NenetteThemenstarter1'309 Beiträge · seit 200905. Nov. 2012 · #1Hallo,
laut Ngami Times wird ab nächstem Jahr die Trophäenjagd in Botswana untersagt werden und es werden keine Jagdlizenzen mehr ausgestellt.
Der volle Artikel kan hier nachgelesen werden:
http://www.ngamitimes.com/Gleichzeitig sollen Schäden, die von Elefanten angerichtet werden, nicht mehr wie bisher mit 35% sondern 100% erstattet werden.
Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment.
Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo)
Botswana 2010:
http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html
Mein anderes Hobby:
http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Nov. 2012 · #2Hi Nenette,
das war ja bereits im April (
http://namibia-forum.ch/forum/17-news/232440-jagdverbot-in-botswana.html#232444) und auch im Zusammenhang mit einem Endlos-Thread über Juan Carlos, der ja gern zur Elefantenjagd nach Botswana geht, ein Thema.
Ohne jetzt wieder daraus ein "Fass ohne Boden"-Thread machen zu wollen, stellt sich mir die Frage, ob es in Botswana dann so endet wie in Kenia nach dem Ende der Jagd (Wildtierbestand je nach Tierart zwischen 30 und 90 % zurück gegangen).
Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.Gast05. Nov. 2012 · #3Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Ohne jetzt wieder daraus ein "Fass ohne Boden"-Thread machen zu wollen, stellt sich mir die Frage, ob es in Botswana dann so endet wie in Kenia nach dem Ende der Jagd (Wildtierbestand je nach Tierart zwischen 30 und 90 % zurück gegangen).
Und seitdem Hitradio Namibia gestartet ist, ist der Namibia-Dollar um fast 10% gefallen. 😈 Solche Statistiken und vermeintlichen Zusammenhänge kann man endlos generieren. Kenia ist dabei das Mantra der Trophäenjäger. Nur ist Koinzidenz etwas anderes als Kausalität. Letztere ist nicht gegeben.
Beste Grüße
Guido
(Der Trophäenjägd persönlich immer noch abartig findet, sie aber trotzdem nicht mehr pauschal ablehnt. Es kommt auf die Details im Einzelfall an.)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Nov. 2012 · #4Hi Guido,
Solche Statistiken und vermeintlichen Zusammenhänge kann man endlos generieren.
richtig, nur kommen diese Schlussfolgerungen immer mal wieder von der kenianischen Regierung selber und sogar von internationalen Umweltschutzgruppen.
Aber wie gesagt... das Thema ((Jagd) hatten wir ja schon zur Genüge...
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.Gast05. Nov. 2012 · #5Hallo,
travelNAMIBIA schrieb:richtig, nur kommen diese Schlussfolgerungen immer mal wieder von der kenianischen Regierung selber und sogar von internationalen Umweltschutzgruppen.
Du willst der aktuellen kenianischen Regierung wirklich Glaubwürdigkeit und beste Absichten attestieren? Zur Erinnerung: Kenia ist laut allen Statistiken eines der korruptesten Länder in Afrika (weitaus korrupter als Botswana, Namibia und Südafrika) und das Kabinett der aktuellen Regierung hat nicht zufällig über 40 Minister...
Und ja, es gibt einige Umweltverbände die sich für die Trophäenjagd aussprechen. Nur sind das keineswegs pauschale Befürworter der Trophäenjagd, sondern die machen das sehr differenziert.
Beste Grüße
Guido
fotomatte2'513 Beiträge · seit 200905. Nov. 2012 · #6Hallo,
interessant dürfte sein,wie die (recht hohen)nun wegfallenden Einnahmen aus der Trophäenjagd kompensiert werden-sprich wer den Verzicht letzen Endes zu bezahlen hat.Ich habe da schon so eine Idee. 😗
Zumal,wenn die entstehenden Schäden tatsächlich dann auch zu 100 % ersetzt werden sollen.
