auch von mir ein herzliches Dankeschön für deinen Bericht. Eagles View bzw. das Eagles Nest sowie Cornerstone Guesthouse fanden wir genau so toll wie ihr! Und die Little 5 Tour (bei uns mit Douglas) haben wir auch als ein Highlight der Reise erlebt. Viele Grüße und weiter so! Tanja
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200706. Feb. 2013 · #42
@Fleur Na dann wollen wir das Timing doch aufrecht erhalten 🙂 Miez-Miez haben wir im weiteren Verlauf dann auch noch im Angebot 😛 @Tanja Es gibt so ein paar Ecken in Namibia, da kann man glaube ich nicht viel verkehrt machen. Schön daß es euch auch so gut gefallen hat.
Donnerstag, 17.05.12 Ai Aiba Rockpainting Lodge
Das Frühstück im Cornerstone nahmen wir wieder im sehr schön eingerichteten Raum ein, sehr stilvoll. Wir kauften noch einige Sachen im Pick'n Pay ein und machten noch Fotostopps am Alten Bahnhof und dem Amtsgericht.
Nachdem das Wetter wunderschön sonnig und nebelfrei war, wurde entschieden, den Weg über Hentiesbai zu nehmen. Und wenn wir schon mal da waren, wollten wir auch den Robben in Cape Cross einen Besuch abstatten. Das war eigentlich nicht so geplant, da wir aber die nächsten Tage eher weniger vorhatten, relaxen muss auch mal sein, haben wir das doch kurzfristig eingebaut. Auf guter Piste ging es immer am Atlantik entlang. Wir hielten an der Zeila of Hangana, die hier vor 4 Jahren gestrandet war, aber ohne Verletzte wie mir einer der Souvenirverkäufer erzählte.
Dieselbigen kamen natürlich sofort aus allen Ecken als wir auf dem Strand geparkt hatten, aber ein "Nein" genügte und es war gut. Außerdem gibt es ja immer wieder neue "Opfer". Wir setzten unseren Weg fort und erreichten Cape Cross. Hier musste pro Person 40 Nam$ Eintritt entrichtet werden. Wir fuhren zum Parkplatz und als wir ausstiegen traf mich fast der Schlag – der Gestank war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. Ich dachte zuerst, das schaffst du auch ohne Nasenschutz, aber das Gegenteil war der Fall 🤢 Ein Taschentuch mit Pfefferminzöl, welches die Schwiegermutter dabei hatte, schuf dann Abhilfe. Meine drei Mitreisenden waren da bei weitem unempfindlicher. Unglaublich viele Robben tummelten sich auf dem Felsen und im Wasser. Und erst die Geräuschkulisse, irgendwie schon beeindruckend.
Als wir wieder fuhren, haftete der Geruch noch einige Zeit an mir, bildete ich mir jedenfalls ein. Am Straßenrand wurden Salzkristalle verkauft, so ein Andenken musste natürlich auch noch mit.
Wir fuhren wieder ein Stück zurück um den Abzweig ins Erongogebirge zu nehmen. Von der Ferne grüßte schon die kleine Spitzkoppe. Der Umweg zu den Robben hatte uns etwas Zeit gekostet, so waren wir froh als wir die Ai Aiba Lodge nach gefühltem endlosen Gerüttel endlich erreichten.
Martin empfing uns mit einem kalten Getränk und wir bezogen die Häuser 5 und 6. Die waren großzügig gestaltet und geschmackvoll eingerichtet. Neben uns waren nur noch zwei weitere Hütten belegt.
Im Schatten neben dem Pool ließ es sich vorzüglich bei Kaffee und Kuchen sitzen. An das nahe Wasserloch kamen ab und an die Warzenschweine zu Besuch. Zu Abend gab es Impalacarpaccio und Oryx Steak, immer sehr freundlich mit einem Knicks serviert. Nachts hörte ich oft das Geschrei der Klippschliefer
Morgen ist dann ein etwas fauler Tag und war auch als Erholungstag geplant. Wenn wir unsere beiden Neulinge nicht dabei gehabt hätten wären wir wohl auch die Schleife über das Erongo Gebirge nicht gefahren. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Und ein bisschen Erholung kann ja nicht schaden 😛
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200707. Feb. 2013 · #44
@bayern schorsch Euer Bericht von 2010 machte mir die Wahl für die ein oder anderen Unterkunft leichter. Schön daß dir unser Bericht und die Fotos gefallen.
