles per Hand notieren müssen, da am Abreisetag zu Hause mein Laptop den Geist aufgegeben hat. So sitze ich nun und hämmer so schnell wie möglich den Bericht an meinem PC hinein. Ich bereue es nicht allein gefahren zu sein. So konnte ich selber bestimmen, wann es los und weiter geht. Allein ist man nur, wenn man es möchte. Immer wieder kommt man mit anderen ins Gespräch. Angst hatte ich unterwegs auch keine. Keine Angst vor möglichen Pannen, wilden Tieren oder Übergriffen. Nein, nur einmal war es mir mulmig, aber das erfährst Du aus dem Bericht. Dir Bele und auch den anderen Mitlesern wünsche ich einen schönen Abend und und eine gute Unterhaltung beim lesen. Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen. Muß ja wissen, ob ich weiterschreiben soll.
Paula
franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Feb. 2013 · #4
... ob du weiterschreiben sollst? Aber auf jeden Fall!!! Ich bin ja zur Zeit virtuell schon mal verstärkt im Moremi unterwegs, im Oktober/November dann auch real (falls mich der Mut nicht verlässt), aber deine Alleintour in Namibia lass ich mir auf keinen Fall entgehen. Ich freu mich sehr auf deinen Bericht und erkenne demütig meine eigenen Grenzen an 😮 sehr gespannte Grüße Franzicke
während meine bessere Hälfte über der Reiseplanung für Dezember 2013 Krügerpark sitzt, mache ich es mir gemütlich und lese Deinen Reisebericht von Anfang an mit.
Bin dabei - es kann weitergehen 😁
Viele Grüße aus Wiesbaden Wolfgang
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200918. Feb. 2013 · #8
Hallo Ihr lieben Reiseberichtleser,
ich schreibe ab morgen weiter. Versprochen. Heute mussten wir unseren über alles geliebten Hund einschläfern und das hat mich emotional aus der Bahn geworfen. Habt etwas Geduld mit mir!
Oooh Paula, das tut mir so sehr leid. Da gibts gar keine Worte, die trösten können. Ich kann das so sehr nachvollziehen. Da brauchst Du doch nicht um Geduld bitten, dass ist doch selbstverständlich. Fühl Dich gedrückt.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Feb. 2013 · #10
... ach Paula, das tut mir leid und ich fühle sehr mit dir! Liebe Grüße Franzicke (deren Hundetier seit 5 Jahren in den ewigen Jagdgründen ihr Unwesen treibt und doch bis heute sehr präsent ist)
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200919. Feb. 2013 · #11
Donnerstag, 17.1.13
Es wird gerade hell, als zwei der Hund von der Farm, durch das Insektengitter in mein Zelt schauen. Huch, da war ich doch etwas erschrocken. Die Hunde sind lieb und zutraulich. Ich habe keine Angst. Der eine heißt Numpfi und hat mein Herz im Sturm erobert. Er kommt fast mit zu Duschen. Schnell frühstücke ich mein Müsli mit Obst und Joghurt und filter mir wie jetzt jeden Morgen, meinen Kaffee. Anschließen laufe ich zur Farm hinunter und suche Lore. Nach stürmischer Begrüßung durch die restlichen Hunde, zeigt mir Lore den Wanderweg auf einem Flyer. Auf meiner Wanderung durch das Revier begleiten mich alle 5 Hunde. Es ist eine schöne Tour, doch irgendwo habe ich was übersehen und schon haben wir uns alle verlaufen. Ich finde ein totes Zebra, was sich schon langsam auflöst und bin dabei wie die Hundemeute eine Wildkatze stellen. Huch, ich bin mitten in der Wildnis! So ist das halt. Nach einiger Zeit finde ich auch den Rückweg zur Farm und stille meinen Durst mit einem kühlen Windhoek Lager. Gut, dass ich die Tasche mit dem Schwimmzeug von der Campsite mitgenommen habe, so geht es gleich in den schönen, großen uns sehr sauberen Pool. Das tat gut! Es ist früher Nachmittag und ich werde gefragt ob ich mitfahren möchte, ein Pferd zu suchen. Klar will ich! Gegen 16 Uhr fahre ich mit Frans, Lore und einem Farmmitarbeiter los. Das Areal der Farm ist wie fast überall in Namibia riesig. Wir sehen unendlich viele Zebras. Unglaublich viele! Unterwegs sehe ich auch den riesigen Felsen Roiiklip, wonach die Farm benannt ist. Ich bin beeindruckt von der Schönheit und kann mich nicht sattsehen an Flora und Fauna. Zurück zur Farm sitzen wir noch gemütlich beieinander. Es ist fast dunkel als ist die Campsite erreiche und da ich nicht groß hungrig bin, suche ich mir eine Kleinigkeit zusammen und trinke noch ein Glas Wein. Was für ein schöner Tag!
