Nachdem mir dieser Drecks, ##*+++/%& 😈 🤢 IE nun drei mal beim Einstellen des Reiseberichts abgestürzt ist, klappts jetzt hoffentlich mit Chrome
Hallo liebe Fomis,
man traut sich ja eigentlich schon gar kein Reisebericht mehr einzustellen. Momentan sind so viele tolle und gut geschriebene RB hier eingestellt, dass man gar nicht mehr weiß wo man anfangen soll. Wir lesen aber überall heimlich mit 🙂 Und da unsere Reise von den Rahmenbedingungen doch etwas aussergwöhnlich (für uns) war teilen wir auch gerne unsere Erlebnisse mit euch. Die Idee für die Reise war, meinen Eltern dieses schöne Land nicht nur in Erzählungen, sondern auch in "praktischer" Erfahrung näherzubringen. Meine Eltern sind 71 bzw. 67 Jahre alt. Damit fiel eine Campingtour schon mal aus und wir haben ausschließlich in festen Unterkünften übernachtet. Da dies auch eine einmalige Reise für meine Eltern war, wollten wir ihnen natürlich auch so viel wie möglich zeigen ohne dabei einen gewissen Erholungsfaktor ausser acht zu lassen. Und das Ganze innerhalb von 3 Wochen. Also für Diskussionsstoff bzgl. Reisestrecke und -dauer ist damit ja schon mal gesorgt 🙂 Das Fliegen sollte auch so einfach wie möglich sein, und so haben wir bei Air Berlin gebucht. München- Windhoek ... bequemer gehts ja nicht. Dachten wir. Wie bekannt wurden ja die Flüge auf Berlin gelegt und wir sollten sogar beim Rückflug am neuen Flughafen ankommen. Premiere sozusagen. Wegen kleiner Baumängel 😄 sind wir dann aber doch wieder über Berlin Tegel angekommen. Der Leihwagen war von ASCO ein DC Hilux 3 Liter Diesel Automatik. Ein sehr angenehmes Fahrzeug zum Reisen mit vier Personen.
Letztendlich haben wir folgende Tour geplant und alle Unterkünfte vorab gebucht.
Datum 06.05.12 München-Windhoek 07.05.12 Kalahari Anib 08.05.12 Mesosaurus Fossil Site 09.05.12 Fish River Canyon - Canon Lodge 10.05.12 Fish River Canyon - Canon Lodge 11.05.12 Klein Aus Vista - Eagles Nest 12.05.12 Klein Aus Vista - Eagles Nest 13.05.12 Sossusvlei - Desert Camp 14.05.12 Sossusvlei - Desert Camp 15.05.12 Swakopmund - Cornerstone Guesthouse 16.05.12 Swakopmund - Cornerstone Guesthouse 17.05.12 Erongo - Ai Aiba 18.05.12 Erongo - Ai-Aiba 19.05.12 Twyfelfontein - Aabadi Mountain Camp 20.05.12 Vingerklip - Vingerklip Lodge 21.05.12 Etosha/ Okaukuejo 22.05.12 Etosha/ Okaukuejo 23.05.12 Etosha/ Halali 24.05.12 Aoba Lodge 25.05.12 Aoba Lodge 26.05.12 Frans Indongo 27.05.12 Windhoek - Ondekaremba 28.05.12 Rückflug
Der Reisebericht wurde von Martina aus ihrer Sicht geschrieben. Deshalb nicht über die "Schwiegereltern" wundern. Ich (Ralf) darf den RB "nur" einstellen 😉
Namibia einmal anders. Zumindest für uns. Kein Camping dieses mal sondern Lodgen hat uns Ralf vorgebucht um seinen Eltern einmal zu zeigen was uns an dem Land so gut gefällt. Für die kommenden drei Wochen haben wir einen Trip vorgesehen vom Fish River Canyon bis Etosha und zurück. Wie immer hatten wir Air Berlin gebucht, nur leider hatte die Fluggesellschaft zwischenzeitlich den Abflugort von München nach Berlin verlegt. Damit waren wir gar nicht glücklich, mussten es aber so hinnehmen.
Es verlief aber alles planmäßig so dass wir in der schwach besetzten Maschine – aber neu ausgestattet mit Inflight Entertainment System - pünktlich in der Dunkelheit auf dem Hosea Kutako Flughafen landeten.
Als wir die Einreiseprozedur überstanden hatten, warteten auch schon unsere Koffer auf uns. Sepp, der Abholer von Asco Car Hire war auch schon da und um 07:00 hatte er seine Schäfchen zusammen und wir konnten mit zwei Autos losfahren. Wir bekamen den gebuchten Toyota Hilux mit Kühlschrank und 4 Campingstühlen. Die zwei montierten Dachzelte wurden freundlicherweise wieder entfernt. Alles in allem gings recht fix und wir waren startbereit. Zuerst stand der übliche Einkauf beim Spar an, dieses mal aber in der Sparversion – nur Getränke und Kleinigkeiten. Um 10:30 Uhr konnten wir uns auf den Weg zur Kalahari Anib Lodge machen. Ein kurzer Stopp am Tropic of Capricorn war obligatorisch.
In Kalkrand wurden wir etwas ausgebremst von jugendlichen Reitern. Die Polizei hatte die Straße gesperrt und wir kamen nur langsam voran. In der Anib Lodge wurden wir freundlich mit einem Drink empfangen.
Für uns war es das 3. Mal hier, allerdings zum ersten Mal in einem Zimmer, sonst waren wir immer auf dem Campingplatz. Wir ruhten uns etwas aus und genossen das erste Rock Shandy des Urlaubs.
Ralf hatte heute Geburtstag und das Personal wollte ihm eine kleine Überraschung bereiten. Uns erwartete ein mit Blumen geschmückter Tisch, sehr hübsch. Schade nur das es schon wieder Oryx Stroganoff gab, das hatten wir erst letztes Jahr , war aber sehr lecker. Alle anderen Gäste bekamen dann Nachtisch nur wir nicht. Aber vielleichz kommt ja noch was 😵 Ganz zum Schluss bekam Ralf einen bunten, kalorienreichen Kuchen serviert und ein Ständchen gab es obendrein. Noch ein weiterer Gast wurde mit Kuchen und Gesang bedacht. Das Personal hatte sich in Stimmung gesungen und gab noch einige Lieder zum Besten. Ralf teilte seinen Kuchen auf und bedankte sich noch mal recht herzlich für die schöne Überraschung.
Dann war es auch für uns Zeit langsam ins Bett zu gehen. Es war ein langer Tag und das Fläschchen Welbedacht zeigte auch seine Wirkung.
Fazit Kalahari Anib Lodge: - schöne, saubere Zimmer in ausreichender Größe - Essen wie immer gut - freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter - die Tanzeinlagen der Mitarbeiter wirken sicherlich immer etwas "touristisch", sind aber immer wieder nett anzusehen und man hat den Eindruck dass sie das gerne machen Grundsätzlich für uns eine schöne Lodge um den Urlaub zu beginnen oder zu beenden. Wir haben uns alle rundum wohl gefühlt.
Und als nächstes gehts dann zu den Köcherbäumen
Teil 229. Jan. 2013
Na das ist ja wunderbar daß es doch einige "Mitfahrer" gibt. Platz haben wir ja noch, wir haben ja extra die Dachzelte abmontieren lassen 😛
@Bele, Topobär, Casimodo Wir freuten uns auch tierisch daß man den Eltern bzw. Schwiegereltern das Land zeigen konnte was man selbst doch so gerne bereist. Auch wenn man im Vorfeld sicherlich immer wieder mal Zweifel hatte ob das alles nicht zu anstrengend ist, ob die Route richtig gewählt ist und die Unterkünfte alle passen. Man selbst muss sicherlich ein bisschen zurückstecken und sich dem Tempo und den Wünschen der Mitreisenden anpassen. Hat aber alles bestens geklappt. Und wenn man so Anfänger dabei hat, kann man auch davon profitieren. Stichwort "Anfängerglück" ... aber dazu später im Etosha 😉
@Fleur Nun hetz mal nicht 😛 By the way: Eigentlich war ja China geplant; aber jetzt wird es doch wieder Afrika (Caprivi, Chobe, Nxai und ggf. Okavango Delta). Keine Ahnung warum es uns immer wieder nach Afrika zieht. Muss wohl doch ein Virus sein 😎
@Irene Die Unterkunft in der Canon Lodge und in Klein Aus wird dir seeeeehr bekannt vorkommen 😉
Aber jetzt geht es erst einmal zu Giel ins Mesosaurus Camp...Köcherbäume gucken 🙂
Dienstag, 08.05.2012 Mesosaurus Fossil Camp
Der erste Morgen begann gemütlich beim Frühstück. Die Reisegruppen waren schon abgefahren. Wir saßen mit unserem Kaffee noch etwas in der Sonne bevor wir uns auf den Weg zum Mesosaurus Camp machten.
Ralf wählte die Pad über die M29. Auf dem Weg gab es nichts besonders Aufregendes zu sehen, ab und an mal einige Farmen, einige Autos sonst nur unendliche Weite. Kurz vor dem Ziel sahen wir die ersten Köcherbäume dekorativ auf den Felsen stehen. In Mesosaurus angekommen, wurden wir schon von Giel erwartet. Wir kannten die Unterkunft von unserer Reise 2008 schon. Ja, sie ist sehr einfach aber mückenverseucht oder so war es bei uns nicht.
Wir setzten uns raus und machten eine kleine Brotzeit. Am späten Nachmittag fuhren wir auch schon wieder los um den Sonnenuntergang im Köcherbaumwald zu erleben. Wir fanden schöne Fotomotive, packten die Campingstühle aus und genossen bei einem Glas Wein die Stille und den schönen Sonnenuntergang. So muss Urlaub sein.