Bevor es mit dem nächsten Tag weitergeht noch ein kleine Geschichte vom Abendessen. Neben uns sass ein "älteres" Ehepaar und während des Essens fing der Mann an SMS zu schreiben. Eigentlich kein Problem...wenn man die Tastentöne ausschaltet. So aber ging es die ganze Zeit Piep, piep..piep... Und es nahm kein Ende 😈 Irgendwann wurde ich dann doch etwas sauer, und das dauert bei mir schon seeeehr lange bis mich etwas aufregt. Der freundlich gemeinte Hinweis doch die Tastentöne auszuschalten wurde mit völligem Unverständnis quittiert (und das ist noch harmlos formuliert). Naja, irgendwann waren auch die SMS geschrieben und manche haben halt scheinbar keine Kinderstube genossen. Gott sei Dank sind die Beiden am nächsten Tag abgereist.
So, nach der kleinen Geschichte gehts aber weiter im Text.
Freitag, 18.05.12 Ai Aiba Rockpainting Lodge
Morgens konnten wir 3 Giraffen in der Ferne wandern sehen. Heute war Erholungstag und auf dem Programm stand: Nichtstun. Vormittags lagen wir gemütlich im Schatten am Pool und lasen. Mittags gab es eine Kleinigkeit in Form von Salat – danach weiterhin Entspannung.
Poolkröte 😉
Um 16:30 Uhr machten wir doch noch einen auf aktiv und nahmen an der Sundownerfahrt teil. Wir konnten auf dem Gelände Zebras, Giraffen, Oryx und Steinböckchen entdecken. Martin fand auch eine frische Leopardenspur, leider konnten wir die dazugehörige Katze nicht entdecken 🙁 Zum Sonnenuntergang ging es steil hinauf auf einen Hügel. Von dort hatten wir einen weiten Blick in die Ebene und auf die Sonne, die hinter dem Brandberg unterging. Die Farben waren grandios.
Beim Zurückfahren sahen wir noch eine Eule, die aufflog, da sie sich wohl von dem Licht des Fahrzeugs gestört fühlte. Zum Abendessen gab es Spinatsüppchen und Oryxbraten. Beides sehr lecker.
Fazit Ai Aiba: - die Zimmer sind geräumig und nett eingerichtet. Die Dusche, quasi offen zum Schlafraum, ist riesig. Die Toilette ist aber extra abgetrennt (mit Tür). Die Terrasse lädt zum verweilen ein. - der Service ist sehr aufmerksam und das Essen sehr gute Hausmannskost - der Pool könnte zwar öfters mal von den toten Insekten gereinigt werden, war aber ansonsten ok - Sundownertour ist sehr empfehlenswert und wer nicht ganz so faul ist wie wir, kann auch wandern
Auf Ai Aiba kann man sich wunderbar erholen. Für uns eine Empfehlung.
Unsere nächste Station ist für eine Nacht das Aabadi Mountain Camp. Zelten ohne zu Campen sozusagen 😉
doschae199 Beiträge · seit 201107. Feb. 2013 · #45
freue mich schon wies weiter geht...mit älteren ehepaaren haben wir auch so unsere erfahrung gemacht, gg, wir sollten auf einem game drive noch in ein auto krabbeln, was schon halb besetzt war, da war aber noch was frei, ich bat den älteren herrn doch bitte zu rutschen (war ne bank für 4, die saßen da zu 2.), damit mein mann und ich dazu konnten, fing der an zu mosern, das ginge doch nicht, weil da wären wassertropfen auf dem sitz ( wohlgemerkt, das war zur regenzeit, wo jeder namibier froh ist über jeden regentropfen und da waren halt echt vom letzten, echt kleinen, regenschauer noch paar spritzer drauf....musste noch 2 mal bitten endlich zu rücken, er tats dann mit murren.....beim aussteigen dann kam die strafe auf den fuß folgend, wie man so schön sagt, gg, ich weiß net warum, aber der sprang oder wollte so rausspringen, er sprang aber nach oben und das ziemlich heftig und oben gegen den eisernen holm, gg, sorry fürs lachen, aber der hatte ne 4 cm lange platzwunde, da keiner 1.hilfe leisten konnte, machte ich das natürlich und am nächsten morgen kam der nette ältere herr echt an unsern tisch und bedankte sich artig....😗
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200708. Feb. 2013 · #46
@doschae "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort" heißt es ja immer. Aber das wünscht man dann ja doch keinem. Obwohl wir uns so langsam fragen ob der Ein oder Andere uns nicht auch als älteres Ehepaar bezeichnen würde 😄 Wir gehen ja auch so langsam auf die 50 zu 😗
Samstag, 19.05.12 Aabadi Mountain Camp
Wieder mussten wir eine schöne Unterkunft verlassen, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Aabadi Mountain Camp. Wir kamen durch Uis, leider war das Cafe Königsstein geschlossen. Schade, war immer ein netter Stopp hier. Also ging es weiter.