Roiiklip Gästefarm Campsite 13,-€ Ich will am liebsten bleiben. Eins ist klar, auf diese Farm komme ich wieder! Zur Informationen an alle. Roiiklip ist seit Anfang 2013 nur noch als Selfcatering Unterkunft zu buchen. Man sollt sich daher gut mit Nahrungsmittel eindecken. Gut gekühlte Getränke gibt es zu kaufen.
Heute selber nicht gefahren.
Freitag, 18.1.13
Halb 6 Uhr bin ich wach, stehe auf und erledige mein Morgenritual. Das Zelt ist schnell abgebaut und im Jimmy verstaut. Nur ein kleines Frühstück und los geht’s runter zur Farm, zum Verabschieden. Es fällt mir doch schwer. Ich habe die beiden in mein Herz geschlossen! Aber watt mutt dat mutt! Jimmy bringt mich heute nach Swakopmund wo ich einen privaten Termin habe, wo ich einkaufen und bummeln werde. Bei der Fahrt über das Gelände von Roiiklip sehe ich an diesem Morgen viel Tiere.Zebras, Oryx, Kudus und Warzenschweine sind wie immer früh auf ihren Beinen. Ich bin wieder fro einen Wagen mit Allrad zu haben um ihn notfalls einschalten zu können. Abert das bleibt mir erspart. Die weitere Tour Richtung Walfish Bay lasse ich mehr oder weniger über mich ergehen. Ist wirklich eine monotone und etwas eintönige Strecke die ich nun schon zum 7. Mal fahre. Es ist so wie es ist! In Walsfish Bay gehe ich lecker Essen und tanke den Jimmy voll. Dann geht’s weiter nach Swakop. In Swakop angekommen erledige ich meinen Großeinkauf für die nächsten 10 Tage und fahre anschließend zum Camp Sophia Dale, wo ich für die nächsten 2 Nächte ein Rondavel gemietet habe. Anmelden, Auto leeren und wieder nach Swakop zu meinem Termin. Nach einer Stunde bin ich fertig und hole mir meine Permits für die Fahrt nach Wüstenquell, denn wenn man von Swakopmund dorthin fahren will, benötigt man unbedingt dieses Papier! Der Kaffeeanschließend macht mich wieder munter. Zum Abendessen gehe ich zum 1. Mal ins Kücki’s. Mensch, war das Steak lecker, was mir dort serviert wurde. Ich komme mit einem Paar aus Namibia ins Gespräch, die an ihrem letzten Urlaubstag dort noch mal gut essen wollen. Nach dem Sonnenuntergang ist es schnell wieder dunkel, und ich fahre gegen 20 Uhr zum Camp zurück. Eigentlich will ich dort noch was im Restaurant trinken, doch es ist schon alles dunkel. Schade! So nehme ich mein Ebook und ein Glas Rotwein und mache es mir auf dem Bett gemütlich. Ich freue mich auf Morgen.
Sophia Dale Restcamp – Rondavel- 500,-N$ Das Rondavel ist zweckmäßig eingerichtet und ist sehr dicht an der Straße und somit recht laut!Das Häuschen hat 2 Schlafräume und eine Küche mit Essplatz. Der Plastikstuhl für draußen trau ich nicht. Die Tür ließ sich nur mit Gewalt öffnen. Schade, ich hatte mich so auf diese Unterkunft gefreut!
Gefahren: 279km Benzinpreis: 10,54 je Liter Trotz langsamer Fahrweise trinkt mein Jimmy ordentlich, da das Gepäck, die Campingausrüstung, die beiden Reservereifen sowie der gefüllte 20L Kanister wohl viel wiegen?! Ca. 9,5 Liter trinkt er auf 100km!
Heute Abend schreibe ich weiter. Versprochen!