Kleiner Stilbruch...Wein aus dem Karton. Aber praktisch zu transportieren und er schmeckt 😉
Giel kochte Abendessen zusammen mit seiner Frau Bugs, die er Teufels Schwester nennt 🙄 Das Häuschen in dem Abendessen und Frühstück serviert wird ist noch nicht ganz fertig gestellt, so fehlen noch Fenster und Türen. Wir saßen am Lagerfeuer mit Bier und Wein und er erzählte aus seinem Leben während Lammfleisch und Würstel grillten. Wir erfuhren so einiges über die Schafzucht und natürlich von den Fossilien, die er auf seiner Farm gefunden hat. Wir erlebten einen netten Abend mit guter Unterhaltung und nicht zu vergessen einem grandiosen Sternenhimmel.
Fazit Mesosaurus Camp: - die Häuschen sind sauber und zweckmäßig, aber nicht sehr groß. Speziell die Toilette und Dusche sind eher (sehr) klein - Essen ist gut, Hausmannskost vom Chef selbst zubereitet; hier zählt eher Giels eigene Persönlichkeit - Giel ist ein ganz Netter... wenn man sich auf ihn einlässt
Da wir bei unserer Reise auch einmal diese Facette (einfache Unterkunft) zeigen wollten, war das Camp genau das Richtige. Uns hat es allen trotz der einfachen Unterkunft sehr gut gefallen.
Und weil Fleur so hetzt, gibt es später noch den nächsten Tag 😉
Gruß
Ralf
Teil 329. Jan. 2013
@doschae Die Campingstühle waren z.B. im Köcherbaumwald und beim Frühstücken im Sossusvlei sehr nützlich. Kühlschrank war uns wichtig damit die Getränke und der Snack zwischendurch z.B. Joghurt immer frisch bleibt. Ob du das nachträglich buchen kannst kommt halt auf den Autovermieter an. Bei ASCO sollte das kein Problem sein.
Und nun gehts wie versprochen weiter zur Canon Lodge 🙂
Mittwoch, 09.05.12 Canon Lodge
Nach einer ruhigen Nacht kredenzte uns Giel zum Frühstück ein leckeres Omelette. Er sollte heute Morgen ins Krankenhaus nach Keetmanshop, er ist nicht ganz gesund. Das beschäftigte ihn sehr, das merkte man deutlich. Wir verabschiedeten uns, sahen uns aber vorher noch einige Fossilien an.
Frühstück; wei man sieht war das Häuschen noch nicht ganz fertig
In Keetmanshop wurde nur kurz der Biervorrat aufgestockt und schon ging es wieder auf die Pad. Die Canon Lodge ist heute unser Ziel. Unterwegs machten wir einen kurzen Halt am Naute Dam um die Füße etwas zu vertreten. Es war sehr warm, aber der kräftige Wind machte es etwas erträglicher. Ganz in der Nähe war ein Anbaugebiet für Wein und Datteln, etwas grüne Abwechslung fürs Auge zum vorherrschenden Sandton.
Kurz vor dem Canon Roadhouse sahen wir dann auch die ersten Zebras in der Hitze stehen. Ich glaube vor 4 Jahren war es schon genauso gewesen.
Das Roadhouse ist seitdem auch ganz schön gewachsen. Das Haus, das die Rezeption und die Bar/Restaurant beherbergt, gab es damals noch gar nicht. Sehr ansprechend mit vielen Oldtimern eingerichtet. Hier legten wir eine Pause ein.
Zur Canon Lodge waren es dann noch ca. 20 Km zu fahren. Es gab einen Begrüßungseistee und Ebba, die Angestellte, führte uns zu unseren Häuschen. Wir bekamen 9 und 10 und gefühlt waren es einige Kilometer die wir bis dahin bei der Mittagshitze zurücklegen mussten (war natürlich in Wirklichkeit nicht so). Den Anblick der Hexenhäuschen, die sich an den Felsen anschmiegten fand ich wunderschön.
Das Haupthaus
Haus Nummer 10 😘
Haus Nummer 9
Wir suchten dann gleich den Pool auf und versuchten etwas von dem raren Schatten abzubekommen, Sonnenschirme hatte es keine. Das Wasser war übrigens eisig. Langsam wurde es auch schon wieder Zeit, sich etwas fürs Abendessen herzurichten.
Es gab Buffet – schön, das auf der Terrasse gedeckt war denn die Temperaturen waren noch angenehm. Es waren auch nicht so viele Gäste da, eine sehr angenehme Atmosphäre. Mein Abendessen fiel sehr kurz aus und ich verzog mich mit anhaltenden Kopfschmerzen schon bald in unser Zimmer zurück. Hoffentlich ist das morgen wieder besser.
Morgen gehts dann weiter...(ohne Kopfschmerzen)
Gruß
Ralf
Teil 430. Jan. 2013
@Claudia, schön daß du auch dabei bist
Und schon geht es weiter...zum "Grand Canyon" Afrikas
Donnerstag, 10.05.12 Canon Lodge
Heute Morgen war die Welt wieder in Ordnung, war ich froh. Beim Frühstück saßen wir wieder auf der Terrasse und genossen die Sonnenstrahlen. Auf dem Programm stand heute nur der Fish River Canyon.
Wir erreichten den Canyon, übrigens der zweitgrößte weltweit, nach kurzer Fahrt durch eine öde Landschaft. Mittlerweile, seit unserem letzten Besuch 2008, war auch hier der Hauptaussichtspunkt etwas komfortabler mit Schattendächern gestaltet worden.
Wir fuhren noch zum nächsten Look-out, machten einen kleinen Spaziergang und saßen lange Zeit ganz alleine da. Es war so schön, die Stille zu genießen. Am letzten Aussichtspunkt machten wir nur noch einen kurzen Halt, bevor es wieder zurück zur Lodge ging.
Mittlerweile war es Mittag geworden und ein kleiner Hunger plagte uns. Es gab guten griechischen Salat. Ralf und ich zogen uns wieder zum Pool zurück um etwas zu lesen. Wir hatten Glück und konnten den einzigen dauerhaften Schattenplatz belegen. Die Schwiegereltern machten es sich unter den Bäume in der Anlage bequem und genossen die Umgebung und ein gutes Buch.
Um 16:45 Uhr ging's auf den Hausberg zum Sundowner. Von hier oben hatten wir eine tolle Aussicht auf das Lodgegelände mit den roten Felsen. Ein Savanna und ein Gin Tonic verstärkten den schönen Eindruck 😛 Der Guide erzählte uns etwas über die Entstehung der Lodge und gab uns dann eine Einweisung in die Damarasprache. Aber für die Klicklaute sind wir nun mal nicht geboren, es war jedenfalls sehr lustig 😄
Um 18:30 Uhr trafen wir uns dann zum Abendessen. Es gab Kürbissuppe, Schweine- und Kudusteak mit Gemüse und Knoblauchkartoffeln und zum Abschluss eine Quarkmousse. Alles sehr lecker. Kleines Manko – das Essen wurde sehr schnell kalt, das ist schade, denn es hat sehr gut geschmeckt. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Amarula aufs Haus 🙂
Fazit Canon Lodge: - die Anlage ist ein Traum. Sehr schöne, zweckmäßige "Hexenhäuschen" in einmaliger Lage - das Essen ist gut, leider nur als Buffet, was (bei uns)den Nachteil hatte daß es schon nur lauwarm auf den Teller kam und wenn es draußen dann noch ein bisschen frisch ist, das Essen bzw die nicht vorgewärmten Teller sehr schnell kalt werden. Aber vielleicht hatten wir einfach nur zu wenig auf dem Teller oder haben zu langsam gegessen 😉 - Die Anlage ist sehr gepflegt, die Angestellten sehr nett und zuvorkommend. Sonnenschirme waren leider auch auf Nachfrage nicht für den Pool verfügbar. Insgesamt eine Unterkunft die wir unbedingt empfehlen können und bei unseren Mitreisenden sehr, sehr gut ankam.
Und am nächsten Tag gehts zu unserer Lieblingsunterunkunft...Eagles Nest
Ralf
Teil 531. Jan. 2013
Nur alle hereinspaziert. Wir haben noch Platz 😛 @Marie Canon Lodge ist wirklich schön. Man mag es gar nicht glauben daß in dieser "Ödnis" so eine schöne Lodge steht. Und wenn ihr danach direkt nach Klein-Aus fahrt, nehmt die Strecke über den Oranje. So wie wir im heutigen Bericht 🙂 @Susie Das kann ich gar nicht verstehen daß der weibliche Part eurer Freunde nicht nochmal Campen will 🤨 Kanada, Alaska oder die USA sind mit dem Wohnmobil ein Traum. Allerdings auch nicht mit Afrika-Camping zu vergleichen. Afrika ist....na sagen wir mal doch etwas rustikaler 😎 @Irene Die heutige Unterkunft kommt dir mit Sicherheit bekannt vor 😉
Freitag, 11.05.12 Eagles Nest, Klein-Aus
Wir waren schon früh auf und machten noch einen kleinen Spaziergang zum Pool. Heute hieß es schon wieder Abschied nehmen von der tollen Umgebung. Unser Frühstück genossen wir aber noch in aller Ruhe. Eine Halskette fand noch eine neue Besitzerin, aber dann konnte es losgehen. Die Strecke führte über Aussenkehr, das bekannt ist für seinen Traubenanbau. Hier machten wir einen kurzen Halt um die unzähligen Strohhütten zu fotografieren.
Dann ging es immer am Oranje entlang durch die Berge. Ein Horde Paviane konnten wir beobachten, leider verzogen sie sich schnell. In Rosh Pinah machten wir ebenfalls Halt um die Wasservorräte aufzufüllen. Durch die neueröffnete Zinkmine und der geschaffenen Arbeitsplätze boomt der Ort. Ab hier war die Straße geteert und wir konnten die letzten Kilometer des Tages bis Klein-Aus schnell zurücklegen. Es war ein langer Fahrtag und wir freuten uns, wieder in Klein-Aus angekommen zu sein.