Am Straßenrand luden einige Verkaufsstände zum Gucken und Shoppen ein. Ein Mitbringsel oder zur Abwechslung mal etwas für uns selbst, das geht immer. Wir hielten an einem Stand an dem mehrere Hererofrauen in traditionellem Gewand Schmuck und Puppen verkauften. Besonders nett war die kleine Tochter einer der Frauen, sie fand Gefallen an meinem Schwiegervater, sehr zum Leidwesen seiner Gattin die lieber selbst mit ihr gespielt hätte. Als ein Touribus hielt, stürmten die Leute raus und fotografierten die Frauen was das Zeug hielt, und gaben Anweisungen wie sie zu posieren hatten. Uns persönlich liegt das nicht so, einfach drauf los zu fotografieren. Man könnte ja wenigstens fragen.
Nicht mehr lange und wir erreichten das Aabadi Mountain Camp. Fünf Zelte mit Freiluftbadezimmern erwarten die Gäste hier. Wir schauten uns kurz um, nahmen unser Zelt in Beschlag und fuhren dann gleich weiter bis zur Twyfelfontein Lodge für einen kleinen Imbiss.
Es war sehr heiß hier, daher besuchten wir später nur das Besucherzentrum der Felszeichnungen, machten aber keine Führung mit. Wir selbst kannten die Felszeichnungen ja schon und den Schwiegereltern war es einfach zu heiß. Aber natürlich fanden wir hier auch wieder eine nette Kleinigkeit, die wir uns selbst mitbringen konnten. Am Nachmittag richteten wir uns häuslich ein in unserer Zeltunterkunft und genossen eine erfrischende Freiluftdusche.
Es dauerte allerdings sehr lange bis das Wasser etwas wärmer wurde. Abends gab es Tomatensuppe, Lamm und Hühnchen mit Reis und Salat. Das Ambiente war hier eher einfach, aber das Essen schmeckte. Den schönen Sternenhimmel gab es gratis dazu.
Fazit Aabadi Mountain Camp - die Zelte waren ausreichend groß und sauber. Die Betten waren ok - Dusche,Bad und Toilette gibt es nur "open-air". Sicherlich nicht jedermanns Sache, vor allen Dingen nicht im Winter - das Essen ist einfach, aber schmackhaft - das Personal ist freundlich - das Preis/Leistungsverhältnis ist in Anbetracht dessen daß hier in der Gegend nur sehr teure Unterkünfte vorhanden sind gerade noch so ok.
Wir hatten diese Unterkunft gewählt weil sie zum Einen mit die günstigste in der Gegend ist und wir unseren Neulingen auch einmal eine Zeltübernachtung "gönnen" wollten. Beide waren auch angetan von der Unterkunft. Aber mehr als eine Nacht muss dann auch nicht sein 😉 Insgesamt also ganz nett, aber nichts was man unbedingt haben muss.
doschae199 Beiträge · seit 201108. Feb. 2013 · #47
"@doschae "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort" heißt es ja immer. Aber das wünscht man dann ja doch keinem. Obwohl wir uns so langsam fragen ob der Ein oder Andere uns nicht auch als älteres Ehepaar bezeichnen würde Wir gehen ja auch so langsam auf die 50 zu"
back an panther:...ich bin grade drüber...ggg...aber älteres ehepaar, naja, würd uns noch net so bezeichnen 😗
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200709. Feb. 2013 · #48
Und weiter gehts...