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201119. Feb. 2013 · #12
Eine Frage: Warum im Botswana Forum und nicht Namibia? 😗
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200919. Feb. 2013 · #13
Hallo Cruiser,
das habe ich überhaupt nicht bemerkt!!!!
Bin ich hier nicht im Namibia Forum? Ich habe mich doch darüber angemeldet!!!
Falls ich in eine falschen Sparte sein sollte, möchte ich mich doch für die Unannehmlichkeiten bei Ihnen ganz herzlich entschuldigen!!!!!!!!!!!!! Ich habe z.zt wirklich andere Probleme und wollte schon mal mit meinem Reisebericht beginnen um mich auch von meinem Schmerz über die nicht vorhersehbare Einschläferung unseres Hundes abzulenken.
Ich hoffe Cruiser, Sie können mir verzeihen? Paula
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201119. Feb. 2013 · #14
Kein Problem, wäre nur schade wenn so ein toller Reisebericht irgendwann von anderen nicht gelesen wird oder auch verloren geht, weil er im falschen Forum ist! 😉
No pun intended! Sorry!
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200919. Feb. 2013 · #15
Samstag. 19.1.13
Heute lasse ich mich verwöhnen und frühstücke in der Stadt. Danach telefoniere ich ausgiebig mit meinem Schatz, der schon auf ein mündliches Lebenszeichen von mir wartet. Das tat gut! Ich bummel durch den Ort sehe mir viele bekannte und neue Läden an. Zu Mittag esse ich ein Pizza und wandere anschließend am Strand entlang, wo ich auch wieder eine Tüte Treibholz sammel Es ist Kaffeezeit und ich gehe ins Cafe auf der Jetty. Dort gibt es für mich den stadtbesten Kaffee. Zwar ganz schön teuer aber mhhhh! Die Mozarttorte strahlt mich an und wird auch bestellt und mit Genuss verspeist. Im letzten Jahr habe ich das auch mit meiner Freundin dort gemacht und hatte das noch gut in Erinnerung. In Swakop ist es verdammt heiß an diesem Tag. Und ich sitze draußen mit sehr luftiger Bekleidung auf der Jetty. Es weht ein heftiger kalter Wind. Das sollte ich noch bereuen!!! Ich laufe zum Auto zurück und fahre wieder zum Camp. Dort zahle ich die Unterkunft und esse zu Abend ein Beefsteak. Groß und lecker! War echt gut! Schade, dass das Rondavel nicht genau so gut ist. Das große, zum Essen getrunkene Windhoek Lager macht müde und will ins Bett. Dem folge ich nur zu gerne. Was für ein schöner Tag und ich freue mich auf den Nächsten!
Sophia Dale Restcamp – Rondavel 500,-N$
Gefahren: 54,5km
Sonntag, 20.1.13
Hurra, heute gehts nach Wüstenquell, zu Oliver und Verena. Die beiden habe ich schon 2 Jahre nicht gesehen und freue mich daher unbändig auf das Wiedersehen! Es ist kalt heute morgen, 13,7 Grad zeigt mein Thermometer und ich kuschel mich in meine Fleecejacke. Wann ist mir schon mal kalt? Ich esse nach dem Duschen mein Müsli und trinke meinen frisch gefilterten Kaffee. Das hilft. Das Auto ist flugs wieder beladen und es geht früh los, Richtung Wüstenquell. Kein einziges Auto begegne ich an diesem Morgen. Es ist ja früher Sonntag. Nur ich, die verrückte Touristin, bin heute in der Frühe unterwegs. Ich geniesse die Strecke. Herrlich die Mondlandschaft, bestaune erneut die Welwetschia Mirabelis, die 1000 Jahre alt sind oder werden können. Ich fahre durch das Swakop-Rivier und bin