Da bin ich mal gespannt,was sich da noch alles draus entwickelt...
Liebe Grüsse
fotomatte
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200616. Aug. 2017 · #7Hi zusammen,
aktuell zum Thema:
"HUNTING BAN WAS ILL-INFORMED - UB PROF"
http://www.sundaystandard.info/hunting-ban-was-ill-informed-ub-prof(der Bots- Präsident soll es demnach v.a. zum Wohle von Wilderness Safaris beschlossen haben, woran er Anteile habe).
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
LEleserGast16. Aug. 2017 · #8danke, Dieses und Ähnliches wird seit Langem berichtet, stößt aber auf wenig Interesse und hat vor allem keine Konsequenzen.
Die BW-Behörden sind mit den Folgen der Überpopulation von Elefanten völlig überfordert. Im Nordosten muss die Regierung jetzt auf eigene Kosten die von den Jagdkonzessionären errichteten Brunnen, die nach Verlust der Konzessionen stillgelegt wurden, wieder sanieren und in Betrieb nehmen um die Elefanten von den Siedlungen wegzuhalten usw. usw.
Grüße
Übrigens verdienen Joubert und NG mit ihren Filmprojekten gutes Geld. Warum bitte muss das arme BW diese Projekte mit verlorenen ZUSCHÜSSEN von einigen 100.000 U$ subventionieren, geht's noch?
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200627. Nov. 2018 · #9Hi zusammen,
passt zu diesem - wenn auch älteren - Thread:
"Confusion over Botswana’s elephant population"
https://bulawayo24.com/index-id-news-sc-national-byo-150530.html"[...]Botswana's parliament recently passed a motion considering lifting the ban on elephant trophy hunting, citing an increase in both the elephant population and human-elephant conflict (HEC) as their motives.[...]"
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
alex_k48 Beiträge · seit 201429. Nov. 2018 · #10Indem man dem Wild seinen Wert nimmt, wird jegliches wirtschaftliche Interesse an seiner Erhaltung beseitigt!
Die Folge ist, daß deren Lebensräume durch Acker und Weide und menschliche Siedlungen ersetzt werden. Man kann das gut am Anstieg der Viehbestände auf den Habitaten, die früher dem Wild zur Verfügung standen, feststellen. Ackerbau und vorwiegend Viehzucht, zumeist Kleinvieh ist jetzt an die Stelle des Wildes getreten.
Eine Einschränkung oder sogar ein Verbot der Jagd führt demnach nicht zu mehr an Wild sondern zu weniger Wild bis zum völligen Zusammenbruch bestimmter Wildbestände (vorwiegend solche Tiere die keine Kulturfolger sind).
Andererseits werden sich Arten vermehren die bisher, mangels natürlicher Feinde, durch gezielte Bejagung zahlenmäßig im Zaum gehalten wurden, was beim Elefanten in Botswana der Fall ist.
Zu beachten ist, dass dann die Überpopulation z.B. der Elefanten zu Lasten anderer Wildtiere im selben Habitat geht. Speziell beim Elefanten, welcher einen erheblichen Flurschaden anrichtet, verringert sich die Nahrungsquelle und Einstandstmöglichkeit anderer Wildarten, vorwiegend beim Schalenwild welches dann immer weniger Deckung findet. Der Chobe NP (Riverside) ist dafür ein gutes Beispiel wie eine Übepopulation an Elefanten zunehemend andere Tierarten verdrängt.
Legale Jagd ist eben nicht nur Jagd alleine sondern auch Hege mit der Büchse.
In Anbetracht der Tatsache, daß Botswana mittlerweile über 220.000 Elefanten verfügt (eine Dezimierung wäre wohl dringend angebracht) ist die Entscheidung des Parlaments nachvollziehbar.
Gruß Alex
Turi348 Beiträge · seit 201130. Nov. 2018 · #11hallo zusammen
Habe vorgestern mit einem Farmer südlich von Maun geredet.