Sonntag, 20.05.12 Vingerklip Lodge
Es war sehr angenehm im Zelt heute Nacht, richtig kuschelig 😘 Das Frühstück war einfach, aber ok. Das erste und einzige Mal das wir löslichen Kaffee bekamen. Heute besuchten wir zuerst das Damara Living Museum, das ca. 4 km vom Camp entfernt liegt. Wir machten die traditionelle Tour und lernten etwas über die Kräuter, Handwerkskunst etc. des Damaravolkes. Lustig war die Ziege, die an meiner Schwiegermutter besonderen Gefallen fand. Die Tour war sehr kurzweilig und informativ, einen Besuch kann man schon empfehlen.
Es war dann nicht mehr weit bis zum Tagesziel, der Vingerklip Lodge. Hier gab es einen leckeren Cocktail zur Begrüßung und noch ein kleines Mittagessen. Wir bekamen schöne Zimmer und die Lage hier ist sowieso einmalig und die Anlage gut gepflegt.
Wir lagen am Pool mit einer namibischen Familie und der kleine Sohn spielte meinen Unterhalter für die nächste Zeit.
Poolvögel
Für Abends hatten wir einen Tisch im Eagles Nest gebucht und so wurde es auch schon wieder Zeit sich "ausgehfein" zu machen. Wir liefen ein Stück den Berg hinauf, das letzte Stück ist mittels einer Eisentreppe, die an der Felswand befestigt ist, zu bewältigen. Nicht jedermanns Sache 🙄 Oben hatten wir einen schönen Blick auf die Ugabterrassen und die untergehende Sonne. Es gab Eland, Warzenschwein und Kuduwurst mit Gemüse und Millipap. Alles war sehr gut und hat uns prima gefallen.
Wir liefen wieder runter und gönnten uns noch einen Absacker in Ingrids Blick – mit Blick auf das Wasserloch, an dem sich Zebras und Oryx sehen ließen. Und wieder war ein schöner Tag zu Ende.
Fazit Vingerklip Lodge
- Zimmer sind sauber, in angenehmer Größe und mit schöner Terrasse - das Personal war sehr aufmerksam und freundlich - Essen im Eagles Nest war sehr gut; die Eltern haben in der Lodge gegessen, da sie etwas schlechter zu Fuß waren und die Eisentreppe ja auch nicht jedermanns Sache ist; aber auch in der Lodge hat es ihnen geschmeckt; das Frühstück am nächsten Tag bekommt einen Abzug in der B-Note. staubtrockene Semmeln, und kein frisches Obst (das hatten wir hier schon anders) - die Anlage ist super gepflegt und der grösste Vorteil ist, daß man immer ein ruhiges Eckchen zum Erholen findet; selbst wenn mal größere Gruppen in der Lodge sind
Für uns ist die Vingerklip Lodge eine absolute Empfehlung
Und jetzt geht es dann auch "endlich" in den Etosha. Wir waren alle gespannt was wir alles finden würden 😉
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200711. Feb. 2013 · #49
Guten Morgen an alle Mitleser. Es geht weiter in den Etosha 🙂
Montag, 21.05.12 Etosha NP, Okaukuejo
Nach dem Frühstück, welches aus meiner Sicht einen kleinen Abzug in der B-Note verdiente, da es kein frisches geschnittenes Obst gab und die Semmeln staubtrocken waren, fuhren wir noch kurz zur Vingerklippe um sie aus der Nähe zu betrachten. Die Klippe liegt mittlerweile auf dem Lodgegelände und wenn man kein Gast ist, sind 5 Nam$ zu entrichten.
Auf einer kaum befahrenen Straße fuhren wir nach Outjo um den obligatorischen Tankstopp einzulegen. Ein Besuch in der Bäckerei gehörte natürlich auch dazu. Dann nahmen wir die letzten Kilometer bis zum Anderson Gate des Etosha Nationalparks in Angriff.