erstaunt wie grün das dort ist. Nach 2,5 Stunden und 102km erreiche ich Wüstenquell. Alles ist ruhig, kein Mensch zu sehen und so gehe ich auf Suche nach jemanden der hier wohnt. Aus der Küche höre ich Geschirr klappern und finde dort auch eine der „Hausperlen“. Lächelnd heißt sie mich willkommen. Oli ist mit Gästen unterwegs und so zeigt sie mir den Weg zu meiner Campsite „Papierbaum“. Die 3km habe ich gerade geschafft und stehe staunend an diesem traumhaften Areal, da kommt auch schon Oli mit den beiden Gästen auf die Campsite zugefahren. Wir freuen uns riesig uns wiederzusehen und verabreden uns zum Kaffee um 15 Uhr. Nun erfahre ich, dass Verena noch in Swakop ist und erst am Dienstag zurück kommt. Wie schade! Ich melde mich gleich bei Oli zur Sundownertour an. Ich freue mich sehr darauf diese schöne Farm und das dazugehörende Gelände zu erkunden. Ich stelle mein Zelt für die kommenden 3 Nächte auf und wandere eine geraume Zeit im Gelände umher. Für mich steht fest. Hier will ich bleiben! Das hier ist eine der schönsten Campsites die ich in Namibia gesehen und“ bezeltet“ habe. Klasse! Mittags bereite ich mir eine Kleinigkeit zu essen und fahre nach einem Nickerchen zur Farm, und probiere gleich den schönen Pool aus. Herrlich! Um 15 Uhr gibt’s Kaffee und und ich lerne die anderen Gäste kennen. Ich lege mich in den Schatten, lese und schreibe meinem Schatz mal wieder eine meiner unzähligen SMS, damit er auch auf den Laufenden ist. So weiß er immer, dass es mir gut geht. Um 17:30 Uhr geht’s los zur Sundwnertour. Oli zeigt mit berechtigtem Stolz seine Farm und wir sichten auch einige Zebras, Warzenschweine, Springböcke und Gnus. Zum Sonnenuntergang bringt er uns zu einem Hügel, an dem er einen Grill anwirft mit super leckeren Braiwürstchen belegt und einige Salate, belegte Brote und andere Köstlichkeiten aus einer Kühlkiste zaubert. Wir sammeln und machen ein Feuer, öffnen die Getänke und nehmen auf den sehr warmen, rauen Felsen Platz und sind vom Sonnenuntergang mit Grillwurst ganz verzaubert. Als die Sonne hinter dem Horizont versunken ist, packen wir die Reste in, löschen das Feuer und mit schneller Geschwindigkeit und recht kühler Luft geht es zum Farmhaus zurück. Beim Ankommen ist mir kalt! Na, dass wird was heißen. Mir ist eigentlich nie kalt, es sei denn ich werde krank. Nur das nicht!! Ich nehme Abschied und fahre zum Zelt zurück, mache mir ein warmes Bier und verschwinde mit leichten Schluckbeschwerden ins Zelt. Hoffentlich ist es morgen vorbei?! Auch fange ich an zu husten. Oh je, was wird das denn werden? Heute war ein toller Tag! Ich freue mich schon auf den morgigen Tag, auf meinen geplanten Trekkingtag.
Wüstenquell – Campsite Papierbaum 130,-N$
Die Farm und die Campsites sind nur zu empfehlen!! Gutes Essen, herzliche Gastgeber und aufmerksames, freundliches Personal. Hier kann man auch gut Langzeiturlaub machen. Die Lage der Campsites sind sehr gut ausgewählt und sehr gepflegt. Die Bergchalets sind klasse ausgestattet und in toller Lage mit klasse Aussicht. Die Zimmer auf der Farm sind gemütlich eingerichtet. Beim nächsten Besuch mit meinem Mann nehmen wir uns Chalet! Preise und Leistungen stimmen für mich hier komplett!
