fittken277 Beiträge · seit 201317. Dez. 2013 · #61
Wir haben auch dieses Jahr bei Kalahari gemietet und waren im Kaokoveld. Als wir Hubert von unseren Plänen erzählte, sagte er nichts dagegen.
Den Mietvertrag habe ich mir erst nach der Reise genau durchgelesen und die Einschränkung gefunden, da ich mir dachte, dass bei HH das Wort u der Handschlag mehr zählt.
Also durch die Route entstanden uns keine Probleme, durch das Auto hingegen schon einige. 🙂
mutsel schrieb:Wir haben bei Resevierung unsere Route angegeben- ca. 9 Monate vorher-erfahren aber erst bei Fahrzeugübernahme, dass doch ein großer Abschnitt unserer Planung " verboten" ist.
Hätte es neue Bedingungen in der Region gegeben, z.B. politische Unruhen oder extreme Wettereinflüsse, dann wären neue Einschränkungen ja nachvollziehbar. Aber bei zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits angegebener Route und unveränderten äußeren Bedingungen plötzlich einseitig neue Bedingungen zu diktieren, ist rechtlich sehr fragwürdig.
Wobei ich jetzt nicht so ganz verstanden haben, ob es explizit ein Verbot gab, z.B. die Trockenflussbetten in der Gegend zu Gefahren oder ob nur mitgeteilt wurde, dass in der Gegend bei Pannen u.ä. kein Service erbracht wird?
Hallo Guido, es wurde nur mitgeteilt dass, "wenn ich dorthin kommen muss und man euch rausholen muss zahlt ihr das alles selber." Das war uns bei 4 Autos zu heikel . Nur was uns dann am Messumkrater hinter GaiAs erwartete, war vermutlich auch nicht besser-nur wussten wir das vorher nicht, weil das unser Plan B wurde. Da muss ich im Nachhinein sagen: "Zum Glück alles gut gegangen." Grüße Mutsel
fittken277 Beiträge · seit 201317. Dez. 2013 · #64
mutsel schrieb: es wurde nur mitgeteilt dass, "wenn ich dorthin kommen muss und man euch rausholen muss zahlt ihr das alles selber." Das war uns bei 4 Autos zu heikel .
Aber gerade bei 4 Autos ist es doch viel sicherer als wenn man alleine fährt oder sehe ich das falsch?
Hallo Fittken, im Prinzip schon. Nur, wir hatten schon Situationen, wo nur Abschleppen oder auf Monteur warten die Lösung war und Auto tauschen. Vor 2 Jahren verabschiedete sich vor Büllsport ein Lager. Wir konnten gerade noch am Etappenziel anrufen. Dann fuhren wir die restlichen ich glaube 55km Schritt. Am nächsten Morgen früh um 8 stand das Ersatzauto da. Am Eingang zum Sossusvlei musste die Lichtmaschine gewechselt werden. 5 Stunden später war das Ganz erledigt.Am Service gibt es überhaupt nichts zu meckern. Nur wenn dir so etwas im Kaokoveld passiert heißt es, ich habe es laut Vertrag ausgeschlossen.Ich habe unsere Verträge der letzten Jahre angesehen,da gab es diese Einschränkungen noch nicht. Vielleicht lässt er es auch nächstes Jahr wieder weg, wenn sich der Durchschnitt der Chrashs wieder senken sollte. Grüße Mutsel
ONOnTheRoad5 Beiträge · seit 201318. Dez. 2013 · #66
Hallo Mutsel,
zuerst nochmal mein herzliches Beileid, das ist wirklich extrem ärgerlich! Auch wenn ich bedenke wieviel Zeit man, gerade bei Zielen wie dem Kaokoveld, in die Vorbereitung investiert. Deshalb danke für Deinen Post, ich hätte da sonst wohl genauso reinfallen können und kann nun zumindest versuchen gegenzusteuern.
Zwischenzeitlich habe ich auch die aktuellen AGB's von KCH erhalten und die Klausel steht dort noch unverändert drin. Auf meine Nachfrage, angeregt durch Diana's logischer Lesart, habe ich noch keine Rückmeldung. Außerdem habe ich gefragt, wie die zeitlichen Einschränkungen zu verstehen sind, denn mir erschließt sich nicht ganz nach was es sich richtet, ob ich nun nicht nach 16.30/17.30h bzw. vor 6.15/6.30h fahren darf.
@Mutsel: was ist denn am Messum-Krater passiert? @Fittiken: natürlich kann man auch so ins Kaokoveld fahren, verliert dann aber grundsätzlich Versicherungsschutz und Service..
auf keinen Fall würde ich noch einmal etwas selber bezahlen. Wir hatten eine Panne in Botswana und konnten das schon regeln, aber warten bis heute auf das Geld.