Die "Eintrittsformalitäten" waren schnell erledigt und am ersten Wasserloch sahen wir schon Giraffen, Zebras und Gnus. Kurz darauf erreichten wir das Camp Okaukuejo. Hier schrieben wir uns in diverse Bücher ein und zahlten unser Eintrittsgeld für die kommenden Tage. Dank C. Möhles Vermittlung klappte alles auch einwandfrei. Wir selbst hatten beim Reservierungsversuch irgendwie kein Glück gehabt. Wir bekamen zwei "Stoney Chalets" (hatten aber "nur" Doppelzimmer bestellt) die neben dem Schlafraum und dem (winzigen) Bad mit einem Vorraum mit Küchenzeile und Sofa ausgestattet waren.
Der erste Blick galt dann sofort dem Wasserloch. Hier gab es dann auch bald Besuch von einem Elefantenbullen. Es ist doch immer wieder schön hier zu sitzen und der Tierwelt zuzuschauen.
In unserem Zuhause wurde das Wasser zum Duschen nur sehr marginal warm, so dass die Körperpflege heute sehr kurz ausfiel. Zu Abend gingen wir ans Buffet, das abgesehen von kleinen Schönheitsfehlern durchaus in Ordnung war. Es brauchte dann allerdings 3 Anläufe bis unsere Rechnung stimmte. Es war immer zu wenig berechnet 🤨 Dann konnten wir wieder ans Wasserloch gehen. Als wir ankamen, zogen gerade 2 Nashörner ab. Es war jedoch ein Kommen und ein Gehen, wie bestellt. Wir sahen einen Elefanten, 4 Giraffen, 2 Nashörner, 2 Tüpfelhyänen (diese allerdings unbrauchbar für ein Foto) und Eulen.
Die Schakale heulten und ganz in der Nähe brüllte ein Löwe mit dementsprechender Antwort aus der Ferne. Eine wunderbare akustische Kulisse 😁 Wir hatten eine leise Hoffnung das doch vielleicht einer ans Wasserloch kommen könnte, aber diese erfüllte sich leider nicht. Bis um 23.00 Uhr hielten wir es aus, so lange wie noch nie in diesem Urlaub, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Völlig durchgefroren freuten wir uns aber dann auf unser Bett. Was auch ganz lustig war, als einer der Löwen besonders laut brüllte, kamen ganze Heerscharen aus dem Camp zum Wasserloch gepilgert, in der Erwartung etwas Spektakuläres zu sehen. Da wurden sie aber enttäuscht.
Und morgen stellt sich die Frage wohin fahren wir auf unserem Morningdrive. Die Entscheidung viel uns nicht leicht...
oh man, noch fast 8 Wochen bis zur unser ersten Reise ...
ich kann das alles garnicht glauben, die Fotos sind doch nicht alle echt?;)
Wir werden auch in Okaukuejo sein, was für ein Tele hast Du für die Fotos genommen und wie weit ist das Wasserloch weg? Die Bilder sind echt super geworden.
LG mietwagenfahrer
Viele Grüße
Thorsten
doschae199 Beiträge · seit 201111. Feb. 2013 · #51
das wasserloch ist ziemlich nah, man sitzt eigentlich direkt davor, selbst mit einer einfachen kameralassen sich hier auch für amateure gute ergebnisse erzielen, klar hat man mit tele andere möglichkeiten...