Gefahren: 108km
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200920. Feb. 2013 · #16
📎 C:\fakepath\DSC_1165.JPG Montag, 21.1.13
Ich wache nach einer unruhigen Nacht gegen 8 Uhr auf. Oh ha, das ist aber spät und das bei mir!!! Es ist ganz schön kalt. Das Außen-Thermometer zeigt 18,4 Grad. Warum ist mir so kalt? Mein „Innen-Thermometer“ zeigt 38,2 Grad an. Das ist wohl leichtes Fieber. Da koch ich mir mal ‘ne große Tasse Tee und esse einen Joghurt und packe mich nach der Morgentoilette wieder mit der warmen Decke ins Zelt. Mann, fühle ich mich kaputt! Der Husten fängt an zu nerven und die Nase fängt auch schon an Beine zu kriegen. Da habe ich mich wohl auf der kühlen Jetty in Swakop erkältet?! Ich schlafe viel und messe regelmäßig die Temperatur und kriege diese dank Aspirin in den Griff. Zur Kaffeezeit stehe ich auf und fahre zum Farmhaus. Der Kaffee tut gut und die Gesellschaft auch. Ich bleibe dort und fahre um 18 Uhr mit zur kurzen Sundownertour. Sie ist wieder sehr schön und Oli zeigt uns immer wieder neue Felsen und Felsformationen. Der „Adler“ das Symbol der Farm ist irre toll! Oli zeigt uns eine Arch Rock, über den die Männer und Hund Faba lauf. Schwindelfrei ist Voraussetzung! Das bin ich nun gar nicht! Zum „Sonnenabschied“ gibt es was zu trinken und die Fahrt geht gleich zurück zum Haus. Dort wird heute wieder gegrillt Lecker! Ich habe überhaupt keinen Appetit und fahre zum Zeltplatz und gehe schnellstmöglichst ins „Bett“! Hoffentlich ist es Morgen besser?!
Wüstenquell- Campsite Papierbaum 130,-N$
Gefahren: 8,6 km
Dienstag, 22.1.13
Es ist halb 7 Uhr am Morgen und es ist warm im Zelt. Draußen sind schon 21 Grad und ich fühle mich Dank hoher Aspiringabe heute ganz gut. Erwas schlapp und der Husten nervt weiterhin. Da muss ich durch! Ich frühstücke gut und trinke viel und mache mich dann auf die Fußtour, die ich gestern geplant hatte. Über Stock und Stein geht es zu den Bergchalets, die Verena und Oliver für ihre Gäste neu gebaut haben. Da gerade die Häuschen gereinigt und frisch bezogen wurden, habe ich die Möglichkeit, mir sie von Innen genau anzusehen. Sind schon beeindruckend. Das könnte uns gut gefallen! Gegen Mittag gehe ich zur Campsite zurück und mache mir zu Mittag eine große Portion Kräuterrührei. Nach dem Abwasch fahre ich nochmal selber über große Flächen der Farm und komme zur Kaffeezeit zum Haus und kann endlich Verena und ihre beiden Töchter begrüßen, die zusammen mit Verenas Eltern nun aus Swakop zurück sind. Wie schön. Lange unterhalten wir uns und anschließend gehe ich mal wieder in den Pool. Das tat gut. Da ich heute Abend selber grillen will, verabschiede ich mich kurz vor Sonnenuntergang und zahle gleich meine Zeche. Morgen früh will ich spätesten um 6 Uhr aufbrechen. Die Fahrt nach Solitaire möchte ich nicht in der Mittagshitze machen. Ich fühle mich heute besser und trinke ein Glas Rotwein zum Filetsteak mit Salat, aus der Küche von Wüstenquell. Lecker! Ich freue mich auf Morgen auf Solitaire und Ababis!
Wüstenquell – Campsite Papierbaum 130,-N$
Gefahren: 34,8 km
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200921. Feb. 2013 · #17
Mittwoch, 23.1.13
Es ist noch dunkel als ich um 5:15 Uhr wach werde. Ich stehe auf und bringe mein Morgenritual schnell hinter mir. Das Zelt schaffe ich sogar in 10 Minuten. Schneller geht’s wirklich nicht. Da ich gestern Abend schon alles soweit in meinen Jimmy gepackt habe, geht’s auch pünktlich um 6 Uhr los. Den 2. Pott Kaffee lasse ich heut weg, sonst muss ich ja ständig anhalten. Kaffee satt gibt es in Solitaire. Schweren Herzens trenne ich mich nun von meiner liebgewonnenen Campsite. Ja, ja, alles hat mal ein Ende. Watt mutt, datt mutt! Trotzdem habe ich ein paar Tränen in den Augen, als ich am Farmhaus