Ein paar Impressionen von der Fahrt am Oranje
Die Ladies am Empfang waren sehr nett und ließen auf unseren Wunsch hin ein Braai-Paket herrichten. Zusätzlich mit einer großen Kiste und Holz bepackt, legten wir die letzten 7 Km bis Eagles Nest zurück. Wir hatten Eagles View und Desert Vista bekommen. Alle waren ganz begeistert über die schöne Lage und die tolle Einrichtung der Häuschen. Erst mal relaxen, Kaffeetrinken und das Tagebuch vervollständigen.
Eagles View
Eagles View innen
Die Sonne ging in den tollsten Rottönen unter, wunderhübsch. Dann machten wir uns ans Grillen – vier riesige Rumpsteaks und Würstel, Toast mit Tomate und Käse, Kartoffeln und Salat waren im Paket - den Kuchen nicht zu vergessen 🤩 Papp satt saßen wir auf der Terrasse und wieder ging ein schöner Tag zu Ende.
Tipp: Unbedingt das Braai Paket nehmen. Vor dem Häuschen sitzen, grillen, Wein oder Bier trinken...was gibt es schöneres. Aber was erzähl ich...das weiß ja sowieso schon jeder 😉
Und am nächsten Tag der Klassiker...Lüderitz, Kolmannskuppe und Wildpferde...viele Wildpferde
Teil 601. Feb. 2013
So, alle Mitfahrer wieder an Bord? Na dann kanns ja losgehen 😛
Heute ist es etwas Bilderlastig 😉
Edit: So, alle Bilder drin 😁 Aber hinter das Geheimnis wie viele Bilder man gleichzeitig hochladen kann werde ich wohl nie kommen. Die Grenze scheint so bei 10 Bilder zu liegen 😐
Samstag, 12.05.12 Eagles Nest, Klein-Aus
Abfahrt zum Frühstück im Haupthaus war schon um 07:15 Uhr, weil noch Kolmannskuppe und Lüderitz geplant waren. Für uns war ein großer Tisch etwas abseits von den anderen Gästen reserviert. Wir sahen viele bekannte Gesichter wieder, die in etwa die gleiche Reiseroute wie wir hatten.
Nach etwas eintöniger Fahrt entlang der Bahnlinie, wird die eigentlich jemals fertig, kamen wir in Kolmannskuppe an. In Kolmannskuppe begaben wir uns auf die Spuren der Diamantensucher. Für uns war es ja nicht neu, aber wir fanden es wieder beeindruckend was hier so mitten in die Ödnis hingestellt wurde.Und für Fotografen sowieso ein absolutes "Muss". Für unsere Mitreisenden, die nicht so gut zu Fuß waren, war es etwas anstregend durch den Sand zu laufen und die Wärme darf man natürlich auch nicht unterschätzen.
Der alte Turnsaal
Nach einer kleinen Erholungspause im "Restaurant" ging es dann weiter. Nächstes Ziel war Lüderitz. Leider war die Felsenkirche nicht geöffnet, so blieben nur Bilder von außen. Wir machten eine kleine Rundfahrt und einen Stopp am Hafen. Aber viel gibt es eigentlich nicht zu sehen. Wir tankten noch und machten uns wieder auf den Rückweg.
Kurz vor Aus, bei Garub, bogen wir zu den Wildpferden ab, über die es ja einige Spekulationen gibt, woher sie denn nun wirklich abstammen. Wir hatten Glück und fanden sehr viele Tiere vor. Sie waren sehr übermütig und spurteten auf die Wasserstelle zu um zu trinken und zu baden. Es war sehr schön, ihnen bei ihrem Treiben zuzusehen.
Dann war es nicht mehr weit und wir erreichten wieder unser Häuschen – Zeit um Kaffee zu trinken, die Weite und Stille zu genießen, für uns gibt es nichts Schöneres. Zum Sonnenuntergang liefen wir ein Stück den Wanderweg entlang, aber heute war es bei weitem trüber als gestern und die Sonne ging nicht so farbenprächtig unter. Wir saßen auf einem Felsen und hörten die Schakale heulen.
Das Abendessen nahmen wir heute in der Lodge ein. Wir saßen wieder etwas separiert im Barraum. Trotz Busgruppe verlief alles ganz entspannt -Vor- und Nachspeise wurden an den Tisch gebracht und den Hauptgang konnte sich jeder selbst nehmen. Später zuckelten wir wieder zurück in unsere Einsamkeit.
Fazit Klein-Aus Vista: Zur Unterkunft und Lage ist eigentlich schon alles im Forum gesagt worden und die Bilder sprechen für sich. Einfach Traumhaft und sollte es uns wieder mal in die Ecke verschlagen, werden wir hier sicherlich wieder übernachten. Das Essen in der Lodge ist ok und das Braai Paket ist eigentlich Pflicht. Unsere Mitreisenden waren jetzt aber nicht soooo die Grillfans 😐 Für Geschichtsinteressierte und Fotografen ist Kolmannskuppe natürlich Pflicht. Lüderitz gibt uns jetzt nicht so viel, auch wenn die Umgebung z.B. der Diaz Point ganz schön sein soll.
Und am nächsten Tag geht es weiter über die D707 nach Sossusvlei...
Teil 702. Feb. 2013
Weiter gehts über die D707 zu einem der Highlights in Namibia ... Sossusvlei
Sonntag, 13.05.2012 Desert Camp
Wieder waren es einige Kilometer zurück zulegen um das heutige Ziel, das Desert Camp nahe dem Sossusvlei zu erreichen. Landschaftlich sehr schön war die D707 mit den Tirasbergen zur rechten und den roten Düne zur Linken. Ab und zu sahen wir Springböcke, Strauße und Oryx-Antilopen. In Betta legten wir eine Pause ein. Gleich kam der Hund von der nahegelegenen Farm um zu sehen ob nichts für ihn abfiel. Zu Fressen gab es nichts, aber ein paar Streicheleinheiten fallen ja immer ab 🙂
D707
C27 kurz vor Sesriem
Am etwas deplaziert wirkenden Le Mirage Hotel in seinem burgartigen Stil vorbei erreichten wir dann bald das Desert Camp. Wir bekamen die Zelte 9 und 10 zugewiesen. Es war sehr warm und die Sonne knallte vom blauen Himmel, wir verzogen uns in den Schatten um etwas zu lesen 😎 Vorher besorgten wir uns aber noch die Permits für den Park, damit wir morgen Früh gleich freie Fahrt hatten. Vor unserem Zelt konnten wir noch einen Zwergfalken beobachten, der die Reste seiner Nachmittagsmahlzeit bearbeitete.
Der Ausblick vom Zelt
Langsam ging die Sonne unter und die Landschaft mit den Naukluftgebirge im Hintergrund wirkte in dem warmen Licht besonders schön 😮
Zum Abendessen fuhren wir in die 5 Km entfernte Sossusvlei Lodge. Hier gab es ein ansehnliches Buffet 🤩 wobei jeder selbst sein Fleisch aus der reichhaltigen Auswahl (Springbock, Oryx, Warzenschwein, Kudu aber auch z.B. Zebra und vieles mehr) nehmen konnte, alles wird natürlich frisch zubereitet. Vor- und Nachspeisen waren auch in größerer Auswahl als gewohnt vorhanden und ebenso sehr "lekker". Es wurde zwar etwas frisch, aber es war immer noch angenehm draußen zu essen. Nur mit Kerzenlicht erleuchtet war es auch eine schöne Atmosphäre. Lange hielten wir es aber nicht aus, denn morgen wollten wir ja früh raus um die "Rallye" ins Sossusvlei mitzumachen.
Und vielleicht schaffe ich es heute noch den "Dünentag" einzustellen 😉
Gruß
Ralf
Teil 802. Feb. 2013
So, und hier kommt dann also gleich noch der 2.Tag. Es ist ja Wochenende und ihr braucht ja was zum lesen 🙂
Montag, 14.05.2012 Desert Camp
Zu unchristlicher Zeit klingelte der Wecker – es war 5:05 Uhr. Es war noch dunkel, aber das Camp war schon wach. Der Strom war auch für kurze Zeit ausgefallen, aber das machte uns nichts aus, wir hatten ja Taschenlampen dabei. Wir machten uns abfahrbereit und holten zuerst den bestellten Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge ab. Für das leibliche Wohl musste ja schließlich auch gesorgt werden 😛 Wir waren das 4. Auto in der Schlange und pünktlich um 6:15 Uhr wurde das Tor geöffnet.
Die Busse rasten als gäbe es kein morgen mehr, schlimm. Es ist sowieso egal, denn den Sonnenaufgang kann man vielleicht außer auf der Elim Düne sonst auf keiner Düne mehr erleben, dafür ist es zu spät. Nur für die Gäste des Campingplatzes und der im Park liegenden Lodge wird ein früherer Zugang gewährt. Wir ließen uns Zeit und hielten ein paar Mal an um den Sonnenaufgang zu fotografieren oder auch die zwei Ballons, die bald in den Morgenhimmel abhoben.
An der Düne 45 nahmen die ersten Touris schon ihr Frühstück ein, bzw. waren schon fast wieder fertig und der Rest erklomm schon den Dünenkamm. Wir hielten uns aber hier nicht so lange auf, denn wir wollten weiter ins Sossusvlei.
Düne 45
Am 2x4 Parkplatz standen mindestens 5 Reisebusse, das ließ auf großen Andrang schließen. Wir waren nicht auf die Shuttles angewiesen, dank unseres 4x4 Gefährtes. Wir pflügten durch den Sand und suchten uns ein schönes Plätzchen zum Frühstücken. Im Korb waren allerlei gute Sachen (Wurst, Käse, Obst, Müsli, Kuchen, Brot, Kaffee...), da konnte es uns nur gut gehen 😎
Wir schnürten dann die Wanderschuhe und erklommen die nahe Big Mama Düne. Es blies zeitweise ein heftiger Wind und wir wurden gleich sandgestrahlt. Von oben hatten wir einen schönen Blick auf das zu unserer Überraschung noch mit Wasser gefülltem Sossusvlei.