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200712. Feb. 2013 · #52
@mietwagenfahrer Wie doschae schon schreibt sitzt man eigentlich direkt vor dem Wasserloch. Ich würde mal schätzen daß es je nach Standort 15-20 m bis zum vorderen Rand des Wasserlochs sind. Fotografiert sind alle Wasserlochbilder mit einer 1,6 Crop Kamera (Canon 7D) und dem 100-400 Canon Objektiv. Nur mal so als Vergleich: Das erste Elefantenbild ist mit vollen 400mm fotografiert, das Zweite mit 100mm. Die Eule ist wiederum mit 400mm fotografiert, obwohl sie "direkt" vor uns saß. Für kürzere Brennweiten habe ich dann noch eine Vollformatkamera (5d Mark II)mit einem 24-105 Objektiv. Und wenn du Abends am Wasserloch fotografierst, unbedingt ein Stativ und idealerweise einen Fernauslöser mitnehmen 😉 Ich hoffe du hast ähnliches Glück mit den Tiersichtungen wie wir. Aber wie immer...wissen kann man es nicht, und es ist halt kein Zoo 🙂
@Fleur Die ersten Miez-Miez sind im Anmarsch 😉
Dienstag, 22.05.2012 – Okaukuejo
Der Wecker klingelte zur Unzeit, es war 5.45 Uhr. Wir wollten mal wieder die Gelegenheit wahrnehmen, da doch Tiersichtungen in der Früh besonders gut möglich wären, so heißt es ja immer. Bei unseren zwei vorherigen Besuchen im Etosha hatten wir dieses Glück meistens nicht. Wir waren noch unschlüssig, welchen Weg wir einschlagen sollten. Im Tiersichtungsbuch standen Löwen in Okondeka und die Angestellte sagte Ralf, das die Löwen diesen Ort lieben würden. Sagt sie wahrscheinlich immer 😐 Die Entscheidung war aber somit gefallen. Wir waren noch nicht lange unterwegs, da kamen 7 Löwen (Jungtiere mit Müttern) durch das Gras gelaufen, überquerten die Straße und verschwanden in der Ferne. Besser konnte der Tag doch nicht beginnen 🤩
Kurz vor Okondeka lagen zwei Löwenpaschas auf einer Anhöhe – es wurde immer besser.
Am Wasserloch kamen dann mindestens 7 Minilöwen und ich weiß nicht mehr wie viele Weibchen in Sicht – genial. Beim Zählen haben wir irgendwie die Übersicht verloren 😗 Wir beobachteten die schönen Tiere bis sie sich überall im Gras verteilten. Soviel Löwen auf einen Schlag hatten wir noch nie gesehen.
Beruhigt und glücklich konnten wir wieder umdrehen und unser verdientes Frühstück einnehmen. Später saßen wir am Wasserloch in Okaukuejo wo sich viele Springböcke und Zebras einfanden um zu trinken. Auch Gnus, Impalas und Kudus waren da. Die Zeit verging wie im Flug mit schauen, lesen und Tagebuchschreiben.
Nachmittags lagen wir faul am Pool bevor wir uns noch mal zu einer Pirschfahrt aufmachten. Außergewöhnliches konnten wir aber nicht mehr entdecken.
Nachdem wir morgens an der Rezeption Bescheid gegeben hatten, funktionierte nun auch wieder das warme Wasser. Das Buffet fiel für mich heute wieder mager aus, da ich seit gestern mit leichten Magenproblemen zu kämpfen hatte. Am Wasserloch tat sich außer ein paar Nashörnern auch nichts - was für ein Unterschied zu gestern. Aber wir waren sowieso hundemüde und freuten uns aufs Bett.
Fazit Okaukuejo - Das Chalet war aufgrund des Vorraums mit Küche und Sofa sehr groß. Das Bad dagegen ist mehr als wie klein. Die Zimmer waren sauber. - Das Personal, auch an der Rezeption, war sehr freundlich. - Das Buffet ist sicherlich kein Gaumenschmauss, aber es ist ein normales Buffetessen bei dem man satt wird. Wir finden es ok.