Mojo
ONOnTheRoad5 Beiträge · seit 201319. Dez. 2013 · #68
Zwischenzeitlich habe ich auch die aktuellen AGB's von KCH erhalten und die Klausel steht dort noch unverändert drin. Auf meine Nachfrage, angeregt durch Diana's logischer Lesart, habe ich noch keine Rückmeldung. Außerdem habe ich gefragt, wie die zeitlichen Einschränkungen zu verstehen sind, denn mir erschließt sich nicht ganz nach was es sich richtet, ob ich nun nicht nach 16.30/17.30h bzw. vor 6.15/6.30h fahren darf.
Hier mal die Antwort von KCH:
vielen Dank für Ihre Mail. Die zeitlichen Einschränkungen beziehen sich auf jegliche Gebiete ausserhalb der Städte. Sobald Sie in eine Gegend fahren, die laut Vertrag verboten ist, sind Sie dort auf sich selber gestellt, denn dort kommt kein normaler Abschleppdienst hin und müssen wir hier einen Allradabschleppdienst organisieren.Unverschuldte Reparaturkosten gehen natürlich auf unsere Kosten, ausschiesslich der Abschleppkosten Mit not registered Roads sind Strassen ohne Wegweiser gemeint, denn passiert etwas, findet Sie keiner.Wir haben hier unsere Erfahrungen gemacht. Viele Grüsse Hubert Hester
Hallo OnTheRoad, da wir den Messumkrater und das Damaraland als Ersatz für Marienflusstal und Hartmannberge ausgesucht haben, fehlte uns die Vorbereitung. Keine gescheite Karte kein Navi. Die Tour war wunderschön, sind wir doch an so geschichtsträchtigen Stätten wie GaiAs vorbeigekommen. Im Huab war dann Schluss-zuviel Sand-Felsabbrüche. Wir fuhren in 4 Stunden wieder zurück bis GaiAs,blieben dort eine Nacht und fuhren am nächsten Tag gen Osten Richtung Twyfelfontein. Wir machen das irgendwann nochmal aber mit psychisch gefestigten Mitfahrern. Wir sind am Doroskrater vorbei sowie am Verbrannten Berg. Einmalige Landschaft. Aber um alles mitzunehmen wäre Navi oder genaue Karte notwendig gewesen. Wir haben über Satellitt noch jemanden um Rat gefragt, aber er schlug uns auch vor zurückzufahren. Grüße Mutsel
Hallo, ich komme gerade zurück und hatte eine ähnliche Tour vor, Standpunkt von Hubert Hester ist im Moment, "alles nordwestlich von Purros und Orupembe zahlt man selber, wenn das Auto liegenbleibt". Er begründet das mit der Aussage von der Falkenberg-Garage, " da oben ist nichts mehr!". Wie immer kann man mit ihm reden, aber gerade bei dem Thema Kaokoveld hat er ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht, in der letzten Zeit.
Wir müssen nun wohl alle dafür bezahlen, dass es offenbar immer mehr Leute gibt, die sich überschätzen oder schlecht vorbereitet unbedingt dahin wollen. Das ist sicher dem wachsenden Individualtourismus in Namibia geschuldet. Wird wohl auch in näherer Zukunft eher schlechter als besser werden.
Ich würde aber auf jeden Fall raten, die Tour im Einzelnen mit ihm abzusprechen, er ist ja nicht unzugänglich,aber er fordert Ehrlichkeit und Transparenz, was ich gut nachvollziehen kann, wenn ich immer die geschrotteten Kisten auf seinem Hof stehen sehe.
osket schrieb:Wir müssen nun wohl alle dafür bezahlen, dass es offenbar immer mehr Leute gibt, die sich überschätzen oder schlecht vorbereitet unbedingt dahin wollen. Das ist sicher dem wachsenden Individualtourismus in Namibia geschuldet. Wird wohl auch in näherer Zukunft eher schlechter als besser werden.