So sieht es dann aus wenn ein Busgruppe die Düne erklimmt
Wir hatten einen guten Zeitpunkt erwischt, denn wir waren ganz allein. Wir umrundeten einmal das Vlei um danach noch das Deadvlei in Angriff zu nehmen. Dazu fuhren wir ein kleines Stück zurück um das Auto und die Schwiegermutter zu parken. Es war schon später Vormittag und mächtig heiß 😊 Im Vlei hatten wir wieder Glück und eine Gruppe machte sich gerade zum Aufbruch bereit und wir waren allein. Es hatte den Anschein, dass das Deadvlei bei vielen Besuchern zum Pflichtprogramm gehörte, denn wer da alles und vor allem mit welcher (keiner) Ausrüstung in der prallen Sonne marschierte, das war schon erstaunlich. Es ist zwar nicht weit, aber in der Mittagshitze durchaus sehr anstrengend. Wir machten ein paar Fotos und hielten uns aber nicht so lange auf.
Zurück im Schatten, ruhten wir etwas aus und verspeisten noch die Reste aus dem Frühstückskorb. Anschließend fuhren wir die 60 km wieder zurück. Wir mussten den Korb noch in der Sossusvlei Lodge zurückgeben und statteten bei der Gelegenheit dem Biergarten einen Besuch ab. Hier lässt es sich auch schön sitzen. Im Adventure Centre hatten wir wegen einem Flug nachgefragt, aber alle Nachmittagsflüge waren aufgrund der zahlreichen Gäste bereits ausgebucht. Wir ließen uns für einen Morgenflug vormerken, aber bis dato hatten sich keine weiteren Interessenten gemeldet. Der Preis um aber alleine zu fliegen, war uns dann doch etwas zu hoch. Müssen wir also noch mal wiederkommen 😗
Abends wurde wieder in der Lodge gegessen und es hat wieder prima geschmeckt. Als wir dann vom Parkplatz fuhren, leuchteten zwei Augen im Gebüsch. Ich dachte zuerst es wäre ein Schakal. Aber der entpuppte sich dann doch als braune Hyäne!! – aber gibt es die hier? Alternativ wäre wohl ein Erdwolf denkbar. Egal, ich freute mich über die Sichtung, was es denn nun auch immer gewesen war. Ein langer und schöner Tag ging zu Ende.
Fazit Desert Camp: - Saubere Unterkunft und von der Größe der "Zelte" vergleichbar mit der Sossusvlei Lodge - Die Lage bzw. die Aussicht ist einmalig - das Personal ist freundlich, aber nicht sehr zahlreich; wozu auch, es ist eine Selbstversorger-Unterkunft 😉 - Essen in der Sossusvlei Lodge wie schon 2008 sehr gut; das Grillpaket haben wir nicht ausprobiert, da wie schon geschrieben unsere Mitreisenden nicht die grossen Grillfans waren; vielleicht lag es aber auch nur an meinen Grillkünsten in Aus 😄 - Unbedingt den Frühstückskorb aus der Sossusvlei Lodge mitnehmen und bei den Dünen frühstücken Das Desert Camp würden wir jeder Zeit wieder buchen und der Sossusvlei Lodge vorziehen.
Weiter gehts dann am Montag. Euch allen ein schönes Wochenende
Ralf
Teil 904. Feb. 2013
@Kaktusa Wie auch immer ich dir geholfen habe...gerne geschehen 😛
Dienstag, 15.05.12 Cornerstone Guesthouse
Es war erstaunlich ruhig heute Morgen im Camp, die meisten Leute waren wohl schon gestern im Park. Zum Frühstück fuhren wir in die Lodge, die Busgäste waren schon weg und so herrschte kaum Andrang. Dann machten wir uns auf den Weg nach Swakopmund. Unterwegs hielten wir für einen kurzen Fotostopp in Solitaire (der Apfelkuchen war leider gerade ausverkauft), am Tropic of Capricorn und am Kuiseb Pass.
Hochbetrieb am Kuiseb Pass
Irgendwo musste es auch zum Henno Martin Shelter gehen, wir hatten zwar die Koordinaten gespeichert, fanden aber trotzdem keinen Abzweig (nicht immer hilft ein Navi)😗 . Irgendwas hatten wir wohl übersehen. Die letzten 100 km vor dem Ziel waren wirklich öde Wüstengegend. Im Nirgendwo war die einzige Erhebung der Vogelfederberg. Hier blies ein richtig heißer Wind, schnell ging es wieder zurück ins kühle Auto. Als wir am Cornerstone Guesthouse ausstiegen, war es angenehm frisch. Wir wurden sehr nett empfangen und bezogen zwei Zimmer mit jeweils kleiner Terrasse.
Wir machten Kaffee und naschten von den bereitgestellten Keksen. Anschließend spazierten wir zur Jetty. In der Nähe sahen wir sogar Delfine schwimmen. Im Helping Hands Laden wurden kleine Mitbringsel erstanden und bei Peters Antiques stöberten wir auch durch.
The Tug
Danach machten wir uns ausgehfein, denn Ralf hatte einen Tisch im Tug reserviert. Wir saßen schön am Fenster und konnten den Wellen zusehen, die an den Strand klatschten. Es gab überbackene Austern, Surf & Turf und Fischcurry als Hauptgang. Eis und Creme Brulee rundeten das Ganze ab 🙂 Gut gesättigt liefen wir durch die fast menschenleeren Straßen zurück zu unserer Unterkunft.
Und Morgen...ja morgen machen wir dann eine Tour. Es steht die Boots- oder Wüstentour zur Auswahl. Für was wir uns entschieden hatten berichten wir dann morgen 😉
Teil 1005. Feb. 2013
@Mac73, danke fürs mitlesen 🙂
Wenn man nur zwei Nächte in Swakopmund bleibt, entscheidet man sich meistens entweder für die Boots- oder die Wüstentour. Da wir alle nicht die großen Wasserratten sind haben wir also die Living Desert Tour bei Chris gebucht 😎
Mittwoch, 16.05.12 Cornerstone Guesthouse
Für heute hatten wir die Living Desert Tour gebucht. Chris hatte im vorangegangenen e-mail Verkehr angekündigt, das er heute nicht verfügbar wäre 😐 Um so mehr freuten wir uns, dass er der Fahrer des Wagens war, der uns kurz nach 8:00 Uhr abholte. Douglas fuhr das zweite Auto und es war eine rein deutsche Angelegenheit und so wurde die Tour auch in deutsch durchgeführt. Und wer Chris kennt weiß, dass das eine sehr lustige aber auch lehrreiche Tour wurde bei der die Quadfahrer und deren "Hinterlassenschaften" (Reifenspuren):( auf dem Wüstenboden nicht sehr gut wegkamen. Wir fuhren ein Stück in die Wüste und Chris erklärte in seiner unnachahmlichen und anschaulichen Art das Leben in der Wüste (Stichwort Müsli und Gästehaus, für alle, die schon mal dabei waren).
Chris fand für uns die weiße Spinne, einen Palmato Gecko, eine Hornviper und eine Sidewinder Schlange und, und….Eigentlich hatten wir alles gesehen, nur ein Skorpion wollte sich heute nicht zeigen.
Making of Chris scheint die kleinen Canon Kameras zu lieben. Meistens hat er mit unserer "Kleinen" fotografiert. Die Bilder haben wir dann nach unserer Reise an die anderen Mitfahrer verschickt 😉
Es war eine kurzweilige und lehrreiche Fahrt. Man sieht die Wüste plötzlich mit anderen Augen und versteht auch seinen Groll gegenüber den Quadbikefahrern, die hier Spuren für die Ewigkeit hinterlassen. Um 13:00 Uhr waren wir zurück am Guesthouse, es war Zeit für eine Kaffeepause. Danach wollten wir das Städtchen noch etwas erkunden. Wir erstanden noch einige Kleinigkeiten, aber dieses mal für uns selbst. Wir hielten kurz die Füße in den Atlantik, eine angenehme Erfrischung, saßen später noch am Museumskaffee und schauten dem Treiben rundherum zu .
Abends hatte uns die Dame des Hauses einen Tisch im 22nd South am Leuchtturm reserviert. Mediterrane Küche mit italienischem Einschlag versprach die Speisekarte. Von der Pasta bis hin zu Fisch und Steak, alle waren rundum zufrieden. Auch der Service war sehr zuvorkommend. Da das Restaurant etwas weiter weg war, und meine Schwiegermutter nicht so gut zu Fuß, waren wir mit dem Auto da und der Rückweg dauerte nur Minuten. Ein schöner lehrreicher Tag geht zu Ende. Und morgen geht es Richtung Erongo Gebirge.
Fazit Cornerstone Guesthouse: - Die Unterkunft ist sehr sauber, ruhig und die ausreichend großen Zimmer im leicht mediterranem Stil eingerichtet - das Frühstück ist umfangreich und sehr gut. Die Eierspeisen werden auf Bestellung frisch zubereitet (Rührei, Spiegelei etc.) - die Mitarbeiter sind sehr freundlich und helfen auch gerne bei Fragen Für uns auf jeden Fall eine Empfehlung für die Übernachtung in Swakopmund.
Living Desert Tour Für uns DIE Empfehlung in Swakopmund. Chris begeistert durch seine Art und Weise wie er die Zusammenhänge für das Leben in der Wüste erklärt. Wir waren nach 2008 nun schon das zweite mal mit ihm auf Tour und würden es jederzeit wieder machen. Und unsere "Erstreisenden" waren genauso begeistert .
Teil 1106. Feb. 2013
@Fleur Na dann wollen wir das Timing doch aufrecht erhalten 🙂 Miez-Miez haben wir im weiteren Verlauf dann auch noch im Angebot 😛 @Tanja Es gibt so ein paar Ecken in Namibia, da kann man glaube ich nicht viel verkehrt machen. Schön daß es euch auch so gut gefallen hat.