Die Zahl der Elefanten differiert es sollen bis 400 000 sein.
Wenn man die Schäden in und um das Okavango Delta anschaut, halte ich die Zahl nicht für unmöglich.
Dem Farmer haben sie den Damm stark beschädigt, die Entschädigungssumme reicht bei weitem nicht für eine Reparatur aus.
Gezielte und koordinierte Abschüsse ganzer Elefanten Familien wären da sinnvoll.
Gruss aus Botwana
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
LOloserGast30. Nov. 2018 · #12Es ist nach Meinung Vieler illusionär, dass eine Reduktion des Überbestandes, durch das was „trophy hunting“ genannt wird, erfolgen kann. Vor 2014 wurden ja nur ein paar hundert Lizenzen (Edit: pro Jahr) vergeben, das sind peanuts angesichts der erforderlichen Zahlen, über welche trefflich gestritten werden kann. Die Jägerverbände und PHs von BW haben in dieser Debatte oft darauf hingewiesen. In einem der zitierten Artikel wurde das (glaube ich) ebenfalls erwähnt. Ich glaube aber nicht, dass die BW-Regierung sich trauen wird, culling im großen Stil anzugehen. Keiner weiß, wie man von der durch Khamas und NGOs produzierten Erwartungshaltung als Musterschüler des Naturschutzes wieder herunter kommt. Vor diesem internationalen shitstorm fürchtet man sich wohl und mit Argumenten ist dagegen wenig auszurichten.
Ein positiver Beitrag der Wiederaufnahme der Jagd, wäre allerdings, dass man die Elefanten, die nach der Stilllegung der Brunnen in den Jagdkonzessionen aus diesen abgewandert sind, wieder dorthin „locken“ würde, genauso wie anderes Wild. Es käme also zu einer günstigeren Verteilung des Überbestandes, aber nicht zu einer maßgeblichen Reduktion. Außerdem würde wieder Einkommen für die ansässige Bevölkerung und Fleisch produziert. Allerdings müssten dann auch wieder Quoten für anderes Wild bewilligt werden, so wie früher. Derzeit ist nur von Freigabe von Elefanten die Rede.
Werner
LOloserGast23. Feb. 2019 · #13
La Leona2'779 Beiträge · seit 200723. Feb. 2019 · #14Ich erlaube mir den von loser eingestellte BBC Artikel hier verkürzt und auf deutsch übersetzt einzustellen: (Quelle: Botswana mulls lifting elephant hunting ban, By Alastair Leithead, BBC News, Africa correspondent)
Kurz nach seinem Amtsantritt im April 2018 bat Präsident Mokgweetsi Masisi die Minister, das Jagdverbot zu überprüfen, das 2014 von seinem Vorgänger Ian Khama eingeführt wurde.
Öffentliche Versammlungen wurden abgehalten und Organisationen, Gemeinschaften und Einzelpersonen wurden gebeten, einen Kommentar abzugeben
Die Ergebnisse des Berichts empfehlen Folgendes:
- Das Jagdverbot sollte aufgehoben werden
- Die Elefantenpopulation sollte "in ihrem historischen Bereich" verwaltet werden
- Wanderwege für Wildtiere, die "den Erhaltungsbemühungen des Landes nicht nützen", sollten geschlossen werden
- Game Ranches sollten als "Puffer zwischen kommunalen und Wildtiergebieten" markiert werden
- Es sollten "regelmäßige, aber begrenzte Elefantenauslese" (culling) eingeführt werden
Präsident Masisi begrüßte den Bericht, der vor seiner Umsetzung einer weiteren Konsultation unterzogen wird.
LOloserGast23. Feb. 2019 · #15dazu gab es schon viele Themen, zuletzt hier,
https://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/296126-beinahe-90-elefanten-in-botswana-gewildert.html?start=60dort hänge ich zum Anlass noch zwei Quellen hinein, die besser dort hineinpassen