Okaukuejo haben wir nun zum dritten mal besucht. Zwei mal als Camper und dieses mal in einer festen Unterkunft. Das Camp lebt sicherlich von seinem Wasserloch, aber wir hatten bisher weder Probleme bei der Unterkunft, dem Essen, der Sauberkeit oder mit irgendwelchen lärmenden Gruppen (beim Camping). Alle waren am Wasserloch sehr diszipliniert und bei unseren vorherigen Campingaufenthalten waren auch die sogenannten Overlander eher unauffällig, obwohl wir genau neben ihnen standen. Für uns ist Okaukuejo konkurrenzlos, alleine schon wegen dem Wasserloch. Wir haben es mehrfach erlebt dass eine Reisegruppe gerne länger am Wasserloch geblieben wäre, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fahren musste weil ihre Unterkunft ausserhalb des Parks war. Mit einer Lodge ist das Camp sicherlich nicht zu vergleichen, aber jeder sollte vielleicht mal selbst die Erfahrung mit Okaukuejo machen. Und Erfahrungen, in jede Richtung, gibt es hier im Forum ja mehr als genug 😉
Tiersichtungen So viele Löwen hatten wir im Etosha noch nie (und wir sind ja noch nicht am Ende) 😁 . Und jetzt mach mal den Ersttätern klar, daß das was sie gesehen haben eher die Ausnahme ist. Wir waren auf jeden Fall alle begeistert und haben es unseren Neulingen gegönnt. Natürlich ohne an den Eigennutzen zu denken 😗
Tja und morgen...morgen gibts dann das Wasserloch in Halali
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200712. Feb. 2013 · #55
@doschae Schön daß dir die Löwenbilder gefallen. Dass die Löwenbabies da waren schreiben wir mal dem Anfängerglück unserer Mitfahrer zu 😉
@Katja Wann immer wir Löwen oder andere Katzen sehen, sagen wir "das wäre jetzt was für Fleur". Hat sich irgendwie so bei uns festgesetzt 😎 Ein bisschen Miez Miez haben wir noch um dir die Wartezeit zu verkürzen. Bei uns dauert es ja noch knapp 9 Wochen 🙁
...und wir als Ersttäter ERWARTEN JETZT NATÜRLICH ebensoviele Tiersichtungen, vor allen Löwen, Nashörner usw... 😄 die kommen ja sehr häufig vor 😗
Na, wir lassen uns überraschen und sind auch mit kleinen Dingen zufrieden. Nach den schönen Reiseberichten schraubt man die Erwartungen aber schon recht hoch...
Werden trotzdem nicht aufhören weiter zulesen 🤩
Viele Grüße
Thorsten
doschae199 Beiträge · seit 201112. Feb. 2013 · #58
kann auch vorkommen: bei unserer 1. namibiareise 2009, haben wir keinen einzigen elefanten gesehen, das war im februar, die etoscha war voll wasser und die elis im dichten mopanewald verborgen....tja, da mussten wir ja unbedingt wieder hin, gg
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200713. Feb. 2013 · #59
@doschae War bei uns in 2008 so. Zwar im April, aber keine Elis 🙁 @mietwagenfahrer Das ist die richtige Einstellung. Am Besten "Nichts" erwarten und sich über jede Sichtung freuen. Und wenn man nichts entdeckt, dann muss man halt wiederkommen 😄
Und auch die Sichtung am heutigen Tag ist vielleicht nicht ganz Standard 😗
Mittwoch, 23.05.2012 – Halali
Heute standen wir nicht so früh auf wie gestern, hatten wir doch an Katzen mehr gesehen als jemals gedacht. Klar will man immer mehr, aber wir waren super zufrieden mit unseren Sichtungen. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Abstecher zum Wasserloch wo wieder viel Betrieb war.
Danach luden wir unsere Koffer wieder ins Auto und es konnte weitergehen nach Halali. Hier hatten wir noch eine Nacht eingeplant. Unterwegs sahen wir einen einsamen Elefantenbullen und ein grasgrünes Chamäleon, das über die Straße lief.
Kleine Pause am Rastplatz Olifantsbad. Der Zustand der Toiletten und des Platzes allgemein spottet jeder Beschreibung. Hier, wie auch an allen anderen Rastplätzen, kann man wirklich sehen wie schön langsam alles verfällt 😠 Wir hoffen die Verantwortlichen wachen bald mal auf 🙁
Als das Wasserloch Rietfontein in Reichweite kam, beschlossen wir auch da noch einen Abstecher zu machen. Gute Idee. Es traf uns fast der Schlag, als wir die vielen Autos sahen, die sich hier aufgereiht hatten. Ein Plätzchen wo alle Mitreisenden gut sehen konnten hat Ralf aber gefunden 🙂 Ein Löwe lag hier in bester Fotoposition, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Er hatte irgendwann genug von dem Auflauf und verzog sich in den Schatten eines Baumes. Unglücklich für ihn, gut für die Touris war es ausgerechnet der schmale Weg der zu den nahegelegenen Gräbern führte (in T4A als "Rietfontain Dorslandtrekkers Graves" bezeichnet). Und jeder, auch ein großer Bus und natürlich auch wir fühlte sich bemüßigt, noch ein Foto von ihm zu schießen und sich den schmalen Weg entlang zu quälen. Irgendwie tat der Kerl mir leid.