Donnerstag, 17.05.12 Ai Aiba Rockpainting Lodge
Das Frühstück im Cornerstone nahmen wir wieder im sehr schön eingerichteten Raum ein, sehr stilvoll. Wir kauften noch einige Sachen im Pick'n Pay ein und machten noch Fotostopps am Alten Bahnhof und dem Amtsgericht.
Nachdem das Wetter wunderschön sonnig und nebelfrei war, wurde entschieden, den Weg über Hentiesbai zu nehmen. Und wenn wir schon mal da waren, wollten wir auch den Robben in Cape Cross einen Besuch abstatten. Das war eigentlich nicht so geplant, da wir aber die nächsten Tage eher weniger vorhatten, relaxen muss auch mal sein, haben wir das doch kurzfristig eingebaut. Auf guter Piste ging es immer am Atlantik entlang. Wir hielten an der Zeila of Hangana, die hier vor 4 Jahren gestrandet war, aber ohne Verletzte wie mir einer der Souvenirverkäufer erzählte.
Dieselbigen kamen natürlich sofort aus allen Ecken als wir auf dem Strand geparkt hatten, aber ein "Nein" genügte und es war gut. Außerdem gibt es ja immer wieder neue "Opfer". Wir setzten unseren Weg fort und erreichten Cape Cross. Hier musste pro Person 40 Nam$ Eintritt entrichtet werden. Wir fuhren zum Parkplatz und als wir ausstiegen traf mich fast der Schlag – der Gestank war im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. Ich dachte zuerst, das schaffst du auch ohne Nasenschutz, aber das Gegenteil war der Fall 🤢 Ein Taschentuch mit Pfefferminzöl, welches die Schwiegermutter dabei hatte, schuf dann Abhilfe. Meine drei Mitreisenden waren da bei weitem unempfindlicher. Unglaublich viele Robben tummelten sich auf dem Felsen und im Wasser. Und erst die Geräuschkulisse, irgendwie schon beeindruckend.
Als wir wieder fuhren, haftete der Geruch noch einige Zeit an mir, bildete ich mir jedenfalls ein. Am Straßenrand wurden Salzkristalle verkauft, so ein Andenken musste natürlich auch noch mit.
Wir fuhren wieder ein Stück zurück um den Abzweig ins Erongogebirge zu nehmen. Von der Ferne grüßte schon die kleine Spitzkoppe. Der Umweg zu den Robben hatte uns etwas Zeit gekostet, so waren wir froh als wir die Ai Aiba Lodge nach gefühltem endlosen Gerüttel endlich erreichten.
Martin empfing uns mit einem kalten Getränk und wir bezogen die Häuser 5 und 6. Die waren großzügig gestaltet und geschmackvoll eingerichtet. Neben uns waren nur noch zwei weitere Hütten belegt.
Im Schatten neben dem Pool ließ es sich vorzüglich bei Kaffee und Kuchen sitzen. An das nahe Wasserloch kamen ab und an die Warzenschweine zu Besuch. Zu Abend gab es Impalacarpaccio und Oryx Steak, immer sehr freundlich mit einem Knicks serviert. Nachts hörte ich oft das Geschrei der Klippschliefer
Morgen ist dann ein etwas fauler Tag und war auch als Erholungstag geplant. Wenn wir unsere beiden Neulinge nicht dabei gehabt hätten wären wir wohl auch die Schleife über das Erongo Gebirge nicht gefahren. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Und ein bisschen Erholung kann ja nicht schaden 😛
Gruß
Ralf
Teil 1207. Feb. 2013
@bayern schorsch Euer Bericht von 2010 machte mir die Wahl für die ein oder anderen Unterkunft leichter. Schön daß dir unser Bericht und die Fotos gefallen.
Bevor es mit dem nächsten Tag weitergeht noch ein kleine Geschichte vom Abendessen. Neben uns sass ein "älteres" Ehepaar und während des Essens fing der Mann an SMS zu schreiben. Eigentlich kein Problem...wenn man die Tastentöne ausschaltet. So aber ging es die ganze Zeit Piep, piep..piep... Und es nahm kein Ende 😈 Irgendwann wurde ich dann doch etwas sauer, und das dauert bei mir schon seeeehr lange bis mich etwas aufregt. Der freundlich gemeinte Hinweis doch die Tastentöne auszuschalten wurde mit völligem Unverständnis quittiert (und das ist noch harmlos formuliert). Naja, irgendwann waren auch die SMS geschrieben und manche haben halt scheinbar keine Kinderstube genossen. Gott sei Dank sind die Beiden am nächsten Tag abgereist.
So, nach der kleinen Geschichte gehts aber weiter im Text.
Freitag, 18.05.12 Ai Aiba Rockpainting Lodge
Morgens konnten wir 3 Giraffen in der Ferne wandern sehen. Heute war Erholungstag und auf dem Programm stand: Nichtstun. Vormittags lagen wir gemütlich im Schatten am Pool und lasen. Mittags gab es eine Kleinigkeit in Form von Salat – danach weiterhin Entspannung.
Poolkröte 😉
Um 16:30 Uhr machten wir doch noch einen auf aktiv und nahmen an der Sundownerfahrt teil. Wir konnten auf dem Gelände Zebras, Giraffen, Oryx und Steinböckchen entdecken. Martin fand auch eine frische Leopardenspur, leider konnten wir die dazugehörige Katze nicht entdecken 🙁 Zum Sonnenuntergang ging es steil hinauf auf einen Hügel. Von dort hatten wir einen weiten Blick in die Ebene und auf die Sonne, die hinter dem Brandberg unterging. Die Farben waren grandios.
Beim Zurückfahren sahen wir noch eine Eule, die aufflog, da sie sich wohl von dem Licht des Fahrzeugs gestört fühlte. Zum Abendessen gab es Spinatsüppchen und Oryxbraten. Beides sehr lecker.
Fazit Ai Aiba: - die Zimmer sind geräumig und nett eingerichtet. Die Dusche, quasi offen zum Schlafraum, ist riesig. Die Toilette ist aber extra abgetrennt (mit Tür). Die Terrasse lädt zum verweilen ein. - der Service ist sehr aufmerksam und das Essen sehr gute Hausmannskost - der Pool könnte zwar öfters mal von den toten Insekten gereinigt werden, war aber ansonsten ok - Sundownertour ist sehr empfehlenswert und wer nicht ganz so faul ist wie wir, kann auch wandern
Auf Ai Aiba kann man sich wunderbar erholen. Für uns eine Empfehlung.
Unsere nächste Station ist für eine Nacht das Aabadi Mountain Camp. Zelten ohne zu Campen sozusagen 😉
Gruß
Ralf
Teil 1308. Feb. 2013
@doschae "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort" heißt es ja immer. Aber das wünscht man dann ja doch keinem. Obwohl wir uns so langsam fragen ob der Ein oder Andere uns nicht auch als älteres Ehepaar bezeichnen würde 😄 Wir gehen ja auch so langsam auf die 50 zu 😗
Samstag, 19.05.12 Aabadi Mountain Camp
Wieder mussten wir eine schöne Unterkunft verlassen, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Aabadi Mountain Camp. Wir kamen durch Uis, leider war das Cafe Königsstein geschlossen. Schade, war immer ein netter Stopp hier. Also ging es weiter.
Am Straßenrand luden einige Verkaufsstände zum Gucken und Shoppen ein. Ein Mitbringsel oder zur Abwechslung mal etwas für uns selbst, das geht immer. Wir hielten an einem Stand an dem mehrere Hererofrauen in traditionellem Gewand Schmuck und Puppen verkauften. Besonders nett war die kleine Tochter einer der Frauen, sie fand Gefallen an meinem Schwiegervater, sehr zum Leidwesen seiner Gattin die lieber selbst mit ihr gespielt hätte. Als ein Touribus hielt, stürmten die Leute raus und fotografierten die Frauen was das Zeug hielt, und gaben Anweisungen wie sie zu posieren hatten. Uns persönlich liegt das nicht so, einfach drauf los zu fotografieren. Man könnte ja wenigstens fragen.
Nicht mehr lange und wir erreichten das Aabadi Mountain Camp. Fünf Zelte mit Freiluftbadezimmern erwarten die Gäste hier. Wir schauten uns kurz um, nahmen unser Zelt in Beschlag und fuhren dann gleich weiter bis zur Twyfelfontein Lodge für einen kleinen Imbiss.
Es war sehr heiß hier, daher besuchten wir später nur das Besucherzentrum der Felszeichnungen, machten aber keine Führung mit. Wir selbst kannten die Felszeichnungen ja schon und den Schwiegereltern war es einfach zu heiß. Aber natürlich fanden wir hier auch wieder eine nette Kleinigkeit, die wir uns selbst mitbringen konnten. Am Nachmittag richteten wir uns häuslich ein in unserer Zeltunterkunft und genossen eine erfrischende Freiluftdusche.
Es dauerte allerdings sehr lange bis das Wasser etwas wärmer wurde. Abends gab es Tomatensuppe, Lamm und Hühnchen mit Reis und Salat. Das Ambiente war hier eher einfach, aber das Essen schmeckte. Den schönen Sternenhimmel gab es gratis dazu.
Fazit Aabadi Mountain Camp - die Zelte waren ausreichend groß und sauber. Die Betten waren ok - Dusche,Bad und Toilette gibt es nur "open-air". Sicherlich nicht jedermanns Sache, vor allen Dingen nicht im Winter - das Essen ist einfach, aber schmackhaft - das Personal ist freundlich - das Preis/Leistungsverhältnis ist in Anbetracht dessen daß hier in der Gegend nur sehr teure Unterkünfte vorhanden sind gerade noch so ok.
Wir hatten diese Unterkunft gewählt weil sie zum Einen mit die günstigste in der Gegend ist und wir unseren Neulingen auch einmal eine Zeltübernachtung "gönnen" wollten. Beide waren auch angetan von der Unterkunft. Aber mehr als eine Nacht muss dann auch nicht sein 😉 Insgesamt also ganz nett, aber nichts was man unbedingt haben muss.