vorbeifahre ohne anzuhalten. Ich komme wieder!!! Versprochen! Ich fahre langsam bis es hell wird, dann kann ich meine Geschwindigkeit anpassen. Was für ein schöner Sonnenaufgang! Gegen 8:15 Uhr erreiche ich Walfish Bay und telefoniere gerade noch rechtzeitig mit Gerd, meinem Schatz. Er ist gerade fertig mit Frühstück und freut sich über den ungeplanten Anruf. Tja, manchmal überkommt auch mir heftiges Heimweh zu ihm! Nach dem Telefonat fahre ich tanken und nehme mir ein Sandwich aus dem Shop mit. Gleich geht’s wieder auf die lange Strecke bis nach Solitaire. Trotz allem genieße ich die Fahrt durch das große Nichts! Tiere kriege ich gar nicht zu sehen. Sehr ungewöhnlich! Es ist fast 12 Uhr als ich in Solitaire auf die Tankstelle fahre. Dann fahre ich mein Auto in den Schatten und hole mir von Mooses einen Nusskuchen und ‘nen Pott Kaffee. Wie versprochen. Mit einem netten Pärchen komme ich ins Gespräch, die gerade aus der Sossusvlei kommen und am liebsten gleich wieder dorthin zurück möchten. Ich kann es verstehen, Schließlich war ich 5 Jahre hintereinander dort. Ich bin satt und fahre nun die letzten16 km weiter bis zur Farm Ababis. Dort war ich mit Gerd schon 2 Mal gewesen, aber das ist schon länger her. Nun mal wieder Ababis an der Reihe. Eigentlich wollte ich ja hier zelten. Ne, so gut geht’s mir doch nicht. Da ich wieder Temperatur habe, nehme ich mir ein Zimmer mit Frühstück und Abendessen für 2 Nächte. Die Praktikantin Anna, bringt mich zu meinem Zimmer und läßt mich dann allein, damit ich auspacken kann. Eine Stunde mit geschlossenen Augen auf dem Bett, war gut. Ich hole mir von Anna 2 Flaschen Wasser und gehe danach los um mir die neuen Campsites anzuschauen. Was ich sehe, gefällt mir sehr gut. Die 3 Plätze liegen auf der anderen Seite des Tsondab. Sie sind sehr schön zurecht gemacht. Ich kann sie nur empfehlen. Zum Kaffee um 15:30 Uhr bin ich in der Veranda und treffe auf Kathrin und Uwe Schulze Neuhoff. Beide kenne ich noch von den früheren Besuchen. Bis zum Abendessen lese ich wieder. Zum Essen gibt’s heute Oryxgulasch, was ich mit Appetit verspeise. Der Wein mundet und ich genieße das Gespräch mit den Anwesenden. Es ist 21.30 Uhr und ich gehe in mein Zimmer und ins Bett. Eigentlich geht’s mir ja gut. Aber die Erkältung ist so hartnäckig! Ich habe seit 8 Jahren keine gehabt und nun innerhalb von 2 Monaten gleich 2 heftige Attacken. Hoffentlich wird der Husten bald besser?! Heute war ein schöner und darum freue ich mich auf Morgen!
Ababis Gästefarm – Zimmer mit Halbpension 840,-N$
Gefahren: 458 km
Namibia07373 Beiträge · seit 200721. Feb. 2013 · #18
Tut mir leid zu hören, dass du deinen Hund einschläfern musstest! Ein unglaublich trauriger Moment!
Vielen Dank für den tollen Bericht, ich freu mich schon auf die Fortsetzung 🙂
Schönen Abend, Namibia07
0
piscator1'483 Beiträge · seit 200921. Feb. 2013 · #19
Hallo Paula, wie gern hätte ich mit dir getauscht und wäre auf Wüstenquell gewesen! Ich kann jede deiner Bewertungen nachempfinden, Das ist ein wunderschönes Fleckchen Erde und dass ihr die Tiere gesehen habt, erfüllt mich fast mit einer kleinen Portion Neid (Fast!!)
Gruß Piscator
afrika-paulaThemenstarter309 Beiträge · seit 200921. Feb. 2013 · #20
Hallo Piscator,
ja, ich verstehe es auch nicht, dass ich erst bei meinem 9.Namibiabesuch auf Wüstenquell angekommen bin. Ein Traum, ist dort alles! Zu den Tieren habe ich noch was vergessen zu schreiben; am 2. Abend haben wir Hermine, die alte Giraffendame unterwegs gesehen. Davon habe ich natürlich ein tolles Bild machen können. Nach Beendigung meines Reiseberichts, werde ich einige Bilder in " Neuste Bilder" hochladen. Vielleicht fange ich schon am Wochenende damit an. Ich hoffe, Du bist weier ein treue Leser meines Berichts?!