So ist es. Früher sind wohl nur die Leute ins Kaokoveld gefahren, die schon ein paar mal in Afrika unterwegs waren und etwas Offroad- und Busherfahrung hatten. Meistens waren sie dann auch mit mindestens 2 Autos unterwegs und konnten sich zur Not gegenseitig helfen. Heute wollen viele auch schon bei der ersten Afrikareise überhaupt abseits der "Touristenmassen" unterwegs sein. Etosha ist selbst für die erste Afrikareise vermeintlich schon zu gewöhnlich. Kosten soll das auch alles nichts. und das Ergebnis sind wohl erhöhte Schadenszahlen u.a. bei Vermietern wie Hubert Hester. Dass der keine Lust hat, regelmäßig mehrere tausend Euro teure Bergungsaktionen zu zahlen, wenn die durchschnittliche Anmietung nur rund 1000 EUR Umsatz bringt, ist irgendwo nachvollziehbar. Ich kann nur nicht nachvollziehen, wenn wie bei Mutsel die Konditionen für bereits vereinbarte Anmietungen im Nachhinein einseitig geändert werden.
Im Übrigen finden sich derartige Ausschlüsse bei fast allen Vermietern im Kleingedruckten. Wenn man eine der entlegensten Gegenden Afrikas auf eigene Faust bereisen will, kann man nicht Vollkaskoschutz sowie den ADAC StandBy erwarten und muss ein paar Risiken selbst tragen. Bei vorsichtiger Fahrweise und etwas Erfahrung ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass man da das Auto beschädigt. Dann bleibt noch das Risiko, dass einen da zufällig ganz normale verschleißbedingte Ausfälle ereilen und man ggf. die Abschleppkosten tragen muss. Dieses Risiko ist bei einer 10 Jahre alten Karre von KCH sicher etwas erhöht. Aber dieses erhöhte Risiko ist angesichts des niedrigen Mietpreises für so ein altes Auto nur fair. Man kann ja auch einen speziell für den Offroad-Einsatz gepimpten aktuellen Hilux bei ASCO oder Savanna mieten. Ist eben 3 mal so teuer.
Beste Grüße
Guido
Topobär5'479 Beiträge · seit 200920. Dez. 2013 · #72
Ich denke, KCH geht es in erster Linie um seine Kosten durch defekte Fahrzeuge in einem so abgelegenen Gebiet. Wenn man hier regelmäßig die verschiedenen Reiseberichte liest, bekommt man schon mit, dass die überwiegend recht alten Fahrzeuge dieses Vermieters häufiger mal liegenbleiben. Einen Service in abgelegenen Gebieten kann man bei den günstigen Konditionen von KCH natürlich nicht erwarten.
Ich staune immer wieder, dass sich viele Reisende den billigsten Vermieter aussuchen und sich dann wundern, dass das Leistungspaket kleiner als bei teureren Vermietern ist.
Hallo, Also wir hatten 2011 einen silbernen Hilux. Wegen der Sonne gab es keine Probleme. Lg judith
Die Welt ist ein Buch.
Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
jaffles1'312 Beiträge · seit 200612. Jan. 2014 · #76
Hallo,
kennen wir auch anders. Wir hatten einen völlig abgerockten dunkelblau-metallic farbenen und gleichzeitig Anreisende bekamen einen himmelblauen. Grusig 🤢 . Das war das fertigste Auto, dass wir jemals übernommen hatten. Und es war eines von der neueren Kategorie! Bilder kannst du bei folgendem Link sehen (ziemlich am Anfang und zum Schluss):
Hmm, finde ja die weißen Fahrzeuge viel schöner, aber wenn es doch keine Probleme mit erhöhter Wärmeentwicklung gibt, dann ist für mich natürlich ein günstiger Preis das entscheidendere Argument.
Danke für Eure Informationen!
ONOnTheRoad5 Beiträge · seit 201308. Aug. 2014 · #80
Aktuelle Aussage:
"Leider haben wir etliche Strecken im Kaokoveld ausgeschlossen. Anlass dazu haben Berichte von unseren Mechanikern und Abscheppdiensten aus Khamanjab und Oshakati,gegeben, die uns angeraten haben, unseren Kunden diese Stecken zu verbieten, da es dort nur noch Geröll und keine befahrbaren Strecken mehr gibt .Laut Berichten ist der Robbies Pass von der Behörde geschlossen worden. Wir haben deshalb beschlossen, dass alle Strassen westlich der C 43 mit unseren Wagen nicht mehr befahren werden dürfen. Auch die D3700 entlang des Kunene, soll alles verspühlt sein, und ist somit für unsere Wagen ausgeschlossen. Es geht darum, sollte etwas in einem Gebiet passieren, wo man mit einem normalen Abschleppdienst nicht hinkommt und wir müssen einen Offroaddienst schicken, zu N$25.00 der Kilometer, müssen Sie diese Kosten zahlen. Ausserdem hat man in diesen Gebieten nicht Unbedingt Handy/Telefonempfang.
Die C3710 wird auf unseren Karten gar nicht angeführt, deshalb auch gar nicht für unsere Wagen zugelassen.