Wir erreichten Halali gegen Mittag und konnten gleich unsere zwei Chalets beziehen. Die waren ähnlich wie in Okaukuejo eingerichtet, sogar mit Tisch und Stuhl auf der kleinen Veranda. Wir machten etwas Siesta und besuchten kurz das Wasserloch wo gerade Badestunde der Elis war.
Am Moringa Wasserloch
Dann ging es zu unserem nachmittäglichen Drive. Wir fuhren zum Wasserloch Nuamses, immer den Elefantenhinterlassenschaften folgend, diese schienen noch sehr frisch zu sein. Aber dort waren die Tiere nicht anzutreffen. Als wir weiter Richtung Etosha Lookout fuhren, konnten wir die Herde mit einigen Jungtieren entdecken. Leider entfernten sie sich.
Die Etoshapfanne war trocken, soweit das Auge reichte. Ein einsames Oryx posierte für uns. In der Staubfahne des vorausfahrenden Autos erreichten wir pünktlich kurz vor der Torschließung das Camp.
Am Moringa-Wasserloch hatten sich viele Gäste zum Sonnenuntergang eingefunden, darunter auch eine Fotografengruppe mit Riesenobjektiven. Leider war gerade nichts zu sehen. Abends gab es wieder Buffet im Restaurant, das war in Ordnung. Danach ging es gleich wieder ans Wasserloch incl. Weinvorrat, der ja auch mal vertilgt werden musste 😗 Als wir ankamen, war eine Elefantenherde von ungefähr 18 Tieren anzutreffen und auch ein Nashorn trieb sich in der Nähe herum. Es hatte aber wohl zu viel Respekt vor den großen Grauen und traute sich nicht ans Wasser. Die Elis zogen dann ab.
Ein Schakal oder ähnliches kam in Sichtweite, als urplötzlich eine große gefleckte Katze aus der Dunkelheit auf ihn zusprang. Das alles ging so rasend schnell, Fakt war aber, das der Leo keine Beute gemacht hatte und zu unserem großen Glück Durst hatte und zum Wasserloch zurückkehrte. Mit so einem Fotomotiv hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet, gehofft aber schon. Er stillte seinen Durst und verschwand dann wieder.
Ab und zu fielen die Lampen aus, die das Wasserloch beleuchteten, das machte aber nichts aus, denn nach kurzer Zeit erholten sie sich wieder. Es kam noch ein zweites Nashorn dazu und die beiden beharkten sich etwas und in der Ferne hörte man noch die Elis trompeten. Dann gab es nichts mehr zu sehen und auch wir verzogen uns zur wohlverdienten Nachtruhe.
Fazit Halali
- unsere Unterkunft war ähnlich aufgebaut wie in Okaukuejo. Vorraum, Schlafraum und kleines Bad. War aber alles sauber. - Essen war nichts besonderes, Buffet wie in Okaukuejo, nur mit weniger im Angebot. War ok.
Das Wasserloch ist für uns das Highlight in Halali. Superschön gelegen, viele "Natursitzplätze" auf den Steinen. Bänke gibts natürlich auch 😉 Und irgendwie doch eine andere Atmosphäre als in Okaukuejo. Was beide Wasserlöcher gemeinsam haben, ist die Spannung in die Dunkeheit zu starren, jede noch so kleine Bewegung oder die Geräusche zu registrieren und dann...dann die Überraschung was aus der Dunkelheit auftaucht 🤩 Das ist es für uns was einen Aufenthalt im Etosha so einmalig macht.
Morgen gehts dann weiter. Ich glaube es fehlt noch eine große Katze...Löwe, Leopard...war da nicht noch was... Mal sehen was der morgige Tag bringt 😎
Champagner8'672 Beiträge · seit 201013. Feb. 2013 · #60
mietwagenfahrer schrieb:...
Na, wir lassen uns überraschen und sind auch mit kleinen Dingen zufrieden. Nach den schönen Reiseberichten schraubt man die Erwartungen aber schon recht hoch...
Haha, wenn du ein bisschen "runterkommen" willst, dann lies den Etosha-Teil in meinem Bericht 😎
@ panther: auch wenn ich deine Fotos dieser Tiermassen im Etosha nur unter Protest anschaue 😠 😈 - klasse Bericht mit super Bildern! Bitte mehr davon! 🙂