Gruß
Ralf
Teil 1409. Feb. 2013
Und weiter gehts...
Sonntag, 20.05.12 Vingerklip Lodge
Es war sehr angenehm im Zelt heute Nacht, richtig kuschelig 😘 Das Frühstück war einfach, aber ok. Das erste und einzige Mal das wir löslichen Kaffee bekamen. Heute besuchten wir zuerst das Damara Living Museum, das ca. 4 km vom Camp entfernt liegt. Wir machten die traditionelle Tour und lernten etwas über die Kräuter, Handwerkskunst etc. des Damaravolkes. Lustig war die Ziege, die an meiner Schwiegermutter besonderen Gefallen fand. Die Tour war sehr kurzweilig und informativ, einen Besuch kann man schon empfehlen.
Es war dann nicht mehr weit bis zum Tagesziel, der Vingerklip Lodge. Hier gab es einen leckeren Cocktail zur Begrüßung und noch ein kleines Mittagessen. Wir bekamen schöne Zimmer und die Lage hier ist sowieso einmalig und die Anlage gut gepflegt.
Wir lagen am Pool mit einer namibischen Familie und der kleine Sohn spielte meinen Unterhalter für die nächste Zeit.
Poolvögel
Für Abends hatten wir einen Tisch im Eagles Nest gebucht und so wurde es auch schon wieder Zeit sich "ausgehfein" zu machen. Wir liefen ein Stück den Berg hinauf, das letzte Stück ist mittels einer Eisentreppe, die an der Felswand befestigt ist, zu bewältigen. Nicht jedermanns Sache 🙄 Oben hatten wir einen schönen Blick auf die Ugabterrassen und die untergehende Sonne. Es gab Eland, Warzenschwein und Kuduwurst mit Gemüse und Millipap. Alles war sehr gut und hat uns prima gefallen.
Wir liefen wieder runter und gönnten uns noch einen Absacker in Ingrids Blick – mit Blick auf das Wasserloch, an dem sich Zebras und Oryx sehen ließen. Und wieder war ein schöner Tag zu Ende.
Fazit Vingerklip Lodge
- Zimmer sind sauber, in angenehmer Größe und mit schöner Terrasse - das Personal war sehr aufmerksam und freundlich - Essen im Eagles Nest war sehr gut; die Eltern haben in der Lodge gegessen, da sie etwas schlechter zu Fuß waren und die Eisentreppe ja auch nicht jedermanns Sache ist; aber auch in der Lodge hat es ihnen geschmeckt; das Frühstück am nächsten Tag bekommt einen Abzug in der B-Note. staubtrockene Semmeln, und kein frisches Obst (das hatten wir hier schon anders) - die Anlage ist super gepflegt und der grösste Vorteil ist, daß man immer ein ruhiges Eckchen zum Erholen findet; selbst wenn mal größere Gruppen in der Lodge sind
Für uns ist die Vingerklip Lodge eine absolute Empfehlung
Und jetzt geht es dann auch "endlich" in den Etosha. Wir waren alle gespannt was wir alles finden würden 😉
Gruß
Ralf
Teil 1511. Feb. 2013
Guten Morgen an alle Mitleser. Es geht weiter in den Etosha 🙂
Montag, 21.05.12 Etosha NP, Okaukuejo
Nach dem Frühstück, welches aus meiner Sicht einen kleinen Abzug in der B-Note verdiente, da es kein frisches geschnittenes Obst gab und die Semmeln staubtrocken waren, fuhren wir noch kurz zur Vingerklippe um sie aus der Nähe zu betrachten. Die Klippe liegt mittlerweile auf dem Lodgegelände und wenn man kein Gast ist, sind 5 Nam$ zu entrichten.
Auf einer kaum befahrenen Straße fuhren wir nach Outjo um den obligatorischen Tankstopp einzulegen. Ein Besuch in der Bäckerei gehörte natürlich auch dazu. Dann nahmen wir die letzten Kilometer bis zum Anderson Gate des Etosha Nationalparks in Angriff.
Die "Eintrittsformalitäten" waren schnell erledigt und am ersten Wasserloch sahen wir schon Giraffen, Zebras und Gnus. Kurz darauf erreichten wir das Camp Okaukuejo. Hier schrieben wir uns in diverse Bücher ein und zahlten unser Eintrittsgeld für die kommenden Tage. Dank C. Möhles Vermittlung klappte alles auch einwandfrei. Wir selbst hatten beim Reservierungsversuch irgendwie kein Glück gehabt. Wir bekamen zwei "Stoney Chalets" (hatten aber "nur" Doppelzimmer bestellt) die neben dem Schlafraum und dem (winzigen) Bad mit einem Vorraum mit Küchenzeile und Sofa ausgestattet waren.
Der erste Blick galt dann sofort dem Wasserloch. Hier gab es dann auch bald Besuch von einem Elefantenbullen. Es ist doch immer wieder schön hier zu sitzen und der Tierwelt zuzuschauen.
In unserem Zuhause wurde das Wasser zum Duschen nur sehr marginal warm, so dass die Körperpflege heute sehr kurz ausfiel. Zu Abend gingen wir ans Buffet, das abgesehen von kleinen Schönheitsfehlern durchaus in Ordnung war. Es brauchte dann allerdings 3 Anläufe bis unsere Rechnung stimmte. Es war immer zu wenig berechnet 🤨 Dann konnten wir wieder ans Wasserloch gehen. Als wir ankamen, zogen gerade 2 Nashörner ab. Es war jedoch ein Kommen und ein Gehen, wie bestellt. Wir sahen einen Elefanten, 4 Giraffen, 2 Nashörner, 2 Tüpfelhyänen (diese allerdings unbrauchbar für ein Foto) und Eulen.
Die Schakale heulten und ganz in der Nähe brüllte ein Löwe mit dementsprechender Antwort aus der Ferne. Eine wunderbare akustische Kulisse 😁 Wir hatten eine leise Hoffnung das doch vielleicht einer ans Wasserloch kommen könnte, aber diese erfüllte sich leider nicht. Bis um 23.00 Uhr hielten wir es aus, so lange wie noch nie in diesem Urlaub, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Völlig durchgefroren freuten wir uns aber dann auf unser Bett. Was auch ganz lustig war, als einer der Löwen besonders laut brüllte, kamen ganze Heerscharen aus dem Camp zum Wasserloch gepilgert, in der Erwartung etwas Spektakuläres zu sehen. Da wurden sie aber enttäuscht.
Und morgen stellt sich die Frage wohin fahren wir auf unserem Morningdrive. Die Entscheidung viel uns nicht leicht...
Gruß
Ralf
Teil 1612. Feb. 2013
@mietwagenfahrer Wie doschae schon schreibt sitzt man eigentlich direkt vor dem Wasserloch. Ich würde mal schätzen daß es je nach Standort 15-20 m bis zum vorderen Rand des Wasserlochs sind. Fotografiert sind alle Wasserlochbilder mit einer 1,6 Crop Kamera (Canon 7D) und dem 100-400 Canon Objektiv. Nur mal so als Vergleich: Das erste Elefantenbild ist mit vollen 400mm fotografiert, das Zweite mit 100mm. Die Eule ist wiederum mit 400mm fotografiert, obwohl sie "direkt" vor uns saß. Für kürzere Brennweiten habe ich dann noch eine Vollformatkamera (5d Mark II)mit einem 24-105 Objektiv. Und wenn du Abends am Wasserloch fotografierst, unbedingt ein Stativ und idealerweise einen Fernauslöser mitnehmen 😉 Ich hoffe du hast ähnliches Glück mit den Tiersichtungen wie wir. Aber wie immer...wissen kann man es nicht, und es ist halt kein Zoo 🙂
@Fleur Die ersten Miez-Miez sind im Anmarsch 😉
Dienstag, 22.05.2012 – Okaukuejo
Der Wecker klingelte zur Unzeit, es war 5.45 Uhr. Wir wollten mal wieder die Gelegenheit wahrnehmen, da doch Tiersichtungen in der Früh besonders gut möglich wären, so heißt es ja immer. Bei unseren zwei vorherigen Besuchen im Etosha hatten wir dieses Glück meistens nicht. Wir waren noch unschlüssig, welchen Weg wir einschlagen sollten. Im Tiersichtungsbuch standen Löwen in Okondeka und die Angestellte sagte Ralf, das die Löwen diesen Ort lieben würden. Sagt sie wahrscheinlich immer 😐 Die Entscheidung war aber somit gefallen. Wir waren noch nicht lange unterwegs, da kamen 7 Löwen (Jungtiere mit Müttern) durch das Gras gelaufen, überquerten die Straße und verschwanden in der Ferne. Besser konnte der Tag doch nicht beginnen 🤩
Kurz vor Okondeka lagen zwei Löwenpaschas auf einer Anhöhe – es wurde immer besser.
Am Wasserloch kamen dann mindestens 7 Minilöwen und ich weiß nicht mehr wie viele Weibchen in Sicht – genial. Beim Zählen haben wir irgendwie die Übersicht verloren 😗 Wir beobachteten die schönen Tiere bis sie sich überall im Gras verteilten. Soviel Löwen auf einen Schlag hatten wir noch nie gesehen.
Beruhigt und glücklich konnten wir wieder umdrehen und unser verdientes Frühstück einnehmen. Später saßen wir am Wasserloch in Okaukuejo wo sich viele Springböcke und Zebras einfanden um zu trinken. Auch Gnus, Impalas und Kudus waren da. Die Zeit verging wie im Flug mit schauen, lesen und Tagebuchschreiben.
Nachmittags lagen wir faul am Pool bevor wir uns noch mal zu einer Pirschfahrt aufmachten. Außergewöhnliches konnten wir aber nicht mehr entdecken.
Nachdem wir morgens an der Rezeption Bescheid gegeben hatten, funktionierte nun auch wieder das warme Wasser. Das Buffet fiel für mich heute wieder mager aus, da ich seit gestern mit leichten Magenproblemen zu kämpfen hatte. Am Wasserloch tat sich außer ein paar Nashörnern auch nichts - was für ein Unterschied zu gestern. Aber wir waren sowieso hundemüde und freuten uns aufs Bett.
Fazit Okaukuejo - Das Chalet war aufgrund des Vorraums mit Küche und Sofa sehr groß. Das Bad dagegen ist mehr als wie klein. Die Zimmer waren sauber. - Das Personal, auch an der Rezeption, war sehr freundlich. - Das Buffet ist sicherlich kein Gaumenschmauss, aber es ist ein normales Buffetessen bei dem man satt wird. Wir finden es ok.
Okaukuejo haben wir nun zum dritten mal besucht. Zwei mal als Camper und dieses mal in einer festen Unterkunft. Das Camp lebt sicherlich von seinem Wasserloch, aber wir hatten bisher weder Probleme bei der Unterkunft, dem Essen, der Sauberkeit oder mit irgendwelchen lärmenden Gruppen (beim Camping). Alle waren am Wasserloch sehr diszipliniert und bei unseren vorherigen Campingaufenthalten waren auch die sogenannten Overlander eher unauffällig, obwohl wir genau neben ihnen standen. Für uns ist Okaukuejo konkurrenzlos, alleine schon wegen dem Wasserloch. Wir haben es mehrfach erlebt dass eine Reisegruppe gerne länger am Wasserloch geblieben wäre, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit fahren musste weil ihre Unterkunft ausserhalb des Parks war. Mit einer Lodge ist das Camp sicherlich nicht zu vergleichen, aber jeder sollte vielleicht mal selbst die Erfahrung mit Okaukuejo machen. Und Erfahrungen, in jede Richtung, gibt es hier im Forum ja mehr als genug 😉
Tiersichtungen So viele Löwen hatten wir im Etosha noch nie (und wir sind ja noch nicht am Ende) 😁 . Und jetzt mach mal den Ersttätern klar, daß das was sie gesehen haben eher die Ausnahme ist. Wir waren auf jeden Fall alle begeistert und haben es unseren Neulingen gegönnt. Natürlich ohne an den Eigennutzen zu denken 😗
Tja und morgen...morgen gibts dann das Wasserloch in Halali
Gruß
Ralf
Teil 1713. Feb. 2013
@doschae War bei uns in 2008 so. Zwar im April, aber keine Elis 🙁 @mietwagenfahrer Das ist die richtige Einstellung. Am Besten "Nichts" erwarten und sich über jede Sichtung freuen. Und wenn man nichts entdeckt, dann muss man halt wiederkommen 😄
Und auch die Sichtung am heutigen Tag ist vielleicht nicht ganz Standard 😗
Mittwoch, 23.05.2012 – Halali
Heute standen wir nicht so früh auf wie gestern, hatten wir doch an Katzen mehr gesehen als jemals gedacht. Klar will man immer mehr, aber wir waren super zufrieden mit unseren Sichtungen. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Abstecher zum Wasserloch wo wieder viel Betrieb war.
Danach luden wir unsere Koffer wieder ins Auto und es konnte weitergehen nach Halali. Hier hatten wir noch eine Nacht eingeplant. Unterwegs sahen wir einen einsamen Elefantenbullen und ein grasgrünes Chamäleon, das über die Straße lief.
Kleine Pause am Rastplatz Olifantsbad. Der Zustand der Toiletten und des Platzes allgemein spottet jeder Beschreibung. Hier, wie auch an allen anderen Rastplätzen, kann man wirklich sehen wie schön langsam alles verfällt 😠 Wir hoffen die Verantwortlichen wachen bald mal auf 🙁
Als das Wasserloch Rietfontein in Reichweite kam, beschlossen wir auch da noch einen Abstecher zu machen. Gute Idee. Es traf uns fast der Schlag, als wir die vielen Autos sahen, die sich hier aufgereiht hatten. Ein Plätzchen wo alle Mitreisenden gut sehen konnten hat Ralf aber gefunden 🙂 Ein Löwe lag hier in bester Fotoposition, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Er hatte irgendwann genug von dem Auflauf und verzog sich in den Schatten eines Baumes. Unglücklich für ihn, gut für die Touris war es ausgerechnet der schmale Weg der zu den nahegelegenen Gräbern führte (in T4A als "Rietfontain Dorslandtrekkers Graves" bezeichnet). Und jeder, auch ein großer Bus und natürlich auch wir fühlte sich bemüßigt, noch ein Foto von ihm zu schießen und sich den schmalen Weg entlang zu quälen. Irgendwie tat der Kerl mir leid.
Wir erreichten Halali gegen Mittag und konnten gleich unsere zwei Chalets beziehen. Die waren ähnlich wie in Okaukuejo eingerichtet, sogar mit Tisch und Stuhl auf der kleinen Veranda. Wir machten etwas Siesta und besuchten kurz das Wasserloch wo gerade Badestunde der Elis war.
Am Moringa Wasserloch
Dann ging es zu unserem nachmittäglichen Drive. Wir fuhren zum Wasserloch Nuamses, immer den Elefantenhinterlassenschaften folgend, diese schienen noch sehr frisch zu sein. Aber dort waren die Tiere nicht anzutreffen. Als wir weiter Richtung Etosha Lookout fuhren, konnten wir die Herde mit einigen Jungtieren entdecken. Leider entfernten sie sich.
Die Etoshapfanne war trocken, soweit das Auge reichte. Ein einsames Oryx posierte für uns. In der Staubfahne des vorausfahrenden Autos erreichten wir pünktlich kurz vor der Torschließung das Camp.
Am Moringa-Wasserloch hatten sich viele Gäste zum Sonnenuntergang eingefunden, darunter auch eine Fotografengruppe mit Riesenobjektiven. Leider war gerade nichts zu sehen. Abends gab es wieder Buffet im Restaurant, das war in Ordnung. Danach ging es gleich wieder ans Wasserloch incl. Weinvorrat, der ja auch mal vertilgt werden musste 😗 Als wir ankamen, war eine Elefantenherde von ungefähr 18 Tieren anzutreffen und auch ein Nashorn trieb sich in der Nähe herum. Es hatte aber wohl zu viel Respekt vor den großen Grauen und traute sich nicht ans Wasser. Die Elis zogen dann ab.
Ein Schakal oder ähnliches kam in Sichtweite, als urplötzlich eine große gefleckte Katze aus der Dunkelheit auf ihn zusprang. Das alles ging so rasend schnell, Fakt war aber, das der Leo keine Beute gemacht hatte und zu unserem großen Glück Durst hatte und zum Wasserloch zurückkehrte. Mit so einem Fotomotiv hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet, gehofft aber schon. Er stillte seinen Durst und verschwand dann wieder.
Ab und zu fielen die Lampen aus, die das Wasserloch beleuchteten, das machte aber nichts aus, denn nach kurzer Zeit erholten sie sich wieder. Es kam noch ein zweites Nashorn dazu und die beiden beharkten sich etwas und in der Ferne hörte man noch die Elis trompeten. Dann gab es nichts mehr zu sehen und auch wir verzogen uns zur wohlverdienten Nachtruhe.
Fazit Halali
- unsere Unterkunft war ähnlich aufgebaut wie in Okaukuejo. Vorraum, Schlafraum und kleines Bad. War aber alles sauber. - Essen war nichts besonderes, Buffet wie in Okaukuejo, nur mit weniger im Angebot. War ok.
Das Wasserloch ist für uns das Highlight in Halali. Superschön gelegen, viele "Natursitzplätze" auf den Steinen. Bänke gibts natürlich auch 😉 Und irgendwie doch eine andere Atmosphäre als in Okaukuejo. Was beide Wasserlöcher gemeinsam haben, ist die Spannung in die Dunkeheit zu starren, jede noch so kleine Bewegung oder die Geräusche zu registrieren und dann...dann die Überraschung was aus der Dunkelheit auftaucht 🤩 Das ist es für uns was einen Aufenthalt im Etosha so einmalig macht.
Morgen gehts dann weiter. Ich glaube es fehlt noch eine große Katze...Löwe, Leopard...war da nicht noch was... Mal sehen was der morgige Tag bringt 😎
Gruß
Ralf
Teil 1814. Feb. 2013
@Fleur Wenns zeitlich passt...gerne 😎
Donnerstag, 24.05.2012 Etosha Aoba Lodge
Nach dem Frühstück und dem Auschecken fuhren wir heute Morgen gemütlich Richtung Namutoni. Die ersten Begegnungen heute waren ein einsamer Elefantenbulle und Impalas.
Kurz nach der Wasserstelle bei Batia hielt plötzlich ein Auto vor uns am Straßenrand. Wir waren schon dran vorbei, konnten aber nicht erkennen, was denn da gesichtet wurde. Nachdem sich das Fahrzeug nicht mehr vom Fleck rührte, legten wir den Rückwärtsgang ein und dann konnten wir "es" sehen. Im hohen Gras lag gut getarnt ein Gepard. Respekt, gutes Auge gehabt. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Entdecker in einer Mercedes Limousine saß, also nicht sehr hoch (für was mieten wir uns eigentlich immer einen "hohen" Geländewagen 😣 ) Der Gepard stand kurz auf um sich dann gleich wieder hinzulegen. Aber es bewegte sich noch etwas, es waren zwei.
Nach einer Weile standen beide auf und liefen über die Straße und ins hohe Gras. Etwas entfernt standen Zebras und zwei Springböcke und beobachteten die unter Umständen drohende Gefahr. Die beiden machten aber keine Anstalten zu jagen, dafür war das potentielle Mittagessen etwas zu weit weg und lief dann schließlich in unerreichbare Weiten. Die beiden setzten sich ins Gras, wahrscheinlich überlegten sie, wie der Beute am besten beizukommen wäre. Letztendlich setzten sie ihren Weg in die weite Ebene fort und verschwanden langsam aus unserem Blickfeld. Wir fuhren weiter, echt happy Geparden so nah gesehen zu haben 🤩
Im Fort Angekommen machten wir Pause bei einer Cola, im Innenhof ließ es sich schön im Schatten sitzen. Leider waren die Treppenaufgänge auf das Dach des Fort versperrt.
Wir fuhren noch rund um die Fisher Pan und konnten hier noch einen Elefanten mit einem Nashorn entdecken, beide fanden die nahen Schlammlöcher attraktiv. Eine Gabelracke beim Mittagessen durfte natürlich auch nicht fehlen.
Mal ein Nashorn bei Tageslicht. Aber im "hässlichen" Gegenlicht
Zum Schluss waren wir noch in Klein-Namutoni, aber hier war nur eine Schar Geier versammelt und auf dem Dik-Dik Drive gab es auch nichts mehr zu sehen 🙁
Wir fuhren Richtung von Lindequist Gate und trafen noch einige Dik-Diks und Giraffen am Straßenrand an. Die nächsten zwei Nächte hatten wir in der Etosha Aoba Lodge gebucht. Die Zufahrt zur Lodge befand sich kurz hinter dem Gate auf der linken Seite.
Begrüßungskomitee auf dem Weg zur Etosha Aoba Lodge
Auf dem Gelände befinden sich noch weitere Lodgen wie z.B. Onguma. Bis zur Aoba waren es 12 km zu fahren. Die Lodge liegt im dichten namibischen Busch und hat 4 Luxus-Chalets und 6 normale Chalets. Wir bekamen Luxus, d.h. zusätzliche Klimaanlage und eine kleine private Veranda mit zwei Liegen und Außendusche (kalt). Gebucht hatten wir nur die normalen Chalets. Zuerst gab es aber einen Willkommensdrink mit Erklärung der Aktivitäten, etc.
Abends gab es Butternutsuppe mit Sourcream, Rinder- und Kudusteak mit Rotkohl, Kartoffeln und Bohnen. Zum Nachtisch Malvenpudding mit Vanillesoße. Das war alles sehr lecker und fast zu viel, passend dazu gab es einen guten "Alles Verloren". Alles war sehr schön beleuchtet mit Kerzen und Feuerschalen, allerdings war es auch schon recht kühl. Nahebei gab es noch ein Wasserloch, hier kamen Dik-Diks und ein Honigdachs zu Besuch. Dank unserer Klima/Heizung war es nicht ganz so kalt in unserem Häuschen und als besonderen Service fanden wir zwei kuschelige Wärmflaschen in unserm Bett vor.
Morgen gehts dann weiter und so langsam nähern wir uns dem Ende unseres Urlaubs 🙁
Gruß
Ralf
Teil 1915. Feb. 2013
@Clax Schön daß du wieder dabei bist. Bei den Kleinen war auch unser erster Gedanke...Aussteigen...Einpacken...Mitnehmen 😗 Aber da hätte unsere Hausmietze wohl eher so reagiert 😉
Ja, es sind noch 9 Wochen bis Caprivi/Chobe/Nxai Pan und Okavango Delta 🙂
@Tanja Diesmal hatten wir im Etosha echt Glück. Aber dafür mussten wir auch 3 mal hinfahren. Was tut man nicht alles 😄
Freitag, 25.05.12 Etosha Aoba Lodge
Heute war Relaxtag. Wir genossen das Frühstück mit tierischer Unterhaltung am Wasserloch, die Dik-Diks gaben eine Morgenvorstellung und die Kudus kamen auch zum Trinken. Wir gaben uns ganz dem süßen Nichtstun hin, lagen am Pool und lasen. Nur unterbrochen von einem kleinen Mittagessen.
Gegen 16.00 Uhr fuhr wir allein zu Zweit zum Sonnenuntergang zur Fisher Pan. Die Schwiegereltern wollten lieber noch weiter relaxen. William war unser Fahrer. An Tieren sahen wir die üblichen Verdächtigen, aber wie William uns berichtete hat das Gebiet alle Tiere wie im Etosha, außer Elefanten. Wir unterhielten uns sehr nett mit William und genossen dabei einen Gin Tonic und die feuerrot untergehende Sonne. Als auch noch die Schakale heulten, waren wir doch ein bisschen traurig, dass es bald wieder nach Hause gehen soll und wir so einen Sonnenuntergang wohl für längere Zeit nicht mehr sehen werden.
Nach einer schnellen Dusche war es auch schon wieder Zeit fürs Abendessen.
Vorspeise Crostini mit Tsatsiki und Tomaten, Hauptgang: Hähnchen mit Spinat und Feta gefüllt, dazu Reis, Brokkoli und Gemsquash und natürlich einen guten Tropfen. Zur Nachspeise wurde Halbgefrorenes mit Karamell gereicht. Wieder war alles sehr lecker und die Portionen nicht gerade klein. Heute waren etwas mehr Gäste da als gestern, aber die meisten bleiben nur eine Nacht.
Fazit Etosha Aoba Lodge Wir hatten die Unterkunft aus zwei Gründen gebucht. Erstens zur Erholung und zweitens, falls wir im Etosha keine Tiere sehen, hier noch einmal die Möglichkeit zu haben mit einem Guide in den Etosha zu fahren. Der zweite Grund hatte sich aufgrund unserer eigenen Sichtung ja "erledigt". Wir waren ehrlich gesagt total happy und "satt" was Tiersichtungen betrifft. Da haben wir halt nur relaxt 😛
- Die Chalets waren angemessen groß (nicht riesig) und sauber. Ebenso das Bad. Da wir die Luxury Chalets bekommen hatten, waren so kleine Annehmlichkeiten wie eine Klimaanlage/Heizung und der eigene, eingezäunte Aussenbereich inkludiert. - der Service ist gut, die Angestellten sehr freundlich und das Essen sehr schmackhaft und viel - die Lodge liegt mitten im "Busch", wer also den weiten Blick liebt ist hier sicherlich nicht so gut aufgehoben. Wir mögen eigentlich auch eher den weiten Blick, wussten aber vorher daß die Lodge das nicht bietet. Man muss halt alles mal ausprobieren 😉 Insgesamt ist die Lodge aber zu empfehlen.
Fazit Etosha Was soll man da nach den Sichtungen noch schreiben? Etosha hat sich in jedem Fall gelohnt. Gut, so eine Elefantenherde am Wasserloch, wenn man mit dem eigenen Auto dasteht, hat noch gefehlt. Aber wir wollen ja nicht unzufrieden sein 😄 Den Eltern bzw. Schwiegereltern hat es sehr gut gefallen. Allerdings fehlt ihnen jetzt natürlich so ein bisschen das "Verständnis" daß diese Tiersichtungen nicht selbstverständlich sind. So richtig suchen mussten wir ja nicht 😉 Aber nachdem das ja für die Beiden eine einmalige Reise war, konnte es gar nicht besser laufen. Einzig der langsame, aber doch sichtbare Verfall der Einrichtungen im Park selbst, bereitet uns ein bisschen Sorgen. Wir hoffen daß die Parkverwaltung bald mal aufwacht.
Gruß
Ralf
Teil 2016. Feb. 2013
@Mac73 Nur nicht entmutigen lassen. Das wird schon werden 😉 Und irgendwie lässt sich Etosha ja immer mal in eine Tour einbauen 🙂
@Lil Als Glückskinder haben wir uns ehrlich gesagt auch gefühlt. Vielleicht hat es die Kombination "zum 3. mal im Etosha und Anfänger" ausgemacht 😁
Naja, so langsam geht die Reise ja zu Ende 🙁 Heute also noch die restlichen Tage
Samstag, 26.05.12 Frans Indongo
Heute verließen wir nach einem ausgiebigen Frühstück den Busch wieder um zur vorletzten Unterkunft Frans Indongo zu fahren. In Tsumeb machten wir Halt im Etosha Cafe und im nahebei gelegenen Craft Center erstanden wir noch einige Kleinigkeiten 😗 Ohne besonderen Ereignisse erreichten wir gegen 13:30 Uhr die Frans Indongo Lodge. Die letzten Kilometer zur Lodge sind auf einer Pad zurück zulegen, hier gab es jede Menge Warzenschweine zu sehen, die auch gerne mal kurz vor dem Auto die Straße überqueren. In der Lodge wurden wir sehr nett empfangen mit etwas "pfefferminzigem" im Begrüßungscocktail. Im Zimmer wurden wir als Wiederholungstäter mit sehr schönen Blumen begrüßt.
Auf dem Deck machten wir es uns anschließend mit Kaffee, Eis und Muffins bequem. Hier hatten wir einen sehr schönen Blick in die Weite und auf die verschiedensten Antilopenarten ( auch Arten die nicht in Namibia vorkommen) die hier angesiedelt wurden. Ein Platz um die Seele baumeln zu lassen.
Beim Abendessen saßen wir gemütlich nahe dem Feuer. Es gab meiner Meinung nach hier das beste Abendessen der Reise. Zur Vorspeise gab es ein Gemüsetürmchen mit Salat, Hauptspeise Elandsteak mit Camembert und Nüssen gratiniert und Gemüse, Nachspeise waren kleine Birnen mit irgendwas dazu, habe ich aber vergessen. Das Essen war oberlecker und auch die Portionen waren gut verträglich gestaltet. Sehr fein. Wie immer, verschwanden wir schon bald im Bett um noch etwas zu lesen.
Fazit Frans Indongo - grosszügige,saubere Chalets. Einzig der Fernseher müsste nicht unbedingt sein - die Anlage ist sehr gut gepflegt, der Pool schön sauber und das Beste ist das Aussichtsdeck. Mit ausreichend Sonnenschirmen (das ist ja nicht in jeder Lodge so) - das Essen ist äußerst lecker und mit dem "kleinen besonderem Extra" zubereitet - das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend